Gendertage sind gezählt: CDU entdeckt die Bedeutung des Cs wieder

In der Neoklassischen Ökonomie werden Märkte als etwas angenommen, das einem Gleichgewicht zustrebt. Steigt die Nachfrage nach einem Gut, dann steigt dessen Preis und gleichzeitig finden sich immer mehr, die das Gut produzieren. Als Ergebnis steigt das Angebot und der Preis wird wieder geringer. Auf Aktienmärkten hat sich diese Idee in der Diskussion um Arbitrageure niedergeschlagen, also Händler, die Aktien, die sie für unterbewertet halten, kaufen und im Gegenzug überbewertete Aktien verkaufen. Im Ergebnis nähert sich der Preis der unterbewerteten und der überbewerteten Aktien dem korrekten Preis an.

Auf den sozialen Märkten der Gesellschaft ist das genauso.

Seit Jahren werden in Deutschland unter dem Banner von Staatsfeminismus und Gender Mainstreaming Frauen bevorzugt. Seit Jahren werden Frauen, die sich im Angebot befinden, staatlich subventioniert, um ihnen auf diese Weise einen Marktvorteil zu verschaffen. Das hat nicht nur in manchen Teilen zu einem Leistungsverfall geführt, es hat auch den Bogen der Toleranz überspannt, da die Kosten für die Bevorzugung in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Wenn viele hohe Kosten für einen Nutzen zu tragen haben, der weit hinter den Kosten zurückbleibt und nur einer ausgesuchten Minderheit zugute kommt, dann ist es eine Frage der Zeit, bis gesellschaftliche Akteure auf den Plan treten, die die Unzufriedenheit nach ihren Vorstellungen kanalisieren wollen und auf diese Weise dafür sorgen, dass die Gesellschaft, die erhebliche Schlagseite nach links hat, wieder justiert wird. Die AfD ist ein solcher Akteur. Die CDU scheint sich, trotz Merkel, als solch ein Akteur anbieten zu wollen.

Diesen Schluss muss man ziehen, wenn man die Ankündigung zum Politischen Salon am 3. Februar 2018 liest, die die Konrad-Adenauer-Stiftung, also das Vehikel der CDU, in das Steuergelder seit das Bundesverfassungsgericht deren Einleitung in Parteikassen verboten hat, kanalisiert werden, gerade verschickt hat.

„Gender, Instrument der Umerziehung? Ziele – Kosten – Wirkungen“, so lautet der Titel der vierstündigen Veranstaltung, die man wohl völlig wertfrei als kulturellen Backlash bezeichnen muss: Die christliche Kultur schlägt zurück, und sie tut das mit genau den Werten, die die Genderideologie seit Jahrzehnten zu diskreditieren versucht. Das war vorhersehbar. Einzig, dass es so lange gedauert hat, bis sich konservative Parteien gründen bzw. die CDU sich erinnert, dass C für Christlich und die damit verbundenen Werte steht, ist überraschend.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) wird wohl als intellektuelle Vorhut der CDU vorausgeschickt, um den Widerstand auszutesten, der von denen zu erwarten ist, der derzeit noch aus den Steuertrögen des Gender Mainstreaming gefüttert werden.

Und das tun die Mannen der KAS dann auch mit Überzeugung und mit dem Versuch, Anschluss bei Papst Franziskus zu finden. Letztlich kann es nur gut sein, wenn wieder bekannt wird, dass nicht nur die Gender Ideologie den Anspruch erhebt, ihre Anhänger selig zu machen, sondern auch die christliche Ideologie. Und während Erstere die Seligkeit in der Diversität eng umrissener Vorstellungen dessen, was man ablehnt, verspricht, ist die Seligkeit, die Letztere beschreiben, zumindest positiv definiert. Das mag den ein oder anderen zu dem Gedanken bringen, dass keine, weder die christliche noch die Genderideologie die Ideologie seiner Wahl ist, dass er lieber Individuum und eigenverantwortlich bleibt, und zwar unter Abgrenzung zu den jeweils vorgeschlagenen kollektiven Formen der Seligkeit und unter rationaler Abwägung von Alternativen zum eigenen Vorteil. Denn ein gesellschaftlicher Markt funktioniert immer dann am besten, wenn alle ihren eigenen Vorteil zu verwirklichen suchen. Das verhindert Trittbrettfahrer. Es verhindert Sozialprofiteure, und es sorgt dafür, dass der gesellschaftliche Wohlstand gemessen als Lebensstandard der einzelnen maximiert wird.

Dessen ungeachtet empfehlen wir jedem Leser die Lektüre des Ankündigungstextes, der mit der Feststellung endet, dass die „Gendertheorie keiner wissenschaftlichen Prüfung standhalten könne“, eine Feststellung, die den Staatsfeminismus, wie er sich im Gender Mainstreaming niederschlägt, mit den Gender Studies vermengt und somit das ist, was die Genderista, die die Wissenschaft für politischen Aktivismus verraten hat, verdient: Die Gespenster, die die Genderista gerufen hat, sie holen sie mittlerweile ein und lassen sich nicht mehr abschütteln.

Kein Wunder, dass sich landauf landab die Angst vor Veränderung in den rigiden Gehirnwindungen der Genderista einstellt, Veränderung, die die eigene Ideologie ins Abseits stellen und das gepflegte Leben auf Steuerzahlers kosten beenden kann bzw. wird.

