Von wegen Schutz: COVID-Impfung erleichtert Infektion mit DELTA-Variante [Neue Studie]

Bislang ist die Entwicklung von Impfstoffen gegen Coronaviren regelmäßig daran gescheitert, dass RNA-Viren zu schnell und zu häufig mutieren, Impfstoffe dadurch quasi “aus-mutieren”, was letztlich dazu geführt hat, dass Impfstoffe nicht nur unwirksam wurden, sondern eine Infektion mit Coronaviren noch befördert haben. Damit ist das Problem, das gemeinhin unter der Abkürzung ADE diskutiert wird, benannt. ADE steht für Antibody Dependent Enhancement. Für Impfstoffe gegen SARS-CoV-2, so wohl mehr die Hoffnung als die begründete Annahme, sei dieses Problem überwunden. Nun zeigt die erste Studie, dass ADE bei SARS-CoV-2 dasselbe Problem darstellt, das in der Vergangenheit die Entwicklung von Impfstoffen gegen Coronaviren regelmäßig zum Scheitern gebracht hat.


ADE wird durch Impfstoffe induziert und führt dazu, dass gegen ein Virus nicht mehr, sondern weniger Immunabwehr bereit steht.

Visan (2021) beschreibt die Wirkungsweise von ADE wie folgt:

“Antibodies against viruses are not always protective. In Cell, Arase and colleagues identify Abs against SARS-CoV-2 that bind the N-terminal domain (NTD) of the spike (S) protein and induce an open conformation of the receptor-binding domain (RBD), which results in enhanced binding to the virus receptor ACE2 and enhanced infectivity. […] All enhancing Abs bind the same sites (W64, H66, V213 and R214) in the S protein, […]. Enhancing Abs reduce the neutralizing capacity of neutralizing Abs. Patients with COVID-19 have both enhancing and neutralizing Abs, and the difference between enhancing and neutralizing titers is greater in patients with severe as compared to non-severe disease.”

Antikörper, die gegen ein Virus gebildet werden, schützen nicht immer. In der Zeitschrift “Cell” haben Arase und Kollegen Antikörper (Abs) identifiziert, die an die NTD, [N-Terminal Domain] des Spike-Proteins (S) [von SARS-CoV-2] binden, dadurch die Bindefähigkeit der Receptor-Binding-Domain an menschliche ACE2-Rezeptoren erhöhen und in einer erhöhten Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 resultieren. Alle Antikörper, die die Bindefähigkeit von SARS-CoV-2 verbessern, binden in denselben Positionen (W64, H66, V213 und R214) […] Antikörper, die die Bindefähigkeit von SARS-CoV-2 erhöhen, reduzieren die Wirkung neutralisierender Antikörper. Patienten, die an COVID-19 erkranken, haben sowohl Antikörper, die eine Infektion verstärken als auch Antikörper, die das Pathogen neutralisieren. Bei Patienten mit schwerer Erkrankung ist der Unterschied zwischen den Titern [mehr neutralisierende Antikörper], in denen beide Antikörper vorliegen, höher als bei Patienten, die nicht schwer erkrankt sind.


Visan, Ioanna (2021). Enhancing antibodies. Nature Immunology 22: 800. https://doi.org/10.1038/s41590-021-00973-7

ADE liegt letztlich dann vor, wenn eine Infektion mit einem Pathogen durch vorhandene Antikörper erleichtert, nicht erschwert wird, und zwar dann, wenn die Menge der neutralisierenden Antikörper geringer als die Anzahl der die Infektion verstärkenden Antikörper ist. Es gibt nun die erste Studie, die zeigt, dass diese Situation bei Geimpften, die mit einer der beiden Versionen der DELTA-Variante von SARS-CoV-2 (b.1.617.1 oder b.1.617.2) konfrontiert werden, eintreten kann bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten wird.

Nouara Yahi, Henri Chahinian und Jacques Fantini, an der Aix-Marseille-Univerité in Marseille beschäftigt, berichten in einem Brief an die Herausgeber des “Journal of Infection”, von einem Experiment, in dessen Verlauf sie die Mutationen, die die Delta-Variante auszeichnen, in das ursprüngliche Genom der Wuhan-Variante von SARS-CoV-2 eingefügt und die neutralisierende Wirkung von Antikörpern, die als Reaktion auf die Ur-Variante von SARS-CoV-2 aus Wuhan gebildet wurden, getestet haben. Das Ergebnis ist, gelinde gesagt, beunruhigend. Zwar erkennen die Antikörper auch die DELTA-Variante, zeigen sogar eine höhere Affinität für die DELTA-Variante, in ihrer Mehrzahl handelt es sich jedoch um Antikörper, die eine Infektion verstärken, nicht um Antikörper, die SARS-CoV-2 neutralisieren. Vor allem bei Geimpften ist die Fähigkeit des Immunsystems, neutralisierende Antikörper gegen die DELTA-Variante zu bilden, reduziert, so dass das Gleichgewicht zwischen neutralisierenden und verstärkenden Antikörpern zugunsten der eine Infektion verstärkenden Antikörper kippen kann.

