Wer steckt hinter den Hamburger Krawallen? Attac!

u.a.

Gestern haben wir in einem Post noch gefragt, wer die Berufsdemonstranten in Hamburg finanziert, wer sie koordiniert, wer sie mit Kartenmaterial und sonstigen Informationen versorgt.

Heute hat uns ein Leser aus Hamburg auf die Sprünge geholfen und uns den Attac-Protestreader zugeschickt, der eine Reihe der Fragen danach beantwortet, wer hinter den Demonstrationen, den gewalttätigen Demonstrationen und den Ausschreitungen von Kriminellen zumindest insoweit steckt, dass er sie billigend in Kauf genommen (und unterstützt) hat, um seine ideologischen Ziele zu erreichen.

Attac!

Attac Deutschland ist ein „Projekt des Attac Trägervereins“, der beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen ist. Der Vorstand des Trägervereins besteht aus Maria Wahle und Dirk Friedrichs. Zu den als prominent bezeichneten Mitgliedern von Attac gehören der Grüne Sven Giegold, der Chef der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske sowie Konstantin Wecker, der einem nun über Attac auf den Wecker gehen will. Im Haushalt von Attac Deutschland für das Jahr 2017 sind Einnahmen in einer Höhe von 2.087.600 Euro vorgesehen, die zu gut 90% aus Spenden stammen:

“Attac Deutschland finanziert seine Aktivitäten weitestgehend aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, bei größeren Projekten auch durch die Akquise von Drittmitteln (öffentliche, kirchliche oder private Förderorganisationen).”

Wer genau die Drittmittelgeber aus öffentlichen oder kirchlichen Förderorganisationen sind, die Attac im Kampf gegen „Globalisierung“, „Klimawandel“ und „das Massengrab im Mittelmeer“ finanziell unterstützen, ist leider – trotz aller behaupteter Transparenz eine Frage, die man auf den Seiten von Attac nicht beantworten kann.

Nun zum Protestreader, dem schriftlichen Ergebnis einer generalstabsmäßigen Planung im Hinblick auf die Demonstrationen in Hamburg und deren Rahmenprogramm. Die Einstimmung der Teilnehmer zu diesen Demonstrationen erfolgt nicht subtil, sondern sehr offen dahingehend, nicht friedlich zu demonstrieren.

Bereits auf der ersten Seite, auf der der Gutmenschen-Katechismus von Attac zu lesen ist, in dem sich die Attac-er zu Fürsprechern von „Erniedrigten und Beleidigten“ erklären, um ansonsten zu bejammern, dass in Griechenland die staatlichen Gesundheitsausgaben gekürzt wurden und Unsinn wie eine “Zuspitzung der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit” zu beklagen, was deshalb Unsinn ist, weil es der Menschheit als ganzes gesehen noch nie so gut ging, und zwar im Hinblick auf Lebensstandard, Überlebenswahrscheinlichkeit, Lebensdauer usw., werden die Leser aufgefordert, ihre „Wut in Versammlungen und zivilem Ungehorsam auszudrücken“.

Wie soll nach Ansicht der Attac-er Wut ihren Niederschlag in Versammlungen und zivilem Ungehorsam finden? Diese Frage kann man sich recht einfach beantworten, wenn man zu einem Artikel mit dem Titel „Bund und friedlich muss er sein“ weiterliest, in dem über Demonstrationen gegen die AfD berichtet wird, die friedlich geblieben sind. Diese von „Presse und Politik gelobte“ Art, Widerstand auszudrücken, ist den Attac-ern zuwider, denn „Protest“, so schreiben sie, „der sich sklavisch an die Regeln des Bestehenden hält und diese nicht hinterfragt, verbleibt innerhalb des Systems“. Dass mit dieser verklausulierten Formulierung ein Aufruf zu gewalttätigen Ausschreitungen gemeint ist, wird zwei Absätze weiter deutlich, wenn die Sufragetten als leuchtendes Vorbild für die Demonstranten in Hamburg und mit dem folgenden Text vorgestellt werden:

„Die Frauenrechtler*innen zogen wütend und zerstörend durch die Straßen. Sie warfen Glasscheiben ein, zündeten Landsitze an und wurden schließlich gehört“.

