Keine Rechtsgrundlage: Es ist Schluss mit Sprachgenderisierung an Hochschulen

Genderismus ist eine Toleranz schmarotzende Ideologie, die vom Wohlwollen derer lebt, die ihr nicht anhängen. Deren Wohlwollen ausnutzend infiltrieren Genderisten das öffentliche Leben, um dort das zu besetzen, was Lann Hornscheidt mit Blick auf die eigene Position als „statushoch“ bezeichnet. Statushoch müssen die besetzten Positionen deshalb sein, weil Genderisten der Ansicht sind, man könne dem deutschen Michel alles aufzwingen, so lange es in der Verpackung amtlicher Vorgaben daherkommt, selbst Rechtsbrüche und Aufrufe zu Straftaten störten den deutschen Michel nicht, solange sie im Amtsdeutsch und als Vorgabe „von oben“ kämen.

So die Überzeugung der Genderisten.

Deshalb betreiben sie unverfroren Frauenförderung an Hochschulen. Deshalb zweckentfremden sie ohne Skrupel Mittel des Europäischen Sozialfonds, die eigentlich der Verbesserung der Situation von Arbeitslosen gewidment sind, und deshalb spielen sie sich in einer Weise auf, die anderen suggerieren soll, sie könnten Vorschriften machen bzw. erlassen.

Möglich ist dies, wie gesagt, weil Genderisten die Toleranz und das wohlwollende Desinteresse der meisten z.B. an Hochschulen Beschäftigten ausnutzen. Und ehe sich die Toleranten versehen, sitzen Gleichstellungsbeauftragte ohne weitere Qualifikation in Berufungskommissionen, müssen Ausschreibungen einem neuen ideologischen Duktus angepasst werden, wird frech behauptet, es gäbe gar Rechtsvorschriften, die vorschreiben würden, dass Studenten ihre Ausarbeitungen gendern.

Und dass die Genderisten mit ihrer Indoktrination Erfolg haben, dass sie ihre vollkommen intolerante Ideologie denen, die sie mit wohlwollender Ignoranz haben gewähren lassen, nunmehr vorschreiben und ohne jede Toleranz für abweichende Meinungen versuchen, ihre Ideologie durchzusetzen, das hat einen einfachen Grund: Die meisten anscheinend wohlwollend Ignoranten verfügen einfach nicht über genügend Zivilcourage, um sich gegen die Gender-Ideologen zur Wehr zu setzen, der Genderista Grenzen zu setzen.

So wäre das Professorinnenprogramm vermutlich schnell am Ende, wenn männliche Bewerber, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu Berufungsvorlesungen eingeladen wurden, um dann als Bewerber abgelehnt zu werden, weil die ausgeschriebene Stelle nur mit weiblichen Bewerbern besetzt werden darf, gegen dieses Programm vor einem Verwaltungsgericht klagen würden. Sie tun es bislang nicht und das Professorinnenprogramm läuft weiter.

Doch nicht allen fehlt die Zivilcourage, die notwendig zu sein scheint, um gegen Genderista Stellung zu beziehen.

Sebastian Zidek, der an der TU-Berlin „Verkehrswesen“ studiert und in diesem Zusammenhang die Pflichtveranstaltung „Einführung in das Verkehrswesen“ besucht, fehlt keine Zivilcourage. Da wir im Zeitalter der Role Models leben: Sebastian Zidek ist ein Role Model.

Er hat sich vor rund eineinhalb Monaten erstmals an uns gewendet, und zwar mit einer Frage: „Ist es zulässig“, so hat er uns gefragt, „dass ein Punktabzug vorgenommen wird, wenn eine Hausarbeit nicht gegendert ist“, wenn sie also keine *_Innen enthält?

Tu BerlinDas Beispiel aus Berlin, von der TU, macht nicht nur deutlich, wie Genderista Hochschulen infiltriert haben und nun versuchen, ihre Ideologie als vermeintliche Rechtspflicht getarnt durchzusetzen, es macht auch deutlich, dass man mit Zivilcourage den Genderspuk beenden kann.

Irritiert war der Student des Verkehrswesens Sebastian Zidek u.a. über die folgende Passage aus den Richtlinien des Seminars „Einführung in das Verkehrswesen“:

„Auch die korrekte Verwendung von männlichen und weiblichen Ausdrucksformen und somit einer gendersensiblen Sprache wird in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet. Allgemein bedeutet Gender Mainstreaming „bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.“ BMFSFJ 2012″

So einfach geht Infiltration und Indoktrination bei den Genderista: Haben Sie sich erst einmal in Positionen an Hochschulen eingeschlichen, dann beginnen sie dort ihr ideologisches Vernichtungswerk und behaupten frech und unter infamem Verweis auf ein Bundesministerium, es sei Pflicht, gegendert zu schreiben – ganz so, als hinge die Qualität von Argumentationen am Gendern der Sprache, als habe es auch nur im Entferntesten etwas mit Wissenschaft zu tun, ob ein Innen, ein X oder ein *_ die schriftliche Ausarbeitung unlesbar macht [Zwischenzeitlich ist es wohl schon so, dass man Texte minderer Qualität und Texte, die Wissenschaftlichkeit nur vorheucheln, leicht erkennen kann, an der Verwendung gegenderter Sprache.]

Entsprechend haben wir Herr Zidek geraten, sich an seinen Dozenten und die Rechtsabteilung zu wenden, da gegenderte Sprache weder mit den Methoden wissenschaftlichen Arbeitens noch mit der Idee von Wissenschaft vereinbar ist.

Herr Zidek hat getan, was wir ihm geraten haben.

