Projekt “Verarmung der Bevölkerung”, aber keine Sorge: Nur die Preise steigen und steigen und steigen – Staatsfunk will Regierung Absolution erteilen

Gaspreise schießen derzeit in die Höhe.
Das war vorhersehbar und es ist eine direkte Folge einer verfehlten Energiepolitik, die Deutschland (und nicht nur Deutschland) in einer Weise von Erdgas abhängig gemacht hat, die angesichts der Milliarden, die für angeblich erneuerbare Energieträger aus dem Fenster geworfen wurden, erstaunlich ist. Ein Monat im erneuerbaren Energien Paradies, das Erzeuger reich und Konsumenten arm macht, sieht derzeit so aus:

Dargestellt ist der Zeitraum vom 20. September 2021 bis zum 20. Oktober 2021. Wie man sieht sind Solarenergie und Windkraft nicht einmal dann, wenn sie Strom am Rande der installierten Kapazität erzeugen, in der Lage, den Stromverbrauch auch nur annähernd zu decken. Was man zudem sieht, ist die Unzuverlässigkeit beider Formen der Energiegewinnung.

Es wird also Backup benötigt. Kraftwerke, die Strom liefern, um die Lücke zur Nachfrage zu füllen, Kraftwerke, die liefern können, wenn Windflaute herrscht und Wolken Solarzellen weitgehend unbrauchbar machen. Der beste Backup ist Gas, weil Gaskraftwerke schnell hochgefahren werden können. Die resultierende gestiegene Nachfrage nach Gas hat nun dazu geführt, dass die Erzeugerpreise in Deutschland im September um 14,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat angestiegen sind. Das war vorhersehbar, ist doch Energie, egal, ob in Form von Strom oder in Form von Brennstoffen die Grundlage jeder modernen Ökonomie. Wir haben das vor ein paar Tagen schon einmal durchgespielt.

Bei der Herstellung von Waren wird Energie verbraucht. Steigen die Energiepreise, steigen die Herstellungskosten und damit die Preise der Waren.
Zum Vertrieb von Waren ist Energie notwendig. Steigen z.B. Kraftstoffpreise steigen die Vertriebskosten. Steigen die Vertriebskosten, steigt der Preis von Waren. Der Wohlstand und die Lebensqualität moderner Gesellschaften basiert in weiten Teilen auf Energie: Vom Fernseher, über das Smartphone, das private Auto, die Urlaubsreise, von der Heizung bis zur Beleuchtung, alles basiert auf Energie. Steigen die Energiepreise, dann steigt der Anteil derjenigen, die sich Teile dieser Insignien westlichen Wohlstands nicht mehr leisten können. Verbraucher stehen am Ende einer langen Kette von Preissteigerungen, die mit steigenden Energiepreisen einhergehen, sie zahlen die Zeche einer verfehlten Energiepolitik gleich mehrfach. In Deutschland hat die Regierung nicht nur mit einer verfehlten Energiepolitik dafür gesorgt, dass z.B. die Nachfrage nach Erdgas die Preise massiv in die Höhe treibt, sie hat mit ihrer CO2-Steuer noch eine Schippe darauf gelegt, quasi um 100%ig sicherstellen zu können, dass deutsche Konsumenten vor lauter Preissteigerung nicht mehr ein noch aus wissen und immer mehr Bürger abhängig von Hilfe zum Lebensunterhalt werden.

Der Erfolg ist eindrucksvoll.
Das Statistische Bundesamt hat ihn gerade dokumentiert:

Im Vergleich zum September 2020,

  • sind die Erzeugerpreise um 14,2% gestiegen.
  • Die Energiepreise sind um 32,6% gestiegen, darunter
    • Börsennotierungen für Erdgas: +446,6% (d.h. der Preisanstieg wird sich fortsetzen);
    • Börsennotierungen für Strom: +176,6% (d.h. an den Strombörsen geht man von Stromknappheit aus);
    • Erdgas: +246,8%;
    • Leichtes Heizöl: +94,5%M
    • Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff: +85,9%
  • Verbrauchsgüter sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2% teurer geworden, darunter Nahrungsmittel mit einem Plus von 2,8%, darunter Backwaren mit einer Teuerung von 3,9%.
  • Gebrauchsgüter sind im Vergleich zu September 2020 um 3,2% teurer geworden.
  • Generell sind die Preise für Güter, deren Erzeugung energieintensiv ist, stark gestiegen (immer im Vergleich zu September 2020):
    • Eisenerzimporte: +96,8%
    • Verpackungsmittel aus Holz: +92,5%
    • Betonstahl: +81,8%
    • Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen +59,8%

