Dummheit ohne Grenzen: Gender-Kinder spielen Wissenschaft

Genderisten und denen, die an Gender Studies und dem Drumherum von Gender Mainstreaming verdienen, geht momentan der A… Hintern auf Grundeis. Die Angst, nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr die üppige öffentliche Finanzierung vorzufinden, die notwendig ist, um die vielen Gender-Mäuler zu stopfen, sie geht um.

Und deshalb wird das vorhandene Geld mit zwei Händen aus dem Fenster geworfen. Gerade haben die Rosa-Luxemburg und die Heinrich-Böll-Stiftung eine Broschüre veröffentlicht, die schon den zukunftsweisenden Titel „Gender Raus!“ trägt, da hat sich auch die Friedrich-Ebert-Stiftung in die Reihe derer eingereiht, die der Welt erklären wollen, warum Genderismus und Gender Studies so unglaublich wichtig für die Menschheit sind und die mit diesem Versuch so erbärmlich scheitern.

Das Märchen von der Gender-Verschwörung“, so haben Dorothee Beck und Barbara Stiegler ihr Pamphlet genannt, mit dem sie „Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft“ liefern wollen. Aber vielleicht nehmen wir das mit den Argumenten auch zu ernst. Die Aufmachung des Pamphlets spricht eher für eine Zielgruppe, die man im Kindergarten oder unter Vorschulkindern vermuten muss. Wenn es der Stiftung, die den Namen eines Mannes trägt, der ernst zu nehmen war, darum geht, die FES der Lächerlichkeit preis zu geben, dann ist dies mit „Das Märchen von der Gender-Verschwörung“ gelungen. Es macht den Eindruck als sei es von noch nicht Erwachsenen für Kinder geschrieben, die zwar Lesen, aber nicht verstehen können.

Deshalb hatten wir keine Lust, diesem infantilen Pamphlet mehr als zwei Stunden zu widmen, zwei Stunden, in denen wir uns die Seiten 32 bis 35 vorgenommen haben, Seiten, auf denen eigentlich, um den Untertitel zu zitieren, „Argumente“ gemacht werden sollen, und zwar dafür, dass Gender Studies ein wichtiges Fach an Hochschulen darstellen.

Es werden aber keine Argumente gemacht, wenngleich man goutieren muss, dass die Autorinnen versuchen, Argumente zu machen. Umso mehr Mitleid muss man ob des kompletten Scheiterns dieses Versuchs haben.

Immerhin können wir den Autorinnen attestieren, dass sie es in nur wenigen Sätzen schaffen, sich zu widersprechen, eine Leistung, die man als rationaler Mensch kaum wiederholen kann. So steht geschrieben auf Seite 35:

„Die gesamte Wissenschaft wurde über Jahrhunderte nur von Männern betrieben. Fehlt es da nicht dem gesamten wissenschaftlichen Fundament unserer Zeit an Objektivität?“.

Diese Aussage tätigen die Autorinnen, nachdem sie gerade in weit spationierten Lettern festgestellt haben: „Objektivität hängt nicht vom Geschlecht der Forschenden ab, sondern von deren Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion.“

Der Satz offenbart natürlich ein vollkommen falsches Verständnis von Wissenschaft. Aber zunächst steht er in Gegensatz zur Relevanz, die der Feststellung, dass „[die] gesamte Wissenschaft über Jahrhunderte nur von Männern betrieben“ wurde, beigemessen wird. Wenn es nicht auf das „Geschlecht der Forschenden“ ankommt, dann ist es wurscht, wer in den letzten Jahrhunderten die wissenschaftlichen Fortschritte zu verantworten hat, die wir heute genießen und selbstverständlich voraussetzen.

Davon abgesehen, ist die Fähigkeit zur Reflexion sicher nützlich, hat aber gar nichts mit dem, was wir als regulative Idee der Wissenschaft bezeichnen, zu tun. Objektivität ist, anders als die Autorinnen meinen, nicht erreichbar, auch nicht durch „(Selbst-)Reflexion“. Deshalb haben sich Wissenschaftler spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts darauf geeinigt, eine Wahrheitstheorie zu verwenden, für die Alfred Tarski hauptverantwortlich ist (ein Mann, aber wir legen keinen Wert auf Geschlecht), symbolisiert in dem Satz, dass der Schnee genau dann weiß ist, wenn er weiß ist. Links vom sprachlichen Gleichheitszeichen steht die sprachliche Behauptung über die Realität, rechts davon die Überprüfung der Aussage an der Realität.

Nun kann sich die Überprüfung, die heute richtig war, morgen, im Licht neuer Ergebnisse und trotz aller Reflexion, ja selbst trotz aller (Selbst-)Reflexion als falsch erweisen, was dummerweise Konsequenz hat, dass wir Objektivität nicht erreichen können bzw. dann, wenn wir Objektivität tatsächlich erreicht hätten, nicht wissen könnten, dass wir sie erreicht haben. Deshalb sind Objektivität oder Wahrheit regulative Ideen. Wir Wissenschaftler streben danach, wohlwissend, dass wir beides nicht erreichen können bzw. nie wüssten, dass wir es erreicht haben. Das hat mit dem Induktionsproblem zu tun, aber das führt jetzt zu weit. Es reicht, wenn wir feststellen, dass die Autorinnen von Wissenschaft keine Ahnung haben.

