Wir sind schon die Guten: Politikwissenschaftler streiten über Pegida

Das Problem mit der Meinungsfreiheit besteht darin, dass sie genutzt wird. Sie wird genutzt von Personen mit der falschen Meinug und in der Öffentlichkeit. Das Problem mit der Demonstrationsfreiheit ist dasselbe: prinzipiell nutzen die Falschen sie und laufen durch die politisch korrekt benannten Straßen im Muster-Deutschland, mit falschen Transparenten, falschen Slogans und in falscher Anzahl. Deshalb muss man die falschen Demonstranten, die ein Recht missbrauchen, um ihre falsche Meinung zum Ausdruck zu bringen, mundtot machen, sie zum Schweigen bringen, von Straßen verscheuchen, sie so abschrecken, dass sie sich nicht mehr ins Freie trauen.

PegidaSo ungefähr kann man die Auseinandersetzung mit dem Phänomen “PEGIDA” zusammenfassen. So als hätten die Verwalter der guten, korrekten und vor allem richtigen Meinung nur auf PEGIDA gewartet, so haben sie sich in den letzten Wochen zusammengefunden, um das Recht wahrzunehmen, das sie den Teilnehmern der Pegiden verweigern: Das Recht ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen und gegen PEGIDA zu demonstrieren.

Nur wenige haben sich im öffentlichen Konzert der Entrüsteten getraut, darauf hinzuweisen, dass die Prinzipien einer Demokratie es vorsehen, dass sich auch Menschen mit Meinungen, die derzit nicht als politisch korrekt gelten, äußern. Das gerade ist der Witz an der Demokratie, die die Anti-Pegiden, die für Weltoffenheit demonstrieren, angeblich verteidigen wollen: dass jeder seine Meinung frei und ohne Angst in der Öffentlichkeit sagen darf, dass er dafür Gehör findet und, noch schlimmer, dass er mit seiner Meinung ernst genommen wird, sie zum Ausgangspunkt dessen wird, was man gewöhnlich eine Diskussion nennt, an deren Ende ein Konsens steht.

War es nicht die Ikone der Linken, Jürgen Habermas, der diese Idee der kommunikativen Demokratie entwickelt hat?

Und ausgerechnet die Linken verweigern diese Kommunikation. Das tun sie nicht erst, seit es PEGIDA gibt. Sie tun es gegenüber der AfD, sie tun es an Universitäten, wo immer sie eine Meinung entdecken, die aus ihrer Sicht rechts ist (was grundsätzlich alles ist, was von ihrer Meinung abweicht), bestreiten sie denen, die diese Meinung äußern, das Recht auf Gehör, durch Trillerpfeifen, durch Skandieren, durch das Anzünden fremden Eigentums und sonstige Formen der Gewalt.

Man muss entsprechend feststellen, dass viele Linke, die PEGIDA das Recht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit absprechen, die Grundidee der Demokratie, die sie angeblich verteidigen, nicht einmal entfernt verstanden haben.

Wir argumentieren hier formal, nicht inhaltlich. Das kann man gar nicht oft genug wiederholen, denn mit der Trennung zwischen beiden, haben viele Deutsche und Linke insbesondere, ein Problem. Im Klartext: Wir stimmen mit dem meisten Inhalten von PEGIDA nicht überein, aber das ändert nichts daran, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Versammlungsfreiheit auch für PEGIDA gilt.

Wird damit begonnen, Ausnahmen zu machen, Grundrechte bedingt und nicht unbedingt zu verteilen, dann ist das Ende des Deutschen Demokratischen Versuchs erreicht. Dann passiert, was Werner J. Patzelt in der FAZ vor einigen Tagen so trefflich beschrieben hat: Dann stehen sich Freund und Feind auf der Straße gegenüber, das Gegenüber wird moralisch verkommen und als rechts oder links eingeordnet, Verständigung ist nicht mehr möglich und damit keine Demokratie:

