COVID-19 verbreiten: Eine Studie zeigt, wie einfach das ist

Seit wir über COVID-19 bzw. SARS-CoV-2 berichten, also seit den Anfängen als es noch 2019-nCoV hieß, bevor die WHO den unschätzbaren Beitrag einer Namensänderung geleistet hat, verschwinden Studien.

Die beiden prominentesten Studien kommen aus Indien und China.

In Indien waren Wissenschaftler der Meinung, bei 2019-nCoV, wie SARS-CoV-2 damals noch hieß, handle es sich um ein Designer-Virus, ein SARS-CoV-1 Virus in das neue Bestandteile, die es aggressiver und leichter übertragbar machen, eingefügt worden sein sollen. Die indische Studie wurde schnell und heftig kritisiert und sang- und klanglos zurückgezogen.



Eine chinesische Studie hat die Hypothese geprüft, dass SARS-CoV-2 ein Mutant ist, der aus dem Wuhan Center for Disease Control and Prevention ausgebrochen ist, so zu sagen. Auch diese Studie ist zwischenzeitlich verschwunden.

Die beiden verschwundenen Studien haben eines gemeinsam: Sie treten mit der herrschenden Überzeugung in Konkurrenz und verbreiten eine ganz andere als die offizielle Nachricht. Dasselbe trifft auf eine weitere Studie zu, die so schnell wieder verschwunden ist, dass wir gerade Zeit genug hatten, sie zu sichern. Die Studie, deren Hauptverantwortlicher den Namen Hu Shixiong trägt, rüttelt erheblich am vorhandenen Konsens darüber, wie man sich gegen COVID-19 sinnvoll schützen soll.

Hu Shixiong arbeitet für das Hunan Provincial Center for Diseases Control and Prevention und hat die Ergebnisse, die er mit einer Reihe von Ko-Autoren erarbeitet hat, in der chinesischen Zeitschrift für Practical Preventive Medicine veröffentlicht. Die South China Morning Post hat dies zum Anlass genommen, um ausführlich über den Beitrag zu berichten. Anschließend ist der Beitrag, der am 5. März veröffentlicht wurde, aus dem Bestand der Zeitschrift für Pratical Preventive Medicine verschwunden, und zwar ohne Angabe von Gründen.

Weil wir, wie gewöhnlich, der Ansicht sind, dass wissenschaftliche Ergebnisse, die der herrschenden Meinung widersprechen, diskutiert werden müssen und nicht einfach versteckt oder verheimlicht oder beseitigt werden können, geben wir nun die Studie von Hu Shixiong in ihren wichtigsten Teilen wieder, stellen sie zur Diskussion.

Die Studie greift das, was Politdarsteller derzeit landauf, landab von sich geben und was man auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts finden kann, von zwei Seiten frontal an:

  • Der Sicherheitsabstand, um einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 vorzubeugen, ist nicht, wie in Europa und den USA behauptet wird, zwischen einem Meter und 2 Metern. Er muss größer sein als 4,5 Meter, denn SARS-CoV-2 kann vor allem in umschlossenen Räumen, wie sie öffentliche Verkehrsmittel darstellen, aerosol reisen, sich also an kleinste Tröpfen der Atemluft hängen und auf die Suche nach einem neuen Wirt gehen.
  • Dabei kann SARS-CoV-2 bis zu 30 Minuten in der Luft bleiben.
  • Die Überlebensfähigkeit von SARS-CoV-2 ist deutlich höher als bislang angenommen. Je nach Oberfläche kann das Virus zwei bis drei Tage bei Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius überleben.


Das sind beunruhigende Nachrichten, die indes erklären mögen, warum das Virus so hochansteckend ist, wie es offenkundig ist.

Wie sind die Chinesen zu ihren Ergebnissen gekommen? Nun, die Ergebnisse sind mit einem nachgerade ausgeklügelten Design erarbeitet worden, das sich die allgegenwärtige Videoüberwachung in China zunutze macht. Unter anderem werden Fernbusse mit einer im Bus installierten Kamera überwacht, so dass es Shixiong und seinen Kollegen möglich war, den Effekt, den ein bei Antritt einer Busreise von rund vier Stunden bereits infizierter Passagier auf seine 47 Mitreisenden hatte, zu untersuchen. Die Videoüberwachung ermöglichte es Shixiong und seinen Kollegen den Passagier, der seine Reise am 22. Januar angetreten hat, während der Reise zu beobachten. Dabei konnten sie feststellen, dass der Träger von SARS-CoV-2 keinerlei soziale Interaktionen mit anderen Passagieren hatte.

Der rot bezeichnete Passagier hat im Verlauf der vier Stunden, die die Busreise dauerte, ohne sich mit jemandem zu unterhalten, ohne sich von seinem Platz zu erheben, die sieben orange markierten Mitreisenden angesteckt. Nach Ankunft am Ziel der Reise ist der Passagier dann in einen Minibus umgestiegen und hat weitere 5 Mitreisende angesteckt. Schließlich hat sich der hier pink einzeichnete Passagier, der 30 Minuten nachdem Patient Zero, wie man den roten Passagier nennen könnte, den Bus verlassen hatte, denselben bestiegen und seinerseits eine Reise angetreten, die damit endete, dass er sich infiziert hat.

Nach allem, was Hu Shixiong und seine Kollegen herausgefunden haben, gehen die Infektionen all der bezeichneten Passagiere auf den einen roten Passagier zurück. Wie die Abbildung oben zeigt, hat es den Passagieren dabei nichts geholfen, dass sie sich soweit, wie in Europa als Sicherheitsabstand propagiert, von ihrem Mitreisenden entfernt gehalten haben. Sollten die Ergebnisse der Studie von Shixiong et al. zutreffen, dann hätte dies erhebliche Konsequenzen für den Kampf gegen SARS-CoV-2 und die Möglichkeit, die Verbreitung des Virus einzudämmen. 

Um herauszufinden, ob die Ergebnisse zutreffen, ist es jedoch notwendig, die Studie und die dabei verwendeten Daten nachvollziehen zu können, was nicht möglich ist, da die Studie ohne Angabe von Gründen aus dem Verkehr gezogen wurde. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass verantwortliche Politdarsteller eine ganz bestimmte Erzählung zu SARS-CoV-2 durchsetzen wollen, und alles, was dieser Erzählung nicht entspricht, unterschlagen. Damit ist natürlich niemandem geholfen, vielmehr wird einmal mehr erschwert, was derzeit so dringend notwendig ist: Sich ein möglichst umfassendes Bild von dem Feind zu machen, mit dem wir es zu tun haben.

Zeitschriften wie die Chinesische Practical Preventive Medicine verhindern dies.


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