Gemeinsame Erkärung 2018: Wenn Professoren zum Boykott aufrufen

Als die Sozialisten die Universitäten in Beschlag genommen haben. Da hat er geschwiegen und dem Treiben zugesehen, das Lehre und Forschung immer schwieriger gemacht hat.

Als die Studentenvertretungen, die zum Hort kommunistischer Kader geworden sind, angefangen haben, Lehrende, die gegen, das, was sie für richtig und wahr halten, die gegen den Glauben der kommunistischen Kader verstoßen haben, anzugreifen, zu diskreditieren und ihre Lehrveranstaltungen erst zu stören und dann zu verunmöglichen, da hat er geschwiegen (so sehr, das nicht einmal wir etwas finden können).

Als die Einschüchterung anderer bis in deren Privatleben getrieben wurde, als Blogwarte das, was andere auf Facebook schreiben, genutzt haben, um diese anderen anzuschwärzen, als die Denunziation gerade an Universitäten ungeahnte Höhen erreicht hat, da hat er geschwiegen.

Als Ministerien damit begonnen haben, Universitäten nach ihren Vorstellungen zu gestalten und die Wissenschaft zum Legitimationsbeschaffer für ihre nicht selten politischen Wahnvorstellungen zu machen, da hat er geschwiegen.

Als immer mehr seiner Kollegen zu Fahnenträgern von Ideologie wurden, da hat er geschwiegen.

Als mit dem Genderismus eine wissenschaftsfeindliche Ideologie an Universitäten implementiert wurde, da hat er geschwiegen und dabei zugesehen, wie noch der letzte Ansatz von Wissenschaftlichkeit vor die Hunde gegangen ist.

Und jetzt, jetzt sitzt er im Trümmerhaufen dessen, was einst höhere Bildung war, und jetzt stört ihn etwas. Nein, zwei Dinge stören ihn. Eine Gemeinsame Erklärung, die magere 33 Worte umfasst, sie stört ihn und ein Verleger, der Verleger Wilhelm Hopf vom LIT-Verlag, der stört ihn auch.

Die Gemeinsame Erklärung 2018, die stört ihn eben und bei Hopf stört ihn, dass er die gemeinsame Erklärung unterschrieben und dann seine Unterschrift zurückgezogen hat, des Geldes wegen, wie Feltes meint. Nicht dass unser Professor, der Kriminologie Thomas Feltes, seinen Beruf wegen des Geldes ausüben würde. NEIN. Das Geld, das er als Beamter monatlich von Steuerzahlern einstreicht, das nimmt er in Kauf, um seiner Berufung nachzugehen. So ist er, der Professor Feltes – immer am Wohl seiner Studenten interessiert, nie am Wohl seines Bankkontos. Er ist eben ein reiner Geist. Selbst wenn er, weil ihn sein Uni-Job nicht ausfüllt, nebenher noch bei Prozessen, wie dem Loveparade-Prozess aktiv ist, hat er nie sein Bankkonto und immer das Wohl seiner Klienten im Blick. So ein Guter ist er, der Thomas Feltes.

Backup falls Feltes seinen Tweet löscht.

Weil er so ein Guter ist, mit anstehender Beamtenpension und obgleich er nie in die Situation gekommen ist, auf einem freien Markt etwas anbieten und von der Nachfrage danach leben zu müssen, verurteilt er den Verleger Wilhelm Hopf. Denn Hopf hat die Gemeinsame Erklärung unterschrieben. Fehler gibt es in der Welt von Feltes offensichtlich nicht. Dort gibt es nur Verurteilung und die Moral von Feltes, die er für die überlegene Moral halten muss, sonst würde er sich nicht über Handlungsentscheidungen anderer ereifern. Sonst würde er nicht einen Mann verurteilen und öffentlich diskreditieren, der sein Recht auf eine private freie Meinung nutzt, was das Recht umfasst, in seiner privaten Meinung von der privaten Meinung abzuweichen, die Thomas Feltes hat, was Feltes wundern mag, aber nichts daran ändert. Sonst würde er sich überhaupt nicht bemüßigt sehen, sich in anderer Menschen Angelegenheiten einzumischen und sich nicht zum Richter über deren private Meinung aufspielen, sonst hätte er Demut ob der eigenen Unzulänglichkeiten.

