Studie belegt großes Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien

Vor einiger Zeit haben wir von einer Junk-Studie berichtet, mit der Kim Otto von der Universität Würzburg versucht hat, Medien im Allgemeinen und die (öffentlich-rechtlichen) Medien im Besonderen als das darzustellen, was sie nach Ansicht derer, die von Lügenpresse reden, eben nicht sind: glaubwürdig. Das Vertrauen in Medien habe einen neuen Höchststand erreicht, so hat Otto aus Daten des Eurobarometers herausgelesen, etwa so, wie man aus dem Kaffeesatz die Zukunft herauslesen kann, denn Otto weiß so wenig wie alle anderen, die die entsprechenden Daten des Eurobarometer nutzen, was eigentlich gemessen wurde. (Wen unsere Besprechung der Legitimationsforschung aus Würzburg interessiert, der kann sie hier nachlesen).

Heute wird unsere damalige Kritik durch Ergebnisse, die YouGov veröffentlicht hat, bestätigt. 2000 Befragte haben Angaben zum Vertrauen in Institutionen, darunter öffentlich-rechtliche Medien gemacht. Das Ergebnis ist verheerend für öffentlich-rechtliche Medien: 28% der Befragten sind der Ansicht, dass öffentlich-rechtliche Medien sehr (4%) oder eher vertrauenswürdig (24%) sind, 31% der Befragten sind der Ansicht, dass öffentlich-rechtliche Medien eher nicht (19%) oder überhaupt nicht vertrauenswürdig sind (12%). Mehr Befragte sind also der Meinung, man könne der Berichterstattung wie sie in öffentlich-rechtlichen Medien erfolgt, nicht vertrauen als der Ansicht sind, man könne der Berichterstattung vertrauen und deutlich mehr Befragte beziehen hierbei die Extremposition „überhaupt nicht vertrauenswürdig“ (12%) als bereit sind, den öffentlich rechtlichen Medien zu attestieren, dass ihre Berichterstattung „sehr vertrauenswürdig“ sei (4%).

[Methodischer Einschub: 35% der 2000 von YouGov Befragten wollen sich weder für die eine noch die andere Seite entscheiden und antworten mit „teils, teils“. Teils/teils ist hier wohl als eher verunglückter Versuch eine Mittelkategorie einzuführen, zu werten; weder vertrauenswürdig noch nicht vertrauenswürdig wäre wohl die bessere Wahl gewesen, wenn man eine derart nichtssagende Kategorie einführen will, um Befragten die Möglichkeit zu geben, eine Frage zu beantworten, ohne eine relevante oder sinntragende Antwort zu geben.]

Dass man selbst derart miserable Ergebnisse für öffentlich-rechtliche Medien noch gutschreiben kann, beweisen die Mannen von Yougov mit dem Titel, den sie der Folie spendiert haben, die die Ergebnisse, die wir hier berichten, darstellt: „Öffentlich-rechtlichen Medien wird eher vertraut als der Bundesregierung“. So kann man ein Ergebnis auf den Kopf stellen und aus Misstrauen Vertrauen konstruieren. Tatsächlich vertrauen noch weniger Befragte der Bundesregierung (nämlich 5% sehr und 20% eher) als den öffentlich-rechtlichen Medien. Das ändert aber nichts daran, dass das Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien überwiegt.

Mit einer weiteren Frage untersuchen die YouGover die Wahrnehmung der Berichterstattung von Medien, Hier erklären 30% der Befragten, dass sie der Aussage:

„Die klassischen Medien (z.B. Tageszeitungen, TV, Radio) berichten oft nicht über wichtige Ergebnisse, weil sie politisch korrekt sein wollen“

voll und ganz (11%) bzw. eher (19%) zustimmen, 18% stimmen der Aussage eher nicht zu und 5% stimmen ihr überhaupt nicht zu. 38% der Befragten, geben hier „teils/teils“ zur Antwort.

Da öffentlich-rechtliche Medien sich insbesondere durch politisch-korrekte Berichterstattung hervortun, mag das Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien mit deren politischer Korrektheit zusammenhängen und damit, dass immer weniger Bürger von Medien belehrt, anstelle von informiert werden wollen.

Wer die Ergebnisse, die wir hier besprochen haben, nachvollziehen will, der muss das Material der entsprechenden YouGov-Umfrage hier anfordern.

WDR FakeUmfrage: Glaubwürdigkeit per Umfragemanipulation?

