Rassismus und Rassismuskritik

Wir freuen uns, unseren Lesern vorab einen Beitrag zugänglich machen zu können, den Dr. habil. Heike Diefenbach verfasst hat, und der in Kürze im von Karim Fereidooni und Meral El herausgegebenen Sammelband “(Trans-)Nationale Rassismuskritik: Interdependenz rassistischer Phänomene und Widerstandsformen”, erscheinen wird.

Nie, so kann man dem Beitrag vorausschicken, war er notwendiger denn heuten, denn Dr. habil. Heike Diefenbach schafft Klarheit darüber, was unter Rassismus zu verstehen ist und darüber, welche unterschiedlichen Motive hinter den vielen Verwendungen stehen, die der Begriff heute erfährt.

Ausgangspunkte des Beitrags ist die Tatsache, dass der Begriff “Rassismus”, den deutsche Sozialwissenschaftler früher gemieden haben, wie der Teufel das Weihwasser, seit dem Beginn der 1990er Jahre eine neue Blüte erfahren hat. Nicht nur ist der Begriff wieder fester Bestandteil des sozialwissenschaftlichen Dudens, er ist in seiner Bedeutung auch erheblich ausgeweitet worden und wird in Teilen als Bezeichnung für vermeintlich unüberwindliche Unterschiede in Kultur und Lebensstil genutzt. Der biologische Rassismus, so kann man feststellen, ist zu einem kulturellen Rassismus geworden.

AntirassismusGegen diese Festschreibung richtet sich u.a. die Rassismuskritik, die wiederum Heike Diefenbach in ihrem Beitrag kritisch analysiert, kritisch deshalb, weil die Rassismuskritik in weiten Teilen denselben Prämissen aufsitzt, auf denen auch der Rassismus basiert, nämlich der Reifizierung von Unterschieden in unüberwindlichen Essentialitäten. Wo Rassisten Unterschiede zwischen Gruppen festschreiben, um sich letztlich den Zugang zu Ressourcen zu sichern, schreiben Rassismus-Kritiker dieselben Unterschiede zwischen Gruppen fest, um ihre marxistisch-sozialistische Utopie eines Staates durchzusetzen, in dem Ergebnisgleichheit zwischen den von ihnen für relevant gehaltenen Gruppen herrscht.

Letztlich nutzen Rassismus-Kritiker also den Rassismus, um ihre präferierte gesellschaftliche Ordnung zu vermarkten, deren Ziel nicht die Civic Society ist, die die Handlungshoheit bei Individuen sieht, sondern im Gegenteil, die davon ausgeht, dass Individuen zu dumm sind, um Verantwortung für die eigene Handlung zu übernehmen und entsprechend einem “ideologischen und großen Subjekt” unterworfen werden müssen, das für sie bestimmt, was gut für sie ist.

SF_Rassismus_coverUnd so kommen, Rassismus und Rassismuskritik bei der selben kollektiven Gesellschaft an. Da Rassismus ein zu ernstes Thema ist, als dass man es Rassismus-Kritikern überlassen könnte, ist der Beitrag von Heike Diefenbach von besonderer Bedeutung, denn er bringt Ordnung in das Chaos der Begrifflichkeit, stellt die Motivationen derer dar, die Rassismus leben oder als Konzept im Munde führen und weist eine Abfahrt vom “Weg in die Knechtschaft”, auf dem sich westliche Gesellschaften im Gefolge ihrer angeblichen Intellektuellen derzeit befinden.

Der Beitrag von Dr. habil. Heike Diefenbach kann hier heruntergeladen werden.

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16 Responses to Rassismus und Rassismuskritik

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Rassismus und Rassismuskritik | netzlesen.de

  2. Erstaunlich, dass es tatsächlich Leute gibt, die etwas dagegen haben, wenn man public goods bereitstellt, wie man an den nicht ganz ausgefüllten Bewertungssternen sehen kann, wirklich sehr erstaunlich!

    • Liebe Heike,
      ich würde das Erstaunliche als eine Funktion aus f(Affekt * Intelligenz) * Onanie)) beschreiben.

      Im Übrigen ist Dein Text schon mehr als 150 Mal heruntergeladen worden und wie das mit public goods nun einmal so ist, bedankt sich niemand dafür.

