“Anti” als Geschäft: Kann man Antisemitismus gezielt herbeireden?

Was wäre der Kampf gegen den Antisemitismus, gäbe es keinen Antisemitismus?

BT_AntisemitismusRational handelnde Akteure, die ihren Lebensunterhalt mit dem Kampf gegen Antisemitismus verdienen, haben entsprechend ein Interesse daran, dass es Antisemitismus gibt. Man muss ihn quasi auf einem bestimmten Niveau halten, damit man einerseits die Notwendigkeit von Anti-Antisemitismus-Maßnahmen begründen kann, andererseits sich selbst als Kämpfer für das Gute inszenieren kann.

Natürlich darf der Kampf für das Gute, der Anti-Antisemitismus nicht zu erfolgreich sein, denn gäbe es keinen Antisemitismus, man bräuchte auch keine von Steuerzahlern finanzierten Anti-Antisemitismus-Kämpfer.

Und wenn der Antisemitismus nicht ausreichend vorhanden ist, dann muss man versuchen, ihn herbeizureden.

Wir zitieren aus der Antwort der Bundesregierung auf eine “Kleine Anfrage der Fraktion “Die Linke”:

Aus der Anfrage der Linken Aus der Antwort der Bundesregierung
“Die Zahl der antisemitischen Straftaten bewegt sich in der Bundesrepublik weiter auf einem hohen Niveau”. “Im dritten Quartal 2015 wurden insgesamt 203 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet”. Bei 190 der Delikte handelt es sich um eine von politisch rechts motivierte Straftat.
“Es ist aber auch zu beobachten, dass immer mehr Personen und Organisationen aus dem konservativen Lager und aus der Grauzone zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus offen dazu übergehen, den Holocaust zu leugnen und antisemitische Hetze zu verbreiten.” “Im dritten Quartal 2015 wurden insgesamt 203 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet. Darunter waren acht Gewalttaten und 48 Propagandadelikte” Erläuterung von uns: Propagandadelikte umfassen u.a. die Leugnung des Holocausts, wenn eine Broschüre, in der der Holocaust geleugnet wird, 48 Mal sichergestellt wird, dann werden 48 einzelne Propagandadelikte gezählt.
“Wie viele Personen wurden bei Überfällen mit antisemitischer oder zu vermutender antisemitischer Motivation … c) getötet?” “Im dritten Quartal 2015 wurden sechs Personen infolge politisch motivierter Straftaten mit antisemitischem Hintergrund verletzt.”

So sehr sich die Anti-Antisemitismus-Industrie auch bemüht, den Antisemitismus hoch zu reden, so sehr sprechen die Zahlen für ein weitgehendes Scheitern dieser Bemühungen. Kein Mord mit antisemitischem Hintergrund, gerade einmal sechs Verletzte und das bei acht Gewalttaten und lächerliche 48 Propagandadelikte, bei 80 Millionen Einwohnern und potentiell, wenn man von 3,7 Millionen Wählern der LINKE ausgeht, potentiell gut 76 Millionen Antisemitisten.

Ob das ausreicht, auch die nächste Förderungsrunde beim BMFSFJ durchzubekommen und die Finanzierung all der wackeren Kämpfer gegen den kaum existenten Antisemitismus für weitere vier Jahre zu sichern?

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6 Responses to “Anti” als Geschäft: Kann man Antisemitismus gezielt herbeireden?

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  2. rote_pille says:

    Das beste ist noch, dass die winzigen Überreste des Antisemitismus hauptsächlich auf das Konto von Islamisten gehen, die diese Leute nie im Leben kritisieren würden. Es gibt Kriminelle, die sich wenigstens Mühe machen ihre Verbrechen zu begehen oder zu verbergen, diese Staatsparasiten tun nicht einmal das.

  3. Ken Meyer says:

    Vielleicht sollten die Herrschaften erst mal erklären, was “Antisemitismus” überhaupt sein soll (außer einer inhaltsarmen politischen Kampfvokabel oder soll man besser sagen eines Geschäftsmodells?!).
    Geht man davon aus, daß mit Semiten die Völker bzw Volksgruppen gemeint sind, die eine semitische Sprache sprechen, so stellt man fest, daß Hebräisch eine semitische Sprache ist, aber auch Arabisch bzw arabische Dialekte. Und vor diesem Hintergrund müßte man beispielsweise ganz nüchtern feststellen, daß Israel ein semitisches Land ist aber gleichzeitig als Ganzes stark antisemitische Tendenzen etwa gegenüber den Palästinensern zeigt und natürlich umgekehrt. Ich habe jedoch noch nie den Antisemitismus-Vorwurf gegen Israel gehört. Das ist nur einer von mehreren WIdersprüchen. Oder, wieso gilt es nicht als antisemitisch, Saudi Arabiens Umgang mit den Menschenrechten anzuprangern? Wir gedenken denn die tapferen Kämpfer mit diesen Komplikationen umzugehen?

    Oder ist man der Auffassung, Antisemitismus könne prinzipiell nur von authochtonen Deutschen ausgehen?

    Warum benutzt man überhaupt diese schwammige Vokabel und nicht z.B. das viel präzisere ‘judenfeindlich’ um das es doch vermutlich geht?

  4. Pingback: Der “Kampf gegen Hirn” (alias “Kampf gegen rechts”) in neuen Dimensionen: Rechtsextremismus spielt in Deutschland keine Rolle mehr | LW-Freiheit

  5. Nazienkel says:

    Wenn Sie versuchen, Werbung für Ihr eigenes Blog zu machen, dann müssen Sie das sozialverträglich machen. Wenn man diejenigen, deren Blog man missbrauchen will, um das eigene – unbedeutende – Blog zu puschen, beleidigt, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Versuch, das eigene blog zu promoten, in die Hose geht, MK.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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