Dummheit ohne Grenzen: Gender-Kinder spielen Wissenschaft

Genderisten und denen, die an Gender Studies und dem Drumherum von Gender Mainstreaming verdienen, geht momentan der A… Hintern auf Grundeis. Die Angst, nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr die üppige öffentliche Finanzierung vorzufinden, die notwendig ist, um die vielen Gender-Mäuler zu stopfen, sie geht um.

Und deshalb wird das vorhandene Geld mit zwei Händen aus dem Fenster geworfen. Gerade haben die Rosa-Luxemburg und die Heinrich-Böll-Stiftung eine Broschüre veröffentlicht, die schon den zukunftsweisenden Titel „Gender Raus!“ trägt, da hat sich auch die Friedrich-Ebert-Stiftung in die Reihe derer eingereiht, die der Welt erklären wollen, warum Genderismus und Gender Studies so unglaublich wichtig für die Menschheit sind und die mit diesem Versuch so erbärmlich scheitern.

Das Märchen von der Gender-Verschwörung“, so haben Dorothee Beck und Barbara Stiegler ihr Pamphlet genannt, mit dem sie „Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft“ liefern wollen. Aber vielleicht nehmen wir das mit den Argumenten auch zu ernst. Die Aufmachung des Pamphlets spricht eher für eine Zielgruppe, die man im Kindergarten oder unter Vorschulkindern vermuten muss. Wenn es der Stiftung, die den Namen eines Mannes trägt, der ernst zu nehmen war, darum geht, die FES der Lächerlichkeit preis zu geben, dann ist dies mit „Das Märchen von der Gender-Verschwörung“ gelungen. Es macht den Eindruck als sei es von noch nicht Erwachsenen für Kinder geschrieben, die zwar Lesen, aber nicht verstehen können.

Deshalb hatten wir keine Lust, diesem infantilen Pamphlet mehr als zwei Stunden zu widmen, zwei Stunden, in denen wir uns die Seiten 32 bis 35 vorgenommen haben, Seiten, auf denen eigentlich, um den Untertitel zu zitieren, „Argumente“ gemacht werden sollen, und zwar dafür, dass Gender Studies ein wichtiges Fach an Hochschulen darstellen.

Es werden aber keine Argumente gemacht, wenngleich man goutieren muss, dass die Autorinnen versuchen, Argumente zu machen. Umso mehr Mitleid muss man ob des kompletten Scheiterns dieses Versuchs haben.

Immerhin können wir den Autorinnen attestieren, dass sie es in nur wenigen Sätzen schaffen, sich zu widersprechen, eine Leistung, die man als rationaler Mensch kaum wiederholen kann. So steht geschrieben auf Seite 35:

„Die gesamte Wissenschaft wurde über Jahrhunderte nur von Männern betrieben. Fehlt es da nicht dem gesamten wissenschaftlichen Fundament unserer Zeit an Objektivität?“.

Diese Aussage tätigen die Autorinnen, nachdem sie gerade in weit spationierten Lettern festgestellt haben: „Objektivität hängt nicht vom Geschlecht der Forschenden ab, sondern von deren Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion.“

Der Satz offenbart natürlich ein vollkommen falsches Verständnis von Wissenschaft. Aber zunächst steht er in Gegensatz zur Relevanz, die der Feststellung, dass „[die] gesamte Wissenschaft über Jahrhunderte nur von Männern betrieben“ wurde, beigemessen wird. Wenn es nicht auf das „Geschlecht der Forschenden“ ankommt, dann ist es wurscht, wer in den letzten Jahrhunderten die wissenschaftlichen Fortschritte zu verantworten hat, die wir heute genießen und selbstverständlich voraussetzen.

Davon abgesehen, ist die Fähigkeit zur Reflexion sicher nützlich, hat aber gar nichts mit dem, was wir als regulative Idee der Wissenschaft bezeichnen, zu tun. Objektivität ist, anders als die Autorinnen meinen, nicht erreichbar, auch nicht durch „(Selbst-)Reflexion“. Deshalb haben sich Wissenschaftler spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts darauf geeinigt, eine Wahrheitstheorie zu verwenden, für die Alfred Tarski hauptverantwortlich ist (ein Mann, aber wir legen keinen Wert auf Geschlecht), symbolisiert in dem Satz, dass der Schnee genau dann weiß ist, wenn er weiß ist. Links vom sprachlichen Gleichheitszeichen steht die sprachliche Behauptung über die Realität, rechts davon die Überprüfung der Aussage an der Realität.

Nun kann sich die Überprüfung, die heute richtig war, morgen, im Licht neuer Ergebnisse und trotz aller Reflexion, ja selbst trotz aller (Selbst-)Reflexion als falsch erweisen, was dummerweise Konsequenz hat, dass wir Objektivität nicht erreichen können bzw. dann, wenn wir Objektivität tatsächlich erreicht hätten, nicht wissen könnten, dass wir sie erreicht haben. Deshalb sind Objektivität oder Wahrheit regulative Ideen. Wir Wissenschaftler streben danach, wohlwissend, dass wir beides nicht erreichen können bzw. nie wüssten, dass wir es erreicht haben. Das hat mit dem Induktionsproblem zu tun, aber das führt jetzt zu weit. Es reicht, wenn wir feststellen, dass die Autorinnen von Wissenschaft keine Ahnung haben.

Vielleicht haben sie deshalb ihr Pamphlet mit Fingerfarben erstellt.

Wie immer, wenn Personen sich in Diskurse einmischen, von denen sie auch nicht die Spur einer Ahnung haben, versuchen sie, mit allerlei Fehlschlüssen und Immunisierungen, Einfluss zu gewinnen. Wie immer, scheitern sie dann jämmerlich, wenn sie auf Wissenschaftler treffen.

