Die Professur als Lachplatte

Der Nachfrage nach Texten, die Lann Hornscheidt zum Gegenstand haben, wie wir sie u.a. in den Suchbegriffen “Lann Hornscheidt Straftat” “Lann Hornscheidt Münklerwatch” oder “Profx” sehen, die über eine entsprechende Google-Suche zu ScienceFiles führen, wollen wir auch heute gerecht werden.

Den Stoff, aus dem das neue Kapitel zu Lann Hornscheidt ist, verdanken wir Michael Baleanu, der uns in einem Kommentar auf das Blog Mann-om-man hingewiesen hat. Dort wiederum findet sich ein Post, der mit “Statushohe Positionen, feministisch gesehen” überschrieben ist.

xGegenstand dieses Post ist eine vermeintliche Diskussion über gendergerechte Sprache unter dem Titel “Sag’s korrekt Bitch!”. (Für alle, die des Englischen nicht mächtig sind, Bitch übersetzt man u.a. als Hündin, als Weibsstück, als Miststück, als Zicke, als Luder oder Hure). Was genau mit Bitch gemeint ist, das zu bestimmen, überlassen wir unseren Lesern. Was die Verantwortlichen der Taz, die die Bitch-Diskussion organisiert haben, damit gemeint haben, ist eine andere Frage.

Wie dem auch sei, wer sich das Lann Hornscheidt unter dem Titel “Sag’s korrekt Bitch!” oder unter nämlicher Aufforderung als Video zumuten will, der kann das hier tun. Der Betreiber von Mann-om-man, den wir nicht vollständig von masochistischen Tendenzen freisprechen können, hat sich der audio-visuellen Tortur unterzogen, und das Video, den Mitschnitt der Bitch-Diskussion angesehen und in Teilen transkribiert, u.a. hat er Folgendes vom Profx Lann transkribiert:

“… ist ja ganz egal ob ich mir die Argumentation grade angucke zu der x-Form oder ob ich mir angucke wie in den 80er Jahren zum Binnen-I argumentiert worden ist, ob ich mir angucke wie die unterschiedlichen, rassistischen Argumentationen sind, die Argumentationen verändern sich nicht, da gibt es eine Beharrlichkeit und auch eine Möglichkeit in dieser Gesellschaft den gleichen Scheiss immer wieder zu äußern offenbar, ja, also das ist ja unglaublich. Und Reyhan und ich haben jetzt zusammen mit anderen angefangen drüber nachzudenken, wie wir da mal andere Strukturen schaffen können, dadurch dass wir beide nun mal jetzt irgendwie diese, was in Deutschland ja unglaublich wichtig ist, diese Titel haben und so statushohe Positionen haben, (lacht hämisch), und das wir dadurch, also jetzt versuchen eben was Neues aufzubauen, unsere Strukturen zu schaffen, Vernetzungen zu schaffen, weil es auch immer noch in Deutschland unglaublich schwierig ist, zu Themen wie Sprache und Diskriminierung Abschlussarbeiten zu schreiben, Promotionen zu machen, also weiter brauche ich da gar nicht gehen, Lehrstühle gibt’s überhaupt nicht dazu, ausser meinem Lehrstuhl,…”

Was kann man aus diesem Gestottere entnehmen?

Folgendes:

