Ohne Liberalismus keine Wissenschaft

In unserer Blauen Reihe haben wir einen neuen Beitrag veröffentlicht, von dem wir denken, dass er nie so wichtig war, wie heute.

Denn heute finden sich an Universitäten alle möglichen Ideologen und Scharlatane, die ihre Position, die manche als “statushohe Position” wähnen, ausnutzen, um ihre Ideologie oder ihre Wunder-Erkenntnisse als Wissenschaft auszugeben und unters von ihnen als dumm verachtete Volk zu bringen.

Heute gibt es staatliche Eingriffe in die Wissenschaft, wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte. Bürokraten planen, wie viele Stellen an Hochschulen für welche Zwecke vorhanden sein sollen. Ideologen bilden an Hochschulen ideologische Brückenköpfe und unterminieren auf diese Weise die wenigen Versuche, Wissenschaft zu betreiben, die es heute in den (Sozial-)Wissenschaften noch gibt.

Das Ergebnis dieser anti-wissenschaftlichen Interventionen kann jeder in Tageszeitungen sehen, in denen sich institutionalisierte Wissenschaftler, deren Wissenschaftlichkeit darin besteht, einen Lehrstuhl zu besetzen, die Wahrheiten verkünden und solche, die Bürger im Auftrag der politischen Korrektheit beschimpfen, um die entsprechenden Kolumnen schlagen.

Liberalismus_coverDas Ergebnis findet sich zudem in angeblich wissenschaftlichen Expertisen, deren einziger Zweck darin besteht, politisch Gewolltes mit dem Anschein der Wissenschaftlichkeit zu legitimieren, ein Zweck, für den sich institutionalisierte Wissenschaftler nur zu gerne gebrauchen lassen.

Die Aussichten für die (Sozial-)Wissenschaft, die sich aus diesen Missbräuchen ergeben, sind düster und für den Wissenschaftsstandort Deutschland noch düsterer. Mit dem Einzug von Ideologen, Marxisten, Sozialisten, Kommunitaristen, paternalistischen Anti-Liberalen und Genderisten wurde das Ende der (Sozial-)Wissenschaften eingeläutet.

Um zu verhindern, dass die deutsche (Sozial-)Wissenschaft in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abgleitet und die institutionalisierte Wissenschaft sich zu einer totalen Institution entwickelt, in der nur noch Mainstream und politisch Korrektes gedacht werden darf, ist es notwendig sich der Tatsache zu erinnern, dass Wissenschaft ein liberales Unterfangen ist und entsprechend ohne Liberalismus Wissenschaft nicht möglich ist.

Der neue Beitrag in unserer Blauen Reihe führt Argumente zusammen, die zeigen, dass Wissenschaft nur in einem liberalen Geist und einem liberalen Umfeld möglich ist.

Der Beitrag Wissenschaft und Liberalismus kann hier heruntergeladen werden.

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Homosexualität, Diskriminierung, Selbstmord: Die Inszenierung eines Zusammenhangs

Nicht-Heterosexuelle sind eine schutzbedürftige Lebensform – oder?

Jedenfalls gewinnt man diesen Eindruck, wenn man Erzeugnisse der vermeintlichen Zivilgesellschaft und des angeblichen Qualitätsjournalismus zur Kenntnis nimmt:

Lesbische und schwule Jugendliche haben eine vier- bis siebenmal höhere Suizidrate.

Junge Schwule sind häufiger suizidgefährdet [als?].

Hohes Suizidrisiko bei jungen Homosexuellen.

Selbstmordgefahr [!sic] bei Homosexuellen viel häufiger [als?]

Risikofaktor für Suizid: Homosexualität.

Homo- und Bisexuelle sind besonders suizidgefährdet.

Die Regierung will trotz erhöhter Suizidrate schwule und lesbische Jugendliche nicht extra unterstützen.