Werner patzelt“Zwar muss ein politischer Feind nicht moralisch böse oder ästhetisch hässlich sein; doch es motiviert schon sehr, wenn er das auch noch ist. Kunstvolle Feindbildpflege befeuert dann den Streit. Man selbst gehört natürlich zu den Anständigen, sonst zöge man ja nicht in den Kampf. Und so begegnet auf Dresdens Straßen der hässliche und böse Feind den Guten. Pegida zeigt zwar schöne Fahnen, doch No-Pegida spielt die bessere Musik. Und hat auch das stolzere, das der eigenen moralischen Überlegenheit absolut sichere Gefühl. Derlei Selbstempfinden scheint nach besonders klarem Ausdruck zu verlangen. Wohl deshalb sind, wo immer sie aufeinandertreffen, Antipegidisten viel lauter als die Pegidianer. Zudem wird bei No-Pegida stilvoll „gerufen“, bei Pegida aber stillos „gebrüllt“. So wenigstens liest man es anderntags in der Zeitung.”

Patzelt bewegt in seinem Beitrag für die FAZ ein Gedanke, der uns auch seit Jahren beschäftigt: Wie will eine Demokratie überleben, in der Meinungen durch das Etikett “rechts” aus dem öffentlichen Diskurs gedrängt werden können, in der Medien die entsprechenden Meinungen diskreditieren oder einfach nur totschweigen und in der kein Diskurs stattfindet? Patzelt kommt in seinem Beitrag zu der Metapher des Vulkans, ein Tanz auf dem Vulkan scheint uns das noch etwas bessere Bild.

Nun ist Patzelt einer der wenigen Wissenschaftler, die nicht nur öffentlich eine vom Mainstream abweichende Meinung vertreten, sondern mit dieser Meinung auch Gehör finden. Das wiederum gefällt 12 Mitglieder des Instituts für Politikwissenschaft der Technischen Universität Dresden, an dem Patzelt Gründungsprofessor ist, nicht. Sie haben eine Stellungnahme verfasst, die ein altes Problem der Politikwissenschaft in Worte fasst.

Das Problem lässt sich wie folgt formulieren: Manche betreiben Politikwissenschaft, die Wissenschaft von der Politik, andere frönen dem irrigen Glauben, sie wären politische Wissenschaftler. Erstere sind am Phänomen der politischen Ordnung und seiner Erforschung interessiert, letztere an der Gestaltung der politischen Ordnung in ihrem Sinne. Erstere sind Wissenschaftler, Letztere sind Ideologen.

Warnung-an-PEGIDAUnd als Ideologen haben sie eine Stellungnahme mit dem Titel “Wer trägt die Verantwortung für die Verschlechterung des gesellschaftlichen Klimas in Dresden?” verfasst. Darin wenden sie sich gegen Patzelt und seine These, dass es Demokraten nicht ansteht, Meinungen, die ihnen nicht passen oder Demonstrationen, die sie nicht mögen, niederzuschreien und inszenieren sich als Gute, die “auch denen eine Stimme … geben [wollen], die sich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Aussehens oder ihrer Kleidung, montags nicht mehr auf die Straße trauen”.

In Anlehnung an Faust kann man hier formulieren: “Die Behauptung hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube”. Es ist ein alter Trick sozial Engagierter, die ihren eigenen Selbstwert daraus gewinnen, dass sie sich eine Gruppe suchen, deren Mitglieder nicht so öffentlich präsent sind, wie die anderer Gruppen, um dieser Gruppe zu helfen, für sie einzutreten, gegen einen imaginären Feind, und faktisch auch für eine imaginäre Gruppe, denn die meisten der guten Menschen, die für Weltoffenheit demonstrieren, kämen nie auf die Idee, neben einen anerkannten Asylbewerber aus dem Sudan zu ziehen oder sich mit Türken zum Back-Gammon zu treffen.

