Klimakatastrophe durch Rechenfehler: ZDF verbreitet Falschmeldung

Ein weiteres Beispiel für gerechtfertigte Zweifel am anthropogenen Klimawandel.

Bis zum heutigen Tag findet sich auf den Seiten des ZDF ein Text von Özden Terli, der Diplom-Meteorologe und Redakteur in der ZDF-Wetterredaktion ist. Bis zum heutigen Tag, darf Terli in diesem Text auf den Seiten eines öffentlich-rechtlichen Mediums, das aus Gebühren finanziert wird, nicht nur ein Katastrophenszenario malen, das jedem, der auch nur ansatzweise etwas von Klimamodellen versteht, die Haare zu Berge stehen lässt. Er darf auch weiterhin das Folgende behaupten:

„Während auf der ganzen Erde Veränderungen zu beobachten sind, die auf die weitere Erwärmung der Erde zurückzuführen sind, machte Anfang November eine Studie auf sich aufmerksam, dass die Ozeane in den vergangenen Jahrzehnten noch mehr Wärme aufgenommen haben, als bisher vermutet wurde. Die internationale Studie, an der auch das Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR in Kiel beteiligt war, verwendete eine neue und genauere Messmethode. Die bisherigen Durchschnittswerte liegen nach der neuen Studie um 50 Prozent höher als bisher angenommen, erklärt Laure Resplandy von der Princeton Universität.

Die Erde reagiert offensichtlich viel empfindlicher auf das Verbrennen fossiler Brennstoffe. “Dieses Ergebnis zeigt leider auch, dass wir die Emissionen von CO2 noch schneller und in noch erheblicherem Umfang, als im Bericht des Weltklimarats gefordert, reduzieren müssen, wenn wir die globale Erwärmung auf 2 oder sogar 1,5 Grad Celsius beschränken und damit die versprochenen Klimaziele einhalten wollen“, fasst Ko-Autor Andreas Oschlies vom GEOMAR zusammen.“

Die fettgesetzen Teile im Text stammen von uns.

Bei der Studie, auf die sich Özden Terli bezieht, wie fast immer in solchen Fällen, ohne sie zu zitieren, handelt es sich um das folgende Gemeinschaftswerk, das in Nature, also der Zeitschrift, die von sich behauptet, die renommierteste Zeitschrift in den Naturwissenschaften zu sein, veröffentlicht wurde:

“L. Resplandy, R. F. Keeling, Y. Eddebbar, M. K. Brooks, R. Wang, L. Bopp, M. C. Long, J. P. Dunne, W. Koeve & A. Oschlies, 2018: Quantification of ocean heat uptake from changes in atmospheric O2 and CO2 composition. Nature, 563, 105-108. https://doi.org/10.1038/s41586-018-0651-8 (“Resplandy et al.”)”

In dieser Studie, die nach Ansicht von Terli auf sich aufmerksam gemacht hat, versuchen die Autoren die Wärmeaufnahme durch die Ozeane für den Zeitraum 1991 bis 2016 auf Grundlage einer neuen Methode zu schätzen. Im Ergebnis kommen sie zu dem Schluss, dass die Ozeane der Erde für den betrachteten Zeitraum 60% [nicht 50%] mehr Wärme gespeichert haben als bislang angenommen, ein Ergebnis, das sich heftig auf die Klimamodelle auswirkt, da nunmehr angenommen werden muss, dass die Reaktion des Erdklimas auf CO2 in der Atmosphäre noch empfindlicher ist als bislang angenommen, d.h. dass sich die Erde schneller erwärmt als es in den Krisenszenarien des IPCC bislang angenommen wird.

Wie immer, in solchen Fällen, wenn sich in der Person von Wissenschaftlern Ambition, Geltungsbedürfnis und Missionarstum zu Lasten der wissenschaftlichen Lauterkeit vereinen, sind die Autoren nicht zurückhaltend, wenn es darum geht, den Horror, der der Erde bevorsteht, in den schillerndsten Farben auszumalen. Selbst die ambitioniertesten Ziele zur CO2-Emissions-Reduzierung seien nicht ausreichen, um die Erwärmung der Erde auf 2 Grad Celsius zu beschränken. Mindestens 25% mehr an CO2-Reduzierung sei notwendig.

Özden Terli, der Diplom Meteorologe und Redakteur des ZDF, gibt eine Kostprobe des Alarmismus, den die Autoren mit ihrer Studie anscheinend verbreiten wollen, indem er Andreas Oschlies von Geomar, der an der Studie beteiligt war, Hysterie in Worte fassen lässt.

