Lügen im Doppelpack: Bei der ARD ist man immun gegen die Wahrheit

8,1 Milliarden Euro sammelte die Gebühreneinzugszentrale, die jetzt Beitragsservice heißt, allein 2018 an Gebühren ein. Was als Gegenleistung geboten wird, darüber kann sich jeder ein eigenes Bild machen, wenn er nach ARD und ZDF auf ScienceFiles sucht.

Schon heute Morgen war klar, wenn Boris Johnson der nächste Prime Minister des Vereinigten Königreichs wird, dann wird in der ARD der Geifer laufen und der Chef-Hater „Jens-Peter Marquardt” aufgefahren, um gegen Johnson Stimmung zu machen. Schon heute Morgen war uns klar, dass wir heute einen Beitrag schreiben werden, in dem wir die neuesten Lügen von Jens-Peter Marquardt richtigstellen.

Was uns nicht klar war: Wir schreiben hier einen Beitrag, in dem wir die alten Lügen, die wir Marquardt schon vor eineinhalb Monaten um die Ohren gehauen haben, richtigstellen. Der Mann ist entweder vollständig immun gegenüber der Wahrheit oder er lügt absichtlich. Was schlimmer ist, das kann jeder für sich selbst entscheiden. So wie jeder für sich selbst entscheiden kann, was er davon hält, dass Marquardt im Abstand von rund eineinhalb Monaten, einmal am 7. Juni und einmal am 21. Juli einen identischen Text veröffentlicht, indem er die identischen Lügen verbreitet.

Beginnen wir mit den Lügen:

Text, den Marquardt am 7. Juni 2019 geschrieben hat
Text, den Marquardt am 23 Juli 2019 geschrieben hat

Wie man schnell sieht, hat es Jens-Peter Marquardt weder für notwendig befunden, seine Lügen aus dem Juni 2019 richtig zu stellen, noch hat er es notwendig gefunden, für die Leser der ARD einen neuen Text zu produzieren. Er scheißt also auf die Wahrheit und die Konsumenten der ARD in gleicher Weise.

Wie im Juni 2019 so stellen wir Marquardts Lügen auch im Juli 2019 richtig:+

Marquardt schreibt in beiden Texten identisch:

„Johnson hat es mit der Wahrheit nie so genau genommen. Als junger Korrespondent der “Times” in Brüssel schüttete er regelmäßig Gift und Galle über der EU-Bürokratie aus. Die Zeitung schmiss ihn dann allerdings raus, weil viele Zitate, mit denen er seine Artikel aufpeppte, frei erfunden waren.“

Das ist falsch. Es ist entweder von Marquardt, der es ganz offenkundig mit der Wahrheit nicht so ernst nimmt, frei erfunden, oder eine absichtliche Lüge.

Denn:

  • Boris Johnson war nie Korrespondent der TIMES in Brüssel.
  • Er war Korrespondent für den Daily Telegraph in Brüssel.




Die Times hat Johnson tatsächlich entlassen. Aber nicht, weil er “viele Zitate”, in denen er “Gift und Galle über die EU-Bürokratie” ausgegossen hat, wie Marquardt behauptet, gefälscht hat, sondern weil er in einem Beitrag, den er als Volontär (graduate trainee) für die Times geschrieben hat, und in dem es um die Entdeckung des Palastes von Eduard II ging, ein Zitat erfunden und seinem Patenonkel, dem Historiker Colin Lukas, in den Mund gelegt hat.

  • Die Times-Episode stammt aus den Jahren 1987/88.
  • Als politischer Korrespondent für den Daily Telegraph war Boris Johnson von 1989 bis 1994 in Brüssel tätig.

Marquardt verbreitet – wohl im Bemühen, Johnson zu schädigen, – Fake News.

Damit nicht genug, Marquardt schreibt in beiden Texten identisch weiter:

„Vor dem Referendum versprach die Aufschrift auf dem roten Bus, mit dem Johnson durchs Land fuhr, man könne 350 Millionen Pfund pro Woche durch den Austritt aus der EU sparen und stattdessen in britische Krankenhäuser investieren. Die Zahl stimmte nicht.“

Auch diese Behauptung von Marquardt ist falsch. Sie ist entweder eine in derogativer Absicht in die Welt gesetzte Lüge oder eine wilde Behauptung. Wir haben in einem Beitrag dargelegt, dass die Zahl von 350 Millionen Pfund durchaus zutrifft, wie man einem Schreiben von Sir Andrew Dilnot, dem Chair of the UK Statistics Authority an den Abgeordneten Bernard Jenkin entnehmen kann.

