Tag: Politikwissenschaft

Lippen-Service und Hand-Arbeit: die neue gesellschaftliche Konfliktlinie

Die ideologischen Konfliktlinien, die durch Gesellschaften gehen, haben Politikwissenschaftler fasziniert, seit es Wahlen in demokratischen Systemen gibt. Konfliktlinien zwischen Stadt und Land, Religion und Laizismus, Arbeit und Kapital wurden beschrieben, ergänzt durch den Konflikt zwischen Materialisten und Postmaterialisten und alle Beschreibungen waren so vergänglich, wie die Parteien, die sich die entsprechenden Konfliktlinien zunutze machen wollten.

Parteipolitiken erklärt: Welche Parteien Migranten wählen

In der Politikwissenschaft gibt es grob gesprochen zwei Ansätze zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen bestimmten Wählergruppen und Parteien. Der erste Ansatz, der eng mit Seymour Martin Lipset und Stein Rokkan verbunden ist, geht von gesellschaftlichen Konflikten aus, die konstitutiv für die Gründung von Parteien sind (waren). Der Konflikt zwischen Arbeit und Kapital ist hier das

Seit 10 Wochen belegt: Bundesregierung nicht notwendig – schaffen wir sie ab!

Falls sich noch der ein oder andere erinnert: Die Bundestagswahl war bereits am 24. September 2017. Seitdem ist Deutschland auch offiziell ohne eine politische Führung. Seither wird versucht, eine regierungsfähige Mehrheit zusammenzubringen, wie das so schön heißt. Ohne Erfolg. Für Politikwissenschaftler, die das Treiben von außerhalb Deutschlands beobachten, sind an der derzeitigen Situation zwei Dinge

Wahlprognose: ScienceFiles besser als die meisten Meinungsforschungsinstitute

2013 haben wir zum ersten Mal eine Wahlprognose für die Bundestagswahl erstellt und dazu unser ScienceFiles-Fuzzy-Wahlprognose-Tool entwickelt. Damals haben wir das Endergebnis der Bundestagswahl besser vorhergesagt als Infratest Dimap. 2017 haben wir bereits zehn Tage vor der Wahl unsere Wahlprognose berechnet und veröffentlicht. Auch dieses Mal haben wir deutlich besser abgeschnitten als die meisten Meinungsforschungsinstitute.

BundestagswahlkRampf: Eine Ode in Riesling

Manche Leser werden es aufgrund einer undichten Stelle in Weißenheim am Berg mitbekommen haben: Wir waren in Deutschland. Wir haben uns den Wahlkampf direkt angesehen. Nun ja. Wir waren auf dem Wurstmarkt, haben Riesling getrunken, Gespräche geführt, Gebabbelt, wie man in der Pfalz sagt und unsere ethnologischen Feldschlüsse daraus gezogen und mit Riesling verfeinert. Nun

Die Pathologisierung der Ossis durch ihre Bundesbeauftragte

Wir hatten schon lange keinen Beitrag mehr über Legitimationsforschung also wissenschaftliche Beihilfe zu ideologischen Übergriffen. Zeit, das zu ändern. Haben Sie am 18. Mai schon etwas vor? Nein? Dann auf nach Berlin. Dort werden die „Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ benannt, gefunden in der gleichnamigen Studie des Instituts für Demokratieforschung in Göttingen, offensichtlich eines jener

Alien Life: Gebildete in der Politik

Ein Steckbrief. Soldat: Teilnehmer an mehreren Feldzügen u.a. im Sudan, Südafrika. Offizier im Ersten Weltkrieg Autor von 43 literarischen und wissenschaftlichen Beiträgen in Buchumfang. Autor von 72 Büchern zu u.a. historischen Themen, darunter die Geschichte des Zweiten Weltkrieges in sechs Bänden und die Geschichte der englischsprachigen Völker in vier Bänden. Nobelpreisträger in Literatur “for his

