Sklaven der Kontrollvariablen: Genderismus und Wissenschaft sind unvereinbar

Wer wie wir die wissenschaftliche Landschaft beobachtet, der hat in den letzten Jahren, wenn nicht im letzten Jahrzehnt eine  Veränderung festgestellt: Qualitative Forschung wird immer häufiger, quantitative Forschung immer seltener.

Das hat natürlich eine Ursache. Quantitative Forschung kann man nicht einfach so betreiben. Man benötigt eine methodologische Ausbildung, muss den Unterschied zwischen Operationalisierung und Faktum kennen. Man muss in Mathematik zumindest firm sein. Es ist nicht notwendig, Matrizenrechnung zu beherrschen, aber man sollte doch wissen, was passiert, wenn man z.B. eine Faktorenanalyse rechnet und es wäre auch hilfreich in der Lage zu sein, auf Grundlage einer vorhandenen Verteilung eine lineare Annäherung an die Verteilung von Hand berechnen zu können.

Qualitative Forschung ist mathematikfrei. Eine Erleichterung für all diejenigen, die Schwierigkeiten haben, eine Gerade einzuzeichnen, wenn man ihnen zwei Punkte in einem Koordinatenkreuz gibt. Um fair zu sein: Auch qualitative Sozialforscher haben sich bemüht, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglich, die Willkür, die qualitativer Forscher anhaftet, loszuwerden. Die zum Teil recht guten methodologischen Lösungen haben jedoch wenig Widerhall in den Sozialwissenschaften gefunden. Qualitative Forschung ist vielmehr verkommen. An die Stelle methodischer Erwägungen ist das Draufloswurschteln getreten, das, damit es nicht als das solches kenntlich wird, als reflexive Forschung oder als Experteninterview bezeichnet wird. Experteninterviews sind in der Regel die Übertragung des Kaffeekränzchens aus dem Cafe um die Ecke in die Wissenschaft. Sie verlaufen bar jeder methodologischen Erwägungen oder gar Einsichten und resultieren zumeist in reflexiven Erkenntnissen, die keinerlei Bezug zur Wirklichkeit haben.

Diese Entwicklung hat eine Reihe von Ursachen. Eine davon ist die Etablierung von Gender Studies an Hochschulen. Gender Studies sind das Gegenteil von Wissenschaft. Die sie betreiben, haben kein Interesse an nachvollziehbarer Forschung und sind schon gar nicht im Stande, mit mathematischen Modellen oder gar mit Statistik umzugehen. Sie haben sich deshalb auf qualitative Methoden gestürzt und wie alles, was die Genderista in die Finger bekommt, so haben auch die qualitativen Methoden einen Qualitätseinbruch erlitten.

Die Art und Weise, in der die Genderista die qualitativen Methoden erledigt haben, zeigt deutlich, dass hier ein bunch of nuts unterwegs ist, um seine Phantasien auszuleben.

Ein mentaler Führer dieses bunch of nuts scheint eine gewisse Maria Mies zu sein, die vor ihrer Emeritierung an der Fachhochschule in Köln tätig war. Wikipedia beschreibt Mies wie folgt:

“Maria Mies (* 1931 in Steffeln) ist eine deutsche Soziologin. Sie hat feministische, ökologische und entwicklungspolitische Bücher publiziert, die international beachtet wurden. Sie ist Professorin emerita der Fachhochschule Köln. Bekannt und tätig ist sie weiterhin als strikte Gegnerin der Globalisierung und gehört zu feministAttac, einem Frauennetz von Attac.”

Damit ist eigentlich alles gesagt. Wer zu Attac gehört, hat in der Regel mit Wissenschaft nichts am Hut, seine Anwesenheit an einer Hochschule kann daher nur als Betriebsunfall bezeichnet werden. Dass Mies als mentaler Anführer der Knalltüten angesehen werden kann, die sich heute an Hochschulen breit gemacht haben, zeigt sich auch deutlich, wenn man das, was sie zu Feminismus und Sozialforschung zusammen geschrieben hat, liest.

Nein, wir haben es nicht gelesen. Wir haben die Lektüre Alan Bryman überlassen. Bryman muss diesen Unsinn lesen, denn er hat ein Buch über Social Research Methods geschrieben, das nicht auf sinnvolle Social Research Methods beschränkt ist, sondern die gesamte Bandbereite von Unsinn mit erfasst, die sich heutzutage an Hochschulen finden lässt. Und so findet sich auch Mies.