Vielleicht haben sie deshalb ihr Pamphlet mit Fingerfarben erstellt.

Wie immer, wenn Personen sich in Diskurse einmischen, von denen sie auch nicht die Spur einer Ahnung haben, versuchen sie, mit allerlei Fehlschlüssen und Immunisierungen, Einfluss zu gewinnen. Wie immer, scheitern sie dann jämmerlich, wenn sie auf Wissenschaftler treffen.

Beispiel 1:
„In der Geschlechterforschung geht es darum, Ungleichheit, Diskriminierung und Ausgrenzung in der Gesellschaf zu untersuchen und abzubauen. Zweifel am Sinn der Geschlechterforschung werden vor allem von jenen geäußert, die genau daran kein Interesse haben“.

Fehlschluss der hastigen Generalisierung
Um eine solche Aussage zu machen, muss man eine Vollerhebung all derer haben, die die Geschlechterforschung kritisieren. Die Autorinnen haben mit Sicherheit keine Vollerhebung (schon weil sie mit ziemlicher Sicherheit gar nicht wissen, wie man so etwas, auch als Meta-Analyse bezeichnet und in Cohrans Q gemessen, macht.)

Arthur Schopenhauer hat den Kunstgriff, sich selbst eine über alle Maßen positiv konnotierte Position zu zugestehen und diejenigen, die Kritik an der eigenen Position üben, entsprechend zu diffamieren, schon vor mehr als 100 Jahren in seinem kleinen Brevier „Die Kunst, Recht zu behalten“ als eine der primitiveren, brachialeren Methoden dargestellt. Der Versuch der Autorinnen hat daran, dass diese Strategie nur mit Debilen funktioniert, nichts geändert. Oder: Den Kritikern der Gender Studies geht es um Nützlichkeit, Ehrlichkeit, Sinnhaftigkeit, Manipulationsfreiheit, was noch, …, vielleicht: Lauterkeit. Zweifel am Sinn der Kritik an Gender Studies werden vor allem von jenen geäußert, die genau daran kein Interesse haben.

Beispiel 2:
„Die Geschlechterforschung hat sich von einem Kind der Frauenbewegung zu einer wissenschaftlichen Disziplin entwickelt, die international etabliert ist. Sie ist durch die Wissenschaftsfreiheit in Art. 5 (3) des Grundgesetzes geschützt.“

Hier haben wir wirklich laut gelacht.
Man kann etwas nicht dadurch belegen, dass man das, was es zu belegen gibt, voraussetzt. Wenn Gender Studies durch Wissenschaftsfreiheit geschützt sein sollen, müssen sie Wissenschaft sein. Es wäre also zunächst zu zeigen, dass Gender Studies Wissenschaft sind, bevor man Wissenschaftsfreiheit reklamieren kann. Oder. Die Alchemie hat sich als wissenschaftliche Disziplin der Magie entwickelt. Sie genießt Wissenschaftsfreiheit.

Geschlechterforschung ist natürlich auch kein Kind der Frauenbewegung. Schon vor Jahren hat Dr. habil. Heike Diefenbach darauf hingewiesen, dass wir keine Lehrstühle für Gender Hokus Pokus brauchen, weil alles, was diese Lehrstühle an Erkenntnis verbreiten, längst in anderen Bereichen der Sozialwissenschaft stehendes Wissen ist. Schon Emile Durkheim hat in seinem Buch über den Selbstmord, das 1897 erstmals erschienen ist, z.B. Tabelle 4 „Anteil der Geschlechter an der Gesamtzahl der Selbstmorde“ abgedruckt: Intersektionalität und Geschlechterforschung in einem. 1897! Lange bevor die Genderisten die Kreuztabelle entdeckt und missverstanden haben. Lange bevor sie dachten, sie seien die ersten, die auf die Idee gekommen sind, zwei Variablen miteinander in Verbindung zu bringen.

Nein, hier kommt abermals nur die schreiende Unkenntnis der Autorinnen zum Ausdruck, die sich mit ihren Fingerfarben in Zukunft an Fenstern versuchen sollten …

Beispiel 3:

Die Gender Studies, so behaupten die beiden Ahnungslosen munter weiter, hätten u.a. die „Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern“ entdeckt. Wir fürchten, den Autorinnen steht ein Schock bevor.

Die Entgeltlücke wurde nicht von Genderisten entdeckt, das kann sie deshalb schon gar nicht, weil es die Entgeltlücke in der Weise, in der die Autorinnen dies denken, gar nicht gibt. (Selbst-)Reflexion hätte diesen Gedanken nahegelegt. Nein, der Wage Gap, er wurde von, Achtung jetzt kommt es: Ö K O N O M E N beschrieben, von M Ä N N L I C H E N Ö K O N O M E N. Er geht auf eine Idee von Gary Becker zurück, die fast zeitgleich von Ronald L. Oaxaka (1973) und Alan Blinder (1973) umgesetzt wurde.

