#Polizeiproblem: Prekäre deutsche Mittelschicht schlägt Alarm

Männer werde mit Affen verglichen.

Männer werden mit Vergewaltigern und Schweinen gleichgesetzt.



Das linke Deutschland ist eine misandriesche Chatgruppe.
Ein Skandal.
Ein Angriff auf die Grundlagen der Zivilisation.
Ein Angriff auf die offene Gesellschaft.

Ein Angriff auf die Vernunft

Indes:

Kein Bericht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Kein Sturm der Entrüstung in Parlamenten: Keine aktuellen Stunden, Krisensitzungen, kleine und große Anfragen, keine Beschlüsse, Resolutionen, Gesetze, nichts, einfach nur nichts.
Was haben wir falsch gemacht?
Ah, gerade fällt es uns ein:

“Muslime werden mit Affen verglichen und als ‘fanatische Primatenkultur’ bezeichnet. Flüchtlinge mit Vergewaltigern und Ratten gleichgesetzt … 25 Polizisten schrieben sich im Chat Nachrichten. Zwischen Alltäglichem wie Brötchenbestellungen für das gemeinsame Frühstück und Verabredungen zum Sport finden sich regelmäßig rassistische Inhalte, Hass auf Andersdenkende und offene Gewaltphantasien.”



Ein paar Beispiele, dazu die Behauptung, das sei Hass auf Andersdenkende und es gebe “offene Gewaltphantasien”, das ganze in die mit “Rechtsextremismus” überschriebene Schüssel, mit Muslim und Flüchtling versetzen, gut durchrühren und schon ist der öffentliche Aufschrei der Mitglieder der prekären deutschen Mittelschicht sicher, jener Mitglieder, die sich in den niedergehenden Medien, in Parteien und bei all denen, die auf Parteien für ihr finanzielles Überleben angewiesen sind, zusammengerottet haben, um einmal die Relikte der offiziellen DDR-Sprache zu verwenden, die Bundeskanzler Merkel nutzt.

Und jetzt geht die Hysterie erst richtig los:
Katastrophe.
Weltuntergang.

Kennen Sie den Unterschied zwischen Hysterie in den USA und Hysterie in Deutschland? In den USA ist tatsächliche Gewaltausübung durch Polizisten notwendig, um Hysterie auszulösen. In Deutschland reichen bereits Gewaltphantasien. Warum? Lesen Sie weiter!

Das Lamento der Verfehlungen von 25 !!! Polizisten in einer Chat-Gruppe wird in der ARD – wie könnte es auch anders sein – vom link(sextremistisch)en Ausleger Monitor besungen: Aiko Kempen, Julia Regis und Mathea Schülke vom WDR haben sich von Steuerzahlern dafür bezahlen lassen, dass sie Polizisten ins Visier nehmen und Informationen verbreiten, die ihnen – wie sie behaupten – von Polizisten, die einst in der Chat Gruppe waren, aber anonym bleiben wollen, zugespielt wurden. Eine an Dummheit kaum zu überbietende Aussage, denn wenn eine Chatgruppe aktuell 25 Mitglieder hat, dann hatte sie vor Jahren sicher keine 1000, war eher überschaubar, so dass die Frage, wer denn die Informanten oder Denunzianten sind, die angeblich der Montior-Redaktion Informationen zugespielt haben, sehr leicht zu beantworten ist. Sofern es die Informanten überhaupt gibt …



Wohlgemerkt, was hier zugespielt wurde, sofern das, was Monitor berichtet, auf einer tatsächlichen Chatgruppe basiert, sind Meinungen, verbale Äußerungen, die – sorry ihr linken Träumer, dass wir Euch erschrecken müssen – unter Menschen ganz normal sind. Interessierte sich die Redaktion von Monitor nur für einen kurzen Moment für die Sprache, die unter Antifas genutzt wird, wenn sie sich über Polizisten und darüber unterhalten, was sie mit diesen anstellen würden, wenn sie nur könnten, dann kommen dabei gewöhnlich mit Sicherheit extremere Äußerungen heraus als das, was nun in der ARD skandalisiert und in einem Maße aufgebauscht wird, das man nur noch als hysterisch bezeichnen kann.

