Blödsinn mit Methode

Wir haben schon seit längeren einen Verweis auf Unsinn in unserer todo-Liste, den wir zunächst haben liegen lassen, weil der Unsinn, besser: Blödsinn, der Gender Studies Blödsinn, der es in unsere Mailbox geschafft hat, einen mit normalen Verstand begabten Menschen vor eine Herausforderung stellt, die man als Frage formulieren kann: Was macht man mit einem derartigen Blödsinn?

Die offensichtliche und naheliegende Antwort lautet: löschen und vergessen.

Aber der Blödsinn kommt von Hochschulen. Gender Studierte verbreiten ihre Leerformeln und ihre Phantasien von Hochschulen aus. Also haben wir uns gedacht: Selbst mit diesem Blödsinn müssen wir etwas machen, ihn zum Gegenstand machen, anhand dessen, man etwas zeigen kann. Und was kann man anhand von Blödsinn zeigen?

Einfach: Warum es Blödsinn ist und nichts an Hochschulen verloren hat.

Unser Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass ein Text, der mit Recht den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, eine konkrete Fragestellung behandelt. Die Fragestellung wird in einen Forschungsstand eingeordnet, vor dem Hintergrund einer Theorie oder theoretischer Vorstellungen werden Hypothesen entwickelt und diese Hypothesen werden getestet. Oder es wird konzeptionelle Arbeit geleistet und Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten diskutiert und verdichtet, in ein theoretisches System integriert oder – weniger aufwändig: in ein theoretisches Modell.

Wissenschaftliche Texte der beschriebenen Art zeichnen sich dadurch aus, dass sie zielgerichtet und auf einen konkreten Gegenstand, eine konkrete Fragestellung bezogen sind. Entsprechend kann man den Gegenstand, auf den sich die konkrete Fragestellung, die beantwortet werden soll, nicht einfach austauschen, ohne den Sinn des gesamten wissenschaftlichen Textes zu entstellen.

Gender Studies T Shirt
Im Gegensatz dazu kann man in den Texte von Wortakrobaten, die lediglich den Anschein erwecken wollen, Wissenschaftler zu sein, und zwar durch die Verwendung von wichtig klingenden Begriffen wie „integrative Perspektive“ oder „sozialtheoretische Problemstellung“ oder „sozial-ökologische Regime“, kurz Texte, in denen ein oder mehrere Autoren versuchen, den Lesern durch die Verwendung möglichst vieler abstrakter Begriffe, so den Geist zu benebeln, dass die anfälligen unter ihnen denken, der Text müsse ein ganz gelehrter sein, schon weil so komplizierte Begrifflichkeiten verwendet werden, nach Herzenslust herumschreiben und Wort ersetzen, ohne dass es jemand bemerkt. Denn die anscheinend komplizierten Begrifflichkeiten werden in einer Weise in einen Reigen von Leerformeln eingewoben, die es dem kritischen Geist erlaubt, den Blödsinn, der hier zur Methode gemacht wurde, offenzulegen, einfach dadurch, dass er einige der Begriff austauscht und zeigt, dass man mit dem selben Text ganz unterschiedlichen Blödsinn schreiben kann.

Und genau das haben wir mit dem Text, der in unsere Mailbox gekommen ist, getan. Wir haben in dem Text nicht mehr als 10 Worte ausgetauscht und in einem Fall einen Satz umgestellt. Herausgekommen ist fünfmal Blödsinn und wir fragen unsere Leser, welcher Blödsinn ist der, der in einer Zeitschrift der Gender Studies veröffentlicht wurde?

Option 1: Nachhaltiger Gendertod

facepalm-GodzillaVielfalt im Tod. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Bestattungsgestaltung

Der Tod ereilt jeden, er ist für alle da – für die Sterbenden, aber auch für die Totengräber und Bestattungsunternehmer. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Bestattungsbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Tod aus. Denn die Gesellschaft-Tod-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Bestattungsgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit dem Tod auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Bestattungsarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 2: Nachhaltiger Genderkaffee

Oh No!Vielfalt im Café. Chancengleichheit als Kriterium für nachhaltige Kaffeekränzchen

Cafes sind ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Gastronomieberufe. Dieser Artikel beleuchtet die frauendominierte Cafébranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Kaffeetrinken aus. Denn die Gesellschaft-Café-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Kaffeekränzchen heißen, Chancengleichheit im Zusammenhang mit dem Kaffeetrinken auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Gastronomiearbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 3: Nachhaltiger Genderacker

scully facepalmVielfalt auf dem Acker. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Gestaltung der Agrarwirtschaft

Die Landschaft ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Agrarberufe. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Agrarbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Natur aus. Denn die Gesellschaft-Natur-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Agrarwirtschaft heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Landschaftsnutzung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Agrararbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 4: Nachhaltiger Genderwald

Prof FacepalmVielfalt im Wald. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Waldgestaltung

Der Wald ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Waldberufe. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Waldbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Natur aus. Denn die Gesellschaft-Natur-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Waldgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Waldnutzung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Waldarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 5: Nachhaltige Genderfreizeit

Double facepalmVielfalt im Freizeitpark. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Freizeitgestaltung

Freizeit ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Freizeitberufe. Dieser Artikel beleuchtet die frauendominierte Freizeitbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Freizeit aus. Denn die Gesellschaft-Freizeit-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Freizeitgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Freizeitarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Na, welche sozialtheoretische Gender-Care-Nachhaltigkeits-Chancengleichheits-Perspektive ist der Blödsinn, der veröffentlicht wurde? Oder sind es gar mehrere, die veröffentlicht wurden?

Gender Blödsinn

AfD: Partei der Frauenmörder – Die SPD-Intelligentia in voller Fahrt

„G – what BS,“ das war unsere unmittelbare Reaktion auf den Hinweis, den wir der Muppet-Version von Jesus verdanken – einem treuen Leser von ScienceFiles. Eine Martina Tegtmeier, die irgendwo für die SPD kandidiert und für die SPD-Intelligentia (wir mögen den Begriff der Intelligentia, er erinnert so an [geistige] Incontinentia) repräsentativ ist, sie verlautbart das folgende:

tegtmeier

Zur AfD kommen wir gleich.

Halten wir uns zunächst mit der Behauptung auf, die Geschlechterforschung, also Gender Studies, hätte irgendetwas mit dem medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Erforschung des Herzinfarktes zu tun, sei gar ursächlich für das Erkennen von Unterschieden in den Symptomen die Männer oder Frauen zeigen, wenn ein Herzinfarkt sich ankündigt.

Zunächst zu den Symptomen. Bereits im Jahre 1992 hat der Berliner Arzt, Stefan N. Willich, der zu diesem Zeitpunkt am Klinikum in Steglitz beschäftigt war, ein Buch mit dem Titel „Der Herzinfarkt“ veröffentlicht, in dem er auf Unterschiede in den Symptomen eines sich ankündigenden Herzinfarktes hinweist, die zwischen Männern und Frauen bestehen, z.B. auf Seite 32 seines Buches, auf deren Daten die folgende Abbildung basiert.

Infarkt Symptome.jpg

Frauen haben also häufiger Schmerzen in Hals und Schulter als Männer, häufiger Übelkeit, Erbrechen und Dyspnoe (Atemnot) im Vorfeld eines Herzinfarkts als Männer. Das sind die einzigen signifikanten Unterschiede in der Symptomatik zwischen den Geschlechtern, denn Frauen zeigen ansonsten alle Symptome, die Männer auch zeigen, wenn sich ein Herzinfarkt ankündigt. Da alle Symptome, die Frauen häufiger zeigen als Männer dennoch auch von Männern gezeigt werden, besteht einerseits keine Gefahr, dass ein Herzinfarkt von einem Arzt, der nicht so geschlechtsteilversessen ist wie Martina Tegtmeier, übersehen wird, andererseits spielt Geschlecht im Hinblick auf die Symptomatik schlicht keine Rolle, da es keine Symptome gibt, die nur Männer oder nur Frauen zeigen. Tegtmeier erzählt Unsinn.

facepalm-GodzillaAber sie erzählt nicht nur Unsinn erster Ordnung, wenn Sie behauptet, die Diagnose eines Herzinfarktes sei geschlechtsspezifisch unterschiedlich, sie erzählt auch Unsinn zweiter Ordnung, wenn sie behauptet, ausgerechnet die Gender Studies hätten etwas dazu beigetragen, die Symptomatik des Herzinfarkts bei Männern und Frauen herauszuarbeiten. Man hat den Eindruck, dass Genderista, ob der immer häufiger werdenden Fragen nach dem Nutzen von Gender Studies und nach dem gesellschaftlichen Mehrwert, der davon ausgeht, immer verzweifelter werden und entsprechend immer absurdere Behauptungen aufstellen. Zwischenzeitlich scheinen sie alle Unterschiede, die es zwischen den beiden Geschlechtern im Hinblick auf was auch immer gibt, als Ergebnis der Gender Studies zu reklamieren. Für einen Bereich der Pseudo-Wissenschaft, von dem wir bis heute noch eine wissenschaftlich fundierte empirische Studie zu sehen hätten, ist das mehr als dreist.

