Früchte des Staatsfeminismus: Verzogene Gören rechnen ab

Corona Eltern rechnen ab, trendet derzeit auf Twitter. Was sich dahinter verbirgt, ist das Grundproblem einer Gesellschaft, in der eine Schicht der Verzogenen keinerlei Grund mehr sieht, die Konsequenzen eigener Lebensentscheidungen zu tragen.

Wozu haben Staatsfeminismus, das hinten-Herumheben von Mittelschichtsfrauen, die auf behindert machen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, und der ganze Blödsinn, der seit Jahren an deutschen Hochschulen unter dem Dach von Gender Studies an Hochschulen gepredigt wird, dazu:

Corona-Eltern rechnen ab.

Das ist natürlich eine Über-Verallgemeinerung, denn nicht Corona-Eltern, sondern verwöhnte Mamas, die vollkommen überfordert sind, wenn sie ihre Kinder plötzlich nicht mehr outsourcen können, wenn sie selbst Verantwortung für ihre Lebensentscheidungen übernehmen müssen, wollen abrechnen.



Pointiert dargestellt, ist das folgende Lebensentscheidung:

  • Die unglaubliche Leistung der Fortpflanzung wird erbracht.
  • Zur Belohnung gibt es Kindergeld, Elterngeld, Muttergeld und eine Vielzahl anderer geldwerter Vorteile.
  • Die Ausbildung des Nachwuchses wird ausgelagert. Kinderziehung wird zum von der Allgemeinheit finanzierten Outsourcing: Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Kindergärten, Grundschulen, Allgemeinbildende Schulen, Berufsbildende Schule, Fachhochschulen, Universitäten, die Steuerzahler finanzieren.
  • In der Steuererklärung gibt es 7,812 Euro frei Haus, ohne Steuer, als Kinderfreibetrag – für die, die arbeiten.
  • Für die, die nicht arbeiten, ist jedes Kind in Hartz IV bares Geld wert, 250 Euro bis 328 Euro, je nachdem.
  • Und weil das alles noch nicht reicht, gibt es Spielplätze, Jugendzentren, kindgerechte Angebote, Ferien, Veranstaltungen, Vereine, die sich um das Kindeswohl kümmern, und und alles umsonst, alles auf Kosten der Steuerzahler.
  • Schon 2011 wurden die Gesamtausgaben für Kinder und Familien auf 160 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Das Outsourcing von Kindern funktioniert und rechnet sich.
Bis es dann eine Krise gibt.

Und dann passiert das Unfassbare:
Eltern, die sich willentlich entschlossen haben, Kinder in die Welt zu setzen, Verantwortung für Kinder zu übernehmen, Verantwortung, die mit zeitlichen und finanziellen Verpflichtungen einhergeht, diese Eltern sollen sich plötzlich um ihre Kinder kümmern. Unglaublich. Sie sollen, für eine begrenzte Zeit, die Aufgaben erfüllen, die sie zuvor so selbstverständlich und weitgehend ohne dafür die Kosten zu tragen, die der erbrachten Leistung entsprechen, anderen übergeben haben, selbst übernehmen: Sich um ihre Kinder kümmern, sie lehren, mit ihnen lernen, sie betreuen, sich um sie kümmern, sie ERZIEHEN.

Und diese Aufgaben, die zu allen Zeiten vor Einführung der Schulpflicht Anfang des 20. Jahrhunderts und in weiten Teilen auch nach der Einführung der Schulpflicht und bis zur Entdeckung der Wohltaten des Sozialstaats, die Aufgaben von Eltern definiert haben, sie werden heute von denen, die Eltern sein wollen, als Zumutung empfunden. Plötzlich finden sich Personen, die ihre eigene Lebensentscheidung nicht mehr tragen wollen, die denken, sie hätten einen Anspruch darauf, dass andere ihnen die Last abnehmen, als die sie ihre Kinder empfinden. Der Sozialstaat hat eine Schicht hervorgebracht, die man nicht anders bezeichnen kann als soziale Kostgänger Dritter, die sich empören, wenn sie die Verantwortung für eigene Entscheidungen tragen müssen und sofort, wie sie dies Jahrzehnte vom Staatsfeminismus gelernt haben, nach Geld schreien, die dafür bezahlt werden wollen, dass sie sich um ihre Kinder kümmern, denn diese Kinder machen ihnen Arbeit: “Mittagessen kochen, gestiegenes Haushaltsaufkommen abarbeiten und spätabends und nachts den Rest der eigenen Erwerbsarbeit leisten”.

Im 21. Jahrhundert ist derartiger Unfug problemlos öffentlich äußerbar.

Der Staatsfeminismus vermittelt seit Jahrzehnten den Eindruck, dass Eltern Rechte gegenüber der Allgemeinheit geltend machen können. Eltern, die keinen anderen Sinn mit ihren Kindern verbinden können als Freizeitkumpane zu haben, die keine Arbeit machen und gelegentlich dazu benutzt werden können, Nachbarn zu nerven. Eltern von Kindern, mit denen sie keinerlei Anstrengungen der Erziehung verbinden, die eine Art Luxusobjekt, Statussymbol sind, wie in den Value of Children Studien immer wieder herausgefunden wurde, Objekte, um die man mit dem Partner in Scheidung streitet, aber die man dennoch am liebsten Dritten aufbürdet, um sich selbst den Teil der Aufsicht zu reservieren, der mit den geringsten Erziehungskosten verbunden ist.