Aber plötzlich, nach all den Verheerungen, die Bologna Prozess, Bildung für Alle Unsinn, Genderismus, Sozialismus, kommunistische Studentenkader, Astaner, die noch nach ihrer Intelligenz suchen, und Ministerien, die in Universitäten die Erfüllungsgehilfen ihren wirren ideologischen Ideen sehen, angerichtet haben, plötzlich regt sich Widerstand bei Thomas Feltes. Plötzlich agiert und interveniert er, wird er zum Rächer, der nicht vergessen will, dass ein anderer eine aus Feltes Sicht verwerfliche Unterschrift geleistet hat.

DoktorandInnen so schreibt er in angepasstestem Genderdeutsch, DoktorandInnen sollten nicht mehr beim LIT-Verlag veröffentlichen. Man dürfe dem Mann, der nicht aus Überzeugung und innerer Einkehr, sondern wegen schnöden Mammons seinem falschen Glauben abgeschworen hat, nicht vergeben, müsse ihn vielmehr strafen, ihn boykottieren. In der Welt von Thomas Feltes zählt nur die unbedingte Hingabe zur herrschenden Ideologie, unter Zurücklassung aller Moral, allen Anstands, aller beamtenrechtlichen Verpflichtungen, aller Menschlichkeit.

Thomas Feltes ist ein Guter. Das hat er mit seinem Tweet gezeigt, der natürlich kein virtue signalling, sondern die wahre Überzeugung eines modernen Inquisitoren zum Ausdruck bringt, oder?

Wir leben im Jahr 2018 und weil Personen wie Thomas Feltes nur Reinheit in Glauben und Geiste kenntlich gemacht durch ein tugendhaftes und zweifelsfreies Leben dulden wollen, deshalb sollten wir einfachen Sünder, ihm, den man als neuen Inquisitor einer alten Idee ansehen könnte, seinen Willen lassen und seine reine Welt nicht mit unserer Anwesenheit belasten. Also: all ihr Unreinen im Geiste, die ihr Geld als Austausch für Leistung akzeptiert schon um damit Feltes unterhalten zu können, die ihr Meinungen vertretet, die nicht Feltes‘ sind, die ihr nicht pur seid und von Luft und Liebe zum Nächsten lebt (Rechte, Rechtsextreme, Rechtspopulisten, die 130.000 Unterzeichner und vor allem Wilhelm Hopf ausgenommen, unter anderem), lasst uns seine Bücher, die wir besitzen, in die Mülltonne werfen. Wir sind seiner nicht wert. Lasst und vom Kauf von Büchern, Zeitschriften und Magazinen, die der Name Thomas Feltes in ihrer Bedeutung ins unermessliche verklärt, Abstand nehmen. Lasst uns einen Bogen um Wirkungsstätten machen, an denen der Reine seine Lehre offenbart. Und vor allem, lasst uns einen Brief, fies und unrein wie wir sind, an seinen Dienstherren schreiben, denn, wie Dr. Dr. Marcus Ermler gerade ausgeführt hat: Für Beamte gilt ein Beamtenrecht. Beamte haben sich politischer Agitation dann zu enthalten, wenn sie sich als Inhaber ihrer Beamtenposition gerieren. Und Thomas Feltes legt sehr viel Wert darauf, kund zu tun, dass er als Hochschullehrer eine Anstellung beim Staat gefunden hat und sich deshalb Professor nennen darf.

Geschichte wiederholt sich nicht, so wird oft behauptet. Letztlich ist es aber eine Frage, der Logik, der Kenntnisse der Logik, ob man in der Aufforderung nicht bei Juden zu kaufen, weil diese zum damaligen Zeitpunkt als Volksschädlinge diffamiert wurden, dieselbe formale Struktur sieht, die auch in der Aufforderung, nicht bei LIT zu publizieren, gegeben ist, weil dessen Verleger ein Meinungsabweicher ist.

Aber mit Logik haben es Juristen bekanntlich nicht so, wie Egon Schneider und Friedrich Schnapp Auflage um Auflage aufs Neue feststellen.

Feltes hat seinen Tweet nunmehr gelöscht. Der Tweet ist hier archiviert.


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„Gumbelkrawalle“ – Studierende sind wieder auf dem Kreuzzug für das Wahre und Richtige

Jugendlichen gesteht man in der Regel das Recht zu, sich in Ideen und Ideologien zu verrennen und im Verlauf eines Prozesses, in dem sie Maturität, Denkfähigkeit und Rationalität erwerben, wieder auf dem Boden der Normalität anzukommen. Eine Voraussetzung für dieses Zugeständnis besteht darin, dass Jugendliche keine Externalitäten für den Rest der Gesellschaft produzieren, dass ihre ideologischen Narreteien die Gesellschaft nicht schädigen.

