Keine Hasskriminalität durch soziale Netzwerke – US-Congress Report zerstört Mythos der Hass-Unternehmer

Er sollte Pflichtlektüre für Studenten und Dozenten gleichermaßen sein.

Er sollte Pflichtlektüre für Polit-Darsteller sein, obwohl natürlich vorherzusehen ist, dass in Gehirnen, in denen die Realität der ideologischen Idiotie, die gerade bevorzugt wird, nachempfunden wird, dieser Einbruch der Realität keinen Effekt haben wird (aber die Hoffnung stirbt zuletzt, glauben wir daher, dass auch in Gehirnen von Polit-Darstellern eine kleine Anzahl Neuronen für den kognitiven Gebrauch vorhanden ist).

Er, das ist der Bericht des U.S. Department of Commerce, der im Auftrag des US-Congress unter dem Titel “The Role of Information and Communications Technologies in Hate Crimes: An Update to the 1993 Report” erstellt wurde. Es ist eigentlich bezeichnend, dass man gute wissenschaftliche Arbeiten heute eher in den wissenschaftlichen Diensten des US-Congress oder des House of Commons, selbst beim wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, in jedem Fall aber extra-universitär findet, als dass man an Hochschulen fündig wird. Die Wahrscheinlichkeit, an Hochschulen ideologischen Junk zu finden, der erstellt wurde, um sich bei politischen Entscheidern über Steuergelder anzudienen, immer in der Hoffnung, mit den Krumen das karge Salär, das man heutzutage an Hochschulen erhält, aufzubessern, ist um ein Vielfaches höher als die Wahrscheinlichkeit, einen wissenschaftlichen Bericht, eine Zusammenstellung des Forschungsstandes, eine gut gemachte empirische Studie oder gar eine theoretische Arbeit, die nicht im Wolkenkuckucksheim sprachlicher Selbstbefriedigung verbleibt, sondern auf der Basis real existierender Forschungsergebnisse erstellt wird, zu finden.

Deshalb ist dieser Bericht des U.S. Department of Commerce so erfreulich, denn er kann Studenten als Anschauungsmaterial dafür dienen, wie man eine wissenschaftliche Arbeit erstellt. Er kann Dozenten vor Augen führen, wo ihre eigenen Anstrengungen, wissenschaftlich zu erscheinen, hinter der Norm zurückbleiben, und er kann all denen, die ihn als Interessierte lesen, auf wenigen Seiten einen umfassenden Eindruck von der Kunst, sich ein Thema zu erschließen und den Forschungsstand zu bewerten, vermitteln.

Es kommt selten vor, dass wir wenig zu kritisieren haben. Der Bericht des U.S. Department of Commerce ist einer dieser seltenen Fälle.



Der Bericht wurde erstellt, um die Frage zu beantworten, ob durch das Aufkommen des Internet Hasskriminalität zugenommen habe. Die Behauptung, dass durch das Internet und vor allem soziale Netzwerke, Hasskriminalität zugenommen habe, ist eine Standardbehauptung, die von all denen aufgestellt wird, die entweder auf Basis dieser Behauptung ihre Kontrollphantasien umsetzen wollen (was letztlich ein Beleg dafür ist, dass Sadisten mit Minderwertigkeitskomplex heutzutage ungehindert in politische Ämter gelangen können) oder deren Zweck ein eher profaner Zweck ist: Selbstbereicherung. Und natürlich gibt es Organisationen und Personen, bei denen beide Motive eine Melange eingehen, die Ex-Stasi-Stiftung in Berlin ist ein solcher Fall.

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Insofern bei Sadisten oder Kontrollfreaks der eigene Selbstwert und bei Selbstbereicherern, das ökonomische Überleben an die Erzählung von den sozialen Netzwerken im Besonderen und dem Internet im Allgemeinen, die Hasskriminalität so befördern würden, gekoppelt ist, ist klar, dass sie ihre Erzählung mit Zähnen und Klauen verteidigen und sich bemühen werden, jedes Ergebnis, das ihrer Erzählung widerspricht, als Fake News zu diskreditieren bzw. den Produzenten des Ergebnisses als Person, also ad hominem anzugreifen. Angesichts einer Realität, die nicht zu ihrer Erzählung passt, bleibt ihnen nichts anderes übrig.

Die Reaktion auf den Bericht des U.S. Department of Commerce ist somit vorhersehbar, denn der Bericht lässt von der Behauptung, Hasskriminalität habe in den letzten Jahren zugenommen, das Internet sei dafür verantwortlich und Hasskriminalität sei Folge von Hatespeech, nichts übrig. Die Hasskriminalität hat nicht zugenommen, und es gibt keinerlei Beleg dafür, dass Hatespeech im Internet für Hasskriminalität ursächlich ist.

Und damit sind wir schon im Bereich des Wohlfühlens angekommen.