Alan Bryman (2015). Social Research Methods. Oxford: OUP.

Man muss das, was Genderista von sich geben, häufig erst einmal einsickern lassen und sich selbst bestätigen, dass die den Blödsinn, den sie schreiben, Ernst meinen. Dann muss man das Gelesene noch einmal lesen und sich fragen, wie jemand auf die Idee kommen kann, seine Phantasien an Dinge heranzutragen, von denen er keine Ahnung hat, überhaupt keine Ahnung.

So ist Mies der Ansicht, dass quantitative Forschung die Stimme von Frauen unterdrücken würde, weil quantitative Forschung auf der Suche nach Wahrheit „valid knowledge“ Frauen zu Objekten der Forschung mache, sie in Kategorien stecke und die quantitative Unterdrückung von Frauen noch durch die Einführung von Kontrollvariablen amplifiziere.

So einen Blödsinn muss man wirklich erst einmal verdauen.

Wie soll man jemandem antworten, der denkt, man könne Forschung betreiben, ohne ein Forschungsobjekt? Kein Wunder, dass Genderista keine Forschungsergebnisse vorzuweisen haben. Ohne Forschungsobjekt kann man halt nichts erforschen. Aber damit nicht genug, wenn man die Antworten, die Frauen in einem Fragebogen gegeben haben, im Rahmen quantitativer Sozialforschung berücksichtigt, dann macht man diese Frauen nach Ansicht von Frau Mies nicht nur zum Objekt der Forschung, nein, man beutet sie auch aus, nutzt ihre Antworten und gibt nichts zurück. Selbst Frauen machen sich dieser Form modernen Befragungssklaventums nach Kenntnis von Mies schuldig. Man muss schon hart an der Grenze zur Debilität entlanglaufen, um auf derartigen Unsinn zu kommen. Wenn Fragen Ausbeutung darstellen, dann wird es Zeit, die Fragestunde im Bundestag abzuschaffen und Lehrer daran zu hindern, systematisch ihre Schüler auszubeuten und die Ausbeutung noch mit Bewertung zu krönen. 

Der absolute Knaller kommt jedoch erst noch:

Dass man Frauen in quantitativen Modellen als Kontrollvariable benutze, verstärke noch deren Ausbeutung.

Wir haben keine Worte mehr, um einen derartigen, ja, was eigentlich, Unsinn, Blödsinn … angemessen zu bezeichnen. Die Frau hat wirklich Phantasie. Aber leider eben keine Ahnung. Ein Datensatz besteht in der Regel aus Zeilen und Reihen mit Zahlen darin. In einem Datensatz finden sich keinerlei Frauen, auch keine Männer. Es finden sich Operationalisierungen, z.B. die Operationalisierung von Geschlecht: 1 „männlich“, 2 „weiblich“. Damit kann man dann rechnen, Geschlecht als binäre Variable mit nominalem Skalenniveau behandeln und, ja, wir geben es zu, als Kontrollvariable in ein statistisches Modell einführen. Das hat jedoch nichts mit den Sado-Masochistischen Phantasien, die Frau Mies zu haben scheint, zu tun, nichts mit Kontrolle und Unterdrückung. Es heißt nämlich nur Kontrollvariable, weil damit ein Einfluss konstant gehalten werden soll, so dass man Ergebnisse bekommt, die man unabhängig vom Geschlecht interpretieren kann. Nicht nur haben Kontrollvariablen nichts damit zu tun, dass Frauen oder Männer gefesselt oder überwacht werden, Frauen und Männer sind nicht einmal in einem Datensatz, lediglich eine Zahl, eine Operationalisierung ist in einem Datensatz enthalten. Und weil dem so ist, deshalb suchen quantitative Sozialforscher auch nicht nach „Wahrheit“ oder „valid knowledge“, sondern nach Zusammenhängen und sie versuchen, Theorien mit Daten zu bestätigen oder zu falsifizieren, aber eben nicht zu beweisen.