Beispiel 1:
„In der Geschlechterforschung geht es darum, Ungleichheit, Diskriminierung und Ausgrenzung in der Gesellschaf zu untersuchen und abzubauen. Zweifel am Sinn der Geschlechterforschung werden vor allem von jenen geäußert, die genau daran kein Interesse haben“.

Fehlschluss der hastigen Generalisierung
Um eine solche Aussage zu machen, muss man eine Vollerhebung all derer haben, die die Geschlechterforschung kritisieren. Die Autorinnen haben mit Sicherheit keine Vollerhebung (schon weil sie mit ziemlicher Sicherheit gar nicht wissen, wie man so etwas, auch als Meta-Analyse bezeichnet und in Cohrans Q gemessen, macht.)

Arthur Schopenhauer hat den Kunstgriff, sich selbst eine über alle Maßen positiv konnotierte Position zu zugestehen und diejenigen, die Kritik an der eigenen Position üben, entsprechend zu diffamieren, schon vor mehr als 100 Jahren in seinem kleinen Brevier „Die Kunst, Recht zu behalten“ als eine der primitiveren, brachialeren Methoden dargestellt. Der Versuch der Autorinnen hat daran, dass diese Strategie nur mit Debilen funktioniert, nichts geändert. Oder: Den Kritikern der Gender Studies geht es um Nützlichkeit, Ehrlichkeit, Sinnhaftigkeit, Manipulationsfreiheit, was noch, …, vielleicht: Lauterkeit. Zweifel am Sinn der Kritik an Gender Studies werden vor allem von jenen geäußert, die genau daran kein Interesse haben.

Beispiel 2:
„Die Geschlechterforschung hat sich von einem Kind der Frauenbewegung zu einer wissenschaftlichen Disziplin entwickelt, die international etabliert ist. Sie ist durch die Wissenschaftsfreiheit in Art. 5 (3) des Grundgesetzes geschützt.“

Hier haben wir wirklich laut gelacht.
Man kann etwas nicht dadurch belegen, dass man das, was es zu belegen gibt, voraussetzt. Wenn Gender Studies durch Wissenschaftsfreiheit geschützt sein sollen, müssen sie Wissenschaft sein. Es wäre also zunächst zu zeigen, dass Gender Studies Wissenschaft sind, bevor man Wissenschaftsfreiheit reklamieren kann. Oder. Die Alchemie hat sich als wissenschaftliche Disziplin der Magie entwickelt. Sie genießt Wissenschaftsfreiheit.

Geschlechterforschung ist natürlich auch kein Kind der Frauenbewegung. Schon vor Jahren hat Dr. habil. Heike Diefenbach darauf hingewiesen, dass wir keine Lehrstühle für Gender Hokus Pokus brauchen, weil alles, was diese Lehrstühle an Erkenntnis verbreiten, längst in anderen Bereichen der Sozialwissenschaft stehendes Wissen ist. Schon Emile Durkheim hat in seinem Buch über den Selbstmord, das 1897 erstmals erschienen ist, z.B. Tabelle 4 „Anteil der Geschlechter an der Gesamtzahl der Selbstmorde“ abgedruckt: Intersektionalität und Geschlechterforschung in einem. 1897! Lange bevor die Genderisten die Kreuztabelle entdeckt und missverstanden haben. Lange bevor sie dachten, sie seien die ersten, die auf die Idee gekommen sind, zwei Variablen miteinander in Verbindung zu bringen.

Nein, hier kommt abermals nur die schreiende Unkenntnis der Autorinnen zum Ausdruck, die sich mit ihren Fingerfarben in Zukunft an Fenstern versuchen sollten …

Beispiel 3:

Die Gender Studies, so behaupten die beiden Ahnungslosen munter weiter, hätten u.a. die „Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern“ entdeckt. Wir fürchten, den Autorinnen steht ein Schock bevor.

Die Entgeltlücke wurde nicht von Genderisten entdeckt, das kann sie deshalb schon gar nicht, weil es die Entgeltlücke in der Weise, in der die Autorinnen dies denken, gar nicht gibt. (Selbst-)Reflexion hätte diesen Gedanken nahegelegt. Nein, der Wage Gap, er wurde von, Achtung jetzt kommt es: Ö K O N O M E N beschrieben, von M Ä N N L I C H E N Ö K O N O M E N. Er geht auf eine Idee von Gary Becker zurück, die fast zeitgleich von Ronald L. Oaxaka (1973) und Alan Blinder (1973) umgesetzt wurde.

Man nehme einen Unterschied im Aggregat z.B, in der Entgeltverteilung zwischen Kurzatmigen und Langatmigen und untersuche, ob dann, wenn alle Variablen, die ein Entgelt beeinflussen, also Arbeitszeit, Arbeitsbranche, Überstunden, Qualifikation, Arbeitserfahrung, Humankapital, Motivation usw. heraus gerechnet werden ein unerklärter Teil der Entgeltlücke bleibt. Also etwa so:

Gibt es einen unerklärten Teil, dann kann es sein, dass eine Diskriminierung von z.B. Langatmigen vorliegt oder dass man eine Variable vergessen hat. Tatsächlich verschwindet das Gender Pay Gap dann, wenn man für die oben genannten Variablen kontrolliert. Insofern haben wir den Gender Studies nicht die Entdeckung der „Entgeltlücke“ zu verdanken, sondern die der Wirklichkeit ins Gesicht schlagende Behauptung, es gebe eine Entgeltlücke und dieselbe sei auf Diskriminierung von Frauen zurück zu führen.

