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ARGH – Ein Tagesschau TV-Modera-TOR

Vor einiger Zeit haben wir den Schwätzperten eingeführt. Der Schwätzperte mimt den Experten und bringt doch nichts anderes hervor als dummes Geschwätz.

Ein Modera-TOR ist ein Schwätzer, bei dem es keinen Sinn machen würden, auch nur zu versuchen, einen Expertenstatus zu reklamieren. Zu tief ist der Graben, der den Sinn vom Unsinn trennt. Ein Modera-Tor ist einer, der das, was er für Erkenntnis hält, zunächst in einer Menge von moralischem Abßint ertränkt, um sich – entsprechend trunken – der Ilussion hinzugeben, er sei a) wichtig und würde sich b) nicht lächerlich machen.

Die ARD hat uns heute mit Klaas Heufer-Umlauf beglückt, einem Paradebeispiel für einen Modera-TOR:

„Wenn man gendert, denkt man die Gleichberechtigung direkt mit. Ist das irgendwann selbstverständlich, schafft es Gerechtigkeit (…) Ich sage auch nicht ‚Flüchtlinge‘, sondern ‚Geflüchtete‘, weil das den Menschen nicht auf seine Flucht reduziert.

Eigentlich ist Unsinn für diese Auslassungen zu harmlos. Aber man hat ja eine Verpflichtung sich selbst gegenüber, ein gewisses sprachliches Niveau nicht zu unterschreiten, auch wenn es hier angebracht wäre.

Herr Heufer-Umlauf, den wir wegen der Gnade einer frühen Flucht nicht kennen, nie sehen mussten, passt mit seiner sprachlichen Darbietung in die Phalanx der drei Komponenten, die die Dunkle Triade konstituieren:



Denn: Wer solchen Gedanken anhängt, der hat jede Beziehung zu Sprache, die ein Mittel der Kommunikation ist, kein Mittel, die Welt zu verändern, verloren. Nicht einmal Marx, der Anti-Philosoph, der nicht erklären, sondern verändern wollte, hat die Welt verändert. Die Welt haben diejenigen verändert, die das, was Marx geschrieben hat, nicht wirklich kannten und wenn sie es kannten, zu ihrem Vorteil ausgelegt haben, um ihre Mode, Raube und ihren Sadismus zu legitimieren. Das einzige, was Leute wie Klaas Heuser-Umlauf mit ihrer Sprachkasteiung erreichen, ist, dass sie die Bedeutung der Worte, die sie benutzen, nicht mehr kennen und daher Unsinn [wir bleiben dabei, auch wenn es zu harmlos erscheint] wie den Folgenden verbreiten:

„Ich sage auch nicht ‚Flüchtlinge‘, sondern ‚Geflüchtete‘, weil das den Menschen nicht auf seine Flucht reduziert.“

Das passiert, wenn man sich vor lauter selbst zugeschriebener Moralität um den eigenen Verstand redet.

Ein kurzer Blick in den Duden:

Die Bedeutung von Flüchtling und Geflüchtete (ob in Einzahl oder Mehrzahl) ist DIESELBE. Nur ein Modera-Tor, der keinerlei Verbindung mehr zur deutschen Sprache hat und sich vormacht, weil er findet und sich fühlt, deshalb sei alles, was er spricht bedeutungsschwanger und werde von seinen Zuhörern begierig aufgenommen, kann sich um die Erkenntnis bringen, dass er sich gerade zum Gespött gemacht hat, lächerlich gemacht hat, als … [wir bleiben höfflich] geoutet hat.



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