Das alles weiß Frau Mies nicht, kann sie nicht wissen, sonst würde sie nicht den Blödsinn schreiben, den sie schreibt, und das alles wissen Gendersita nicht. Wie häufig uns in den letzten Jahren das Missverständnis begegnet ist, dass es Wissenschaftler gäbe, die denken würden, man könne objektive Wahrheit finden, … wir haben aufgehört zu zählen. Wann immer uns dieser Unsinn begegnet ist, kam er jedoch von Genderista, die die einzigen zu sein scheinen, die an diesen Unsinn glauben, was einmal mehr zeigt, dass sie nicht nur nichts mit Wissenschaft zu tun haben, sondern nicht einmal eine Vorstellung davon haben, was Wissenschaft eigentlich ist.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn – wie abermals Bryman herausgearbeitet hat – sind Genderista der Ansicht, quantitative Sozialforschung sei abzulehnen, weil sie wertneutral vorgehe. Und hier haben sie ausnahmsweise einmal zumindest im Ansatz recht. Quantitative Sozialforschung soll wertneutral sein, aber nicht nur quantitative Sozialforschung, auch qualitative Sozialforschung, ja Sozialforschung überhaupt, Wissenschaft als Ganzes. Tatsächlich ist es eine der unverrückbaren Grundlagen von Wissenschaft, wertneutral vorzugehen. Da Genderista, wie Bryman gezeigt hat, das explizit nicht wollen, stellen sie sich – wie all die anderen politischen Aktivisten – selbstgewählt und bewusst außerhalb der Wissenschaft auf und machen deutlich, dass Genderismus keine Wissenschaft ist.

Warum sind Genderista dann an Hochschulen präsent? Man muss nach den Ausführungen, die Brynman zitiert, davon ausgehen, dass die Unterwanderung von Hochschulen durch Genderista die Zerstörung von Wissenschaft zum Ziel hat.

Es ist nicht mehr lustig: Einerseits sind Irre dabei, Bücher wie die Kleine Hexe zu zensieren, weil darin Worte vorkommen, die sie nicht mögen, andererseits sind Bücher wie die von Mies und anderen Genderista im freien Handel zugänglich und werden nicht mit einem Zusatz wie: “Das Lesen dieses Buches kann ihren Intellekt beschädigen” versehen. 

Wie weit die Genderista mit ihrem Vorhaben schon gelangt ist, wie sehr sie deutsche Universitäten bereits infiltriert hat, das weiß niemand. Wir wollen es untersuchen, in einem Forschungsprojekt, das nur von Privatleuten, die ein Interesse an unserer Forschung haben, finanziert wird. Wir haben bereits 75% der Mittel zusammen, die notwendig sind, um die erste Phase des Projekts zu beginnen. Wenn Sie auch dazu beitragen wollen, das Ausmaß der Gender-Unterwanderung an deutschen Universitäten zu untersuchen, dann können finden Sie hier Näheres zu Projekt und den Möglichkeiten, uns zu unterstützen.

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Todesdrohung: Wie postkoloniale Gutmenschen wissenschaftliche Verlage erpressen

Die Normalität, wie sie die politisch korrekten Gutmenschen derzeit schaffen:

Taylor und Francis, einer der größeren wissenschaftlichen Verlage, hat in seiner Zeitschrift „Third World Quarterly“ einen Beitrag von Bruce Gilley veröffentlicht. Der Beitrag trägt den Titel „The Case for Colonialism“. Bruce Gilley ist Politikwissenschaftler an der Portland State University und gehört zu den wenigen Politikwissenschaftlern, die außerhalb „der Box“ denken können. Und wie, Gilley außerhalb der Box denkt, hat er sich doch die Effizienz der Entwicklungshilfe vorgenommen und sie gegen die Zeit des Kolonialismus gestellt. Das Bild das dabei entsteht, ist eindeutig: Kolonialismus hat für die Menschen in den Kolonien in der Regel eine Erhöhung des Lebensstandards zur Folge gehabt, Entwicklungshilfe hat in aller Regel eine endemische Zunahme der Korruption in den Nehmerländern zur Folge.

Gilley macht seinen Punkt bereits in seiner Zusammenfassung unmissverständlich klar:

“For the last 100 years, Western colonialism has had a bad name. It is high time to question this orthodoxy. Western colonialism was, as a general rule, both objectively beneficial and subjectively legitimate in most of the places where it was found, using realistic measures of those concepts. The countries that embraced their colonial inheritance, by and large, did better than those that spurned it. Anti-colonial ideology imposed grave harms on subject peoples and continues to thwart sustained development and a fruitful encounter with modernity in many places. Colonialism can be recovered by weak and fragile states today in three ways: by reclaiming colonial modes of governance; by recolonising some areas; and by creating new Western colonies from scratch.”