Eine Behauptung aufrecht zu erhalten, obwohl die Realität die entsprechende Behauptung als falsch erwiesen hat, ist jedoch das Kennzeichen einer Ideologie. Entsprechend sind Gender Studies eine Ideologie und die Autorinnen belegen dies einmal mehr mit ihrem Beispiel der „Entgeltlücke“, das sie als herausragende Errungenschaft der Gender Studies reklamieren.

Man fragt sich, ob Misteln auch derart wenig Kenntnisse über den Baum haben, von dem sie leben.

Einmal mehr demonstrieren Genderisten, eine erschreckende Unkenntnis von Wissenschaft, wissenschaftlichen Methoden, von Wissenschaftsgeschichte und von dem, was Wissenschaft insgesamt ausmacht. Deutlicher als die Autorinnen ihre Unkenntnis in Dingen der Wissenschaft demonstrieren, kann man sie nicht mehr demonstrieren. Dass ein derart vollkommener Blödsinn wie „Das Märchen von der Gender-Verschwörung“ von Steuerzahlern finanziert werden muss, ist einer der Skandale, an die man sich im Deutschland des Jahres 2017 (fast) schon gewöhnt hat.

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Gegen Fachidioten und Beliebigkeit: Sozialwissenschaftler wollen ihr Fach retten

Sozialwissenschaften haben nicht nur in Deutschland derzeit einen schlechten Ruf. Sie sind in manchen Teilen der Bevölkerung zum Synonym für Beliebigkeit – im besten Fall – und irrelevanten Blödsinn – im schlechtesten Fall, geworden. Letzteres ist das Verdienst von Personen, die die Sozialwissenschaften mit ihren Versuchen persönliche Störungen und Deprivationen oder persönliche Vorlieben als Wissenschaft zu verkaufen, zum Gespött derer gemacht haben, die für sich noch die Normalität des Geistes in Anspruch nehmen können.

Jenseits dieser Arbeiter am sozialwissenschaftlichen Ausschuss gibt es immer noch Sozialwissenschaftler, die an Phänomenen und deren Erklärung interessiert sind, die versuchen, Theorien aufzustellen und die entsprechenden Theorien an der Realität zu überprüfen. Duncan J. Watts, bekannt für seine Arbeiten zu „Small Worlds“, also zu großen Netzwerken von Personen, die man nur über wenige Links alle miteinander verbinden kann, hat den Letztgenannten, den Sozialwissenschaftlern, die diese Bezeichnung zurecht tragen, einen Vorschlag unterbreitet, wie man die Sozialwissenschaft davor bewahren kann, denen zum Opfer zu fallen, die sie zum Gespött der Menschheit machen, den Gender Studierten, Whiteness-Studierern, Postkolonialisten, Sozialisten und –Isten aller Couleur, die ideologischen Unrat in die Wissenschaft getragen haben, einen Vorschlag, wie man Sozialwissenschaften wieder einen guten Leumund vor der öffentlichen Wahrnehmung verschaffen kann.

Der Rubikon zwischen richtigen Sozialwissenschaftlern und denen, die die Sozialwissenschaften missbrauchen wollen, ist anhand von drei Begriffen, die prominent im Beitrag firmieren, den Watts in Nature „Human Behavior“ publiziert hat, gezogen:

  • Prüfbarkeit;
  • Replizierbarkeit;
  • Verwertbarkeit;

Diesen drei Kriterien müssen Sozialwissenschaften genügen, damit sie Anspruch erheben können, Sozialwissenschaft zu sein. Prüfbarkeit bezieht sich auf die Art der Aussagen: Sie müssen etwas über die Wirklichkeit aussagen und an dieser Wirklichkeit scheitern können. Aussagen, die nicht prüfbar sind, sind keine Aussagen, denen in den Sozialwissenschaften ein hoher Stellenwert zukommt.

Ergebnisse müssen darüber hinaus replizierbar sein, d.h. ein Test einer Aussage, der die Aussage bestätigt hat, muss unter anderen Bedingungen und von anderen Sozialwissenschaftlern wiederholbar sein. Das schließt diejenigen aus, die weitreichende Schlüsse auf einer Datenbasis, die nur ihnen bekannt oder zugänglich ist, gezogen haben wollen, es schließt Datenfälscher und Personen aus, deren Ziel darin besteht, magere Daten für wilde, aber der eigenen Ideologie entsprechende Schlussfolgerungen zu missbrauchen.

Ergebnisse müssen verwertbar sein, und zwar nicht nur in Form praktischer Verwendbarkeit in der Gesellschaft, sondern auch oder besonders im Hinblick auf deren praktische Verwendbarkeit in den Sozialwissenschaften.

Auf diesen Voraussetzungen basiert, was man als Watts‘ Projekt bezeichnen könnte.

Das Projekt beginnt mit der Beschreibung des Problems: Zu viele Theorien konkurrieren in den Sozialwissenschaften um die Erklärung des selben Phänomens: „… any representative cross-section of social scientists would have difficulty agreeing on almost any question at all, including which question were the most importat to be agreed upon“ (1). Mit anderen Worten, in den Sozialwissenschaften verderben zu viele Köche den Brei.

Unterschiedliche sozialwissenschaftliche Schulen, verpacken die unterschiedlichen Perspektiven auf die Wirklichkeit in unterschiedlichen Theorien und geben diese an ihre Schüler weiter. Diese, zum Fachidioten ausgebildet, wenden dann die erlernte Sichtweise auf die verschiedensten Aspekte der Wirklichkeit an. Als Folge erscheinen selbst die ernstzunehmenden Teile der Sozialwissenschaften (also die Teile, die um die Genderisten, die Sozialisten und die anderen ideologischen Extremisten bereinigt wurden) wie die Baustelle des Turm zu Babels, nur dass es Gottes Zorns nicht bedarf, um eine Verwirrung herbeizuführen, die eine Verständigung weitgehend unmöglich macht.