Hier der Ankündigungstext:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Konrad-Adenauer-Stiftung,

wissen Sie, was die Gender-Ideologie will und wie sie unsere Gesellschaft verändert? Wenn nicht,
dann sollten Sie unbedingt unseren Politischen Salon besuchen. Soviel steht fest:

Die Gender-Theorie geht davon aus, dass jeder – neben seinem biologischen Geschlecht – sein eigenes soziales Geschlecht selbst bestimmen kann. Wer heute Mann ist, kann sich morgen als Frau definieren. Dass diese auf Selbstoptimierung ausgerichtete Ideologie, die in ihrer verkürzten Logik die Familie negiert, mit dem christlichen Menschenbild nichts zu tun hat, ist offenkundig.

1999 hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die als Gender-Mainstream bezeichnete Ideologie als Staatsziel zur Gleichstellung von Frauen und Männern beschlossen und zwar als durchgängiges staatliches Leitprinzip.

Papst Franziskus hat jüngst die Gender-Theorie als „Feind der Ehe“ bezeichnet. „Es gibt heute einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“, sagte er. Die Ehe werde nicht „mit Waffen zerstört“, sondern „man zerstört sie mit Ideen.“

Der Evolutionsbiologie Prof. Ulrich Kutschera hat in einem Artikel im Focus (38/2015) belegt, dass die Gendertheorie keiner wissenschaftlichen Prüfung standhalten könne. Sein Fazit: „Solche Lehren sind eine Schande für den Wissenschaftsstandort
Deutschland“.

Auf Ihr Kommen freut sich Ihr
Karl-Heinz B. van Lier
Landesbeauftragter
Politisches Bildungsforum Rheinland-Pfalz
Leiter des Landesbüros

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Intellektuelle Zeitbomben von Genderterroristen

Die Überschrift geht auf Dr. habil. Heike Diefenbach zurück, die das ständige Berieseln der Öffentlichkeit mit Gender-Trash als Form von Terrorismus und Folter ansieht, mit denen normale Menschen in ihrer Denkfähigkeit beeinträchtigt und in ihrer intellektuellen Klarheit bedroht werden sollen. Gender-Terroristen wollen also dadurch, dass Sie die Abgründe an Dummheit und Unsinn, zu denen die Betätigung des neuronalen Netzwerks, das Menschen mitgegeben ist, führen kann, als Zeitbomben platzieren, die jederzeit von einem naiven oder dummen oder naiv-dummen Journalisten zur Explosion gebracht werden können, unter denen, die noch klaren Verstandes sind, Angst und Schrecken verbreiten, in der Hoffnung, sie um den Verstand zu bringen und zur Beute der Genderista machen zu können.

Soviel als Vorrede.

Erinnern Sie sich noch an den Rohrkrepierer #4GenderStudies, der kurz vor Weihnachten das Ansehen der Gender Studies retten sollte, als gäbe es da etwas zu retten?

Als Folge davon finden sich noch eine Reihe intellektueller Zeitbomben im Internet, deren Sprengkraft geeignet ist, noch den letzten Rest von Glauben daran, dass Gender Studies und Intelligenz doch nicht vollständig inkompatibel sind, zu Staub zerbröseln zu lassen.

Die folgende intellektuelle Zeitbombe, die unser Team der Gender-Bombenentschärfung gerade unschädlich gemacht hat, hat uns ein Kommentator geschickt. Sie stammt aus dem Projekt “Gendergerechter Technikjournalismus”, das sich die Hochschule Rhein-Sieg leistet, offenbar in der Annahme, es gebe keine Reputation, die damit zerstört werden könnte. Susanne Keil und Nina Kim Leonhardt haben es zu verantworten.

“Die angehenden Technikjournalistinnen und –journalisten sollen lernen, Technik multimedial und gut verständlich zu vermitteln. Zugleich erwarten wir von ihnen eine kritische Begleitung neuer technischer Entwicklungen. Sie sollen ihren Userinnen und Usern dabei helfen, die Bedeutung künstlicher Intelligenz für die Gesellschaft einzuschätzen, aber auch erklären, wer wieviel Geld in welche technischen Entwicklungen investiert und welche Interessen damit verbunden sind.

Die Gender Studies helfen mit ihrem analytischen und kritischen Blick dabei, genau diese Fragen zu stellen und zu beantworten: Exemplarisch für viele andere Kategorien, die unsere Gesellschaft strukturieren, zeigen sie: Nicht jede technische Entwicklung kommt gleichermaßen Jungen und Alten, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen oder Männer und Frauen zugute. Und diejenigen, die Forschungsgelder in Technik investieren, tun dies nicht immer zum Wohle aller Mitglieder einer Gesellschaft.

Auf einer pragmatischen, durchaus wirtschaftlich nutzbaren Ebene können die Gender Studies aber auch dabei helfen, Deutschland innovativer zu machen und das Potenzial und die Ideen von Frauen dabei zu nutzen.”

Booom.

Das war eine kontrollierte Explosion dieses intellektuellen Sprengstoffs, in dem allen Ernstes verbreitet werden sollte, dass wir den Gender Studies die Erkenntnis verdanken, dass nicht jede technische Entwicklung gleichermaßen Alt und Jung und Menschen aus verschiedenen Kulturen und Männer und Frauen zu gute kommt.

Wer hätte das gedacht?
Sie?
Nun, die Besitzer von Pferdedroschgen, die sich mit der Einführung des Automobils in ihrer Existenz gefährdet gesehen haben, hatten sicher keine Idee davon, dass ihnen diese technische Neuerung zunächst einmal nicht zu gute kommt. So wenig wie die männlichen Erfinder des Telefons eine Idee davon hatten, dass Ihr Instrument zur Fern-Kabelübertragung von Sprache unmittelbar von zumeist weiblichen Quasselstrippen, übernommen und zum Schaden aller, deren kurzes Gespräch am Besetzzeichen scheitert, monopolisiert wird.