Man nehme einen Unterschied im Aggregat z.B, in der Entgeltverteilung zwischen Kurzatmigen und Langatmigen und untersuche, ob dann, wenn alle Variablen, die ein Entgelt beeinflussen, also Arbeitszeit, Arbeitsbranche, Überstunden, Qualifikation, Arbeitserfahrung, Humankapital, Motivation usw. heraus gerechnet werden ein unerklärter Teil der Entgeltlücke bleibt. Also etwa so:

Gibt es einen unerklärten Teil, dann kann es sein, dass eine Diskriminierung von z.B. Langatmigen vorliegt oder dass man eine Variable vergessen hat. Tatsächlich verschwindet das Gender Pay Gap dann, wenn man für die oben genannten Variablen kontrolliert. Insofern haben wir den Gender Studies nicht die Entdeckung der „Entgeltlücke“ zu verdanken, sondern die der Wirklichkeit ins Gesicht schlagende Behauptung, es gebe eine Entgeltlücke und dieselbe sei auf Diskriminierung von Frauen zurück zu führen.

Eine Behauptung aufrecht zu erhalten, obwohl die Realität die entsprechende Behauptung als falsch erwiesen hat, ist jedoch das Kennzeichen einer Ideologie. Entsprechend sind Gender Studies eine Ideologie und die Autorinnen belegen dies einmal mehr mit ihrem Beispiel der „Entgeltlücke“, das sie als herausragende Errungenschaft der Gender Studies reklamieren.

Man fragt sich, ob Misteln auch derart wenig Kenntnisse über den Baum haben, von dem sie leben.

Einmal mehr demonstrieren Genderisten, eine erschreckende Unkenntnis von Wissenschaft, wissenschaftlichen Methoden, von Wissenschaftsgeschichte und von dem, was Wissenschaft insgesamt ausmacht. Deutlicher als die Autorinnen ihre Unkenntnis in Dingen der Wissenschaft demonstrieren, kann man sie nicht mehr demonstrieren. Dass ein derart vollkommener Blödsinn wie „Das Märchen von der Gender-Verschwörung“ von Steuerzahlern finanziert werden muss, ist einer der Skandale, an die man sich im Deutschland des Jahres 2017 (fast) schon gewöhnt hat.

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Genderkrieg: Der Unsinn frisst seine Kinder

Siegwart Lindenberg hat schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es sich Gesellschaften nur so lange leisten können, Geld aus dem Fenster zu werfen, wie sie genug Geld haben, das sie aus dem Fenster werfen können.

Er hat es natürlich wissenschaftlicher ausgedrückt.

Die deutsche Gesellschaft wirft viel Geld für das aus dem Fenster, was man im Englischen Social Justice Warriors nennt, also Personen, die denken, die eigene Erleuchtung mit einer als gut empfundenen Mission sei ausreichend, um sich a) von Steuerzahlern aushalten zu lassen und b) andere penetrieren zu können.

Die entsprechenden Kämpfer finden sich vornehmlich in sozialistischer Ausprägung als Anti-Rassisten, Anti-Rechtsextremisten, sie haben Hochschulen mit Gender Studies infiltriert und treiben in Unternehmen als Gender-Kommissare ihr Unwesen.

Mit Blick auf die Gender Studies haben wir schon seit langem darauf hingewiesen, dass den Gender Studies alles fehlt, was deren Dasein an einer Hochschule zu rechtfertigen im Stande ist, angefangen von der Theorie, über die Epistemologie bis zur Methode. Es sind bislang keinerlei wissenschaftliche Ergebnisse bekannt, die die Gender Studies für sich reklamieren könnten, und es ist keinerlei Nutzen bekannt, der von Gender Studies, jenseits der sehr teuren Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die sie darstellen, ausgeht. Wir geben seit Jahren Vertretern der Gender Studies die Gelegenheit, diese Kritik, die wir in 30 Fragen übertragen haben, zu entkräften. Bislang hat noch keiner der Vertreter der Gender Studies sich im Stande gesehen, die Fragen zu beantworten. Einer der Vertreter, der es im Laufe von nunmehr knapp drei Jahren nicht geschafft hat, 30 Fragen zu beantworten, die jeder Wissenschaftler im Schlaf beantworten können muss, ist Sabine Hark, jene Sabine Hark, die nun im Zentrum eines Genderkriegs mitmischt, der innerhalb der Gender-Clique um die immer knapper werdenden Mittel aus den Töpfen der Steuerzahler geführt wird.

Wir, die unbeteiligten Kriegsberichterstatter von ScienceFiles, stehen dem robespierresken Gendertreiben seit einiger Zeit mit zunehmendem Wohlwollen gegenüber: Erst waren es die Beissreflexe, ein Sammelband, in dem Opfer der Gender Studies von ihren Erfahrungen mit Gender Studies und wohl Gender-Furien berichten, dann war es ein Beitrag, in der Emma, in dem die Gender Studies zu Sargnägeln des Feminismus erklärt wurden (nicht etwa zu Geschwüren der Wissenschaft!), und nun ist der Genderkrieg in vollem Gange. Die letzte Schlacht wurde gerade in der ZEIT geschlagen, Sabine Hark und Judith Butler haben sie gemeinsam geschlagen und das folgende Bild vom beklagenswerten Zustand der Gender Studies geben.

