One Love hat den Fussball zu Tode geliebt – Wert-Kolonialismus gelungen, Sport tot.

Es ist immer derselbe Vorgang.
Eine invasive Spezies besetzt ein Gebiet, das zuvor einer anderen Spezies für einen spezifischen Zweck vorbehalten war.
Oft genug ist die Spezies, die sich einer Invasion gegenüber sieht, tolerant und arbeitet auf eine friedliche Koexistenz hin.
Immer ist eine solche friedliche Koexistenz nicht möglich, denn eine invasive Spezies ist eben das, eine invasive Spezies.
Sie will alles, nicht nur einen Teil.

Und so steht am Ende eines solchen Vorgangs immer dasselbe Ergebnis: Die Zerstörung eines Habitats, das bislang von einer spezifischen Spezies bewohnt wurde.

Fussball ist ein solches Habitat.
Und Fussball ist kaputt, Opfer woker Zerstörung, von One Love zu Tode geliebt.

Hier das Corpus delicti:

Fussball ist kaputt.

Nicht erst, seit Fussballspieler sich nicht nur an Vereine, sondern auch an vermeintlich gute Sachen verkaufen.
Auch nicht wegen Korruption.
Wo Funktionäre sind, da ist Korruption. Das ist nicht neu und auch nicht das Ende, eher eine Bedingung für Fortbestehen.

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Der Anfang vom Ende des Fussballs war seine Politisierung, als sich die Funktionäre der FIFA und der UEFA haben kaufen lassen. Nicht, dass sie nicht grundsätzlich käuflich wären, aber bislang war ihre Käuflichkeit auf sportliche Belange, wie z.B. den nächsten Austragungsort der Fussballweltmeisterschaft beschränkt. Auch das war bekannt und kam irgendwie mit dem Gegenstand. Wer in Fussball handelt, der handelt eben in Fussball, legitim und illegitim, je nach Ausmaß persönlicher Gier.

Nein, das Problem beginnt da, wo Funktionäre, nachdem Sepp Blatter das ihm Mögliche getan hat, um deren Korruption an die große Glocke zu hängen, dachten, sie müssten der negativen Presse mit einer Art moralischer Großoffensive begegnen, die sie mit dem politischen Zeitgeist und mit denen die Reihen schließen sieht, die sich gegen Fans, vermeintlich gewalttätige, vermeintlich rassistische, vermeintlich Hate speakende Fans verbünden, ein Bund der schwätzenden Mittelschicht gegen die Arbeiterschicht, deren Spiel, das sollte man nicht vergessen, Fussball bis zu seiner Übernahme durch eine korrupte Funktionärs-Oligarchie war.

Das ist es nicht mehr.
Fussball ist ein Großgeschäft und es ist zudem zum Aktionsfeld für die Guten geworden, die super-xxl-Guten, die so gut sind, dass sie alle anderen, die nicht so gut sind, wie sie selbst, missionieren wollen, zum neuen LSBTIQ und One Love Glauben bekehren wollen.

Die Sport-Funktionäre hätten wissen können, dass dann, wenn man sich mit moralischen Absolutisten, mit Fanatikern, die nicht geneigt sind, die Existenz anderer Vorstellungen als ihrer über menschliches Zusammenleben zuzulassen, einlässt, dass man dann nur verlieren kann. Es war vielmehr vorhersehbar, dass diejenigen, die den Sport für ihre moralischen Inszenierungen übernommen haben, dann, wenn der moralischen Inszenierung etwas im Wege steht, behaupten werden, der Fussball, den sie zur moralischen Inszenierung umfunktioniert haben, sei in Gefahr oder gar kaputt:

“Zuvor hatte Außenministerin Annalena Baerbock das Verbot der “One Love”-Kapitänsbinde scharf kritisiert. “Jedes Kind lernt in der F-Jugend, dass Fußball nur mit Fair Play und Vielfalt funktioniert”, erklärte die Grünen-Politikerin am Rande ihres Besuches in der französischen Hauptstadt Paris. “Wenn internationale Sportfunktionäre das wegzensieren – auf dem Rücken der Spieler – dann machen sie den Fußball kaputt”, warnte sie”.

One Love ist übrigens Diebstahl.
Vornehmlich die üblichen Aktivisten aus der gelangweilten weißen Mittelklasse haben den Begriff bei Bob Marley gestohlen, eine Form der kulturellen Apropriation.

Man kann, wann immer Gutmenschen etwas übernehmen, die Uhr danach stellen, dass sie zunächst in Konflikt mit ihrer Umgebung, denn in Konflikt untereinander geraten und am Ende das, was sie übernommen haben, einem kahlgefressenen Feld nach dem Abzug eines Heuschreckenschwarms gleicht. Wem das Bild nicht gefällt, der kann sich eine von Bomben und Artellerie geplättete Stadt vorstellen. Ist vielleicht eher im Einklang mit dem Zeitgeist.