  • Das Lann ist tatsächlich der Ansicht, es habe einen Titel und damit eine statushöhere Position. Es glaubt tatsächlich, der Status komme durch die Position und nicht von den Leistungen des Positionsinhabers. Das ist bezeichnend, denn wer selbst nichts vorzuweisen hat, der muss sich einbilden, dass der Status über die Position komme, so wie sich ein Lagerwächter im KZ-Dachau einbilden konnte, er habe einen höheren sozialen Status als die Insassen, so hängt dies jedoch auch beim Lann von der Vergleichsgruppe ab, d.h. davon, dass die wissenschaftlichen Leistungen nicht in Ansatz gebracht werden und dass wir vom eingebildetem und nicht vom empirisch vorhandenem Status ausgehen.
    • Rofl2Fangen wir hinten an: Es mag sein, dass in den Kreisen, in denen das Profx verkehrt, mit der Position “Professur” ein Status verbunden ist. In der wirklichen Welt ist das nicht der Fall. Dort wird nach Leistung entschieden und dort haben nichtzuletzt Personen wie das Lann dazu beigetragen, dass Positionen wie die Professur nicht mehr mit einem Status-Vorschuss versehen werden, den man dem Inhaber zu gute hält, weil man denkt, er müsse etwas geleistet haben, um in diese Position zu gelangen. Nein – im Gegenteil wird mit der Position “Professur” mittlerweile ein Status-Malus verbunden. Dazu hat der Genderismus, hat nichtzuletzt das Lann selbst beigetragen, denn seit es Gender-Professuren oder das Lann als Profx gibt, ist mit der Position “Professur” Lächerlichkeit konnotiert. Woher das Lann also die Ansicht nimmt, es habe eine statushohe Position, wir wissen es nicht.
    • Nichtzuletzt ist der Status, den die Position “Professur” in der Vor-Lann-Zeit einmal hatte, über den Nutzen für die Gesellschaft erwachsen, denn Professoren waren zuweilen der Ausgangspunkt für Innovationen, die letztlich das Wachstum befördert haben. Die Lann-Zeit ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Professuren, die Wachstum schädigen bzw. im besten Fall nur Steuergelder vernichten, in jedem Fall aber keinerlei gesellschaftlichen Nutzen erbringen.
    • rofl3 rofl4Besonders lächerlich wird die Ansicht von Lann, eine statushohe Position inne zu haben, vor dem Hintergrund der Verbeamtung von Professoren, vor dem Hintergrund des in der Neufassung des Hochschulrahmengesetzes festgelegten Minimal-Entgelts, vor dem Hintergrund von Bologna-Prozess und Modul-Lehre, vor dem Hintergrund der direkten Zugriffsmöglichkeit von Kultusministern und somit von Politikern auf die Lehrinhalte und die Ausstattung von Hochschulen. All die beschriebenen Veränderungen der letzten Jahre, die Wissenschaftler zu abhängigen Staatsbediensteten, deren Freiheit von Forschung und Lehre durch politische Vorgaben begrenzt wird, gemacht hat, die um ihren Bleistift feilschen, ihren Bürostuhl selbst finanzieren und die Sekretärin mit anderen teilen müssen, haben dazu geführt, dass die Position “Professor” sowieso nur noch für diejenigen interessant ist, die auf dem freien Arbeitsmarkt keinen Fuss auf den Boden bekommen. Die Hochschulen sind zu einem Market for Lemens geworden, an den sich normalerweise niemand mehr verirrt, der über Fähigkeiten verfügt, die er am freien Arbeitsmarkt einsetzen kann.
  • Während Wissenschaftler und Inhaber der Position “Professur” in der Vor-Lann-Zeit durch Argumentationen, durch Begründungen, durch Wissen aufgefallen sind, fallen sie heute gerade nicht mehr durch Wissen, Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und die Fähigkeit, Positionen zu begründen, auf. An die Stelle einer wissenschaftlichen Arbeitsweise sind Verbalinjurien, ist eine Fäkalsprache getreten, die ungefähr dem Entwicklungsstand des Debilen entspricht, der alles “geil, ey” findet, wenn er auch nicht weiß, warum. Das Lann findet alles, was Kritik an dem ist, was es gut findet, “Scheisse”, was vermutlich eine angemessene Beschreibung der wissenschaftlichen Qualität Lannscher Beiträge ist.
  • Während Wissenschaftler und Inhaber der Position “Professur” sich durch Wissensdurst, Zweifel und Überprüfung ihrer Aussagen auszeichnen, zeichnet sich das Lann durch eine Berufung aus, die sich aus der Offenbarung der Wahrheit durch den geschlechtersensiblen Sprachgott ableitet. Aus dieser Berufung wird bei Lann die Mission “Vernetzungen zu schaffen, weil es auch immer noch in Deutschland unglaublich schwierig ist, zu Themen wie Sprache und Diskriminierung Abschlussarbeiten zu schreiben, Promotionen zu machen, also weiter brauche ich da gar nicht gehen, Lehrstühle gibt’s überhaupt nicht dazu, ausser meinem Lehrstuhl”. Wo Wissenschaftler Erkenntnis suchen, will das Lann Lannkader schulen und Wissenschaft unterwandern, die eigenen Lannkader auf Positionen hieven, um auf diese Weise das eigene Zerstörungswerk an dem, was Wissenschaft einmal war, voranzutreiben.