Schwer verdaulicher Stoff für die eindimensionalen Denker, die heute Universitäten übervölkern: Kolonialismus hat objektiv die Lebenssituation der Menschen vor Ort verbessert und ist von diesen weitgehend akzeptiert worden. Länder, die ihre koloniale Tradition weitergeführt haben, sind wirtschaftlich erfolgreicher als Länder, die mit dieser Tradition gebrochen haben. Anti-Kolonialismus führt zu schweren Schäden und hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass ehemalige Kolonien im wirtschaftlichen und menschlichen Chaos versinken. Eine Re-Kolonialisierung kann hier Abhilfe schaffen. Gilley schlägt z.B. vor, Länder von der Pike auf neu zu kolonialisieren.

Wie er sich das vorstellt, dazu findet sich zum Ende seines Beitrags ein Beispiel:
Guniea-Bissau gehört zu den ärmsten und erfolglosesten Ländern, wenn es um den Versuch geht, eine stabile Wirtschaft aufzubauen, die die Erde vorzuweisen hat. Das folgende Experiment könnte Abhilfe schaffen, so Gilley:

Die Regierung von Guinea-Bissau vermietet (für 99 Jahre) die Insel Galinhas, die weitgehend unbewohnt und mit 60 Quadratmeilen recht groß ist an den ehemaligen Kolonialherren von Guinea-Bissau: Portugal, und zwar für einen symbolischen Betrag. Portugal übernimmt die Hoheit über und die Verwaltung der Insel und baut zunächst eine Infrastruktur auf. Eine festgelegte Anzahl von Bewohnern aus Guinea-Bissau wird als Teil des Handels auf Galinhas angesiedelt und bildet den Grundstock der zukünftigen Entwicklung, die mit der jährlichen Entwicklungshilfe für Guinea-Bissau in Höhe von rund 20 Millionen US-Dollar pro Jahr finanziert wird. Mit der Anbindung an Europa und als Teil von Portugal käme Galinhas nicht nur in den Genuss der Entwicklungshilfe, sondern wäre auch Ziel von Infrastruktur- und Handelsprogrammen, die den Aufbau der Insel zu einer wirtschaftlich florierenden Insel beschleunigen und die Entwicklungshilfe über kurz oder lang unnötig machen. Klappt der Aufbau, dann kann die Insel nach und nach für die Bewohner von Guinea-Bissau geöffnet werden. Zudem ergeben sich Spill-over Effekte, die den Lebensstandard in Guinea-Bissau verbessern.

Das ist der Vorschlag von Gilley.
Lebten wir in einer Zeit, in der die Freiheit der Wissenschaft, vor allem die Freiheit, neue und innovative Ideen, die nicht der politischen Korrektheit angedient sind, zu denken, gegeben wäre, die Idee von Gilley würde eine lebhafte wissenschaftliche Diskussion anregen und dazu führen, dass die Für und Wider seiner Idee besprochen werden.

Aber wir leben in keiner freie Zeit.
Wir leben in einem Denkgefängnis, in dem Postkolonialisten, Genderisten und andere, die politische Korrektheit an die Stelle eigenständigen Denkens gesetzt haben, den Markt der Ideen kontrollieren und alles, was ihnen in ihrem Miniatur-Weltbild nicht passt, unterdrücken wollen.

Und so haben die Herausgeber von „Third World Quarterly“, die den Text von Gilley veröffentlicht haben, Drohungen physischer Gewalt, Todesdrohungen nach den Erkenntnissen eines Kommentatoren von Daily Nous erreicht, die zu dem bislang einmaligen Vorgang geführt haben, dass Taylor and Francis einen Beitrag, der in einer seiner wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurde, im Einverständnis mit dem Autoren zurückgezogen hat, um die körperliche Unversehrtheit und Sicherheit seiner Herausgeber zu gewährleisten.

Wir sind soweit, dass ein Mob von Spinnern, die sich für postkoloniale, selbstreflexive, zentrismuskritische Gutmenschen halten, totalitäre Strukturen durchsetzt und Verlage dazu zwingen kann, Beiträge zurückzuziehen.

Die Freiheit nicht nur der Wissenschaft steht auf dem Spiel, weil Personen, deren Denken so eindimensional ist, dass sie schon von einer Veränderung im Fernsehprogramm in eine tiefe Sinnkrise gestürzt werden, bestimmen wollen, welche Ideen veröffentlicht und öffentlich diskutiert werden sollen. Wenn verhindert werden soll, dass der einst rationale Westen hinter die Aufklärung und in das Dunkel der Scholastik zurückfällt, dann ist es höchste Zeit, die Feinde der Wissenschaft, die sich an Hochschulen eingenistet hat, aus eben diesen zu verjagen.