Frage der Bundestagsfraktion der Grünen: “Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über Ausmaß und Erscheinungsformen gesellschaftlicher Diskriminierungen, mit denen lesbische und schwule Jugendliche konfrontiert sind, sowie über die Auswirkungen von Diskriminierung auf die Lebenssituation der Jugendlichen?”

suicide attemptAntwort der Bundesregierung: “Lesbische und schwule Jugendliche erleben gesellschaftliche Diskriminierung zum einen in Form von verbaler und psychischer Gewalt. […] In dieser Studie gaben mehr als zwei Drittel der befragten schwulen jungen Männer im Alter von 15 bis 25 an, dass sie wegen ihres Schwulseins mit größeren Belastungen fertig werden müssten als gleichaltrige heterosexuelle männliche Jugendliche. […] In der Mehrzahl der bisher veröffentlichten Befunde zur psychosozialen Situation schwuler und lesbischer Jugendlicher wird zudem eine hohe Suizid(Versuchs)rate ausgewiesen. […] Damit ist das Suizidrisiko bei gleichgeschlechtlich orientierten Jugendlichen viermal höher als bei Jugendlichen mit heterosexueller Orientierung.”

Daran anknüpfende Frage der Bundestagsfraktion Die LInke: “Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung eingeleitet, um das von ihr konstatierte vierfach höhere Selbstmordrisiko bei lesbischen und schwulen Jugendlichen zu minimieren (Bundestagsdrucksache 16/4818, S. 87)?”

Antwort der Bundesregierung: “Die Minimierung des Selbstmordrisikos bei lesbischen und schwulen Jugendlichen in Deutschland kann gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen am Abbau bestehender Benachteiligungen arbeiten, mit Nachdruck gegen Diskriminierung eintreten und sich aktiv für eine Kultur der Vielfalt und die Entwicklung von ‘Diversity-Strategien’ einsetzen”.

Es gilt als sicher: Homosexuelle sind eine zu schützende Lebensform. Sie sind Diskriminierung ausgesetzt, leiden unter Diskriminierung, leiden so sehr, dass sie sich das Leben nehmen, und zwar häufiger als Nicht-Homosexuelle. Die Links, die zu Beginn dieses Beitrags gesammelt sind, verweisen auf entsprechende Beiträge, in denen die vermeintlich sichere Erkenntnis, nach der Homosexuelle sich häufiger das Leben nehmen als Nicht-Homosexuelle, und zwar deshalb, weil sie diskriminiert werden, verbreitet wird.

Der in der Folge dargestellte Dialog zwischen Regierung und Grüner Opposition zeigt, wozu die Inszenierung der besonderen Gefährdung Homosexueller, deren gesellschaftlicher Diskriminierung und im Ergebnis deren hoher Suizidrate notwendig ist. Sie dient dazu, den Einsatz finanzieller Mittel zum Aufbau einer Schutz-Infrastruktur, die exklusiv der Gruppe der Nicht-Heterosexuellen gewidmet ist, zu legitimieren.

Aber ist es wirklich so, dass Nicht-Heterosexuelle diskriminiert werden, dass sie ein höheres Selbstmordrisiko haben als Heterosexuelle?

Dr. habil. Heike Diefenbach hat die Forschungsliteratur zu diesem Thema aufgearbeitet, die wissenschaftlichen Befunde zusammengetragen und ein Gutachten zur gesellschaftlichen Situation von Nicht-Heterosexuellen erstellt, das die Inszenierung ihrer besonderen Schutzwürdigkeit als ebensolche bloßstellt, denn:

  • Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Stigmatisierung und Diskriminierung von Nicht-Heterosexuellen in nennenswertem Ausmaß besteht,
  • Es gibt keine wissenschaftilchen Belege dafür, dass Gefühle der Stigmatisierung und Diskriminierung mit Bezug auf psychische Erkrankungen oder Probleme Nicht-Heterosexueller eine nennenswerte Rolle spielen,
  • Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Nicht-Heterosexuelle im Vergleich mit Heterosexuellen ein erhöhtes Suizidrisiko haben.

Wir freuen uns, das entsprechende Gutachten als Band 3 der Blauen Reihe von ScienceFiles veröffentlichen zu können. Es kann kostenlos (bzw. bitte in Verbindung mit einer kleinen Spende an das Tierheim Arzberg) heruntergeladen werden.