Und er hat Antworten erhalten – von seiner Tutorin [Name liegt der Redaktion vor] kam die folgende unglaubliche Stellungnahme:

„Bei der gendersensiblen Sprache handelt es sich nicht um eine Empfehlung, sondern um Vorgaben seitens der TU Berlin. [1] Diese führen im Gegensatz zum Plagiat zwar nicht zu einer rechtlichen Verfolgung, falls du das meinst, müssen aber dennoch angemessen berücksichtigt werden, da es sonst zu Punktabzug kommt. [2] Dies hat einfach damit zu tun, dass sich die Gleichstellung von Frau und Mann [wer sind die zwei?] inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen hat. Und dafür gibt es tatsächlich (im weiteren Sinne) auch rechtliche Vorgaben in verschiedenen Bereichen [3]. Allerdings bisweilen ohne Konsequenzen, weil natürlich niemandem irgendwelche rechtlichen Folgen drohen, wenn er diese Vorgaben missachtet. Wir sind aber dazu angehalten euch diese gendersensible Sprache nahe zu bringen.[4]

Ein Text voller falscher Behauptungen: Falsch ist die Behauptung, dass es seitens der TU-Berlin eine eindeutige Vorgabe dazu gebe, wissenschaftliche Texte durch Sprachgenderisierung zu entstellen [1]. Falsch ist zudem, dass es eine Rechtsgrundlage oder auch nur eine Handhabe dafür gebe, Zuwiderhandlung gegen diese angebliche Vorgabe mit Punktabzug zu bestrafen. [2] Falsch ist darüber hinaus, dass es einen gesellschaftlichen Konsens zur Gleichstellung von „Frau und Mann“ [wer die beiden sind, ist immer noch unbekannt, vielleicht: Adam und Eva?] gebe, geschweige denn, dass in wissenschaftlichen Arbeiten Gleichstellung betrieben werden soll – das kann man nicht anders als als infame Behauptung bezeichnen. [3] Richtig ist wahrscheinlich, dass die Dozenten in einem aus ihrer Sicht höheren Auftrag unterwegs sind oder von wem auch immer darauf angesetzt wurden, Studenten „gendersensible Sprache nahe zu bringen“. Entsprechend muss man feststellen, dass sie sich zu Handlangern von Ideologen gemacht haben und somit an einer Hochschule fehl am Platze sind. [4]

Und weil das alles noch nicht reicht, kommt die Drohung gleich hinterher:

„Du kannst das Ganze natürlich ignorieren, wenn der eine Punkt am Ende aber über den Sprung zur 1.7 entscheidet, wirst du dich ärgern, denn da hilft dann auch alles diskutieren nichts.“

WiderstandZur Erinnerung: Das schreibt eine Dozentin der TU-Berlin. Wir können entsprechend nur nochmals feststellen, dass die Dozentin an der TU-Berlin insofern fehl am Platze ist, als es sich bei der TU-Berlin um eine Hochschule handelt, eine Stätte, an der wissenschaftlich gearbeitet werden soll und an der wissenschaftliche Erkenntnisse an Studenten vermittelt werden sollen. Das jedenfalls werden die meisten Steuerzahler glauben, die die TU-Berlin nach wie vor finanzieren. Die TU Berlin ist keine Stätte der Indoktrination oder des ideologischen Zwangs. Insofern hat sich die Dozentin im Ort geirrt. Sie wäre im Gunda-Werner-Institut der HB-Stiftung besser aufgehoben.

Die frechen und falschen Behauptungen, mit denen Studenten des Studiengangs „Verkehrswesen“ an der TU-Berlin, die die Pflichtvorlesung „Einführung in das Verkerhswesen“ [!sic] besuchen, gezwungen werden sollen, einen Kniefall vor der Genderideologie zu machen, sind ein gutes Beispiel dafür, wie Genderista rechtsfreie Räume auszunutzen versuchen und dabei auf die normative Kraft des Faktischen vertrauen, denn: Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter.

Nur: Sie haben in diesem Fall die Rechnung ohne Sebastian Zidek gemacht.

Er hat sich an die Rechtsabteilung der TU-Berlin gewendet und von dort die folgende Auskunft erhalten:

  • Es gibt keine Vorgabe der TU-Berlin, nach der „gendergerechte Sprache“ verwendet werden muss [Im Begriff „gendergerecht“ kommt der Kniefall vor Ideologen auch schon zum Ausdruck, und man sieht, wie sich die Gendersprache bereits in das universitäre Leben eingeschlichen hat. Die Behauptung, Männer und Frauen seinen grundverschieden, weshalb man ihrer Unvereinbarkeit durch entsprechende Sprachregelungen gerecht werden müsse, ist ebenso falsch, wie der Gebrauch des Begriffes „gerecht“, denn Gerechtigkeit ist ein relationales auf individueller Ebene zu messendes Maß, das sich auf Handlungen und Handlungsergebnisse bezieht, aber nicht auf Ergebnisgleichheit. Zudem ist es falsch, die Menge der Männer und Frauen auf „Mann und Frau“ zu verkürzen. Die Unterschiede innerhalb der Gruppen der Männer und Frauen sind bekanntlich größer als die Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Von „Mann und Frau“ zu reden ist daher schlicht und ergreifend Sexismus.]
  • Weiter aus der Stellungnahme der Rechtsabteilung: „Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissenschaftilchen Arbeit sind jedoch Inhalte/Aussagen … Das von Ihnen angesprochene Vorgehen, wegen fehlenden Genderns Punkteabzug zu erteilen, ist jedoch unüblich.“
  • „Mit den Modulverantwortlichen wird diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen.“

Damit ist ein für alle Mal klar:

Gegenderte Sprache ist an Hochschulen nicht üblich.

Es gibt keine entsprechenden Vorgaben und keine entsprechende Pflicht!

Punkteabzug bei nicht gegenderter Sprache ist unzulässig.

Hochschulen sind Orte der Wissenschaft, keine Orte der Ideologie und Indoktrination. Ein Punktabzug, weil die von Studenten verwendete Sprache den Gepflogenheit folgt, die im Duden festgelegt sind, weil Studenten keine gegenderte Sprache benutzen, ist unzulässig. An der TU-Berlin gibt es somit einen Präzendesfall, der Sebastian Zidek zu verdanken ist und von dem zu hoffen ist, dass er bundesweit Schule macht, denn es ist Zeit, dem Genderspuk ein Ende zu bereiten und die Genderista von deutschen Hochschulen zu entfernen.

Welche Konsequenzen die Dozentin von Sebastian Zidek zu tragen hat, die behauptet hat, es gebe eine Vorgabe der TU-Berlin, die das Gendern von Texten obligatorisch mache, die zudem behauptet hat, die selbe Vorgabe legitimiere Punktabzug, wenn nicht gegendert werde, bleibt abzuwarten. Eine Abmahnung oder ein Disziplinarverfahren wären eigentlich angebracht.