Watts findet eine sehr elegante Lösung, um sich der Teile der Sozialwissenschaften zu entledigen, deren Vertreter nicht an der Lösung von Problemen und der Erklärung von sozialen Phänomenen interessiert sind, sondern daran, sprachlichen Bombast zu produzieren, der sich dadurch auszeichnet, dass er keinerlei Niederschlag in der Realität findet: „… one possible reason why social sciences seems less ‚scientific‘ than we would like is simply that our ability to propose theories has for so long outstripped our ability to test them“ (2). Mit anderen Worten: Jetzt, da die Möglichkeiten vorhanden sind, durch Computertechnologie, Statistik oder mathematische Modelle, Theorien der Sozialwissenschaften auch zu testen, kann man die „Untestbaren“ beseitigen.

Watts‘ Projekt baut auf dieser Problemlage auf.

Die Lösung für die skizzierte Problemlage muss zunächst einmal darin bestehen, an einem einheitlichen Theoriekorpus der Sozialwissenschaften zu arbeiten, d.h. die vielen rivalisierenden Perspektiven zu vereinheitlichen. Dazu ist es notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung nicht zum Bekenntnis der Zugehörigkeit zu einer sozialwissenschaftlichen Schule zu machen, sondern zu einem Vehikel, um Probleme zu lösen. Daher ist es für Watts notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung lösungsorientierter zu machen. Nicht mehr die vielfältige Beschreibung von Zuständen, die in manchen Teilen der Sozialwissenschaft ganze Reihen in Bibliotheken füllt, ist das Ziel, sondern das Finden von Lösungen für die beschriebenen Zustände. Die Lösungen, die die drei oben benannten Kriterien (prüfbar, replizierbar und verwertbar) erfüllen müssen, bilden dann den Grundstock, auf dem eine einheitliche Theoriebildung in den Sozialwissenschaften erfolgen kann.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Forschung, die am Auffinden von Lösungen ausgerichtet ist, die den drei genannten Kriterien genügen, kann nur über eine allgemeine und geteilte Methodologie erfolgen: Willkür und Beliebigkeit werden somit ausgeschlossen.

Gelöste Probleme geben Zeugnis davon, dass es mit sozialwissenschaftlichen Theorien möglich ist, die Wirklichkeit akkurat zu beschreiben und Lösungen für Probleme zu finden. Das verbessert das Ansehen der Sozialwissenschaften und macht es denen unmöglich, die Sprachakte als Sozialwissenschaft verkaufen wollen, als Sozialwissenschaftler durchzugehen.

Eine gemeinsame Arbeit an der Lösung von Problemen, die sich einer geteilten Methodologie bedient, hat zudem den Effekt, dass die Sozialwissenschaften zu dem werden, was derzeit fast ausgeschlossen erscheint, einer kumulativen Wissenschaft, in der Einigkeit über das besteht, was bekannt ist, und klar angegeben werden kann, welche Lücken im sozialwissenschaftlichen Erkenntnisprogramm noch geschlossen werden müssen.

Soweit der amerikanische Traum, den wir auch träumen, nun zurück zur deutschen Wirklichkeit….

Sie lügen und lügen und lügen…

Wir haben lange Zeit keine Beiträge mehr geschrieben, die sich mit den Lügenbolten an Hochschulen beschäftigen. Den Lügenbolten, die Ausschreibungen so fingieren, dass es den Anschein hat, sie würden sich an männliche und weibliche Bewerber richten, obwohl sie sich nur an weibliche Bewerber richten.

Die Lügen-Inszenierung ist jedoch notwendig, da es ansonsten zu offensichtlich wird, dass die entsprechenden Ausschreibungen gegen geltendes Recht verstoßen, das Antidiskriminierungsgesetz im vorliegenden Fall.

Die heutigen Lügen kommen aus – raten Sie…nein, nicht aus Kassel, auch nicht aus Göttingen: aus Berlin, von der Hochschule für Wirtschaft und Achtung: Recht. Mit dem Recht haben es die Hochschüler der Hochschule wohl nicht so sehr, sonst hätten sie die folgende Ausschreibung nicht veröffentlich:

Gesucht wird ein „Gastprofessor/Gastprofessorin im Bereich Wirtschaftsinformatik und Gender/Diversity“.

Die Ausschreibung richtet sich also in der Überschrift an beide Geschlechter.

Allerdings wird die „Professur … aus dem Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre finanziert“.

Schon die Benennung des Programms ist eine Lüge, denn es wird nicht Chancengleichheit gefördert, sondern Ergebnisgleichheit. Würde Chancengleichheit gefördert, dann könnten die Mittel nicht an die Besetzung einer Position mit einem weiblichen Bewerber gebunden werden. Das werden sie aber, denn das Berliner Programm zur Bevorzugung weiblicher Bewerber, wie es richtig heißen würde, es fördert:

„Vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen“,
es kann als „Gegenfinanzierung von vorgezogenen Nachfolgeberufungen im Professorinnenprogramm des Bundes“ genutzt werden, das ebenfalls nur dann Geld der Steuerzahler veruntreut, wenn ein weiblicher Bewerber auf eine Position gehievt wurde. Das Berliner Programm fördert ausschließlich Frauen.

Kurz: Die Ausschreibung aus Berlin, von der Hochschule für Wirtschaft und Recht, die sich an beide Geschlechter richtet, ist eine Fake-Ausschreibung, denn die Stelle kann nur mit einem weiblichen Bewerber besetzt werden, denn nur dann, wenn ein weiblicher Bewerber für die Stelle gefunden wird, zahlt das Berliner Programm für die Benachteiligung von Männern und eine solche stellt das Programm eindeutig dar.