Die Verleumdung, so haben die beiden Gender-Krieger ihren ZEIT-Beitrag überschrieben. Ein Beitrag, in dem sie dazu aufrufen, auf die „Tugenden des Differenzierens und der Deeskalation“ zu setzen und sich nicht zum Zwecke einer „Zurschaustellung eigener moralischer Überlegenheit“ einer Strategie zu bedienen, die zu Prozessen der Entsolidarisierung beiträgt.

Die Anwendung der Tugend des „Differenzierens und der Deeskalation“, die der Zuschaustellung eigener moralischer Überlegenheit entgegenwirken soll, hat bei Butler und Hark den folgenden sprachlichen Niederschlag gefunden:

„Autoritär grundierte Ressentiments“, die eine „Grammatik der Härte“ und ein „korrespondierendes Register der Bezichtigung und des Verdachts, der Verfemung und Verleumdung“ ziehen, sehen Butler und Hark gleich zu Beginn ihres Textes. Sie sind natürlich die Guten, die tolerant an Deeskalation arbeiten. Das tun sie dadurch, dass sie alle Kritik an den Gender Studies „(a)sozialen Medien“ anlasten, die „Respektlosigkeit, Hassrede, Gewaltandrohung“ in das „gesellschaftliche Miteinander“ eingeführt haben. Das alles, Respektlosigkeit, Hassrede und Gewaltandrohung gab es nämlich im prä-sozialen und netzwerklosen Gender Idyll nicht. Aber nun finden sich „rohe Bürgerlichkeit“ „auch“ im „linken, queerfeministischen und antirassistischen Kontext“, also da, wo man sich bislang im Gender-Idyll gewähnt hat. Die, die die kritische Reflexion zu ihrer Berufung gewählt haben, sie reflektieren nicht kritisch, wie man daran erkennen kann, dass sie zu einem anderen Ergebnis kommen als Butler und Hark.

Die differenzierte Betrachtung der zur kritischen Reflexion unfähigen Beschmutzer des queerfeministisch antirassistischen Nestes, sie trifft die volle Breitseite der Hassrede, nein der Tugend der Deeskalation, die natürlich nicht dazu dient, eigene moralische Überlegenheit zur Schau zu stellen, wenn die Feinde in der eigenen Mitte von den Kombat-Tanten Hark und Butler der „ruchlosen Rede“ bezichtigt, als bar jeder akademischen Redlichkeit, als – schlimmster Vorwurf: infiziert mit einem Schuß „Trumpism“, als „vorurteilsvolle“ Basher, Lügner, Verbreiter „beißender Häme“, „beißender, skandalisierender Häme“, als Überläufer ins Lager der Feinde der Gender Studies und mithin Verräter bezeichnet werden. Mit diesen Ergebnissen ihrer „kritischen Reflexion“ wollen Hark und Butler zweifellos zur Deeskalation beitragen und natürlich sind die Begriffe „Denunziation“, Diffamierung“, „ruchlose Rede“ dann, wenn sie von Butler und Hark benutzt werden, auch keine „Grammatik der Härte“ und ein „beschleunigter Modus vergifteter Karikatur und Denunziation“ liegt natürlich auch nicht vor, vielmehr ist mit den beschriebenen Begriffen der Komplexität der Gender Studies in vollem Ausmaß Rechnung getragen.

Nein wirklich.
Dass dann, wenn Kombat-Tanten aufeinander treffen, denen keine argumentativen Mittel zur Verfügung stehen, nichts bleibt, als sich aus dem Arsenal der „Grammatik der Härte“ zu bedienen, das macht das derzeitige Gender-Treiben sehr deutlich. Wo die Argumente fehlen, bleibt die Bezichtigung, bleibt der Streit darum, wer nun das Opfer von wem ist und wie immer bleibt die Behauptung, dass die Kritik dem komplexen Forschungsfeld der Gender Studies, das zu komplex zu sein scheint, als dass man auch nur ein für die Gesellschaft relevantes Ergebnis vorbringen könnte, nicht gerecht wird.

Wir hoffen, dass die Tugend der Deeskalation und der Differenzierung wie sie von Hark und Butler gerade zur Schau gestellt wurde, noch viele Schlachten prägen wird, damit wir am Ende in Abwandlung eines Zitats von Robespierre feststellen können: Der Unsinn hat seine Kinder gefressen!

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Gegen Fachidioten und Beliebigkeit: Sozialwissenschaftler wollen ihr Fach retten

Sozialwissenschaften haben nicht nur in Deutschland derzeit einen schlechten Ruf. Sie sind in manchen Teilen der Bevölkerung zum Synonym für Beliebigkeit – im besten Fall – und irrelevanten Blödsinn – im schlechtesten Fall, geworden. Letzteres ist das Verdienst von Personen, die die Sozialwissenschaften mit ihren Versuchen persönliche Störungen und Deprivationen oder persönliche Vorlieben als Wissenschaft zu verkaufen, zum Gespött derer gemacht haben, die für sich noch die Normalität des Geistes in Anspruch nehmen können.