Stellungnahme-Mitarbeiter Powi Dresden stellungnahmeUnd während die Motive der PEGIDA-Mitläufer durch mittlerweile vier Befragungen erforscht wurden, weiß niemand so richtig, was die Anti-PEGIDianer motiviert. Entsprechend muss behauptet werden und zugeschrieben, z.B. dass in Dresden lebende Migranten “spätestens seit Beginn der Pegida-‘Spaziergänge’ mit offenem Misstrauen oder Feindseligkeit” begegnet wird.

Eigentlich diskreditiert sich eine Allaussage wie diese von selbst, denn es gibt bislang kein empirisches Erhebungsinstrument, das es garantieren würde, die Meinung in der Grundgesamtheit (hier alle Migranten in Dresden) zu befragen. Also muss man schon hier feststellen, dass die Behauptung Unsinn ist. Vermutlich sind manche Migranten durch PEGIDA verunsichert, während andere das nicht sind. Schwerer als dieser Unsinn in Form einer Behauptung wiegt jedoch, dass diejenigen, die ihn aufstellen, Politikwissenschaftler sein wollen, aber eben nicht sind, denn sie sind politische Wissenschaftler, d.h. sie besetzen eine Position in der Wissenschaft zu politischen Zwecken.

Dies ist offenkundig, denn: Wissenschaftler stützen ihre Aussagen auf Fakten und begründen sie. Dagegen ist von Politikern bekannt, dass sie das Blaue vom Himmel herunter behaupten, ohne sich um die Fakten zu kümmern. Wissenschaflter, Politikwissenschaftler insbesondere, sind der Erforschung der Grundlagen eines demokratischen Miteinanders verpflichtet und somit einem inhärent wertfreien, weil formalen Gegenstand. Deshalb ist es ihnen wurscht, ob sie PEGIDA oder BÄRGIDA oder Anti-PEGIDA untersuchen, denn es geht um Kriterien, nicht um Bewertungen. Letztere stehen bei politischen Wissenschaftlern im Vordergrund. Sie wollen nicht forschen, sondern bewerten. Sie wollen nicht Erkenntnis gewinnen und auf deren Grundlage Konsequenzen für die politische Ordnung ableiten, sondern die politische Ordnung nach ihrer Vorstellung, dem, was sie für richtig halten, umbauen. Sie sehen sich “in der Pflicht, Diskriminierungen auch in Form des bürgerlichen Engagement entgegenzutreten”.

Albert WerturteilsstreitUnd so ehrsam wie dieses Ansinnen sein mag, so wenig hat es mit Politikwissenschaft zu tun, schon eher mit einer politischen oder politisierten Wissenschaft. Und um den Unterschied noch einmal ganz deutlich zu machen: Das Problem mit den Aktivisten auf wissenschaftlichen Positionen besteht darin, dass sie nicht zum unabhängigen Forschen im Stande sind, wissen sie doch in der Regel schon vorab, welches Ergebnis das richtige, das Ergebnis ist, dass politisch korrekt oder gut oder befreiend oder anti-diskriminierend oder was auch immer ist. Sie sind einfach nicht an Wissenschaft interessiert, sondern daran, ihre Meinung als die richtige zu behaupten. Dies hat jedoch weder etwas mit demokratischen Grundwerten noch etwas mit Wissenschaft zu tun. Entsprechend sind diese politischen Wissenschaftler doppelt fehl am Platz, denn sie haben nichts mit Wissenschaft zu tun und sie haben nichts mit Demokratie am Hut.

Um so wichtiger sind richtige Wissenschaftler wie Werner J. Patzelt, die gegen alle Widrigkeiten, ihren Job als Politikwissenschaftler ernst nehmen.