      • Ja, und besonders wenig scheinen Sie es zu mögen, wenn sie daran erinnert werden, dass Sie Nutznießer davon sind, dass andere Leute public goods bereitstellen! Schau’ Dir nur die vielen Knallköpfe an, die selbst den Hinweise hierauf nicht ertragen können und ihn negativ bewerten! 🙂

        • Liebe Heike,
          getroffene Hunde bellen (in Deutschland, woanders beißen sie…).
          Die Knallköpfe sind daher nur ein Maß dafür, wie viele Hunde du getroffen hast.
          18 auf einen Streich…
          Glückwunsch!

          • Lieber Michael,

            ja, stimmt! Ich sehe es auch an den nicht ausgefüllten Sternen zum Artikel über meinen Artikel – super, da ist es mir wohl wirklich gelungen, die Ideologen und Denkfeinde anzusprechen; wer hätte das vermutet, dass die auf sooooo dünnem Eis wandeln!?!

  3. Gelesen und für sehr gut befunden. Endlich kann ich benennen, was mich an den “neuen Rassismuskritikern” immer so gestört hat. Mir war bewusst, daß deren Argumentation ebenfalls auf der Basis der Selektion von bevorzugten Gruppen – also auf einer Form von Rassismus – basiert, aber ich konnte den Finger nicht richtig drauf legen.

    Deshalb herzlichen Dank für diese Publikation, die das in Worte fasst, was ich selbst nicht richtig greifen und schon gar nicht in klare Worte fassen konnte.

  4. Pingback: Die Woche im Rückspiegel betrachtet | Lars Schall

  5. redbild says:

    Leider ist dieser Text von einer Reihe ernsthafter Fehlinterpretationen durchzogen, die mangelnde Beschäftigung mit den kritisierten Texten widerspiegeln. Ein markantes Beispiel ist die fast schon böswillige Uminterpretation von “ideologietheoretisch” zu “ideologisch motiviert”. In meinen Augen bedeutet ideologietheoretisch in diesem Zitat schlicht und einfach und unmissverständlich, dass Rassismus als Ideologie (i.e. als an Machtverhältnisse gekoppeltes Wissenssystem) theoretisiert wird – wie Kollegin Diefenbach zu ihrer Interpretation kommt, ist mir einfach unverständlich. So wie ich z.B. Paul Mecheril lese, vertritt er einen solchen “ideologietheoretischen” Rassismusbegriff, den man auch diskurstheoretisch nennen kann – also einen, der Rassismus als überindividuelle Wissensordnung fasst, die auf komplexe, nicht deterministische Weise mit bestehenden Ungleichheits- und Machtordnungen verwoben sind. Entsprechend scheint mir das Argument, gängige Rassismuskritik essenzialisiere selbst, und zwar, weil sie versuche, festzulegen, “um wen es geht”, widersinnig.

    Fast schon traurig ist dann die Fehlinterpretation der “produktiven” Funktion von Ideologie, hier hätten ein paar Seiten Foucault-Lektüre, um sich mit der Terminologie des Forschungsfelds vertraut zu machen, nicht schaden können. Produktiv heißt hier nicht “großartig” (wie von Diefenbach impliziert), produktiv steht hier für eine Verschiebung der Analyseperspektive weg von einem Verständnis, das Macht als stets bewusste Unterdrückung denkt, hin zu einem komplexen Wechselspiel von, z.B., Verhältnissen und Selbstentwürfen.

    Insgesamt spiegelt dieser Text ein großes Problem der deutschen Bildungsforschung wider: Diese ist selbst ungemein “ideologisch”, weil eng an den aktuellen politischen Alltagsverstand gekoppelt, und die Bereitschaft, sich ernsthaft und eingehend mit gesellschaftskritischen Texten zu beschäftigen, scheint nach wie vor sehr niedrig.