Die ideologischen Narreteien, die derzeit aus Frankfurt oder aus Heidelberg zu berichten sind, die Narreteien, die sich in eine Reihe stellen mit dem aus Berlin und Kassel Bekannten, sie schädigen die Gesellschaft. Sie schädigen die Wissenschaft, und sie können somit nicht mehr geduldet werden. Eigentlich.

In Frankfurt laufen organisierte Studenten gegen eine Tagung Sturm, bei der es um häusliche Gewalt gehen soll, und in Heidelberg ist es organisierten Studenten gelungen, den Fehlschluss ad auctoritatem zur Handlungsgrundlage bei der Durchführung universitärer Veranstaltungen zu machen. Wir zitieren aus einem Post von Dr. Malte Kaufmann.

Im Juni findet die Konferenz “BASIQ 2018” statt, organisiert von der Uni Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Bukarest- die Uni, an der ich 2010-2015 meine Promotion durchgeführt habe. Meine damalige Doktormutter ist die Programmverantwortliche und lud mich als Key Note Speaker ein. Ich sollte einen Vortrag zum Thema meiner Dissertation halten: Soziale Verantwortung von Unternehmen. Nach schriftlicher Bestätigung trug ich den Termin in meinen öffentlichen Terminkalender auf meiner Webseite ein. Kurz darauf startete die linksradikale Seite “AfD Watch Heidelberg” eine Hetzkampagne. Im gewohnten linksradikalen Duktus wurde gefordert, die Universität dürfe nicht einen “astreinen völkisch-nationalistischen Redner” zu Wort kommen lassen.

Mit Erfolg: Das “Institut für Politische Wissenschaft” intervenierte, setzte die Programmverantwortliche von der Wirtschaftsuniversität Bukarest unter Druck und ich wurde wieder ausgeladen, ja darf nicht einmal an der Konferenz teilnehmen.

Ausgeladen aus politischen Gründen!”

Was wir immer wieder erstaunlich finden, ist die Tatsache, dass Studenten und Dozenten, die sich auf der richtigen Seite wähnen, ihrer selbst so unsicher sind, dass sie eine Auseinandersetzung, eine verbale Auseinandersetzung, ein Streitgespräch mit denen, die sie auf der von sich aus falschen Seite verorten, meiden wie der Teufel das Weihwasser. Es ist zwar schwierig vorstellbar, dass ein Vortrag, in dem es um die „Soziale Verantwortung von Unternehmen“ geht, also um das Modethema der Corporate Social Responsibility zu einer politischen Kundgebung umgestaltet wird, aber für den Fall dass, was hindert die nach eigener Ansicht kritischen Studenten vor Ort zu sein und sich argumentativ zu streiten, was, wenn nicht ihre eigene Unfähigkeit, Argumente zu machen, eine Unfähigkeit, die sich in der Bereitschaft niederschlägt, ein Fehlargument gegen die Person zu machen.

Universitäten sollen Orte sein, an denen ohne Ansehen der Person nur die Qualität von Argumenten zählt. Dass Universitäten neuerdings wieder von Studenten zu Orten gemacht werden sollen, an denen nicht die Qualität von Argumenten, das Wissen und die Kompetenzen von Bedeutung sind, sondern ein politischer Lackmustest darüber entscheiden soll, ob ein Rederecht oder eine Betätigung an einer Universität positiv sanktioniert wird, steht in einer schlimmen Tradition und ist mit dafür verantwortlich, dass deutsche Universitäten immer mehr zu Schwatzbuden, an denen sich Spinner über ihr Geschlecht streiten, und zu Orten der politischen Agitation, an denen politische Krieger gegen den politischen Feind zu Felde ziehen, werden.

Damit steht gerade die Heidelberger Universität und ihre Studentenschaft in einer unheiligen Tradition.

Emil Julius Gumbel.

Wer kennt Emil Julius Gumbel?

Emil Julius Gumbel war ein Mathematiker.

Im Jahre 1923 wurde er in Heidelberg habilitiert und fand dort als Privatdozent für mathematische Statistik eine Anstellung.
1930 wurde er vom damaligen Badischen Kultusminister Willy Hellpach, einem Liberalen, zum Professor ernannt.
Die Folge waren die Gumbelkrawalle, in deren Verlauf Mitglieder des AStA der Universität Heidelberg sich Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten und die Universität besetzten.

Um die Abbildung an heutige Verhältnisse anzupassen, reicht es, die Liste der Unterzeichner aus dem Grüne-Linken Milieu zusammen zu sammeln.