Der gesammelte Däniken – Das ist wenigstens spannend…

Das alles ist nicht erstaunlich: Wer Kader an Universitäten setzt, der wird Kader heranziehen. Wer Positionen, die einst einen Status hatten, weil ihre Inhaber nicht nur über Kenntnisse, sondern zuweilen auch über Charisma verfügt haben, mit Personen besetzt, die nicht nur intellektuell, sondern auch menschlich vollkommen ungeeignet sind, der wird diese Positionen lächerlich machen und dafür sorgen, dass Position und Inhaber im besten Fall milde belächelt, im schlechtesten Fall offen ausgelacht werden.

Insofern ist an der Wirkung des Lann nichts verwunderlich.

Verwunderlich ist jedoch, dass die richtigen Professoren, die es ja nach wie vor gibt, selbst an der Humboldt Universität zu Berlin, dass diese richtigen Professoren der C- und nicht der W-Ära, die ihr wissenschaftliches Handwerkszeug noch beherrschen, noch Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten inkorporiert haben, dass diese richtigen Professoren, die die entsprechende Position zurecht füllen, schweigen, dass sie zusehen, wie ihre Position und ein ganzer Berufsstand der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

872 Leser von ScienceFiles haben sich zwischenzeitlich an der Befragung darüber, ob Lann Hornscheidt weiterhin auf Kosten von Steuerzahlern an einer öffentlichen Universität verbleiben kann, beteiligt: 738 (85%) davon sind der Ansicht: Nein, das kann es nicht. Wie lange es wohl dauern wird, bis aus den Reihen institutionalisierter Wissenschaftler, die zurecht die Position innehaben, die sie innehaben, die Forderung, Personen wie das Lann von Universitäten zu entfernen und zu retten, was zu retten ist, vom Versuch, auch in Deutschland institutionalisierte Wissenschaft zu betreiben.

Das Ende von Münkler-Watch, aber nicht das Ende der mafiösen Strukturen an der HU-Berlin!?

Münkler-Watch, das anonym betriebene Blog von angeblichen Studenten der Humboldt-Universität zu Berlin, der die DDR-Tradition des innoffiziellen Mitarbeiters der Staatssicherheit wiederbelebt und die Überwachung von Herfried Münkler, dem Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte aus dem Schutz der Anonymität mit der Diffamierung und üblen Nachrede verbindet, die man zwischenzeitlich von den linken Genderisten gewohnt ist, dieses Münkler-Watch, seine Tage dürften gezählt sein.

Danisch_FrauenquoteHadmut Danisch sei Dank, denn Hadmut Danisch vertritt die Ansicht, “dass gleiches Recht für alle gelten soll. Und wie ich ja kürzlich bei der SPD gelernt habe: Für jedes Geschlecht. Ich lebe das, gleiches Recht für alle Geschlechter.

Und damit fange ich bei der Impressumspflicht an. Wenn ich als Mann ein Impressum führen muss, dann sollen die das auch müssen. Also habe ich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Beschwerde eingereicht und heute folgende behördliche Antwort bekommen:

Sehr geehrter Herr Danisch,

Ihre Beschwerde ist bei uns eingegangen. Der Domaininhaber wurde von uns informiert. Für die Anpassung der Anbieterkennzeichnung an die Vorgaben des § 55 RStV haben wir eine Frist bis zum 05. Juni 2015 gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

So sieht’s aus, wenn gleiches Recht für alle Geschlechter gilt.”

So sieht’s also derzeit aus: Entweder Impressum oder kein Münkler-Watch mehr.

Jetzt wird es spannend sein zu sehen, wie die anonymen Diffamierer reagieren, was ihnen wichtiger ist, ihre Stasi-Agenda oder ihre Anonymität.

Damit ist die Geschichte jedoch noch nicht zuende, denn im Anschluss an den Post gibt es noch einen Kommentar von Hadmut, der aufhorchen lässt:

“… in der Presse jammert das Rektorat der HU ja darüber, dass man da nichts machen könnte. Die müssen das aber wissen, denn die habe ich auch schon mal drangekriegt, weil die Professorin Susanne Baer auf politischen Webseiten ohne Impressum agitierte, die von der HU gehostet wurden, aber kein Impressum hatten.”