Die Gebührenzahler haben mit ihren Beiträgen eine Umfrage von Infratest Dimap finanziert, die das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag des WDR durchgeführt hat. Genau 1000 Deutsche ab 18 Jahren wurden vom 14. bis 17. Dezember, also mitten in ihrer friedfertigen Weihnachtsvorfreude darüber ausgefragt, ob sie Medien im Allgemeinen und öffentlich-rechtliche Medien im Besonderen u.a. für glaubwürdig halten, per Telefon.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Auftrags-Befragung eine Erfolgsmeldung erbracht:

WDR-Studie: Große Mehrheit der Bundesbürger mit deutschen Medien zufrieden“, so titel der WDR und berichtet dann, dass 74 Prozent der Befragten den öffentlich-rechtlichen Medien Glaubwürdigkeit attestieren, viel mehr als den verhassten sozialen Medien, die angeblich nur 8% für glaubwürdig halten. Weiter ist dem WDR berichtenswert, dass 42% der Befragten der Ansicht seien, die Politik übe einen Einfluss auf die Berichterstattung aus. „Dezidiert von Lügenpresse sprechen würden nach wie vor lediglich 20 Prozent der Bundesbürger“, also so viele, wie derzeit eine Wahlabsicht für die SPD haben.

Das erfreuliche Ergebnis löst sich jedoch in seine Bestandteile auf, wenn man die Manipulationstechniken aus der Hexenküche der Meinungsforschung in Rechnung stellt, die nun auch die Mannen bei Infratest Dimap einsetzen. Offensichtlich gibt es politischen Druck nicht nur auf öffentlich-rechtliche Medien, sondern auch auf private Meinungsforschungsinstitute.

Wir stellen hier die drei frappantesten Manipulationstechniken aus der Befragung von Infratest Dimap vor:

Manipulationstechnik 1: Fehlende Antwortalternativen

Holm_Beginnen wir mit einer fiktiven Frage: „Wie groß ist Ihr Vertrauen in Donald Trump? „Sehr groß, groß“. Vorhersehbares Ergebnis der Befragung: 75% der Deutschen haben großes Vertrauen in Donald Trump. Die restlichen 25% bemerken den Manipulationsversuch.

Nun das Ganze in der Diktion von Infratest Dimap, mit der hohe Glaubwürdigkeitswerte für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten herbeibefragt werden sollen:

„Ich nenne Ihnen jetzt einige Medien. Sagen Sie mir bitte jeweils, ob Sie diese für glaubwürdig oder für weniger glaubwürdig halten“.

Abgefragt wird somit in jedem Fall „Glaubwürdigkeit“. Die Befragten haben keinerlei Möglichkeit, eine Meinung, nach der eines oder alle der vom Interviewer genannten Medien unglaubwürdig ist, zum Ausdruck zu bringen. Wie nicht anders zu erwarten, sind 74% der Befragten der Ansicht „öffentlich-rechtliches Radio“ und 72% der Befragten der Ansicht „öffentlich-rechtliches Fernsehen“ sei „glaubwürdig“. Weniger glaubwürdig finden 20% bzw. 25% der Befragten das öffentlich-rechtliche Radio bzw. Fernsehen.

Was mit dieser Frage gemessen wurde, das wissen wir nicht. Jedenfalls wurde damit keine Glaubwürdigkeit gemessen, wie sich zeigt, wenn man ein Ergebnis hinzunimmt, das der WDR in seiner Pressemeldung unterschlägt: Frage: „Glauben Sie, dass in deutschen Medien gelogen, also absichtlich die Unwahrheit gesagt wird?“ Auf diese Frage sagen 31% dies treffe immer bzw. häufig auf „öffentlich-rechtliches Fernsehen“ zu, obwohl 97% der Befragten der Ansicht sein sollen, öffentlich-rechtliches Fernsehen sei glaubwürdig bzw. weniger glaubwürdig, in jedem Fall aber glaubwürdig, denn weniger glaubwürdig ist eben nicht „unglaubwürdig“.

wdr-glaubwuerdigkeit-1Mit 31% rangiert das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf der Lügenskala noch vor der Boulevardpresse (28%) und deutlich vor sozialen Medien und Netzwerken (13%), was insofern interessant ist, als angeblich 8% soziale Medien für „glaubwürdigt“ und 71% für weniger glaubwürdig halten bzw. 8% die Boulevardpresse für glaubwürdig und 86% für weniger glaubwürdig halten.

Was soll man von einer Umfrage halten, bei der das Medium, das angeblich von den meisten Befragten für am zweitglaubwürdigsten gehalten wird (öffentlich-rechtliches Fernsehen), auch das Medium ist, von dem die meisten Befragten der Ansicht sind, es werde darin immer oder häufig gelogen? Was soll man von einer Umfrage halten, in der im Hinblick auf Ehrlichkeit, die Medien (soziale Netzwerke), die die geringste Glaubwürdigkeitsquote erhalten, diejenigen Medien sind, die bei der Frage danach, ob in ihnen immer oder häufig gelogen wird, mit die besten Werte für Ehrlichkeit erhalten?

Das erste, was man denken kann: Das ist eine Junk-Unfrage. Das zweite, was man denken muss: Hier soll manipuliert werden.

Und dass hier manipuliert werden soll, das zeigt sich besonders an der Frage nach der Lügenpresse.