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28 Responses to Wir sind schon die Guten: Politikwissenschaftler streiten über Pegida

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  2. Anthea says:

    Ich war eigentlich eher links orientiert. Seitdem ich aber gesehen habe wie die Linken und Grünen mit der Pegidateilnehmer umgehen, wie die Oportunisten jetzt zuschlagen, besonderes seit dem die Bewegung sich zersplittert hat, bin ich nach rechts mutiert. Ich habe noch keine Partei die ich wählen kann, aber ich mach mir auch keine Sorgen. Wenn es so weiter geht, werde ich bei d. nächsten Wahlen eine ausreichende Auswahl haben. Und leider, wie ich das Volk kenne, wird es wieder d. Bogen dann rechts überspannt. Wir kennen leider die goldene Mitte nicht und aus der Geschichte haben wir auch nichts gelernt. Wir konnten auch keine richtige Geschichte lernen, weil bisher jeder System der d. alte ersetzt hat , hat ALLES als negativ gewerten und entsprechend verpönt. Wenn die berühmten Kirchenbauer , die zum Teil über Generationen hinweg die Kirche fertig gestellt haben, so gedacht hätten, würde heute fast keine Kirche stehen. Alles was die Vorgenerationen geleistet haben wurde als falsch abgestempelt, und das Rad wurde neu erfunden. Statt das Falsche zu korrigieren und das Gute mitzunehmen…..machen wir immer die selben Fehler.

  3. petpanther says:

    Ein Beitrag, der mir aus der PC-gebeutelten Seele spricht.

    Wie wahr, es gerät langsam zum “Tanz auf dem Vulkan”.

    Und die “Wir sind schon die Guten”-Akteure können ihre eigene Blindheit bzw. Bigotterie aus ihrer Selbstgerechtigkeit heraus nicht erkennen.

    Sie sind das Gegenteil davon, was sie meinen zu sein.

  4. lernender says:

    Das Verhältnis der Politik zu einer wütenden Bürgerschaft lässt sich exemplarisch
    an Steimeiers Aussage festmachen..

    „Bei uns wird unterschätzt, welchen Schaden die fremdenfeindlichen und rassistischen Sprüche und Plakate der Pegida schon jetzt angerichtet haben“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Ob wir das wollen oder nicht: Gerade bei diesen Fragen blickt die Welt mit großer Aufmerksamkeit nach Deutschland.“

    Welche “Welt” blickt mit großer Aufmerksamkeit nach Deutschland?
    Die “Welt” die er als Außenminister besucht hat und er genau jene Botschaft mitbrachte, die da wären..

    Tunesien (Islamistische Partei hat die meisten Sitze im Parlament)
    Marokko (Homos gehen in den Knast)
    Algerien (Demos werden weggeprügelt)
    Nigeria (Homos werden gesteinigt)
    Saudi Arabien ( 1000 Peitschenhiebe für Blogger, Frauen dürfen kein Auto fahren)

    Original hier

    http://www.politplatschquatsch.com/2015/01/in-steinmeiers-welt.html

    Das ist also die “Welt” die mit großer Aufmerksamkeit nach Deutschland blickt?
    Wegen Pegida?

    Sind diese Länder ein Hort von Glücksseligkeit, bunter Vielfalt und gelebter Demokratie?

    An diesen Ländern soll sich der deutsche Bürger ein Vorbild nehmen bzw. sich der Pegida
    schämen?

    Kann diese rückgratlose Qualle von Politiker *irgendetwas* anderes als einheimische besorgte Bürger, deren Ängste – und seien sie noch so “diffus” in die ultranationalsozialistische Ecke zu schieben?

    Nein, die Islamisierung des Abendlandes ist ganz sicher nicht das primäre Problem,
    das primäre Problem sitzt in Berlin, deren Rädelsführer heißen Merkel, Roth, Gauck, Fahimi, Özdemir, Schäuble..die ganze Mischpoke halt..