Stellen Sie sich vor, sie haben 10 Bewerber auf eine Stelle. Sieben männliche Bewerber und drei weibliche Bewerber. Sie wissen, wenn sie keinen weiblichen Bewerber finden, der einigermaßen geeignet ist, dann kann die Stelle nicht finanziert werden. Unter den 10 Bewerbern sind eindeutig drei männliche Bewerber am besten qualifiziert. Ein weiblicher Bewerber kann, was die Qualifikation angeht, mit dem schlechtesten der drei besten Bewerber mithalten. Was tun Sie? Sie wissen, dass die Stelle nicht finanziert wird, dass es die Stelle nicht geben wird, wenn sie die Bewerber in der Reihenfolge ihrer Qualifikation auf die Berufungsliste setzen. Wie viele Berufungskommissionen haben wohl genügend Mitglieder mit genügend Rückgrat, die in dieser Situation nicht den weiblichen Bewerber, den drei besseren männlichen Bewerbern vorziehen? Allein die Logik von Organisationen spricht für diesen Ausgang eines verzerrten Bewerbungsprozesses, in dem männliche Bewerber sowieso nie eine Chance hatten, die Stelle zu bekommen, weil es keine Stelle für männliche Bewerber gibt. Niemand finanziert sie. Es gibt die Stelle nur, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird. Deshalb führen Programme wie das Berliner Programm, das angeblich Chancengleichheit herstellen will, nachweislich zum Gegenteil: Sie vernichten Chancengleichheit. Sie führen dazu, dass männliche Bewerber benachteiligt werden und in vielen Fällen dazu, dass schlechter qualifizierte weibliche Bewerber vorgezogen und berufen werden.

Das Ergebnis dieser Programme kann man u.a. darin sehen, dass die Qualität der Lehre an Hochschulen immer schlechter wird, und zwar deshalb, weil Politiker denken, in der Wissenschaft sei es wie in der Politik: Man brauche keine angebbare Qualifikation, um auf eine Position zu gelangen.

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Du sollst keine weißen, männlichen Wissenschaftler zitieren – Neues aus dem Irrenhaus

„Vom Normalen zum Neurotischen gibt es einen kontinuierlichen Übergang. Davon streng abgegrenzt werden die Psychosen. Diese extrem pathologischen Reaktionen sind möglicherweise die Ursache dafür, dass die Person den Kontakt mit der Realität verliert. Deshalb ist eine intensive Behandlung und manchmal die Hospitalisierung notwendig.“

Vom wem stammt dieses Zitat?
Nein, nicht der Name ist interessant.

War es ein Weißer, der diese Zeilen, die wir zitiert haben, zu Papier gebracht hat? War es ein Mann? War es, intersektionaler Horror: ein weißer Mann, der das geschrieben hat?
Wenn Letzteres zutrifft, dann ist dieses Zitat schlecht. Es darf nicht mehr genutzt werden – jedenfalls dann, wenn es Carrie Mott und Daniel Cochayne geht. In ihrem Beitrag „Citation matters: mobilizing the politics of citation towards a practice of ‚conscientious‘ engagement” versuchen die Autoren nämlich zu argumentieren, dass das Zitieren von wissenschaftlichen Beiträgen weißer Männer dazu führt, dass wissenschaftliche Beiträge von weißen Männern zitiert werden. Und das ist schlecht.

Nein, es handelt sich dieses Mal nicht um Satire. Der Beitrag ist ernst gemeint.

Szenenwechsel.
Harold Garfinkel hat einige empirische Untersuchungen im Rahmen seiner Studies in Ethnomethodlogy durchgeführt. Darunter ist auch der Fall eines Mannes, der in einer geschlossenen Anstalt untergebracht ist. Dieser Mann war in der Lage, eine vollkommen rationale Argumentation darüber zu führen, dass er in seinem täglichen Leben vom CIA überwacht wird. Jede kleine Alltäglichkeit hat seinen Verdacht erweckt und wurde perfekt in sein Überzeugungssystem integriert. Daraus ist ein kohärentes, in sich geschlossenes Weltbild der Verfolgung entstanden, das dem Mann die Fähigkeit genommen hat, im täglichen Leben noch als normal durchzugehen. Deshalb hat ihn Garfinkel in einem Irrenhaus gefunden. Das Beispiel zeigt, dass es möglich ist, auf Grundlage falscher Prämissen, die z.B. aus Einbildungen und Phantasien gewonnen werden, ein den Gesetzen der Rationalität folgendes Überzeugungssystem zu zimmern, das in sich stimmig, aber nichtsdestotrotz der Ausdruck einer Psychose ist.

Früher fand man die Beispiele für derartige Psychosen in den entsprechenden Anstalten.

Für Carrie Mott und Daniel Cockayne ist die wissenschaftliche Welt, in der sie sich (erstaunlicherweise freiwillig) bewegen, eine Welt der weißen Männer, eine Welt der Hegemonie weißer Männer, eine Welt, in der weiße hegemoniale Männer Artikel schreiben, die von anderen zitiert werden und auf diese Weise die Herrschaft der weißen hegemonialen Männer in der Wissenschaft zementieren. Das nennen Mott und Cockayne „performativ“.