Manipulationstechnik 2: Suggestive Fragen

Es gilt unter Sozialforschern als Kapitalverbrechen, die Befragten durch eine suggestive Frageformulierung auf eine bestimmte Antwort zu lenken. Und genau eine solche suggestive Frageformulierung benutzt Infratest Dimap, um nach dem Begriff der Lügenpresse zu fragen:

wdr-glaubwuerdigkeit-2Frage. „Im Zusammenhang mit den Protesten der Pegida-Bewegung wurde häufiger der Begriff Lügenpresse verwendet. Wenn Sie an Zeitungen, Radio oder Fernsehen in Deutschland denken, würden Sie persönlich dann von Lügenpresse sprechen oder nicht?“

Wie wir alle denken sollen, weil es die öffentlich-rechtlichen Medien wieder und wieder verbreitet haben, ist Pegida ein Aufmarsch von Wut- und Problembürgern, von rechten Wut- und Problembürgern, die das Ansehen Deutschlands schädigen und die Übernachtungszahlen in Dresden ins Bodenlose sinken lassen. Entsprechend ist Pegida ein negativer Stimulus, der bei Befragten die Tendenz, das, was mit Pegida in Zusammenhang gebracht wird, abzulehnen, verstärkt. So einfach ist es, die Zustimmung zum Begriff „Lügenpresse“ zu minimieren. Dass sich dennoch 20% der Befragten finden, die von Lügenpresse sprechen würden, ist vor diesem Hintergrund erstaunlich und zeigt, dass auch Manipulationsversuche ihre Grenzen haben, selbst dann, wenn sie doppelt des Weges kommen.

Manipulationstechnik 3: Den Fragebezug vage halten

Eine vage oder so umfassende Beschreibung dessen, was in einer Frage eigentlich erfragt werden soll, kann von Befragern effektiv eingesetzt werden, um Antworten in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Ist Ihnen aufgefallen, dass die Frage „Zeitungen, Radio und Fernsehen“ in einen Topf wirft, also alle Medien, an die man landläufig denkt, so dass die Möglichkeit maximiert wird, dass Befragte, die an Zeitung, Radio und Fernsehen denken, an ihr Lieblingsprogramm oder ihre örtliche Tageszeitung denken, was die Wahrscheinlichkeit, von Lügenpresse sprechen zu wollen, senken wird, insbesondere dann, wenn die Tageszeitung eine abonnierte Tageszeitung ist. Dass dennoch 20% der Befragten angeben, von Lügenpresse zu sprechen, sei angemessen, ist vor dem Hintergrund der dargestellten Manipulationen erstaunlich und erschreckend zugleich, denn es zeigt, dass es eine große Zahl von Menschen in Deutschland gibt, die bei „Zeitung, Radio und Fernsehen“ nicht an ihre Lieblingszeitung oder ihn Lieblingsprogramm denken und entsprechend nicht von Lügenpresse sprechen wollen. Vielmehr ist es der Begriff der Lügenpresse, der hier Definitionsgewalt hat, was dazu führt, dass nicht an die eigenen Vorlieben im Hinblick auf „Zeitung, Radio und Fernsehen“ gedacht wird, sondern daran, dass man sich von bestimmten (öffentlich-rechtlichen) Sendern betrogen und belogen fühlt. Wenn unangenehme Empfindungen im Bezug auf ein Einstellungsobjekt (Medien) Dominanz über angenehme Empfindungen ausüben, dann sollte in den Redaktionsräumen die offene Panik ausbrechen.

Schließlich und mit Blick auf die derzeitige Kampagne gegen soziale Netzwerke sind noch zwei Anmerkungen notwendig: Wenn nur 8% der Befragten soziale Netzwerke für glaubwürdig halten, wie die Befragung angeblich erbracht haben soll, dann stellt sich die Frage, ob es diese 8% rechtfertigen, mit derartigem Trara auf soziale Netzwerke einzuschlagen, wie dies derzeit der Fall ist – oder trauen die Verantwortlichen ihren eigenen Studien nicht, vielleicht weil sie wissen, wie sie zustande gekommen sind?

Schließlich sollten sich die Verantwortlichen das mit den FakeNews und Hasskommentaren in sozialen Netzwerken noch einmal überlegen: 31% der Linke-Anhänger in der Infratest Dimap Umfrage nutzen Facebook und Twitter als regelmäßige Nachrichtenquelle. Damit liegen die LINKE-Anhänger weit vor allen anderen Parteianhängern. Das legt den Schluss nahe, dass Hasskommentare, so sie denn ein Problem in sozialen Netzwerken sind, in erster Linie ein Problem der LINKE sind.

Der Meinungsforschungskrieg um die Lügenpresse

Der Stachel der Lügenpresse, er sitzt tief im Fleisch öffentlich-rechtlicher Anstalten und ihrer Vertreter.

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht versucht, wird, den Begriff Lügenpresse und die, die ihn verwenden, zu diskreditieren und im Gegenteil zu zeigen, dass die Medien eine Wahrheitspresse sind.