  5. Verantwortung tragen says:

    gerade auch die beiden Altkanzler Schmidt und Schroeder. Und natuerlich auch Angela Merkel und Joachim Gauk. Durch derartig unbedachte Aeusserungen wie die Anstaendigen muessten gegen die Unanstaendigen auf die Strasse gehen, haben sie die PEGIDANTEN zu Unanstaendigen stigmatisiert. Und wieso eine Angela Merkel in der Neujahrsansprache aeussert, dass diese Menschen Hass im Herzen tragen, zeigt dass sich diese Person gottaehnlich waehnt. Hat die Rautenkanzlerin in die Herzen der Menschen hineinsehen koennen, um darin Hass zu erkennen. Diese Menschen haben Oel ins Feuer gegossen, die Bevoelkerung gespalten und damit an und fuer sich das Recht verwirkt, fuer die Deutschen zu sprechen. PEGIDA hat bewiesen, dass man friedlich demonstrieren kann. Die linksradikale Schlaegertruppe ANTIFA nicht. Sigmar Gabriel versucht nun die Scherben zu kitten, indem er erklaert, dass es auch ein demokratisches Recht gaebe, rechts zu sein. Das sind noch nie gehoerte Toene aus der SPD. Sowas haette sich kein Minister der Union zu sagen getraut. Rechts waren doch immer alles Nazis, oder nicht Herr Justizminister Maas. Lutz Bachmann hat man wegen der unendlich dummen Hitler Satire oeffentlich hingerichtet, die ANTIFA durfte durch einen Brandanschlag auf die Kabelschaechte den Zugverkehr lahmlegen und der Justizminister hat geschwiegen. Gefaehrlicher Eingriff in den Bahnverkehr ist eine schwerwiegende Straftat und unsere Politiker und der Mainstream gehen darueber hinweg, als wenn es sich um einen Huehnerdiebstahl gehandelt haette. Mit oder ohne PEGIDA. Fest steht, die naechsten Bundestagswahlen werden fuer die Altparteien wie der Einschlag eines Meteoriten die politische Landschaft in der Republik veraendern, das kann auch Gabriel nicht mehr reparieren, er hat das zu spaet gemerkt. Das Ensetzen wird gross sein.

  6. user unknown says:

    Gefällt mir sehr gut, der Artikel, aber in Absatz 3, unten, steht:

    zum Ausgangspunkt dessen wird, was man gewöhnlich eine Diskussion nennt, an deren Ende ein Konsens steht.

    Wenn am Ende einer Diskussion ein Kompromiss gefunden wird ist das schon sehr viel – ein Konsens wird äußerst selten erreicht.

    • Da man einen Konsens darüber erreichen kann, dass man keinen Kompromiss erreichen kann, sehe ich das anders.

      • user unknown says:

        Das wäre dann ein Konsens über die Kommunikation, nicht über den Inhalt der Kommunikation.

        • Das müssen Sie mir erklären, wenn man feststellt, dass man im Hinblick auf inhaltliche Fragen keinen Kompromiss findet, dannist das ein Konsens über die Kommunikation und nicht über den Inhalt?

          • user unknown says:

            Ja, sicher. Wenn Sie die Steuern erhöhen wollen, und ich will sie senken (nur ein Beispiel) und wir finden in der Diskussion eine Lösung, mit der wir beide zufrieden sind, ist das ein Konsens. Sind wir beide unzufrieden aber einigen uns mit Bauchschmerzen auf etwas in der Mitte ist es vielleicht auch ein Konsens. Vertreten wir aber große Gruppen und können nur die Mehrheiten der Gruppen von der Lösung überzeugen ist es ein Kompromiss. Wenn sich nur einer wg. größerer Macht durchsetzt ist es nicht mal das. Dass sich nur einer durchgesetzt hat, darüber kann dann wieder Einigkeit herrschen – das macht es aber nicht zu einem Konsens im Inhalt.

  7. Tricolor Beagle says:

    Vielen Dank für diesen Artikel !!!
    Er müßte, noch bevor junge Menschen Unterricht in politischer Bildung erhalten, als allererstes Thema vermittelt werden…

  8. notarfuzzi says:

    Man sollte besonders den Mut des Herrn Patzelt hervorheben, gegen den Strom zu schwimmen! Hoffentlich geht das für ihn gut!

  9. Wolfgang R. says:

    EINE SCHANDE FÜR DEUTSCHLAND

    …sind (wenn es so etwas wie eine „Schande für Deutschland“ überhaupt gibt) nicht nur Antisemiten, Rassisten, Nazis, Faschisten, gewaltbereite Radikale und Terroristen jeder Couleur.