Performativ ist eine Floskel, die von Genderisten häufig und mehr oder weniger korrekt benutzt wird. Was sie damit beschreiben wollen, ist ein sich selbst verstärkender Prozess, in dem das Zitieren eines weißen Mannes wie Albert Einstein dazu führt, dass sein Artikel: „Die Allgemeine Relativitätstheorie“, auch von anderen zitiert wird, was wiederum dazu führt, dass andere den Artikel zitieren und im Ende dazu, dass sich die Allgemeine Relativitätstheorie, jenes Werk eines weißen Mannes durchsetzt, zur wissenschaftlichen Benchmark wird, an der sich andere Ansätze messen lassen müssen und dass niemand auf die Idee kommt, anti-rassistische und feministische Alternativen dazu zu zitieren. Das beklagen Mott und Cockayne, wenn sie davon schreiben, dass Zitieren „performativ“ sei. Das Zitieren von “weißen hegemonialen Männern” führt dazu, dass das, was weiße Männer geschrieben haben, zur wissenschaftlichen „Autorität“ wird, an die andere glauben.

Haben wir etwas vergessen?
Halt, es sind für Mott und Cockayne nicht nur weiße, hegemoniale Männer die für die Verbreitung z.B. der Allgemeinen Relativitätstheorie verantwortlich sind, der Neoliberalismus ist auch schuld.

Wussten wir doch, dass wir etwas vergessen haben.
Wenn man die hegemonialen weißen Männer und den Neoliberalismus, der auch das wissenschaftliche Zitieren zu verantworten hat, zusammenschüttet, dann kommt Folgendes dabei heraus:

“Citational performativity is ‘successful’ when it reinforces existing hegemony and authority, and ‘works’ by repeating (and covering over) already accumulated authority. We advocate a turn away from obvious ‘successful’ citational performances that demure to sameness, whiteness, maleness, and cisnormativity, arguing instead that an ethical citational practice actually fails to perform these prior standards of authority (13-14).”

Damit sind wir zurück bei Garfinkel und seinen ethnomethodologischen Studien und bei der Möglichkeit, Irrsinn zu argumentieren, denn:
Wenn man davon ausgeht, dass in wissenschaftlichen Aufsätzen zitiert, um des Zitierens willen, zitiert wird, um sich anzudienen und seine Zugehörigkeit auszudrücken, dann haben Mott und Cockayne vielleicht einen Punkt.

Sicher gibt es Opportunisten, die sich darin versuchen, einen wissenschaftlichen Beitrag nur dadurch zu erstellen, dass sie sich mit „name dropping“ anzudienen versuchen.

Während man dem Beitrag von Mott und Cockayne entnehmen muss, dass für Genderisten der Zweck eines Beitrags darin besteht, sich über Zitieren anzudienen, schreiben normale Wissenschaftler ihre Beiträge, um die Ergebnisse ihrer Forschung mitzuteilen. Daher zitieren sie diejenigen Wissenschaftler, die theoretische und empirische Vorarbeiten geleistet haben, die für das Verständnis ihrer Fragestellung und Ergebnisse wichtig sind.

Diese Praxis, die Mott und Cockayne vollständig fremd zu sein scheint, ist auf die Inhalte wissenschaftlicher Beiträge gerichtet, nicht auf die Hautfarbe und das Geschlecht dessen, der den Beitrag geschrieben hat. Während Mott und Cockayne einen genetischen Fehlschluss zur allein gültigen Verfahrensweise in den Wissenschaften erheben wollen, versuchen normale Wissenschaftler Fehlschlüsse gerade zu vermeiden: Im Idealfall kritisieren sie vorhandene Forschungsergebnisse (unter Zitation der Urheber) und prüfen deren Behauptungen über die Empirie.

Es geht in der Wissenschaft darum, Inhalte zu argumentieren, nicht darum, nach Hautfarbe und Geschlecht dessen, der die Inhalte erstellt hat, zu differenzieren. Derartig abseitige Ideen können nur aus dem Kreis einer wissenschaftsfernen Sekte wie dem Genderismus kommen, dessen Gläubige der Ansicht sind, primäre und sekundäre Geschlechtsteile übten einen Einfluss auf die Ergebnisse von Denkprozessen aus und letztere seien zudem durch die Hautfarbe eines Wissenschaftlern beeinflusst.

Derartiger Unfug sollte eigentlich dazu führen, dass die Urheber abgeholt und in einer entsprechenden Verwahranstalt untergebracht werden. Tatsächlich können die Urheber dieses Unfugs ihr Unwesen an Hochschulen treiben. In der post-modernen Welt des Konstruktivismus ist auch der Irrsinn an Hochschulen heimisch geworden.

Historiker tun sich gewöhnlich schwer damit, den Niedergang von Kulturen zu erklären. Die derzeitigen Idiotien, die in Form von Gender Studies, Konstruktivismus, Anti-Rassimus oder Whiteness-Studies an Hochschulen betrieben werden, geben einen guten Anhaltspunkt dafür, welche Ursachen der geistige Niedergang, der dem Niedergang ganzer Gesellschaften vorausgeht, hat:

Es beginnt damit, dass Fehlschlüsse zur Grundlage ganzer Fachbereiche werden – , genetische Fehlschlüsse insbesondere, also z.B. der Fehlschluss Geschlecht oder Hautfarbe habe einen Einfluss auf die Fähigkeit rationalen Denkens und wissenschaftlichen Arbeitens.

Tatsächlich ist es in der Regel so, dass diejenigen, die zu faul oder zu dumm sind, die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und die Mühsal wissenschaftlich sauberer Argumentation auf sich zu nehmen, für sich beanspruchen, sie hätten etwas Neues, einen neuen Ismus gefunden, der neue Erkenntnisse ermögliche, die regelmäßig nicht benannt werden können oder einmal mehr Trivialitäten formuliert, die seit Jahrhunderten bekannt sind. Die Neuheit verbiete es mit den Methoden und Techniken der normalen Wissenschaft zu arbeiten und das Neue an normalwissenschaftlichen Standards zu messen. Hans Albert hat dies Kritikimmunisierung genannt.