Der neueste Versuch stammt vom Westdeutschen Rundfunk. Dieses Mal wurde nicht Forsa mit einer Meinungsumfrage betraut, sondern Infratest dimap. Die Infratest-Umfrage ist besser gemacht als die Umfrage von Forsa. Nichtsdestotrotz sind die Elemente der Manipulation klar erkennbar.

Verweilen wir zunächst beim Begleitbericht des WDR, in dem Folgendes zu “Lügenpresse” zu lesen steht:

WDR infratest“So teilen auch 72 Prozent den Vorwurf der “Lügenpresse” nicht – ein nationalsozialistischer Schmäh- und Kampfbegriff, der vor allem bei den “Pegida”-Protesten verwendet wird. Nur 20 Prozent gaben an, dass sie persönlich von “Lügenpresse” sprechen würden, wenn sie an Zeitungen, Radio und Fernsehen in Deutschland denken.”

Nun Lügenpresse ist nicht nur ein Schmäh- und Kampfbegriff, den die Nazis verwendet haben. Tatsächlich haben ihn auch die Nazis verwendet.

Verwendet haben ihn außerdem, wie Wikipedia unter Angabe von Quellen zeigt: “Organisationen der Arbeiterbewegung zur Abwertung von als bürgerlich oder kapitalistisch wahrgenommenen Teilen der Presse sowie …[die] Exilpresse als Bezeichnung für die gleichgeschalteten NS-Medien …. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam das Wort zunächst nur mehr sporadisch vor. Die ab August 1945 erscheinende Frankfurter Rundschau verstand sich explizit als Gegenentwurf zu „Hugenbergs Lügenpresse“. In den Medien der DDR wurde das Wort im Kalten Krieg gelegentlich zur Herabsetzung der westdeutschen Presse benutzt. Für die Westdeutsche Studentenbewegung lässt es sich im Rahmen der Anti-Springer-Kampagne nachweisen”.

Kurz: Lügenpresse ist weder eine Erfindung der Nazis noch der Pegida, es ist ein Begriff, der immer dann auftaucht, wenn Teile der Bevölkerung sich aus einer einseitigen Berichterstattung ausgeschlossen fühlen, den Eindruck haben, sie sollen manipuliert werden oder ideologisch unpassende Inhalte ihrerseits abwerten wollen.

Nun zur Umfrage von Infratest dimap, die nach Ansicht eines anonym gebliebenen Schreibers des WDR zeigt, dass der “überwiegende Teil der Bundesbürger” es völlig “anders sieht als Pegida”. Wobei anders meint: dass der überwiegende Teil der Bevölkerung keine Verachtung gegenüber den Medien hat.

Infratest dimap hat gerade einmal 750 Befragte zusammen bekommen, 750 Deutsche aus der wahlberechtigten Bevölkerung ab 18 Jahre. Ein Anteil von einem Prozent entspricht somit 7-8 Befragten, immer vorausgesetzt, dass alle Befragten auch auf alle Fragen geantwortet haben.

Jeder, der sich schon einmal mit quantitativen Befragungen beschäftigt hat, weiß, dass Befragte nicht zu allen Fragen etwas sagen. Generell kann man drei Gruppen von Befragten unterscheiden:

  1. Schnell hill esserBefragte, die ein Interview zu Ende führen und zu jeder Frage etwas Inhaltliches sagen.
  2. Befragte, die ein Interview zu Ende führen aber nicht zu jeder Frage etwas Inhaltliches sagen.
  3. Befragte, die ein Interview nicht zu Ende führen, es abbrechen, weil sie über eine Frage verärgert sind oder keine Lust oder keine Zeit mehr haben, um das Interview zu Ende zu führen oder die zu keiner Frage eine inhaltliche Angabe machen.

Als Konsequenz gibt es fehlende Werte. Auf Frage 5 haben vielleicht 700 der 750 Befragten eine inhaltliche Antwort gegeben, 50 Befragte haben weiß nicht, keine Ahnung oder nichts gesagt, was sich als Antwort verwerten lässt. Die Anzahl der Befragten, die Frage 5 beantwortet haben, ist demnach um 6,7% geringer als die Anzahl der Befragten in der Gesamtstichprobe. Nur: Das sagt natürlich kein Meinungsforschungsinstitut. Alles, was man von Meinungsforschungsinstituten zu lesen bekommt, ist die Anzahl der insgesamt Befragten. Wie viele davon auf die jeweiligen Fragen geantwortet haben, wie viele als so genannte “missing values” klassifiziert werden mussten, weil sie keine inhaltliche Antwort gegeben haben, das sind Fragen, auf die Meinungsforschungsinstitute keine Antwort geben.