Ein eindrucksvolles Dokument einer Regierungspolitik, die keinerlei Rücksicht auf den Geldbeutel ihrer Bürger nimmt und auf ihrem Klimwandel-Kreuzzug soziale Ungleichheit maximiert, dafür sorgt, dass Bürger mit mittlerem oder kleinem Einkommen keinerlei Chance haben, durch Sparen einen besseren Lebensstandard zu erreichen. Die deutsche Ökonomie und vor allem das, was der Regierungs-Cllique als Modell für bürgerliche Finanzen vorschwebt, basiert immer mehr auf Pump, zielt systematisch darauf ab, immer mehr Bürgern die Möglichkeit nehmen, aus eigener finanzieller Kraft ihr Leben zu leben. Ziel ist offenkundig, so viele Menschen wir nur möglich in staatliche Abhängigkeit, Hayek spricht hier von Knechtschaft, zu bringen.

Alle Preissteigerungen sind derzeit letztlich ein Ergebnis der Klimawahnpolitiken und der absichtlichen Verteuerung aller Arten der Energie entweder durch Steuern  (fossile Energieträger) oder Subventionen (angeblich erneuerbare Energieträger). Vor diesem Hintergrund schießt ein Beitrag in der ARD, der mit “Wenn Inflations-Angst die Inflation treibt” überschrieben ist, den Vogel ab. Darin wird berichtet, dass “Berliner Ökonomen”, die man angeblich beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung finden soll, vor “psychologischen Effekten”, gemeint ist die sich selbst erfüllende Prophezeiung, warnen:

“”Höhere Inflationserwartungen könnten zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden und die tatsächliche Inflation ankurbeln”, so Kerstin Bernoth, stellvertretende Leiterin der Abteilung Makroökonomie. Dazu trage gerade auch eine “alarmistische Berichterstattung” bei.”

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Vor allem den Hinweis auf die “alarmistische Berichterstattung”? Wenn “alarmistische Berichterstattung” tatsächlich dazu führt, dass bei Konsumenten der Berichterstattung Angst vor dem, worüber berichtet wird, Angst, die nicht berechtigt ist, wie hier behauptet wird, ausgelöst wird, was heißt das für das Trommelfeuer alarmistischer Berichterstattung, das seit Jahren im Staatsfunk und in anderen MS-Medien zu SARS-CoV-2 und COVID-19 und Klimawandel veranstaltet wird. Aber natürlich sind wir hier in der Welt beschränkter Linker, und Dinge haben keine generelle Wirkung, lediglich eine spezielle. Wenn die ARD seit Jahren Klimawandel Propaganda macht, dann ist das berechtigt, weil das Problem natürlich für diejenigen, die die geschlossene Anstalt mit den ARDler teilen, ganz real ist. Woran Menschen glauben, das, so besagt es das Thomas Theorem, das hat reale Konsequenzen. Bei der ARD kann man es jeden Tag studieren.

Während alarmistische Berichterstattung dann, wenn sie von der ARD kommt und Klimawandel oder COVID-19 zum Gegenstand hat, keine negativen Effekte nach sich zieht, hat “alarmistische Berichterstattung” über “Preisexplosionen”, die mit einer Liste realer Preissteigerungen in der BILD-Zeitung dokumentiert werden, einen negativen, wie oben beschriebenen Effekt: Weil die BILD-Zeitung von Preisexplosionen schreibt, deshalb kaufen Leute früher ein, was sie erst später kaufen wollten (denn natürlich ist ein vorgezogener Kauf für niemanden ein Problem. Alle sind flüssig, alle haben Geld). Weil sie früher kaufen, steigen die Preise. Damit, dass die Bundesregierung eine Politik des Steuergeldsaugens, des Auspressen der Bürger betreibt, haben die Preissteigerungen nichts zu tun.