Im Klartext:
Die Arbeit von Nouara Yahi, Henri Chahinian und Jacques Fantini liefert erste Belege dafür, dass Geimpfte wohl nicht nur der DELTA-Variante weniger entgegen zu setzen haben als Ungeimpfte, sondern für die DELTA-Variante WEGEN ihrer Impfung empfänglicher sind als Ungeimpfte.

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In ihrer Zusammenfassung schreiben die Autoren:

“In conclusion, ADE may occur in people receiving vaccines based on the original Wuhan strain spike sequence (either mRNA or viral vectors) and then exposed to a Delta variant. Although this potential risk has been cleverly anticipated before the massive use of Covid-19 vaccines, the ability of SARS-CoV-2 antibodies to mediate infection enhancement in vivo has never beend formally demonstrated.”

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Möglichkeit von ADE bei Personen, die einen Impfstoff erhalten, der auf Basis der Ur-Variante des Virus (Wuhan Variante) erstellte wurde (entweder als mRNA oder Adenovirus Impfstoff) dann, wenn sie der DELTA-Variante ausgesetzt sind, real ist. Obwohl dieses potentielle Risiko im Vorfeld des Masseneinsatzes von COVID-19 Impfstoffen geschickt aus der Diskussion wurde, wurde die Fähigkeit von SARS-CoV-2-Antikörpern [die als Reaktion auf eine Impfung gebildet wurden], einen Überschuss von eine Infektion verstärkenden Antikörpern zu vermeiden, nie am lebenden Objekt gezeigt.”

Der entsprechende Großversuch, der die Frage von ADE sehr schnell beantworten wird, er läuft derzeit, und was passiert, wenn die Ergebnisse von Yahi, Chahinian und Fantini Realität werden und Impfstoff-induziertes ADE in massenhaften und dann heftiger verlaufenden Infektionen von vor allem Geimpften mit DELTA seinen Niederschlag findet, das wird es spannend sein, zu beobachten. Welche freien Assoziationen ein Karl Lauterbach dann vorbringt, um die Tatsache, dass Massenimpfung zu schweren Masseninfektionen geführt hat, zu verschleiern, man kann es sich nicht vorstellen. Aber es wird ihm etwas hanebüchenes einfallen, da sind wir schon jetzt sicher.


Yahi, Nouara, Chahinian, Henri & Fantini, Jcques (2021). Infection-enhancing anti-SARS-CoV-2 Antibodies Recognize both the Original Wuhan/D614G strain and Delta Variants. A Potential Risk for Mass Vaccination? Journal of Infection.


Für diejenigen, die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen, hier eine Beschreibung der Funktionsweise von ADE:

“In general, virus-specific antibodies are considered antiviral and play an important role in the control of virus infections in a number of ways. However, in some instances, the presence of specific antibodies can be beneficial to the virus. This activity is known as antibody-dependent enhancement (ADE) of virus infection. The ADE of virus infection is a phenomenon in which virus-specific antibodies enhance the entry of virus, and in some cases the replication of virus, into monocytes/macrophages and granulocytic cells through interaction with Fc and/or complement receptors. ”

Tirado, Sol M. Cancel & yoon, Kyoung-Jin (2003). Antibody-Dependent Enhancement of Virus Infection and Disease. Viral Immunology 16(1): 69–86.


Mit ADE ist ein Phänomen beschrieben, bei dem ein Virus einen Antikörper ausnutzt, um in menschliche Zellen zu gelangen. Der Weg, der einem Virus durch ADE ermöglicht wird, erfolgt über FcyRCII-Rezeptoren und direkt in Immunzellen. Wenn man so will, wird dem Virus eine Hintertür, eine höchst effiziente Hintertür in einen menschlichen Organismus durch ADE eröffnet.

“ADE has been observed with dengue virus, Zika virus, Ebola virus and, importantly in the context of COVID-19, coronaviruses (CoVs). Although no well-defined set of viral properties has been definitely established as causally linked to ADE, viruses with severe clinical manifestations of ADE show an ability to either replicate in macrophages or other immune cells or otherwise manipulate these cells’ immunological state”.

Eroshenko, Nikolai, Gill, Taylor, Keaveney, Marianna K. et al. (2020). Implications of antibody-dependent enhancement of infection for SARS-CoV-2 countermeasures. Nature Biotechnology 38: 789–791.

Studien, in denen gezeigt wurde, dass ADE für SARS-CoV ein erhebliches Problem darstellt, sind z.B.:

Tetro, Jason A. (2020). Is COVID-19 receiving ADE from other coronaviruses?. Microbes and Infection 22(2): 72-73.