Jenseits dieser Arbeiter am sozialwissenschaftlichen Ausschuss gibt es immer noch Sozialwissenschaftler, die an Phänomenen und deren Erklärung interessiert sind, die versuchen, Theorien aufzustellen und die entsprechenden Theorien an der Realität zu überprüfen. Duncan J. Watts, bekannt für seine Arbeiten zu „Small Worlds“, also zu großen Netzwerken von Personen, die man nur über wenige Links alle miteinander verbinden kann, hat den Letztgenannten, den Sozialwissenschaftlern, die diese Bezeichnung zurecht tragen, einen Vorschlag unterbreitet, wie man die Sozialwissenschaft davor bewahren kann, denen zum Opfer zu fallen, die sie zum Gespött der Menschheit machen, den Gender Studierten, Whiteness-Studierern, Postkolonialisten, Sozialisten und –Isten aller Couleur, die ideologischen Unrat in die Wissenschaft getragen haben, einen Vorschlag, wie man Sozialwissenschaften wieder einen guten Leumund vor der öffentlichen Wahrnehmung verschaffen kann.

Der Rubikon zwischen richtigen Sozialwissenschaftlern und denen, die die Sozialwissenschaften missbrauchen wollen, ist anhand von drei Begriffen, die prominent im Beitrag firmieren, den Watts in Nature „Human Behavior“ publiziert hat, gezogen:

  • Prüfbarkeit;
  • Replizierbarkeit;
  • Verwertbarkeit;

Diesen drei Kriterien müssen Sozialwissenschaften genügen, damit sie Anspruch erheben können, Sozialwissenschaft zu sein. Prüfbarkeit bezieht sich auf die Art der Aussagen: Sie müssen etwas über die Wirklichkeit aussagen und an dieser Wirklichkeit scheitern können. Aussagen, die nicht prüfbar sind, sind keine Aussagen, denen in den Sozialwissenschaften ein hoher Stellenwert zukommt.

Ergebnisse müssen darüber hinaus replizierbar sein, d.h. ein Test einer Aussage, der die Aussage bestätigt hat, muss unter anderen Bedingungen und von anderen Sozialwissenschaftlern wiederholbar sein. Das schließt diejenigen aus, die weitreichende Schlüsse auf einer Datenbasis, die nur ihnen bekannt oder zugänglich ist, gezogen haben wollen, es schließt Datenfälscher und Personen aus, deren Ziel darin besteht, magere Daten für wilde, aber der eigenen Ideologie entsprechende Schlussfolgerungen zu missbrauchen.

Ergebnisse müssen verwertbar sein, und zwar nicht nur in Form praktischer Verwendbarkeit in der Gesellschaft, sondern auch oder besonders im Hinblick auf deren praktische Verwendbarkeit in den Sozialwissenschaften.

Auf diesen Voraussetzungen basiert, was man als Watts‘ Projekt bezeichnen könnte.

Das Projekt beginnt mit der Beschreibung des Problems: Zu viele Theorien konkurrieren in den Sozialwissenschaften um die Erklärung des selben Phänomens: „… any representative cross-section of social scientists would have difficulty agreeing on almost any question at all, including which question were the most importat to be agreed upon“ (1). Mit anderen Worten, in den Sozialwissenschaften verderben zu viele Köche den Brei.

Unterschiedliche sozialwissenschaftliche Schulen, verpacken die unterschiedlichen Perspektiven auf die Wirklichkeit in unterschiedlichen Theorien und geben diese an ihre Schüler weiter. Diese, zum Fachidioten ausgebildet, wenden dann die erlernte Sichtweise auf die verschiedensten Aspekte der Wirklichkeit an. Als Folge erscheinen selbst die ernstzunehmenden Teile der Sozialwissenschaften (also die Teile, die um die Genderisten, die Sozialisten und die anderen ideologischen Extremisten bereinigt wurden) wie die Baustelle des Turm zu Babels, nur dass es Gottes Zorns nicht bedarf, um eine Verwirrung herbeizuführen, die eine Verständigung weitgehend unmöglich macht.

Watts findet eine sehr elegante Lösung, um sich der Teile der Sozialwissenschaften zu entledigen, deren Vertreter nicht an der Lösung von Problemen und der Erklärung von sozialen Phänomenen interessiert sind, sondern daran, sprachlichen Bombast zu produzieren, der sich dadurch auszeichnet, dass er keinerlei Niederschlag in der Realität findet: „… one possible reason why social sciences seems less ‚scientific‘ than we would like is simply that our ability to propose theories has for so long outstripped our ability to test them“ (2). Mit anderen Worten: Jetzt, da die Möglichkeiten vorhanden sind, durch Computertechnologie, Statistik oder mathematische Modelle, Theorien der Sozialwissenschaften auch zu testen, kann man die „Untestbaren“ beseitigen.

Watts‘ Projekt baut auf dieser Problemlage auf.