Um diesen Blödsinn durchzusetzen, schreibt ARD-Mietschreiber Angela Göpfert im folgenden zunächst, dass “Experten”, wer auch immer sie sein mögen, wer sie sind, ist wurscht, es sind “Experten”, das reicht, Göpfert jedenfalls, dass diese unbekannten Experten davon ausgehen, dass die Inflation nicht lange vorhalte. Dumm, wenn man eine sich selbst verstärkende Prophezeiung herbeischreiben will, um damit die kommende Inflation den Verbrauchern in die Schuhe zu schieben. Was also tun? Wenn Experten nicht benutzt werden können, vielleicht kann man dann Bürger benutzen? Die Bundesbank fragt jährlich 2000 natürlich “repräsentativ ausgewählte”, wie Göpfert weiß, was sollte es auch sonst sein als repräsentativ?, Bürger, welche Erwartungen sie an die Inflation haben. Im Mittel liegen die Erwartungen der Bürger bei 3,9 Prozent schreibt Göpfert. Und weil die Bürger 3,9% Inflation erwarten und die Experten nicht, deshalb, so Göpfert, hätten die DIW-Experten [ein Widerspruch in sich] Recht mit ihrer Warnung davor, dass wilde Verbraucher-Käufer die Preise und damit die Inflation in die Höhe treiben werden.

Dass die Inflation bei 4,1% liegt und es keinen Grund gibt, eine geringere Inflation anzunehmen, eher eine noch höhere für die nächsten Monate, das ist belanglos. Es geht darum, eine Regierungs-Clique im Staatsfunk von ihrer Verantwortung für ungesehene Preissteigerungen, für eine vorhersehbare Verarmung von Teilen der Bevölkerung, für eine immer breiter werdende Schere zwischen gut und mittel bis schlecht Verdienenden für eine sozial in immer größerer Ungleichheit versinkende Gesellschaft zu entlasten. Mietschreiber wie Göpfert sind dafür verantwortlich. Und sie versuchen es mit einer an Idiotie grenzenden Methode, die eine vollkommen korrekte Einschätzung von Bürgern darüber, wie sich Inflation wohl entwickeln werde, zur Grundlage nimmt, um eine Phantasie im Panikkauf daran zu knüpfen, die man entweder nur dann haben kann, wenn man nicht ganz bei Trost ist oder dann, wenn man in ideologischer Absicht versucht, die Realität auf den Kopf zu stellen.

Blühende Landschaften war früher!

Der uninformierte oder absichtliche Missbrauch des Konzepts der “self-fulfilling prophecy” ist dazu instrumentell. Tatsächlich bezieht sich das Konzept, wie alle soziologischen Konzepte auf das Handeln von Akteuren, in diesem Fall auf Handlungen, die durch ein Gerücht, das wiederum Angst auslöst, ausgelöst wurden. Das Gerücht, Banken stünden kurz vor ihrem Zusammenbruch, führt dazu, dass Sparer ihre Einlagen abheben, um einen Verlust zu vermeiden, was schließlich mit dem Zusammenbruch der Banken und dem Verlust der Einlagen endet. Es wurde herbeigeführt, was vermieden werden sollte: Der Verlust der Einlagen. Der wesentliche Punkt beim Konzept der sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Handlung wird durch sprachliche Konstrukte, durch Gerüchte, durch etwas, was erzählt wird, ausgelöst. Übertragen auf das, was die beiden “Expertinnen” aus öffentlichem Rundfunk und vom DIW an Expertenstuss von sich geben, wäre das Konzept der self-fulfilling prophecy dann angebracht, wenn das GERÜCHT bevorstehender Inflation, also eines bevorstehenden Geldwertverlusts eine Handlungskette: Kauf, erhöhte Nachfrage, Preissteigerung auslösen würde, die schließlich Inflation zur Folge hat. Indes: Die Inflation ist längst da und wie die meisten ihrer Vorgänger wurde sie NICHT durch die Handlungen von Konsumenten ausgelöst (es wäre ohnehin noch zu zeigen, dass Konsumenten mit ihrem Kaufverhalten in Verbrauchsgütern viel zu Inflation beitragen können), sondern durch die Handlungen von Regierungen.

Die derzeitigen Preissteigerungen sind Ergebnis von Politiken und Handlungen der Bundesregierung. Sie sind ein absichtlicher und lang vorbereiteter Anschlag auf die Fähigkeit individueller Bürger, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten. Sie belegen einmal mehr, dass der Wohlstand westlicher Gesellschaften auf billiger Energie basiert und derjenige, der Energiepreise in die Höhe treibt, damit absichtlich und zwangsläufig den Wohlstand westlicher Gesellschaften zerstört. Die Absicht, Wohlstand zu zerstören, scheint ein durchgängiges Motiv bei Regierungs-Cliquen in etlichen westlichen Staaten zu sein.

Das dem so ist, muss man dann wohl auf Basis psychologischer Krankheitsbilder erklären.



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