Sind die entsprechenden Wortgebilde erst einmal an Hochschulen etabliert, dann finden sich auch die entsprechenden Jünger ein, Studenten etwa, die auf der Flucht vor Zahlen nach Studienfächern Ausschau halten, die einen akademischen Abschluss dafür versprechen, dass man erzählt, was einem in den Kopf kommt, und sich keinerlei Beschränkung etwa dadurch auferlegt, die Kopfgeburt mit der Realität in Einklang zu bringen.

Mit dem Heer der Studenten von Fächern wie Gender Studies oder anderen Fächern, für die kein Verwendungszusammenhang vorhanden ist, entsteht ein Druck auf den Arbeitsmarkt, der dann, wenn ein funktionierendes Lobbysystem vorhanden ist, in eine öffentliche Finanzierung für Pöstchen mündet, die außer denen, die sie besetzen, niemand braucht. Als Resultat schießen die entsprechenden Pöstchen, die beraten, wie man Gender oder Ethnie bei dies und das richtig berücksichtigt, aus dem Boden.

Das Angebot schafft sich seine Nachfrage darüber, dass es verpflichtend gemacht wird, über Gesetze in der Regel. So werden Gleichstellungsbeauftragte und sonstige Personen etabliert, die niemand braucht, ausschließlich zu dem Zweck, vorhanden zu sein und jährlich darüber jammern zu können, dass immer noch keine Gleichstellung bei was auch immer erreicht sei.

Das Gejammer wird zum gesellschaftlichen Problem aufgebauscht, mehr Positionen an Hochschulen geschaffen, die Unfug vermitteln und entsprechende Studenten, deren Sinn nicht nach der Mühsal von Wissenschaft, sondern nach den Freuden des Müßiggangs ist, anzieht und mit einem Abschluss versorgt, der sie zu nichts, was gesellschaftlich produktiv wäre, qualifiziert. Also bevölkern sie die Stellen, die eigens geschaffen wurden, um die mangelnde Gleichheit nach Geschlecht, Hautfarbe oder was auch immer zu beklagen und tun, wozu sie ausgebildet wurden: klagen.

Im Ergebnis etabliert sich ein selbstverstärkender Prozess, der entweder dadurch seinen Abschluss findet, dass die gesellschaftlichen Kosten, die durch die systematische Produktion von intellektuellem Ausschuss entstehen, zu hoch sind oder diejenigen, die die Kosten zu tragen haben, in Streik treten und dafür sorgen, dass der Spuk sein Ende nimmt.

Derzeit sind wir von beiden Endszenarien noch weit entfernt. Derzeit gibt es an Hochschulen Personen wie Mott und Cockayne, die ihre Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, zu Papier bringen und in Zeitschriften, die eigens gegründet wurden, um die Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, auch publizieren zu können. Derzeit muss man sich damit auseinander setzen, dass es in der wissenschaftlichen Welt Personen gibt, die allen Ernstes der Ansicht sind, Hautfarbe und Geschlecht würden Forschungsergebnisse beeinflussen. Derzeit müsste Garfinkel auf der Suche nach Forschungsobjekten nicht in Irrenhäuser ausweichen.

Das Zitat zu Anfang dieses Posts stammt übrigens von Philip Zimbardo (Psychologie, S. 612), einem weißen, hegemonialen, neoliberalen Mann. Das war dem Text deutlich anzusehen – oder etwa nicht?

Konzeptioneller Penis schuld an Klimawandel: Der Wahnsinn hinter den Gender Studies

„Das Erschreckende ist, dass es Leute gibt, die so etwas Ernst nehmen“
(Dr. habil. Heike Diefenbach)

Er geht seit einigen Tagen durch die Medien, der Hoax von Peter Boghossian und James A. Lindsay, die Studie, in der sie zuerst zeigen, dass Penisse nicht existieren, vielmehr ein inkohärentes Konstrukt sind. Aber obwohl er nicht existiert, der Penis, ist er dennoch performativ und Ausgangspunkt für Machissmo braggadocio (Angeberischer Machismo), der wiederum nichts anderes ist als aggressiver männlicher Stolz, der wiederum Ausgangspunkt einer Hypermaskulinität ist, die wiederum performativ für männliches Verhalten ist.

Klar?

Zirkulärer kann man nicht definieren und jeder mit normalem Verstand begabte Mensch wird diesen Unsinn sofort als Unsinn erkennen, vor allem dann, wenn Klimawandel als Konsequenz von Hypermaskulinität behauptet wird und somit als Ergebnis einer performativen Wirkung von etwas, das es den gemachten Annahmen zufolge gar nicht gibt: des Penis.

Cogent social sciences.pngBohgossian und Lindsay haben die Gender Studies mit ihrem Unsinns-Beitrag, der tatsächlich von Gutachtern für veröffentlichungswürdig befunden und in der Zeitschrift “cogent social sciences” veröffentlicht wurde, als das demaskiert, was sie nun einmal sind: Die religiöse Spielart einer Ideologie, deren Zweck darin besteht, Selbstwert dadurch zu gewinnen, dass man alles, was man mit „männlich“ in Verbindung bringen kann, abwertet.

Der religiöse Charakter der Gender Studies wird von Bohgossian und Lindsay schonungslos ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Sie machen keinerlei Anstalten logisch kohärent zu argumentieren. Sie widersprechen sich innerhalb weniger Sätze. Sie präsentieren Zirkelschlüsse, füllen ihren Beitrag mit Behauptungen, die sie nie belegen, würzen ihn mit Unsinn und Leerformeln und krönen ihn mit der wilden Behauptung, dass das soziale Konstrukt des Penis, das wenig oder gar nichts mit Gender zu tun habe, und nichts anderes als ein soziales Konstrukt sei, das Hypermaskulinität hervorbringe bzw. von dieser hervorgebracht werde, für den Klimawandel verantwortlich sei.