Tatsächlich sind die Unterschiede in der Häufigkeit der Symptome eines sich ankündigenden Herzinfarktes zwischen Männern und Frauen schon so lange Gemeingut, dass die Aussage von Frau Tegtmeier der Aussage gleichkommt, dass wir den Gender Studies die Erkenntnis verdanken, dass Männer mehr Muskelmasse im Körper haben als Frauen. Vielleicht sind Genderista ja wahrnehmungsgestört. Die ersten speziell gynäkologischen Behandlungsinstrumente kann man übrigens in Museen besichtigen. Sie stammen in der Regal aus dem Mittelalter und wurden von Männern entwickelt.

Doch zurück zu den Symptomen. Das bereits zitierte Buch von Stefan Willich, der schon aufgrund zeitlicher Diskrepanz in keiner Gefahr steht, als Genderist angesehen zu werden, stammt aus dem Jahr 1992, aus einer Zeit also, als die Gender Studies erst noch von Ministerien etabliert werden mussten. So wenig wie man Kinder für die Straftaten ihrer Eltern verurteilen kann, kann man den Gender Studies die Forschungsergebnisse zuschreiben, die lange vor ihrer Erfindung produziert wurden. Das genau ist übrigens der Grund dafür, dass Dr. habil. Heike Diefenbach argumentiert hat, dass wir Gender Studies nicht brauchen. Alles, was in Gender Studies von den dort beschäftigten Gendersita als Ergebnis ihrer Forschung behauptet wird, ist entweder schon seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten Gemeingut der Wissenschaft oder derart trivial, dass man es nur unter Anwendung massiver Dosen von Schamlosigkeit als wissenschaftliches Ergebnis verkaufen kann. Beides zeigt indes nur die Unbildung von Genderista, womit wir wieder bei Martina Tegtmeier und ihrer Behauptung, den Gender Studies sei die Kenntnis des (weitgehend irrelevanten) Geschlechtsunterschieds in der Symptomatik eines sich ankündigenden Herzinfarktes zu verdanken.

Diese Behauptung ist frei erfunden, wie schon der Verweis auf Stefan Willich zeigt. Aber damit wollen wir es nicht bewenden lassen. Wir finden den Hinweis auf die etwas unterschiedliche Symptomatik im Kongresszentralblatt für die gesamte Innere Medizin und ihre Grenzgebiete aus dem Jahre 1938, im Handwörterbuch der praktischen Medizin, mit besonderer Berücksichtigung der inneren Medizin der Kinderheilkunde und ihrer Grenzgebiete (Neue deutsche Klinik) aus dem Jahre 1931 sowie im Handbuch der Neurologie aus dem Jahre 1935.

Wenn Tegtmeier nicht auch behaupten will, dass die Gender Studies eine Erfindung der Nazis sind, wird sie wohl oder übel einsehen müssen, dass der Unsinn, den sie behauptet, eben Unsinn ist oder sie wird zugeben müssen, dass sie den Unsinn frei erfunden hat. Beides wirft ein Schlaglicht auf den Charakter von Tegtmeier.

Um diesen Charakter zu bewerten, ist es demnach gar nicht notwendig, die Frage zu Beginn des gesammelten Unsinns von Tegtmeier zu berücksichtigen. Tun wir es dennoch, dann um unseren Eindruck vom Charakter zu prüfen, so wie das Prüfen (anstelle des bloßen Behauptens) von Annahmen eben in der Wissenschaft üblich ist, es unterscheidet Wissenschaft von Ideologie.

„Sollen Frauen sterben, weil ihre Symptome einer Erkrankung nicht erkannt werden?“, so fragt Tegtmeier.

Wir denken, der Schluss auf das, was wir auch bei Frau Tegtmeier, Charakter nennen wollen, zumal „Charakter“ ja positive und negative Ausprägungen annehmen kann, ist damit bestätigt. Wir wollen deshalb nur auf die absurden Prämissen dieser Frage hinweisen. Hier die Kaskade des Tegtmeierschen Unsinns:

Nuts in BedlamPrämisse 1: Symptome unterteilen sich in männliche und weibliche Symptome. Prämisse 2: Werden die Symptome einer Krankheit untersucht, dann werden vornehmlich oder ausschließlich männliche Symptome gefunden. Prämisse 3: Frauen müssen entsprechend sterben, weil ihre Symptome nicht gefunden werden. Warum? Prämisse 4: Weil Frauen eine abweichende Spezies sind, die mit Männern nichts teilt, nicht einmal die Symptome des Herzinfarkts oder die Notwendigkeit, den eigenen Organismus mit Nahrung zu unterhalten. Prämisse 5: Erst die Erfindung der Gender Studies hat dazu geführt, dass auch weibliche Symptome entdeckt wurden. Prämisse 6: Seither überleben Frauen. Vorher sind sie gestorben. Prämisse 7: Werden Gender Studies abgeschafft, dann werden auch keine weiblichen Symptome mehr entdeckt und Frauen werden wieder sterben. Prämisse 8: Die AfD will Gender Studies abschaffen und ist deshalb eine Partei der Frauenmörder.

Wie sich die Tatsache, dass die meisten Ärzte heute weiblich sind, zu diesen Prämissen verhält, ist eine Frage, zu der wohl nur Tegtmeier etwas einfällt – wie zu befürchten steht. Und wie es sein kann, dass Frauen und Männer mit denselben Medikamenten und Verfahren gegen Herzinfarkt behandelt werden, wo sie doch so unterschiedlich sind, ist eine weitere Frage, die man nur in Einklang mit den Prämissen bringen kann, wenn man eine geistige Verfassung inne hat, wie Tegtmeier sie zu haben scheint.

Arbeitet die SPD eigentlich daran, die Bevölkerung in Deutschland zu verdummen? Oder soll hier eine intellektuelle Niveauabsenkung, der Bevölkerung auf das Niveau der SPD vorgenommen werden?

Und kennt jemand eine gute Klinik, in der derart anscheinend weibliche Symptome, wie sie Tegtmeier zeigt, behandelt oder doch zumindest beaufsichtigt werden können?

Willich, Stefan N. (1992). Der Herzinfarkt. Darmstadt: Steinkopff.


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Das hat die Soziologie nicht verdient: Ilse Lenz trägt vor

Das dritte ISA-Forum of Sociology, ein Treffen der International Sociological Association, es findet dieses Jahr in Wien statt. Mit Ilse Lenz. Dieses Highlight wollte uns ein Leser nicht ersparen. Deshalb hat er uns die entsprechende Ankündigung geschickt.

Ilse Lenz, für alle die es nicht wissen, hat Probleme mit gerichtlichen Freisprüchen, hat, als sie noch an der Universität Bochum einen Lehrstuhl besetzte, akademische Abschlüsse wohl ohne Anspruch auf wissenschaftliche Methoden und Standards vergeben und tingelt seitdem sie emeritiert wurde, mit dem von Steuerzahlern finanzierten Wanderzirkus der Anti-Feminismus-Lamentierer durch Deutschland und weigert sich ansonsten, einfache Fragen zur Wissenschaftlichkeit der Gender Studies zu beantworten (vermutlich weil Sie sie nicht beantworten kann, denn Gender Studies und Wissenschaft sind inkompatibel).

