Belegt: Gender Studies sind ein Mitesser-Fach – 38 [!sic] davon gibt es alleine in Berlin

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Gender Studies keine Wissenschaft sind. Sie haben kein theoretisches Fundament, keine Methode, keine Erkenntnistheorie, kein Forschungsziel, keinen angebbaren Nutzen außer dem, als Versorgungsmethode für ansonsten gescheiterte Akademikerinnen zu dienen. Gender Studies sind nichts anderes als ein Mitesserfach, das versucht, Ergebnisse anderer Fächer als eigene zu verkaufen oder sich an andere Fächer anzuhängen und durchschleppen zu lassen.

Der Beleg dafür, dass die Gender Studies ein Mitesserfach sind, liegt in mehrfacher Form vor. Einerseits haben es die Vertreterinnen der Gender Studies bis zum heutigen Tag nicht geschafft, 30 einfache Frage zu beantworten, die jeder, der von sich behauptet, er sei ein Wissenschaftler, dann im Schlaf beantworten kann, wenn er tatsächlich ein Wissenschaftler ist. Andererseits liegen nun die Antworten der Berliner Senatskanzlei für „Wissenschaft und Forschung“ auf eine schriftliche Anfrage das Abgeordneten Martin Trefzer von der AfD im Angebordnetenhaus vor, die sehr deutlich zeigen, dass es sich bei Gender Studies um ein Mitesserfach handelt, das sich an etablierte Fächer anhängt, um fortan von deren Errungenschaften zu leben.

Die Durchsetzung der Sozial-, aber längst nicht nur der Sozialwissenschaften mit den politischen Genderaktivisten ist eine klandestine Angelegenheit, von der man in öffentlichen Statistiken nur die Spitze des Eisberger erkennen kann. Dies wird deutlich, wenn man die Ergebnisse unserer kursorischen Zählung der Gender Studies Professuren an Berliner Universitäten mit der Antwort der Berliner Senatskanzlei „Wissenschaft und Forschung“ auf die Anfrage von Martin Trefzer (AfD) vergleicht:

Wir haben aus öffentlichen Quellen vier Professuren an der HU-Berlin, vier an der FU-Berlin und zwei an der TU-Berlin zusammengetragen, die Gender Studies in ihrer Denomination tragen. Tatsächlich ist die Zahl der Fächer, an die sich Gender Studies angehängt haben, viel größer. An der FU-Berlin gibt es nicht vier, sondern 14 Professuren mit einer Denomination in Gender Studies, an der HU-Berlin gibt es weitere 12 und nicht 4 Professuren in Gender Studies, an der TU-Berlin sind es vier statt der zwei, die wir in den Daten des BMBF gefunden haben. Hinzu kommen weitere vier Professuren an der Universität der Künste, die natürlich keine Universität, sondern eine Hochschule ist und weitere vier an der Alice-Solomon-Hochschule. Insgesamt summieren sich die Gender Studies Professuren in Berlin auf 38 Professuren.

38 Mal mitessen durch Gender Studies.

Philosophie und ihr Teilbereich die Ethik sind eingeführte wissenschaftliche Fächer. Gender Studies wollen an der vorhandenen Forschung partizipieren, sie für sich reklamieren. Also gibt es an der FU-Berlin eine Professur für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung von Ethik und interdisziplinärer Genderforschung. Man hätte auch die besondere Berücksichtigung der Kunst, eine Fahrradkette zu ölen, als Anhängsel wählen können.

Das System „Mitesser“, wie es hier deutlich wird, findet sich in Regelmäßigkeit an Berliner Hochschulen:

Volkswirtschaftslehre und Empirische Wirtschaftsforschung sind eingeführte Fächer. Hängen wir die Gender Studies an. Die sind zwar ohne angebbare wissenschaftliche Erkenntnis geschweige denn einen wissenschaftlichen Nutzen, aber darüber kann man vielleicht hinwegtäuschen, wenn man eine Professur für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Empirische Wirtschaftsforschung und Gender einführt, wie an der FU-Berlin geschehen. Ob sich der Aktienmarkt oder das Hicks-Hansen-Modell anders verhalten, wenn man sie aus Genderperspektive betrachtet? Wohl eher nicht. Gender ist einfach nur der Mitesser, der sich des Forschungsleumunds der Volkswirtschaftslehre bemächtigen will.

Aber nicht nur die Volkswirtschaft hat dieses Problem.