FlüchtlingsAufenthaltsGewinnler: Der Steuertopf als Beute

Die wichtigste Aufgabe der politischen Opposition besteht darin, die Regierung zu kontrollieren, darin, für Transparenz des Regierungshandelns und Aufklärung z.B. über den Verbleib von Steuergeldern zu sorgen. Ohne die AfD würde es in Landesparlamenten an Transparenz und Aufklärung darüber mangeln, wie Steuergelder verwendet, besser: verschleudert werden. Und ohne die AfD wäre es nicht möglich, die

“Flüchtlingsfeindliche Äußerungen”: Nutznießersumpf

Wenn es um Nationalismus geht, dann haben fast alle/viele/manche/wenige [Nichtzutreffendes streichen] Deutsche einen Knall. Das sagen nicht nur wir. Das sagt auch Peter O’Brien, der ein Buch mit dem Titel „Beyond the Swastika“ geschrieben hat, das in diesem Jahr 20jähriges Jubiläum des Erscheinens hat. Darin beschreibt O‘Brien einerseits die Unfähigkeit fast aller/vieler/mancher/weniger [Nichtzutreffendes streichen] Deutscher

Nach der Berlinwahl: Auf dem Weg ins Zweiparteiensystem?

Die Politikwissenschaft, wie Wissenschaften allgemein, ist eigentlich dazu da, Aussagen zu formulieren, auf deren Grundlage es möglich ist, begründete Prognosen über die zukünftige Entwicklung zu erstellen. Das ist mit ein Grund, warum Gender Studies und vieles, was heute in den Sozialwissenschaften über die Leser gegossen wird, keine Wissenschaft sind: Sie sind beliebig und nicht in

Titel durch Assoziation: Wie man Grüner „Politologe“ wird

Es hat uns eine Pressemeldung in die Mailbox gespült, die wir ungekürzt wiedergeben. PRESSESTATEMENT von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Niedersachsen Stefan Körner, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Niedersachsen: Stellungnahme zu einem Pressebericht über meine Berufsbezeichnung: Seit dem 21. Februar 2015 bin ich Vorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Niedersachsen. Mein Studium der Sozialwissenschaften habe

Die große Anomie: Etablierte Parteienkaninchen und die AfD-Schlange

Robert K. Merton ist u.a. für seine Anomietheorie berühmt geworden. Und wie so viele Theorien, die in die Hände von Wissenschaftlern aus der Mittelschicht gefallen sind, wird sie seither vornehmlich auf die Arbeiter- und Unterschicht angewendet, auf diejenigen, die den Mittelschichtlern fremd sind, auf Deviante, Delinquente oder in der Erweiterung durch Agnew auf Menschen, deren

Polarisiertes Parteiensystem: Warum SPD und CDU im freien Fall sind

Niemand hat gesagt, dass Parteiensysteme sich nicht verändern können. So wie sich die Nachfrage nach Produkten ändert, so ändert sich auch die Nachfrage nach Serviceleistungen, wie sie Parteien anbieten. Parteien, die den Wandel der Nachfrage, wie sie von Wählern kommt, verschlafen, gehen entsprechend den Weg, den Unternehmen gehen, deren Waren niemand mehr will: Sie verschwinden

AfD = Männerpartei? Zum Fabulieren von angeblichen Wissenschaftlern in der ZEIT

Deutschland hat einen neuen Aufreger: Wählen nur oder fast nur oder so gut wie nur oder hauptsächlich oder überwiegend oder mehrheitlich Männer die AfD oder nicht? Als gäbe es keine wichtigen Fragen, z.B. welche Gründe einen Wähler zur Wahl der AfD veranlassen, fahren Mainstream-Medien wieder mit voller Kraft auf der Geschlechterschiene. Und alles wegen einer Umfrage

Totaler Durchgriff: Frühsexualisierung als Grenze der Privatheit und Homophobie

Wissenschaftliche Vorrede: Die Degeneration der institutionellen Soziologie [diejenigen, die gleich wissen wollen, ob Sie homophob sind, können die Vorrede überspringen] “Soziologie (im hier verstandenen Sinne dieses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich erklären will” Max Weber hat dies geschrieben. Man
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