Lenz UnsinnDenn eines ist Ilse Lenz ganz besonders: Ein alter Gender-Studies-Kämpfer für die Gleich … -stellung, -macherei, -heit, -strömung, -bürstung, irgendwas solange es nur gleich ist. Als solche hält sie einen Vortrag in englischer Sprache, in Wien, beim dritten ISA Forum, im Hörsaal II des Neuen Institutsgebäudes, am Mittwoch den 13. Juli, 15 Uhr.

Und damit auch keine Zweifel mehr darüber bleiben, dass es sich bei Gender Studies nicht um Wissenschaft und bei Vertretern derselben nicht um Wissenschaftler handelt, haben wir uns der Mühe unterzogen, das Abstract zum Vortrag ins Deutsche zu übersetzen.

Links findet sich der Lenzsche Versuch (besser das Lenzsche Vergehen) am Englischen, in der Mitte die wörtliche Übrsetzung und rechts unsere Übertragung ins Deutsche.

Lenzsche Beschwörungsformeln Wörtliche Übersetzung Tatsächlicher Inhalt
The paper will argue that presently the gender order in postindustrial welfare states is in a process of transformation with open end. Im Text wird argumentiert, dass die Geschlechterordnung in postindustriellen Wohlfahrtsstaaten derzeit einem Prozess der Transformation unterworfen ist, dessen Ende nicht absehbar ist. Die Geschlechterordnung ändert sich.
This is not only a result of the current crisis but of internal structural and institutional changes and global influences and interchanges. Das ist nicht nur ein Ergebnis der momentanen Krise, sondern auch von internen Strukturen und institutionellen Veränderungen und globalen Einflüssen und Wechselwirkungen. Alles hängt irgendwie mit irgendwas zusammen, innen und außen; Veränderung führt zu Wandel
Main actors driving this transformation are global capitalism with its increasing economisation and flexibilisation of workforces, gender movements mobilising for equality and diversity of gender and sexualities, internet communities propelling international and transnational discourses and communications and political actors on the global and national level in the global multilevel system. Die wichtigsten Akteure, die diese Transformation hervorbringen sind der globale Kapitalismus, der eine zunehmende Ökonomisierung und Flexibilisierung der Arbeitskräfte zur Folge hat, Gender Bewegungen, die für Diversität, Gleichheit der Geschlechter und Sexualitäten mobilisieren, Internetgemeinschaften, die internationale und nochmal internationale Diskurse und Kommunikationen antreiben und politische Akteure auf der globalen und nationalen Ebene und im globalen Multiebenensystem. Uff. Also: Kommunikation ist nicht gleich Diskurs, politische Akteure sind auf allen Ebenen und zwischen allen Ebenen gleichzeitig, Genderbewegte mobilisieren für Geschlecht und Sexualität und der Kapitalismus ökonomisiert und flexibilisiert und alles zusammen transformiert. Was? Keine Ahnung. Es transformiert halt irgendwas, nach irgendwo zu irgendwas, was wieder ein offenes Ende hat und global, vor allem global ist und sich verändert – oder so.
Thus, I will argue for an action-oriented perspective and theorising the interconnections between actors effecting institutional change on the mesolevel and structural transformation at the macro-level. Deshalb werde ich für eine handlungsorientierte Perspektive argumentieren, und die Verbindung zwischen Akteuren, die instutionellen Wandel auf der Meso-Ebene und strukturelle Transformationen auf der Makro-Ebene beeinflussen, theoretisieren. Akteure agieren miteinander und aus handlungstheoretischer Sicht hat die Interaktion zuweilen ein Ergebnis, zuweilen auch nicht. Manchmal gründen Akteure eine Institution, dann wandelt sich etwas auf der Meso-Ebene. Manchmal gibt es eine Revolution, dann ändert sich etwas auf der Makro-Ebene. Was das Ganze mit der Geschlechterordnung zu tun hat? Keine Ahnung.
But the transformation on the macro level and the institutional changes are interlinked with a deep going cultural change in the understanding of gender: Its meaning is shifting internationally from dualistic biologistic gender dualism to gender diversity embracing diverse social gender and sexual representations and practices. Aber die Transformation auf der Makro-Ebene und auf der institutionellen Ebene sind mit einem tiefgehenden kulturellen Wandel im Verständnis von Geschlecht verbunden: Die Bedeutung von Geschlecht verändert sich international von einem dualen Geschlechtsdualismus zu einer Geschlechts-Diversität, die diverse soziale Geschlechter und sexuelle Repräsentationen und Praktiken umfasst. Alles Leben ist Geschlecht. Geschlecht, nicht männlich und weiblich, sondern alles, was man sich so an Geschlecht einbilden kann, es treibt die Transformation und den Wandel, auf allen Ebenen und international.
I will argue that theorising on macro transformation and institutional change on the meso level should be related to cultural change. Ich werde argumentieren, dass Makro-Transformationen und institutioneller Wandel auf der Meso-Ebene auf kulturellen Wandel bezogen werden sollten. Die Trivialität des Jahrtausends von Lenz neu entdeckt: Weil Menschen handeln und Menschen, dann wenn sie anders handeln als bislang, Wandel hervorbringen, deshalb muss man den Wandel auf die handelnden Menschen und das die handelnden Menschen verbindende einer gemeinsamen Kultur zurückbinden.

Man kann Genderisten wirklich nicht nachsagen, sie würden sich nicht alle Mühe geben, jeden Zweifel dahingehend, ob Gender Studies zur Wissenschaft gehören oder nicht, zu zerstreuen und eindeutig Position zu beziehen und einmal mehr deutlich zu machen: Mit Wissenschaft haben Gender Studies gar nichts zu tun.

Und wenn Sie bis eben noch Lust hatten, am Dritten ISA Forum of Sociology in Wien teilzunehmen, dann sollte sie Ihnen nach dieser geballten Lenzschen Ladung an Unsinn eindeutig vergangen sein, und wir sind einmal mehr genötigt feszustellen, dass wissenschaftliche Freiheit nicht bedeutet, jeden Unsinn auf wissenschaftlichen Kongressen zuzulassen, sondern sich auf jede ernstgemeinte Forschung bezieht.

Wenngleich es natürlich eine gewisse Würze hat, sich vorzustellen, Lenz reicht ihre Erkenntnisse über das nicht-duale Geschlecht als Beitrag zu einer Tagung des Bundesverbands Deutscher Urologen zur Diskussion ein. Der Unterschied zwischen ernstzunehmender Wissenschaft und der immer mehr unter dem Einfluss von politischer Korrektheit und Genderunsinn leidenden Soziologie, er wird daran ganz schnell deutlich werden.


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Recht auf Dummheit? Gender Studies Tag bei ScienceFiles

Manchmal traut man sich gar nicht, nach ein paar lazy days die Mailbox aufzurufen. Wir haben sehr viele aktive Leser… Ganz zu schweigen von unseren Korrespondenten, die sich mit Themen ihrer Vorliebe befassen, wie z.B. unser Peter Trier, der sich zum Professorinnenprogramm-Spezialisten entwickelt hat (dazu bald mehr). Allen, die uns regelmäßig oder ab und zu mit Informationen versorgen, gilt einmal mehr unser herzliches Dankeschön.

Ein Hinweis, der schon seit ein paar Tagen etwas Schimmel angesetzt hat, hat einen Beitrag in der taz zum Gegenstand. Eine Katja Sabisch, die an der Ruhr-Universität einen Le(e)(h)rstuhl [Unzutreffendes streichen] für Gender Studies besetzt, hat einen Beitrag unter der Überschrift „Hier wird Stimmung gemacht“ für die taz geschrieben. Wir haben den Beitrag gelesen und: Von Stimmung keine Spur. Von wegen, hier wird Stimmung gemacht. Ein leeres Versprechen. Statt Stimmung gibt es Gejammer. Statt dass etwas gemacht wird, wird etwas beklagt. Gendersita wie sie eben so sind, immer passiv, immer weinerlich, immer Opfer und immer an nichts schuld. Woran auch? Die machen ja nichts.

Nichts?

Fast nichts!

