Die aktuelle Kamera des WDR hat ein neues Comedy-Format: Klima-Schwätzperten. Der heutige Schwätzperte, Stefan Rahmstorf vom PIK in Potsdam, Professionell Insulare Komödianten, Potsdam, bringt heute eine ganz besondere Einlage: Warum australisches Holz eine andere Zündtemperatur hat als deutsche Holz, und warum australische Brandstifter keine Chance gegen den Klimawandel haben.
Vor ab wie immer ein paar Fakten, um die WDR-Comedy auch richtig einordnen zu können.
Die Zündtemperatur ist die Temperatur, die ein Stoff benötigt, um sich selbständig, also ohne menschliche Hilfe, ohne kleinen Vulkanausbruch und ohne Blitzeinschlag zu entzünden.
Ein paar ausgewählte Zündtemperaturen:
| Material | Zündtemperatur |
| Holz | 280 bis 340 Grad Celsius |
| Fichtenholz | 280 Grad Celsius |
| trockenes Gras / Heu | 260 bis 310 Grad Celsius |
| Stroh | 250 bis 300 Grad Celsius |
| Zeitungspapier | 175 Grad Celsius |
| Holzkohle | 300 Grad Celsius |
Es ist offenkundig, dass der Klimawandel, der notwendig ist, um derartige Temperaturen zu erreichen, die Mithilfe eines heftigen Solar Blast oder eines Meteoriten oder ein wenig nukleares Feuerwerk benötigt. Ein paar Grad mehr Temperatur haben darauf keinen Einfluss, denn ob es in Australien nun 40 Grad Celsius oder 50 Grad Celsius warm ist, ist dem Heu wie dem Stroh egal. Es entzündet sich nur, wenn nachgeholfen wird, so wie dies in Australien derzeit der Fall ist. Dort sind mittlerweile rund 200 Brandstifter festgenommen worden. Eine kurze Suche in Google mit Wildfire, Australia, Arsonist, ergibt eine Unzahl von Pressemeldungen, wie diese, die die Zahl der Brandstifter, die bislang festgenommen wurden, mit 183 angibt. Man muss dazu wissen, dass viele Brände von Kindern gelegt werden, die nicht zu den hier verzeichneten Festgenommenen gezählt werden.
Nun zur neuen Comedy des WDR, featuring Stefan Rahmstorf, der erklärt, warum die „verheerenden Waldbrände“ in Australien eine Folge des Klimawandels sind.
Die verheerenden #Buschbrände in #Australien sind eine Folge des Klimawandels. Klimaforscher @rahmstorf erklärt, warum. pic.twitter.com/YqBpYLoMSH
— WDR Aktuelle Stunde (@aktuelle_stunde) January 3, 2020
Die ganze Blödelei in Verbatim:
„Zum einen sind wir bei der globalen Erwärmung schon bei 1,2 Grad über dem Niveau des späten 19. Jahrhunderts, zum anderen muss man auch verstehen, dass die Landgebiete sich deutlich stärker erwärmen als der globale Mittelwert, weil die Ozeane länger kühl bleiben. Und ein dritter Effekt ist, dass die Extreme noch stärker zunehmen als die Mittelwerte. Das liegt auch an Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation“.
Wann immer ein Komiker versucht, gelehrt zu klingen, wird er wohl einen ähnlichen Schwätzperten-Ansatz wählen wie dies Rahmstorf hier tut, der für nachfolgende Darsteller in der neuen WDR-Comedy, gemessen am Schwätzperten-Gehalt, die Messlatte sehr hoch gelegt hat.
Comedy vom Feinsten. Denn natürlich ist das nicht ernstgemeint. Meinte Rahmstorf ernst, was er hier sagt, er würde sich zum Gespött machen.
Die erste Folge der neuen WDR-Comedy „Aktuelle Kamera“, kommt noch etwas spröde daher, der Darsteller wirkt etwas Hölzern und fremdelt mit der Kamera. Aber das wird schon werden.
Wir freuen uns schon auf die nächste Folge der neuen Comedy-Serie.
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