Oder man denke an die Erfindung der Reproduktionstechnologie, die es noch den letzten Unfruchtbaren ermöglicht, ihren Kinderwunsch auf Kosten der Allgemeinheit umzusetzen. Gut, dass es die Gender Studies gibt und wir derartige Einsichten nunmehr haben, nun nach mehreren tausenden von Jahren, die vergangen sind, seit sich die Ägypter bei Kadesch (1274 v. Chr.) um ihren Pharao Ramses II scharten, um sich bitter darüber zu beklagen, dass sie sich am falschen Ende der Erfindung des Streitwagens finden, während die Hethiter die richtige Seite besetzen. Wir haben hier einen der ersten Fälle kultureller Benachteiligung durch technische Entwicklungen vor uns. Den Göttern sei Dank, dass wir heute auf die Gender Studies zurückgreifen können, die uns das Rätsel von Kadesch, die Niederlage des Gottkönigs Ramses II angesichts überlegener hethitischer Militärtechnologie durch die Erkenntnis erkären kann, dass Interessen hinter technischen Entwicklungen stehen und die Entwicklungen nicht jedem in gleicher Weise zu gute kommen.

Wollen Sie, dass Gender Studies dazu beitragen, Deutschland innovativer zu machen, angesichts der oben beschriebenen Ideen von zwei Personen mit weiblichen Namen von der Rhein-Sieg Hochschule?

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Vom Anti-Feminismus reaktionärer sogenannter Feministen

von Dr. habil. Heike Diefenbach

Unter der Überschrift „Von gekauften Wissenschaftlern und Junk Science in the Making“ haben wir am 9. Januar von einer Werbe-Maßnahme des BMBF berichtet, durch die das Ministerium einer Million Euro Steuergelder verprasst, um unter dem programmatischen Titel „REVERSE“ ein überkommenes Bild vom hilflosen Weibchen, das prinzipiell unfähig ist, im Wettbewerb der Kompetenzen zu bestehen und deshalb vom Staat künstlich auf Stellen gehievt werden muss (warum, bleibt ein Geheimnis), zu propagieren und jeden, der weniger reaktionär (d.h. nach dem Duden „an nicht mehr zeitgemäßen [politischen] Verhältnissen festhaltend) ist, als „anti-feministisch“ einzustufen.

Der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit ist schon angesichts des rein politischen Kontextes von REVERSE lächerlich. Aber REVERSE ist auch gesellschaftspolitisch schwerlich anders denn als lächerlich zu bezeichen, denn im Tollhaus, für das man das BMBF halten muss und in dem sich anscheinend eine ganze Reihe der Frauen, die von den durch dieses reaktionäre Frauenbild begründeten Bevorteilungsmaßnahmen profitiert haben, bei (mindestens) freier Kost und Logis einquartiert haben, wirft man verzweifelt mit Vokabeln um sich, die zu benutzen man sich angewöhnt hat, die aber meist weniger benutzt als vielmehr missbraucht werden. Das beginnt bereits bei den Begriffen „Feminismus“ und „Anti-Feminismus“, die wir uns an dieser Stelle (einmal mehr) etwas näher betrachten wollen.

1. Feminismus im Oxford Dictionary und REVERSE

Im Oxford Dictionary wird „feminism“ definiert als „[t]he advocacy of women’s rights on the ground of the equality of the sexes”.

In dieser Definition wird vorausgesetzt, dass es eine “Gleichheit” der Geschlechter gebe, wobei offen bleibt, worin diese Gleichheit bestehen soll. Der Verweis auf „women’s rights“ legt aber nahe, dass diese Gleichheit als eine rechtliche anzusehen ist. Diese rechtliche Gleichheit von Männern und Frauen ist in Deutschland aber schon seit Langem durch das Grundgesetz gewährleistet, und die Kriminologie hat in den letzten Jahrzehnten keinerlei Hinweise auf eine Diskriminierung von Frauen vor Gericht bzw. in oder bei der Rechtsprechung ergeben (wenn überhaupt, dann eher im Gegenteil).

Wenn man die postulierte, aber nicht näher definierte „Gleichheit“ nicht als eine rechtliche Gleichheit interpretieren möchte, stellt sich die Frage: als was sonst? Gleichstellung von Männern und Frauen im Sinn von Ergebnisgleichheit kann logischerweise nicht mit „equality of the sexes“ gemeint sein, denn sie wird ja als Basis („ground“) für die Rechte von Frauen bezeichnet, aber nicht als Basis für die Rechte von Männern. Das macht nur dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass prinzipiell, quasi kraft Weiblichkeit, alle Frauen alle vorstellbaren Nachteile in jeder vorstellbaren Hinsicht gegenüber Männern haben, was völlig unplausibel ist und jeder Alltagserfahrung widerspricht. Wenn diese extreme Vermutung aber ausgeschlossen ist, dann muss man feststellen, dass die Gleichheit der Geschlechter die Zuweisung von Rechten (nur) an Frauen logisch ausschließt, denn entweder die Geschlechter sind gleich/werden gleich behandelt oder eben nicht.

Der Anti-Feminist, den REVERSE dingfest machen möchte, wäre, wenn man die Definition von „Feminismus“ im Oxford Dictionary zugrundelegt, also jemand, der sich dagegen wendet, dass Frauen bevorteilt werden, ihnen Sonderrechte zugestehen will, vermutlich, weil er meint, Frauen seien keine inferioren Wesen, sondern Männer und Frauen seien tatsächlich mit gleichen Fähigkeiten oder mit gleichen Rechten ausgestattet, so dass eine Bevorteilung nicht notwendig ist, sondern als Ausdruck von Vorteilsnahme oder von Verachtung von Frauen gelten muss.