Kern der Arbeit von Resplandy et al, an der neben Oschlies und Replandy noch acht weitere Autoren beteiligt sind, ist das folgende Ergebnis, das die Autoren aus Gleichung 1 ihrer Analyse errechnen:

∆APOClimate=23,30 ± 0,15 per meg, woraus sich ein linearer Trend von 1,16 ± 0,15 per meg per year ergeben soll.

Wer in Regressionsanalyse etwas gewandt ist, der sieht recht schnell, dass ein linearer Trend von 1,16 pro Jahr bei einem Gesamtwert von 23,30, der auf 26 Jahre verteilt werden soll, gelinde gesagt seltsam, weil mathematisch unmöglich ist. Eine schnelle Kalkulation ergibt einen Wert von rund 0,9 pro meg pro Jahr, (meg gibt als Mengeneinheit 0,0001% pro Milllionen ppa in diesem Fall für „Atmospheric Potential Oxygene“ an, das von den Autoren als Maß für die Erwärmung der Ozeane benutzt wird).

10 Autoren, die an den vier Seiten Text beteiligt waren, die Wissenschaftler, die den vier Seiten Text von Replandy et al. angeblich überprüft haben und niemand, der das Ergebnis und das dazugehörige Schreckensszenario so bereitwillig verbreiten wie der ZDF-Diplom Meteorologe und Redakteur Terli, sie alle haben diese Offensichtlichkeit übersehen.

Nicholas Lewis, ein unabhängiger britischer Klimaforscher, hat es nicht übersehen. Er hat auf Grundlage der Daten, die Replandy et al. (2018) in ihrem Text veröffentlichen, geprüft, was berechnet wurde und eine Schlamperei nach der nächsten aufgedeckt:

Tippfehler, die die Messunsicherheit einmal mit 0,15 und einmal mit 0,18 angeben, sind noch das geringste Problem, denn beide Werte sind falsch. Die Unsicherheit der Ergebnisse von Replandy et al. (2018) beträgt ±0,56, d.h., der von ihnen berechnete Wert des linearen Trends der größeren Wärmeabsorption der Ozeane von 1,18 ist kaum größer als der Fehlerterm (0,56 * 2 = 1,12).

Das macht aber nichts, denn auch der Wert von 1,18 ist falsch. Wie oben schon angedeutet, haben Replandy et al, den Wert falsch berechnet. Der richtige, von Lewis berechnete Wert beträgt 0,88. Damit ist der Fehler größer als der Wert der Veränderung. Die Analyse ist Junk, mit anderen Worten: Die ganzen ausgemalten Szenarien, nach denen die Ozeane 60% (nicht 50% wie Terli behauptet) mehr Wärme aufgenommen hätten, als bislang selbst von IPCC geglaubt, woraus eine viel höhere Sensitivität der Erde für die Erwärmung, die angeblich durch CO2-Emissionen erfolgen soll, abgeleitet wird, ist auf ein falsches Ergebnis gebaut.

Nicholas Lewis ist zu verdanken, dass bekannt wurde, dass Replandy et al. gepfuscht haben. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Katastrophenmeldungen, die sich auf diese Arbeit beziehen, weiterhin z.B. beim ZDF verbreitet werden. Nach wie vor setzt das ZDF seinen Lesern nachweislich falsche Ergebnisse als tatsächlichen Forschungsbefund vor.

Nun kann man diejenigen schon hören, die versuchen, dieses unliebsame Ergebnis dadurch aus der Welt zu schaffen, dass sie einen Angriff ad hominem fahren und darauf verweisen, dass Lewis ja ein „Climate Sceptic“ sei, wie es heißt, also ein Wissenschaftler, der Zweifel am menschengemachten Klimawandel hat. Nun, all diesen Aktivisten, bei denen die Emotion über den Verstand herrscht, sei gesagt: Die Autoren haben ihren Fehler eingestanden, wenn auch nicht gegenüber Lewis, dessen eMails von Laure Replandy keiner Antwort gewürdigt worden sind. Es ist eben nicht jedermanns Sache, einen Fehler einzugestehen. In jedem Fall haben sie ihre Berechnungen berichtigt, was dazu führt, dass die Behauptung der 60% mehr Wärme, die die Ozeane angeblich im Vergleich zu bisherigen Berechnungen gespeichert haben sollen, als Falschbehauptung bekannt ist und der ganze Alarmismus, der den Erduntergang schon für 2021 vorhergesagt hat, als ebensolcher Irrsinn anzusehen ist.

Das ändert jedoch nichts daran, dass das ZDF seine Leser weiterhin mit dieser Falschmeldung abfüttert. Wenn es darum geht, die Klimakatastrophe herbeizureden, ist offenkundig jedes Mittel recht.

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