Denn: Sie machen Wissenschaft lächerlich. Z.B. nach der Methode Sabisch. Die Methode Sabisch besteht darin, gelehrt daher zu schwätzen, Worte zu gebrauchen, die gut und gelehrt klingen, Worte wie „Erkenntnistheorie“. Gender Studies so behauptet Sabisch, Gender Studies seien eine Erkenntnistheorie und als solche „mindestens so voraussetzungsvoll wie Astrophysik“. Voraussetzungsvoll soll bedeuten, dass nicht jeder Trottel Gender Studies betreiben kann, sondern nur wenige Eingeweihte, die die hohen Anforderungen, die mindestens so hoch sind, wie die für Astrophysik erfüllen. Er muss die Gender Studies Erkenntnistheorie beherrschen.

Die kennen Sie nicht, die Gender Studies Erkenntnistheorie?

Hier kommt Sie: „… der wissenschaftliche Blick [darf] nicht vor dem vermeintlich Natürlichen Halt machen“, denn: „alle Phänomene sind kulturell situiert“. Na, wie klingt das? Mehr? Sie haben es nicht anders gewollt: „Vielmehr werden sie [also alle Phänomene] mit bestimmten Bedeutungen aufgeladen, die historisch zwar variabel, aber sozial wirksam sind. Geschlecht ist daher immer noch ein gesellschaftlicher Platzanweiser“.

Das also ist die Erkenntnistheorie der Gender Studies: Phänomenen wird eine gesellschaftliche Bedeutung zugewiesen, die sich über Zeit ändert, aber [Warum aber?] sozial wirksam ist, und Geschlecht ist ein solcher gesellschaftlicher Platzanweiser, wie es z.B. Professor war, bevor es Gender Studies gab. Seither muss man differenzieren, zwischen richtigem Professor und Gender-Professor. Die Differenzierung beschreibt den Wandel und der Wandel, er ist sozial wirksam. Früher konnte man sagen: „Ich bin Professor“. Heute muss man sagen: „Ich bin Professor für Astrophysik“, um Mutmaßungen zuvor zukommen, Mutmaßungen, wie der, dass heute jeder Knilch Professor für irgendetwas Belangloses werden kann, etwas so Belangloses z.B. wie die Gender Studies, deren Erkenntnistheorie darin besteht, dass Begriffe soziale Konventionen sind, die eine soziale Bedeutung an Objekte und Phänomene herantragen.

Die Wissenschaft hat, nachdem es nur wenige Tausend Jahre her ist, dass u.a. Aristophanes auf diese Bedingtheit der Erkenntnis hingewiesen hat, geradezu darauf gewartet, dass Gender Studierte entdecken: „Hey, Begriffe haben eine Bedeutung und zuweilen eine soziale Bedeutung.“

Nun mag diese Erkenntnis im Einzelfall als großer intellektueller Durchbruch gefeiert werden, aber das macht aus der nachholenden Erkenntnis wissenschaftlicher Gemeinplätze keine Erkenntnistheorie. Warum nicht? Weil eine Erkenntnistheorie mehr ist, als eine Behauptung über etwas, wie Sabisch meint. Erkenntnistheorie beginnt da, wo eine Methode ersonnen wird, um für andere nachvollziehbar und überprüfbar zu begründen, warum Begriffe soziale Bedeutung tragen, woran man die soziale Bedeutung erkennt, wie man sie misst, wie man sie erklärt, wo sie relevant ist, und vor allem beginnt die Erkenntnistheorie da, wo der Gegenstand des Interesses von der Theorie über die Erkenntnismöglichkeiten getrennt wird. Zu behaupten, dass Begriffe sozial überformt sind, ist also keine Erkenntnistheorie, nicht einmal eine tiefgreifende Erkenntnis, sondern eine Trivialität:

Damit Katja Sabisch eine Idee davon erhält, was eine Erkenntnistheorie ist und was der Gegenstand einer Erkenntnistheorie ist, hier ein kurzer Beitrag, in dem Karl Raimund Popper seine Erkenntnistheorie beschreibt:

 

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Geschenkte Doktortitel, weiße Männer und viel Ahnungslosigkeit

Ist es nicht seltsam, dass bei all der Empörung über Plagiate, die als eigene wissenschaftliche Arbeiten eingereicht und von wohlmeinenden Doktorvätern durchgewunken wurden, eine Frage nie gestellt wurde? Welche Frage? Na die nach der Qualität der deutschen Wissenschaft, danach, ob denn unter den Arbeiten, die als Eigenleistung durchgehen, nicht welche sind, immer mehr sind, die zwar keine Plagiate darstellen, deren Qualität aber so niedrig ist, dass man feststellen muss: Hier wurde ein Doktortitel verschenkt, die Qualifikation all jener, die einen Doktortitel redlich erworben haben, relativiert und darüber hinaus eine Situation geschaffen, die sich nur unwesentlich von der unterscheidet, die entsteht, wenn ein Plagiator einen Doktortitel erhält.

Wir schreiben das, nachdem uns ein Buch, eine Dissertation auf den Tisch gekommen ist, deren Besprechung demnächst in einem Fachjournal zu lesen sein wird (wir werden davon berichten), die nicht einmal die rudimentärsten Anforderungen an eine Dissertation erfüllt – eigentlich nicht einmal die Anforderungen, die man an eine Bachelorarbeit stellen würde. Die Arbeit ist einfach nur schlecht, von einer ideologischen Besessenheit durchdrungen, und ihre Autorin bar jeglicher methodischer und theoretischer Kenntnisse.

Wie konnte es dazu kommen, dass Teile der deutschen Wissenschaft derart verkommen sind? Wie kann es sein, dass Doktortitel verschleudert werden und damit die Arbeit all derer, die einen Doktortitel redlich erwerben, die den wissenschaftlichen Ansprüchen an eine Dissertation genügen, relativiert wird?

Nun, die Antwort kann man auf zwei Ebenen finden. Die erste Ebene, die der Hochschulen und Universitäten hat nicht durch die Bachelorisierung, sondern durch die Ideologisierung der Hochschulen einen weitgehenden Verlust wissenschaftlicher Standards, Methodenkenntnisse und Techniken gesehen. Verantwortlich dafür, ist der Einzug von Ideologen, die dafür sorgen, dass das Ansehen von Wissenschaft zerstört, Hochschulen als Orte, an denen Wissenschaft betrieben wird, diskreditiert und Methoden und Standards, die einst Wissenschaft ausgemacht haben, erodiert werden.

KuhnDeutlich wird dies am Beispiel der Soziologie, einer Sozialwissenschaft, die in der Terminologie von Thomas Kuhn an der Grenze von einer Vor- zu einer Normalwissenschaft stand. Und dann haben die Ideologen Einzug gehalten, vor allem die Genderista. Für die Soziologie hat dies ein abruptes Ende theoretischer Diskussionen zur Folge gehabt. Der Rational-Choice-Ansatz, bis zum Einzug der Genderista so etwas wie der Hoffnungsträger soziologischer Theoriebildung, er ist weitgehend verschwunden. Die Methode der Hypothesenableitung und –prüfung, die mit vornehmlich quantitativem Instrumentarium verbunden wurde, sie ist der qualitativen Sozialforschung gewichen, die sich weitgehend auf das Fallenlassen von Begriffen reduziert. Man sagt „Instrumentarium der Grounded Theory“ und fühlt sich erhaben, man führt so genannte Expertengespräche und hofft, dass die vermeintlichen Experten die eigene Ahnungslosigkeit reduzieren und man treibt Diskursanalysen, schwätzt und schwätzt und schwätzt, ohne Sinn und Zweck, seitenweise, ohne roten Faden, theoretischen Rahmen und methodische Begründung. Die Schwatzbude der reflektiven intersektionalen Beschauung heteronormativer, vielleicht auf interkulturell-diversifizierter Trivialitäten, sie hat das Erkenntnisinteresse verdrängt und die Soziologie vom Fach auf dem Sprung zum Fach, in dem um ein Verständnis von Wissenschaftlichkeit gekämpft werden muss, reduziert. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die Ideologisierung der Sozialwissenschaften die deutschen Sozialwissenschaften weit hinter die Aufklärung zurückgeworfen haben und eine geistige Engstirnigkeit und professionelle Ahnungslosigkeit salonfähig gemacht haben, die man unter rationalen Wesen nicht für möglich gehalten hätte.

