Lob des Reichtums: Ungleiche Einkommen und Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig

Die Reichen und die Armen – kein Gegensatzpaar hat mehr Geschichte gemacht. Ein Grund dafür: Karl Marx hat es in seinem historischen Materialismus mit allerlei Macht- und Herrschaftsphantasien gemixt.

Mit dem Motiv der zu reichen und der zu armen gehen sozialistische Parteien seit Jahrhunderten auf Stimmenfang, ohne dass sie daran etwas ändern würden – im Übrigen. Denn verglichen mit dem 19. Jahrhundert als der Sozialismus als politische Heilslehre erfunden wurde, ist der Abstand zwischen Reich und Arm kaum anders geworden – trotz sozialistischer Regierungs-Parteien.

Und das ist gut so, denn Reiche und Arme, ungleiche Einkommen, ungleiches Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig. Dass es Reiche gibt, gilt denen, die gerne reich wären, als Motivation für eigene Leistung mit dem Ziel, auch reich zu werden. In kapitalistischen und funktionierenden Gesellschaften ist dies möglich. In sozialistischen Gesellschaften ist es regelmäßig so, dass man erhält, ohne etwas zu leisten und dass die, die dennoch leisten wollen, einen Punkt erreichen, ab dem ihre Bereitschaft, andere durchzufüttern, ausgeschöpft ist. Das ist dann in der Regel der Moment, ab dem sozialistische System zum Mittel des Terrors greifen und Mauern um ihr Staatsgebiet bauen.

Von unngleicher Einkommens- und Vermögensverteilung, von Luxus gehen noch weitere positive Effekte aus, wie Ludwig von Mises in seinem 1927 in Jena erschienenen Buch „Liberalismus“ schreibt. Sein Argument in kurz: Alle Massenwaren haben einmal als Luxus von Reichen angefangen. Nimmt man den Reichen das Geld, um im Luxus zu leben, dann hat dies unabersehbare Folgen für die Fähigkeit und Willigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft, innovative Güter zu produzieren.

Von Mises hat das in der ihm eigenen Kürze und mit Beispielen versehen, auf den Seiten 27 bis 29 von „Liberalismus“ argumentiert. Das Argument ist bis heute nicht widerlegt. Im Gegenteil, es wird ständig durch das Versagen sozialistischer Systeme aufs Neue bestätigt, so dass man feststellen muss, dass sozialistische Projekte der Umverteilung von Einkommen und Vermögen zu den Sargnägeln moderner Gesellschaften gehören.

 

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