Mit anderen Worten, die Verantwortlichen an der Humboldt-Universität Berlin haben, obwohl sie eine Handhabe haben, um in diesem Fall Prof. Herfried Münkler vor den Übergriffen durch anonyme Blogger zu schützen, von dieser Handhabe keinen Gebrauch gemacht. Eine eindeutige Wahl zu Gunsten derer, die Stasi-Methoden wieder zur Normalität an der Humboldt-Universität machen wollen.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die Ereignisse der Vergangenheit in einem ganz anderen Licht:

Wenn Jörg Barberowski, Professor an der HU-Berlin mit einem Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas, ein Kenner der Stasi-Methoden, so kann man annehmen, den Verantwortlichen der HU-Berlin, dem Präsidenten und der Pressestelle im Besonderen, vorwirft, sie seien feige, dann scheint Barberowski den Verantwortlichen Angst zu Gute zu halten.

Zuunrecht – wie man vor dem Hintergrund dessen, was Hadmut Danisch geschrieben hat, konstatieren muss, denn es scheint: die Verantwortlichen wollen schlicht nichts gegen anonyme Blogger, die Professoren diffamieren unternehmen. Sie wollen nicht gegen einen Studentenrat vorgehen, der die Vorlesungen von Malte Brinkmann bis zum Einsatz der Polizei gestört hat, weil der Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft gegen den Willen der angeblichen Studentenvertreter aus Immanuel Kants Schriften zitiert.

Lann Hornscheidt humboldt umbenennenNiemand in der Universitätsleitung hat anscheinend ein Problem damit, dass andere angebliche Studenten an der HU-Berlin, unterstützt durch Prof. Lann Hornscheidt, die Humboldt-Universität umbenennen wollen und erklären: Alexander und Wilhelm von Humboldt seien rassistische weiße Männer, was kurz vor dem Massenmörder zu kommen scheint, und sie müssten deshalb aus dem Namen der Universität getilgt werden.

Und jetzt erscheint auch die Tatsache, dass die Universitätsleitung sich weigert, Akten darüber herauszugeben, wie es zur Einrichtung des eigens für Susanne Baer an der Humboldt-Universität geschaffenen Lehrstuhl gekommen ist, wie es überhaupt möglich war, Gender Studies an der Humboldt-Universität zu etablieren, ein Vorgang, der nach den Recherchen von Hadmut Danisch jenseits der Grenze der Legalität liegt und seine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin begründet.

Schließlich wird auch klar, warum sich niemand daran stört, dass mit Lann Hornscheidt ein Lehrstuhlinhaber der Humboldt-Universität zu Straftaten aufruft.

Humboldt ueber die spracheDie Humboldt-Universität gleicht einem mafiösen Kartenhaus. Entsprechend kann man nicht einfach eine Karte entfernen und z.B. gegen anonyme Blogger, die Professoren diffamieren, vorgehen oder einem Lehrstuhlinhaber mit dienstlichen Konsequenzen drohen, wenn er es nicht unterlässt, seine Studenten zu Straftaten anzuhalten. Denn: nimmt man eine Karte aus dem Kartenhaus, der Rest fällt unweigerlich zusammen, was bedeutet, dass alle Schiebungen und Rechtsbrüche, die man aufgrund dessen, was sich zwischenzeitlich angesammelt hat, einfach annehmen muss, ans Tageslicht kommen, und wenn man etwas scheut im Präsidium der Humboldt-Universität, dann scheint es das Tageslicht zu sein.

Kuddelmuddel der Geschlechter: Wikipedia hat Probleme mit Lann Hornscheidt

Nicht nur an der Humboldt-Universität zu Berlin hat man Probleme mit Lann Hornscheidt – auch bei Wikipedia.

Ja, bei Wikipedia!

Denn: Bei Wikipedia da hat alles seine Ordnung, seine Geschlechterordnung, und deshalb gibt es ein Problem mit dem Beitrag über Lann Hornscheidt:

Lann Hornscheidt (Kategorie:Mann oder Kategorie:Frau fehlt)”

Das ist jetzt dumm, für das Lann Hornscheidt, das doch weder das eine noch das andere sein will, sondern ein X, ein Lanx oder ein Profx oder ein Fraux oder ein Manx…

Wikipedia Lann Hornscheidt

Wikipedia Arbeitsliste – Personendatenwartung

Was also tun?

