Nach Erkältung immun: Geht die ganze COVID-19-Impferei in die falsche Richtung?

Derzeit wird viel Geld eingesetzt, um eiligst entwickelte Impfstoffe, die die Bildung von Antikörpern, die wiederum SARS-CoV-2 bekämpfen und daran hindern sollen, sich in einem menschlichen Organismus einzunisten, zu verbreiten, Impfstoffe, von denen niemand weiß, wie lange ihre Wirkung vorhält, Impfstoffe, die mit einer Vielzahl von Nebenwirkungen verbunden sind, Impfstoffe, an denen Menschen sterben, Impfstoffe, deren Langzeitfolgen unbekannt sind. Angesichts der Ungewissheit, die die Frage der Wirkungsdauer umgibt oder die sich mit der Frage verbindet, ob Impfstoffe in der Lage sind, wenn sich Menschen trotz Impfung infizieren, zumindest zu verhindern, dass diese Menschen das Virus verbreiten, scheint der derzeitige Aktivismus und die dadurch entstehenden Kosten nicht wirklich rechtfertigbar zu sein. Erst vor wenigen Tagen haben wir auf einen Beitrag von Doctors4COVID-Ethics hingewiesen, die nicht nur vor diesem Hintergrund der Ansicht sind, die derzeitigen Massenimpfungen seien nicht vertretbar, sie seien vielmehr unnötig, ineffektiv und gefährlich.

Ein seit mehreren Monaten von der Berliner Charité und der TU-Berlin betriebenes Projekt wird mit den folgenden Worten beschrieben:

“Coronaviren begleiten die Menschheit seit vielen Jahren. Die Virusfamilie ist verantwortlich für einen Teil der üblichen Winter-Erkältungen mit meistens milden Verläufen. Das Immunsystem von vielen Menschen ist daher bereits mit dieser Virusfamilie vertraut.

Das SARS-CoV-2-Virus ist eine unrühmliche Ausnahme innerhalb dieser Virusfamilie: Es war dem menschlichen Immunsystem bisher unbekannt, ist darüber hinaus hochinfektiös und kann potenziell schwere Krankheitsverläufe auslösen.

Möglicherweise gibt es jedoch durch die enge Verwandtschaft der Viren eine Art Teil-Immunität. Ob diese Teil-Immunität nun verantwortlich sein kann für mildere Verläufe einer SARS-CoV-2-Infektion, ist allerdings bisher nicht bewiesen.”

Viele Wintererkältungen gehen auf Coronaviren zurück, auf HCoV-OC43, HCoV-HKU1, HCoV-NL63 und HCoV-229E. In der Regel verlaufen die entsprechenden Erkältungen sehr mild und sind mit keinen bleibenden Schäden verbunden. Aber sie sind damit verbunden, dass das Immunsystem Informationen zu den Erregern speichert, um beim nächsten Angriff besser gerüstet zu sein. Die entsprechende “zelluläre Antwort” des Immunsystems basiert auf t-Zellen. t-Zellen gibt es als CD4+ und CD8+-Zellen, Erstere die Helferzellen, Letztere die Killerzellen. Sie stellen ein immunologisches Gedächtnis dar, das dann, wenn ein entsprechendes Pathogen auftritt, abgerufen werden kann. Die Immunreaktion wird von CD4+-Zellen orchestriert, die b-Zellen dazu anregen, Antikörper zu produzieren, während CD8+-Zellen als Killerzellen befallene Zellen angreifen und entsorgen.

Während man in Berlin noch nach Belegen dafür sucht, dass ein entsprechendes Gedächtnis, das eine Immunreaktion anleitet, auch im Falle von SARS-CoV-2 bereits vorhanden ist, und zwar aufgrund von Kreuzimmunität, die es dem Immunsystem ermöglicht, Typologien von Klassen von Viren zu erstellen und auch “unbekannte” Viren, wie SARS-CoV-2 als klassenähnlich zu erkennen, haben wir am 10. August 2020 bereits auf die Studie von Alba Grifoni, Daniela Weiskopf, Sydney I. Ramirez, Davey M. Smith, Shane Crotty und Alessandro Sette (2020), die unter dem Titel “Targets of T Cell Responses to SARS-CoV-2 Coronavirus in Humans with COVID-19 Disease and Uneexposed Individuals” in “Cell” veröffentlicht wurde, hingewiesen. Das Besondere an dieser Studie, die wir hier besprochen haben, lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Zunächst können die Autoren zeigen, dass CD4+ und CD8+-Zellen von Personen, die von einer Erkrankung an COVID-19 genesen sind, im Wesentlichen die S, M und N-Proteine von SARS-CoV-2 angreifen, sodann können sie zeigen, dass die Immunantwort bei Personen, die in keinerlei Kontakt mit SARS-CoV-2 gekommen sein können, weil die Blutprobe, die Grifoni et al. (2020) analysieren, lange vor dem Auftauchen von SARS-CoV-2 gesammelt wurde, genau dieselbe ist. Dieses Ergebnis legt die Hypothese nahe, dass die Immunsysteme derjenigen, die eine informierte Reaktion auf SARS-CoV-2 zeigen, aus einer vorausgehenden Infektion mit einem anderen Coronavirus, am wahrscheinlichsten einem der oben genannten, gelernt haben. Diese Hypothese muss natürlich geprüft werden, denn bislang basiert sie nur auf einem Forschungsergebnis. 