Wan, Yushun, Jian Shang, Rachel Graham, Ralph S. Baric & Fang Li (2020). Receptor recognition by the novel coronavirus from Wuhan: an analysis based on decade-long structural studies of SARS coronavirus. Journal of virology 94(7).


Es steht somit fest, dass ADE im Zusammenhang mit SARS-CoV ein Problem war, das so groß war, dass es nicht überkommen, kein Impfstoff entwickelt werden konnte.
Und im Hinblick auf das eng verwandte SARS-CoV-2 soll alles ganz anders sein?

Um das Problem, das mit ADE verbunden ist, vermitteln zu können, ist es sinnvoll zwischen neutralisierenden und nicht-neutralisierenden, eine Infektion verstärkenden Antikörpern zu unterscheiden. Erstere sind in der Lage, ein Pathogen auszuschalten, Letztere nicht. Letztere binden ebenso wie erstere an das Pathogen, neutralisieren es aber nicht. Im Gegenteil können nicht-neutralisierende Antikörper dazu beitragen, dass die Wirkung eines Pathogens amplifiziert wird, dass die Folgen einer Infizierung viel ernster sind, als sie es ohne ADE wären. Antikörper können dabei versagen, ein Virus zu neutralisieren, weil sie z.B. nicht an die richtige Stelle des Virus anbinden, weil sie zu schwach anbinden oder weil die vorhandene Konzentration neutralisierender Antikörper einfach zu gering ist oder wenn neutralisierende Antikörper, die in Reaktion auf eine Impfung gebildet wurden, mit einer Variante des Virus konfrontiert sind, die zu viele Mutationen enthält, als dass sie noch wirksam wären.

Nun ist in der Schulkind-Erzählung, die offenkundig von Polit-Darstellern bevorzugt wird, das Risiko, das von Mutationen ausgeht, ausschließlich eines der Wirksamkeit des Impfstoffes. Die Frage, die mit neuen Mutationen einhergeht, sie lautet entsprechend und ohne Variation: Kann die neue Variante von SARS-CoV-2 dem Impfschutz entkommen? Die Frage: Sorgt eine neue Variante von SARS-CoV-2 dafür, dass sich per Impfung induzierte Antikörper zu einer Waffe entwickeln, die das Virus gegen das Immunsystem einsetzen kann?, diese Frage werden Sie nicht hören. Obwohl sie angebracht wäre.

Denn ein Antikörper, der z.B. im NTD des Spike Proteins von SARS-CoV-2 anbindet, aber dabei versagt, SARS-CoV-2 zu neutralisieren, bildet quasi eine Brücke, die es SARS-CoV-2 ermöglicht, über FcyRII-Rezeptoren direkt Immunzellen zu infizieren, Makrophagen, also weiße Blutkörperchen und auf diesem Weg eine Extremreaktion des Immunsystems, einen Zytokine-Sturm auszulösen, eine mindestens schwere, wenn nicht tödlich verlaufende Komplikation.

Dass ADE in vielen Studien als Problem, das im Zusammenhang mit Coronaviren stetig auftaucht, ausgewiesen wird, macht die derzeitige Massenimpfung zu einem Vabanque-Spiel, das man schwer mit der angeblichen Fürsorge, die von Polit-Darstellern angeblich geübt wird, in Einklang bringen kann. Um es deutlich zu sagen: Niemand weiß, ob die Massenimpfungen das Risiko von ADE von dann erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen für Geimpfte, die, wären sie nicht geimpft worden, mit hoher Wahrscheinlichkeit keinerlei Problem mit SARS-CoV-2 gehabt hätten, erhöht. Aber niemand weiß eben auch, ob sie das nicht tun. Das Risiko wird derzeit wissentlich in Kauf genommen. Bei einer Letalität von SARS-CoV-2, die um die 0,2% liegt, ist das eine erstaunliche Bereitschaft ein nicht notwendiges Risiko einzugehen, das derzeit durch die forcierte Impfung von selbst Kindern und Jugendlichen in einer Weise gesteigert wird, die man als vernünftiger Mensch nicht wirklich begreifen kann.

Mitte 2020 haben Arvin et al. auf ADE und das damit assoziierte Risiko hingewiesen:

“The implications of our lack of knowledge are twofold. First, comprehensive studies are urgently needed to define clinical correlates of protective immunity against SARS-CoV-2. Second, because ADE of disease cannot be reliably predicted after either vaccination or treatment with antibodies—regardless of what virus is the causative agent—it will be essential to depend on careful analysis of safety in humans as immune interventions for COVID-19 move forward.” (Arvin, Ann .M. (2020). A perspective on potential antibody-dependent enhancement of SARS-CoV-2. Nature 584: 353–363.)

Im Anschluss an diese Warnung ist der größte Feldversuch in der Geschichte der Menschheit gestartet worden: Eine Massenimpfung, die das Potential hat, für viele eine Art Russisches Roulette zu werden.



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