Das Verheimlichen relevanter Informationen, die notwendig sind, um die Qualität einer Befragung zu beurteilen, ist dann eine Form der Manipulation, wenn es absichtlich erfolgt. Man muss davon ausgehen, dass es absichtlich erfolgt, da die entsprechende Angabe zum grundlegenden Handwerkszeug gehört, das ein empirischer Sozialforscher während seiner Ausbildung an Hochschulen erlernt, und die Meinungsforschungsinstitute, sie beschäftigen doch nach eigenen Angaben wissenschaftlich ausgebildete Mitarbeiter.

Infrastet dimap ist eines der Meinungsforschungsinstitute, die schon etwas länger auf dem Markt sind. Entsprechend sind die Methoden des systematischen Vorgaukelns von Wissenschaftlichkeit feiner entwickelt als sie das zum Beispiel bei Forsa sind. So steht zu Beginn der Befragung unter dem Stichpunkt “Untersuchungsanlage” Folgendes zu lesen:

“Fehlertoleranz: 750 Befragte: 1,2* bis 3,5** Prozentpunkte; * bei einem Anteilswert von 5% ** bei einem Anteilswert von 50%.”

Was kann damit gemeint sein? Eine Fehlertoleranz ist gemeinhin ein Bereich, in dem z.B. ein Bohrloch von seiner optimalen Tiefe abweichen kann, ohne dass das Bild von der Wand fällt, nachdem es an den Haken, der im Dübel im Bohrloch verankert wurde, gehängt wurde.

Nimmt man an, dass der Anteilswert den Anteil von Befragten meint, dann kann man errechnen, dass Antworten von 5% der Befragten, also von 37 Befragten, immer vorausgesetzt, alle haben geantwortet, mit einem Fehlerwert von 1,2% belastet sind, d.h. die Angaben, für 9 der 37 Befragten können gemessen an einer fiktiven Grundgesamtheit falsch sein. Bei 50% also wenn 375 Befragte geantwortet haben, beträgt die entsprechende Anzahl falscher Antworten: 26. Jetzt kommt der statistische Gag an der Sache, der Fehler kann eine Abweichung in entweder die eine oder die andere Richtungen zur Folge haben! Aus den 9 werden somit 18, aus den 26 52 Befragte, die falsch ausgewiesen sind.

Klingt etwas kryptisch, erschließt sich aber, wenn man weiß, dass die Befragung von Infratest dimap “repräsentativ” sein soll. Insofern geben die Fehlertoleranzen die Abweichung vom richtigen Ergebnis, wie man es finden würde, befragte man die geamte Bevölkerung, an. Ein mit 4,5% ausgewiesener Wert, hat somit einen Wertebereich von 3,3% bis 5,7%, alles, was in diesem Wertebereich liegt, kann die unter Annahme von Repräsentativität richtige Antwort sein. Stimmen 45% einer Antwortvorgabe zu, dann liegt der repräsentativ richtige Wert in einem Wertebereich von 41,5% bis 48,5%, was eine Abweichung von einmal 2,4% bis 7% (18 bis 52 Befragte) vom ausgewiesenen Wert bedeutet.

In der Befragung sagen 72% auf die Frage, “Im Zusammenhang mit den Protesten der Pegida-Bewegung wird häufiger der Begriff Lügenpresse verwendet. Wenn Sie an Zeitungen, Radio und Fernsehen in Deutschland denken, würden Sie persönlich dann von Lügenpresse sprechen oder nicht?”: “Nein, würde nicht von Lügenpresse sprechen”.

72% der Befragten, die geantwortet haben (wie viele der 750 insgesamt Befragten, das auch gewesen sein mögen), haben also “nein” gesagt. Diese 72% von bestenfalls 750 Befragten werden nun kurzerhand auf die Bevölkerung übertragen, und es wird behauptet, dass 72% der Bevölkerung “nein” sagen, was sie natürlich nicht tun, denn 72% der Bevölkerung wurden nie befragt. Würde man korrekt vorgehen, dann müsste auf Grundlage der oben angegebenen Fehlertoleranzen formuliert werden: Würde man die gesamte Bevölkerung befragen, ob sie den Begriff Lügenpresse verwenden würde, wenn sie an Zeitungen, Radio, Fernsehen in Deutschland denken, dann wäre zu erwarten, dass zwischen 68,5% und 75,5% der Bevölkerung sagen würden, dass sie diesen Begriff nicht verwenden.

Das wäre die korrekte Formulierung, wenn man repräsentative Daten hätte. Nun sind, wie wir schon mehrfach dargestellt haben, die Daten von Meinungsforschungsinstituten nicht repräsentativ, sie können es gar nicht sein, denn Repräsentativität beschreibt ein Ideal, keine empirische Realität. Aber natürlich ist die Behauptung von Repräsentativität für Meinungsforschungsinstitute sehr wichtig. Wer würde einen Pfifferling auf Ergebnisse, basierend auf 750 Befragten geben, wenn sie nicht mit der Behauptung der Repräsentativität daher kämen? Die Symbolik “Repräsentativität” schafft hier nicht nur die Bedeutung des Ergebnisses, sie sorgt auch dafür, dass man Zahlen als vermeintlich repräsentative Zahlen teuer verkaufen und anderen als Beschreibung der Realität auftischen kann.