Ähnlich wie am Beispiel der Soziologie beschrieben, wurden mit den Gender Studies Hochschulen gekapert und mit Unterstützung eines politisch-korrekten Diskurses, der Hochschulen von Ministerien ebenso aufgezwungen wurde, wie die Lehrstühle für Gender Studies, eine Atmosphäre produziert, in der sich Wissenschaftler lieber in den Elfenbeinturm zurückziehen, um dort Wissenschaft zu betreiben, als sich mit den Kadern der Gender Studies und ihrem ideologischen Auftrag auseinanderzusetzen. Letztere nutzen den dadurch geschaffenen Freiraum, um nun ihrerseits Hinz und Kunz mit akademischen Titeln zu versorgen und auf diese Weise eine Erosion von Standards und Methoden, von Wissenschaft als solcher zu betreiben.

Die beschriebene Entwicklung vollzieht sich in einem gesellschaftlichen Klima, in dem toleriert wird, dass es in öffentlich lesbaren Printerzeugnissen, in Tageszeitungen, für die manche sogar Geld ausgeben, möglich ist, Unsinn wie den folgenden abzusondern:

“Die Gender Studies sind tatsächlich ein Betrug an der Wissenschaft, zumindest an jener im altertümlichen Sinne einer unveränderbaren Erkenntnis verstandenen, einer, die an Objektivität der ForscherInnen glaubt, an eine Wahrheit gar. Dieser geht die Selbstreflektion vollkommen ab. Denn diese Wissenschaft betreibt der kleine Gott – ein Mensch, der sich in dieser von Ausschüssen und Hierarchien zerfressenen Welt nicht hinterfragen muss. In der Regel ist das der bürgerliche weiße heterosexuelle Mann“.

Das schreibt eine Sonja Vogel in der Taz, in der sie beschrieben wird als „taz2-Redakteurin und Teilzeitverlegerin, Geschlechter- und Osteuropawissenschaftlerin“.

Geschlechterwissenschaftlerinnen zeichnen sich also dadurch aus, dass sie einem Wissenschaftsverständnis anhängen, das zuletzt vielleicht im 16. Jahrhundert gesichtet wurde, bevor die empirische Wissenschaft Einzug gehalten hat und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer kritisch-rationalen Wissenschaft weiterentwickelt wurde, die dem Erkenntnisgewinn als Ziel der Wissenschaft verschrieben war. Auf die Suche nach der Wahrheit macht sich bestenfalls noch die Katholische Kirche und die – wie man so hört – nur noch bedingt. Wenn also Frau Vogel einen Glauben an die Objektivität und die Wahrheit sieht, dann muss dieser Glaube an die Objektivität und die Wahrheit bei ihr verankert sein. Vermutlich wäre ihr die Tatsache, dass ihre Vorstellung bestenfalls von Gender Studierten geteilt wird, mit etwas Selbstreflektion aufgefallen, aber das fehlt den weißen, bürgerlichen und zumeist a-sexuellen Nicht-Männern, die sich z.B. in Zeitungen über etwas aufregen, eine Wissenschaft, wie sie schreiben, die außer ihnen selbst und der Gender Studierten Sekte niemand sieht.

Der Niedergang der Sozialwissenschaften in Deutschland, er findet in einem Klima des kompetenzlosen Tagtraums kognitiv a-normaler, weißer, bürgerlicher und a-sexueller Nicht-Männer statt und wird an Universitäten durch Gender Studierte Kader umgesetzt, die zwar nicht wissen, was Wissenschaft ist, aber ganz genau wissen, dass sie von weißen Männer betrieben wird, die Wahrheit gefunden haben und Objektivität besitzen und alle heterosexuell sind. Auf so ein Feindbild muss man erst einmal kommen. Und wenn man auf ein solches Feindbild kommt, dann sagt die Wissenschaft, dann sagen die entsprechenden Forschungsergebnisse der Sozialpsychologie vorher, dass der, dem diese Ideen kommen, mit hoher Wahrscheinlichkeit ein an Geist und Leben gescheiterter Versuch, Persönlichkeit zu sein, ist.

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Der Mythos von der „sozialen Konstruktion“

network.pngBeim Stöbern haben wir einen lesenswerten Beitrag von Alexander Ulfig gefunden, in dem den Gender Studies der Boden, auf dem sie sich wähnen, unter den Füßen weggezogen wird.

Es wird langsam eng für die Gender Studies:

das haben wir wiederholt dargestellt.

Und nun nimmt Ihnen Alexander Ulfig auch noch das Allzweckspielzeug der sozialen Konstruktion weg…

Der Mythos von der „sozialen Konstruktion“
VON AULFIG · 14. MÄRZ 2016

Der Begriff „soziale Konstruktion“ spielt eine Schlüsselrolle in den Gender Studies. Die Vorstellung, dass das soziokulturelle Geschlecht (Gender) eine soziale Konstruktion sei, wird dort als eine Selbstverständlichkeit betrachtet.

Sie bildet das Fundament, auf dem Gender Studies aufgebaut werden, obgleich der Begriff der sozialen Konstruktion dort nicht genauer bestimmt wird.

Nach einführenden Erläuterungen zum Begriff der sozialen Konstruktion werde ich zeigen, dass im Sozialkonstruktivismus die Begriffe „Konstruktion“ und „Produkt“ oft miteinander verwechselt werden. In einem weiteren Schritt möchte ich die Grenze markieren, an die das soziale Konstruieren stößt. Schließlich werde ich die im Untertitel angezeigte Frage diskutieren, inwiefern sich der Sozialkonstruktivismus besonders gut dafür eignet, eine bestimmte Politik zu betreiben.

WEITERLESEN IM BLOG VON ALEXANDER ULFIG

 

Je mehr weibliche Professoren, desto weniger Forschung, Offenheit und gesellschaftliche Relevanz

Wir haben wieder einmal gerechnet.

Anlass war eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die wie folgt beginnt:

„Im Jahr 2013 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen /Gesundheitswissenschaften der Universitäten) im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 255 400 Euro ein.

Wie gleich wir doch alle plötzlich wieder sind, und wie wenig Wert auf die ansonsten obligatorische Differenzierung nach Geschlecht gelegt wird.

Statistisches Bundesamt Drittmittel ohne GeschlechtDas hat uns misstrauisch gemacht. Deshalb haben wir gerechnet, mit Daten des Statistischen Bundesamts, Daten aus Fachserie 11, Reihe 4.4: Personal an Hochschulen, aus Fachserie 11, Reihe 4.3.2: Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen und mit den Daten aus der Pressmeldung. Es war ein ziemliches Zusammensuchen der Daten, aber am Ende sind wir fündig geworden und konnten die Verteilung der Drittmittel nach Geschlecht berechnen, ein wichtiges Datum, auf dessen Grundlage sich vor dem Hintergrund, dass mit allen Mitteln weibliche Professoren an Universitäten installiert werden sollen, einige Prognosen für die Zukunft aufstellen lassen.

Doch zunächst zu Drittmitteln. Das Statistische Bundesamt definiert Drittmittel wie folgt:

„Drittmittel sind Mittel, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Drittmittel können der Hochschule selbst, einer ihrer Einrichtungen (z.B. Fakultäten, Fachbereichen, Instituten) oder einzelnen Wissenschaftlern im Hauptamt zur Verfügung gestellt werden. Nicht zu den Drittmitteln zählen Mittel des Trägerlandes.“

Man kann Drittmittel somit als Indikator für die Relevanz der Forschung und das Interesse an der Forschung, die an Universitäten betrieben wird, ansehen. Entsprechend ist die Höhe der Drittmittel ein Indikator für die gesellschaftliche Relevanz von Universitäten bzw. die Ab-Schließung von Universitäten gegenüber dem Rest der Gesellschaft.

Auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes haben wir daher berechnet, welche Verteilung sich ergibt, wenn man das Geschlecht des Professoren, das in sonstigen Veröffentlichungen immer so wichtig ist, berücksichtigt.