In zwei kurzen Passagen von Marquardt finden sich vier falsche Behauptungen:

  • Johnson war nicht für die Times in Brüssel tätig, wie Marquardt behauptet.
  • Johnson hat nicht reihenweise Zitate erfunden, wie Marquardt behauptet.
  • Johnson ist nicht für seine Tätigkeit in Brüssel von der Times entlassen worden, wie Marquardt behauptet.
  • Johnson hat keine falsche Zahl über die Höhe der wöchentlichen Überweisungen aus London nach Brüssel in die Welt gesetzt, wie Marquardt behauptet.

Der einzige, der hier lügt und erfindet, ist Marquardt.

Marquardt schreibt identisch in beiden Texten weiter:

„Der im Elite-Internat Eton erzogene Sohn eines früheren konservativen Abgeordneten des EU-Parlaments und Weltbank-Mitarbeiters war bereits auf der Universität in Oxford als Großmaul aufgefallen.“

Nach dem, was wir hier belegt haben, trifft die Bezeichnung „Großmaul“ wohl eher auf Marquardt zu. Indes verharmlost die Bezeichnung, dass Marquardt seine Position nicht nur dazu missbraucht, um seine Antipathie gegen Johnson auszuleben, sondern auch dazu, Fake News zu verbreiten. Ob er absichtlich lügt oder aus Inkompetenz ist dabei unerheblich. Er ist in keinem Fall tragbar und sollte schleunigst entfernt werden, schon weil ihm jedes journalistische Ausdrucksmittel fehlt.

Denn: Ein Kommentar ist ein Format, in dem ein Journalist die Freiheit hat, seine eigene Meinung zu einem Sachverhalten zu argumentieren, während er in anderen Formaten bemüht sein muss, einen Sachverhalt so neutral wie nur möglich, zu berichten.


Soweit, was wir bereits im Juni 2019 zu Jens-Peter Marquardts Versuch, die ARD zur Absonderanstalt für seinen Hass zu machen, geschrieben haben. Damit hat diese Episode aber kein Ende, denn Marquardt hat die identischen Lügen im Juli 2019 wortwörtlich wiederholt. Er ist vollkommen lernunfähig und damit das Material, auf das man in totalitären Regimen die eigene Herrschaft baut.

Dass Marquardt hier seine ganze Verachtung für die Konsumenten der ARD in einer unglaublich offenen Weise zum Ausdruck bringt, sei nur noch angemerkt.

Wir dokumentieren im Folgenden seinen beiden Texte aus dem Juni und dem Juli, die sich zu rund 99% entsprechen. Er, der von Gebühren Finanzierte, der für sich in Anspruch nimmt, über andere zu richten, konnte sich nur dazu durchringen, ein paar kosmetische und der zeitlichen Entwicklung geschuldete Minimalveränderungen anzubringen. Ansonsten mutet er den Lesern der ARD ein Plagiat seines eigenen Textes zu. Deutlicher kann man seine Verachtung für diejenigen, die die ARD immer noch für einen Informationskanal und nicht für eine drittklassige Klitsche, die entsprechend drittklassige Schmierfinken beschäftigt, halten, nicht mehr machen. 

Aber vermutlich hat auch das neuerliche Lügen von Marquardt und seine offen zur Schau gestellte Verachtung für die Konsumenten der ARD keine Konsequenzen für ihn. Offenkundig ist er zu andienlich und nützlich, als dass man ihn wegen vollkommener Inkompetenz entlassen wollte. 

Angesichts wiederholter Lügen ist es wohl angebracht, von Lügenpresse zu schreiben, denn dass hier aus Versehen etwas Falsches verbreitet wird oder ein Fehler der Falschmeldung zugrunde liegt, ist ausgeschlossen. Es handelt sich vielmehr um ein Muster, ein Lügenmuster.


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