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Kategoriensystem erweitern oder
  • Kategoriensystem wegwerfen.

Prinzipiell, so schlägt einer derjenigen vor, die sich in der Diskussion um das Geschlecht von Lann Hornscheidt auf Wikipedia engagieren, und was gibt es schon wichtigeres als über das Geschlecht von Lann Hornscheidt zu diskutieren, sei es möglich, Lann Hornscheidt als intersexuell zu kategorisieren.

Intersexuell liegt, wie der Begriff schon sagt, in der Mitte zwischen männlich und weiblich, vielleicht auch nicht, vielleicht auch näher bei männlich oder bei weiblich. Wer weiß. Wo auf auf der Geschlechtsstrecke das Intersexuelle zu verorten ist, ist auch wurscht, denn wichtig ist nur: Die Verortung macht nur mit Bezug auf die Referenzgrößen männlich und weiblich Sinn. Der Dichotomie des Geschlechts, ihr ist nicht zu entkommen, nicht durch die Bezeichnung “intersexuell”.

Was also tun?

Gehen wir von Lann Hornscheidts Wunsch, als X angesprochen zu werden, aus, denn Hornscheidt will weder männlich noch weiblich sein, und des Menschen Wille ist ja bekanntlich sein Himmelreich, und zwar in- und außerhalb der Irrenanstalt.

Warum nicht neben männlich und weiblich sächlich als Kategorie einführen? Schließlich ist sächlich das dritte grammatische Geschlecht der deutschen Sprache, und wer weder männlich noch weiblich sein will, der ist dann eben sächlich: Das Lann Hornscheidt. Die Versachlichung von Lann Hornscheidt hat Vorteile, kann das Lann auf diese Weise doch der Vermaterialisierung als Geschlechtsträger entgehen.

Wikipedia Lann Hornscheidt Diskussion

Diskussion über das Geschlecht von Lann auf Wikipedia

Eine etwas radikalere Lösung greift auf die Einsicht zurück, die Jean Paul Satre hatte, als er von l’Etre et le Néant geschrieben hat, dem Sein und dem Nichts. Wer nicht geschlechtlich sein will, der wäre entsprechend nichts, was auch dem Lannschen Wunsch entgegenkommt, doch mit “X” bezeichnet zu werden. X ist in der Mathematik zwar ein Platzhalter für ein Etwas, aber – eingedenkt der Tatsache, dass Genderisten nach wie vor mit Mathematik ein Problem haben – schlagen wir dennoch vor, das X für Nichts zu setzen und Lann Hornscheidt in die eigens geschaffene Kategorie der Nichtse einzuordnen.

Ob die entsprechenden Vorschläge bei Wikipedia aufgegriffen werden, wir werden es sehen.

Man kann natürlich auch die Fixierung auf Geschlechtsteile vollständig aufgeben und die Einordnung von Personen als Mann oder Frau komplett streichen, zumal sich die Frage stellt, wofür die entsprechende Einordnung überhaupt relevant sein soll.

Aber, wir leben in seltsamen Zeiten, und eine Grundaussage des Genderismus lautet ja, dass das Geschlecht essentiell für alles ist, selbst das Denken wird vom Geschlecht beeinflusst, so behaupten einige schwärmerische Genderisten. Entsprechend wird man sich besonders in Deutschland und ganz besonders bei Wikipedia schwer damit tun, die entsprechende Kategorie einfach zu streichen.

Denn: Wo kämen wir hin, wenn Geschlecht nicht mehr erfasst würde, wenn man Artikel über Albert Einstein ohne den erhellenden Hinweis, die erhellende Kategorisierung lesen könnte, dass Einstein männlich war? Oder Jane Austen weiblich? Oder Lann Hornscheidt nichts (davon)?

Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderista und Gesinnungsschnüfflern

Wir nicht!

