Vom Niedergang der Vernunft: bösartiger Feminismus

Seit mehreren Jahrtausenden haben Philosophen den Wert von Vernunft und Rationalität formuliert. Vernunft als Fähigkeit, zu denken und entsprechend zu handeln, unter Kalkulation möglicher Folgen und Ergebnisse, zielgerichtetes, zweckrationale Handeln, wie Max Weber geschrieben hat, war zu allen Zeiten die Grundlage, die Menschen von Tieren unterscheiden soll, die Grundlage, die menschliche Errungenschaften in Wissenschaft und Technologie möglich gemacht hat.

Aber dann kam der Feminismus.

Der Feminismus ist mitnichten der erste Angriff auf die Vernunft, aber der neueste. Die Verherrlichung von Emotion und Intuition, die der Feminismus auf Kosten der doch angeblich so kalten und vor allem männlichen Rationalität oder Vernunft vornimmt, ist in ähnlicher Form in der deutschen Romantik zu finden, beide Romantik und Feminismus können insofern als Degenerationserscheinungen einer Gesellschaft gewertet werden.

Vernunft ist für Hume u.a. die Grundlage menschlicher Verständigung und menschlichen Zusammenlebens, und Hobbes erklärt ihre Funktionsweise als eine Form der Kalkulation:

Leviathan.hobbes“Denken heißt nichts anderes als die Gesamtsumme durch Addition von Teilen oder einen Rest durch Subtraktion einer Summe von einer anderen vorstellen. Geschieht dies durch Wörter, so ist es ein Vorstellen dessen, was sich aus dem Namen des Ganzen und seines Teils für den Namen des anderen Teils ergibt. […] Wo Addition und Subtraktion am Platze sind, da ist auch Vernunft am Platze, und wo sie nicht am Platze sind, hat Vernunft überhaupt nichts zu suchen. […] Denn Vernunft in diesem Sinne ist nichts anderes als Rechnen, das heißt Addieren und Subtrahieren, mit den Folgen aus den allgemeinen Namen, auf die man sich zum Kennzeichnen und Anzeigen unserer Gedanken geeinigt hat. […] Nutzen und Zweck der Vernunft bestehen nicht darin, dass man die Summe von Wahrheit einer oder mehrer Folgen findet, fern von den ersten Definitionen und festgesetzten Bedeutungen von Namen, sondern darin, dass man bei diesen beginnt und von einem Schluß zum anderen fortschreitet” (Hobbes 1989[1651]: 31-32, Hervorhebungen in kursiv im Original, fett von uns).

Die Botschaft von Hobbes ist sehr klar: Vernunft besteht im systematischen Beziehen von Worten aufeinander, sie ist eine Ordnungsfähigkeit. Wer nicht in der Lage ist, Worte in systematischer Weise aufeinander zu beziehen, hat keine Vernunft. Worte unterscheidet Hobbes in allgemeine Namen und Definitionen, die zum Kennzeichnen und Anzeigen unserer Gedanken dienen, und auf die wir uns geeinigt haben. Sprache wird somit zu einer Konvention, zu einem Normensystem der Verständigung, auf das sich Menschen geeinigt haben. Vernunft gewährleistet die Einhaltung der Konvention und somit Verständigung.

Kant hat wie Hume bekanntlich zwischen einer reinen und einer praktischen Vernunft unterschieden, wobei die reine Vernunft, weitgehend das umschreibt, was Hobbes Rechnen genannt hat, während die praktische Vernunft auf normenkonforme Anwendung der eigenen Vernunft durch individuelles Handeln abzielt. Nicht umsonst hat Kant in seiner Kritik der praktischen Vernunft seinen bekannten kategorischen Imperativ entwickelt, handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

Was würden all die Philosophen wohl sagen, könnten sie sich heute zu dem Äußern, was als Feminismus durch Deutschland geistert, was im Dunkeln an der Vernunft nagt, wie der wahnsinnige Azathoth in den Geschichten von H.P. Lovecraft?

Wie müssen die Angriffe auf die vermeintlich kalte Rationalität wirken, die aus den Reihen von Feministen geführt werden, wie die Ablehnung von Rationalität und Vernunft und das Beharren auf Intuition und irrationalen Gefühlen? Wenn man Revue passieren lässt, was über Hobbes, Hume und Kant berichtet wurde, liegt die Antwort auf der Hand: Für alle drei wäre der entsprechende Anschlag auf die Vernunft gleichzusetzen mit dem Niedergang menschlicher Gesellschaftsfähigkeit, mit dem Ende menschlicher Interaktion und dem Aussterben der Spezies.

