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Neues von Merkels Antifa-Quelle: Wer Araber anzeigt, ist ein Rassist

„Wahn – Paranoia, Krankheitszustand, der durch Wahnideen gekennzeichnet ist. Wahnideen sind pathologisch verfälschte Bewusstseinsinhalte (Kognitionen), die ‚einer Berichtigung durch Beweisgründe nicht zugänglich sind‘ (…) Man unterscheidet den echten Wahn (primärer Wahn), der fast nur bei Schizophrenen vorkommt, vom Erklärungswahn (sekundärer Wahn), der bei allen Psychosen und seltener bei anderen psychischen Störungen vorkommen kann. Zwischen dem psychologisch nicht verstehbaren primären Wahn (endogen – prozeßhaft – bedingt) und den psychologisch verstehbaren (psychisch-reaktiven) wahnhaften Einbildungen (bes. bei Neurosen und Psychopathien) gibt es alle Übergangsstufen.“ (Arnold, Eysenck, Meili 1994: 2518).

Indikatoren für das Vorliegen einer Wahnvorstellung hat Alistair Munro (1999) zusammengetragen, darunter:

  • An einer Idee, einem Glaube wird mit ungewöhnlicher Vehemenz festgehalten, auch wenn er den Fakten widerspricht.
  • Die fixe Idee scheint das Leben des Patienten zu beeinflussen, es zu leiten.
  • Der Patient ist oft humorlos und hypersensibel gegenüber Kritik an seinem Glauben, seiner fixen Idee.
  • Der Patient reagiert auf Kritik an seiner fixen Idee, seinem Glauben oder auf Widerspruch mit einer heftigen emotionalen Reaktion, mit Irritation und Feindseligkeit. Er akzeptiert nur die eigene Meinung.
  • Der Patient ist emotional und in seiner sozialen Identität vom seinem Glauben, seiner fixen Idee abhängig.
  • Der Patient neigt zu abnormalem Verhalten auf der Basis seiner fixen Idee, seines Glaubens.




Wer erinnert sich noch an die Antifa-Zeckenbiss?

Antifa-Zeckenbiss ist nach Ansicht von Bundeskanzler Merkel und Regierungssprecher Seibert eine verlässliche Quelle, eine Quelle, der man vertrauen kann, deren Meldungen man ungeprüft zur Grundlage eigener Aussagen und Behauptungen machen kann. So geschehen vor einiger Zeit, als die Bundeskanzlerin ihre Behauptung, es habe in Chemnitz Hetzjagden, also gleich mehrere Jagden auf Ausländer gegeben, auf Informationen, die Antifa Zeckenbiss bereitgestellt hat, gegründet hat. Nach langem Bohren ist es gelungen, diese Information, die ja immerhin die verlässlichen Bezugsquellen aus dem Kreis der Kanzleramt-Informanten preisgibt, heraus zu extrahieren, und zwar per parlamentarischer Anfrage durch die AfD. Dass mehr als 40.000 Bürger Bundeskanzler Merkel dazu aufgefordert haben, ihre Quelle zu nennen und zu erklären, wie sie zu der (zwischenzeitlich als falsch erwiesenen) Behauptung gelang ist, in Chemnitz hätten Hetzjagden stattgefunden, haben Merkel und Seibert ignoriert.

Gerade ist uns die folgende Information aus der Bezugsquelle, aus der Bundeskanzler Merkel Informationen bezieht, auf den Tisch gekommen. Demnach macht sich die CDU in Britz des Rassismus und der Ankündigung schwerer Straftaten schuldig. Dies erfordert natürlich ein unverzügliches Eingreifen durch die Bundeskanzlerin und den Regierungssprecher, etwa in der Art: CDU-Britz fordert zur Hetzjagd auf … wen eigentlich auf.

Moment, das haben wir gleich.

Hier das Corpus Delicti in vollständig:

Offenkundig richtet sich dieser Aufruf der CDU Britz, den wir in alter Bundeskanzler-Tradition als einen Hetzjagd Aufruf ansehen, gegen Dealer, die „Scheiß“ verstecken, den wiederum die CDU Britz klauen will, Dealer, die die CDU Britz sieht und der Polizei melden will, Dealer, die der arabischen Sprache mächtig sind.

Das ist nach Ansicht von Antifa Zeckenbiss, der verlässlichen Bezugsquelle von Information von Bundeskanzler Merkel, Rassismus und die Ankündigung einer „schweren Straftat“ dar. In alter Tradition wird nunmehr von Kanzler Merkel und Regierungssprecher Seibert erwartet, dass sie sich bestürzt darüber zeigen, dass die CDU Britz nicht nur das Eigentum von Dealern stehlen will, sondern augenscheinlich eine Art Überwachung von Dealern durchführt und dies ganz offenkundig mit dem Wissen der Polizei.