Soweit zu einigen der technischen Tricks, die mit angeblichen repräsentativen Meinungsumfragen verbunden sind. Nun zu den inhaltlichen Tricks. Wie gesagt, die Befragung von Infratest ist gut gemacht. Der manipulative Teufel, er liegt im Detail, er findet sich in einem Hin und Her der Basis der Fragen.

Hier die Zusammenfassung:

  1. Bewertung der Qualität des Informationsangebot aller deutschen Medien – unspezifizierte Frage;

  2. Entwicklung des Vertrauens in alle deutsche Medien – unspezifizierte Frage;
  3. Einschätzung der Glaubwürdigkeit der Informationen in allen deutschen Medien – unspezifizierte Frage;
  4. Einschätzung der Glaubwürdigkeit einzelner vorgegebener Medien – spezifizierte Frage;
  5. Bewertung genutzter Informationsquellen; – spezifzierte Frage
  6. Bewertung des Vorwurfs der Lügenpresse gegenüber allen deutschen Medien – unspezifizierte Frage;
  7. Bewertung von Lügen in deutschen Medien; spezifizierte Frage;
  8. Einschätzung von Vorgaben der Politik für die Berichterstattung in allen Medien – undspezifizierte Frage

Die Darstellung zeigt ein sehr gekonnt konstruiertes Beispiel dafür, wie man Fragen stellt, ohne die relevanten Fragen zu stellen. Wem ist zum Beispiel aufgefallen, dass die Frage nach der Lügenpresse sich auf alle deutsche Medien bezieht, eine Antwort mit “ja” somit alle deutschen Medien über einen Kamm schert, während sich der Vorwurf der Lügenpresse auf die öffentlich-rechtlichen Medien und Medien bestimmter ideologischer Färbung bezieht. Dagegen ist die Frage danach, ob man glaubt, dass in deutschen Medien absichtlich die Unwahrheit gesagt wird, nachträglich spezifiziert worden, was mit der Lügenpresse-Frage auch möglich gewesen wäre, aber nicht gemacht wurde. Insgesamt ergibt sich ein Bild der Abfolge von unspezifizierten Fragen und von spezifizierten Fragen, wobei unspezifizierte Fragen die Norm darstellen und spezifierte Fragen nachgeschoben werden.

Warum? Weil man einen Kontexteffekt ausnutzen will. Wenn man ganz allgemein und undifferenziert fragt, ob jemand alle Medien für Lügenpresse hält, hat man allein durch die Frage die Wahrscheinlichkeit einer Zustimmung verringert, denn wer würde schon alle Medien über einen Kamm scheren wollen? Um so erstaunlicher, dass 20% der Befragten tatsächlich sagen, sie würden im Zusammenhang mit allen Medien in Deutschland von Lügenpresse sprechen. Eigentlich ein Hammer und mit Sicherheit kein Grund zur Entwarnung! Hat man durch eine unspezifizierte Vorgängerfrage die Wahrscheinlichkeit bestimmter Antworten reduziert und fragt dann spezifisch nach, dann wird die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass diejenigen, die ursprünglich “nein” gesagt haben, nun bei einer spefizischen Nachfrage “ja” sagen, sie wird deshalb reduziert, weil Befragte versuchen, konsistent zu antworten.

Der Kontexteffekt lässt sich jedoch gegen seinen Nutzer wenden, nämlich dann, wenn hoch affektiv besetzte Themen dazu führen, dass Befragte keinen besonderen Wert auf die Konsistenz ihrer Antworten legen und sich der Kontexteffekt als Folge davon abschwächt. Im Resultat würde man als Ergebnis dieser Manipulation widersprüchliche Ergebnisse erwarten, und das ist genau, was die Umfrage von Infratest dimap produziert hat:

  • 71% der Befragten halten öffentlich-rechtliches Fernsehen für glaubwürdig. 81% der Befragten halten öffentlich-rechtliches Fernsehen für vertrauenswürdig.
    • ABER: 30% der Befragten glauben, dass sie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen belogen werden. Entsprechend können nicht 81% der Befragten das öffentlich-rechtliche Fernsehen als vertrauenswürdig ansehen. Ein glatter Widerspruch, der sich aus dem Hin und Her der spezifischen und unspezifischen Fragen ergibt, der versuchten Manipulation der Befragten.
    • ABER: 42% der Befragten sind der Ansicht, dass Staat und Regierung Vorgaben für die Berichterstattung in Medien machen, und 49% der Befragten sind der Ansicht, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen staatlich gelenkt ist. Abermals ist es ein glatter Widerspruch, wenn dennoch 81% sagen, das öffentlich-rechtliche Fernsehen sei vertrauenswürdig oder 71% der Befragten das öffentlich-rechtliche Fernsehen für glaubwürdig halten. Es ist jedenfalls dann ein Widerspruch, wenn man die Prozentrechung im Wertebereich von 0% und 100% betreibt.

