Jesus war ein schwarzer Transsexueller: Warum Religionsgemeinschaften verschwinden

Religionsanbieter gehören eigentlich zu den Anbietern, die auf einem Markt unterwegs sind, auf dem es eine konstante Nachfrage gibt. Religionsanbietern kommt die Aufgabe zu, Antworten zu Fragen, wiederkehrenden Fragen, die ein menschliches Leben begleiten,  z.B. Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Bedeutung von Leid zu beantworten. Von Religionsanbietern erwarten diejenigen, die ihre Leistungen nachfragen, Antworten und Orientierungshilfen: Was zeichnet einen anständigen Menschen aus? Welche Werte qualifizieren einen Menschen als Mensch und als Mitglied einer menschlichen Gemeinschaft? Was ist ein gutes und erfülltes Leben? Wodurch zeichnet es sich aus?



Eigentlich gibt es für Anbieter religiöser Leistungen eine Hülle und Fülle von Opportunitäten, um am Markt erfolgreich zu sein. Um so erstaunlicher ist es, dass zwei Quasi-Monopolisten, die den Markt in Deutschland seit mehr als einem Jahrtausend beherrschen, Marktanteile in einer Geschwindigkeit verlieren, die ihren Fortbestand gefährden. Die katholische und noch mehr die evangelische Kirche Deutschlands sind im Niedergang. Wir haben vor einiger Zeit bereits prognostiziert, dass ab 2022 die Anzahl der Mitglieder christlicher Denominationen in Deutschland weniger als 50% der Bevölkerung umfassen wird. Es sieht so aus, als ginge es noch etwas schneller. Die folgende Abbildung zeigt die kumulierten Häufigkeiten der Kirchenaustritte seit 1992, es ist ein eindrucksvolles Dokument von Missmanagement und religiösen Angeboten, die am Markt vorbei gehen.

Seit 1992 haben beide Kirchen 18.680.513 Mitglieder verloren, die evangelische Kirche 10.631.414, die katholische Kirche 8.049.099, dies entspricht einem Rückgang der Mitgliederzahl für diesen Zeitraum von 33,9% für die evangelische Kirche und 26,3% für die katholische Kirche. In jedem Unternehmen, das bei seiner Kundschaft auf eine derart extreme Ablehnung stößt, wird ein Krisenteam eingesetzt und untersucht, woran es liegt, dass das eigene Angebot in einer alarmierenden Rate immer seltener nachgefragt wird. Nicht so bei den beiden Kirchen, die weiter ihren Stiefel predigen, unbeeindruckt davon, dass sie, wenn sie weiter in diesem Tempo Mitglieder verlieren, in spätestens 56 Jahren (evangelische Kirche) bzw. 70 Jahren (katholische Kirche) vollständig vom Markt als Anbieter verschwunden sein werden, immer vorausgesetzt, die Austritte bleiben konstant.

Der Stiefel, den die evangelische und die katholische Kirche predigen, das ist ein identitätslinker Stiefel. Beide Kirchen sind als Trittbrettfahrer auf einem Zug unterwegs, der Themen wie “Rassismus, Rechtsextremismus, Flüchtlinge, LSBTusw, Feminismus”, alle die Themen transportiert, die als Woke bezeichnet werden, Themen, die vielleicht den prekär beschäftigten Dozenten einer drittklassigen Hochschule in Hessen interessieren, aber sicher keine breite Mehrheit der Menschen, die sich an Kirchen wenden, um grundlegende Fragen des Lebens, wie sie oben benannt wurden, beantwortet zu bekommen.



Wer sich bei der Evangelischen Kirche Deutschlands im Internet umsieht, z.B. um eine Antwort auf die Fragen zu finden, was denn der Sinn SEINES Lebens sein könnte, wie er SEIN Leben ausgefüllt gestalten kann, der wird sich verwundert die Augen reiben, denn er wird von Herrn Bedford-Strom darüber belehrt, dass Rassismus Gotteslästerung sei, diese Belehrung findet sich unter “Black Lives Matter”. Unter Flüchtlinge und Integration wird ihm erzählt, dass “Wir uns vorstellen können, wie es Menschen in Not geht”, unter Pflege findet er die Forderung, dass Menschen, die sich um Alte, Kranke und Behinderte kümmern, besser bezahlt werden müssen usw. Verirrt man sich unter “Glauben” und wird von der Überschrift “Warum beten” angesprochen, dann findet man die genderistische Verunstaltung der deutschen Sprache und eine Lehrformel, auf die man auch von selbst hätte kommen können, wobei das Bemerkenswerte an der folgenden Passage, die sich auf der Seite der EKD findet, die Tatsache ist, dass ein Kirchenritual profanisiert wird, d.h. zu einem gewöhnlichen Geschwätz degradiert wird, das keinerlei intersubjektiven Charakter mehr hat. Bei der Evangelischen Kirche wird die Gemeinschaft, die das Wort “Kirche” zum Ausdruck bringt, aufgelöst.