Es gibt, um einmal darauf hinzuweisen, KEINE OPFER. Keinem der Polizeibeamten, sofern es sie gibt, kann vorgeworfen werden, dass er Muslime oder Flüchtlinge unangemessen behandelt hätte, denn könnte es ihm vorgeworfen werden, man kann sicher sein, dass es ihm längst vorgeworfen worden wäre. Die ganze Aufregung basiert auf verbalen Aussagen, die dem, was in der Mittelschicht so gerne als freie Meinungsäußerung im Rahmen der Pressefreiheit verteidigt wird, z.B. die Gleichsetzung von Polizisten und Abfall, in nichts nachsteht. Beides, das, was die taz als Satire veröffentlicht und das, was Polizisten (sofern es sie gibt) in Chat Gruppen austauschen, unterscheidet sich nicht voneinander.

Polizisten als Opfer von Gewalt; Daten des BKA

Dessen ungeachtet bauschen die Gebühren-Gewinnler bei Monitor die Mücke (sofern es die Mücke gibt), zu einem Elefanten auf, und weil sie offensichtlich ahnen, dass die Ausrufung des nationalen Notstands wegen ein paar Äußerungen von ein paar Polizisten eine Übertreibung sein könnte, deshalb präsentieren sie “Alice Hasters”. Sie kennen Hasters nicht, die “Autorin und Rassismusexpertin Hasters”? Wir auch nicht. Und unsere Suche nach der wissenschaftlichen Literatur, verfasst von Hasters zum Thema “Rassismus”, die die Einordnung als “Expertin” legitimieren würde, ist auch erfolglos geblieben. Man ist fast genötigt zu denken, das Expertentum basiere auf der Tatsache, eine schwarze Mutter und einen weißen Vater – oder umgekehrt – zu haben. In einer Gesellschaft, in der Realität erfühlt wird, reicht das offenkundig.

ARD-Expertin Hasters gibt das Folgende von sich:

“”Die Inhalte in dieser Gruppe geben ziemlich deutliche Hinweise darauf, dass sich Menschen, die rassistisch sind, innerhalb der Polizeistrukturen sicher fühlen können”, sagt Hasters. Das müsse sich grundlegend ändern. Deshalb reiche es auch nicht, schwarze Schafe zu entfernen und zu denken, damit hätte sich das Problem erledigt.”

Haben Sie es gelesen?
Nein, nicht den Blödsinn mit den Menschen, die rassistisch sind, Rassismus lässt sich nicht an ein paar Aussagen, so es sie denn gegeben hat, festmachen, nein, die “schwarzen Schafe”. Wie rassistisch ist das denn, diejenigen, die sich angeblich fehlverhalten haben, als Schwarze zu bezeichnen. Nun sind auch wir überzeugt, dass Hasters eine Expertin für Rassismus ist.

Warum ist in Deutschland die journalistische Hetzjagd auf Polizisten eröffnet worden?
Nun, zwei Erklärungen bieten sich an:

Die Hetzjagd in Deutschland ist eine Variante der “defund police” Krawalle von Black Lives Matter in den USA, nur dass Angehörige der prekären Mittelschicht in den Medien Deutschlands und in den von Steuerzahlern finanzierten Aktivisten-Kaderschmieden nicht so ehrlich sind wie US-Krawallmacher. Prekäre Mittelschichtler sind in erster Linie eines: feige. Deshalb sägen sie an Stuhlbeinen und hoffen, dass derjenige, der auf dem Stuhl sitzt, so lange sitzenbleibt, bis sie ihn zu Fall bringen können.

Die zweite Erklärung ist Statusinkonsistenz und dazu müssen wir etwas ausholen.



Erinnern Sie sich noch an das Unterschichtenfernsehen?
Harald Schmidt und Paul Nolte haben zu Beginn der 2000er die Vorlage “Unterschichtenfernsehen” für prekäre Mittelschichtler gegeben. Nolte wie folgt:

„Ernährungsdefizite und Bewegungsmangel, Sprachdefizite und Bildungsrϋckstände, ϋbermäßiger Fernseh- und auch Handykonsum konvergieren in jenen neuen Unterschichten“ (Nolte 2004)