Bei derart krassen Widersprüchen fragt man sich unwillkürlich, was die Infratester da gemessen haben und wie viele Befragte jeweils Antworten auf die entsprechenden Fragen gegeben haben. Unabhängig von den Antworten auf diese Fragen kann man feststellen, dass die Befragung von Infratest dimap alles andere als valide ist. Man kann sie schlicht in den Mülleimer werfen, dorthin, wo sich der Rahmenbeitrag, den ein anonymer Schreiber des WDR geschrieben hat, um abermals ins Hirn der Leser zu nageln, dass Pegida und nur Pegida für den Vorwurf der Lügenpresse verantwortlich ist, bereits befindet.

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Die Rückkehr des Zensierten: Hart aber Fair wieder in Mediathek

Sie ist drin.
Sie ist nicht drin.
Sie ist drin.
Sie ist nicht drin.

Hart aber Fair ist wieder in der Mediathek – seit heute und mit der folgenden Begründung:

hart_aber_fair_Logo_“Jörg Schönenborn, WDR-Fernsehdirektor: „Die Sendung aus der Mediathek zu nehmen, war eine Entscheidung der Programmverantwortlichen, der eine lange, selbstkritische Diskussion der Sendung vorausging. Dass daraus der Vorwurf der Zensur und Selbstzensur abgeleitet würde oder der Eindruck, wir seien vor Lobbygruppen eingeknickt, hatte ich mir nicht vorstellen können. Die heftigen Reaktionen zeigen im Rückblick, dass die Entscheidung nicht richtig war.”

Die Vorstellungswelt des WDR-Fernsehdirektors ist recht klein, wie es scheint. Er kann sich angeblich nicht vorstellen, dass die Entscheidung, den Gebührenzahlern eine Sendung vorzuenthalten, für die die Gebührenzahler bezahlt haben, und dies dann zu tun, wenn gerade von Bundesministerien finanzierte Frauen-Lobbygruppen Beschwerden lancieren, um die nämliche Sendung zu unterdrücken, als Zensur gewertet wird.

Wann könnte sich Herr Schönenborn denn vorstellen, dass eine entsprechende Entscheidung als Zensur gewertet wird? Eine spannende Frage, ebenso wie die Feststellung spannend ist, dass die Entscheidung der Zensur nur deshalb falsch war, weil sie heftige Reaktionen ausgelöst hat. Hätte es keine heftigen Reaktionen auf die Zensur durch den WDR gegeben, dann wäre die Zensurentscheidung also richtig gewesen. Zensur liegt also nicht vor, wenn man damit durchkommt.

Schönenbornsche Opportunismus-Logik, kann man das nur nennen und auf die Wichtigkeit “heftiger Reaktionen” hinweisen, wann immer der ideologische Zensurteufel sein Haupt erhebt.

Beim Frauenrat, der vom BMFSFJ unterhaltenen “Frauenlobby”, sind die Schockwellen des Versuchs zu bestimmen, was andere sehen dürfen und was nicht, zwischenzeitlich auch angekommen. Hannelore Buls hat dies zum Anlass genommen, um den Hals tiefer in die selbstgedrehte Schlinge zu stecken und versucht nun, gleichzeitig zu ziehen und aus der Schlinge herauszukommen:

Deutscher Frauenrat“Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, wertet die Falschinformation, mit der der Frauenlobby jetzt unterstellt wird, eine Zensur der Sendung verlangt zu haben, als Propaganda von GleichstellungsgegnerInnen: „Der Deutsche Frauenrat betreibt keine Zensur. Er setzt sich für die Umsetzung der Grundrechte ein, zu denen die Pressefreiheit gehört, aber ebenso die Gleichstellung von Frau und Mann. Der Talkrunde bei “hart aber fair” mangelte es an einer nicht-sexistischen und diffamierungsfreien Darstellung des Themas Gleichstellung. Deshalb ist das ein Thema für die Frauenlobby.“

Ohrfeige fuer PlasbergAlso: der Deutsche Frauenrat will natürlich keine Zensur. Wer kommt nur auf solch’ absurde Gedanken? Ah, wir wissen es: “GleichstellungsgegnerInnen”. Die verbreiten die entsprechende Propaganda. Richtig ist: Der deutsche Frauenrat will keine Zensur. Er will Pressefreiheit. Aber der Deutsche Frauenrat will auch die “Gleichstellung von Frau und Mann” [dabei handelt es sich vermutlich um Adam und Eva]. Hart aber fair hat das Thema Gleichstellung nicht “diffamierungsfrei” dargestellt und deshalb und weil bei der Frauenlobby das Thema “Gleichstellung” vor dem Thema “Pressefreiheit” kommt, deshalb hat der Frauenrat eine Beschwerde gegen die Sendung “Hart aber Fair” abgesetzt und sich herausragend darüber gefreut, dass als Folge der Beschwerde die Sendung aus der Mediathek des WDR verschwunden ist.