PetitionslogoWelche Konsequenzen den für die Richtlinien des Seminars zur Einführung in das Verkehrswesen Verantwortlichen drohen, die frech behaupten und mit einem Verweis auf das BMFSFJ zu belegen versuchen, dass eine gendersensible Sprache in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet wird, ist ebenfalls noch eine offene Frage.

Offen ist auch die Frage, was die Frage „Wie lautet die Definition von ‚Gender‘ nach Kaschuba/Lächle?“ in einer Klausur im Fachbereich „Verkehrswesen“ zu suchen hat. Sebastian Zidek ist gerade dabei, die entsprechende Frage notfalls vor dem Verwaltungsgericht zu klären.

Zustände, wie der aus dem Fachbereich „Verkehrswesen“ berichtete, sind nicht auf die TU-Berlin beschränkt. Wir wissen von einer Dozentin an der Universität Hamburg, die nicht-gegenderte Texte mit Punktabzug bestraft. Und weil dem so ist, ist es so wichtig, dass Studenten, die einer entsprechenden Gender-Willkür ausgesetzt sind, nun auf die Vorarbeit von Sebastin Zidek bauen und sich wehren können. Was die Vorarbeit von Sebastin Zidek Studenten landauf und landab nicht abnehmen kann ist jedoch, Rückgrat zu entwickeln und sich gegen die Genderista, die dabei sind, die deutsche Wissenschaft nicht nur international lächerlich zu machen, sondern von Grund auf zu zerstören, zur Wehr zu setzen.

Wer sich mit der Aufforderung, seine wissenschaftlichen Texte zu gendern, konfrontiert sieht und Näheres zum Vorgehen von Sebastian Zidek wissen will, der kann sich gerne an uns wenden. Wir nehmen an Sebastian Zidek gerichtete Fanpost entgegen.

Über Michael Klein
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60 Responses to Keine Rechtsgrundlage: Es ist Schluss mit Sprachgenderisierung an Hochschulen

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  2. Kruxdie26 sagt:

    Liebe Studenten,
    zeigen Sie doch auch, wie im Artikel angeraten, Rückrat, wie es Sebastian Zidek auch gezeigt hat. Je mehr das machen, desto mehr Wirkung ist zu erwarten. Wenn Sie das Kritische Wissenschaft mitteilen, wird das dadurch auch einer breiteren Öffentlichkeit zuteil, weil Herr Klein sich dann sicherlich bemüßigt fühlt, solche Fortschritte in Artikeln hier zu publizieren. Wie vollkommen zurecht im Artikel geschrieben, Ideologien haben in der Wissenschaft nichts verloren.
    LG
    Kruxdie26

  3. Sebastian Zidek würde ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Dozentin anraten. Wäre der Name dieser Dozentin öffentlich, könnte jeder von uns eine entsprechende Dienstaufsichtsbeschwerde gegen sie einreichen.

    • Ha, gegen die würde ich einen riesen Shitstorm starten. Genderistas sind wirklich extrem Authoritäre Leute die keine andere Meinung als ihre aktzeptieren. Solche Undemokraten muss man shitstormen, flamen, dissen wo immer es nur geht, wenn die kein Contra bekommen werden sie ansonsten immer frecher und Machtgeiler.

      • Enrico sagt:

        @Piratenpartei Wähler

        Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sich bei dem Beitrag um Ironie handelt… Unabhängig davon würde ich es vorziehen, mit rationalen Argumenten und nicht mit Emotionen zu kämpfen. Andernfalls können sich die Gender.I.nnen zu leicht in die Opferrolle flüchten. Nach dem Motto: die sind alle böse und hacken auf uns herum.

        • @Enrico

          Ich stimme Ihnen im Prinzip zu. Aber in die Opferrolle werden sich die Gender…Innen sowieso flüchten, wenn es Widerworte gibt. Das haben sie immer getan und werden es immer tun – sie können ja nichts anderes.

          Insofern ist es nahezu gleichgültig, wie man mit ihnen verfährt: die Reaktion ist sowieso klar. Man muss sich also bei der Entscheidung, wie man mit ihnen verfährt, am eigenen kognitiven und moralischen Standard ausrichten, und das ist für mich der Grund, warum ich nicht mit Emotionen würde kämpfen wollen. Ich bin nicht wie Gender…Innen und habe das nicht nötig; ich kann mehr als klage und (be-/)schimpfen, und zeige gerne, was ich kann.

      • SZ sagt:

        Liebe Leute,

        auch wenn ich Eure Wut verstehen kann (schließlich bin ich es ja, der so dreist belogen wurde), möchte ich doch versuchen, diese Angelegenheit ohne eine Hexenjagd zu Ende zu bringen. Wollen wir uns wirklich auf das Niveau derer herablassen, die die wissenschaftliche Karriere eines Nobelpreisträgers wegen einer flapsigen Bemerkung beendet haben? Ich denke nicht.
        Auch möchte ich erwähnen, dass die Seminarverantwortlichen, ungeachtet dieser einen Angelegenheit, sich stets für die Studenten engagieren und immer ein offenes Ohr haben und gerne bei allerlei Problemen helfen. Nun rechtfertigt das selbstverständlich nicht das Belügen der Studenten, aber man sollte die charakterliche Beurteilung eines Menschen nicht auf diesen einen Aspekt reduzieren.
        Vielmehr lehrt uns diese Causa, was Ideologien und Religionen mit Menschen anstellen können, die ansonsten moralisch vollkommen vernünftige Zeitgenossen sind. Sobald jemand der festen Überzeugung ist, zu den Guten zu gehören, spielt der kategorische Imperativ keine Rolle mehr. Wie sagte der Nobelpreisträger Steven Weinberg: „If you want good people to do bad things, you need religion.“ Und hier verhält es sich ähnlich. Der primäre Gegner in dieser Angelegenheit sollte die Gender-Ideologie sein, nicht diejenigen, die von ihr verblendet sind. Dass man dabei hin und wieder Leuten auf die Füße tritt, liegt in der Natur der Sache, aber wenn das Ziel die berufliche Vernichtung einer Person ist, dann krieg ich ehrlich gesagt Beißhemmung.
        Auch finde ich, als jemand, der sich einem liberalen Humanismus verpflichtet fühlt, dass jeder eine zweite Chance haben soll. In diesem Fall sollte man den Verantwortlichen zunächst die Möglichkeit geben, sich den Studenten gegenüber aufrichtig zu entschuldigen. Sollte das nicht möglich sein und die Seminarverantwortlichen beharren auf ihren Phantasierichtlinien und darauf, dass es legitim ist, Studenten zu belügen, dann muss man sich selbstverständlich Gedanken über disziplinarische Maßnahmen machen, denn letzten Endes ist es so: jemand, der Studenten belügt, egal ob Tutor oder Professor, verfügt nicht über die nötige moralische Integrität, um Lehrverantwortung zu übernehmen. Man sollte aber den Verantwortlichen zunächst die Chance geben, sich diese Integrität wieder zu verdienen. Wenn Sie diese Chance jedoch nicht nutzen (wollen), dann ist klar, dass sie als Lehrverantwortliche nicht tragbar sind.