Wer den letzten Post gelesen hat, hat eine Vorstellung vom Umfang dieser Aufgabe und eine Idee, wo man beginnen könnte.

Weil wir bei ScienceFiles der wissenschaftlichen Freiheit verschrieben sind, haben wir eine Kopie des Aufsatzes von Gilley besorgt. Wir stellen sie unseren Lesern hiermit zur Verfügung. Ein Klick genügt:

Bruce Gilley a Case for Colonialism

Studiengang: Master of Sex [Feinde der Wissenschaft II:]

Wenn es um Satire geht, bleibt alles hinter der deutschen Realität zurück:

„Der berufsbegleitende Masterstudiengang Sexologie der Hochschule Merseburg basiert neben anderen theoretischen Grundlagen auf dem Modell sexueller Gesundheit Sexocorporel. Unterschiedliche sexualwissenschaftliche Modelle werden vorgestellt und der Zusammenhang zum Modell Sexocorporel aufgezeigt. Der theoriegeleitete körperorientierte Ansatz von Sexocorporel und die anwendungsbezogenenen Methoden zeigen, wie vielfältig die Einflussfaktoren auf die Gestaltung der Sexualität sind. Es wird aufgezeigt, wie sexuelles Erleben und sexuelles Verhalten über persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang entwickelt werden können.“

Wer hätte das gedacht, dass Hochschulen einmal zu Stätten werden, an denen „sexuelles Erleben“ und „sexuelles Verhalten“ gelehrt wird, mit dem Ziel, „persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang“ zu entwickeln.

„Der Tagesspiegel fasste die Ausrichtung des Studienganges prägnant zusammen: „Wie im Sport und in der Ernährung ist auch in der Sexualität eine gute Körperwahrnehmung zentral für das sexuelle Wohlbefinden […]. Dazu gehören Atmung sowie Anspannung und Entspannung von Muskeln. Im neuen Masterstudiengang lernen die Studierenden nebst der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser kennen.“ (Tagesspiegel, 14.9.2014) Der von der AHPGS akkreditierte Studiengang …”

Hochschulen sind Einrichtungen, die von der Allgemeinheit finanziert werden. Sie werden finanziert, weil die Allgemeinheit der Ansicht ist, dass die Ausbildung junger Menschen einen gesellschaftlichen Nutzen mit sich bringt. Bei Studiengängen wie dem zum „Sexologen M.A.“, steht nicht der gesellschaftliche Nutzen im Vordergrund. Tatsächlich fällt uns kein gesellschaftlicher Nutzen ein, der daraus entsteht, dass Studenten „über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser“ kennenlernen. (Das gehört bestenfalls an eine Volkshochschule.) Dass daraus vielleicht in persönlicher Nutzen erwächst, jedenfalls bei denen, die sich seit mehr als 20 Jahren über den eigenen Körper wundern und die Hilfe von Dritten benötigen, um ihr Wundern zu überwinden, mag sein, dass dieser persönliche Nutzen auch nur irgendwelchen gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht, ist fraglich, nein vollkommen unwahrscheinlich, denn „[i]m Masterstudiengang werden Studierende befähigt, als zukünftige … Sexologen Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und LGBTI in ihrer sexuellen Gesundheit zu fördern“.

Das ist eine Drohung, nein ein Armutszeugnis, das die ganze Armseligkeit einer verbal sexbesessenen Zeit zeigt, in der Sexualität auf Orientierungen reduziert wird, die mit Techniken umgesetzt werden können. Anders ist es nicht mehr zu erklären, dass eine Tätigkeit, die von selbst funktioniert, wenn die dazu notwendige Attraktion und das notwendige emotionale Empfinden, das man früher Liebe (oder auch nur Verliebtheit) genannt hat, vorhanden sind, erlernt und mit Techniken versehen und von der Atem- über die Bewegungs- bis zur Entspannungsübung geplant werden muss. Es ist eine arme, eine erlebnisarme Zeit. Vielleicht erklärt das, warum es nun Angebote an Hochschulen gibt, die die Grenze zu zertifizierten Voyeurismus überschritten haben.