    • @Kollege Horvarth

      normalerweise mache ich mir nicht die Mühe, Kommentare aus dem Trash-Register zu holen, die da hineingekommen sind, weil IP-Adresse und e-mail-Adresse nicht zusammenpassen, d.h. Sie haben Ihren Kommentar von zuhause aus geschrieben, aber wollten ihm anscheinend “Gewicht” verleihen, indem Sie ihn als von einer Hochschule kommend vorgaukeln wollen, während sie sich nicht getraut haben, den Kommentar tatsächlich von der Hochschule aus zu senden, weil Sie vermutlich wissen, dass das, was Sie da schreiben, kaum als Position eines Funktionsinhabers an einer ernstzunehmenden Hochschule akzeptabel ist.

      Nun ja – bei Ihnen habe ich eine Ausnahme gemacht (und aus Versehen Ihren Kommentar auch noch mit einem Daumen nach oben bewertet, zu dumm!), weil Ihr Kommentar ein gutes Beispiel dafür ist, wie mit Kritik an der politisch korrekten Ideologie von wissenschaftlicher Seite umgegangen wird: ein Text, der der eigenen Ideologie widerspricht, wird einfach von “einer Reihe ernsthafter Fehlinterpretationen durchzogen” bezeichnet, und meine “Fehlinterpretationen” bestehen darin, dass ich nicht Ihrer Meinung bin, denn wenn ich richtig interpretieren würde, dann wäre ich selbstverständlich Ihrer Meinung, denn die ist natürlich die richtig und angemessene.

      Dummerweise bleiben Sie die Belege dafür schuldig, so dass ich Ihren Kommentar nicht mehr als nur “fast böswillig” werten muss, sondern feststellen muss, dass der Kollege Horvarth ganz und gar böswillige Behauptungen aufstellt, wenn ein Text auf eine Weise argumentiert, die geeignet ist, seine Ideologie oder, wenn das besser gefällt: seine gesellschaftspolitische Weltanschauung, zu gefährden.

      Markant deutlich wird das dadurch, dass Sie mir böswillig unterstellen, ich würde böswillig etwas “uminterpretieren”, weil Sie nicht akzeptieren können, dass man nicht “uminterpretieren” muss, um bestimmte Behauptungen und Argumentationen der so genannten Rassismuskritiker als unhaltbar und in sich widersprüchlich zu erweisen. Es ist unnachvollziehbar, dass jemand, der einen Job an einer Hochschule hat, eine Interpretation vornehmen kann, die darin besteht, dass andere Leute die wahre Lehre “böswillig uminterpretieren” – ich weiß nicht, wie Sie zu Ihrer Interpretation kommen, da Sie ja lediglich behaupten und beschimpfen. Sie haben ein großes Problem mit dem Argumentieren, und m.E. spiegelt Ihr Kommentar insgesamt ein großes Problem mit der Diskussionskultur an deutschen Hochschulen (und anderswo) wider: man beugt sich nicht den besseren Argumenten oder wägt Positionen ab, man versucht, mit negativ wertenden Adjektiven und einer unglaublichen Arroganz eine Position “tot” zu machen, wohl nach dem Motto: Frechheit siegt.

      Dass Frechheit nicht siegt und dass man die Dinge aus guten Gründen anders sehen kann als Sie, ggf. Rassismuskritiker oder Herr Foucault, also als all die Personen, die Sie aus unbekannten Gründen als “gut” oder auf der richtigen Seite stehend bewerten, scheint außerhalb Ihres Vorstellungsvermögens zu sein, und das tut mir leid für Sie, denn es ist wirklich traurig und ein Armutszeugnis, das Sie sich hier ausstellen.

      Noch trauriger ist es, wenn Sie unfähig sind, logische Widersprüche als solche zu erkennen wie z.B. den, dass die Einordnung, um wen es gehe, immer notwendig voraussetzt, dass soziale Gruppen als “Täter” oder “Opfer” bzw. Rassisten oder Opfer von Rassismus, benannt werden, was der Stigmatisierung von sozialen Gruppen Vorschub leistet, was wiederum etwas ist, was Leute, die Rassismus bekämpfen wollen, mit Recht kritisieren sollten.

      Wenn Sie sich der Mühe unterzogen hätten, sich, bevor Sie sich in der Öffentlichkeit um Kopf und Kragen ereifern, in die Grundlagen der Logik und des Argumentierens einzuarbeiten, würden Sie diese Verständnismängel vermutlich nicht oder nicht in diesem Ausmaß aufweisen.