Nach dem Lesen des Gutachtens von Dr. habil. Heike Diefenbach sollte auch dem Letzten klargeworden sein, dass alles Reden über die angeblichen Diskriminierungserfahrungen von Nicht-Heterosexuellen, die ein hohes Suizidrisiko und mehr Selbstmorde als bei Heterosexuellen zur Folge haben, eine reine Inszenierung ist, mit der Steuergelder losgeeist werden sollen. Und mit welchen Taschenspielertricks die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion arbeitet, wird bei der Gelegenheit auch gleich aufgeklärt.

Wir wünschen allen Lesern viel Spaß beim Lesen dieses informativen und umfassenden Gutachtens von Dr. habil. Heike Diefenbach:

Homosexualität und Suizidrisiko
Suizid_cover

Rassismus und Rassismuskritik

Wir freuen uns, unseren Lesern vorab einen Beitrag zugänglich machen zu können, den Dr. habil. Heike Diefenbach verfasst hat, und der in Kürze im von Karim Fereidooni und Meral El herausgegebenen Sammelband “(Trans-)Nationale Rassismuskritik: Interdependenz rassistischer Phänomene und Widerstandsformen”, erscheinen wird.

Nie, so kann man dem Beitrag vorausschicken, war er notwendiger denn heuten, denn Dr. habil. Heike Diefenbach schafft Klarheit darüber, was unter Rassismus zu verstehen ist und darüber, welche unterschiedlichen Motive hinter den vielen Verwendungen stehen, die der Begriff heute erfährt.

Ausgangspunkte des Beitrags ist die Tatsache, dass der Begriff “Rassismus”, den deutsche Sozialwissenschaftler früher gemieden haben, wie der Teufel das Weihwasser, seit dem Beginn der 1990er Jahre eine neue Blüte erfahren hat. Nicht nur ist der Begriff wieder fester Bestandteil des sozialwissenschaftlichen Dudens, er ist in seiner Bedeutung auch erheblich ausgeweitet worden und wird in Teilen als Bezeichnung für vermeintlich unüberwindliche Unterschiede in Kultur und Lebensstil genutzt. Der biologische Rassismus, so kann man feststellen, ist zu einem kulturellen Rassismus geworden.

AntirassismusGegen diese Festschreibung richtet sich u.a. die Rassismuskritik, die wiederum Heike Diefenbach in ihrem Beitrag kritisch analysiert, kritisch deshalb, weil die Rassismuskritik in weiten Teilen denselben Prämissen aufsitzt, auf denen auch der Rassismus basiert, nämlich der Reifizierung von Unterschieden in unüberwindlichen Essentialitäten. Wo Rassisten Unterschiede zwischen Gruppen festschreiben, um sich letztlich den Zugang zu Ressourcen zu sichern, schreiben Rassismus-Kritiker dieselben Unterschiede zwischen Gruppen fest, um ihre marxistisch-sozialistische Utopie eines Staates durchzusetzen, in dem Ergebnisgleichheit zwischen den von ihnen für relevant gehaltenen Gruppen herrscht.

Letztlich nutzen Rassismus-Kritiker also den Rassismus, um ihre präferierte gesellschaftliche Ordnung zu vermarkten, deren Ziel nicht die Civic Society ist, die die Handlungshoheit bei Individuen sieht, sondern im Gegenteil, die davon ausgeht, dass Individuen zu dumm sind, um Verantwortung für die eigene Handlung zu übernehmen und entsprechend einem “ideologischen und großen Subjekt” unterworfen werden müssen, das für sie bestimmt, was gut für sie ist.

SF_Rassismus_coverUnd so kommen, Rassismus und Rassismuskritik bei der selben kollektiven Gesellschaft an. Da Rassismus ein zu ernstes Thema ist, als dass man es Rassismus-Kritikern überlassen könnte, ist der Beitrag von Heike Diefenbach von besonderer Bedeutung, denn er bringt Ordnung in das Chaos der Begrifflichkeit, stellt die Motivationen derer dar, die Rassismus leben oder als Konzept im Munde führen und weist eine Abfahrt vom “Weg in die Knechtschaft”, auf dem sich westliche Gesellschaften im Gefolge ihrer angeblichen Intellektuellen derzeit befinden.

Der Beitrag von Dr. habil. Heike Diefenbach kann hier heruntergeladen werden.

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