Die Prüfung von Hypothesen findet in der Wissenschaft, die normalerweise ein kumulativer Prozess ist, in dessen Verlauf immer mehr Erkenntnis gesammelt wird, kein Prozess, der irgendwann abgeschlossen und durch eine Art Abstimmung mit einem Konsens beendet werden kann, gemeinhin so statt, dass andere Forscher das, was als Ergebnis von Forschern wie Grifoni et al. (2020) in den Raum gestellt wird, prüfen, anhand anderer Daten, in einem anderen Setting, unter variierten Bedingungen, mit einem veränderten Ziel.

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Das haben Helmut R. Salih, Juliane Walz und eine große Zahl von Ko-Autoren vom Universitätsklinikum in Tübingen getan. Ihr Beitrag stammt bereits von Ende September 2020. Er wurde unter dem Titel “SARS-CoV-2 T-Cell Epitopes Define Heterologous and COVID-19-induced T-Cell recognition” im Juni 2020 veröffentlicht und in etwas veränderter Form am 30. September 2020 in Nature Immunology publiziert. Gegenstand der Untersuchung sind Blutproben von 180 Personen, die an COVID-19 erkrankt waren und davon genesen sind und von 185 Personen, die vor SARS-CoV-2 aufgetaucht ist, Blut gespendet haben. Für beide untersuchen die Autoren nicht nur die Reaktion auf SARS-CoV-2, sie bestimmen auch, welche Peptide des SARS-CoV-2 Genoms die t-Zellen angreifen. Peptide sind letztlich Teilstücke von Proteinen, sie verbinden die Aminosäuren, aus denen Proteine bestehen. In der Bekämpfung von Krebs kommen seit einiger Zeit Impfstoffe zum Einsatz, die spezifische Peptide erkennen, die an Oberflächen von Zellen haften, die von Krebs befallen sind. Ihre Aufgabe: Die Zellen zu zerstören und die zelluläre Antwort des Immunsystems, die t-Zellen darauf zu trainieren, diese Peptide zu erkennen.

Die Idee, die die Forschung von Salih, Walz und anderen anleitet, ist analog. Peptide, die SARS-CoV-2 eigen sind und die Aminosäuren, die Proteine bilden verbinden, sollen erkannt und angegriffen werden. Zu diesem Zweck haben die Tübinger Forscher in ihrer Studie zunächst versucht zu identifizieren, welche Peptide von t-Zellen direkt angegriffen werden. Dabei haben sie nicht nur die entsprechenden Peptide identifizieren können, sie haben auch Folgendes herausgefunden:

  • t-Zellen greifen nicht nur bei Konvaleszenten SARS-CoV-2 Peptide an, sondern auch bei Personen, die noch nie mit SARS-CoV-2 konfrontiert wurden. Ersteres basiert auf Blutproben von Personen, die an COVID-19 erkrankt und davon genesen sind, Letzteres Ergebnis auf Blutproben, die abgegeben wurden, als es noch kein SARS-CoV-2 gab. In 81% der entsprechenden Blutproben stellt sich eine t-Zellen Reaktion auf SARS-CoV-2 ein. Offenkundig sind selbst Organismen, denen SARS-CoV-2 vollkommen fremd ist, in der Lage, auf SARS-CoV-2 zu reagieren, t-Zellen, Helferzellen und Killerzellen zu aktivieren, um SARS-CoV-2 zu bekämpfen. Die Vermutung, dass es sich dabei um eine Form der Kreuzimmunität handelt, die schon Grifone et al. (2020) geäußert haben, ist damit um eine weitere Studie erhärtet worden.
  • Indes fällt die zelluläre Immunantwort bei Personen, die an COVID-19 erkrankt und davon genesen sind, intensiver aus als bei Personen, die in keinerlei Kontakt mit SARS-CoV-2 gekommen sind.