Die Ausbildung zum Merseburger Sexologen zieht sich über 6 Semester, also drei Jahre, kostet 19.500 Euro (“36 Monatsraten zu je 541,67 € pro Monat”). Aber lassen Sie sich nicht von den Kosten abschrecken: „eine Förderung mit bis zu 90 % ist möglich, abhängig vom Bundesland und weiteren Kriterien“.

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Feinde der Wissenschaft I: Feigheit und Politische Korrektheit

Ernst Peter Fischer hat es bei den ScienceBlogs mit den Feinden der Wissenschaft aufgenommen. In einem recht kurzen Text ärgert er sich über Thorsten Wilhelmy, Sekretär des Wissenschaftskollegs, der wohl der FAZ gegenüber viel Unsinn erzählt hat. Fischer schreibt u.a.:

„Früher hat man in den Reihen der Forschung den Mut gehabt, von Feinden der Wissenschaft zu reden, und man meinte damit Esoteriker, Astrologen und andere Scharlatane. Man meinte damit Leute, die von der Wissenschaft nichts halten und ihre Heilslehren verkünden. Heute unternimmt das der Sekretär des Wissenschaftskollegs, der viel Verständnis für Wissenschaftsfeindlichkeit zeigt und Menschen versteht, die Forschern vorwerfen, Ideologen zu sein. Thorsten Wilhelmy wertet die Wissenschaft ab, wo er kann, und auf die Geschichte hat sie seiner Ansicht nach so viel Einfluss wie die Denkmalpflege und die Kinofilme.“

Das mit dem Mut, das haben wir auch schon häufiger geschrieben, in der Variante des institutionalisierten Wissenschaftlers ohne Rückgrat, der den Mund nicht aufbekommt, um für seine Wissenschaft zu kämpfen. Aber Fischer macht hier einen sehr interessanten Punkt, der es ermöglicht, wissenschaftliche Belege für die Feigheit, die sich in den Wissenschaften breit gemacht hat, zu erbringen.

Eine Suche nach dem Begriff „Feinde der Wissenschaft“ in Google bringt, nun ja, ScienceFiles an erster Stelle und ein paar zehntausend weitere Fundstellen darunter zwei in den ScienceBlogs. Eine entsprechende Suche in wissenschaftlicher Literatur erbringt 77 Ergebnisse und die überwiegende Zahl derer, die sich trauen, von Feinden der Wissenschaft zu sprechen, haben sich das vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert getraut. Heutige Wissenschaftler sind unter denen, die den Begriff verwenden, nicht zu finden.

Dabei wäre es gerade heute wichtiger denn je, die Feinde der Wissenschaft klar zu benennen, so wie dies der Mathematiker Victor Schlegel 1872 getan hat als er in einer Rede „jene“ adressiert hat, die aus wissenschaftlicher Forschung politisches Kapital zu schlagen versuchen. Wenn man bedenkt, dass es 1872 keine Ministerien gegeben hat, die Steuergelder eingesetzt haben, um Legitimationsforschung in Auftrag zu geben oder Programme zu finanzieren, deren Ziel darin besteht, unter Vortäuschung falscher Tatsachen, die der Wissenschaft angelastet werden, Volkserziehung zu betreiben, ist die Aussage von Schlegel umso bemerkenswerter.

In jedem Fall kann man feststellen, dass Fischer Recht hat, wenn er die Feigheit unter Wissenschaftlern beklagt, die jenen, die Wissenschaft missbrauchen und zerstören wollen, nicht mehr beherzt und in klaren Worten entgegen treten, sie als Feinde der Wissenschaft bezeichnen. Nur dass das Früher, von dem er spricht, sehr viel früher ist.

Auch die Relativierung von Wissenschaft, die Fischer beklagt, ist ein Faktum, das man nicht leugnen kann. Was heute alles an Hochschulen als wissenschaftlich gelten will, wäre noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Gelächter goutiert worden. Dass es nun einen Sekretär eines Wissenschaftskollegs gibt, der Wissenschaft mit Kinofilmen und Denkmalpflege gleichsetzt, verwundert nicht wirklich.