Es ergibt sich diese Verteilung:

  • Ohne medizinische Einrichtungen zu berücksichtigen hat das Statistische Bundesamt errechnet, dass pro Professor „Drittmittel in Höhe von 255 400 Euro“ eingeworben werden.
  • Unsere Berechnung hat ergeben, dass ein männlicher Professor durchschnittlich Drittmittel in Höhe von 253.841 Euro einwirbt, während ein weiblicher Professor Drittmittel in Höhe von durchschnittlich 181.177 Euro einwirbt (also ein Drittmittel Gender Gap von 30,2%).

Nimmt man die Höhe der Drittmittel als Indikator für die Offenheit und die Forschungsorientierung von Universitäten sowie für die gesellschaftliche Relevanz der Forschung, dann muss man feststellen, dass männliche Professoren im Durchschnitt mehr an Forschung orientiert sind, ihre Forschung mehr gesellschaftliche Relevanz hat und sie offener sind als weibliche Professoren.

Wie sich der Anteil weiblicher Professoren auf die Offenheit, Forschungsorientierung und Relevanz dessen, was an Universitäten geforscht wird, auswirkt, zeigt die folgende Abbildung: Je höher der Anteil der weiblichen Professoren in einem Fachbereich, desto geringer die eingeworbenen Drittmittel, desto geringer also Offenheit, Forschungsorientierung und Relevanz des entsprechenden Fachbereichs.

Drittmittel und Geschlecht

Der dargestellte Zusammenhang ist stark. Der Anteil der weiblichen Professoren und die Höhe der eingeworbenen Drittmittel nach Fachbereichen korrelieren mit einem r von -.69, d.h. mit jedem weiblichen Professor, der in einem Fachbereich installiert wird, sinkt die Höhe der eingeworbenen Drittmittel um durchschnittlich 69%.

Das sind deutliche Indikatoren dafür, wohin die Reise an deutschen Universitäten geht, in Richtung einer abschlossenen Institution, einer nahezu totalen Institution, an der Inhalte gelehrt werden, die keine gesellschaftliche Relevanz haben, keinen Mehrwert produzieren, keinerlei Interesse bei Akteuren erwecken, deren Ziel darin besteht, den Wohlstand zu vermehren, kurz: Universitäten schmoren mit jedem weiblichen Professor, der z.B. über das Professorinnenprogramm installiert wird, um anschließend die Bedeutung der Berücksichtigung von Geschlecht beim CNC Fräsen zu lehren, mehr im eigenen Saft. Es sinkt die Offenheit, die Relevanz und die Bedeutung von Universitäten. Sie werden immer mehr zu Abladestellen für akademische Hartz-IVler, deren Zweck darin besteht, gesellschaftlichen Wohlstand zu verbrauchen, nicht ihn zu schaffen.

Was das für den Forschungsstandort Deutschland bedeutet, das kann sich jeder selbst an seinen fünf Fingern der rechten Hand abzählen.

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T-Shirts des Wahnsinns: Eine Horrorgeschichte von der TU-Berlin

Wir berichten in diesem post wieder einmal von Unsinn, großem Unsinn.

Frage vorab, wo kommt der Unsinn her?
Kommt er aus Berlin, Köln oder Mannheim?

Wer Berlin getippt hat, hat Recht.

Folgefrage:
Hat der Unsinn mit Gender Studies zu tun?

Wer „ja“ gesagt hat, eingedenk der Tatsache, dass Berlin, Gender Studies und Unsinn eine neue Legierung darstellen, die über den gesunden Menschenverstand gestülpt werden soll, wie eine Eiserne Jungfrau im Mittelalter um den entsprechenden Delinquenten, der hat Recht.

Es geht um ein Forschungsprojekt, das die Studenten von Sabine Hark und Petra Lucht durchgeführt haben.

Ein unglaublich innovatives Forschungsprojekt, das wie folgt beschrieben wird:

TU Horror„Sie haben 501 Kindersprüche auf T-Shirts für Jungen und Mädchen analysiert. Das Ergebnis war für sie selbst überraschend. Geschlechterstereotype Rollenbilder fanden sich bei allen elf untersuchten Marken in allen Preissegmenten.“

Die „Analyse“ besteht im Wesentlichen aus einer Auszählung, in deren Verlauf herausgekommen ist, dass auf T-Shirts von Mädchen häufig Adjektive wie „little“, „sweet“, „happy“ oder Nomen wie „Love“, „Girl“ oder „Princess“ standen, während Jungen mit Adjektiven wie „crazy“, „cool“ und „wild“ bzw. Nomen wie „Team“, „King“ und „Rebel“ herumlaufen mussten. Dass diese Ergebnisse für die Forschenden überraschend gewesen sein sollen, ist natürlich gelogen, denn hätten sie etwas Entsprechendes nicht erwartet, sie hätten sich keine Jungen und Mädchen T-Shirts vorgenommen. Wie sonst kommt man auf einen derartigen Forschungsgegenstand?

Was macht man nun mit dieser Furchtbarkeit, die „happy“ und „sweet“ auf Mädchen T-Shirts und „crazy“ und „cool“ auf Jungen T-Shirts sieht?

Man interpretiert sie, und zwar so:

„Stereotype Geschlechterbilder – diese Erkenntnis der Erziehungswissenschaft konnten die Studierenden mit ihrer Studie untermauern – gelangen auf vielfältigsten Wegen mittels Gesten oder alltäglichen Entscheidungen in die Köpfe von Kindern und beeinflussen so auch die Art, wie sie sich selbst empfinden.“

hummel tshirtDas ist nun wirklich ein erstaunliches Ergebnis: Man analysiert Sprüche auf T-Shirts und findet eine Verbindung zwischen den T-Shirts und „Köpfen von Kindern“, die Köpfe der Kinder, so der einzige Schluss, den diese paranormale Erkenntnis zulässt, werden von T-Shirts und vor allem von den Sprüchen auf den T-Shirts geschlechts-selektiv gesteuert. Kommt demnach ein Mädchen in ein Mode-Outlet, dann wird das entsprechende „süsse“ T-Shirt aktiv wie ein RFID-Chip und nimmt Verbindung zum Kopf des Mädchens auf, das sich ab sofort nicht nur süss findet, sondern das süsse T-Shirt auch gleich kauft.

Soviel zur Mär vom Freien Willen. Sie sehen, wir alle sind von außen gesteuert, T-Shirt gesteuert, es sind die T-Shirts, die die Käufer wählen, nicht etwa die Käufer, die sich für ein bestimmtes T-Shirt entscheiden. Die Erkenntnis aus Berlin dürfte das Marketing revolutionieren, dessen Vertreter immer noch von der irrigen Überzeugung ausgehen, Käufer würden Kaufentscheidungen treffen.

Falsch: T-Shirts treffen die Entscheidung gekauft zu werden und sie gehen dabei, hinterliste Baumwolle, die sie nun einmal sind, geschlechtsspezifisch vor, sprechen Mädchen da an, wo sie besonders verwundbar sind, bei ihrer Trägheit, die sie denken lässt, es reiche, sich wie eine „Prinzessin“ und „süß“ zu fühlen, um im Leben erfolgreich zu sein,  z.B. dabei einen Prinzen zu finden, der „crazy“ und „King“ genug ist, die Prinzessin durchzufüttern.

Und als hätte dieser Unsinn nicht schon ausgereicht, kommt Petra Lucht und macht das, was man nur in Berlin kann: Unsinn steigern:

„Die geschlechtsbedingten Vorurteile sind den meisten in unserer Gesellschaft gar nicht bewusst … [Potzblitz: So offen wurde das komplette Scheitern der Gender-Indoktrination noch nie eingestanden. Damit hat sich weitere Förderung der Gender Studies erledigt, denn: It is an utter and complete waste of taxpayers‘ money!] Geschlechterstereotype – das sieht man sehr eindrücklich an den T-Shirt Sprüchen – werden uns übergestreift wie eine zweite Haut“.