Der Beitrag von Bohgossian und Lindsay ist ein Meisterwerk, stellt er doch dar, wie man bzw. sich die Vertreter eines Faches, das Anspruch erheben will, universitäres Fach zu sein, um den Verstand reden bzw. schreiben, dadurch, dass sie eine Sprache benutzen, die voller Begriffe ist, die niemand definieren kann, dadurch, dass sie keinerlei Methode in ihrer angeblichen Wissenschaft verwenden und dadurch, dass sich alles als „Gender Studies“ qualifiziert, so lange es nur eine Eigenschaft aufweisen kann: männerfeindlich zu sein.

Wenn noch ein Beleg dafür notwendig war zu zeigen, dass Gender Studies, ein Ableger des Feminismus und weitgehend eine Sekte religiöser Spinner ist, dann hat die Veröffentlichung des Beitrags von Boghossian und Lindsay in einer Fachzeitschrift der Gender Studies diesen Beleg erbracht.

Damit unsere Leser einen Eindruck davon erhalten, welchen Blödsinn die beiden Autoren absichtlich verfasst haben, um zu testen, wie weit man bei Gender Studies gehen kann, ehe es auffällt, dass es sich um Blödsinn handelt, ein Test, der zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man jeden Blödsinn als Gender Study verkaufen kann, haben wir einige besonders eindrucksvolle Stellen aus dem Text von Bohgossian und Lindsay entnommen.

Nach der Lektüre dieser Stellen wird auch dem Letzten deutlich, dass Gender Studies eine methodenleeren Religion darstellen, die auf einem Jargon basiert, der weitgehend inhaltsleer und unbestimmt ist, der aber von einem Hass auf Männer durchdrungen ist, der als bindendes Glied funktioniert (das natürlich sozial konstruiert ist). Insofern muss man wohl konstatieren, dass eine psychiatrische Reihenuntersuchung unter Gender Studierten sicher angezeigt wäre:

Gender Studies T Shirt2. The conceptual penis
The conceptual penis is the operative representation of the penis in society as it obtains via a variety of performative acts and statements related to and concerning gender. Conceptualization is the best way to understand the penis, as the notion of “penis as a male anatomical organ” suffers typical androcentric and meta-scientific limitations and errors as it is both overly reductive, in failing to represent the full reality of penis-bearing human experiences, and incoherent, as the penis itself haslittle or nothing to do with gender (West & Zimmerman, 1987).

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The ultimately performative nature of hypermasculinity via the machismo braggadocio isomorphism is most evident in “male” behaviors typical of many men to reject emotional expressions as feminine. For example, compassion is generally avoided under machismo braggadocio subject performances, as are emotional expressions other than dominant, aggressive ones like anger and irascibility (Ben-Zeev, Scharnetzki, Chan, & Dennehy, 2012). As Scheff (2006) points out, “The hypermasculine pattern leads to competition, rather than connection between persons.” The performative nature of male-on-male competition is reflected into the conceptual penis via the machismo braggadocio isomorphism not only through the behavior, but additionally in phrases regarding toxic hypermasculine competitiveness like “pissing contest,” in which winners are determined by which hypermasculine person is able to project a stream of urine the furthest, often from a height, and “dick-measuring contest,” which needs no elaboration to unveil the direct impact of performative machismo braggadocio competitiveness.

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2.2. Climate change and the conceptual penis
Nowhere are the consequences of hypermasculine machismo braggadocio isomorphic identification with the conceptual penis more problematic than concerning the issue of climate change. Climate change is driven by nothing more than it is by certain damaging themes in hypermasculinity that can be best understood via the dominant rapacious approach to climate ecology identifiable with the conceptual penis. Our planet is rapidly approaching the much-warned-about 2°C climate change threshold, and due to patriarchal power dynamics that maintain present capitalist structures, especially with regard to the fossil fuel industry, the connection between hypermasculine dominance of scientific, political, and economic discourses and the irreparable damage to our ecosystem is made clear.

Destructive, unsustainable hegemonically male approaches to pressing environmental policy and action are the predictable results of a raping of nature by a male-dominated mindset. This mindset is best captured by recognizing the role of the conceptual penis holds over masculine psychology. When it is applied to our natural environment, especially virgin environments that can be cheaply despoiled for their material resources and left dilapidated and diminished when our patriarchal approaches to economic gain have stolen their inherent worth, the extrapolation of the rape culture inherent in the conceptual penis becomes clear. At best, climate change is genuinely an example of hyper-patriarchal society metaphorically manspreading into the global ecosystem.

The deep reason for this problematic trend is explained, in its essence, by McElwaine (1999), where he writes, “Pickett suggests that we have to choose between capitalist rationalism and cultural subcapitalist theory” (Pickett, 1993). Contemporary capitalist theory, a.k.a. neocapitalist theory, derives its claim on rationalism directly from the hypermasculine focus in science and society that can best be accounted for by identification with the conceptual penis. Paxton and Scameron (2006) seem to agree, noting that, “neocapitalist materialist theory holds that reality comes from the collective unconscious, but only if the premise of dialectic objectivism is invalid; if that is not the case, sexuality has significance.” Toxic hypermasculinity derives its significance directly from the conceptual penis and applies itself to supporting neocapitalist materialism, which is a fundamental driver of climate change, especially in the rampant use of carbon-emitting fossil fuel technologies and careless domination of virgin natural environments. We need not delve deeply into criticisms of dialectic objectivism, or their relationships with masculine tropes like the conceptual penis to make effective criticism of (exclusionary) dialectic objectivism. All perspectives matter.”

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