2. Feminismus im Dictionary von Merriam-Webster und REVERSE

Im Dictionary von Merriam-Webster wird „Feminismus“ definiert als:

1: the theory of the political, economic, and social equality of the sexes
2: organized activity on behalf of women’s rights and interests

Legt man die erste Definition zugrunde, so verfehlt REVERSE das Thema, denn dann müsste es Inhalt der Maßnahme sein, die Theorie von der (Existenz? Wünschbarkeit? der) politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter (in welcher Hinsicht?) zu begründen. Sollte die Theorie auf ihre Entsprechung zur Realität hin geprüft werden, würde dies selbstverständlich die Betrachtung all der gesellschaftlichen Bereiche beinhalten müssen, in denen Männer Nachteile haben, und es müssten all die Maßnahmen aufgearbeitet werden, durch die Männer diskriminiert werden, wie z.B. das Professorinnen-Programm. Diejenigen, die sich für die Diskriminierung von Männern einsetzen oder ihren Nachteilen gleichgültig gegenüberstehen, müssten dann als Anti-Feministen bezeichnet werden, denn „Feminismus“ soll sich ja auf die Gleichheit der Geschlechter beziehen. Dies alles ist offentsichtlich nicht das, was durch REVERSE propagiert werden soll. Vor diesem Hintergrund kann man vielleicht vermuten, dass seltsamerweise „Anti-Feministen“, auch im Sprachgebrauch von REVERSE, diejenigen sein müssen, die der ersten Definition von „Feminismus“ im Dictionary von Merriam-Webster etwas abgewinnen können, also in irgendeiner Form die Gleichheit der Geschlechter postulieren oder propagieren und nicht die Bevorteilung von Frauen bzw. die Gleichgültigkeit gegenüber Nachteilen von Männern.

Legt man die zweite Definition zugrunde, so muss man erstens die Prämisse teilen, dass Frauen (als solche) dieselben Rechte hätten oder haben sollten und dass sie alle dieselben Interessen haben. Zumindest was Letzteres betrifft, kann man diese Definition getrost vergessen, weil es von vornherein absurd ist, abzustreiten, dass es eine Vielfalt von Interessen verschiedener Menschen gibt, und statt dessen anzunehmen, dass die Interessen von Menschen durch ein einziges biologisches Merkmal gleichgeschaltet oder auch nur dominiert werden. REVERSE hat offensichtlich Sinn für das Absurde, und es scheint Teil einer „organisierten Aktivität“ zu sein, aber nur einer Aktivität im Hinblick auf die Interessen von Mittelschichtsfrauen im besten Fall und im schlechtesten Fall auf die Interessen derer, die durch die Bevorteilung von Mittelschichtsfrauen selbst nutznießen. Ein „Anti-Feminist“ ist für REVERSE dann jemand, der der Nutznießung an Steuergeldern durch Mittelschichtsfrauen mindestens skeptisch gegenübersteht. Dann steht zu erwarten, dass den reaktionären REVERSElern der bei weitem größte Teil der Menschheit als „anti-feministisch“ gelten wird, denn derselbe gehört nicht zur Mittelschicht oder ist nicht weiblich und ist daher von der Nutznießung ausgeschlossen.

3. Feminismus im Cambridge Dictionary und REVERSE

Im Cambridge Dictionary wird „feminism“ definiert als:

“the belief that women should be allowed the same rights, power, and opportunities as men and be treated in the same way, or the set of activities intended to achievethis state”.

Legt man diese Definition zugrunde, so ist REVERSE entweder schlicht überflüssig, den Frauen haben bereits dieselben Rechte, dieselbe Macht und dieselben Gelegenheiten wie Männer. Oder REVESE müsste wieder die vielen Nachteile von und Diskriminierungen gegen Männer dokumentieren, denn Bestand der Definition ist ja, dass Frauen genauso behandelt werden sollen wie Männer ¬– und eben nicht als kraft Weiblichkeit minderbemittelte und daher konkurrenzunfähige Wesen dargestellt und eben deshalb bevorteilt werden sollen. REVERSE müsste auf der Grundlage dieser Definition Vorschläge darüber machen, welche Aktivitäten entwickelt werden könnten, um jeweilige Nachteile von Frauen und von Männern zu beheben. Weil REVERSE offensichtlich nicht an der Behebung von Nachteilen von Männern gegenüber Frauen interessiert ist, sind die „Anti-Feministen“, die sie dingfest machen wollen, sie selbst.

4. Feminismus im Duden und REVERSE

Im Duden wird (gesellschaftspolitischer) Feminismus definiert als

„Richtung der traditionellen Rollenverteilung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z.B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt“.

In dieser Definition wird – wie im Dictionary von Merriam-Webster – die absurde Vorstellung, dass menschliche Interessen für Angehörige desselben biologischen Geschlechtes dieselben seien, als ein definitorisches Merkmal von „Feminismus“ festgehalten. Mindestens ebenso absurd ist die Rede von „der Frau“ in der Einzahl, so als würde der Duden von der Annahme ausgehen, dass es entweder nur eine einzige Frau auf der Erde gebe, was ziemlich unplausibel ist, oder davon, dass alle auf der Erde real existierenden Frauen im Grunde eine einzige seien, vielleicht in der Form, dass sie ohne Ausnahme Klone einer historischen Eva sind, was die Frage nach der Präsenz von Extra-Terrestrischen auf der Erde vor vielen Jahrtausenden in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.