Kant praktische VernunftUnd die Anzeichen dieses Niedergangs sind deutlich sichtbar.

Vernunft und die Konventionen, die praktische Vernunft im Sinne von Kant als Normen, wie man heute sagen würde, anleiten, machen Verständnis und Zusammenleben erst möglich. Ohne die Regeln, die das Rechnen, das Hobbes als Grundlage von Vernunft ansieht, ermöglichen, ist es nicht möglich, eine Verständigung mit anderen zu erreichen. Ohne eine gemeinsame Konvention verschwindet jede Handlungssicherheit, weil es nichts gibt, auf das man sich verlassen kann. Ohne eine gemeinsame Sprachkonvention degeneriert eine Gesellschaft zu einem Haufen irrer Brabbler, die etwas von sich geben, das anderen nicht verständlich ist. Das Ende ist nahe, und es besteht in Wahnsinn, Wahnsinn, wie er z.B. einmal mehr von der Humboldt Universität kommt, die mittlerweile nur noch als Humbug Universität bekannt ist.

Dort hat sich eine Reihe Verwirrter aufgemacht, die deutsche Sprache als Verständigungsinstrument zu beseitigen und die Deutschen zu einer Ansammlung wirrer Brabbler zu machen, etwa durch:

Ag Sprachhandeln

Gar nicht – und Sie?

  • “Studierx, Studierxs und Lehrx, Lehrxs: Das ‚x‘ signalisiert ein Durchkreuzen herkömmlicher → gegenderter Personenvorstellungen. Diese Form wird angewendet, wenn die Frage, ob die gemeinten Personen weiblich, männlich oder → trans* sind, in einem Kontext keine Rolle spielt oder keine Rolle spielen soll.
  • in re_produzieren: Hier deutet der Unterstrich an, dass jedes Produzieren ein Reproduzieren ist und gleichzeitig jedes Reproduzieren ein Produzieren. Der Unterstrich spiegelt dieses reflexive Verhältnis von Produktion und Re_produktion wider.
  • Bildung von Substantiven: Alle ‚-er‘-Endungen werden durch die Endung ‚-a‘ ersetzt bzw. im Plural durch ‚-as‘. Die ‚-a‘-Endung lässt sich beispielsweise für Dinge produktiv nutzen, um konventionalisiert männlich assoziierte ‚-er‘-Endungen zu vermeiden, wie z.B. bei Türöffna, Computa oder Drucka: Diese Form greift ebenfalls die Idee von einer herausfordernden, stärkeren → Frauisierung von Sprache auf, um mit männlich geprägten Assoziationen zu brechen”.

Es ist dies ein Angriff auf die Vernunft, der an den Grundfesten menschlicher Gesellschaft rührt, der Verständigung und der Sprachsicherheit. Er zeigt die morbide Qualität, die dem deutschen Feminismus inne wohnt in aller Deutlichkeit, sie zielt darauf ab, die eigene Todessehnsucht zum Anlass zu nehmen, um ein normales und produktives Zusammenleben aller zu verunmöglichen, und als solches muss den bisherigen Varianten des Feminismus eine Metavariante zugesellen: den bösartigen Feminismus.

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29 Responses to Vom Niedergang der Vernunft: bösartiger Feminismus

  1. Lernender says:

    “Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea erfreut sich hoher Beliebtheit.”

    “Dagegen macht es Sinn, bei Personen mit neuseeländischer Staatsangehörigkeit Neuseel_änderinnen mit Unterstrich zu schreiben, da neuseeländische Staatsangehörigkeit nicht → zwangszweigendernd ist,”

    “Di_e Sprech_erin der queer_feministischen Hochschulgruppe konnte ihr_e Kommilito_ninnen, Freun_dinnen und die Mitarbeit_erinnen der Uni für i_hr Anliegen begeistern. Kei_ne verwendete ih_r Stimmrecht dagegen.”

    ..und der Abschuss im Leitfaden..

    “Einwand: Das klingt alles so kompliziert und unverständlich!