Gumbel war neben seiner Tätigkeit als Mathematik-Dozent auch ein flammender Pazifist, der mit seiner Meinung nicht zurückhaltend war. So hat er 1924 während eines Vortrags bei der Deutschen Friedensgesellschaft vom „Feld der Unehre“ gesprochen, und brachte damit den nationalen Teil Deutschlands gegen sich auf. Da er seine Meinung zudem in zwei Büchern mit dem Titel „Verschwörer“ (1924) und „Verräter verfallen der Feme“ (1929) kund getan hatte und sich anschließend in Prozessen wegen Landesverrat verteidigen musste (Prozesse, die ohne Konsequenz blieben), machten die Studentenvertreter Heidelbergs im AStA gegen Gumbel Stimmung und forderten seine Entfernung von der Universität Heidelberg. Die „Hetzkampagne der Studenten“ nahm dabei solche Ausmaße an, dass der Badische Kultusminister Remmele dem AStA die staatliche Anerkennung entzog (Wolgast 2006: 58). Der Entzug der Anerkennung wurde von Remmeles Vorgänger im Amt, Willy Hellpach wie folgt kommentiert:

” Wer sein Spielzeug kaputt macht, kriegt zunächst kein neues. Das sollte doch wohl selbstverständlich sein. Laßt doch ’Studentenschaften‘ sich auftun, wieviel ihrer Lust haben! Die Universität braucht sie nicht. Es ist jahrhundertelang ohne Selbstverwaltung der Studenten gegangen. Jedes krampfhafte Bemühen der Universitätsbehörde, rasch eine neue Selbstverwaltung aufzubauen, kann diese neue nur ähnlichen Schicksalen entgegenführen, wie die alte sie erfahren hat. Man nehme doch endlich die jungen Leute nicht gar so tragisch! Man dränge ihnen nicht auf, was sie gar nicht haben wollen und womit sie nichts anzufangen wissen . . . Gelassenheit! Gelassenheit! Und nur wo sie ihre Schranken überschreiten, dort unbeugsame Abweisung. Aber nicht ein Ernst, über den sie selber lachen (und das mit Recht!)“

Während sich politische Vertreter noch 1931 gegen den vom Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund unterwanderten AStA der Universität Heidelberg gestellt haben, um den Zweck von Wissenschaft und die Wissenschaftlichkeit vor dem Ansturm der ideologischen Horden zu bewahren, ist es heute gerade andersherum, Politiker beeilen sich, auf den ideologischen Karren, den die ideologischen Horden in den Studentenvertretungen ihnen bereitstellen, aufzuspringen und mitzujohlen.

Dass Studentenvertretungen, die gegen die Freiheit von Lehre, Meinung und Argument vorgehen, weil ihnen die politische Einstellung mancher Menschen nicht passt, damit die Wissenschaft unmöglich machen und beerdigen, denn ohne Liberalismus ist Wissenschaft nicht möglich, das stört heutige Politiker, Kultusminister oder Stadtverordnete wenig. Ihr Rückgrat hält keinen Vergleich mit liberalen Politikern aus, die noch 1931 eindeutig gegen die ideologischen Horden Stellung bezogen haben, wohlwissend, dass sie damit eine Gefahr an Leib und Leben eingehen.

Die Zeiten ändern sich bekanntlich, nur eine Konstante scheint unveränderlich: Politische Horden, die in ihrer Dummheit das beseitigen wollen, was Wissenschaft erst ermöglicht, hat es zu allen Zeiten gegeben. Neu ist, dass sie sich außerhalb totalitärer Systeme, sofern man Deutschland als nicht totalitäres System ansieht, der politischen Schützenhilfe sicher sein können.


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Schwarzer Nationalsozialismus

An deutschen Hochschulen treiben sich derzeit Viertelgebildete herum, die der Ansicht sind, Rassismus sei etwas, was nur vorkomme, wenn Weiße Täter seien. Im Einklang mit diesem Unsinn können Schwarze oder Andersfarbige dann zwangsläufig nur Opfer sein. Einerseits belegt dieser Unsinn, dass man heute an Hochschulen sein kann, obwohl man nicht konzeptionell denken kann, andererseits zeigt dieser Unsinn, wie rassistisch diese Viertelgebildeten doch sind, verweigern sie Schwarzen oder Andersfarbigen doch, was sie Weißen so bereitwillig zugestehen, die Fähigkeit, die eigenen Vorteile auch durch Rassismus zu verfolgen.