Die Lösung für die skizzierte Problemlage muss zunächst einmal darin bestehen, an einem einheitlichen Theoriekorpus der Sozialwissenschaften zu arbeiten, d.h. die vielen rivalisierenden Perspektiven zu vereinheitlichen. Dazu ist es notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung nicht zum Bekenntnis der Zugehörigkeit zu einer sozialwissenschaftlichen Schule zu machen, sondern zu einem Vehikel, um Probleme zu lösen. Daher ist es für Watts notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung lösungsorientierter zu machen. Nicht mehr die vielfältige Beschreibung von Zuständen, die in manchen Teilen der Sozialwissenschaft ganze Reihen in Bibliotheken füllt, ist das Ziel, sondern das Finden von Lösungen für die beschriebenen Zustände. Die Lösungen, die die drei oben benannten Kriterien (prüfbar, replizierbar und verwertbar) erfüllen müssen, bilden dann den Grundstock, auf dem eine einheitliche Theoriebildung in den Sozialwissenschaften erfolgen kann.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Forschung, die am Auffinden von Lösungen ausgerichtet ist, die den drei genannten Kriterien genügen, kann nur über eine allgemeine und geteilte Methodologie erfolgen: Willkür und Beliebigkeit werden somit ausgeschlossen.

Gelöste Probleme geben Zeugnis davon, dass es mit sozialwissenschaftlichen Theorien möglich ist, die Wirklichkeit akkurat zu beschreiben und Lösungen für Probleme zu finden. Das verbessert das Ansehen der Sozialwissenschaften und macht es denen unmöglich, die Sprachakte als Sozialwissenschaft verkaufen wollen, als Sozialwissenschaftler durchzugehen.

Eine gemeinsame Arbeit an der Lösung von Problemen, die sich einer geteilten Methodologie bedient, hat zudem den Effekt, dass die Sozialwissenschaften zu dem werden, was derzeit fast ausgeschlossen erscheint, einer kumulativen Wissenschaft, in der Einigkeit über das besteht, was bekannt ist, und klar angegeben werden kann, welche Lücken im sozialwissenschaftlichen Erkenntnisprogramm noch geschlossen werden müssen.

Soweit der amerikanische Traum, den wir auch träumen, nun zurück zur deutschen Wirklichkeit….

Die Opfer der Gleichstellung schlagen zurück

Unsinn muss man sich leisten können.

Wenn es brennt, dann wird es das Feuer wenig beeindrucken, dass eine Gleichstellungsbeauftrage über die männlichen Rollenbilder fabuliert, die weibliche Feuerwehrmänner, die es natürlich in Hülle und Fülle gibt, daran hindern, mit Wasser und anderen Löschmitteln, dem Feuer zu Leibe zu rücken. Und während die Gleichstellungsbeauftragte fabuliert, löschen die männlichen Rollenbilder das Feuer.

Geschwätz und entsprechende Schwätzer muss man sich leisten können.

Solange eine Gesellschaft wächst und genug zum Verteilen vorhanden ist, fällt es nicht in der Weise auf, wie es auffallen müsste, dass unproduktive Teile der Gesellschaft sich mit Geschwätz einen Lebensunterhalt verschaffen. Solange es in Unternehmen rund läuft  und Motoren immer noch in der Stückzahl produziert werden, die notwendig ist, um die Nachfrage zu befriedigen, so lange der Ertrag aus dem Absatz immer noch ausreicht, um unproduktive Gleichstellungsbeauftragte und weibliche Dabeisitzer in Aufsichtsräten mit durchzufüttern, so lange regt sich niemand wirklich darüber auf. So lange niemand an eine Wissenschaft, eine Sozialwissenschaft, den Anspruch richtet, Steuergelder produktiv einzusetzen und einen Nutzen für die Gesellschaft zu erbringen, so lange können Fächer wie Gender Studies, Whitenessstudies und andere Blüten gelangweilter und undisziplinierter Geister, die sich vormachen, der Unsinn, den sie verbreiten, sei ein Gedanke, sei das Ergebnis von Denken, ihr Dasein mit eben diesem Unsinn und auf Kosten der Steuerzahler fristen.

Wenn aber der Absatz zurückgeht, wenn das, was verteilt werden soll, knapp wird, wenn Wissenschaftler mit Bürgern konfrontiert sind, die einen Nutzen für das viele Steuergeld, das in die Wissenschaft fließt, erwarten, dann wird es eng für die Schwätzer und all die Unproduktiven, die nicht einmal selbst wissen, wofür sie eigentlich gut sind, welchen Nutzen sie der Gesellschaft je gebracht haben, bringen könnten oder je bringen werden.

Seit Jahren werden Programme aufgelegt, die angeblich dazu dienen, Frauen zu fördern. Als Ergebnis der Logik dieser Programme, werden Männer benachteiligt und Positionen mit weiblichen Bewerbern besetzt, die in vielen Fällen eben nicht der beste Bewerber, sondern der Bewerber mit dem richtigen Geschlecht waren. Das Ergebnis kann man z.B. am Niedergang der deutschen Sozialwissenschaften ablesen, die zu einer Schwatzbude verkommen sind, mit nur wenigen „pockets of rational resistance“.