    Gegenargument: ‚Kompliziert‘ und ‚unverständlich‘ sind keine neutralen, über verschiedene soziale → Positionierungen hinaus allgemeingültigen Eigenschaften oder Bewertungen. Es kommt immer auf die Position an, von der aus etwas als kompliziert und unverständlich aufgefasst wird. Als → trans_x_te Person finde ich jegliche → androgendernde Sprachhandlung nicht nur unverständlich, sondern diskriminierend. Wenn also eine durch → Sexismus/Genderismus → privilegierte Person eine antigenderistische Sprachform kompliziert oder unverständlich findet, so könnte dies ein spannender Impuls sein, über eigene Normen und unreflektierte → Privilegierungen nachzudenken – ein Gefühl von Unverständnis also auf sich selbst anzuwenden und nicht zu einer ‚neutralen‘ Norm zu erklären.”
    .
    .
    Wie ich es liebe, als vernunftbegabter Durchschnittsmensch latent als Sexist oder Rassist bezeichnet zu werden, wenn ich die Kehlkopfkrebserzeugende Brabbelsprache schon mal aus Prinzip ablehne.
    Scientology (die Sekte) in Reinkultur. Wann kommen eigentlich die verdrahteten leeren Coladosen mit Kabel dran, um jeden Probanten auf seine Gesinnung zu testen bzw. auf seine Defizite aufmerksam zu machen um eine “Reinigung” zum Sprachthetan anzubieten.

    “Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea erfreut sich..”

    Ich fass es nicht…

    • SH001 says:

      “Als → trans_x_te Person finde ich jegliche → androgendernde Sprachhandlung nicht nur unverständlich, sondern diskriminierend.”

      Da fragt man sich wie solche Personen die Hochschulreife erhalten haben…

      Schon der Begriff “Sprachhandlung” mit dem Sagen und Tun gleichgesetzt werden ist absoluter Mumpiz,

  2. Stuff says:

    “Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea erfreut sich..”
    Issjaschonsowasvonfalsch! Hiesse das nicht korrekt:
    “Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea eafreut sich..”

    “Unsae” (Unsä…?) Weiba ham’ sich noch nicht völlig zum Eingeständnis ihras Ausdrucks von Healichkeit, da Dämlichkeit, durchringen können…

    • Andreas says:

      Also wenn schon korrigieren, dann bitte auch gendermäßig korrekt!

      Es heißt dann nicht permanent, sondern “pamanent” und auch unterwegs geht gar nicht, denn da ist ja auch das böse männliche “er” enthalten, also bitte: “untawegs”

      Aufgrund übertriebender political correctnes und dem Genderwahn empfehle ich, dass wir am besten zur Babysprache zurückkehren, denn dann kann man garantiert nichts mehr falsch machen.

      Und nicht auf Frauen schimpfen. Es gibt weit mehr Frauen, die diesen Genderwahn absolut ablehnen, als dass sie ihn befürworten. Nur Halbhirne können auf so einen Schwachsinn kommen und ihn auch noch gut finden.

  3. caruso says:

    Wenn das wahr ist und keine Satire, dann kann ich – altes Weib – nur sagen: ein Wahnsinn!!! –
    Eine Frage: Warum haben Deutsche eine so große Freude daran ihre so schöne und präzise Sprache dermaßen kaputt zu machen? Daran nehmen ja nicht nur Frauen teil, Männer nicht weniger, s. Rechtschreibereform. Zum Glück hat man davon vieles rückgängig gemacht. – Ich
    lebe zwar im deutschsprachigen Raum, bin aber nicht hier geboren. Ich war schon 26-27 Jahre
    alt als ich begann Deutsch zu lernen. Obwohl ich schon so lange hier lebe (57 Jahre), habe ich immer noch Probleme mit der Sprache. Zugleich genieße ich sie sehr. Intellektuellen Genuß habe ich fast nur wenn in dieser Sprache lese. Und es macht mich wütend wenn ich sehe, was man mit dieser Sprache anstellt.
    lg
    caruso

    • Das ist leider keine Satire, sondern die alltägliche Dosis Wahnsinn von der Humbug Universität in Berlin – übrigens von Steuerzahlern finanzierter Wahnsinn.

  4. Was sagt eigentlich Humboldt dazu?

    Carsten

    Demagogie schlägt Demokratie

  5. Alexander Roslin says:

    Die sprachliche Hässlichkeit dieser Elaborate bringt die geistige Hässlichkeit der Schöpfer.I.nnen vollendet zum Ausdruck.