Wissenschaftsgeschichte und –theorie in der Physik unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterforschung, lautet eine weitere Denomination an der FU-Berlin. Maria Göppert, die in NRW als Gender-Schutzheilige missbraucht wird (sie ist tot und kann sich nicht mehr wehren), hat sicher anders gedacht als ihre männlichen Kollegen in Los Alamos. Deshalb ist die erste Atombombe auch betont feminin gewesen.

Weiter geht es. Der Politikwissenschaft wird an der FU-Berlin der Schwerpunkt Gender und Vielfalt aufgezwungen, so als hätte beides auch nur entfernt etwas mit Politikwissenschaft oder miteinander zu tun.

Die europäische Ethnologie erhält den Schwerpunkt „kulturanthropologische Geschlechterforschung zu soziokulturellen Räumen und Prozessen der Bildung“ verpasst. Wer nicht weiß, was das sein soll, die begriffliche Monstrosität ist beabsichtigt. So kann man schlicht alles als neue „Genderperspektive“ auf Ethnologie verkaufen, auch das, was man den weißen Männern, die die Ethnologie theoretisch und praktisch begründet haben (Ruth Benedict und Magret Mead mögen es uns nachsehen) gerade gestohlen hat und nun als neue Entdeckung ausgibt.

Und weiter geht es im Mitessermodus:

Öffentliches Recht wird durch Geschlechterforschung als Fach diskreditiert, die Region Südasien zum Tummelplatz der Gender Studies erklärt, die Kulturwissenschaftliche Filmforschung, von der man auch ohne Gender Studies kaum begründen kann, was sie an einer Universität zu suchen hat, erhält die Gender Studies noch als Nutzlosigkeitsbeigabe, die Historische Anthropologie, für die Deutschland einmal berühmt war, weil es viele weiße Männer gab (und Dr. Diefenbach, die das im Linden-Museum in Stuttgart getan hat), die Speere gesammelt und klassifiziert haben und genau wussten, welcher geflochtene Deckelkorb aus welchem Teil von Südwestafrika stammt, muss nun um Geschlechterforschung erweitert werden, so als gäbe es historisch hier etwas zu forschen. Die Skandinavische Linguistik muss ihre Erkenntnis nun mit Gender Studies teilen, weil die Phonetik und die Grammatik anscheinend anders wird, wenn sie von einem weiblichen Sprechen angewendet werden, Didaktik der bildenden Kunst ist nur noch unter „Einbeziehung der Geschlechterforschung in der Lehre“ möglich, weil weibliche Schüler bildende Kunst anders nahegebracht werden soll als männlichen oder aufgrund anderer Hirngespinste.

Den Preis für besondere Belanglosigkeit hat die Professur „Familienrecht, Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen“ verdient. Warum? Weil die Rolle von grünäugigen, auf die – wie wir bis zum Beleg des Gegenteils behaupten – die Mehrzahl der Justizreformen zurückgeht und deren Re-Sozialisierung im Vergleich zu braunäugigen besonders erfolgreich verläuft, nicht auch berücksichtigt wird.

Die Antwort von Steffen Krach, für die Senatskanzlei „Wissenschaft und Forschung“ des Berliner Senats auf die Anfrage des Abgeordneten Martin Trefzer (AfD) zeigt in entlarvender Deutlichkeit, dass Gender Studies kein eigenständiges Fach, keine wissenschaftliche Disziplin, sondern ein Mitesser sind, der versucht, die Leistungen anderer Fächer zu usurpieren und für sich zu reklamieren. Das ist nicht verwunderlich, denn Gender Studies sind eine Schöpfung der Agitprop-Abteilung der UN mit dem Ziel, politischen Aktivismus in Gesellschaften und an Universitäten zu verankern, Aktivismus, dessen Ziel darin besteht, die Bürger der jeweiligen Gesellschaften erst zur Kasse zu bitten, um sie dann als traditionelle Rollendeppen zu brandmarken und umzuerziehen.

Man stelle sich vor, ein Fach, das der Durchsetzung der traditionellen Arbeitsteilung von Mann und Frau gewidmet ist, dessen Ziel darin besteht, die Gesellschaft zu mehr Toleranz und Achtung vor der traditionellen Ehe zu erziehen, in der der Mann der Ernährer ist, während die Frau den Haushalt führt. Das Geschrei gerade derer, die als politische Gender Studierte an Hochschulen installiert wurden, wäre mit Sicherheit das lauteste, weil sie nicht merken, dass sie hier gegen etwas anschreien, dessen Kehrseite sie durchsetzen wollen.

Gender Studies haben eben nichts an Hochschulen zu suchen, so wenig wie Marxismus-Leninismus etwas an Hochschulen zu suchen hat.