Die angesprochene Logik funktioniert einfach:

  • Hochschulen werden finanziell immer kürzer gehalten.
  • Viele Hochschulen kommen gerade so über die Runden.
  • Den Hochschulen, die nach finanziellen Mitteln dürsten, wedeln Politiker mit finanziellen Mitteln vor der Nase. Es gibt nur eine Bedingung: Es müssen weibliche Bewerber eingestellt werden.
  • Also werden weibliche Bewerber eingestellt, egal, ob männliche Bewerber besser geeignet wären, denn männliche Bewerber bringen den Hochschulen nicht das ersehnte Geld.
  • Das Ergebnis ist eine Degeneration der Wissenschaft im Allgemeinen und der Sozialwissenschaften im Besonderen.
    Sozialwissenschaften können immer weniger die rudimentären Leistungen erfüllen, die von einer Wissenschaft als Triebkraft gesellschaftlicher Entwicklung erwartet werden.

Vor zwei Tagen hatten wir ein Beispiel für solch’ nutzlose Sozialwissenschaft:

“Nicht nur ´Frau´ zu sein, sondern auch ´Schwarz´ zu sein und aus der ´Arbeiterklasse´ – Mit diesem Hinweis auf mehrfache Diskriminierung kritisierte der black feminism eine allzu weiße westliche Frauenbewegung aber auch eine männliche blackpower-Bewegung. In der daran anknüpfende Intersektionalitätsdebatte wird nicht nur Ungleichheit aufgrund von Gender bearbeitet, sondern in der Thematisierung von Ungleichheiten werden die verschiedenen Differenzachsen entlang von Ethnizität/“Rasse“, Gender, Klasse/Schicht, Sexualität, Nationalität, Alter berücksichtigt und zusammen gedacht. In den letzten Jahren ist „Intersektionalität“ auch in Deutschland zu einer zentralen heuristischen und methodologischen sozialwissenschaftlichen Perspektive avanciert.
Im Seminar werden wir der transatlantischen Reise von race-class-gender nachgehen und uns den aktuellen Herausforderungen und Forschungsfeldern (u.a. den Gender-Studies, den media-studies, der kritischen Migrationsforschung) der Intersektionalitätsdebatten widmen. Das Seminar baut auf deutsch- und wenigen englischsprachigen Texten auf und ist als Lektürekurs konzipiert.” (Beschreibung des Seminars „race-gender-class: Intersektionale Ungleichheiten” von Elisabeth Tuider an der Universität Kassel.

Was soll ein Student durch den Besuch dieses Seminars an Wissen erwerben, das einen gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht? Welcher gesellschaftliche Nutzen könnte aus einem solchen Seminar entstehen?

Das beschriebene Seminar ist eines von vielen, die es landauf landab an deutschen Hochschulen gibt und die in der Regel mit einem Verweis auf die Wissenschaftsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre, die nach dieser Lesart offensichtlich die Produktion von Unsinn umfasst, legitimiert werden. Seminare wie das beschriebene sind Ergebnis der Zuwanderung von Quotenfrauen, die über Programme wie das Professorinnenprogramm oder über Klauseln wie „bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt“ und unter direkter Benachteiligung von männlichen Bewerbern in Positionen gelangt sind.

Doch mittlerweile scheint das Fass überzulaufen. Offensichtlich gibt es immer mehr Positionen, für die diejenigen, die sie zu besetzen haben, versuchen, um das Diktat des Gleichstellungskommissars herumzukommen und eben den besten Bewerber nicht den weiblichen Bewerber einstellen zu können. Die Not vor Ort muss entsprechend groß sein. Die Phantasie, mit der versucht wird, dem Gleichstellungs-Totalitarismus, den das BMFSFJ und das BMBF ausüben, zu entkommen, ist ebenfalls beachtlich. Ein schönes Beispiel haben wir bei der Universität Koblenz-Landau entdeckt. Es hat die folgende sprachliche Form angenommen:

„Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt. Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, soweit und solange eine Unterrepräsentanz vorliegt. Dies gilt nicht, wenn in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen.“

Frauen werden bevorzugt, nicht nur wenn sie schwerbehindert sind, sondern auch bei gleicher Eignung. Das ist die Standardfloskel die der Gleichstellungstotalitarismus vorsieht. Neu sind die Versuche, um das Bevorzugungsdiktat herumzukommen und sich Luft zu verschaffen, um eben den besten, nicht den weiblichen Bewerber berufen zu können.

Bevorzugte Berücksichtigung, nicht mehr Einstellung von weiblichen Bewerbern erfolgt nur noch, wenn keine Überrepräsentation vorliegt, denn irgend jemand muss ja die Arbeit machen und männliche Bewerber haben eine lange Geschichte, die zeigt, dass sie die Arbeit machen. Und: weibliche Bewerber werden nur solange bevorzugt, so lange nicht „in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen“.

Damit haben die Koblenz-Landauer eine geniale Formulierung gefunden, um das Gleichstellungsdiktat und den Bevorzugungstotalitarismus der Genderisten auszuhebeln, denn ein „schwerwiegender Grund in der Person des Bewerbers“ (man bedachte die fehlende weibliche Form: keine schlafenden Hunde wecken!), der genutzt werden kann, um die an der Auswahl der Bewerber beteiligte Gleichstellungskommissarin und vermutlich den Vertreter der Gewerkschaft ruhig zu stellen, ist leicht und schnell gefunden. Allein die Tatsache, dass eine derartige Klausel in Bewerbungen aufgenommen wird, zeigt das Ausmaß der Not, das vor Ort zu herrschen scheint und Hochschulen dazu veranlasst, Ausschreibungen nun so zu formulieren, dass die Berufung weiblicher Bewerber nur dann möglich ist, wenn sie tatsächlich und in jeder Hinsicht und vollkommen unabhängig von ihrem Geschlecht der beste Bewerber sind.