Weiterhin wird als ein definitorisches Merkmal von „Feminismus“ festgehalten, dass er auf dem reaktionären Kampfbegriff „patriarchalisch“ aufbaut, der keine empirische Entsprechung hat, denn das Mindeste, was zum sogenannten Patriarchat festgehalten werden muss, ist, dass es aktuell in der westlichen Welt keines gibt, weshalb es auch keines zu bekämpfen gibt. Tatsächlich wird dieser Kampfbegriff sogar von Frauen, die als prominente Vertreteterinnen „des“ Feminismus gelten und sich selbst entsprechend verorten, wie Maria Mies, als ein bloßer „Kampfbegriff“ bezeichnet, was die Frage aufwirft, ob diese Feministinnen nicht tatsächlich Anti-Feministinnen gemäß des Duden sind.

Jedenfalls kann festgehalten werden, dass der Duden „Feminismus“ mit Verweis auf die Vorstellung von „der“ Frau in der Einzahl, auf die Vorstellung von durch das biologische Geschlecht determinierten Interessen und der Verwendung von überholten Kampfbegriffen als eine Don Quichotterie (wenn nicht als Vorstufe zum Wahnsinn) ausweist.

Wenn es im Großen und Ganzen diese Definition aus dem Duden ist, auf die REVERSE aufbaut, dann kann man hieraus ableiten, dass eine Million Steuergelder für irgendwelche Don Quichotterien ausgegeben werden bzw. für Kämpfe gegen nur in der Vorstellung einiger Personen, die (deshalb) als gesellschaftliche Abweichler bezeichnet werden könnten, existieren, eine Million Steuergelder einer besseren Verwendung zugeführt werden würden, wenn sie als das berühmt-berüchtigte Geld zum Anzünden von Zigaretten verwendet würden. Anti-Feministen sind dann diejenigen, die sich gegen die sinnlose Verprassung von Steuergeldern wenden.

Man muss immerhin zugestehen, dass der Titel der Maßnahme, REVERSE, noch am ehesten zur Definition von „Feminismus“ im Duden passt, sollen hier doch längst überwundene Klischees von der angeblich massenhaften Existenz „traditoneller Rollenbilder“, vom „Patriarchat“ und von kraft Weiblichkeit wettbewerbsunfähigen Frauen wiederbelebt werden, vielleicht, um mit der Bevorteilungspolitik von Mittelschichtsfrauen auf den hype aufzusetzen, der derzeit alles Untote umgibt. Möglicherweise kann REVERSE doch noch in ein erfolgreiches Unternehmen transferiert werden, wenn es sich bei seiner Erzählung an den Bucherfolgen von Patricia Rosemoor und Marc Paoletti mit „The Last Vampire“ oder „The Vampire Agent“ oder von Denise Verrico mit den „Annals of the Immortyls“ orientiert.

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Von gekauften Wissenschaftlern und Junk Science in the Making

Falls es jemanden gibt, der sich fragt, warum Bundes- und Landesministerien mittlerweile sicher mehr als eine Milliarde Euro aufgewendet haben, um Gender Studies und ihre Ableger an Hochschulen zu installieren, warum Programme von Bund und Ländern dazu benutzt werden, (weibliches) Geschlecht und nicht Kompetenz zum Berufungsgrund zu machen, warum Fördertöpfe von Bund und Land bereitgestellt werden, um das Heer der Unvermittelbaren, das im Rahmen der entsprechenden Programme gekauft wurde, mit Drittmitteln zu versorgen, hier kommt die Antwort.

Wir haben bereits in der Vergangenheit von den Schöpfungen der Ministerien in Bund und Ländern berichtet, die über Bevorzugungsprogramme in Positionen der institutionalisierten Wissenschaft gehievt werden, um dort mit anderen Mitteln des Bundes und der Länder finanziert zu werden und um von dort aus die Drecksarbeit zu machen, für die sich die Herrschaften in Ministerien von Bund und Ländern immer noch – warum auch immer – zu fein sind.

Das Projekt REVERSE, das vom BMBF mit einer Million Steuereuro finanziert wird, ist ein Beispiel für diese Drecksarbeit. Steuereuro werden vordergründig vergeben, um Ursachen und Erscheinungsformen des Anti-Feminismus, der angeblich die Gesellschaft spaltet und unzulässig zu einem „Anti-Pluralismus“ verallgemeinert wird (wie etwas, das distinkt anders ist als der Einheitsbrei, der Genderisten vorschwebt, anti-pluralistisch sein kann, ist ein Rätsel, das man vermutlich nur lösen kann, wenn man die neuronalen Einöden, die die Hirne von Genderisten darstellen, simulieren kann), aufzuarbeiten. Tatsächlich geht es in REVERSE nicht darum, ein Forschungsobjekt wissenschaftlich zu erarbeiten. Tatsächlich geht es um krude Beeinflussung und politischen Aktivismus.