    Geistige Orks kreieren, (männer-)hassgetrieben, eine Krächzsprache.

    Wie verfasst man in diesem Argot Liebesgedichte?

  6. templarii says:

    Das Problem bei der Sache ist, dass Kant, Hobbes und co so tun als hätten sie diese Begriffe und Gedanken erfunden. Dabei haben sie diese nur aus lateinisch geschriebenen Büchern abgeschrieben…

    • Wie wäre es mit einem Beleg für diese Behauptung?

      • a.behrens says:

        Selbst wenn es so wäre: Übersetzungen ist ein hochkomplizierter Vorgang, insbesondere wenn es in der Zielsprache keinen passenden Ausdruck für ein Wort oder einen Ausdruck gibt und etwas neues erfunden werden muss.

        Ich hatte irgendwann mal einen Text, in dem ein (etwas schräger) Bibelübersetzer seine Probleme bei der Übersetzung erläuterte. Etwa das Wort metanoia. Die eigentliche Wortbedeutung war “ein tiefes, inneres Verstehen, dass ein Gedankengebäude, eine Ideologie einen schweren Schaden verursacht hat und sich ein Mensch nun auf die Suche nach einer Wahrheit macht”

        Luther hat mit “Buße” übersetzt. Aus dem Wort ist aber in der heutigen Sprache etwas gewaltätiges, aufgezwungenes geworden.

        Die direkte Übersetzung “überdenken” ist im heutigen Sprachgebrauch eine Beschreibung für einen flapsigen Rückzug, wenn man keine bessere Ausrede mehr hat.

        Ein guter, nicht-lutherianischer Bibelübersetzer muss nun ein neues Wort finden, welches den Sinn von Jesus Worten korrekt wiedergibt. Statt “tue Buße” wäre IMO zum Beispiel “werde Wissenschaftler” angemessen. Aber die Gesichter sowohl der Christen als auch Atheisten möchte ich dann sehen… 🙂

        • Chaeremon says:

          “… insbesondere wenn es in der Zielsprache keinen passenden Ausdruck für ein Wort oder einen Ausdruck gibt und etwas neues erfunden werden muss.”

          Daraus bestehen halt Übersetzungen, insbesondere jene aus völlig unbekannten Sprachen (oder sollte ich sagen: völlig unbekannten Worten): aus immer wieder neue Erfindungen. Gibt es Sprachforscher die sich mit derart geistigen Abfallverwertung auseinandersetzen? die würde ich glatt einmal lesen (Sprache wäre mir egal, man lernt ja sonst nix).

          • a.behrens says:

            Man nennt diese Leute IMO Linguisten. Aber mit dem Term “geistiger Abfallverwertung” kann ich nichts anfangen.

  7. qed says:

    Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das Denken- nach dieser Devise handeln die Genderteufelinnen schon lange. So langsam jedoch wird vielen klar, daß es sich beim Gendersprech vor allem um ein Manöver handelt, die eigentliche Absicht zu verbergen und so dürfen wir bei dieser neuerlichen Absurdität davon ausgehen, daß es um die weitere Entwicklung einer “Geheimsprache” geht wie in der Kaste der altägyptischen Priester, deren Kenntnis als ‘Herrschaftswissen’ gilt und deren Ziel einzig ist, verbale Kommunikation der Bürger zu verunmöglichen analog dem Bestreben, durch Umvolkung ein heterogenes Bevölkerungsgemisch zu verursachen, das allein schon mangels sprachlicher Verständigungsmöglichkeit nicht mehr in der Lage ist, gegen den staatlichen Gutmenschen- Despotismus aufzustehen.

    Die Gendermafia an der Humbug- Unität schlägt jetzt Alarm, wie uns Arne Hoffmann mitteilt:

    http://genderama.blogspot.de/2014/04/ad-hocke-alarmstimmung-genderlager.html

    und will eine ‘schnelle Eingreiftruppe’ auf die Beine stellen:

    http://www2.gender.hu-berlin.de/ztg-blog/wp-content/uploads/2014/04/adhocDGSTrier_VILLAHARK_GenderismusKrisendiskurs1.pdf

    Man wird ein Auge drauf haben müssen. Es wird allerlei Aufschluß liefern über den aktuellen Stand der Verblödung.