Damit die Leser des Attac „Protest-Readers“ auch wissen, dass die empfohlene Art des zivilen Widerstands darin besteht, Schaufenster einzuschlagen und in Ermangelung von Landsitzen Autos anzuzünden, schließt der Artikel mit der Feststellung: „Bunter, friedlicher und breiter Konsens-Protest ist unbestritten eine gute Sache. … Aber bunt und friedlich werden wir die kapitalistischen Systeme nicht überwinden.“

Das ist ein offener Aufruf zu Gewalttaten.

Wer dennoch Zweifel daran hat, dass Attac so offen zu Gewalt aufruft, der wird auf den nächsten Seiten eines Besseren belehrt. Insbesondere die folgenden Vorbereitungen auf die kommende Auseinandersetzung mit der Polizei, die dem Einschlagen von Schaufensterscheiben und dem Anstecken von Autos nicht tatenlos zusehen wird, sind sehr erhellend. Einige Beispiele:

  • Klebt auffällige Embleme oder Markenzeichen ab (sie machen euch für die Polizei unterscheidbar);
  • Denkt an: Wasser (zum Ausspülen oder Trinken) und Sonnenschutz ( keine Creme wegen Pfefferspray)
  • Kein Handy und Adressbuch.
  • Nehmt reichlich Wasser und Erste-Hilfe-Päckchen mit
  • Augen ausspülen (CS-Gas, Pfefferspray, Tränengas): Das Auge großzügig mit Wasser ausspülen.
  • Ermittlungsausschuss (EA)
  • Vermittelt Rechtsanwält*innen für Festgenommene
  • Wenn ihr Festnahmen beobachtet oder selbst festgenommen werdet meldet euch beim EA

  • Bei Festnahme steht euch ein Anruf zu
    Gebt lediglich euren Namen, die Meldeadresse und euer Geburtsdatum an; verweigert ansonsten jede Aussage!

Zur Frage, wo der Schwarze Block der Vermummten herkommt, gibt es weiter hinten im Protest-Reader, dieses Mal in englischer Sprache eine Antwort:

Take along dark, uniform clothes, withouh particular characteristics; (Bringt dunkle einheitliche Kleidung ohne besondere Merkmale mit);

Die Veranstaltung in Hamburg ist durch Attac minutiös geplant. Karten informieren die Teilnehmer darüber, wo was passiert und wann es passiert. Die Standorte der Autonomic Street Medics, die die Demonstranten und Kriminellen versorgen, sind verzeichnet, das Legal Team steht bereit, um festgenommene Kriminelle aus dem Polizeigewahrsam zu holen oder rechtlichen Beistand zu leisten…

Es ist verblüffend. Man hat rundum den Eindruck, hier wird ein Krieg geplant, den Teilnehmern werden unterschiedliche Handlungsziele vorgegeben, Handlungsziele wie sie z.B. die beschriebenen Sufragetten hatten: Schaufenster einwerfen, Brand stiften oder allgemeiner: „ziviler Widerstand”- den man in diesem Fall korrekt als Zerstörung privaten Eigentums beschreiben muss. Da mit derartigen Handlungsvorgaben Konsequenzen einhergehen können, weil die Polizei die Aufgabe hat, das Zerstören fremden Eigentums zu verhindern, hält Attac Anwälte und Ärzte bereit, verbleiben damit also im System, das sie oben noch bekämpfen wollten.

Das alles ist Realität. Eine Realität, die sich Fellini, bei aller Vertrautheit mit menschlichen Perversitäten, die er in seinen Filmen dokumentierte, nicht hat vorstellen können. Die Realität übertrifft eben jede Form von Phantasie.