Denn das ist Rassismus.

Rassismus gibt es also nicht nur bei Hetzjagden in Chemnitz, es gibt ihn auch bei angekündigten Hetzjagden in Britz, auf arme Dealer, die bestohlen und der Polizei gemeldet werden sollen, arabischer Schriftzeichen mächtiger Dealer.



Dies ist die Stelle, an der wir die eingangs dargestellte Definition von Wahnvorstellung nebst der Kriterien, die die Wahnvorstellung beschreiben, wieder aufnehmen wollen. Wahnvorstellungen werden im Widerspruch zur Realität aufrechterhalten und Patienten, die unter Wahnvorstellungen leiden, können durch die folgenden Merkmale beschrieben werden:

  • Vehementes Festhalten an einer fixen Idee, z.B. wer arabischen Schriftzeichen mächtigen Dealern mit der Polizei droht, ist ein Rassist.
  • Die fixe Idee beeinflusst das Leben des Patienten, z.B.: der Patient sieht überall und ohne Unterlass Rassismus.
  • Der Patient ist oft humorlos und hypersensibel gegenüber Kritik an seinem Glauben, seiner fixen Idee; Das wird sich im Fall von Antifa Zeckenbiss schnell zeigen;
  • Der Patient reagiert auf Kritik an seiner fixen Idee, seinem Glauben oder auf Widerspruch mit einer heftigen emotionalen Reaktion, mit Irritation und Feindseligkeit. Er akzeptiert nur die eigene Meinung; Aauch das wird sich im Fall von Antifa Zeckenbiss schnell zeigen.
  • Der Patient ist emotional und in seiner sozialen Identität vom seinem Glauben, seiner fixen Idee abhängig: Das ist bereits jetzt offenkundig, denn einmal im Ernst: Welcher Eumel interessiert sich für Plakate der CDU Brix, wenn nicht ein Patient mit fixen Ideen?
  • Der Patient neigt zu abnormalem Verhalten auf der Basis seiner fixen Idee, seines Glaubens; siehe oben.

Da ein Dealer, qua definitionem mit Rauschgift handelt, der Handel mit Rauschgift in Deutschland aber nur unter kontrollierten Bedingungen durch dafür berechtigte Personen, von denen die meisten arabischer Schriftzeichen nicht mächtig sind, betrieben werden darf, liegt der Verdacht nahe, dass sich besagte Dealer, auch weil zum Rauschgifthandel Berechtigte meist als Apotheker bezeichnet werden, einer Straftat, nämlich des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, vermutlich in nicht geringer Menge (§ 29 Betäubungsmittelgesetz) schuldig machen, so dass es eine normale Reaktion, normaler Bürger ist, die den Dealer bei seiner Straftat beobachten, die Polizei davon in Kenntnis zu setzen.

Eine a-normale Reaktion ist es, denjenigen, der einen Straftäter der Polizei meldet, als Rassisten zu bezeichnen. Eine solche Reaktion kann eigentlich nur als Ergebnis einer Wahnvorstellung, wie wir sie oben dargelegt haben, erklärt werden.

Bundeskanzler Merkel und Regierungssprecher Seibert haben somit die Qual der Wahl:

Entweder Sie verlassen sich auch weiterhin auf ihre verlässliche Quelle aus der Vergangenheit und zeigen sich nunmehr schockiert darüber, dass die CDU Brix zur Hetzjagd auf arme, arabischer Schriftzeichen mächtiger Dealer aufruft, oder sie erklären Antifa Zeckenbiss zum von Wahnvorstellungen getriebenen Verein.

Ersteres stünde in Tradition zum Hetzjagden-Schock anlässlich von Chemnitz.

Zweiteres bräche mit dieser Tradition, würde aber rückwirkend Fragen dazu aufwerfen, wie ein Bundeskanzler und ein Regierungssprecher überhaupt auf die Idee kommen können, Informationen zu vertrauen, die aus einer Quelle stammen, die offenkundig von Wahnvorstellungen, wie sie Kern der Antifa sind, getrieben ist?


Arnold, Wilhelm, Eysenck, Hans Jürgen & Meili, Richard (1994). Lexikon der Psychologie. Freiburg: Herder.
Munro, Alistair (1999). Delusional Disorder: Paranoia and Related Illnesses. Cambridge: Cambridge University Press. 


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