HU-BerlinAber an der Humboldt-Universität, da scheinen viele die Hosen gestrichen voll zu haben. Die Ausnahme hier: Jörg Barberowski, dem es offensichtlich reicht. Von anonymen Studenten zum “braunen Professor” erklärt, ist er ärgerlich auf die Leitung der Universität, den derzeit noch amtierenden Präsidenten, Jan Hendrik Olbertz, und auf die Pressestelle der Humboldt-Universität. Die seien “feige”, so Barberowski, würden nur an sich denken und sich weder um den Ruf der Universität noch um die Professoren kümmern, und sie schon gar nicht vor Übergriffen schützen.

So steht es derzeit in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen.

In einem Text mit dem Titel “Unser Professor, der Rassist”, berichtet Friederike Haupt von den Zuständen an der Humboldt-Universität, von denen wir regelmäßig berichtet haben.

also

  • vom Versuch, die Humboldt-Universität umzubennen, weil die Brüder Humboldt angeblich rassistische Schweine waren;
  • vom Versuch, Schriften von Immanuel Kant aus dem Curriculum zu verbannen, weil in ihnen das N-Wort, also Neger, vorkommt, Ein Versuch, der durch das Eingreifen der Polizei unterbunden wurde;
  • von Münkler-Watch, dem Versuch von Anonymen, Herfried Münkler zu diffamieren.

Fast so, als würde Haupt ScienceFiles regelmäßig folgen (wir müssen das vermuten, denn wir werden nicht zitiert), folgt ihr Beitrag dem Lauf, dem von uns berichteten Lauf der Dinge an der Humboldt-Universität und ergänzt noch ein wenig eigene Recherche, z.B. in Form von wenig ergiebigen Telefonaten mit betroffenen Professoren.

Die sagen entweder wenig oder gar nichts und wollen nicht zitiert werden, schon gar nicht mit konkreten Aussagen über die Veränderungen, die sie an ihren Lehrveranstaltungen vornehmen, z.B. weil Anonyme sie einer Dauerbeobachtung unterziehen und auf Münkler-Watch alles anprangern, was ihnen rassistisch, sexistisch oder sonstisch vorkommt. “An der Humboldt-Universität hat man Angst”, so fasst Haupt die wenig ergiebigen Telefonate mit den betroffenen Professoren zusammen.

lynch-mob1Denn: Der Rufmord ist derzeit ein vom anonymen Mob wirksam eingesetztes Mittel, wobei sich der anonyme Mob auf Berlin zu reduzieren scheint, jedenfalls ist Haupt dieser Ansicht, die offensichtlich unseren Text über die Zustände in Jena noch nicht gelesen hat.

Worauf ist der scheinbare Erfolg des anonymen Rufmord-Mobs zurückzuführen?

Weshalb sind die Gesinnungsschnüffler in Berlin an der Humboldt-Universität so erfolgreich?

Was unterscheidet die Humboldt-Universität von normalen Universitäten?

Das sind die eigentlich interessanten Fragen, die Haupt in ihrem Text nicht einmal antippt. Nicht nur an der Humboldt-Universität herrscht Angst, sondern auch in der Redaktion der FAZ, denn dass diese grundlegenden Fragen in einem Beitrag, der die unsäglichen Zustände an der Humboldt-Universität zusammenfasst, nicht gestellt werden, wollen wir – zugunsten von Haupt – auf Angst zurückführen.

Also ist es an uns, die Zusammenhänge herzustellen und den letzten Teil des Beitrags von Haupt, der uns besonders ärgert, auszuarbeiten. In diesem letzten Teil geht Haupt auf das Profx Lann Hornscheidt ein und auf den bislang ohne Konsequenz gebliebenen Aufruf des Profx zu Straftaten. Aus dem entsprechenden Aufruf zitiert Haupt, so als wär’ er das Normalste der Welt, ordnet ihn nicht ein und vor allem: Legt die Quelle nicht offen, aus der sie ihre Erkenntnis hat.

Da ScienceFiles die einzigen sind, die über den Aufruf zu Straftaten berichtet haben, da wir in einem Brief an Jan Hendrik Olbertz die Entfernung von Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität gefordert haben und eine Reaktion darauf, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, von Olbertz eingefordert haben, ist offenkundig, wo die unzitierte Quelle des Hauptschen Beitrags liegt. Sollen wir hier einen Verstoß gegen journalistische Lauterkeit annehmen?