Bleibt abschließend noch zu fragen, wie sich z.B.:

Frank Bsirske, der Chef der Gewerkschaft Ver.di,
Sven Giegold, der seine Karriere als Wissenschaftler für für ihn wohl bessere Aussichten als grüner Abgeordneter im Europaparlament aufgegeben hat,
Konstantin Wecker, der auf den Wecker gehende Vorträger musikalischer Lamentos,
oder Heiner Geißler, der in die Jahre gekommene und scheinbar an allen damit einhergehenden Einschränkungen leidende ehemalige General der CDU oder
Friedrich Schorlemmer, der als evangelischer Theologe sein Auskommen findet, dazu stellen, dass sie als prominentes Mitglied eines Vereins geführt werden, dessen Mitglieder vielleicht nicht direkt an den Gewalttaten in Hamburg beteiligt waren, dessen Broschüren aber direkt dazu aufgerufen haben, entsprechende Gewalttaten zu verüben, zu ihrer Unterstützung von Attac stehen.

Vielleicht kann Herr Schorlemmer ja der Rentnerin, deren Auto ausgebrannt wurde, erklären, warum sie in ihrem Alter eben das kleine Opfer ihrer Mobilität und Unabhängigkeit für die größere Sache bringen musste. Vielleicht kann Frank Bsirske den Ladenbesitzern, die vor den Scherben ihrer Schaufenster stehen, erklären, warum die Solidarität mit den Armen der Welt ihren Niederschlag in Scherben finden muss und zu allem kann Konstantin Wecker dann ein Lied machen: Genug, ist nicht genug, es muss mehr Scherben geben. Friedfertigkeit ist Betrug, wir müssen mehr zerstören — oder so ähnlich.

Wir arbeiten derzeit daran, den Attac Protest Reader als Ganzes bereit zu stellen, damit sich jeder Leser seinen eigenen Eindruck davon bilden kann, wie der Frankfurter Verein an den Gewalttätigkeiten in Hamburg mitgewirkt hat.

Anregungen? Kontaktieren Sie ScienceFiles

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7 Responses to Wer steckt hinter den Hamburger Krawallen? Attac!

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  2. Zawehn says:

    Na, wenn sich da mal niemand rausreden wird: “Die Handlungsanweisungen sind ja für den Fall, daß die Polizei, die pöse, pöse, mal wieder (!) friedliche Demonstranten für dies und gegen das angegriffen und mit polizeilicher Gewalt festgenommen hat. Die Polizisten haben echt fies geguckt und uns so provoziert. Auf jeden Fall hat der Polizist sich plötzlich eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen und das war das Signal für die Bullenschwei…äh….Polizisten, uns in unseren verfassungsmäßigen Rechten einzuschränken!!!” So, oder so ähnlich wird man sich schon rausreden. Vielleicht hat ja mal wieder jemand gegen Europa oder den Euro an der Börse gewettet. Da hilft jede Randale, um an destabilisierte Ziel und den fetten. kapitalistischen Gewinn zu kommen. Wenn die nützlichen Idioten, die gegen das kapitalistische System “kämpfen”, wüßten…. Na, Sorros aber auch!

  3. Gereon says:

    Was ich frappierend und entlavend finde an Attac, Antifa u.ä. ist der Umstand, daß sie zwar immer kapitalistisches (freiheitliches) Handeln angehen aber nie das zugrundeliegende Geldsystem.
    Sie nehmen die Benachteiligten dieses Geldsystems zum Vorwand umd auf diejenigen einzudreschen, die in diesem System zurecht kommen, oft unter großem Fleiss, aber das luftgeschöpfte Geld, das Banken und Zentralbankensystem (eine sozialistische Errungenschaft), den Zinseszins und die damit verbundene stetige Umverteilung von fleissig nach reich, wird nie in Frage gestellt. Die Bank als Institution wird nicht angegriffen, nur der Banker und der Unternehmer.
    Auch das drohende Bargeldverbot und der damit verbundene Verlust der letzten bürgerlichen Freiheiten ist kein Thema.
    Somit entlarvt sich Attac und Antifa als Mittel zum Zweck derer, die jede Freiheit abschaffen wollen und die EU in ein sozialistisches Zwangsregime verwandeln wollen, indem das geschaffene Chaos zum Vorwand für mehr Kontrolle und staatlichen Zwang hergenommen wird, das zugrundeliegende Übel aber gestärkt und unangreifbarer gemacht wird.
    So kämpfen die Antifanten für jene, die die von ihnen beklagten Mißstände verursachen und von diesen profitieren. Daher ist es auch kein Wunder, daß die entsprechenden Trägervereine so reichhaltig mit Geld ausgestattet sind.