Rassismus in der Weise, wie der Begriff derzeit zumeist verwendet wird, ist eine kollektive Irrlehre, die in ihrer Vermengung mit Nationalismus davon ausgeht, dass alle Einwohner eines bestimmten Landes eine gemeinsame „x-heit“ teilen, eine Indischheit oder eine Englischheit. In der kruden Form von Rassismus wird angenommen, dass bestimmte Menschen aufgrund eines einzigen Merkmals nicht nur zu Gruppen zusammengefasst werden können, in Schwarze oder Weiße, sondern dass ihnen auch ein gemeinsames, die Gruppen auszeichnendes und voneinander trennendes Merkmal, eine Eigenschaft zugeschrieben werden kann, wie es die Viertelgebildeten, von denen oben die Rede war tun, wenn sie Schwarze zu Engeln und Weiße zu Teufeln erklären.

Dass Schwarze genau dasselbe Potential zu Boshaftigkeit und ideologischer Verbohrtheit haben, wie Weiße, dass Schwarze genau so zu Rassismus fähig sind wie Weiße und dass Rassismus, der von Schwarzen ausgeübt wird, dieselbe hohe Wahrscheinlichkeit hat, mit anderen kollektiven Ideologien, dem Sozialismus oder dem National-Sozialismus, zu verschmelzen, das kann man derzeit in Südafrika sehen.

Dort hat das Parlament gerade mit 241 zu 83 Stimmen entschieden, dass weiße Farmer ohne Entschädigung enteignet werden können. Die Rhetorik, mit der dies geschehen ist, ist eindeutig. Julius Malema, der Führer der Economic Freedom Fighters, einem marxistisch-leninistischen Verband Ewiggestriger sagt: „We must ensure that we restore the dignity of our people without compensating the criminals who stole our land.“ Das ist Hitler oder Goebbels würdig, denn die mystische Gruppenbildung, hier “our people” die bestohlenen Schwarzen und dort die diebischen Weißen, das entspricht der Unterscheidung zwischen dem germanischen deutschen Volk und den jüdischen Volksschädlingen, wie sie Hitler in seinem K(r)ampf niedergeschrieben hat. Auch die etwas moderatere Variante von Cyril Ramaphosa, dem derzeitigen Präsidenten Südafrikas, fährt im selben Fahrwasser:

„We are going to address this and make sure we come up with resolutions that resvolve this once and for all. This original sin that was committed when our country was colonised must be resolved in a way that will take South Africa forward”.

Eine “Erb”sünde ist ein beliebtes Motiv in den Glaubenskongregationen der Sozialisten und Rassisten.

Unter denen, die Verstand zur Anwendung bringen, wird – wie gewöhnlich – sehr schnell deutlich, dass die Enteignung der Weißen, die mehr als 200 Jahre nach der Kolonisation von Südafrika durch die Niederlande und die Briten, zwar ein Mittel ist, um an Neid zu appellieren, Naive und Dumme auf seine Seite zu bringen, um Viertelintellektuelle in affektive Verzückung zu versetzen, aber kein rationales Mittel, das Probleme löst.

Wie so oft, wenn Sozialismus, Kommunismus und Rassismus ihre innige Einheit eingehen, sind es moralische und ökonomische Probleme, die letztlich den wirren Ideen in der Realität früher oder später den Garaus machen.

Kommunismus, Sozialismus, Rassismus sind kollektive Ideologien. Ihnen gilt die Gruppe alles, der Einzelne nichts. Deshalb gehen sie nicht sprichwörtlich, sondern tatsächlich über Leichen: Mehr als 100 Millionen im Fall des Kommunismus alleine, die meisten davon Opfer gescheiterter Kolchosivierung oder anderer Formen der Enteignung von Bauern.

Der Irrsinn dieser kollektiven Ideologien und ihr Hang zur religiösen Eiferei zu werden, wird sehr deutlich, wenn auf die „Erbsünde“ rekuriert wird oder weiße Farmer, die jetzt leben, zu Dieben erklärt werden. Die, die jetzt leben, sind offensichtlich nicht diejenigen, die vor 200 Jahren das Land in Südafrika besetzt und urbar gemacht haben. Sie sind diejenigen, die heute das Land bearbeiten, die ihren Lebensunterhalt als Farmer auf diesem Land verdienen und in ihrer Eigenschaft als Farmer Arbeitgeber sind. Die Lust, derzeit lebende Menschen zu schädigen, um vermeintliches Unrecht wiedergutzumachen, das vor Jahrhunderten oder Jahrzehnten begangen wurde, ist ein Merkmal, das die Rassisten auszeichnet, von Feministen bis zu Kommunisten oder Nationalsozialisten.

