NoHateSpeech: Der Wahnsinn ist Projekt geworden

Derzeit macht sich NoHateSpeech.De gerade auf Twitter lächerlich. U.a. Don Alphonso und Dushan Wegner sorgen dafür. Ausgangspunkt ist ein Beitrag in der Taz, in dem von deutschem Hass auf Muslime und von der Islamisierung der „deutschen (wörtlich) Dreckskultur“ die Rede ist und in dem Deutsche als Kartoffeln bezeichnet werden.

Ob damit die Grenze zur Hassrede überschritten ist, oder sich die Taz mit der Veröffentlichung derartigen Blödsinns einmal mehr als Ort etabliert hat, an dem jeder seine geistige Störung ausleben kann, ist eine Frage, der wir hier erst einmal nicht nachgehen wollen.

Uns interessiert, warum NoHateSpeech.de, das Projekt, das von Steuerzahlern finanziert wird, der Ansicht ist, die Formulierungen „deutsche Dreckskultur“ und „Kartoffeln“ für Deutsche stellten keinen Hass und somit auch keine Hassrede dar. [Man nimmt eben auch Steuergelder von Kartoffeln der deutschen Dreckskultur.]

So richtig wissen die NoHateSpeecher auch nicht, warum das keine Hate-Speech ist, deshalb haben sie auf den Text auf ihrer Webseite verlinkt, mit dem Sie zu definieren versuchen, was Hassrede sein soll. Nachdem sie dort Hassrede als politischen Kampfbegriff bezeichnet haben, der sich bislang den Versuchen zur Definition entzieht, definieren sie den Begriff wie folgt:

„Als Hassrede bezeichnen wir sprachliche Handlungen gegen Einzelpersonen und/oder Gruppen mit dem Ziel der Abwertung oder Bedrohung aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer benachteiligten Gruppe in der Gesellschaft. Die Person oder Gruppe muss dafür rein zahlenmäßig nicht in der Minderheit sein, andersherum sind Minderheitengruppen nicht automatisch benachteiligt.

Beispiele für Hassrede sind für uns Sexismus, (amitimuslimischer) Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Neonazismus, Klassismus (Diskriminierung der „niedrigeren“ Schichten), Ableismus (Diskriminierung von Behinderten), Homo- und Transphobie.

Was Hassrede ist, entscheiden zudem nicht die Hater*innen selbst („Ich bin kein Sexist/ Nazi/ Rassist, aber …“), sondern die so Angesprochenen. Auch, wenn die Betroffenen sich nicht zu Wort melden, können sich natürlich Dritte einschalten, um Hate Speech zu benennen und auf sie zu reagieren.“

Damit ist der Irrsinn Sprache geworden und hat Neuronen als Opfer gefordert.

Hassrede wird somit über das Ziel der Abwertung definiert, das der Hassredende verfolgt. Nun ist das Ziel einer Rede, deren Intention nicht manifest, sondern eben Intention, und Intentionen finden sich nicht in der Sprache, sondern im Kopf des Sprechenden. Erstes Problem

Zweites Problem: Die benachteiligte Gruppe. Im Kampf mit der deutschen Sprache ist den NoHateSpeechern hier ein Aktiv unterlaufen, denn Benachteiligung erfordert eine aktive Handlung als Ursache. Die Benachteiligung von Männern besteht darin, dass es Programme zur Förderung von Frauen gibt, von denen Männer ausgeschlossen werden. Jemand schließt Männer davon aus. Aktiv. Absichtlich.

Also sind Männer eine benachteiligte Gruppe. Wer Männer als benachteiligte Gruppe als Ursache allen Bösen, z.B. von Klimawandel identifiziert, eine Behauptung, die aufgrund ihrer brummenden Blödheit nur abwertend gemeint sein kann, der wäre nach der Definition der NoHateSpeecher ein Hassredner.

Nun kann man anführen, dass das ja so nicht gemeint war, mit dem Klimawandel und den männlichen Fleischfressern, die alleine daran schuld sind. So wie das mit den Kartoffeln und ihrer deutschen Dreckskultur ja gar nicht abwertend, sondern metaphorisch gemeint war.

Ändert nichts. Es ist und bleibt nach der Definition der NoHateSpeecher Hassrede, denn ob etwas Hassrede ist, darüber entscheidet nicht der Hassredner, sondern dessen Opfer. Jede deutsche Kartoffel kann also entscheiden, dass die taz ein Ort der Hassrede ist, die Tazer Hetzer sind. Und nicht-Deutsche, die somit auch nicht-Kartoffeln sind und mit keiner deutschen Drecks-Kultur belastet sind, die können das auch entscheiden, denn die NoHateSpeechler, sie sagen:

„Was Hassrede ist, entscheiden zudem nicht die Hater*innen selbst („Ich bin kein Sexist/ Nazi/ Rassist, aber …“), sondern die so Angesprochenen. Auch, wenn die Betroffenen sich nicht zu Wort melden, können sich natürlich Dritte einschalten, um Hate Speech zu benennen und auf sie zu reagieren.“

Fühlen sich deutsche Kartoffeln mit Dreckskultur nicht beleidigt, dann können nicht-Deutsche für sie in die Bresche springen und sich stellvertretend, als Dritte für die Deutschen zum Wahrer der Rechte deutscher Opfer von Hassrede in der Taz erklären. Das sagt NoHateSpeech.de. Ganz offiziell. Daran führt kein Weg vorbei.

Denn der Irrsinn ist Projekt geworden: NoHateSpeech-Projekt.

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About Michael Klein

… concerned with and about science

One Response to NoHateSpeech: Der Wahnsinn ist Projekt geworden

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Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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