ARD-Faktenfinder bei Denunziationsbemühung durchgeknallt: Hans-Georg Maaßen ist -0,1 Höcke!

oder:
Der ARD-Analyst, der ein Trash-Katalyst war.

Eine grandiose Analyse des “Analyst[en] Philip Kreißel” ist heute Gegenstand eines bemerkenswerten Beitrags von Patrick Gensing, in dem der von Zwangsgebührenzahlern Ausgehaltene, dessen Kompetenz und Qualifikation weder zum Faktenfinden noch zum Journalismus bekannt ist, von seinem Bemühen, Hans-Georg Maaßen und Ralf Höcker und mit ihnen die Werteunion zu diffamieren, davongetragen wird.

Wie versucht man heute zu denunzieren?
Man stellt eine Verbindung zwischen den zu Denunzierenden und der AfD her.

Wie versucht man heute ganz besonders stark zu denunzieren?
Man stellt eine Verbindung zwischen den zu Denunzierenden und Björn Höcke her.



Das Bemühen, so denken sich wohl diejenigen, die es ständig mit sich herumführen, wird umso eher von Erfolg gekrönt, je technischer man es vorträgt, je mehr man den Eindruck erweckt, die Denunziation sei eine Art objektives Ergebnis einer Analyse von vielen Daten. Ein Problem, das sich mit entsprechenden Denunziationsversuchen regelmäßig einstellt, besteht darin, dass der Schreiber keine Ahnung hat, was “der Analyst” eigentlich gemacht hat und deshalb so sehr im Dunkeln stochert, dass es wehtut.

Stellen wir zusammen, was an Informationen Gensing über das Treiben des Analysten “Kreißel” bereitstellt bzw. nicht bereitstellt:

  • 412.000 re-Tweets hat Kreißel irgendwie ausgewertet;
  • Die re-Tweets stammen von den Twitter-Accounts der “untersuchten Politiker”. Wer genau, die “untersuchten Politiker” waren, das verschweigt Gensing. Im Text finden sich die Namen von 12 Politikern. Ob das auch die “untersuchten Politiker” sind? Wer weiß.
  • Von jedem Twitter-Account der “untersuchten Politiker”, wer auch immer sie sein mögen, wurden maximal 3.200 Tweets heruntergeladen und aus dieser Menge eine unbekannte Menge von Tweets analysiert. Welche weiß niemand. Wie die Tweets, die analysiert wurden, ausgewählt wurden, das verrät Gensing, sofern er es überhaupt weiß, nicht. Aber man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass die Tweets ausgewählt wurden, die ein maximales Denunziationspotential versprochen haben.
  • 44.000 re-Tweets wurden analysieren, von einer unbekannten Menge ursprünglicher Tweets von einer unbekannten Menge “untersuchter Politiker”. Ob Gensing wirklich glaubt, dass es Leser gibt, die Idiot genug sind, ihm diesen Trash (denn Junk ist das nicht mehr) durchgehen zu lassen?

Man muss also zu dem Schluss kommen, dass irgendwie Daten von den Twitter-Accounts von irgendwelchen “untersuchten Politikern” gesammelt wurden, dass irgendeine Auswahl aus diesen Daten getroffen wurde und irgendwelche re-Tweets, denn Twitter gibt nur die Informationen zu maximal 100 re-Tweets preis, analysiert wurden, wie, das ist das Geheimnis von Analyst Kreißel. Das, so schreibt Gensing, sei eine Datenanalyse. Nein, es ist keine Datenanalyse. Es ist der hilflose Versuch, einem Denunziationsversuch mit Zahlenhuberei und technischem Brimborium Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Es ist Trash, widerlicher Trash.

Die behauptete Datenanalyse erbringt natürlich genau das Ergebnis, von dem man erwartet kann, dass es Gensing gefällt: Die Tweets von Hans-Georg Maaßen und Ralf Höcker werden häufiger von Leuten geteilt, die auch Tweets von Björn Höcke teilen als die Tweets von Kemmrich oder Mohring. Was genau damit ausgesagt ist, ist unbekannt, denn niemand kennt die Grundgesamtheit. Niemand weiß, wie die Stichprobe, die “der Analyst” bearbeitet hat, gezogen wurde und somit kann niemand sagen, ob die Stichprobe irgendetwas über die Grundgesamtheit aussagt. Der Trash genügt keinem Kriterium seriöser Datenanalyse, aber “der Analyst” wurde dafür sicher fürstlich auf Kosten der Zwangsbeitragszahler entlohnt.

Besonder peinlich wird die “Datenanalyse” allerdings, wenn man genauer hinsieht. Sehen wir doch einmal genauer hin:

Die Abbildung links zeigt in den Worten von Gensing:

“Die Auswertung zeigt: Von den Profilen, die Tweets der CDU-Fraktion Thüringen teilten, verbreiteten 17 Prozent auch Inhalte von Höcke. Bei der SPD-Fraktion liegt diese Schnittmenge bei lediglich 1,5 Prozent, beim CDU-Landesverband Thüringen bei gut fünf Prozent, bei dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich und dem CDU-Politiker Mike Mohring jeweils bei knapp neun Prozent.