        • dsmr sagt:

          Du bist ja wirklich sehr gutmütig. Dozenten sollten sich an Gesetze halten. Schau mal §240 StGB, „Nötigung“.

          —-
          Wer … durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt,…
          […]
          Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter […]

          3. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht

        • Brobdignag sagt:

          Erstmal meinen Glückwunsch zur freundlich im Ton und konkret in der Sache vorgetragenen Argumentation – ist auch meiner Erfahrung nach am ehesten zielführend. Trotzdem würde ich auch als jemand, der selbst mal in der universitären Lehre tätig war, von Lehrpersonal ein anderes Verhalten fordern.
          Klar ist Berlin auch diesbezüglich ein besonderes Pflaster. Trotzdem ist Anlügen von Studenten zwecks Durchsetzung einer privaten (!) Ideologie nicht hinnehmbar – sollte sich dies in Benotungen niedergeschlagen haben, grenzt das IMHO (IANAL) an einen Straftatbestand, die schriftlich laut heise.de vorgetragene Unwahrheit ebenso. Die betreffende Person sollte zumindest einen klaren diesbezüglichen Hinweis ihrer dienstlichen Vorgesetzten in Schriftform erhalten.
          Man stelle sich den umgekehrten Fall an der gleichen Institution vor. Ich glaube eher nicht, dass ein Dozent, der sich regelmäßig in Brüderle-Manier Studentinnen gegenüber äußern würde, lange als tragbar betrachtet werden könnte.

  4. Pingback: Gender-Voodoo und bald ein Ende? | DiskursKorrekt im Tagesspiegel

  5. Tom Muster sagt:

    Ein guter Schritt vorwärts…

    Allerdings stellt sich die Frage, wie man verhindern will, daß hinten herum dann halt für „inhaltliche“ Ungenauigkeiten Punkte abgezogen werden.

    Wirklich helfen kann eigentlich nur eine echte Klage gegen solche Richtlinien und dann mit entsprechender Verbreitung eines hoffentlich positiven Ergebnisses. Nur wenn solche Richtlinien überhaupt nicht einmal mehr formuliert werden dürfen, hat man eine echte Möglichkeit, den Wildwuchs zu verhindern.

    Und dann muß man natürlich auch noch Massenmedien finden, die nicht auf der Gender-Welle mitschwimmen und es entsprechend verbreiten.

    Insgesamt bin ich aber nicht wirklich optimistisch. Die entsprechenden Leerstühle (kein Schreibfehler) werden schon darauf achten, daß solche Richtlinien bindend in den Uni-Betrieb aufgenommen werden, zur Not mit Unterstützung von Frau Schwesig.

    • SZ sagt:

      Allerdings stellt sich die Frage, wie man verhindern will, daß hinten herum dann halt für “inhaltliche” Ungenauigkeiten Punkte abgezogen werden.

      Das ist genau der Grund, warum ich diesen Schritt gewählt habe. Die Gender-Ideologen nutzen hier schamlos ein Abhängigkeitsverhältnis aus. Es ist allgemein bekannt, dass man sich nicht mit Leuten anlegen soll, die einen benoten. Und genau deshalb muss man es machen. Man darf diesen Leuten nicht diese Macht geben.

      • Also sollen sie keine zweite Chance bekommen! Raus, und gut. Die ersten dienen der Abschreckung. Will man einen langen Krieg oder will man reinen Tisch?

        • SZ sagt:

          Stimmt wahrscheinlich. In solchen Angelegenheiten bin ich irgendwie viel zu lieb. Je länger ich mir jedoch Gedanken mache, umso mehr tendiere ich dazu, Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen. Leute, die keinen Respekt vor der Wissenschaft oder ihren Studenten haben, gehören ihrer Lehrverantwortung entbunden.

  6. rote_pille sagt:

    Gegenderte Sprache ist leider schon sehr wohl üblich an Hochschulen! Studenten werden ja auch nicht mehr als Studenten bezeichnet, sondern als Studierende! Warum wohl? Richtig, die weibliche Form ist so dieselbe! Diese Sprachverhunzung tut auch Menschen mit ausländischen Wurzeln wie mir in den Ohren weh. Mein größter Wunsch wäre es eine 30-minütige Fernsehansprache an die Nation zu halten und allen offen und unverblümt zu sagen, von was für …… wir regiert/“informiert“ werden und wie totalitär dieses System jetzt schon ist, während den Systemlingen wegen den schallenden verbalen Ohrfeigen die Kinnlade herunterklappt. Das nicht-zur-Kenntnis-Nehmen anderer Meinungen muss endlich gebrochen werden.

    • maddes8cht sagt:

      Dass mit dem studierenden und der Studierenden habe ich nie verstanden. Abgesehen vom sattsam bekannten Argument, dass es an die Tätigkeit gebunden ist, und ein schlafender Student ja in dem Moment nicht studiert, somit ein schlafender, aber kein studierender ist, aber eben immer noch Student, löst die Bezeichnung als Studierender oder als Studierende genau welches gendersprechspezifische Problem?
      Es funtioniert bestenfalls im plural, wobei man natürlich immer noch argumentieren könnte, dass da bei der pluralbildung ja die männlichen stufierenden bloß mitgemient seien.

    • … naja, „Studierende“ finde ich eigentlich ganz in Ordnung, weil es eben NICHT gegendert ist, sondern Menschen in einer bestimmten Tätigkeit beschreibt, eben Menschen, die studieren. Und darum geht es doch: wenn man über Leute in dieser Eigenschaft spricht, dann ist auch nur diese Eigenschaft wichtig.