Die Relativierung all dessen, was Wissenschaft ausmacht, gibt es nicht erst seit gestern. Sie beginnt spätestens mit dem naiven Konstruktivismus, dessen Vertreter entdeckt zu haben glauben, dass alles konstruiert ist, nichts gegeben und deshalb alles hinterfragbar. Warum sich Konstruktivisten die Mühe machen, trotz der Beliebigkeit, die sie allem zuweisen, ihre konstruierte Beliebigkeit in Bücher zu schreiben, ist eine Frage, deren Antwort nicht nur auf den ersten Blick entweder in eine Reductio ad absurdum führt oder zu der Erkenntnis, dass Konstruktivisten nicht an ethische Maßstäbe gebunden sind, die nicht-Opportunisten teilen.

Der Konstruktivismus hat den Weg bereitet für all den Unsinn, der heute an Hochschulen sein Unwesen treibt, die Whiteness-Studies, die Cultural Studies, die Gender Studies, die Postcolonial Studies, die Auto-Ethnographie oder wie die Bezeichnungen der Zeitvertreibe lauten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie keinerlei verwertbares Erkenntnisinteresse haben und dadurch, dass sie die individuelle Wertung zum wissenschaftlichen Ergebnis erklären wollen.

Um die Feinde der Wissenschaft wirkungsvoll zu bekämpfen, muss man, da stimmen wir Ernst Peter Fischer zu, den Mut haben, sie offen beim Namen zu nennen. Um dies tun zu können, um der weiteren Relativierung von Wissenschaft auf das Niveau von Kinofilmen wirksam entgegen treten zu können, muss sich Wissenschaft wieder auf die Kriterien besinnen, die sie von all dem Unsinn, der heute im Namen der Wissenschaft betrieben wird, trennen.

Karl Raimund Popper hat die Kriterien als Abgrenzungskriterien bezeichnet. Demnach ist Wissenschaft dem Ziel gewidmet, Erkenntnisse über die empirische Welt zu gewinnen. Zu diesem Zweck bedient sich Wissenschaft einer Methode, die darin besteht:

  • Aussagen über die Realität zu machen,
  • die einfach, widerspruchsfrei und von anderen nachvollziehbar sind und
  • die an der Realität scheitern können.

Aussagen, die diesen Kriterien der Falsifizierbarkeit, der Nachvollziehbarkeit und (in Abstufung) der Einfachheit nicht genügen, sind keine wissenschaftlichen Aussagen. Fächer, die sich an Hochschulen tummeln, aber keinerlei Erkenntnisse über die empirische Welt vorweisen können, die diesen drei Kriterien genügen, sind keine Wissenschaft. Gemessen an diesen Kriterien sind Whiteness-Studies, Gender-Studies, Post-Colonialstudies oder wie der ganze Unsinn sonst noch heißt, keine Wissenschaft, sie erreichen nicht einmal den Status einer Hilfswissenschaft. Hilfswissenschaften stellen Methoden der Erkenntnis oder der Prüfung bereit, so wie die Mathematik, die Logik oder die Philosophie dies tun. Ihr Status als (Hilfs-)Wissenschaft ist also dadurch bestimmt, dass sie an der Produktion von Erkenntnis beteiligt sind bzw. sie erleichtern. Gender Studies, Whiteness-Studies oder Post-Colonialstudies sind an keiner Produktion von Erkenntnis beteiligt. Im Gegenteil: Sie sind an der Zerstörung von Erkenntnis beteiligt, Erkenntnis, die ihren Vertretern ideologisch nicht passt. Sie sind Ideologen, Feinde der Wissenschaft.

Es wäre schön, wenn es uns, gemeinsam mit Ernst Peter Fischer gelingen würde, die trägen Gelenke der noch trägeren Wissenschaftler, die sich in ihren Büros verstecken oder in die Emeritierung geflüchtet haben, in Bewegung zu setzen und wenn wir auf diese Weise eine Bewegung starten könnten, die für Wissenschaft eintritt und sich gegen diejenigen stellt, die sie von innen heraus zerstören wollen, denn wie schreibt Fischer so richtig:

„Da fällt einem nur noch der alte Satz ein, dass man mit seinen Feinden schon fertig wird. Mühe machen die angeblichen Freude, zum Beispiel der Sekretär des Wissenschaftskollegs.“

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TU-Braunschweig wird von Kreationisten, Feiglingen und Gender-Mafia geleitet

Im Folgenden geben wir wieder, was Prof. Dr. Ulrich Kutschera an der TU-Braunschweig widerfahren ist. Gäbe es ein deutsches Hochschulranking, mit dem das Ausmaß an Meinungsfreiheit zum Ausdruck gebracht wird, die TU-Braunschweig wäre ganz unten zu finden, denn dort herrscht keine Meinungsfreiheit. Dort herrschen Kreationisten, wie man annehmen muss, da die Verantwortlichen der TU-Braunschweig die Thesen von Ulrich Kutschera ablehnen. Kutschera ist ein Vertreter der Evolutionstheorie, ein international renommierter Vertreter der Evolutionstheorie und diejenigen, die die Evolutionstheorie ablehnen, weil sie denken, die Welt sei nach Noah und von Gott vor ein paar Tausend Jahren geschaffen worden, sind Kreationisten. Entsprechend muss man annehmen, dass an der TU-Braunschweig Kreationisten die Zügel in der Hand halten.