“Für Christinnen und Christen ist Gott ein Gegenüber, mit dem man genauso sprechen kann wie mit einem Menschen. Das gilt übrigens für alle drei „Personen“ Gottes, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Wie dabei die genaue Anrede lautet, spielt keine Rolle. Jeder Christ und jede Christin ist frei, mit Gott so zu reden, wie er oder sie will. Auch im Gottesdienst gibt es Gebete, die frei formuliert werden, zum Beispiel das Fürbittengebet.”

Bei der katholischen Konkurrenz sieht es kaum anders aus. Die Seite der Deutschen Bischofskonferenz wirkt wie der Auftritt eines Ordnungsamtes, ein Verlautbarungsorgan, das den Sinn von Angeboten im Web2.0, das nun auch schon seit Jahrzehnten diskutiert wird, nicht erfasst hat. Eine kurze Durchsicht der Themen, die der katholischen Bischofskonferenz besonders wichtig sind, ergibt die folgende Liste:

  • Flüchtlingshilfe;
  • Frauen in der Kirche;
  • Kirche, Staat und Recht;
  • Coronavirus;
  • Engagement in Europa;
  • Kirche und Geld;
  • Sexueller Missbrauch;
  • Sterben in Würde;

Dass Kirche in erster Linie eine Funktion der Seelsorge hat, ist weder bei der evangelischen noch bei der katholischen Kirche unmittelbar ersichtlich. Immerhin müht sich die evangelische Kirche noch ein paar Worte zur für gläubige Christen zentralen Tätigkeit des Betens ab, während der Begriff “beten” auf der Seite der katholischen Bischofskonferenz nahezu ausschließlich in Pressemeldungen vorkommt.

Beide Kirchen haben ihre Funktion, Menschen eine Orientierung im Leben zu geben, und zwar mit Angeboten, die ein Wertsystem und einen damit verbundenen Kanon von Handlungsweisen umfassen, durch ein Wohlfühlangebot ersetzt. Beide Kirchen sind auf dem Wellnessmarkt aktiv. Sie vermitteln denen, die auf der Suche nach einem guten Gefühl sind, aus dem sie einen Selbstwert ableiten können, eine Reihe von Wellnessoptionen, bei denen es sich jedoch fast ausschließlich um Angebote handelt, die nicht auf dem religiösen, sondern auf dem politischen Markt gehandelt werden. Beide, evangelische und katholische Kirche, haben einen Markt, auf dem sie quasi-Monopolist waren, aufgegeben, um sich auf dem Wellnessmarkt, auf dem Wohlfühlanbieter um die Nachfrage derer, die mit Geldspenden oder mit bloßer verbaler Unterstützung ihren Selbstwert konstituieren wollen, buhlen.

Die Evangelische Kirche konkurriert mit der Amadeu-Antonio-Stiftung, fast eine Art Neuauflage eines Reichskonkordats, aber das war natürlich eine katholische Angelegenheit. Die katholische Kirche konkurriert mit Flüchtlings-Unternehmern, die ihr Auskommen über Spenden einwerben, die man als moderne Form des Ablasshandels ansehen kann, kein Wunder also, dass katholische Kardinäle und die Evangelische Kirche bei diesem Ablasshandel dabei sein wollen. Indes verbindet sich mit dem Eintritt in neue Märkte, hier in einen Markt, der von identitätslinken Anbietern, von Extremismus-Unternehmern, Flüchtlings-Unternehmern und Genderismus-Unternehmern nur so wimmelt, die alle ihr Auskommen auf dem Rücken von Steuerzahlern finden wollen, immer dann hohe Eintrittskosten, wenn der Markt bereits gesättigt ist. Die beiden Kirchen erfahren das gerade auf die harte Tour, denn sie haben nicht nur hohe Eintrittskosten, sie haben durch den Verlust ihres Alleinstellungsmerkmals als Anbieter religiöser Lösungen für Sinnkrisen, an Wert bei denen, die diese Leistung nachfragen, verloren. Die Folge sind Kirchenaustritte.