Aber sie alle sind Kollektivisten, und deshalb haben sie kein Problem, konkrete Menschen für die große Idee, die sie zu haben glauben oder zu haben vorgeben, leiden und sterben zu lassen.

Die ökonomischen Probleme, die mit einer entschädigungslosen Zwangsenteignung einhergehen, kann man am Beispiel von Zimbabwe nachvollziehen. Johann Kirsten und Wandile Sihlobo haben dazu einen sehr guten Beitrag in „Quartz“ geschrieben, einen, in dem sie zeigen, wie Zimbabwe nach der Enteignung der weißen Farmer ökonomisch den Berg hinunter gefahren ist. 20 Milliarden Euro Schaden, so schätzen die beiden Agrarwissenschaftler aus Südafrika, seien durch die dortige entschädigungslose Zwangsenteignung der weißen Farmer verursacht worden.

Warum dem so ist, kann an zwei Punkten verdeutlicht werden:

  1. Kirsten und Sihlobo verweisen darauf, dass der Landwert nur rund 10% des Wertes von Farmen u.a. in Südafrika ausmacht. Die restlichen 90%, die nicht vom verabschiedeten Enteignungsgesetz erfasst sind, setzen sich aus Investitionen, Maschinen, Infrastruktur usw. zusammen. Entweder, die entschädigungslose Enteignung des Landes geht mit einer Kompensation für die 90%-Restwert, die zum Betrieb einer Farm notwendig sind, einher oder die Regierung von Südafrika muss den Neubauern, die die Farmen der „diebischen Weißen“ übernehmen, die Finanzierung der Maschinen, also die 90%-Restwert stellen. Kosten in Höhe von 10 Milliarden Euro sind damit verbunden. Hinzu kommen die Hypotheken auf den Farmen. 13.6 Milliarden Euro, so die beiden Forscher, kämen auf diese Weise zusammen. Entweder die Regierung enteignet die Banken gleich mit oder die Regierung kompensiert die Banken. Die Rechnung wird immer höher.

 

2) Und dann sind wir noch nicht beim Humankapital, das Kirsten und Sihlobo in ihrem Beitrag nur am Rande berühren. Auch wenn es den Aposteln der Gleichwertigkeit von Menschen nicht in den Kopf gehen will: Menschen sind in konkreten Sachzusammenhängen nicht gleichwertig. Man nehme einen Absolventen der Gender Studies an der Humboldt-Universität in Berlin (einen schwarzen Absolventen) und mache ihn zum Farmer in Südafrika. Wie lange wird es wohl dauern, bis er die Farm, weil er von Landwirtschaft wie von den meisten anderen Dingen keine Ahnung hat, ruiniert hat?

Farmer haben Humankapital, oft über Jahrzehnte erworben, das sie von Nicht-Farmern auszeichnet. Was passiert, wenn man Personen, die nicht qualifiziert sind, auf Positionen setzt, für die sie nicht qualifiziert sind, kann man in westlichen Gesellschaften am Beispiel der Frauenbevorteilungsprogramme sehen. Oder man kann nach Zimbabwe schauen. Ein Land, das einst für seine Landwirtschaft berühmt war und dessen Wachstumsrate mittlerweile negativ ist (2017). Die Enteignung von weißen Farmern hat in Zimbabwe zu Einnahmeverlusten aus landwirtschaftlichen Exporten geführt, Arbeitsplätze gingen verloren, Farmen wurden stillgelegt, weil kein qualifiziertes Personal gefunden werden konnte. Die gesamte Gesellschaft hat den Preis für die ideologische Idiotie, weiße Farmer entschädigungslos zu enteignen, gezahlt (Zimbabwe) bzw. zu zahlen (Südafrika). Aber Hass und Neid versetzen bekannlich Berge.

Südafrika ist das neueste Beispiel dafür, dass Sozialismus und Kommunismus mit Rassismus einhergehen, dass sie schnell zum Nationalsozialismus werden, der über die Leichen der anderen geht, und es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Sozialismen, die Marx und Lenin zu verantworten haben, Menschen zu lernunfähigen Zombies, die einzig von ihrem Neid und anderen niederen Instinkten angetrieben werden, retardieren lässt, die nicht einmal aus der Geschichte lernen, die sich direkt vor ihren Augen im Nachbarland abgespielt hat. Es scheint, niedere Instinkte sind eine größere Triebkraft für menschliches Handeln als rationales Kalkül. Auch deshalb ist es so schlimm, dass sich sozialistische Viertelgebildete wieder an deutschen Hochschulen einnisten konnten.