      Und wenn Sie die Klassiker Ihres Fachs gelesen hätten, z.B. Max Weber, dann würden Sie den Unterschied zwischen Herrschaft und Macht kennen und schon von daher einsehen können, dass die sogenannte Rassismuskritik diesbezüglich ein viel zu einfaches, eben ideologisches Weltbild hat, denn die “Macht”, die hier mit “Unterdrückung” gleichgesetzt und (daher oder prinzipiell?) beklagt wird, ist dummerweise “Herrschaft”, also LEGITIMIERTE Macht, und wenn die Rassismuskritik genau das, nämlich Herrschaftsstrukturen in Frage stellen will, dann ist das legitim, wird aber dadurch unglaubwürdig oder unernsthaft, dass das formulierte “Problem”, legitime Herrschaft mit Macht gleichgesetzt wird. Da Sie selbst von “Macht” schreiben, muss ich fragen, ob Sie sicher sind, dass Sie das Anliegen der so genannten Rassismuskritik, für die Sie hier sprechen wollen, überhaupt korrekt erfasst haben – oder interpretieren Sie hier nur böswillig um?!?!

      Jedenfalls ist Ihr Kommentar in keiner Weise ein ernstzunehmender Beitrag zur Diskussion um Rassismus bzw. Rassismen, sondern einfach nur “ungemein ideologisch”, und er zeigt einmal mehr, warum man so wichtige Phänomene wie Rassismen nicht guten Gewissens so genannten Rassismuskritikern überlassen darf; wo sie empirisch beobachtbare Realität sind, muss mit ihnen umgegangen werden; wenn so getan wird, als sei eine nicht-rassistische Gesellschaft eine auf utopisch-herrschaftslose, eine irgendwie sozialistische oder eine, die sonstwie sozusagen sozialklempnerisch herbeigeführt werden könne, wird die Beschäftigung mit Rassismen zur rhetorischen Übung (und für viele Zuhörer zur Lachplatte).

      Ihre Bereitschaft, sich mit ernsthafter Argumentation und mit Ihrer eigenen Verantwortung für das gesamtgesellschaftliche Wohlergehen auseinanderzusetzen, scheint mir nicht nur niedrig, sondern nicht vorhanden zu sein. Falls Sie sie doch haben sollten, versuchen Sie, die Rezeption von Texten von Ihrem allltagsideologischen Verständnis abzukoppeln, d.h. sich einmal kurz von den Prämissen zu trennen, die Sie unbegründet und unhinterfragt an Texte anderer Leute herantragen.

      Mit anderen Worten, die Ihrem Sprachspiel vermutlich eher entsprechen:

      Versuchen Sie, Ihren Reflexionsprozess nicht dort einzustellen, wo er Ihre hegemoniale Wissensordnung in Frage stellen könnte; sonst bleibt Ihr Argumentationsniveau auch weiterhin so niedrig wie in diesem Kommentar dokumentiert, und vor allem werden Sie sich nicht von Ideologien, die “schön” oder “gut” klingen emanzipieren und zu eigener Urteilsfähigkeiten kommen können.

      Ich bin im Übrigen der Überzeugung, dass Herr Mecheril sich mit meinem Text auf produktivere und niveauvollere Weise auseinanderzusetzen im Stande ist oder sein sollte als Sie es sind – jedenfalls stirbt die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt….

      Wenn Sie möchten, können Sie sich bei mir entschuldigen. Ich habe Verständnis dafür, dass einen manchmal die Emotionen so überfahren, dass die Ratio auf der Strecke bleibt. Vielleicht könnten wir dann die negativen Adjektive, Unterstellungen, Beleidigungen und sonstigen Schwachsinn unterlassen und uns normal – aber bitte unter Akzeptanz der Logik! – auseinandersetzen.