      Ich kann deshalb mit „Studierende“ sehr gut leben; für mich ist es das Äquivalent zum Kollektivbegriff „Studenten“. Ich selbst benutze mal dies mal jenes. Alles – nur bitte, bitte nicht „Studenten und Studentinnen“ oder so eine Formel, denn in solchen Formeln wird suggeriert, dass beim Studium die Größe „Geschlecht“ eine Rolle spielt, und dies ist nicht so und sollte auch nicht so sein.

  7. Gerd sagt:

    Formal mag er Recht bekommen. Sie werden ihm aber trotzdem die Punkte abziehen, unter irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen.

    Man muss die Sekte rauskriegen, anders geht es nicht. Als Student kann man eigentlich nur darauf achten, keine Veranstaltungen bei den Sektenmitgliedern zu machen. So gut es eben geht oder sich vermeiden lässt.

    Die schlimmsten Unis, darunter auch die TU-Berlin, am besten ganz vermeiden.

  8. Henning Veitgen sagt:

    Die „Argumentation“ der Dozentin ist erschreckend verlogen und ohne sachliche Grundlage. Allein diese wäre schon vom Arbeitgeber abzumahnen. Und es wäre juristisch zu prüfen, ob man nicht generell Universitäten abmahnen könnte, die auf Gender-Sprachlichkeit drängen und Studenten ohne Rechtsgrundlage dazu nötigen. Wie gendert man denn den Satz des Pythagoras? Eine Abmahnung der Universitäten erscheint sogar sehr lukrativ, denn immerhin wirken Punktabzüge nicht nur bei Magister- oder Doktorarbeiten existenziell nach. Ebenso führt eine gegenderte Sprache, bspw. in juristischen Arbeiten, nicht nur zu einer erheblichen Störung des Lese- und Rezeptionsprozesses, sondern auch zur Verunsachlichung und Entdifferenzierung des Beurteilens. Beispiele dafür sind gegenderte Bleiwüsten im V|er[wal]tu*ngsd_euts ~ch.

  9. jakob sparrov sagt:

    In Österreich wäre damit vermutlich der Straftatbestand des $105 (Nötigung) in Verbindung mit §15 (Versuch) erfüllt. Es käme auf einen Versuch, bei der Staatsanwaltschaft einen Sachverhaltsbericht zu hinterlegen, an!

  10. m sagt:

    „(…) Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen (…)“

    Wäre mir jedenfalls neu, dass die Interessen von Männern irgendwie irgendwo berücksichtig werden. Das ist mir jedenfalls in meinen fast vierzig Jahren noch nirgendwo deutlich geworden.

  11. ti_leo sagt:

    Geschlechtergerechte Sprache ist an Universitäten mittlerweile selbstverständlich die Norm und hat sich gegen alle Widerstände behauptet. Genauso selbstverständlich ist natürlich nicht im Geringsten Schluss mit Versuchen, eine inklusivere Sprache zu etablieren.

    Aus einem irrelevanten Einzelfall ein solches Bohei zu konstruieren, wirkt schon recht verzweifelt. Kann ich nachvollziehen. Natürlich hat der geschilderte Fall überhaupt keinen Einfluss, sondern wird belächelt werden, wie der Text, den ich hier kommentiere. Es gab und gibt keine Pflicht, geschlechtergerecht zu formulieren. Trotzdem setzt es sich durch. Es hat sich nichts geändert.

    Abschließend noch der Hinweis, dass Sprache immer gegendert ist und war. Das verstehen manche Menschen immer noch nicht, die – das muss allerdings zur Einordnung angemerkt werden – oft offen zugeben, geradezu damit kokettieren, Probleme mit dem Verstehen von Texten zu haben, die sich um mehr sprachliche Repräsentation bemühen. Sie nennen das „gegenderte Sprache“, aber wenn das der Fall wäre, hätten sie auch diesen Text unmöglich rezipieren können. Wobei…

    • Nun, der Beitrag, der nur belächelt werden wird, wie Sie zu wissen meinen und der zugrunde liegende Tatbestand war Ihnen wichtig genug, einen ziemlich langen Kommentar, der viel behauptet und nichts belegt, zu schreiben.

    • Christoph Assel sagt:

      Dies stellt nicht gerade einen irrelevanten Einzelfall dar, sondern einen ersten Schritt, auch in Deutschland solche Zwangsregelungen durchzusetzen. Österreich ist da schon weiter. Dort gibt es bereits Hochschulen, die eine „gendersensible Sprache“ als verbindlich ansehen und diese als formales Kriterium bei schriftlichen Arbeiten voraussetzen. Bei Nichtbeachtung folgt Punktabzug wie bei einer nicht korrekten Zitierweise.
      Meines Erachtens ist es nur eine Frage der Zeit, bis in ganz Österreich (und später Dt.) ein solcher Zwang eingeführt wird, wie es bereits bei amtlichen Dokumenten der Fall ist. Vorausgesetzt, es regt sich kein ernsthafter Widerstand.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/oesterreich-gender-mainstreaming-an-hochschulen-13294091.html

      http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/454786/Genderproblem_Gerechte-Sprache-nach-Leitfaden

      http://www.vol.at/ohne-binnen-i-droht-die-schlechtere-note-in-vorarlberg-nicht-unbedingt/4132851

      https://www.fhstp.ac.at/de/mediathek/pdfs/folder/leitfaden_geschlechtssensible-sprache.pdf/@@download/file/Leitfaden_geschlechtssensible_Sprache.pdf.

      • SZ sagt:

        Lieber Christoph,

        auch in Österreich gilt: wo kein Kläger, da kein Richter. Ich glaube, es wäre ohne größere Schwierigkeiten möglich, diese Vorschriften vor Gericht zu Fall zu bringen. Die Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten sind schließlich eine internationale Übereinkunft, die über Jahrhunderte gewachsen ist und deren Existenz gute Gründe hat. Ich denke nicht, dass ein Gericht eine eigene österreichische Regeln für wissenschaftliches Publizieren akzeptieren würde.