Es tut gut, einen Bericht vorliegen zu haben, dessen Autoren in der Lage sind, zwischen dem, was jemand denkt und sagt und dem, was jemand tut, zu unterscheiden. Diese Unterscheidung zwischen Einstellung und Verhalten, sie war früher Standard in den Sozialwissenschaften, ebenso wie der Graben zwischen beiden Standardwissen war. Dr. habil. Heike Diefenbach hat gerade wieder darauf hingewiesen, dass es einen Unterschied zwischen Einstellung und Verhalten gibt. Aber natürlich sind derartige Einwürfe aus der Realität bei der Verbreitung ideologischer ein-Faktor-Behauptungen, von denen die Ideologen zu profitieren hoffen, hinderlich. Ergo sehen wir uns nach mehreren Jahrzehnten der Forschung heute mit Personen konfrontiert, die gerade vom Baum gefallen zu sein scheinen und ihre himmelschreiende Unkenntnis in Gesetzen gegen Hatespeech und in der Unterdrückung von Meinungsfreiheit dokumentiert sehen wollen.

Was den Bericht des U.S. Department of Commerce für Feinde der Demokratie unerträglich macht, ist der Hinweis, dass Meinungsfreiheit ein Verteidigungsrecht von Individuen gegen Staat, Verwaltung und Regierung ist. Kontrolle einer Regierung ist ohne Meinungsfreiheit nicht möglich. Deshalb sind Regierungen so erpicht darauf, Meinungsfreiheit zu beschränken, und deshalb haben die Väter der US Constitution ausgeschlossen, dass Politiker Meinungsfreiheit auch nur anfassen. Der U.S. Supreme Court hat in seinen Entscheidungen die sakrosankte Stellung von Meinungsfreiheit regelmäßig bestätigt und allen Versuchen, sie mit Gesetzgebung einzuschränken, ein Ende bereitet. Leider waren die Väter des Grundgesetzes nicht so weitsichtig, weshalb es Heiko Maas und seinen Nachfolgern möglich war, Meinungsfreiheit de facto abzuschaffen.

“The First Amendment serves as an important limitation to government action on private speech and expression, and thus ‘furnishes a critical starting point for discussion of potential government responses to the use of telecommunications to advocate and encourage hate crimes’: […] The Supreme Court could not be clearer: ‘Speech that demeans on the basis of race, ethnicity, gender, religion, age, disability, or any other similar ground is hateful, but the proudest boast of our free speech jurisprudence is that we protect the freedom to express ‘the thought that we hate'”

Weil sich Meinungsfreiheit auch auf Hatespeech erstreckt, deshalb ist so offenkundig, dass diejenigen, die Hatespeech begrenzen, die regulieren, reglementieren oder bestrafen wollen, nicht den Schutz von Meinungsfreiheit, sondern die Kontrolle von individueller Meinungsäußerung und damit die Abschaffung von Meinungsfreiheit zum Ziel haben. Es tut gut, diesen einfachen Zusammenhang in einem offiziellen Bericht zu lesen.

Was den Bericht des U.S. Department of Commerce für Ideologen unerträglich macht, das ist der Nachweis, dass in den offiziellen Statistiken, die in den USA geführt werden, keinerlei Anstieg von Hasskriminalität zu verzeichnen ist. Man kann die Ideologen bereits hören, wie sie reklamieren, dass die armen Opfer von Hasskriminalität nicht zur Polizei gehen, weil die Polizei ja auch anti-was-auch-immer sei. Nun, auch diesem absurden Versuch ist im Bericht ein Riegel vorgeschoben, denn der National Crime Victimization Survey fragt jährlich in rund 95.000 Haushalten der USA nach, wie das nun ist, mit der Kriminalität, ob man Opfer einer Straftat geworden sei und ob man diese Straftat zur Anzeige gebracht habe. Unter den Straftaten, die nachgefragt werden: Hasskriminalität. Trotz eines explosiven Wachstums des Internet und der sozialen Netzwerke gibt es keinen Anstieg in der Viktimisierung aufgrund von Hasskriminalität (Die Ergebnisse aus den USA stimmen somit mit Ergebnissen aus Europa überein, die Dr. Diefenbach hier besprochen hat):

“From 2013 to 2017, the NCVS [National Crime Victimitation Study] reported an average of 204,600 hate crime victimizations, of which approximately half were reported to the police”.

Vermeintliche Wissenschaftler, die an Hochschulen mittige Studien verbrechen, um sich bei Polit-Darstellern anzudienen, ebenso wie die ganzen Schmarotzperten, die auf dem Gravy Train von Hasskriminalität und Hatespeech versuchen, ein Auskommen zu ergattern, sie werden den Bericht nicht nur unerträglich finden, sie werden ihn hassen, hassen für das vollkommene Fehlen von Nachsicht für die Wissenschaft, dafür, dass klipp und klar festgestellt wird, dass unterschiedliche wissenschaftliche, besser: pseudo-wissenschaftliche Arbeiten, die von Hate Speech und Hate Crime schreiben, von Unterschiedlichem schreiben, weil das, was als Hate Speech und was als Hate Crime verstanden wird, von Wissenschaftler zu Wissenschaftler (denken Sie sich das Pseudo dazu) verschieden ist, so dass die Idee, zwei Studien zu Hate Speech würden über dasselbe berichten, eine von interessierten Kreisen genährte Illusion ist.