    • Als ich Ihren Kommentar gelesen habe, hatte ich das Bild eines Hundes vor mir, der den Mond anheult, das nur vorweg und man gestatte mir diese Einleitung ohne Argument, immerhin kommt Ihr Kommentar komplett ohne Argument aus. Insofern sollte ich damit Ihr Niveau getroffen haben, denn leider geben Sie mir keinerlei Anlass zu denken, Sie könnten, außer wildem Behaupten und freiem Assoziieren, irgend einen Beitrag leisten, den man von einem Universitätsmitarbeiter erwarten sollte, der noch dazu an einer pädagogischen Hochschule und somit der Didaktik verpflichtet zu wirken behauptet. Ich kann daraus nur schließen, dass Sie es entweder gewohnt sind, mit Ihrer prätentiösen Art, Sprechblasen abzusondern, bislang durchgekommen sind oder sich in einem Umfeld bewegen, in dem die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens und fairen Umgangs mit Kollegen vollkommen unbekannt sind. Zweiteres weigere ich mich anzunehmen, deshalb bleibt nur Ersteres.

      Eine zweite Vorbemerkung sei mir gestattet: Ich hätte Ihren Kommentar nicht aus dem Trash-Ordner geholt, denn nach meiner Meinung ist das genau der Ort, an den Ihr verbaler Auswurf gehört. Und im Gegensatz zu Ihnen, werde ich das nun begründen, und zwar an zwei Beispielen.

      (1)
      Sie sind also der Meinung, der Text von Dr. habil. Heike Diefenbach enthalte eine Reihe von Fehlinterpretationen. Das ist dann in Ordnung, wenn Sie einen Grund für diese Meinung haben. Leider geben Sie keinerlei Grund für Ihre Meinung an. Statt dessen versuchen Sie, wie ein Schriftgelehrter, ihre spezifische Auslegung der heiligen Schrift als die einzig richtige auszugeben. Warum? Niemand weiß es. Vermutlich trifft bei Ihnen das zu, was Hans Albert als die Quelle allen Übels in den deutschen Sozialwissenschaften und schon in den 1960er Jahren ausgemacht hat: Sie scheinen der Ansicht zu sein, ein von Gott gesalbter Wissenschaftler zu sein, dem sich die Wahrheit offenbare, im Gegensatz zu den Proleten, die mit Arbeit Erkenntnis gewinnen und weil sich Ihnen Ihre Wahrheit begründungsfrei offenbart und Sie der einzige sind, der Ihre Wahrheit tatsächlich für die Wahrheit hält, reagieren sie auf Kritik empfindlich und mit dem einzigen Mittel, das Ihnen zur Verfügung steht. Mit Bewertungen. Bewertungen sind es dann auch, unbegründete Bewertungen, die angeben, wie es Ihnen gerade vorkommt, die Ihren Kommentar auszeichnen, “ernsthafter”, “mangelnde”, “schlicht und einfach” “böswillig” – und mit diesen Zitaten bin ich erst in Zeile vier Ihres Kommentars.

      Diese geradezu manische Sucht zu bewerten, macht deutlich, worum es Ihnen eigentlich geht, darum die nicht vorhandenen Argumente durch Bewertungen zu überspielen, in der Hoffnung, dass es leichtgläubige Leser des Kommentars gibt, die Ihnen zustimmen. Wie Sie an der Bewertung sehen, hat Ihnen bislang nur Dr. habil. Heike Diefenbach aus Versehen einen Daumen nach oben gegeben und Sie haben sich einen solchen gegeben (ja .. die Statistik in WordPress ist wirklich detailliert…!), sonst niemand.

      Sie müssen es wirklich nötig haben.

      Auf ScienceFiles gewinnen Sie mit dieser plumpen Methode jedoch keinen Blumentopf. Unsere Leser sind ein Beitragsniveau gewohnt, von dem Sie Lichtjahre entfernt sind. Ich empfehle Ihnen unseren Beitrag zum Syndrom der Einweg-Kommunikation um sich hier auf den Stand zu bringen.

      (2)
      Was glauben Sie eigentlich, was Sie damit gewinnen, Dr. habil. Heike Diefenbach eine “böswillige Uminterpretation” vorzuwerfen? Suchen Sie publicity, dadurch, dass Sie, als völlig unbekannter Angestellter der Karlsruher pädagogischen Hochschule versuchen, eine international bekannte und renommierte Wissenschaftlerin, die es als eine der wenigen deutschen Wissenschaftler in den Who Is Who in the World geschafft hat, anzupinkeln, um vielleicht aus völligen Unbekanntheit, in der sie bislang und nicht ohne Grund verblieben sind, herauszukommen?