        Was mich an der Sache so wütend macht, ist, dass von den Professoren keiner genug Arsch in der Hose hat, um was zu unternehmen. Die halten aus Gründen des Betriebsfriedens und wahrscheinlich auch aus Angst vor Diffamierung oder bestenfalls aus Gleichgültigkeit alle die Füße still und erkennen an, dass die Gender Studies die Bestimmerwissenschaft an der Universität ist. Die Realität hingegen ist so, dass die große Mehrzahl sich nämlich von der Gender-Lobby gegängelt fühlt, aber keiner macht den Mund auf. Das muss endlich aufhören.

    • SZ sagt:

      Lieber ti leo,
      An ihrem Beitrag ist vieles falsch. Gegenderte Sprache ist lediglich Norm was den behördlichen Betrieb einer Hochschule anbelangt. Wie bei allen anderen Behörden. In der Wissenschaft und vor allem in wissenschaftlichen Arbeiten ist es nicht Standard. Und da Sie es nicht zu wissen scheinen, erkläre ich ihnen hier warum:
      Um zu verstehen, warum Gendern nicht zum wissenschaftlichen Handwerkszeug gehört, muss man zunächst wissen,warum die tatsächlichen Richtlinien dies tun. Die Antwort ist denkbar einfach und fußt auf der Grundlage moderner Wissenschaft: Peer Review!
      Um Peer Review zu ermöglichen, muss ich folgendes tun:
      – fremde Gedanken eindeutig kenntlich machen
      – nur aus Quellen zitieren, die für jedermann zugänglich sind
      – meine Gedanken und Argumente verständlich formulieren

      Wenn ich diese drei Dinge berücksichtige, ist Peer Review möglich. Die Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten sind also rein pragmatischer Natur. Wenn man das weiß, wird sofort klar, warum Gendern nicht dazugehört. Es trägt nichts bei zum Peer Review Prozess, ist lediglich ideologischer Ballast. Der Erfolg der modernen Wissenschaft beruht ja gerade darauf, dass man sich jeglichen unnötigen Ballasts entledigt.

  12. maddes8cht sagt:

    Wie, die Julia Duzt ihn?
    Ich bezweifle mal schwer, dass er sie bei seiner Anfrage geduzt hat.
    Er ist ja wohl ein erwachsener, volljähriger junger Mann. Was fällt der ein, einfach ungefragt ihre Studenten zu duzen?
    Ich denke mal, dass die „korrekte Verwendung von männlichen und weiblichen Ausdrucksformen“ gegenüber ihren Studenten von einer Dozentin verlangt werden kann.
    Noch immer sollte das Duzen „als gesellschaftlicher Konsens“ unter Erwachsenen nicht einfach vorausgesetzt werden können, ohne dass man sich das „Du“ in der gegenseitigen Kommunikation ausdrücklich angeboten und auch gegenseitig angenommen hat.
    Das ist regelmäßig in einer schriftlichen Korrespondenz seitens einer Dozentin an ihre Schüler nicht ohne weiteres gegeben.
    Könnte vielleicht mal jemand diese Dozentin dazu anhalten, ein gewisses mindestmaß an sprachlichem Ausdruck einzuhalten?

  13. erwin sagt:

    Der Witz ist doch das der verrückte Arzt auf den als dieser Müll zurückzuführen ist mit seinem Experiment genau das Gegenteil bewiesen hat!Und ich wette das wissen die meisten Genderspinner auch-aber man kann ja nicht zugeben das man einer Verrücktheit aufgesessen ist.

  14. Bill sagt:

    „Genderismus ist eine Toleranz schmarotzende Ideologie“
    DAS ist eine sehr treffende Formulierung die auch für andere sog. Bewegungen anwendbar wäre.
    Das Bittere dabei ist, dass das Kapital Vertrauen und Einsatz für berechtigte Anliegen verschwendet wird.

  15. Hebel sagt:

    Längst geht es nicht mehr um Universitäten und gendergerechte Sprache, sondern ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder scheint der Genderismus überdies zu sein. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig wird. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib (Muttersprache nicht Vatersprache!). Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

    • Karl Eugen sagt:

      Zum Thema Muttersprache/Vatersprache wird hier leider auch wieder Ideologisches mitgeteilt. Muttersprache heißt nicht Muttersprache, weil der Fötus schon im Bauch Mamas Stimme hört. Warum die des Vaters, Großvaters, der Großmutter nicht, die evtl. in der Nähe sind?
      Der Begriff Muttersprache ist vielmehr parallel zum Begriff Vatersprache gebildet. Das sind alte Ausdrücke, von denen einer nicht mehr gebräuchlich ist. Muttersprche bezeichnete die jeweilige Volkssprache, Vatersprache die Lingua franca des Kulturkreises, um es allgemein zu formulieren; konkret ist damit natürlich das Lateinische gemeint. Wenn man sagte, daß sich jemand in seine Muttersprache artikuliert, so war damit also nie irgendeine vermeintliche Überlegenheit des Mütterlichen über das Väterliche ausgedrückt, sondern stets gemeint: er spricht in der Volkssprache, die von Region zu Region unterschiedlich sein konnte. Dagegen war die Vatersprache (=Latein) bis noch vor nicht allzu langer Zeit unter Gelehrten/Akademikern jedem verständlich, ganz gleich, mit welchem Idiom er aufgewachsen war.

  16. FDominicus sagt:

    Ich muß zugeben manchmal habe ich das Gefühl von Ihnen auf den Arm genommen zu werden. Das Sie über was schreiben müssen und das sowas von einer Rechtsabteilung zu behandeln ist, kann ich nur noch absurd nennen.

    Danke, daß Sie immer mal wieder darauf eingehen.

  17. Christian sagt:

    „Die Unterschiede innerhalb der Gruppen der Männer und Frauen sind bekanntlich größer als die Unterschiede zwischen beiden Gruppen.“

    Genau diese Tatsache ist übrigens ein Argument der Genderforschung dafür, dass individuelle Eigenschaften höher gewertet werden sollten als die Zuordnung zur Gruppe der Männer bzw. Frauen. Stereotype Aussagen über DEN Mann, wie er angeblich ist, und über DIE Frau im Allgemeinen haben für den Einzelnen Nachteile, sie engen seine Wahl- und Entwicklungsmöglichkeiten ein.

    Diesen Punkt hier als Gegenargument für Genderforschung zu finden, lässt mich folglich an der Fachkenntnis des Autors zweifeln.