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Mitarbeiter ausspähen: Gewerkschaften heucheln besser

„Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser”

Heinrich Heine ist nicht der erste, der sich über Heuchelei geärgert hat. Die Geschichte der Menschheit ist voll derer, die Heuchelei nicht mehr ertragen wollten. Die Verachtung für Heuchelei, sie findet sich durch die Jahrtausende der Geschichte der Menschheit. Das Verb „predigen“ bei Heinrich Heine, ist kein Zufall. Heuchler, die in Saus und Braus leben, während sie anderen den Verzicht predigen, waren früher Luthers “Pfaffensäcke”, deren Prunk zum Elend, das ihn umgab, in einen erheblichen Missverhältnis stand. Heute finden sich die Heuchler unter anderem in Privatflugzeugen und auf der Reise um die Welt, um den Bevölkerungen diverser Staate den nachhaltigen Verzicht zu Gunsten der Umwelt zu predigen. Oder sie finden sich in Regierungen, die ihre Bevölkerung darüber trösten, dass es keine 100%-Sicherheit gibt. Sie tun das in der Regel umringt von von Steuerzahlern finanzierten Bodyguards oder im Hochsicherheitstrack eines Ministerium.

Heuchelei ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte. An Heuchelei kann man die erkennen, die von der Arbeit anderer Leben, die schmarotzen, wie man vor Einführung der politischen Korrektheit gesagt hat (seitdem heißt das “Teilhabe”).

Nehmen wir zum Beispiel die Funktionäre, die bei der Hans-Böckler-Stiftung, dem „Mitbestimmungs-, Studiums- und Forschungsförderungswerk des DGB“, wie es in der Selbstbeschreibung heißt, ein Auskommen gefunden haben. Sie nehmen das „Wissenschaftsjahr“ zum Anlass um vor dem gläsernen Arbeiter und vor allem vor den wissbegierigen Unternehmern zu warnen, die nicht mehr lieben als Daten über ihre Mitarbeiter zu sammeln, die Mitarbeiter zu durchleuchten und einzelne Mitarbeiter bloßzustellen. Auf diese interessante Wortfolge, die im Gehirn eines Gewerkschaftsfunktionärs gewachsen ist, muss man erst einmal kommen.

Wer sich nun fragt, wie Gewerkschaftsfunktionäre auf diese Idee kommen, dem können wir helfen. Ver.di ist eine der Gewerkschaften, die sich unter dem Dach des DGB zusammengeschlossen haben und die Böckler-Stiftung ist bekanntlich das „Mitbestimmungs-, Studiums- und Forschungsförderungswerk des DGB“. Ver.di hat eine gewisse Erfahrung und Routine im Daten sammeln, ausschnüffeln und bloßstellen von Mitarbeitern, wie Stammleser von ScienceFiles wissen, hat doch die Gewerkschaft eine Methode, die der Stasi-Methode der Zersetzung nicht unähnlich ist, angewendet, um unter den Mitarbeitern von Unternehmen AfD-Wähler, -Sympathisanten und Mitglieder aufzuspüren.

 

verdi ideologische niedertracht 1.jpg

verdi ideologische niedertracht 2

So empfiehlt Ver.di in der „Handreichung für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung“ zunächst, den ideologischen Feind anhand der folgenden Verfehlungen zu identifizieren:

• Provokationen gegenüber Linken;
• Lektüre von Junger Freiheit, Pi-News;
• Hören von Rechtsrock,
• Tragen einschlägiger Kleidung;

Wenn das nicht reicht, um den AfDler zu identifizieren, dann – so die weitere Empfehlung – könne man ihm in sozialen Netzwerken nachstellen, überwachen, was er liked und liest und ihn so enttarnen. Ist der AfD-Feind in der Arbeitnehmermitte erst einmal enttarnt, dann empfiehlt Ver.di die folgende Behandlung:

• Gezielte Beobachtung;
• Den AfD-Feind „ins Gespräch ziehen“;
• Ihn in Gremien anschwärzen;
• Ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen absprechen;
• Den AfD-Feind im Unternehmen „isolieren“;
• Ihn im Unternehmen und in der Öffentlichkeit outen, also bloßstellen;
• Den Arbeitgeber unter Druck setzen, so dass der AfDler entlassen wird, denn: „viele Arbeitgeber wollen keine betrieblichen Konflikte“
Usw…