Seit sich UEFA und FIFA mit Gutmenschen abgeben, seit sie versuchen, “den Sport” für politischen Aktivismus zu öffnen, gegen Rassismus, für LSBTIQ+, aber nicht für die Leute, die im Iran um ihr Leben und gegen ein mörderisches System kämpfen, seitdem ist der Sport am Ende, und es war nur eine Frage der Zeit, wann es einen offenen Konflikt um einen der angeblichen westlichen Werte geben wird, die zum Gesetz im Fussball erklärt worden sind, aber dessen ungeachtet eben genau das sind: westliche Werte, die von einer kleinen verschrobenen Clique anderen auf die Nase gedrückt werden sollen, ob sie das mögen oder nicht, die aus ihrer Partikularität gehoben und zur Universalie gemacht werden sollen.

Das sind sie aber nicht.
Sie gelten in weiten Teilen Afrikas nicht.
Sie gelten im gesamten arabischen Raum nicht.
Sie sind in Südamerika eher ein Problem.
In Asien kommen sie nicht vor.

Sie sind eben partikular, der Einbildung westlicher Gutmenschen entsprungen, die ihren Rassismus nunmehr zum Kulturkonflikt entwickelt haben, und sich gleich einer invasiven Spezies in andere Kulturräume setzen und dort durchsetzen wollen, woran sie glauben. So gesehen hat die Realität, diejenigen eingeholt, die die ganze Zeit gedacht haben, wenn sie die Farben des Regenbogens auf die Straße malen, dann verschwinden damit die Affenpocken und all die anderen Nachteile, die dieser Lebensstil mit sich bringt, dann verschwinden vor allem die Vorbehalte, die man im Westen nicht mehr aussprechen darf, die in nicht-westlichen Staaten aber nach wie vor vorhanden sind und die ausgesprochen werden, Anders formuliert: In Katar verteidigen Katari ihre Werte gegen die invasive Spezies westlicher Werte, die eine Alleingeltung für sich beansprucht. Kultureller Rassismus eben.

Damit ist nicht gesagt, wer Recht hat. In moralischen Fragen ist das ohnehin schwer zu entscheiden, weshalb es schon seit jeher die beste Methode war, die eigenen Werte weitgehend für sich zu behalten, einfach danach zu leben und sie nicht anderen auf die Nase drücken zu wollen. Wer mit dem Missionieren beginnt, der hat schon verloren, denn der Widerstand ist ihm gewiss, sofern er nicht mit dem Panzer missioniert oder mit der moralischen Keule, die jeden erschlägt, der sich nicht von dem, was als ausschließliche westliche Werte verkauft wird, missionieren lässt.

Damit sind wir zurück beim Fussball und bei seiner Misere, seiner vorhersehbaren Misere, denn wenn ein Weltverband des Fussballs, unter dessen Dach unterschiedliche Kulturen vereint sind, partikulare Werte von ein paar dieser Kulturen allen anderen aufzwängen will, dann führt dies zwangsläufig zu Konflikten und Widerstand und dazu, dass sich die Funktionäre, die dem moralischen Treiben einer enthemmten moralischen Exhibitionistenkultur nachgegeben haben, urplötzlich darauf besinnen, dass Fussball a-politisch sei und keine Insignien politischer Art erlaubt seien.

Zu spät.

Die Rassismus und Hate Speech Kampagnen, mit denen Fussballverbände versucht haben, den invasien kulturellen Mob ruhig zu stellen, sie haben das Tor geöffnet und das Ergebnis kann man jeden Tag nicht nur in deutschen Medien in zahlreichen Beiträgen nachlesen, deren Verfasser nicht eine Sekunde am Tag von dem Bewusstsein bemächtigt sind, dass die vermeinlichen westlichen Werte eben das sind, westliche Werte, keine arabischen Werte, keine chinesischen Werte, keine indischen Werte, nein, westliche Werte und das nicht generell. Nein, Sie treten mit dem Anspruch des kulturellen Kolonisators auf, in unverhohlenem kulturellem Rassismus wollen sie anderen vorschreiben, welche Lebensweisen für sie die richtigen sind. Und dabei lernen sie, dass das, was sie in westlichen Kulturen so anscheinend widerstandlos durchsetzen konnten, in anderen Ländern und Kulturen nicht gerne gesehen, ja für abartig, wie es ein Botschafter ausgedrückt haben soll, angesehen wird.

Deshalb lässt man die Probleme, die sich mit Werten verbinden, unangetastet.
Deshalb mutet man sich anderen nicht in seiner ganzen Person mit allem, was man denkt zu sein, zu.
Deshalb lässt man andere mit privaten Dingen in Ruhe und freut sich, ob der Interaktion, die man mit ganz anderen Menschen auf Basis geteilter Menschlichkeit, nicht auf Basis geteilter partikularer Substitute von Menschlichkeit zuwege bringen kann.

FIFA und UEFA lernen gerade auf die harte Tour, dass man die Zweckbestimmung des eigenen Ladens nicht einfach vom Verkauf von Fussball zum Verkauf moralischer Ablassbriefe umwidmen kann. Rewe und all die anderen Woken Unternehmen, die sich nun aufschwingen, um Toilettenpapier und Kartoffeln von besonderer Moral feilzubieten, in regenbogenbedruckten Jutseäcken, sie werden es früher oder später auch lernen.



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