    • Ich kann nicht sagen, dass ich verstehe, was Sie behaupten. Sind Sie sicher, Sie haben richtig verstanden, worum es geht, Sum of Squares within and between ? Also letzten Ende ein statistisches Argument, das ich gerade bei Feministen noch nie gesehen habe, zumal: Wie kann man FRAUENförderung begründen, wenn individuelle Eigenschaften, für die das Geschlecht schlicht irrelevant sind, den Unterschied machen. In all den Jahren, die wir ScienceFiles betreiben und in denen wir immer und immer wieder darauf hingewiesen haben, dass Frauenförderung eine sexistische Gruppenbevorzugung von Frauen aus der Mittelschicht darstellt, hat sich noch niemand mit der Einsicht gemeldet, die Sie hier ereilt hat. So dass ich fragen muss: Wo haben Sie diese Erkenntnis gewonnen? Wie wird sie von wem begründet? Und wieso gibt es Frauenförderung, wenn die indviduellen Merkmale oder Eigenschaften doch so wichtig sind, für Feministen, angeblich???

      • Christian sagt:

        Vielleicht habe ich tatsächlich falsch verstanden, bin auch wirklich irritiert, diesen Punkt hier zu finden, denn er funktioniert nicht als Argument gegen Genderforschung. Im Gegenteil, wer diese Haltung vertritt, geht damit mit den Zielen der Genderforschung konform. Also nochmal in anderen Worten: Die Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern sind oft größer als die Differenzen, es gibt oft mehr Gemeinsamkeiten zwischen Mann und Frau als innerhalb der Gruppe der Männer bzw. Frauen. – einig?

        So argumentiert z.B. Markus Hausmann, Uni Bochum:
        »Die Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern sind viel größer als die Differenzen.«
        http://www.zeit.de/zeit-wissen/2007/01/Titel-Frauen-Maenner

        Mark Libermann, University of Philadelphia
        und
        Matthias Mehl, University of Arizona:
        „Es gilt wieder: Männer und Frauen sind sich im Durchschnitt deutlich ähnlicher als es zwei zufällig ausgewählte Männer oder zwei zufällig ausgewählte Frauen sind. Aus irgendwelchen Gründen neigen Menschen dazu, Geschlechtsunterschiede gerne mit einem Vergrößerungsglas anzuschauen.““
        http://www.zeit.de/online/2007/28/frauen-maenner-woerter/seite-2

        Genderpädagogik Ba-Wü:
        Statistiken nehmen mitunter immerhin Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen auf. Durch diese Vorgehensweise werden mögliche Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zugelassen und es wird der Gefahr begegnet, die jeweiligen Erlebniswelten gleichmacherisch zuzudecken. Dadurch wird es möglich, Menschen in ihren Unterschiedlichkeiten zu sehen und anzuerkennen.
        http://www.gender-bw.de/fachpositionen/genderpaedagogik.html

        Dagegen argumentieren Antifeministen und Menschen, die sich gegen Genderforschung aussprechen andersherum und bestehen auf naturgegebenen, entscheidenden Unterschieden zwischen den Geschlechtern:
        “dass die Unterschiede innerhalb der Geschlechter größer sind als als dazwischen, ist so ein klassischer Neofeministinnen Spruch.”
        https://allesevolution.wordpress.com/2013/01/25/innerhalb-der-geschlechter-gibt-es-weit-grosere-unterschiede-als-zwischen-den-geschlechtern/

        Das bedeutet zugleich, dass Stimmen, die sich mit dem Argument der „Gleichmacherei“ gegen „Gender“ aussprechen (Birgit Kelle, AfD…), nicht ausreichend über die Inhalte der Genderforschung informiert sind.

        Ist es nicht vielmehr Gleichmacherei von Frauen bzw. Männern, also innerhalb ihrer jeweiligen Gruppe, wenn man auf deren Ach so großen Unterschieden beharrt? Immerhin ist sich die Wissenschaft heute einig, dass es keinen biologischen Determinismus gibt. Unsere Gene und Hormone verändern sich durch unser Verhalten im Laufe des Lebens…

        • Ihre Welt ist etwas zu einfach: Wäre dem so, dass Feministen an Individuen interessiert sind, sie würden sich nicht auf Gruppe kaprizieren, wie sie das tun. Und wir sind ein Wissenschaftblog, d.h. ein liberales Blog, für uns stehen Individuen an erster Stelle und deshalb sind wir gegen jede Form von Gruppenbevorzugung bzw. -benachteiligung. Im Übrigen, was Sie aus BaWü zitieren, belegt gerade, was wir sagen:

          Statistiken nehmen mitunter immerhin Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen auf. Durch diese Vorgehensweise werden mögliche Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen zugelassen und es wird der Gefahr begegnet, die jeweiligen Erlebniswelten gleichmacherisch zuzudecken. Dadurch wird es möglich, Menschen in ihren Unterschiedlichkeiten zu sehen und anzuerkennen.

          Denn die Unterschiedlichkeit der Menschen ist an deren Geschlecht gebunden. Das nenen wir gewöhnlich den fixen Blick zwischen die Beine. Für uns ist Geschlecht KEINE Variable, die außerhalb einer gynäkologischen Station oder im Zusammenhang mit Sex eine Rolle spielt – weder im Hinblick auf Entlohnung noch im Hinblick auf den Zugang zur Führungspositionen oder ähnlichen Unsinn.

          Wer Individualist ist, der kann nicht mit Gruppen herumhantieren.

          • Christian sagt:

            „die Unterschiedlichkeit der Menschen ist an deren Geschlecht gebunden“
            Wo ist da der individuelle Blick, wenn alle Menschen mit Penis über einen Kamm geschert werden. Aber meine Welt ist zu einfach?! #findedenfehler

            Im übrigen eine unnötig despektierliche Antwort. „Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte.“ (Gadamer) Also viel Spaß noch beim „wissenschaftlichen“ Austausch.

            • War Gadamer nicht der, der sich in hermeneutischen Zirkeln um sich selbst gedreht hat. Vermutlich habe ich Ihnen voraus, Gadamer noch selbst „genießen“ zu können, entsprechend halte ich es lieber mit Hans Albert, der entsprechende und deutliche Worte für hermeneutische Zirkler gefunden hat, die Sie vermutlich despektierlich finden würden, wie ich den Eindruck habe, dass sie alles, was Ihnen nich passt, despektierlich finden.