Hinzu kommt, dass beide Kirchen bei denen, die auf dem Wohlfühl- oder Wellnessmarkt nach Absolution für ihre Schuld weißer Haut oder deutscher Geburt suchen oder schlicht nach einer Möglichkeit Ausschau halten, sich als guter Mensch zu inszenieren, nicht der Anbieter erster Wahl sind. Für die Forderung nach besserer Bezahlung von Pflegeberufen gibt es schon die Gewerkschaften, auf dem Flüchtlingsmarkt tummelt sich eine Unzahl von Anbietern, die alle hoffen, über Steuergelder oder Spenden finanziert zu werden, und auf dem Extremismusmarkt sind Kirchen gezwungen, sich als Anbieter in Bundesprogrammen anzudienen, mit denen vermeintlich Extremismus bekämpft werden soll, die tatsächlich aber der Versorgung der Legionen von Schwätzperten dienen, die in den unterschiedlichsten Vereinigungen, die die Welt angeblich besser machen wollen, geparkt sind.

Kurz: Auf dem identitätspolitischen Markt sind Kirchen ein Anbieter unter vielen, ihr Angebot ist gewöhnlich und teuer. Sie können nicht mit den bereits vorhandenen Anbietern konkurrieren, verlieren vielmehr ihre eigene Klientel, die bei politischen Anbietern, bei Extremismus-Unternehmern oder Flüchtlings-Unternehmern besser bedient wird. Kirchenaustritte sind das Ergebnis. Kirchenaustritte sind auch das Ergebnis bei den Kirchenkunden, die den Wechsel der Kirchen von religiösen zu politischen Anbietern nicht mitmachen, die in Kirchen gerade ein Refugium gesehen haben, das sie vor der zunehmenden Politisierung der letzten Trivialität schützt. Das ist nicht mehr der Fall. Wozu also für ein Angebot zahlen, das nicht mehr vorhanden ist? Austritte sind die Folge.

Und weil das alles noch nicht reicht, stellen Kirchen ihre eigenen Grundlagen immer weiter in Frage, dadurch, dass ihre Angebote sich nicht mehr an Gläubige richten, sie keine Angebote mehr bereit stellen, die individuellen Gläubigen Halt und Orientierung geben, sondern ihrerseits nach Halt und Orientierung im politischen, identitätslinken Zeitgeist suchen und dabei einfach nur lächerlich oder deplatziert wirken, wie Heinrich Bedford-Strom oder Kardinal Marx.

Dass ein Unternehmen, das sein Angebot verramscht und versucht, sich bei dem, was die Kirchenführer als Zeitgeist wahrnehmen, anzudienen, keine Zukunft hat und vor allem zu immer extremeren Maßnahmen greifen muss, um das eigene Angebot zu bewerben, das zeigen die beiden folgenden Beispiele, von Unterwürfigkeit. Wer nach Halt und Orientierung sucht, der kann entweder nur den Kopf schütteln, ob dieser Anbieter, oder er muss sich angewidert abwenden, wenn sein Papst sich auf den Boden wirft, um die Füße von Schwarzen, also deren Schuhe, zu küssen, oder der Archbishop, von Canterbury, der geistliche (offensichtlich nicht geistige) Führer der Anglikanischen Kirche in England, meint, im Besitz eindeutiger Hinweise auf die Pigmentierungsintensität von Jesus zu sein, was dazu führt, dass er Statuen, die Jesus, der vielleicht ein entlaufener Nubischer Sklave eines Römischen Bürgers in Jerusalem war, möglich scheint heute alles, und für den über kurz oder lang ein Hirni zu dem Schluss kommen wird, dass er transsexuell war, auf ihre Passung zum Zeitgeist, Nubier, schwarz, filzen lassen wird. Dass derartige Aktionen die Gläubigen in Scharen aus den Kirchen treiben und in Legionen auf Abstand zu ihren von einem seltsamen Virus befallenen Kirchenrepräsentanten gehen lässt, ist nicht wirklich verwunderlich.



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