Nicht nur ist die Forschung zu Hate Crime diffus und konfus, die Behauptung Hate Speech in sozialen Netzwerken sei die Ursache von Hasskriminalität, die die Basis der Steuergelder ist, die die entsprechenden Hass-Unternehmer einstreichen, sie ist vollkommen unbelegt. Damit sind wir zurück bei der Tatsache, dass es keinerlei wissenschaftliche Studie gibt, die einen Zusammenhang zwischen Einstellung und VERHALTEN zeigt, ein Umstand, der Generationen von Marketers in die Verzweiflung getrieben hat, vor allem, weil Kunden, die der gerade abgefragten Marke Höchstwerte in jeder Form zugesprochen haben, die erklärt haben, sich ein Produkt der Marke kaufen zu wollen, dann doch eine andere Marke GEKAUFT haben. Die Lösung der Marketers: Sie ignorieren diesen Fakt, der ihre Anstrengungen nichtig zu machen droht. Die Ideologen, die im Bereich der Hatespeech unterwegs sind, tun es ihnen gleich, denn:

“Most of the literature in this area rejects the so-called hypodermic needle theory or technological determinism arguments that ascribe direct relationships between media consumption and individual thought or action”.

Die einzigen, die nach wie vor behaupten, dass Hate Speech dann, wenn sie z.B. vom politischen Gegner stammt, dazu führt, dass diejenigen, die man z.B. für Rechts hält, diese Hate Speech adaptieren und dann ihrem lokalen Vertreter der SPD die Kauleiste polieren, sind Polit-Darsteller, die entweder in neuronaler Hinsicht so eingeschränkt sind, dass sie nicht jenseits ihrer ideologischen Determinismen denken können oder so skrupellos, dass sie denken, mit diesem BS könne man Wählerstimmen gewinnen.

Schließlich werden auch die Betreiber sozialer Netzwerke diesen Bericht hassen, zeigt er doch, dass sie weder einheitlich in ihrer Definition von Hate Speech noch in ihrer Entfernung von vermeintlicher Hate Speech sind. Mehr noch, der Bericht fragt, was die sozialen Netzwerke von einer uneinheitlichen Anwendung ihrer eigenen Regeln zu gewinnen haben und ergänzt, dass Algorithmen, die eingesetzt werden, um Regeln in sozialen Netzwerken durchzusetzen, in China von einem totalitären Regime entwickelt wurden, das damit die eigene Bevölkerung überwacht, kontrolliert und bei Zuwiderhandlung ensperrt:

“Certainly, as this Report shows, the platforms have no reasonable expectation that their censorship will end hate crimes or even diminish it, as no empirical evidence exists linking … hate speech with hate crimes […] Given that all major social media platforms have rules against hate speech and, in fact, employ sophisticated algorithmic intelligence (AI) approaches to enforce these often vague and contradictory rules in a manner used by tyrannous regimes, it is appropriate to ask what they gain from it”.

Schließlich werden alle, die noch mit gesundem Menschenverstand ausgestattet sind, diesen Bericht freudig begrüßen, denn die Tatsache, dass soziale Netzwerke von Kriminellen genutzt werden, wird dort als das beschrieben, was sie nun einmal ist, eine Normalität. Seit es menschliche Gesellschaften gibt, gibt es Kriminalität, und die Fertigkeiten von Kriminellen entwickeln sich im Gleichschritt mit der technologischen Entwicklung dieser Gesellschaften. Ohne Internet gäbe es keinen Cyber-Betrug, keine Pishing Mails, keine SPD-Politiker, die Kinderpornographie auf ihrem Rechner sammeln. Ohne Autos gäbe es keinen Autodiebstahl. Ohne Messer keine Stichverletzungen, ohne Politiker keine Korruption. Kriminalität folgt in der Regel der gesellschaftlichen Entwicklung, deshalb ist es absurd, ein soziales Netzwerk dafür verantwortlich machen zu wollen, dass ein Irrer mit dem automatischen Gewehr durch Christchurch läuft und Menschen erschießt. Es ist, als wollte man die Demokratie dafür verantwortlich machen, dass korrupte Netzwerke entstanden sind, die Kriminelle in Parlamente spühlen.

Lesen Sie den Bericht (er findet sich am Ende dieses Posts). Er bringt die Normalität zurück, und am Ende dieses Berichtes stellt sich nur eine Frage: Was motiviert die Polit-Darsteller, die Meinungsfreiheit einschränken wollen? Nun, die Sorge um Hasskriminalität kann es nicht sein, denn zwischen Hatespeech und Hasskriminalität gibt es keine Verbindung. Die Sorge um Opfer sprachlicher Ausdrücke kann es auch nicht sein, denn Worte bleiben verbale Äußerungen, die keinerlei körperliche Schäden nach sich ziehen. Was als Motiv verbleibt, ist nichts, das man unter den Korpus einer Demokratie einordnen kann, es bleiben Motive von Kontrolle und Überwachung und somit Motive, die auf Faschismus und Totalitarismus zielen.



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