      Falls dies der Fall sein sollte, kann ich Ihnen nur raten, sich in Unbekanntheit zu verstecken, denn Sie haben nicht das Format, um in der Öffentlichkeit aufzutreten. Tatsächlich gibt es nichts an Ihrem Kommentar, das den Verdacht nahelegt, Sie hätten eine wissenschaftliche Ausbildung erfahren. Sie stellen Behauptungen auf, ohne sie zu belegen, setzen – wie ausgeführt – Bewertungen an die Stelle von Belegen und wenn das alles nichts hilft, setzen Sie Beleidigungen ein, die aus meiner Sicht den Straftatbestand der Verunglimpfung erfüllen (und ich spiele mit dem Gedanken, dies durch unseren Anwalt prüfen zu lassen). Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommen Sie daher benebelt von der Wolke eingebildeter Wichtigkeit und denken, Sie könnten hinter diesem primitiven Vorgehen verbergen, dass Sie nichts als heiße Luft abzusondern im Stande sind.

      Und das einzige, was Sie damit erreichen, ist preiszugeben, welch’ kleines Männlein Sie doch sind, ein kleines Männlein, das der nicht im Stande ist, seine Behauptungen zu belegen, ein kleines Männlein, das einen Mantel trägt, der im viel zu groß ist, ein kleines Männlein, das eine psychische Konstitutionen aufweist, die jedem Psychiater den Schrecken ins Gesicht jagd, weil der Minderwertigkeitskomplex sich soweit durchgenagt hat, dass Sie durch die Welt laufen müssen, um Beleidigungen abzusondern, denn Argumente haben Sie ja nicht. Da wo ich herkommen, nennt man so etwas wie Sie einen Spruchbeutel und hat nichts als Verachtung für den Versuch, andere auf der Basis von Null-Wissen und mit Sprachonanie um den Verstand zu reden.

      Aber um den Verstand bringen Sie nur sich selbst, denn der Minderwertigkeitskomplex geht natürlich nicht weg und jedes Mal, wenn Sie jemanden treffen, der im Gegensatz zu Ihnen argumentieren kann, wird Ihnen wieder gezeigt, was für ein kleines Männlein Sie doch sind, ein kleines Männlein, das im Konzert der Großen nicht mitspielen kann – ein wahrer infiniter Regress.

      Eigentlich sollte der Anblick kleiner Männleins, die sich aufblasen, Mitleid erregen, aber das bringe ich Ihnen nicht entgegen, ich habe für Personen wie Sie nur eines: Verachtung.

      • Lieber Michael,

        Deine klaren Worte lassen mir wenig anzufügen.

        Festhalten kann man jedenfalls:

        wie auch immer man die psychologische Befindlichkeit des angeblichen Kollegen Horvarth im Einzelnen beurteilen will, so sollte einen sein Beispiel lehren, dass man sich vor Leuten, die genau wissen, wie die derzeitige Gesellschaft von ihren Niederungen in die “gute”, herrschafts- (aber nicht: macht-)freie Gesellschaft transformieren kann, und angeblich für das Gute und Richtige sprechen (aber nicht: argumentieren), in Acht nehmen muss

        Ihre gesellschaftliche Utopie hat nicht das kleinste bisschen Raum für Andersdenkende. Wer anders denkt ist “böswillig” und “interpretiert um”, weiß einfach nicht Bescheid, was die vermeintlichen Autoritäten (Marxismus-Leninismus lässt grüßen!) verkündet haben … D.h. die von solchen Leuten so viel bemühte Toleranz gegen diejenigen, die sich nicht nahtlos in den politisch korrekten Diskurs einfügen, ist bereits bei der ersten Widerrrede, die argumentativ vorgebracht wird und ihrerseits völlig auf Beleidigungen und Beschimpfungen verzichtet, hinweggeblasen.

        Da bleiben keine Fragen mehr zur Qualität des von ihnen angestrebten Umbaus der Gesellschaft: es ist offensichtlich eine totalitäre Gesellschaft, in der autoritäre Persönlichkeiten fröhliche Urstände feiern und ihren Selbstwert darauf beziehen, dass sie den gottgleichen Verkündern der einzigen Wahrheit blind (und taub und sonst auf jede Weise behindert) folgen dürfen.