Puma JungentshirtGestern hatten wir das Gehirn ohne Hochschulabschluss, das xenophob ist, heute haben wir den Zombie, dem sein T-Shirt sagt, wie er die Welt zu sehen hat. Wie gut, dass es Erleuchtete wie Sabine Hark und Petra Lucht gibt, die angetreten sind, die Herrschaft des Baumwoll T-Shirts zu beenden und fortan für eine Gesellschaft zu sorgen, in der T-Shirts nicht mehr auf harmlose Kunden warten, die in ihrer geistigen Leere und bar jeder Willenskraft des Weges getrottet kommen, um sie mit ihren T-Shirt-Vorurteilen zu inkubieren und zum Reklameschild des herrschenden Rollenbildes zu machen.

Indes, die Welt des T-Shirt, sie ist trist, wenn T-Shirts nur noch unifarbig und nicht in rosa (das ist mit weiblich asoziiert) und nicht mehr in blau (das ist mit männlich assoziiert) daherkommen dürfen. Um die absehbare T-Shirt-Seinskrise abzuwenden, haben wir uns einen Wettbewerb überlegt:

Wir fordern unsere Leser auf, T-Shirt-Sprüche zu erfinden, die die Welt mit dem Segen der Gender Studies, mit der Erleuchtung der Erleuchteten Lucht und Hark beselt und von den Rollenstereotypen befreit, die fiese T-Shirts, die immer noch in entsprechenden Verkaufsstätten auf nichts ahnende Opfer lauern, ihnen wie eine „zweite Haut“ überstülpen wollen.

Wir werden den besten Spruch auf ein T-Shirt drucken und das T-Shirt dann auf die Welt loslasssen, auf dass es dort sein prägendes Wesen, das der „zweiten Haut“, entfalten möge (Wer die beste Idee hatte, bekommt das T-Shirt von uns geschenkt!).

Um die Richtung ein wenig vorzugeben, hier unsere Gender Studien Vorschläge:

Gender Studies –
Hark now here insanity sing!

Gender Studies –
durch diese hohle Schlucht kommt keine Erkenntnis

Gender Studies –
nicht süß, nicht sweet, nicht happy, aber Prinzessin sein wollen!

Gender Studies
nur ein King, der crazy ist, studiert das

Gender Studies
vergeblicher Traum von Intelligenz

Heike Diefenbachs Vorschlag:

Gender-studiert – und auch noch stolz drauf!

Michael Kleins Vorschlag:

Alles, was ich nicht weiß, weiß ich aus Gender Studies.

Gesinnungshandel: Nach den käuflichen Demonstranten nun die käufliche Universität?

Hadmut Danisch kann man gar nicht genug loben. Wenn jemand wissen will, was ziviles Engagement ist und wie Bürger sich in einer Civic Society verhalten, so sei ihm das Beispiel von Hadmut Danisch empfohlen.

Hadmut Danisch klagt derzeit vor dem Verwaltungsgericht Berlin gegen die Humboldt Universität, die die Herausgabe von Daten verweigert, die allein geeignet wären, den Morast der Gender Studies, der sich in Berlin ausgebreitet hat, trocken zu legen.

DanischHeute berichtet Hadmut über die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht, und aus seinem Bericht, wollen wir eine Sequenz entnehmen, die den eigentlichen Skandal deutlich macht. In dieser Sequenz berichtet Hadmut über die Unfähigkeit des Justiziars der Humboldt-Universität grundsätzliche Fragen dazu, was an der Humboldt-Universität bei den Genderisten, die dort vom BMFSFJ installiert wurden, überhaupt vorgegangen ist, zu beantworten:

„Beispielsweise, dass er überhaupt nicht weiß, was die da eigentlich gemacht haben, und er für eine Auskunft darüber erst mal die Dozentinnen der letzten 10 Jahre ausfindig machen und fragen müsste, was die da eigentlich gelehrt haben. (Und das soll dann der Rechtsweg sein, wenn sich ein Prüfling mal wehrt…)

Oder eben auch, dass er zugeben musste, dass es das »GenderKompetenzZentrum«, als dessen (damalige) »Direktorin« sich Susanne Baer ausgibt, nicht gibt und nicht gab, weil es schlicht nie gegründet wurde.

Oder dass er nicht erklären konnte, warum eigentlich eine Professorin für das Familienministerium arbeitet und für die Beratungen durchführt.

Ich kriege die genaue Formulierung jetzt nicht mehr zusammen, aber auf eine der vielen Fragen, auf die er keine Antwort hatte, hat er mal so in der Art geantwortet, dass die Universität eben auch finanziellen Anforderungen gegenübersteht und sich das nicht alles so genau anschauen kann.

Heißt auf deutsch: Wir haben Geld gebraucht, von denen Geld bekommen und deshalb weggeguckt und die machen lassen, was sie wollen [Hervorhebung durch uns].

[ Einwurf: Nach dem, was dieser Uni-Justiziar da heute sagte, verfestigte sich bei mir deutlich das Bild, was ich da bisher hatte. Und mein Eindruck der Sache ist der:

Es geht um kriminelle illegale Parteienfinanzierung. Denn eine solche Beratung, wie Baer sie für das BMFSFJ durchführte, darf – meines Wissens, sowas wurde aber neulich schon im Zusammenhang mit Pegida-Gegendemos entschieden – nicht aus Bundesmitteln erfolgen, sondern muss von den Parteien (oder deren Stiftungen) selbst bezahlt werden. Hier hat man Baer in der Uni eingepflanzt, um sie aus Bundesmitteln als Förderung zu finanzieren. Die Uni als Tarnung und Geldwaschmaschine. Das alles dann getarnt mit Gender-Studies als Studiengang-Attrappe ohne Inhalt. Deshalb weiß die Uni auch nicht, was da läuft, weil’s da nichts gibt.

Und die Humboldt-Uni hat den ganzen Mist mitgemacht, weil sie Geld bekommen und dafür weggeguckt hat. Und das nennt sich dann Exzellenz-Universität. Ich nenne es eher den akademischen Straßenstrich.

Und ich hatte den Eindruck, dass denen – bzw. deren Justiziar – heute erstmals gedämmert hat, was für ein Ding sie sich da eingeladen haben.]“

Das ist ein starkes Stück, denn es zeigt, dass die Installation der Gender Studies an der Humboldt-Universität nicht nur in einer Weise zustande gekommen ist, die das ganze Verfahren der Zulassung von Studiengängen zur Farce macht, es zeigt zudem das Folgende:

  • Das Bundesministerium für FSFJ hat sich an der Humboldt-Universität zu Berlin eingekauft, eine Professur dort gekauft und auf dieser Professur Susanne Baer, die zwischenzeitlich am Bundesverfassungsgericht untergebracht wurde, installiert.
  • Niemand weiß, ob überhaupt Lehre an der Humboldt-Universität betrieben wurde und wenn ja, was und in welchem Ausmaß. Niemand, nicht einmal der Justiziar der Humboldt-Universität hat eine Idee davon, ob die Aufgaben, die mit der Stelle, die an der Humboldt-Universität für Susanne Baer eingerichtet wurde, verbunden ist, jemals erfüllt wurden (also Lehre und Forschung).
  • Dagegen ist bekannt, dass Susanne Baer, obwohl sie auf einem Lehrstuhl an der Humboldt-Universität installiert wurde, für das BMFSFJ als Handelsreisende in Sachen Gender Studies durch die Lande gezogen ist, und wie ein Wanderprediger anderen Universitäten das finanzielle Heil durch die Einrichtung der Gender Studies verkündet hat. Ebenso ist bekannt, dass der Umfang der Tätigkeit als Wanderprediger es nicht zugelassen haben, dass Susanne Baer sich dem Job an der Humboldt-Univeristät widmet, den sie nach außen hin eigentlich inne haben will/soll.
  • Wie dieses finanzielle Heil aussieht, kann man sich am Beispiel der Humboldt-Universität verdeutlichen: Ein Ministerium bezahlt, die Universität stellt die wissenschaftliche Fassade zur Verfügung und fertig ist der Etikettenschwindel: Personen, die vermutlich für ein Professur ungeeignet sind, werden mit einer solchen versorgt, damit sie mit dem Segen dessen, was sie vermutlich als statushohe Position ansehen, der Verkündung ihrer Heilslehre mehr Gewicht verleihen können. Die angebliche Professur an der Humboldt-Universität dient also als Legitimation, verschafft die Autorität, die das Angebot für andere Universitäten: „Wenn ihr uns bei Euch eine Gender Studies-Professur einrichten lasst, bezahlen wir Euch dafür“, nicht mehr ganz so unseriös erscheinen lässt und den Ruch, man mache sich als Universität zur Prostituierten eines Ministeriums, etwas weniger intensiv macht.