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6 Responses to Belegt: Gender Studies sind ein Mitesser-Fach – 38 [!sic] davon gibt es alleine in Berlin

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  2. Fiete says:

    Also, ich bin ja Angehöriger der sog. “bildungsfernen Schichten”.
    Und höre, resp. lese immer nur, daß man mit Gender-Studies zwar nix vernünftiges anfangen kann, Geld dafür aber stets reichlich bewilligt wird.
    Warum also aus der Not keine Tugend machen?
    So könnte ich mir durchaus vorstellen, daß man den Studiengang “Familienrecht, Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen” mit etwas finanziellem Aufwand durchaus einem insofern sekundären Nutzen zuführen könnte.
    Einfach einen dazu parallelen ( mögl. zeitgleich und räumlich nah beieinander ) “Familienrecht, Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rollen und deren Auswirkungen von feministischen Juristen” installieren.
    Plus eine kleine empirische Forschungseinheit, die nichts weiter zu tun hat, als absolut akribisch und exakt zu erfassen und dokumentieren, wann, wie und auf welcher Basis die erste Studentengruppe die zweite mobbt, niederbrüllt, tätlich angreift o.ä. und was sich dann daraus alles einigermaßen sicher ablesen lässt.

    Daraus könnte, bei entsprechender medialer Verbreitung ( möglw. in einer frühabendlichen Show, ungefähr wie “Dschungelcamp”, nur mit unverfälschten dokumentarischen Inhalten ) die ganze Republik einen nicht zu verachtenden Unterhaltungs- u. Informationsgewinn ziehen.
    Oder?
    ( Okay, wäre zunächst mal wohl ziemlich teuer, könnte sich in Folge der zu erwartende Ereignisse aber mindestens mittelfristig amortisieren, vielleicht sogar um ein vielfaches der Investitionskosten )

    Jedenfalls wäre das bedeutend lustiger, als der traurige Unrat, den man von solchen “Frauen”, wie Antje ( “xlannces”, oder so ) Hornscheidt o. Susanne Baer immer wieder lesen muß.

  3. labolg says:

    Gender Mainstreaming beachtet zu wenig gegebene Fakten und bedenkt nicht mögliche negative Folgen ihrer fraglichen Behauptungen und zwanghaften Implementierungen . So begeht z. B. die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neuro-physiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. zu negieren.
    Hinsichtlich von Gender Mainstreaming z. B. geforderter durchgehender Berufstätigkeit von Frauen weisen sorgfältige Recherchen überdies deutlich auf die beachtlichen Probleme der scheinbar alternativlos propagierten Krippe (Stresshormonausschüttung: Cortisol, Wachstumshormonreduktion infolge Schlafmangel, Zerstörung der für die frühkindliche Sprachentwicklung wichtigen Dyadenbindung an die Mutter, auf deren Stimme der Foet bereits ab der 20. Entwicklungswoche massiv fixiert ist) hin, wodurch z. B. mangelnde Stressresistenz und Angstbewältigung, Sprachentwicklungsstörungen (Lese- Rechtschreibstörungen) und auch ADHS teilweise zurückführbar sind. [Beleg: „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5

  4. Pingback: 38 Gender-Profx allein in Berlin « Ampelmaennchen und Todesschuesse

  5. Netzbeschmutzer says:

    Gender Studies als kritische Wissenschaft:

    Die angehenden Technikjournalistinnen und –journalisten sollen lernen, Technik multimedial und gut verständlich zu vermitteln. Zugleich erwarten wir von ihnen eine kritische Begleitung neuer technischer Entwicklungen. Sie sollen ihren Userinnen und Usern dabei helfen, die Bedeutung künstlicher Intelligenz für die Gesellschaft einzuschätzen, aber auch erklären, wer wieviel Geld in welche technischen Entwicklungen investiert und welche Interessen damit verbunden sind.

    Die Gender Studies helfen mit ihrem analytischen und kritischen Blick dabei, genau diese Fragen zu stellen und zu beantworten: Exemplarisch für viele andere Kategorien, die unsere Gesellschaft strukturieren, zeigen sie: Nicht jede technische Entwicklung kommt gleichermaßen Jungen und Alten, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen oder Männer und Frauen zugute. Und diejenigen, die Forschungsgelder in Technik investieren, tun dies nicht immer zum Wohle aller Mitglieder einer Gesellschaft.

    Auf einer pragmatischen, durchaus wirtschaftlich nutzbaren Ebene können die Gender Studies aber auch dabei helfen, Deutschland innovativer zu machen und das Potenzial und die Ideen von Frauen dabei zu nutzen.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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