Die kleine Raupe Nimmersatt als Beißring…

Und so hat sich das, was einst Kindererziehung und Aufgabe von Eltern war, bei manchen, die in Gendersternchen bewandert und auch ansonsten mit Denkproblemen aller Art geschlagen sind, zu der Überzeugung entwickelt, es sei ein Recht, ein Anspruch, den man an andere stellen könne. Erziehung sei nicht die Aufgabe von Eltern, die Leistung der Erziehung, die Übernahme großer Teile der dabei anfallenden Kosten, das sei ein Anspruch, ein Recht, auf das Eltern pochen können.

Wir schreiben die ganze Zeit von Eltern, weil die Aktion, von der wir berichten “CoronaElternrechnenab” getauft wurde. Aber es sind keine Eltern. Es sind Mütter, vermutlich alleinerziehende Mütter, die die unentgeltliche Betreuungsleistung Dritter besonders gerne und besonders selbstverständlich in Anspruch nehmen. Es sind Gendersternchen-Mütter, deren ideologische Einfärbung in Grün damit klar ist, so wie ihre geistige Kapazität und menschliche Kompetenz dadurch offengelegt wird. Es sind, wie man früher gesagt hat, Leute vom Stamme Nimm, denen Geben und Verpflichtung und Verantwortung Fremdworte sind.



Aber lesen Sie selbst, was derzeit unter “MamaNotes” durchs Internet geht, was man nicht anders bezeichnen kann als das Ergebnis von Jahrzehnten des Staatsfeminismus, des Herumhebens von Weibchen, die weder die Kompetenz noch den Willen haben, auf eigenen Füßen zu stehen und deren einzige Reaktionsform auf Probleme, vor die sie gestellt sind, der Ruf nach Geld und Staat in genau der Reihenfolge ist, das Geschreibsel einer verzogenen Gör:

“Was der Skandal ist: Eltern leisten seit rund 9 Wochen unglaubliches: Erwerbsarbeit im Homeoffice und Beschulung von teilweise mehreren Kindern. Und zwar alles gleichzeitig. Jeden Tag zusätzlich zur eigentlich Kernarbeitszeit Mittagessen kochen, gestiegenes Haushaltsaufkommen abarbeiten und spätabends und nachts den Rest der eigenen Erwerbsarbeit leisten.

[…]

In der Coronakrise mussten Eltern von heute auf morgen einspringen und die Betreuungs- und Beschulungsleistung von Kitas und Schulen auf unbestimmte Zeit übernehmen. Gleichzeitig müssen sie aber auch weiterhin der Erwerbsarbeit nachkommen. Regelungen oder Ansagen der Kanzlerin an die Arbeitgeber*innen bezüglich Eltern und deren Verantwortung gab es nicht.

[…]

Wir (Karin HartmannRona Duwe von Phönix Frauen und ich) werden daher von heute an dem Staat bzw. unserem Bundesland die zusätzlich erbrachte Betreuung und Beschulung unserer Kinder monatlich in Rechnung stellen.

Das Rechnungsstellen ist unsere Form von Protest, die wir in Zeiten von Corona von unserem Küchentisch aus führen können. Wir machen unseren Protest deutlich in den Blogs und auf Social Media.

Wenn ich als Steuerzahlerin finanzstarken Industriezweigen aus der Krise helfen soll, steht auch mir für meine Krisenleistungen staatliche Unterstützung zu.

Quelle

Ich lehne jedes Rollenverständnis ab, das Geschlechtern Tätigkeiten zuweist. Ich lehne auch eine Krisenbewältigung ab, die nach dem so genannten „starken Mann“ giert und keine Expertin mehr anhört. Ich lehne aber vorallem politische Entscheidungen ab, die auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden und dabei (siehe unüberlegte Schulöffnungen) auf dem Rücken unserer gesundheitlichen Absicherung.

Carearbeit ist immer, nicht nur in Krisenzeiten, ein wesentlicher Teil, der mit zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt.

Care Arbeit trägt natürlich nicht zum Inlandsprodukt bei. Care Arbeit ist konsumptive Arbeit, die von Dritten finanziert werden muss. Sie schafft keinen Mehrwert, sie verbraucht Mehrwert, der von anderen geschaffen wird, z.B. von denen, die auch in Zeiten von Corona den Müll beseitigen, die Regale im Supermarkt aufstocken, die dann abends nach Hause gehen, um dort die eigenen Kinder zu betreuen, die wie von Zauberhand erzogen, ganz ohne die arbeitenden Eltern in der Lage sind, sich zu beschäftigen.

Wenn Staatsfeminismus, Erziehungsversagen und eine unbändige Anspruchshaltung zusammenkommen, dann ergibt dies menschliches Elend, dessen einziges Streben darauf gerichtet ist, sich finanziell einen Vorteil gegenüber anderen zu verschaffen.




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