Nebenbei: Die Umfrage darüber, ob Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität bleiben kann, ist immer noch online. Derzeit haben sich 797 Leser beteiligt, 665 davon, also 83,4% sind der Ansicht, Lann Hornscheidt könne nicht mehr an der Humboldt-Universität geduldet werden.

Stellen wir also die Zusammenhänge her, die man im Hinblick auf die Humboldt-Universität herstellen muss.

Zunächst einmal mehr etwas Grundsätzliches:

Wissenschaft ist die Suche nach verallgemeinerbaren Aussagen und nach Erklärungen, wobei Erklärungen regelmäßig aus verallgemeinerbaren Aussagen abgeleitet werden.

Und das ist, was wir nun tun.

Fassen wir zunächst zusammen, was wir wissen:

Alle oben beschriebenen Aktionen an der Humboldt-Universität Berlin haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Muenkler WatchGegenstand sind vermeintlich sexistische, rassistische oder ableistische oder anti-genderistische Äußerungen.
  • Die Gebrüder Humboldt sollen aus dem Namen der Universität entfernt werden, weil sie Rassisten sein sollen.
  • Herfried Münkler soll sich rassistisch und sexistisch in seinen Vorlesungen äußern und Militarismus predigen.
  • Kant soll aus dem Curriculum verbannt werden, weil er ein Rassist sein soll und das N-Wort gebraucht, also von Negern spricht.
  • Professoren werden im Internet anonym auf eigens dazu eingerichteten Blogs diffamiert.
  • Der Studentenrat der Humboldt-Universität ist auf die ein oder andere Weise involviert.
  • Die genderisierte Schreibweise ist allen schriftlichen Dokumenten gemeinsam, also _*Innen.
  • Die anonymen Diffamierer können regelmäßig auf eine erstaunliche Infrastruktur zurückgreifen, die es nicht nur erlaubt, ein Blog zu eröffnen und zu unterhalten, sondern es auch mit Beiträgen zu bestücken und zudem Flugblätter, Flyer und sonstige Materialien zu erstellen;
  • Die Aktionen werden häufig als “Interventionen” bezeichnet.
  • Die Leitung der Universität schweigt zu all dem.

Man muss kein Wissenschaftler sein, um mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu erzielen, wenn man die anonymen Diffamierer im Umfeld linker oder linksextremer Gruppen mit Zugriff auf eine Partei-Infrastruktur vermutet, also z.B. im Umfeld des ASta der Humboldt-Universität, der sich selbst in Anlehnung an z.B. den Stalinismus als “Rat” bezeichnet oder im Umfeld von Grünen, Linke oder Jusos.

Dieses Umfeld bietet sich an vielen Universitätsstandorten. So ist z.B. aus Jena bekannt, dass der dortige ASta und die Jugendorganisationen der Parteien und der GEW ebenfalls als Gesinnungswächter unterwegs sind.

Störungen von universitären Veranstaltungen, Angriffe auf Professoren werden indes nur von der Humboldt-Universität berichtet. Und nur von der Humboldt-Universität ist bekannt, dass Professoren die Hosen voll haben.

Was also ist an der Humboldt-Universität anders als an anderen Universitäten?

Mal sehen.

  • xartsplittaHadmut Danisch hat eine Vielzahl von Belegen gesammelt und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht in Berlin anhängig. Gegenstand sind die Gender Studies an der Humboldt-Universität, deren Einrichtung nicht nur nach Ansicht von Danisch Ergebnis von Betrug ist. Das Bundesministerium für FSFJ hat der damals noch nicht zum Bundesverfassungsgericht verschobenen Susanne Baer nicht nur den Lehrstuhl eingerichtet und finanziert, es hat auch Baer für eine Vielzahl von Beratungsdiensten finanziert, die so zahlreich sind, dass es nicht viel Baer-Lehre an der Universität gegeben haben kann.
  • An der Humboldt-Universität Berlin findet sich das – ebenfalls vom BMFSFJ finanzierte – Zentrum für innerdisziplinäre Geschlechterstudien, ZTG, dessen Auftrag darin besteht, die Genderistische Ideologie in Universitäten zu tragen und dort zu implementieren.
  • An diesem Zentrum ist das Lann Hornscheidt angestellt. Hier lehrt das Lann von Sexismus und Ableismus, von Rassismus und Kolonialismus und davon, wie furchtbar das alles ist.
  • An diesem Zentrum lehrt das Lann nicht nur, es zeigt auch Interventionen auf, gibt Ratschläge und Hinweise darauf, wie man das, was einem nicht ins Weltbild und zur Gesinnung passt, bekämpft, beseitigt, wie man “interveniert”.
  • Zu diesen Interventionen zählen auch Aufrufe, Straftaten zu begehen.