Um diese Ergebnisse richtig einordnen zu können, ist es wichtig in Rechnung zu stellen, dass t-Zellen Immunität eine Art Langzeitgedächtnis des Immunsystems ist, während mit den Impfstoffen, die derzeit im Einsatz sind, bestenfalls ein Kurzzeitgedächtnis geschaffen werden kann, das nach drei, sechs, vielleich neun Monaten verschwunden ist. Dagegen ist die zelluläre Immunantwort von Dauer, wird gespeichert, über Jahrzehnte.

Dass t-Zellen SARS-CoV-2 selbst dann bekämpfen, wenn SARS-CoV-2 dem Immunsystem unbekannt ist, könnte eine Erklärung für die vielen asymptomatisch verlaufenden Infektionen (sofern es welche sind) sein. Dass sich damit das Problem SARS-CoV-2 für viele von selbst erledigt, weil ihr Immunsystem mit dem Virus problemlos fertig wird, ist die logische Konsequenz dieser Ergebnisse, die dazu führt, dass dann, wenn man einen Impfstoff entwickeln will, es sinnvoll wäre, nicht einen Impfstoff zu entwickeln, der bestenfalls kurzzeitig in der Lage ist, Schutz vor SARS-CoV-2 zu bieten und der ständig erneuert werden muss und zudem stets in der Gefahr steht, von neuen Varianten des Virus obsolet gemacht zu werden, sondern einen Impfstoff, der langfristigen Schutz liefern, der t-Zellen trainiert, bei Personen, die besonders durch SARS-CoV-2 gefährdet sind und nur bei denen, denn alle anderen sind durch ihr Immunsystem sehr wirksam vor SARS-CoV-2 geschützt.

Die Forscher aus Tübingen tun genau das.
In der ClinicalTrials Datenbank der US-Regierung findet sich der folgende Eintrag für ein Phase-I-Trial, das in Tübingen seit November 2020 und bis Dezember 2021 läuft. Es geht dabei um den sehr vorsichtigen Test eines neuen Impfstoffes, den die Tübinger Forscher auf Grundlage ihrer eigenen Forschung entwickelt haben. Der Impfstoff enthält mehrere der Peptide von SARS-CoV-2, die die Forscher als Hauptziel menschlicher t-Zellen identifiziert haben. Sein Ziel besteht darin, t-Zellen quasi auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorzubereiten, sie auf die Reaktion zu trainieren, die notwendig ist, um einen entsprechenden Angriff abzuwehren.

Die Beschreibung der Studie zeigt, wie behutsam und sorgfältig die Forscher vorgehen und sie zeigt einmal mehr die Normalität klinischer Trials, die für die Blitz-Entwicklung der derzeit massenverimpften Impfstoffe vollständig außer Kraft gesetzt wurde:

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Drei Stufen umfasst der Phase-I-Trial, die Stufen sind altersgradiert von jung nach alt. 12 Probanden pro Stufe werden geimpft, pro Tag maximal ein Proband. Die ersten Ergebnisse sollen im September 2021 vorliegen, die endgültigen Ergebnisse im Dezember 2021. Wie es danach weitergeht, das ist unklar, denn die nächste Stufe, das Phase-II-Trial ist teuer und aufwändig und nur dann zu bewältigen, wenn sich ein Geldgeber findet. Ob die Bundesregierung es bewerkstelligen kann, ein paar Millionen Euro, die derzeit für Gender-Trash-Projekte aus dem Fenster geworfen werden, für sinnvolle und wichtige Forschung umzuleiten? Wir werden es sehen. 

Festzuhalten ist, dass die Belege für eine bestehende t-Zellen-Immunität gegen SARS-CoV-2 immer zahlreicher werden. Eine Massen-Impfung wäre somit nicht nur Geldverschwendung, sie wäre durch den davon ausgehenden Priming-Effekt (kurzfristig wirksame Antikörper, die einen bestimmten und sehr kleinen Teil des Genoms von SARS-CoV-2 angreifen, während eine zelluläre t-Zellen Reaktion umfassender und variabler ist) auch gefährlich, denn SARS-CoV-2 ist ein RNA-Virus. Es mutiert, mutiert ständig, produziert neue Varianten, vor allem, wenn der Anpassungsdruck auf das Virus durch Impfung erhöht wird.

Der gewählte Impfweg erweist sich aus vielen Gründen als falsch.

Bleibt zu hoffen, dass die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, nicht allzu heftig werden.



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