              Nich tolerieren kann ich jedoch unterirdische Manipulationsversuche, wie den, den Sie hier versuchen. Die Aussage, die Sie in Anführungszeichen setzen und mir unterschieben wollen, stammt von Ihnen. Also lesen Sie das nächste Mal das, was Sie selbst geschrieben haben, bevor Sie anderen mit kindischen Twitter Hashtags kommen.

            • @Christian

              Mir hat sich auch nicht erschlossen, was Sie eigentlich sagen warum wofür oder wogegen argumentieren wollen. Irgendwie sind Sie wohl halt einfach verstimmt, ich weiß nicht warum.

              Aber selbst, wenn Sie mit dem ein oder anderen Punkt Recht hätten, dann würden Sie sich durch Ihren Stil – bei mir, aber sicherlich nicht NUR bei mir – disqualifizieren:

              Woher kommt z.B. der kleinkindhafte Du-Kannst-Mich-Mal-Stil, der erkennbar wird in einem dummen Spruch wie „Also viel Spaß noch ….“ Wenn Sie schon schreiben können, sollten Sie so etwas eigentlich längst hinter sich gelassen haben!

              Und was wir von den ironischen Anführungszeichen halten, die Ihr Deutsch mit dem Nazi-Deutsch teilt, haben wir schon an anderer Stelle geschrieben.

              Ich kann Ihnen derzeit daher nur nach bestem Wissen und Gewissen empfehlen, sich zu schämen, denn das ist ein konstruktiver Zustand. Besser kann oft erst auf diesen Zustand folgen!

        • SZ sagt:

          Lieber Christian,

          Ich verstehe nicht ganz, worum es ihnen hier geht. Das Thema hier ist folgendes: Wissenschaftler belügen Studenten mit dem Ziel der Proliferation der privaten politischen Meinung. Das ist moralisch dasselbe schwere Vergehen wie die Anfertigung eines Plagiats oder die Fälschung von Forschungsergebnissen. Was die politische Meinung hier im Detail ist, spielt letzten Endes keine Rolle.

        • A.S. sagt:

          Und wofür brauchen wir dann Gender“forschung“ überhaupt? Dann gibt es ja kein Problem und die Profixe können sich eine ehrliche Arbeit suchen.
          Wenn man in Statistiken keine Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen mehr machen soll, dann will ich auch nie mehr etwas vom Gender-Pay-Quatsch, von gläsernen Decken und Frauenquoten hören.
          Leider quassel einen die Gendertrötessen tagein tagaus mit diesem Mist zu.

    • @Christian

      „“Die Unterschiede innerhalb der Gruppen der Männer und Frauen sind bekanntlich größer als die Unterschiede zwischen beiden Gruppen.”

      Genau diese Tatsache ist übrigens ein Argument der Genderforschung dafür, dass individuelle Eigenschaften höher gewertet werden sollten als die Zuordnung zur Gruppe der Männer bzw. Frauen.“

      Und das ist EIN Punkt, in dem Genderisten Unsinn von sich geben:

      Kommt Ihnen das nicht seltsam vor? ENTWEDER man akzeptiert Leute in ihrer INDIVIDUALITÄT, oder man meint, ihnen aufoktroyieren zu können, dass bestimmte Größen für sie und ihr Leben wichtig zu sein haben, so z.B. ihr Geschlecht, damit man sie als KOLLEKTIV behandeln kann. Das ist ein klassischer Widerspruch und ein dummer Fehler, und dem meisten da draußen ist nicht nachvollziehbar, wie man sich selbst in dieser Weise widersprechen kann.

  18. Pingback: Was gegen Genderei wirklich hülft: Beschweren, beschweren, beschweren … und dann versenken | digitalereintopf

  19. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:

    Glück, Auf, meine Heimat!

  20. Pingback: Genderisten in ihrer besten Rolle | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  21. Was ist nochmal das Problem mit gegenderter Sprache?

    Hier wird als Argument angeführt, gegenderte Sprache verschandelt das Sprachbild.
    Das ist imho. kein Argument.

    Das durch Sprache sozusagen die wahre Realität in eine konstruierte überführt wird, müsste vor allem Wissenschaftler beunruhigen, die daran interessiert sind, möglichst exakte Beschreibungen dieser Realität anzufertigen.
    ‚Studierende‘ ist nun mal korrekter als ‚Studenten‘ weil es sich bei dieser Gruppe um Menschen eben nicht nur um Männer handelt.

    • Das ist doch offensichtlich:

      Das Problem mit ihr ist, dass ihr Gebrauch Leuten aufoktroyiert werden soll!

      Wer so sprechen oder schreiben möchte (und das sogar durchhält), der kann das gerne tun, solange er respektiert, dass andere Leute anders sprechen oder schreiben (und die Kommunikation mit ihm vielleicht einfach zu anstrengend und ineffizient finden). Das ist es eben: Es gehört sicherlich zu den GRUNDRECHTEN jedes Menschen, seine Sprache so zu benutzen wie er es für richtig und angemessen hält, Wer meint, anderen diesbezüglich reinreden zu müssen, ist entweder krank oder ein Faschist – mehr Möglichkeiten sehe ich beim besten Willen nicht!

  22. Pingback: Punktabzug wegen genderunsensibler Sprache unzulässig | Basedow1764's Weblog

  23. Pingback: Keine Rechtsgrundlage für Sprachgenderei | Kreidfeuer

  24. Carolus sagt:

    In Österreich hat ein bekannter Proponent der Unterhaltungsbranche, „Volksrocker“ Andreas Gabalier, dem Genderismus den Kampf angesagt: https://kreidfeuer.wordpress.com/2015/07/02/andreas-gabalier-ist-kein-genderfreund/
    Ich kann den Anti-Genderisten nur höchsten Beifall zollen.

  25. Peter V. sagt:

    „Zur Erinnerung: Das schreibt eine Dozentin der TU-Berlin.“
    Der Sprachstil klingt nicht wirklich nach einer erwachsenen Akademikerin.

  26. Pingback: Gender wissenschaftlich bewiesen oder das Hirngespinst eines Dr. Frankenstein? | Lügenpresse

  27. Pingback: Sprachwahrer des Jahres 2015 | Die Kehrseite

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