        Bleibt zu hoffen, dass nicht alle Leute, die sich – zunächst – von der so genannten Rassismuskrtitik angesprochen fühlen, eben, weil sie erst einmal Kritik am Rassismus nahelegt, diese Schwierigkeiten mit der Akzeptanz von Andersdenkenden und Argumentation haben und sich entfernt daran erinnern, für welches Problem Demokratie als eine friedliche Lösung erdacht wurde (und was der Unterschied zwischen Macht und Herrschaft ist! :-))

        • Liebe Heike,
          dem wiederum bleibt mir nicht viel hinzuzufügen, außer: Marxen würde sich wundern, und Vladimir Iljitsch erst recht. Die dachten, die Avantgarde der Arbeiterschaft sei eine intellektuelle Avantgarde, dass es eine Avantgarde aus geistiger Armut ist, hätten sich die beiden nicht träumen lassen.

          • HurrDurrHurr says:

            Ich möchte ihnen beiden nicht zu Nahe treten hinsichtlich ihrer berechtigten Reaktion auf diesem mit hochtrabenden “buzzwords” gespickten Kommentar weiter oben. Jedoch lässt das Wortvolumen ihrer Antworten den Eindruck erwecken, dass dieser Kommentar als Provokation von ihnen aufgefasst wurde.
            Würde man den Kommentator als einen Troll betrachten, dann muss ich eingestehen, hat er verdammt gut getrollt. Jedenfalls hätte er seinen intendierten Zweck vollends erreicht.
            Nun hat Frau Diefenbach diesen Zweifel es könnte sich um einen Troll handeln im Vorfeld zerstreut. Jedoch bleibt für mich die Frage bestehen: Sind sie der Meinung die vielen Worte und die darin investierte Zeit haben sich gelohnt?

            • 1) Handelt es sich nicht um einen Troll.
              2) Ist es keine Provokation, sondern eine Unverschämtheit, die deshalb von uns im vorliegenden Umfang gewürdigt wurde, weil wir, Dr. Diefenbach wie ich, es nicht leiden können, wenn aufgeblasene Hänse, die nichts, aber wirklich gar nichts zu sagen haben, ein Wort-Brimborum deshalb inszenieren, um sich den Anschein von Gelehrtheit zu geben und andere beleidigen zu können. Um genau zu sein, derartige Wort-Onanierer verachte ich.
              3) Sicher hat es sich gelohnt. Wir fühlen uns besser und Sie haben darüber nachgedacht.

            • @HurrDUrrr…

              Wenn Sie uns nicht zu nahe treten wollen, was ist denn dann Ihre Motivation dafür, diesen Kommentar abzusetzen???

              Irgendwie scheinen Sie es nicht nicht gut zu finden, wenn man ungerechtfertigte Anwürfe zurückweist. Warum haben Sie nicht erklärt, warum, statt uns nach Gründen für unser Verhalten zu fragen? Müssen wir uns dafür rechtfertigen, wie und warum wir auf unserem blog so agieren, wie wir es für richtig halten? Ich finde Ihren Kommentar äußerst seltsam!

              Und die Bewertungen unserer Ausführung zeigen, dass anscheinend viele Leute es durchaus lohnend fanden, dass wir auf diese seltsamen Anwürfe geantwortet haben.

              Aber gut –

              wenn ich Ihren Kommentar ernst zu nehmen versuche, dann muss ich Sie als Provokateur einstufen, und Sie selbst empfehlen ja, dass man mit diesen Leuten keine Zeit verschwendet. Daher antworte ich – hoffentlich nach Ihrem Geschmack – kurz und knapp mit:

              Was geht es SIE denn an, was ICH mit meiner Zeit anfange?!?

              Und wenn Sie meinen, man müsse sich ungefragt einmischen in die Frage, was Leute mit ihrer Zeit machen, dann kann ich nur zurückfragen:

              Hatten Sie wirklich nichts besseres zu tun als diesen Kommentar zu verfassen? Glauben Sie, er hat sich gelohnt?

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