Das war keine Freude über Zensur. Nein, das war Freude über Gleichstellung. Und Gleichstellung geht vor Pressefreiheit – oder so. In jedem Fall ist es keine Zensur, keine Zensur, keine Zensur. Wann verstehen die rationalen Menschen in Deutschland endlich, dass Frauenräte nie Negatives wollen, bestenfalls Zensur zu Gunsten der Gleichstellung und das ist gute Zensur bzw. keine Zensur – Hannelore Buls hat es gesagt.

Und die Republik lacht.

Und irgendwie scheint der GenderZauber seinem Ende zu zu gehen. Es hat sich wohl ausgegendert. Macht in Transsexuelle, ihr Genderisten, da liegt die vom BMFSFJ geförderte Zukunft!

Vom Pyrrhus-Sieg zum feministischen Supergau

Wie nahe Sieg und Niederlage beeinander liegen, das erleben derzeit die Frauenverbände und Frauenräte, denen die Meinungsfreiheit in Deutschland zu weit geht. Gerade haben sie beim WDR Rundfunkrat durchgesetzt, dass die Sendung “Hart aber Fair, Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn” aus der Mediathek gelöscht wurde, da bricht ein Sturm der Berichterstattung über die Frauenräte herein.

WDRKaum ein deutsches Medium scheint sich die Geschichte entgehen lassen zu wollen, niemand will in seinem Beitrag auf den obligatorischen Link auf YouTube verzichten, wo die Sendung vom 2. März immer noch zu sehen ist – in ihrer ganzen Länge und Lächerlichkeit – jedenfalls meinen die sich beschwerdenden Frauenräte, dass die Sendung den Genderismus und das Gender Mainstreaming lächerlich gemacht habe. Als bräuchte es dazu die Sendung von Plasberg, als reichten die Vorschläge zur Sprachverhunzung, *X_Innen, zu Unisextoiletten, zu Frauenquote im Cockpit nicht aus, um den Genderismus lächerlich zu machen.

Und nun, nachdem sie es durchgesetzt haben, das Plasbergs Sendung aus der Mediathek des WDR gelöscht wurde, dass sie herauszensiert wurde, nun haben sich die Frauenräte und -verbände mit ihrer Beschwerde-Onanie vollständig der Lächerlichkeit preisgegeben (Man muss in diesem Zusammenhang von Onanie sprechen, denn wie wir gezeigt haben, enthalten die vermeintlichen Beschwerden keinerlei Argument).

Die Lächerlichkeit und Peinlichkeit der Frauenräte, sie hat klar benennbare Ursachen:

Offensichtlich hält der Genderismus nicht einmal eine Talkshow aus, in der die obligatorische politische Korrrektheit, die offensichtlich der Wohlfühlfaktor für Genderisten ist, nicht eingehalten wird.

Offensichtlich fehlt es dem Genderismus an “Fachlichkeit“, wie die Frauenräte es wohl nennen würden, um sich in der Diskussion mit anderen zu behaupten.

Offensichtlich fehlt es den Genderisten an Argumenten, mit denen sie der Kritik, die am Genderismus vorgebracht wird, begegnen können (Dass dem so ist, wird darin dokumentiert, dass die einfachen Fragen nach der wissenschaftlichen Grundlage, dem Erkenntnisinteresse und dem Erkenntnisgewinn von Gender Studies, die wir nun schon seit Monaten an entsprechende Lehrstuhlbesetzer gestellt haben, immer noch unbeantwortet geblieben sind.).

scully facepalmOffensichtlich haben Genderisten Angst vor Meinungsfreiheit, Angst davor, in der richtigen Welt, außerhalb ihrer universitären und instutionellen Schutzräume auf die Wirklichkeit zu stoßen, mit der Wirklichkeit konfrontiert zu werden. Deshalb muss die Wirklichkeit zensiert werden. Deshalb müssen Meinungen, die mit Fakten und somit auf Basis der Wirklichkeit begründet werden, unterdrückt am besten verboten werden.

Und was sind Organisationen, Räte, Einzelakteure, die durch eine Talkshow aus dem Gleichgewicht geworfen werden, die keine Argumente zur Verteidigung der eigenen Sache vorbringen können, die nur heulend zum nächsten Patriarchen laufen können, um dort darum zu betteln, dass ihr Schutzraum, in dem sie weder von Realität noch von anderen Meinungen behelligt werden, wieder hergestellt wird?

Peinlich und lächerlich!

Und deshalb wird sich der Pyrrhus-Sieg in Kürze zum feministischen Supergau entwickeln: Darüber lacht das Land, schon deshalb, weil die Frauenräte es geschafft haben, dass eine Sendung, die fast in Vergessenheit geraten war, eine neue YouTube Karriere gestartet hat und sich viraler Nachfrage erfreut.

Es gibt sie übrigens auch hier zum Ansehen.

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