Das wird sehr deutlich, wenn man sich die Zeit nimmt, den hier verlinkten Text zu lesen, den man wie folgt zusammenfassen kann: Debatten, die Kritik am Genderismus üben, beeinträchtigen die öffentliche Meinungsbildung und sind gesellschaftlichem Zusammenhalt abträglich. Die entsprechenden Debatten gehen von denen aus, die Genderisten nicht leiden können und deren Ziel darin besteht, die „Privilegien von Männern“ zu verteidigen. Selbst Frauen tragen diese „anti-feministische Strömung“, Frauen, die „Vorteile in der Re-Traditionalisierung der weiblichen Rolle sehen“. Aus diesem Grund ist es das Ziel von REVERSE die „verschiedenen Dimensionen desintegrierender Spaltungslinien im ‚Anti-Genderismus’-Diskurs” darzustellen. Zunächst sollen “Trägerschichten, Einstellungen, diskursive Strategien, Mobilisierungs- und Radikalisierungspotenziale anti-feministischer Bewegungen mit Fokus auf die Wechselwirkungen von Überzeugungen mit dem Erleben und der Diskursivierung gesellschaftlicher Umbrüche“ untersucht werden, um auf dieser Grundlage Ansatzpunkte zu identifizieren, „um potentiell gesellschaftsspaltenden Diskursen zu begegnen”.

„Gemeinsam u.a. mit Trägern der politischen Bildung werden Bildungsangebote entworfen, die sich mit (Un- )Gleichheitsvorstellungen, anti-/liberalen sowie anti-/demokratischen Deutungen von Geschlechterverhältnissen beschäftigen. In Multiplikator*innen-Workshops erarbeitete Transferkonzepte werden im internen Benchmarking evaluiert und in ein öffentlichkeitswirksames Transferprogramm integriert. Zentrales Instrument sind mehrformatige Veranstaltungsreihen zur Aufklärung, Wissensvermittlung sowie Diskussion geschlechterpolitischer Fragen. Neben klassischen Konzepten für den intra- und interuniversitären Austausch, Expert*innen- und Arbeitsgesprächen, Podiumsdiskussionen und Fachpublikationen werden Seminare und Gesprächsrunden zur Anwendung im Studium Generale oder in Schulen sowie entwicklungspsychologische und pädagogische Konzepte und Manuale für die Aus- und Weiterbildung von Ärzt*innen, Psycholog*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen und Fachkräften der Sozialen Arbeit entwickelt“.

Dass die Damen von REVERSE versuchen, sich den Anstrich von Wissenschaftlichkeit zu geben, ist ein schlechter Witz, der wieder einmal zeigt, dass man, wie schon ein biologische Abnormalität aus den x-Files weiß, nicht vorgeben kann, etwas zu sein, was man nicht ist. Gender Studierte sind keine Wissenschaftler. Sie sind politische Aktivisten.

Wissenschaftler haben einen Forschungsgegenstand. Genderisten haben ein politisches Anliegen.

Wissenschaftler wollen den Forschungsgegenstand erklären. Genderisten regen sich über einen empirischen Fakt auf und wollen ihn zum Verschwinden bringen.

Wissenschaftler untersuchen einen Forschungsgegenstand, um zur Theoriebildung beizutragen. Genderisten wollen den empirischen Fakt, der sie aufregt, eliminieren.

Wissenschaftler stehen ihrem Forschungsgegenstand neutral gegenüber. Genderisten stehen ihrem Erregungsgegenstand von Anfang an negativ gegenüber. Sie haben Vorurteile, die durch keinerlei Beobachtung veränderbar sind.

Wissenschaftler sind rationaler Argumentation verpflichtet und streben danach, eine Kongruenz zwischen ihrer Theorie und empirischen Beobachtungen herzustellen. Genderisten sind ihrer Heilslehre verpflichtet und streben danach, abweichende empirische Beobachtungen zu eliminieren.

Und deshalb ist es das Ziel von REVERSE, Mittel und Wege zu ersinnen, mit denen man die Kritik an der Heilslehre des Genderismus unterdrücken, beseitigen, eliminieren kann. Wie gewöhnlich sind die angestrebten Mittel nicht Mittel des rationalen Diskurses, denn dazu müsste man die Legitimität von Kritik am Genderismus anerkennen, sondern Mittel des Zwangs, der Manipulation und Indoktrination.

Wer auch immer an REVERSE beteiligt ist und zu den Marburgern, die daran beteiligt sind, liegen uns bereits interessante Analysen zu Querverbindungen und wenn man es einmal so bezeichnen will „Werdegang“ vor, ist alles nur kein Wissenschaftler. Die meisten Beteiligten wurden über Bundes- und Landesprogramme in ihre institutionelle Position gehievt, sind seit Jahren Empfänger von Zuwendungen aus Landes- und Bundestöpfen, die der Förderung ansonsten offensichtlich chancenloser „Projekte“ aus dem Bereich des Genderismus oder schlicht der politischen Zuarbeit dienen, so dass der Verdacht naheliegt, sie wurden in ihren Positionen an Universitäten installiert, um als intellektuelle UBoote jederzeit für politische Zwecke eingesetzt werden zu können, immer in der Hoffnung, man könne sie mit dem Feigenblatt der Wissenschaftlichkeit ausstatten,

Man kann es nicht, wie der neueste Unsinn aus der Gender-Kaderschmiede in Marburg zeigt, den wir auf der Seite der DGS, die einst Soziologen vertreten hat und heute zu einer Nickveranstaltung des politischen Zeitgeistes geworden ist, gefunden haben:

“ERFAHRUNGEN FACH SOZIOLOGIE MIT DISKURSEN ÜBER UND ARGUMENTATIONEN GEGEN GENDER STUDIES, FEMINISMUS UND GENDER MAINSTREAMING
Das Zentrum für Gender Studies der Universität Marburg forscht im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „REVERSE“ zur Sicht von WissenschaftlerInnen auf Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming.

Die ForscherInnen des Projektes bitten die DGS-Mitglieder und LeserInnen der DGS-Website um die Beantwortung der folgenden Frage:
 Welche Erfahrungen gibt es im Fach Soziologie mit Diskursen über und Argumentationen gegen Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming?