Deutlich höhere Überschneidungen gibt es bei Vertretern der Werteunion: 42 Prozent der Retweets von Inhalten des bisherigen Sprechers Ralf Höcker sowie 56 Prozent der Retweets bei Maaßen stammen von Profilen, die auch Inhalte von Höcke teilten. Bei dem rechtsradikalen Aktivisten Martin Sellner liegt diese Übereinstimmung bei 65 Prozent, bei Alice Weidel bei 77 Prozent.”

Die Abbildung rechts zeigt in den Worten von Gensing:

“Setzt man die verschiedenen Werte in Relation zueinander, lässt sich eine Skala errechnen, die von -1 bis +1 reicht. Je niedriger der Wert, desto größer ist die Überschneidung der Retweets von Konten, die auch Inhalte von AfD-Rechtsaußen Höcke teilen.

Auf diese Skala bezogen zeigt sich bei Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen eine größere Überschneidung mit Höcke als mit Konten von CDU und FDP.”

Wir finden hier das faszinierende Ergebnis, dass etwas es selbst und sein Gegenteil ist. Nehmen wir Friedrich Merz. Friedrich Merz weist eine Inkubationsrate von 18% auf, d.h. 18% von was auch immer, denn die Basis ist unbekannt, Gensing ist nicht der Ansicht, dass man sie angeben muss, also irgendwelche 18% retweeten Tweets von Merz und von Höcke. Bei Kemmering sind es nur knapp 9%. Der Befall des ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten ist also geringer als der von Merz. Wenn man nun die “verschiedenen Werte”, welche das auch immer sein mögen, so “in Relation zueinander” setzt, dass man irgendwie Hans-Georg Maaßen mit ins Spiel bringen kann und zudem gilt, “je niedriger der Wert desto größer ist die Überschneidung der Retweets von Konten, die auch Inhalte von AfD-Rechtsaußen Höcke teilen”, dann verkehrt sich das, was gerade berichtet wurde, in sein Gegenteil. Plötzlich weist Kemmering einen höheren Höcke-Maaßen-Befall auf als Merz. Der Schrott, den Gensing als Daten ausgeben will, zeigt also einmal etwas und einmal dessen Gegenteil. Möglicherweise ensteht dieser Eindruck auch deshalb, weil Gensing offenkundig keine Ahnung hat, was seine seltsame Tabelle, die Maßen immer irgendwie zwischen Höcke (-1) und wem auch immer (+1) verortet, aussagt. Man soll eben nie über Dinge schwadronieren, von denen man keine Ahnung hat, oder: “Setzt man die verschiedenen Werte in Relation zueinander, lässt sich eine Skala errechnen”, welche auch immer. Deutlicher kann man seine Ahnungslosigkeit nicht mehr in Worte fassen als es Gensing in diesem Satz tut.

Wir sind ohnehin der Ansicht, dass dann, wenn man Irrsinn den Wert -1 zuweist und Wahnsinn den Wert +1 Gensing bei -0,28 zu finden ist. Was das bedeutet? Na, dasselbe, was es oben in der Tabelle bedeutet, wenn Maaßen -0,1 Höcke -1 und Merz +1 zugewiesen wird. Ist doch offensichtlich – oder?



Offenkundig ist der Aktenfinder bei dem Versuch, Maaßen und Höcker, die ja bekanntlich die gesamte Werteunion ausmachen, zu denunzieren, sie an den rechten Rand zu rücken, durchgeknallt und weiß selbst nicht mehr, was eigentlich gemacht wurde. Das stört Gensing aber nicht daran, nun erst richtig vom Leder zu ziehen:

“Diese äußerst aktive Minderheit kann Stimmungsbilder stark verzerren und eine große Zustimmung simulieren. So erhalten Maaßen und andere Vertreter der Werteunion bei Twitter offenkundig viel Zuspruch von sehr rechten Profilen. Diese teilen mutmaßlich besonders polarisierende Tweets, die somit scheinbar auf eine große Zustimmung stoßen.”

Daten, von denen man nicht weiß, welchen Ausschnitt aus der Grundgesamtheit sie darstellen, von denen man nicht weiß, nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden, deren Ergebnisse widersprüchlich sind und keinerlei sinnvolle Aussage zu irgendetwas erlauben, zeigen aber in jedem Fall, dass Maaßen gar keine Reichweite hat und auch Höcker nur von einer kleinen Minderheit verbreitet wird, die “Stimmungsbilder stark verzerren” kann. Wie eine “äußerst aktive Minderheit” eine “große Zustimmung simulieren” kann, wenn sie doch eine Minderheit ist und wenn 20 Leute auf Twitter etwas teilen, dann wird es kein Trend, erst wenn es ein paar Tausend Leute teilen, ist das der Fall, ist eine Frage, die sich Gensing nicht stellt. Hätte er sie sich gestellt, er hätte den Trash, den er zusammengeschrieben hat, gelöscht, in keinem Fall veröffentlicht. Nun ist er aber veröffentlicht, der Trash und einmal mehr ist dokumentiert, welches geistige Niveau Zwangsgebührenzahler für ihr Geld zugemutet bekommen.

Haltung ersetzt keine Intelligenz, könnte man abschließend noch feststellen.




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