Harald Schmidt in der ihm eigenen Weise, als Fernsehen minderer Qualität, gemacht für Zuschauer minderer Intelligenz. Gegenstand dieser Aussagen waren die stupiden Shows der Privatsender, in denen stupide Menschen vor die Kamera gezerrt werden, um dort ihre Beziehungs- oder sonstigen Konflikte zur Belustigung der Zuschauer auszuleben. Die Zuschauer waren aber beileibe nicht ausschließlich solche aus der Unterschicht. Die Mehrheit der Zuschauer waren Hausfrauen und Halbtagskräfte aus der Mittelschicht, für die die entsprechenden Sendungen einen moralischen Nutzen bereitgestellt haben. Angehörige der Mittelschicht, der prekären Mittelschicht, haben seit Jahrzehnten das Problem, dass sie sich von denen, die sie für Unterschicht halten, nicht mehr über ihr Verdienst abgrenzen können, dass sie – im Gegenteil – mit ihrem Kümmer-W oder Kümmer-Gehalt weit hinter dem Verdienst von Angehörigen der handarbeitenden Schichten, also dem, was prekäre Mittelschichtler für Unterschicht halten, zurückbleiben. Die Not, sich von denen, die man unter sich verorten will, zu differenzieren, hat sich zunächst im Unterschichtenfernsehen Bahn gebrochen, gab es doch die Möglichkeit, sich von denen, die zur Schau gestellt wurden, moralisch zu differenzieren. Das, was man gerade als Voyeur betrachtet, würde man sicher nie ansehen, nie tun. Sicher keine Lüge, denn dazu fehlt der Mut.

Das Unterschichtenfernsehen hat sich abgenutzt. Daher sind die Mitglieder der prekären Mittelschicht, in weiten Teilen Akademiker mit einem auf dem Ersten Arbeitsmarkt nutzlosen Abschluss, auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, sich moralisch zu erhöhen und von den von ihnen für dumm Erklärten in der Unterschicht, die – wie sie behaupten – Populisten auf den Leim gehen, zu differenzieren. Die moralische Entrüstung über das derogative Phantasieprodukt “toxische Männlichkeit” gehört in die Folgereihe, ebenso wie die Begeisterung über die eigene Gutheit, die sich darin ausdrückt, Migranten willkommen zu heißen, deren Schicksal nach Ankunft die Gutmenschen einen feuchten Kehricht interessiert – denn tatsächlich haben die meisten dieser Migranten überhaupt keine Chance, auf dem deutschen Arbeitsmarkt in anderer als unterschichtender Weise Fuß zu fassen. Das bislang letzte Kapitel der moralischen Selbstüberhöhung ist die Echauffierung über Rechtsextremismus vor allem bei der Polizei. Sie bietet einmal mehr eine Möglichkeit, sich von Personen, die man unter sich verortet, Polizisten im vorliegenden Fall, zu differenzieren und sich vorzumachen, dass man ein besserer Mensch sei als die bösen Polizisten, die Muslime mit Affen vergleichen, wo doch der prekäre Feminist aus Berlin weiß, dass man Männer mit Affen vergleichen muss, um dem Glauben anhängen zu können, politisch korrekt und moralisch erhaben zu sein.

In seinem Buch “Die feinen Unterschiede”, das die akademisierte Mittelschicht nach wie vor als Buch missversteht, in dem es nicht um sie ginge, schreibt Pierre Bourdieu:

„Die Angehörigen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Klassen unterscheiden sich weniger darin von einander, wieweit sie die Welt der Bildung anerkennen, als darin, wieweit sie sie kennen. … Das gesamte Verhältnis des Kleinbürgertums [= die Mittelschicht bei Bourdieu] zur Kultur lässt sich in gewisser Weise aus diesem Abstand zwischen wirklicher Kenntnis und spontaner Anerkennung ableiten. In ihm manifestiert sich Bildungseifer als Prinzip, das je nach Vertrautheit mit der legitimen Kultur, d.h. je nach sozialer Herkunft und entsprechendem Bildungserwerb unterschiedliche Formen annimmt: So investiert das aufsteigende Kleinbürgertum seinen hilflosen Eifer in Aneignungsweisen und Gegenständen, die unter den legitimen die trivialeren darstellen – Besuch historischer Stätten und Schlösser …, Sammeln von Kenntnissen über Filme und Jazz … wobei wir von all den Imitaten schweigen wollen und dem, was sonst noch dazu dient, ‚mehr’ (wie man so sagt) aus etwas ‚zu machen’ – ganz wie ein Kind, das ‚groß sein’ spielt“ (Bourdieu 1997: 501; 503).

Wenn die Angehörigen der prekären Mittelschicht verstünden, was Bourdieu hier schreibt, sie würden ihn zum Rechtspopulisten erklären.



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