Bitte richten Sie Ihre Antwort bis zum 31.01.2018 an Dr. Marion Näser-Lather: naeserm(at)staff.uni-marburg.de
Weitere Informationen zum Projekt “REVERSE” finden Sie im Anhang.”

Wir rufen alle Soziologen, die beim Versuch, mit Genderisten zu diskutieren, die Erfahrung gemacht haben, dass sie als Antwort auf ihre Kritik persönlich angegriffen wurden, diskreditiert wurden, dass man versucht hat, sie mundtot zu machen, ihnen nahegelegt wurde, die Universität zu wechseln, wie es einem männlichen Nachwuchswissenschaftler an der Frankfurter Universität geschehen ist, der eine fundierte Kritik zum Mythos „Gender Pay Gap“ publiziert hat, das sie zum Gegenstand einer Rufmordkampagne wurden, wie sie an der Universität Leipzig durchgeführt wurde und vieles mehr, sich bei der angegebenen eMail-Adresse zu melden. Vielleicht gelingt es auf diese Weise Marion Näser-Lather, die es zwar irgendwie zur Promotion geschafft hat, aber nicht zu wissen scheint, dass Wissenschaft nicht darin besteht, Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern darin, einen Forschungsgegenstand zu untersuchen, was es notwendig voraussetzt, ihn von allen Seiten zu betrachten, nicht nur von denen, die einem affektiv und ideologisch gerade in den Kram passen, ein wenig Nachhilfe in wissenschaftlichem Vorgehen, wissenschaftlicher Methode und wissenschaftlicher Lauterkeit zu geben.

Aber natürlich ist es kaum zu erwarten, dass sich jemand, der eine Vorstellung davon hat, was wissenschaftliche Lauterkeit ist, als Vasall für die dreckige Arbeit, die Ministerien zu vergeben haben, verdingt, für dreckige Arbeit, die darin besteht, unter dem Deckmantel der Finanzierung von angeblich wissenschaftlicher Forschung Indoktrinationsmaterial zu produzieren, mit dem der politische Gegner derer bekämpft werden kann, die ihren Hintern in Ministerien plattsitzen.

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Belegt: Gender Studies sind ein Mitesser-Fach – 38 [!sic] davon gibt es alleine in Berlin

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Gender Studies keine Wissenschaft sind. Sie haben kein theoretisches Fundament, keine Methode, keine Erkenntnistheorie, kein Forschungsziel, keinen angebbaren Nutzen außer dem, als Versorgungsmethode für ansonsten gescheiterte Akademikerinnen zu dienen. Gender Studies sind nichts anderes als ein Mitesserfach, das versucht, Ergebnisse anderer Fächer als eigene zu verkaufen oder sich an andere Fächer anzuhängen und durchschleppen zu lassen.

Der Beleg dafür, dass die Gender Studies ein Mitesserfach sind, liegt in mehrfacher Form vor. Einerseits haben es die Vertreterinnen der Gender Studies bis zum heutigen Tag nicht geschafft, 30 einfache Frage zu beantworten, die jeder, der von sich behauptet, er sei ein Wissenschaftler, dann im Schlaf beantworten kann, wenn er tatsächlich ein Wissenschaftler ist. Andererseits liegen nun die Antworten der Berliner Senatskanzlei für „Wissenschaft und Forschung“ auf eine schriftliche Anfrage das Abgeordneten Martin Trefzer von der AfD im Angebordnetenhaus vor, die sehr deutlich zeigen, dass es sich bei Gender Studies um ein Mitesserfach handelt, das sich an etablierte Fächer anhängt, um fortan von deren Errungenschaften zu leben.

Die Durchsetzung der Sozial-, aber längst nicht nur der Sozialwissenschaften mit den politischen Genderaktivisten ist eine klandestine Angelegenheit, von der man in öffentlichen Statistiken nur die Spitze des Eisberger erkennen kann. Dies wird deutlich, wenn man die Ergebnisse unserer kursorischen Zählung der Gender Studies Professuren an Berliner Universitäten mit der Antwort der Berliner Senatskanzlei „Wissenschaft und Forschung“ auf die Anfrage von Martin Trefzer (AfD) vergleicht:

Wir haben aus öffentlichen Quellen vier Professuren an der HU-Berlin, vier an der FU-Berlin und zwei an der TU-Berlin zusammengetragen, die Gender Studies in ihrer Denomination tragen. Tatsächlich ist die Zahl der Fächer, an die sich Gender Studies angehängt haben, viel größer. An der FU-Berlin gibt es nicht vier, sondern 14 Professuren mit einer Denomination in Gender Studies, an der HU-Berlin gibt es weitere 12 und nicht 4 Professuren in Gender Studies, an der TU-Berlin sind es vier statt der zwei, die wir in den Daten des BMBF gefunden haben. Hinzu kommen weitere vier Professuren an der Universität der Künste, die natürlich keine Universität, sondern eine Hochschule ist und weitere vier an der Alice-Solomon-Hochschule. Insgesamt summieren sich die Gender Studies Professuren in Berlin auf 38 Professuren.

38 Mal mitessen durch Gender Studies.

Philosophie und ihr Teilbereich die Ethik sind eingeführte wissenschaftliche Fächer. Gender Studies wollen an der vorhandenen Forschung partizipieren, sie für sich reklamieren. Also gibt es an der FU-Berlin eine Professur für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung von Ethik und interdisziplinärer Genderforschung. Man hätte auch die besondere Berücksichtigung der Kunst, eine Fahrradkette zu ölen, als Anhängsel wählen können.