  8. heureka47 says:

    “Seit mehreren Jahrtausenden haben Philosophen den Wert von Vernunft und Rationalität formuliert. Vernunft als Fähigkeit, zu denken und entsprechend zu handeln, unter Kalkulation möglicher Folgen und Ergebnisse, zielgerichtetes, zweckrationale Handeln, wie Max Weber geschrieben hat, war zu allen Zeiten die Grundlage, die Menschen von Tieren unterscheiden soll, die Grundlage, die menschliche Errungenschaften in Wissenschaft und Technologie möglich gemacht hat.”

    Wahrhaft erwachsene, geistig-seelisch (= spirituell) reife, Menschen unterscheiden sich von Tieren hauptsächlich durch die Fähigkeit des “Dritten Weges”: Nicht zu kämpfen und nicht zu flüchten, sondern unter konstruktiver Überwindung von Angst standzuhalten und aus dem Bewußtsein der reinen, bedingungslosen, Liebe zu handeln.

    Von dieser geistig-seelischen Reife ist der typische zivilisierte Mensch seit Jahrtausenden entfremdet und lebt im Zustand der pathologischen Unreife und Unweisheit (Dummheit). Diese Krankheit hat im Laufe der Geschichte verschiedene Namen bekommen – von verschiedenen Autoren, die sich darüber geäußert haben.

    Ich gehe mal nur zurück bis Sigmund Freud: Der hat das Problem als “Menschheitsneurose” bezeichnet (in seinem Werk “Das Unbehagen in der Kultur”) und macht dort (die) “Religion” hauptverantwortlich dafür. Andere, die darüber geschrieben haben – wie Erich Fromm, Wilhelm Reich, Dieter Duhm usw. findet man in der Literaturliste meines Arbeitsblattes Kollektive Zivilisations-Neurose auf http://www.Seelen-Oeffner.de.

    Dr. Wilhelm Kütemeyer benutzte Anfang der 50er Jahre in seinem gleichnamigen Buch den Begriff “Die Krankheit der Gesellschaft”. Heinz von Förster schreibt darüber unter dem Titel “Dysgnosie” in seinem Buch “Wissen und Gewissen”. Dr. Hermann Oberth, “Großvater der Raumfahrt” und Weltbürger benutzt die Begriffe “Gesellschaftsneurose” und “Kakokratie”. Arno Gruen schreibt – so der Titel seines Buches von 1991 – “Der Wahnsinn der Normalität”.

    Abgesehen von den NAMEN für diese Krankheit gibt es BESCHREIBUNGEN, die nach meinen Erkenntnissen zurückreichen bis in das Alte Testament der Bibel – z.B. bei Moses – im “Tanz um das Goldene Kalb”. Hinausgehend über den historischen Wahrheitsgehalt sehe ich die dort beschriebene Krankheit als nicht überwunden, nicht geheilt, an, sondern gehe davon aus, daß es noch immer dieselbe ist, die in der Soziologie der letzten Jahrzehnte als (die) “Kollektive Neurose” bekannt war und ist.

    Die Bibel liefert – auch im NT – weitere Hinweise auf die Krankheit und ihre spezifischen Erscheinungsweisen. Einschließlich des typischen Symptoms “Krankheitsuneinsichtigkeit”.

    Infolge dieser Störung leidet der moderne Mensch – von Ausnahmen abgesehen – an / unter “Überbetonung des Intellekts und Vernachlässigung seiner Gefühls- / Seelenwelt”, wie einer der bekanntesten psychologisch ausgebildeten Autoren schreibt.

    Die “menschlichen Errungenschaften in Wissenschaft und Technik” sind in Wahrheit nur Ausdruck des durch die “Kollektive Neurose” verlorenen “Gutes” der Ganzheitlichkeit des Menschen. Er wird nicht mehr zum “ganzen / wahren / heilen Menschen”. Und die Entfremdung von der – göttlichen – Seele entfremdet ihn auch von der KRAFT (“aus der Höhe”), der “Lebens-Energie”, die seine natürliche Gesundheit sicherstellen könnte, und entfremdet ihn von der KRAFT DER LIEBE, die es ihm ermöglichen könnte, gute – dauerhaft tragfähige – menschliche Beziehungen zu gestalten und auch über Krisen hinweg aufrecht zu erhalten.
    Die Kraft der Liebe würde ihm auch ermöglichen, seine Kinder richtig zu erziehen – ohne die Störungen, die wir in der zivilisierten Gesellschaft regelmäßig erleben.