  4. Andreas Damm says:

    Die ganze G20-Chose hat bei mir folgende Fragen aufgeworfen:

    – Warum werden solche Treffen nicht GEHEIM abgehalten? Irgendwo, ohne großes Tam-Tam.

    – Warum mußte eine ganze Stadt als Geisel von den Politikern mit Hilfe der Polizei genommen
    werden?
    Es sind ja nicht nur die direkt geschädigten Menschen, deren Unversehrtheit ihrer Psyche und
    ihres Eigentums verletzt wurde (sehr schlimm!!!), sondern auch die vielen anderen Menschen
    in der Stadt, die durch das über viele Tage (nicht nur während des Gipfels selber, sondern schon
    viele Tage davor!) durch Polizei-Aufmärsche, Sperrungen etc. verunsichert wurden.
    Desgleichen die vielen Geschäfte, die teils große Einbußen ihrer Umsätze hinnehmen mußten,
    weil die Stadt von Donnerstag bis Samstag im Innenbereich fast menschenleer und in den
    äußeren Bezirken unter Verkehrskollaps litt, der durch die vielen Sperrungen verursacht war.

    – Herz-Operationen (Einsetzen eines Herzschrittmachers bei einer alten Dame) wurden abgesagt,
    weil die Ärzte entweder nicht zu ihrem Krankenhaus kommen konnten (Stichwort Verkehr)
    und/oder weil große Kapazitäten des UKE (Universitäts-Krankenhaus Eppendorf) in Bereitschaft
    für die Gipfel-Teilnehmer stehen mußten – da stellt sich mir doch die Frage, wenn die Damen und
    Herren Gipfel-Teilnehmer so viel Angst um sich selber haben, warum sind sie dann nicht
    zuhause geblieben??? Die Herz-Operationen sind nur ein Teil, es gab bestimmt auch noch
    andere OP-Termine, die wichtig gewesen wären und sei es nur psychologisch für die Patienten!

    – Wie kann es sein, daß eine fast zwanzigtausend Mann starke Polizeitruppe sich von fünfhundert
    bis tausend Gewalttätigen so am Nasenring durch die Manege führen läßt?
    Warum waren eingerüstete Häuser an Brennpunkten oder andere Häuser, die von den
    Randalierern hätten genutzt werden können, nicht schon von Anfang an durch die Polizei
    bewacht? Wieso standen nur Terroristen der Antifa auf den Gerüsten und nicht vorher schon
    Polizisten?

    – Warum hat die Polizei scheinbar nichts von den Attac-Broschüren gewußt? Die agierten doch in
    aller Öffentlichkeit.

    – Wieso konnten die Antifa-Terroristen sich so einfach mit kleinen billigen Handfunk-Geräten
    verständigen? (Habe ich selber unmittelbar miterlebt, weil ich zwei Leute in Gespräche
    verwickelt hatte und die, als ein Polizei-Konvoi aus Mannschaftswagen und Wasserwerfern
    bestehend, um die Ecke bog, sofort mit ihrem Funkgerät Meldung an eine andere Stelle
    machten)

    – Wenn unser Finanz-Minister heute in der Lage ist, jeden noch so kleinen Geld-Pups zu verfolgen
    und den Schuldigen zu identifizieren, warum kann das nicht auch mal mit den Geldflüssen an
    Terroristen á la Antifa gemacht werden?

    – Schließlich: Warum wurde der Polizeiführer in Hamburg vorab durch die Medien als “Harter
    Hund” beschrieben, wenn er sich am Ende doch nur als ein “weiches Ei” entpuppt hatte?

    Resümé für mich aus diesem Gipfel: Schulz soll wegbleiben, Merkel und Scholz müssen weg.

  5. Pingback: Fake News zu G20-Gewalt enttarnt: „Pläne und Verhaltenstipps“ kamen nicht von Attac | Hallo, hallooooooo, guten Morgen, wach auf!

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