Das System „Mitesser“, wie es hier deutlich wird, findet sich in Regelmäßigkeit an Berliner Hochschulen:

Volkswirtschaftslehre und Empirische Wirtschaftsforschung sind eingeführte Fächer. Hängen wir die Gender Studies an. Die sind zwar ohne angebbare wissenschaftliche Erkenntnis geschweige denn einen wissenschaftlichen Nutzen, aber darüber kann man vielleicht hinwegtäuschen, wenn man eine Professur für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Empirische Wirtschaftsforschung und Gender einführt, wie an der FU-Berlin geschehen. Ob sich der Aktienmarkt oder das Hicks-Hansen-Modell anders verhalten, wenn man sie aus Genderperspektive betrachtet? Wohl eher nicht. Gender ist einfach nur der Mitesser, der sich des Forschungsleumunds der Volkswirtschaftslehre bemächtigen will.

Aber nicht nur die Volkswirtschaft hat dieses Problem.

Wissenschaftsgeschichte und –theorie in der Physik unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterforschung, lautet eine weitere Denomination an der FU-Berlin. Maria Göppert, die in NRW als Gender-Schutzheilige missbraucht wird (sie ist tot und kann sich nicht mehr wehren), hat sicher anders gedacht als ihre männlichen Kollegen in Los Alamos. Deshalb ist die erste Atombombe auch betont feminin gewesen.

Weiter geht es. Der Politikwissenschaft wird an der FU-Berlin der Schwerpunkt Gender und Vielfalt aufgezwungen, so als hätte beides auch nur entfernt etwas mit Politikwissenschaft oder miteinander zu tun.

Die europäische Ethnologie erhält den Schwerpunkt „kulturanthropologische Geschlechterforschung zu soziokulturellen Räumen und Prozessen der Bildung“ verpasst. Wer nicht weiß, was das sein soll, die begriffliche Monstrosität ist beabsichtigt. So kann man schlicht alles als neue „Genderperspektive“ auf Ethnologie verkaufen, auch das, was man den weißen Männern, die die Ethnologie theoretisch und praktisch begründet haben (Ruth Benedict und Magret Mead mögen es uns nachsehen) gerade gestohlen hat und nun als neue Entdeckung ausgibt.

Und weiter geht es im Mitessermodus:

Öffentliches Recht wird durch Geschlechterforschung als Fach diskreditiert, die Region Südasien zum Tummelplatz der Gender Studies erklärt, die Kulturwissenschaftliche Filmforschung, von der man auch ohne Gender Studies kaum begründen kann, was sie an einer Universität zu suchen hat, erhält die Gender Studies noch als Nutzlosigkeitsbeigabe, die Historische Anthropologie, für die Deutschland einmal berühmt war, weil es viele weiße Männer gab (und Dr. Diefenbach, die das im Linden-Museum in Stuttgart getan hat), die Speere gesammelt und klassifiziert haben und genau wussten, welcher geflochtene Deckelkorb aus welchem Teil von Südwestafrika stammt, muss nun um Geschlechterforschung erweitert werden, so als gäbe es historisch hier etwas zu forschen. Die Skandinavische Linguistik muss ihre Erkenntnis nun mit Gender Studies teilen, weil die Phonetik und die Grammatik anscheinend anders wird, wenn sie von einem weiblichen Sprechen angewendet werden, Didaktik der bildenden Kunst ist nur noch unter „Einbeziehung der Geschlechterforschung in der Lehre“ möglich, weil weibliche Schüler bildende Kunst anders nahegebracht werden soll als männlichen oder aufgrund anderer Hirngespinste.

Den Preis für besondere Belanglosigkeit hat die Professur „Familienrecht, Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen“ verdient. Warum? Weil die Rolle von grünäugigen, auf die – wie wir bis zum Beleg des Gegenteils behaupten – die Mehrzahl der Justizreformen zurückgeht und deren Re-Sozialisierung im Vergleich zu braunäugigen besonders erfolgreich verläuft, nicht auch berücksichtigt wird.

Die Antwort von Steffen Krach, für die Senatskanzlei „Wissenschaft und Forschung“ des Berliner Senats auf die Anfrage des Abgeordneten Martin Trefzer (AfD) zeigt in entlarvender Deutlichkeit, dass Gender Studies kein eigenständiges Fach, keine wissenschaftliche Disziplin, sondern ein Mitesser sind, der versucht, die Leistungen anderer Fächer zu usurpieren und für sich zu reklamieren. Das ist nicht verwunderlich, denn Gender Studies sind eine Schöpfung der Agitprop-Abteilung der UN mit dem Ziel, politischen Aktivismus in Gesellschaften und an Universitäten zu verankern, Aktivismus, dessen Ziel darin besteht, die Bürger der jeweiligen Gesellschaften erst zur Kasse zu bitten, um sie dann als traditionelle Rollendeppen zu brandmarken und umzuerziehen.

Man stelle sich vor, ein Fach, das der Durchsetzung der traditionellen Arbeitsteilung von Mann und Frau gewidmet ist, dessen Ziel darin besteht, die Gesellschaft zu mehr Toleranz und Achtung vor der traditionellen Ehe zu erziehen, in der der Mann der Ernährer ist, während die Frau den Haushalt führt. Das Geschrei gerade derer, die als politische Gender Studierte an Hochschulen installiert wurden, wäre mit Sicherheit das lauteste, weil sie nicht merken, dass sie hier gegen etwas anschreien, dessen Kehrseite sie durchsetzen wollen.

Gender Studies haben eben nichts an Hochschulen zu suchen, so wenig wie Marxismus-Leninismus etwas an Hochschulen zu suchen hat.

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