    Und last but not least würden die “Kollektiven PSYCHOSEN” (Krieg u.ä.) entfallen, wenn die Kollektive (Zivilisations-)Neurose geheilt würde. Denn das ist möglich. In jedem Einzelfall und jederzeit. Es erfordert nur die Bereitschaft zur bedingungslosen Selbst-Erkenntnis und -Entwicklung.

    Herzlichen Gruß!

  9. Pingback: Schwachsinn des Tages - Seite 75

  10. Lernender says:

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gendertheorie-studierx-lann-hornscheidt-ueber-gerechte-sprache-a-965843.html

    “Hornscheidt: Natürlich, in vielen Zusammenhängen ist es wichtig, sich darauf zu beziehen, dass es Frauen und Männer gibt. Das sind wirkungsmächtige soziale Kategorien. Es brächte überhaupt nichts, alle Texte in X-Form zu schreiben. Dann würden wir Machtverhältnisse wieder unsichtbar machen.

    SPIEGEL ONLINE: Wenn wir also über die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen berichten, ist es okay, über Männer und Frauen zu schreiben?

    Hornscheidt: Richtig.”

    “Lann Hornscheidt ist je nach Schreibweise Professorin, Profe_ssorin oder Professx für Gender Studies und skandinavistische Linguistik am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU Berlin. Sie und die AG Feministisch Sprachhandeln haben einen Leitfaden entwickelt, in dem es um antidiskriminierende Sprache geht”

    ..gibt es da eigentlichen irgendwie einen Zusammenhang zwischen Wahl des Studienfaches und der Genderprofessur?

    Irgendwie taucht da häufig Skandinavisitik auf?

  11. patzer says:

    Wir freuen uns deshalb für den Oktober jetzt schon auf Brandreden von Andrea Kempa und Hinrix Rosenbrox gegen maskulistische Missetäter als möglicherweise mittelfristig massenmordende Mutanten aus Mengeles Monsterzucht. Darunter, das zeichnet sich durch den oben verlinkten Text sowie frühere Veröffentlichungen bereits ab, ist das Bedrohungsszenario wohl nicht zu haben.
    posted by Arne Hoffmann @ 9:16 nachm.
    Das ist doch mal ein Stabreim!

  12. Pingback: Die Luft wird dünner: Genderismus vor dem Ende? | Kritische Wissenschaft - critical science

  13. Striesen says:

    Selbst die ganz linken geben sich vorsichtig distanziert und amüsiert:

    “Schreckliches spielt sich ab Unter den Linden. Ein Beispiel aus dem Hochschulalltag hat der Leitfaden parat: »In der Aufforderung ›alle lesen bitte diesen Text zum nächsten Mal‹ ist beispielsweise vorausgesetzt, daß ›alle‹ lesen können.« Beim Teutates, wie kommen diese unsensiblen Professx nur darauf, daß an der Humboldt-Universität »alle« lesen können. Bei solchen Zuständen ist die Flucht in die heile Comicwelt nur verständlich.”

    http://www.jungewelt.de/2014/04-25/025.php

  14. jck5000 says:

    Ich rufe hiermit dazu auf, gewaltlosen Widerstand gegen die Sprachvergewaltigung zu üben! Das geht – folgendes mache ich – auf einfachem Niveau so:

    (1) “Gender” ist kein deutsches Wort und das sollte es nicht werden. Einfachste Möglichkeit: Man spricht es als deutsches Wort aus (also: “Gender”, nicht “Dschända”).

    (2) Binnen-“I”s sind in der deutschen Sprache nicht vorgesehen. Da kann man sich dementsprechend die Aussprache auch frei aussuchen, da es eh kein Wort ist. Man spreche das immer als “ie” aus. Das macht es von alleine lächerlich (die “Professorienen” etc).

    Das führ mitunter zu seltsamen Dialogen wie (exemplarisch):
    “Also, der Gender-Bullshit….”
    “Gender?”
    “Du kennst das vielleicht als ‘Dschända'”
    “Ah. Dschända.”.
    Was aber nie kam, war die Frage, warum das Bullshit sei. Und Bullshit (den man korrekt als “Bullschitt” aussprechen sollte ist es halt.