Danisch_FrauenquoteEs ist also in Deutschland Ministerien möglich, sich Professuren an Universitäten zu kaufen. Sie besetzen diese Professuren dann mit ideologischen Soldaten. Die ideologischen Soldaten ziehen durch die Lande, behaupten, sie seien Professor, behaupten, sie seien Direktor eines Zentrums eines GenderKompetenzZentrums, das es überhaupt nicht gibt, verweisen darauf, dass es an der Humboldt-Universität Gender Studies als akkreditierten Studiengang gibt und werben andere Universitäten mit dem, was Universitäten immer brauchen: Geld, damit sie auch einen Studiengang „Gender Studies“ einrichten.

Die Tatsache, dass die Thüringische Landesregierung Demonstranten finanziert, damit sie die politisch richtige Gesinnung vertreten, verblasst fast hinter diesem Skandal, der ein Bundesministerium Universitäten dafür kaufen (oder schmieren) sieht, dass sie einen Studiengang einrichten, der reine Ideologie darstellt, der keinerlei Grundlage in der Wissenschaft, keinerlei wissenschaftliche Methode, Erkenntnis oder Standards hat und dessen Ziel einzig und allein darin besteht, die Wissenschaft zu unterminieren und durch die Heilslehre des Genderismus zu beseitigen.

Einen derartigen Angriff auf die Freiheit von Forschung und Lehre, ein derartiger Versuch, nicht nur Ideologie mit dem Mantel der Wissenschaft zu bedecken, sondern auch Hochschulen der entsprechenden Ideologie zu verpflichten, hat es schon einmal gegeben, in der DDR. Dort musste alle Forschung entlang der Doktrin des staatlich vorgegebenen Marxismus-Leninismus erfolgen. Wer davon abgewichen ist, wurde entfernt. Die Gender Studies sind angetreten, diese Geschichte zu wiederholen.

Hadmut Danischs Verhandlung ist noch nicht beendet und man darf nicht nur gespannt sein, zu welchem Urteil die Richter kommen, sondern auch darauf, was sich im Verlaufe dieser Verhandlung noch alles ergibt an Wissenswertem über den Berliner Gender-Sumpf, dessen Strukturen vermutlich nicht nur zufällig an Strukturen des organisierten Verbrechens erinnern (und sich vermutlich nicht auf Berlin beschränken).

Revolutionäre Forderung aus den Gender Studies: Wir brauchen schwangere Crash Test Dummies

Ein Kommentator hat uns auf die Ringvorlesung „Die Liebe zum Automobil – Geschlechteranalysen jenseits von Stereotypie und Neutralität“ aufmerksam gemacht, eine Ringvorlesung, die schon einen unsinngen Titel hat – oder weiß jemand, was jenseits von Stereotypien und Neutralität liegt und was vom Jenseits aus betrachtet, im Diesseits zum Jenseits von Stereotypie und Neutralität gesagt werden kann, mit Geschlechteranalysen versteht sich?

Offensichtlich handelt es sich bei der Ringvorlesung um eine blabla-Veranstaltung, die sich mit so wichtigen Theman befasst wie der Nutzung des Autos als „Ressource der Inszenierung von Gender“.

Alles so spannend, dass wir einen Kaffee gebraucht haben, um gegen die aufkommende Müdigkeit anzukämpfen.

Ein Bestandteil der Ringvorlesung hat – unter dem Einfluss von Koffein – dann doch unsere Aufmerksamkeit erregt: „Das Projekt GenderING: Gender Studies erweitern die Lehre im Karosseriebau“.

Bitte nicht stereotypisieren!

Bitte nicht stereotypisieren!

Die Karosserie von Autos, die muss nämlich gendergerecht werden, z.B. indem der Karosserieboden in pink und in blau, je nach adressiertem Kunden gespritzt wird – oder so. Aber wir stereotypisieren und das ist ja, wie die Ringvorlesung zeigt, etwas Jenseitiges – oder war es etwas Diesseitiges?

Egal, schauen wir, was Prof. Dr. Ing. Corinna Bath, die auf einer vom Land Niedersachsen finanzierten Maria-Goeppert-Mayer Professur sitzt, zum Tema „Gender Studies und Karosseriebau“ zu sagen hat. [Für alle die es nicht wissen, Maria Goeppert Meyer wurde von den Niedersächsichen Frauenbevorteilern unvorsichtiger Weise zur Namenspatronin gemacht. Sie ist nämlich eine explosive Patronin, wie wir an anderer Stelle berichtet haben, die die Gender Studies direkt mit dem Bau der ersten Atombombe in Verbindung bringt. Viel zu viel der Ehre.]

Doch zurück zum Gender studierten Karosseriebau. Welche Erkenntnisse liefern die Genderstudies, die im Karosseriebau unbedingt Anwendung finden müssen?

Crash Test Dummies2Solche:

„Dazu wird das Vorlesungsmaterial durch aktuelle Ergebnisse der Genderforschung erweitert; etwa indem die Geschichte der Automobilentwicklung thematisiert wird. Ein anschauliches Beispiel ist die historische Entwicklung von Crashtest-Dummys, deren Formen lange Zeit nur an männlichen Normkörpern ausgerichtet waren, während unter anderem schwangere Körper nicht berücksichtigt wurden. Durch eine fundierte Gender Studies-Analyse wird die Gefahr vermieden, Frauen oder Männer als homogene Gruppe von KonsumentInnen zu verstehen und zu stereotypisieren, anstatt ihre Vielfalt zu berücksichtigen.“

Wie gut, dass die Gender Studies auf dieses Versäumnis hinweisen.

Überhaupt, die Sache ist noch viel dramatischer als die „fundierte Gender Studies-Analyse“, durch den einmaligen Blick auf Crash-Test-Dummies herausanalysiert, „fundiert“ herausanalysiert hat, denn: die Crash-Test-Dummies sind wie Schaufensterpuppen, sie sind ideale Körper, schlank, rank, nicht pummelig, vollschlank oder gar fett. Sie lassen keinerlei Hinweis auf ihre sexuelle Orientierung zu. Sie sind stilisiert und verraten nichts über ihre ethnische Herkunft. Sie geben keinerlei Hinweis auf den von ihnen präferierten Lebensstil und verheimlichen ihre Weltanschauung, und sie machen doch massiv den Eindruck, als würden vor allem junge Crash Test Dummies verheizt und keine alten.

Angesichts der rudimentär gebliebenen „fundierten Gender-Studies Analyse“ ist es kein Wunder, dass die fehlende Berücksichtigung von Adipösen, von Magersüchtigen, von Bierbäuchigen, von Unterschieden durch Migrationshintergrund und Hautfarbe, von Weltanschauung und sexueller Orientierung und von Alter bei den Crash Test Dummies bislang nicht aufgefallen ist.

LambourghiniDeshalb fordern wir, dass in Zukunft Crash Test Dummies an die wirklichen Lebensverhältnisse angepasst werden und nach Geschlecht, Körperumfang, sexueller Orientierung, Weltanschauung, Alter, Migrationshintergrund, Hautfarbe unterschieden und entsprechend gestaltet werden, denn: Ein Auto, das mit 100km/h gegen einen Baum gefahren wird, wirkt auf einen 35jährigen Mann aus dem Kosovo anders als auf eine 41jährige Frau, die über das Professorinnenprogramm auf eine wissenschaftliche Position gehievt wurde.

Und überhaupt fordern wir, dass die Versuche von Gender Studierten Wissenschaft der Lächerlichkeit preiszugeben, mit deren Verwendung als Crash Test Dummies belohnt wird.

Wundert sich eigentlich noch jemand, dass deutsche Ingenieure immer seltener werden und vielen Studenten die Lust am Studium z.B. des Automobilsbaus vergeht?

Mehr zu Crash Test Dummies und was dabei wichtig und vor allem: vollkommen unwichtig ist.

Mehr zu adipösen Crash Test Dummies.