Wir sind also zurück in der Normalität. Allerdings sind dazu Umwege notwendig, da das Gleichstellungsdiktat bestimmte Floskeln vorgibt, die man nun mit Gegenfloskeln bekämpfen muss. 

Die Opfer der Gleichstellung, sie schlagen zurück.

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Sie lügen und lügen und lügen…

Wir haben lange Zeit keine Beiträge mehr geschrieben, die sich mit den Lügenbolten an Hochschulen beschäftigen. Den Lügenbolten, die Ausschreibungen so fingieren, dass es den Anschein hat, sie würden sich an männliche und weibliche Bewerber richten, obwohl sie sich nur an weibliche Bewerber richten.

Die Lügen-Inszenierung ist jedoch notwendig, da es ansonsten zu offensichtlich wird, dass die entsprechenden Ausschreibungen gegen geltendes Recht verstoßen, das Antidiskriminierungsgesetz im vorliegenden Fall.

Die heutigen Lügen kommen aus – raten Sie…nein, nicht aus Kassel, auch nicht aus Göttingen: aus Berlin, von der Hochschule für Wirtschaft und Achtung: Recht. Mit dem Recht haben es die Hochschüler der Hochschule wohl nicht so sehr, sonst hätten sie die folgende Ausschreibung nicht veröffentlich:

Gesucht wird ein „Gastprofessor/Gastprofessorin im Bereich Wirtschaftsinformatik und Gender/Diversity“.

Die Ausschreibung richtet sich also in der Überschrift an beide Geschlechter.

Allerdings wird die „Professur … aus dem Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre finanziert“.

Schon die Benennung des Programms ist eine Lüge, denn es wird nicht Chancengleichheit gefördert, sondern Ergebnisgleichheit. Würde Chancengleichheit gefördert, dann könnten die Mittel nicht an die Besetzung einer Position mit einem weiblichen Bewerber gebunden werden. Das werden sie aber, denn das Berliner Programm zur Bevorzugung weiblicher Bewerber, wie es richtig heißen würde, es fördert:

„Vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen“,
es kann als „Gegenfinanzierung von vorgezogenen Nachfolgeberufungen im Professorinnenprogramm des Bundes“ genutzt werden, das ebenfalls nur dann Geld der Steuerzahler veruntreut, wenn ein weiblicher Bewerber auf eine Position gehievt wurde. Das Berliner Programm fördert ausschließlich Frauen.

Kurz: Die Ausschreibung aus Berlin, von der Hochschule für Wirtschaft und Recht, die sich an beide Geschlechter richtet, ist eine Fake-Ausschreibung, denn die Stelle kann nur mit einem weiblichen Bewerber besetzt werden, denn nur dann, wenn ein weiblicher Bewerber für die Stelle gefunden wird, zahlt das Berliner Programm für die Benachteiligung von Männern und eine solche stellt das Programm eindeutig dar.

Stellen Sie sich vor, sie haben 10 Bewerber auf eine Stelle. Sieben männliche Bewerber und drei weibliche Bewerber. Sie wissen, wenn sie keinen weiblichen Bewerber finden, der einigermaßen geeignet ist, dann kann die Stelle nicht finanziert werden. Unter den 10 Bewerbern sind eindeutig drei männliche Bewerber am besten qualifiziert. Ein weiblicher Bewerber kann, was die Qualifikation angeht, mit dem schlechtesten der drei besten Bewerber mithalten. Was tun Sie? Sie wissen, dass die Stelle nicht finanziert wird, dass es die Stelle nicht geben wird, wenn sie die Bewerber in der Reihenfolge ihrer Qualifikation auf die Berufungsliste setzen. Wie viele Berufungskommissionen haben wohl genügend Mitglieder mit genügend Rückgrat, die in dieser Situation nicht den weiblichen Bewerber, den drei besseren männlichen Bewerbern vorziehen? Allein die Logik von Organisationen spricht für diesen Ausgang eines verzerrten Bewerbungsprozesses, in dem männliche Bewerber sowieso nie eine Chance hatten, die Stelle zu bekommen, weil es keine Stelle für männliche Bewerber gibt. Niemand finanziert sie. Es gibt die Stelle nur, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird. Deshalb führen Programme wie das Berliner Programm, das angeblich Chancengleichheit herstellen will, nachweislich zum Gegenteil: Sie vernichten Chancengleichheit. Sie führen dazu, dass männliche Bewerber benachteiligt werden und in vielen Fällen dazu, dass schlechter qualifizierte weibliche Bewerber vorgezogen und berufen werden.

Das Ergebnis dieser Programme kann man u.a. darin sehen, dass die Qualität der Lehre an Hochschulen immer schlechter wird, und zwar deshalb, weil Politiker denken, in der Wissenschaft sei es wie in der Politik: Man brauche keine angebbare Qualifikation, um auf eine Position zu gelangen.

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