Wem das noch nicht reicht, der kann sich auf der Seite der Böckler-Stiftung vielfältige Informationen dazu holen, wie Mitarbeiter zur Gesinnungsschnüffelei aufgefordert werden, wie unter Schlagzeilen wie „Wer hetzt, der fliegt“ gefeiert wird, dass zwei Mitarbeiter eines Leihunternehmens entlassen wurden, weil sie in sozialen Netzwerken eine Seite mit einem Like beglückt haben, die den Gewerkschaftlern als falsche Seite gilt, oder sich von Samuel Salzborn, der bei politischen Vereinen erfolgreicher zu sein scheint als in universitärer Anstellung, darüber aufklären lassen, dass es im Sinne des Grundgesetzes sein soll, Meinungen, die man nicht hören will, zu verbieten.

Es sind schon ganz besondere Herzchen die Gewerkschaftsfunktionäre, die sich gerade über die Unternehmen ereifern, die so viele Daten sammeln, einzig um Mitarbeiter bloßzustellen.

Was ist eigentlich die Steigerung von Heuchelei?

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Prof. Richard J. Evans: Mord verjährt nicht. Anklage gegen KZ-Wächter nach mehr als 70 Jahren

Heute ist Holocaust-Memorial Day.

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit.

Letzte Woche war in der ARD-Tagesschau ein Beitrag zu lesen, in dem es um die Anklage gegen zwei heute 93 und 94jährige Männer geht, die als SS-Wachmänner ihren Dienst im Konzentrationslager Stutthof in Polen verrichtet haben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat eine entsprechende Anklage erhoben,

„Im November 2017 hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner wegen der Beihilfe zum hundertfachen Mord erhoben. Die beiden aus Wuppertal und dem Münsterland stammenden Rentner waren als junge Männer im Konzentrationslager Stutthof im Norden Polens eingesetzt.“

Wir haben vor diesem Hintergrund Prof. Richard J. Evans, den wohl renommiertesten Historiker in Sachen “Drittes Reich”, eine Reihe von Fragen gestellt.

Wir geben seine Antwort hier im Wortlaut wieder.

Wir haben Richard Evans gefragt, (1) ob es für einen SS-Mann möglich gewesen wäre, um eine Versetzung von seinem Posten als Wachmann im Konzentrationslager zu bitten, ohne mit erheblichen Konsequenzen rechnen zu müssen. (2) Wir haben zudem gefragt, ob man Wachmänner in einem KZ grundsätzlich wegen Beihilfe zum Mord anklagen kann und ob aus der entsprechenden Argumentation nicht zwangsläufig resultieren würde, dass man auch die Lokführer, die Züge voller Häftlinge nach Stutthof oder in andere Konzentrationslager gefahren haben, wegen Beihilfe zum Mord anklagen müsste. (3) Schließlich haben wir ihn um eine grundsätzliche Stellungnahme dazu gebeten, dass zwei 93 und 94 Jahre alte Männer nach nunmehr 71 Jahren wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden.

Thank you for putting these interesting questions to me. The locus classicus for discussion of these issues is the essay on “Command and Compliances” in “The Anatomy of the SS State”, published decades ago and originating in expert witness reports from the Frankfurt Auschwitz trials in 1964.

Concentration camp guards were not ordinary soldiers doing their compulsory military service. They were members of the SS, which means they were volunteers and had been through ideological training.

Nevertheless, if they asked to be transferred from camp duties they could do so. Indeed, since the camps were a bit of a backwater in the SS as a whole, they could have gained some prestige by asking to fight at the front in the Waffen-SS. That wasn’t the only option, of course, and it wasn’t a safe one either; death rates from combat in the SS were very high.

The SS men in the camps were all involved in the brutal and sometimes lethal maltreatment of prisoners, as a series of trials of Stutthof guards showed after the war (up to 1953). It was not of course an extermination camp with gas chambers but a regular concentration camp. However, over 60,000 inmates, half of them Jewish, died in Stutthof and its many subcamps, mainly from raging typhus epidemics which the staff made no attempt to control, from beatings, shootings, malnutrition and overwork (“extermination through labour”).

Train drivers who took prisoners to the camps are in a different category. So far as I am aware, they did not beat or maltreat the people they transported. At Stutthof the prisoners were routinely savagely beaten when they arrived. Almost all of them were Poles and Russians until 1944, when transports began arriving from Auschwitz, which was under threat of conquest by the advancing Red Army.

I don’t think there’s anything wrong with prosecuting people for crimes allegedly committed 70 years ago. A murder is a murder and the culprits should be brought to justice, however long it takes.

Hope this helps.
Kind regards

Richard J Evans

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