Ebenso muss man annehmen, dass an der TU-Braunschweig Feigheit kultiviert wird, denn über mehrere Monate hat sich niemand der ansonsten so lautstark auftretenden Genderisten bereit gefunden, um mit Ulrich Kutschera zu diskutieren. Die Diskussion mit Kutschera sollte doch dann, wenn er so unwissenschaftlich ist, wie die Genderisten so vollmundig behaupten, ein Leichtes sein. Dass sie zu feige sind, sich einer entsprechenden Diskussion zu stellen, zeigt, dass sie zwar mit vollem Mund reden, so lange niemand, über den sie sich auslassen, in der Nähe ist, sobald sie aber Farbe bekennen und demjenigen, den sie diffamieren, gegenübertreten müssten, mit Argumenten gegenübertreten, reagieren sie mit vollen Hosen.

Dass an der TU-Braunschweig die Gender-Mafia wirkt, zeigt sich daran, dass eine Philosophieprofessorin, der sich bereit erklärt hat, die Pro-Gender Position in einer Diskussion mit Ulrich Kutschera zu vertreten, von der Gleichstellungsbeauftragten so unter Druck gesetzt wurde, dass sie ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hat.

Deutschland 2017. Wer ein Beispiel dafür benötigt, wie totalitäre Lehren wie Genderismus Freiheit, Erkenntnis und damit Wissenschaft unterbinden, der kann das Beispiel der TU-Braunschweig jederzeit zitieren. Wir zitieren im Folgenden, was uns von Ulrich Kutschera übermittelt wurde und verlinken im Anschluss zwei Videos eines Vortrags, den ein Evolutionsbiologe und damit ein Wissenschaftler an einer Stätte, an der Kreationisten und Genderisten Erkenntnis verhindern wollen, dennoch gehalten hat.

“Am 15. Mai 2017 hielt Prof. Dr. Ulrich Kutschera im Haus der Wissenschaft, Braunschweig (Kolleg 88) im Rahmen der Reihe „Materie und Geist – Gender oder Genetik“ einen öffentlichen Vortrag, Gesamtdauer ca. 60 Minuten. Unter dem Titel „Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen“ wurden die Kapitel 1 bis 10 des 2016 erschienenen Fachbuchs vorgestellt und aufgezeichnet. Kamera/Schnitt: Gerwin Bärecke, Regionalfernsehen TV38

Der Organisatorin, Frau Birgit Sonnek, wurde von der Universität untersagt, für Ankündigungen das Logo der TU Braunschweig zu verwenden. Ort des Vortrages war die Aula dieser Hochschule. In einer Stellungnahme im Magazin Campus vom 15. Mai 2017 hat sich die TU Braunschweig öffentlich vom Referenten Professor Ulrich Kutschera distanziert. Begründung: „Nur wissenschaftlich fundierte Thesen sind akzeptabel. Die Debatte muss sachlich, offen, konstruktiv und wertschätzend sein.“

Beurteilen Sie den Vortrag, Teile 1 und 2 – Kapitel 1 bis 10, nach diesen Kriterien!

Inhalte: Was ist Sex?, Gender-Ideologie, Leihmutter-Menschenzucht, Gender Studies, Schopenhauer-Darwin, Kreative Frauen usw.

Produktion: August 2017. Texte, Grafiken, Design & Musik: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Universität Kassel/Stanford, USA, unter Mitwirkung von Petra Bock, Lars Börje Vormstein (Universität Kassel), Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie (www.evolutionsbiologen.de).

Video-Musik: U. Kutschera – Piano & Synth.-Music, CD-San Francisco Bay – Track 8, www.uvasonar.de/pool/comp/ukutschera. Copyright: U. Kutschera, Universität Kassel/Stanford CA, USA, 2017;

Teil 1:

Teil 2:

 

 

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