    Eine Schande für Deutschland sind auch:

    Amtsträger, die zwar geschworen haben, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden, aber bei ihrem Handeln niemals an das Volk und seinen Nutzen, sondern immer nur an ihren persönlichen Vorteil denken.

    Minister, die keinen Respekt vor ihrem Souverän haben, nämlich dem Volk, das die Minister bezahlt und bis an ihr Lebensende mit hohen Pensionen versorgt, wenn sie nur lange genug ihre Funktion innehatten.

    Politiker und Parteisoldaten, die demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit nur so lange gut und wichtig finden, wie damit ihren eigenen Interessen gedient ist.

    Medien und andere Meinungsmacher, die glauben, etwas von ihnen als wahr und richtig Dargestelltes müsse vom Volk als wahr und richtig angesehen werden – auch wenn es ganz offensichtlich gelogen oder falsch ist.

    Gesinnungskontrolleure, die verbieten und unterdrücken wollen, was nicht in die eigene Gedankenwelt hineinpasst.

  10. Tim Gerdes says:

    Ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. Nur einem Satz kann ich nicht zustimmen, dem ersten des letzten Absatzes:
    “Und so ehrsam wie dieses Ansinnen sein mag,….”
    An dem Verhalten der hier beschriebenen politischen Wissenschaftler ist genau so wenig ehrsammes wie an dem der selbstbesoffenen Anti….giden, die den …giden das Demonstrationsrecht verweigern.
    Es ist dieser Habitus, dass die eigenen heheren Ziele es rechtfertigen, die Rechte ander zu beschneiden, der in letzter Konsequenz in die Diktaturen und Massenmorde führt.
    Oder um auf Kurt Tucholski zurückzugreifen: “Das Gegenteil von Gut ist nicht böse sondern gut gemeint”

  11. Enrico says:

    Hallo Herr Klein,

    ich habe soeben eine E-Mail mit einigen Fragen an die Unterzeichner der Stellungnahme gesendet. ScienceFiles ist auf BCC gesetzt. Ich hoffe, die E-Mail landet deswegen nicht in einem Spam-Filter.

    Mit freundlichen Grüßen.

    • Hallo Enrico,

      die eMail ist da. Die Fragen sind sehr gut und umfassend. Haben Sie ein Problem mit der Veröffentlichung Ihrer eMail auf ScienceFiles?

      • Enrico says:

        Hallo Herr Klein,

        gegen eine Veröffentlichung habe ich nichts einzuwenden. Falls ich Antworten bekommen sollte leite ich Ihnen diese ebenfalls weiter.

        Mit freundlichen Grüßen.

  12. Pingback: Wir sind schon die Guten: Politikwissenschaftler streiten über #Pegida | Bürger, Wutbürger und Du?

  13. Pingback: Zitat “Die Linken leben von Minderheiten und Armut, nicht durch die Verbesserung der Lage” | LW-Freiheit

  14. qed says:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Patzelt,

    zunächst mal möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen für Ihre politisch nicht korrekte Untersuchung bezüglich Pegida, entsprechend sind die ideologisierten Meuten der Presstituierten sowie die pseudoakademischen Enddarmbewohner und Afterkriecher des Einheitsparteienzeitgeistes über Sie hergefallen und wir sind ganz sicher, daß man Ihnen das Leben schwer machen will. Ich darf Ihnen versichern, daß Ihr Bemühen beim noch verbliebenen seriösen Häuflein derer, die als Wissenschaftler noch ernst genommen werden wollen, auf Wohlwollen gestoßen ist und darf Sie auf die wissenschaftskritische Seite Nr. 1 im deutschsprachigen Raum hinweisen
    http://sciencefiles.org/2015/02/04/wir-sind-die-guten-politikwissenschaftler-streiten-uber-pegida/

    Lassen Sie wieder was von sich hören!

    MfG

  15. Pingback: Pegida-Missverständnisse « Ampelmännchen und Todesschüsse

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  17. Pingback: Habermas pervertiert: Das Syndrom von der Einweg-Kommunikation | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

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