    Btw. gibt es mittlerweile die Bibel in “gerechter Sprache”. Natürlich ohne Deutsche und Deutschinnen, aber dafür mit Israeliten und Israelitinnen. Und “Gott” in Anführungszeichen. Nicht, dass ich sonderlich religiös wäre, aber das war die vorletzte Bastion. Bald kommt der Koran…. und dann bekommen wir endlich die einzige, wahre, heilsbringende Religion: Gender.

    Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass “Ich hab echt hohes Fieber, ich muss zum Arzt” total sexistisch ist?

  15. Besserwessi says:

    Schwachköpfe gab es immer und es wird SIe auch immer geben. Ach die Phalanx an Ar….. Drecksa…. MistkäferInnen und sonstiger geistig moralischer Abschaum jeder denkbaren Provenienz.

    Das hat mit Gender nichts zu tun. Der KuKlux Clan ist auch eine hate group die mal ob ihrer Exzesse Erwähnung findet und der Leitspruch dieses feministischen Krebsgeschwürs “Arbeit macht frei” ist weder neu noch originell noch irgendwie weiblich konnotiert.

    Die Drecksmedien, namentich Zeit, Spiegel, Faz Taz ARDZDFRTLSAT etc sind die Täter.

    Sie sind es die den größten Blödsinn, die Irrwitzigsten Lügen Verfälschungen, das aberwitzige Verleumden der Männer und den blanken Rassismus und Faschismus der hinter diesem ethischen Abschaum steckt propagieren, in alle Kanäle koten und jede Diskussion und Gegenmeinung gnadenlos unterdrücken. Nur die lächerlichsten zu keiner inhaltlichen Kritik fähigen werden als “Gegenmeinung” präsentiert.

    Wer einem Deutschen Journalisten Verleger Herausgeber Redakteur MedienPfeffersäckin etc nicht Hartz IV oder den bürgerlichen Hungertod wünscht hat den Schuss nicht gehört.

    Wer diesen abartigen Dreck konsumiert oder gar zitiert macht sich mitschuldig.

    Deutsch Kultur tot, nicht durch Femodreck (den gibt es auch in maskuliner Form in ausreichender Menge) sondern durch dessen angebliche Träger und Institute.

    Der Gestank von Feces zieht durch das Land, das Problem sind diejenigen die ihn anderen täglich aufs Brot schmieren und unter die Nase reiben, nicht die Dämlichen Sch……rinnen.

  16. user unknown says:

    Anmerken will ich, dass die Silbe “er” überhaupt nicht für Männer steht. “Die Engländer, die Jogger, die Lehrer” läßt offen, ob es sich nur um Männer oder um Männer und Frauen handelt. Ohne Kontext ist das nicht zu entscheiden. “Mutter, Tochter” sind weiblich, aber “Hammer, Klammer, Gejammer” sind nicht geschlechtlich wie es Menschen sind. Ständig wird das grammatische Geschlecht mit dem sexuellen verwechselt und vertauscht.

    “Wer seine Tage hat trägt oft eine Binde” redet wahrscheinlich nur von Frauen – dennoch heißt es “seine Tage”, nicht “ihre”. Diese Feststellung wird jedoch ignoriert und umgedeutet dahingehend, dass Frauen unsichtbar gemacht werden sollen – sicher, in dem man von deren Tagen spricht.

    Zum Thema habe ich hier bereits einen Blogbeitrag verfasst, den ich kurz verlinke statt ihn zu wiederholen: http://demystifikation.wordpress.de/2013/01/04/der-mayoran-die-majonase/

    Diese Sprachgymnastik dient dazu jede Diskussion auf das Feld Gender zu lenken, weil man, wollte man den Regeln folgen, für das eigentliche Thema, das man besprechen will, gar keine Hirnzelle mehr übrig hätte. Die Frage ist auch wie man weiter über Geschlechtsunterschiede reden will, wenn man versucht diese aus der Sprache zu katapultieren. Würde das gelingen, dann hätte man ja eine Gesellschaft die ihre eigene Vergangenheit nicht mehr thematisieren kann.

    Es ist absurd.

  17. alphachamber says:

    Hallo!
    Zu diesem Thema gefällt Ihnen vielleicht auch dieser Link:
    http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/03/02/linguistischer-mummenschanz-i/
    Hier wird die/der(?) Gleichberechtigung lustig.

  18. Pingback: Studenten intervenieren: HUmboldt Universität in Humbug-Sanatorium umbenennen | Kritische Wissenschaft - critical science

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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