Wen wundert es, dass die Humboldt-Universität das akademische Tollhaus der Republik ist, an dem die Professoren und Dozenten mehrheitlich die Hosen voll haben und eine kleine, offensichtlich gut organisierte, präparierte und ausgestattete Gruppe, die man dennoch als Gesinnungs-Mob bezeichnen muss, in der Lage ist, den Laden aufzumischen?

Uns wundert es nicht.

Wir haben den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz, mehrfach auf die unhaltbaren Zustände an seiner Universität, darauf, dass das Profx seine Position missbraucht, um sich von Steuerzahlern finanziert der Erfindung von Interventionen hinzugeben und u.a. Studenten zu Straftaten aufzurufen, hingewiesen.

Bislang haben wir keine Antwort des scheidenden Humboldt-Präsidenten.

Ob er auch die Hosen voll hat?

Und Friederike Haupt – warum stellt sie in ihrem Beitrag keine Frage nach der Ursache? Warum stellt sie keine offensichtlichen Zusammenhänge her, belässt es lieber dabei, sich zwar offensichtlich bei uns mit Hinweisen auf Lann Hornscheidt zu versorgen, ohne uns zu zitieren, aber keine Erklärung zu versuchen, keine Verbindung zwischen dem Aufruf zu Interventionen, den das Lann wohl in seinen Veranstaltungen und auf seinen Webpages verbreitet und den Interventionen gegen Münkler, Baberowski oder Brinkmann herzustellen?

Hat Haupt auch die Hosen voll?

Wir danken Arne Hoffmann für den Hinweis auf den Beitrag in der FAZ.

Lann Hornscheidt on the road

Nachdem Arne Hoffmann bereits darauf hingewiesen hat, nachdem Michael in einem Kommentar darauf hingewiesen hat, nachdem uns eine Reihe von eMails nämlichen Inhalts erreicht haben und, nichtzuletzt, nachdem wir immer daran interessiert sind, Genderisten bei ihrer Selbstdarstellung hilfreich zu sein, wollen wir auf einen Beitrag des Blogs “Bonjour Tristesse – Antworten aus der Provinz – Blog für Halle und Umgebung” verlinken.

In einem mutigen Selbstversuch hat der Autor dieses Beitrags, Frauke Zimmermann, sich mehrere Stunden lang einem von Lann Hornscheidt in Halle ausgerichteten Workshop unterzogen. Was dabei herauskommt, wie man seine Ratio vor den Auswirkungen von mehreren Stunden Lann Hornscheidt und davor, ver-x-t zu werden, schützt, Zimmermann beschreibt es in einem ausführlichen post.

Unsere Lieblingsstelle ist die folgende:

“DER LKW
LKWLann und Anna wollen mit einem eindringlichen Beispiel vermitteln, wie machtvoll Sprache sein kann und weshalb man sich mehr auf die eigene Wahrnehmung und die eigenen Gefühle besinnen sollte. Dass dabei das Leid der Menschen, die an wirklichen Traumata leiden, relativiert und instrumentalisiert wird, scheint der Indoktrinierung mehr als förderlich zu sein:
»Wenn ein Kind einen Unfall mit einem LKW hat und später im Leben nur durch das Aussprechen des Wortes ›LKW‹ verletzt wird, weil es ein Trauma hat, dann wird man aus Rücksicht darauf verzichten, das Wort vor der Person auszusprechen. Das sollte genauso auch für andere verletzende Worte als Grundregel gelten. Ich verstehe nicht, wieso das so schwer zu verstehen ist!« Alle um mich herum stimmen nickend zu! Jetzt ist der Groschen gefallen! Meine Sitznachbarin guckt mir über die Schulter und sagt begeistert: »Wow, das ist so ein gutes Argument. Ein so guter Vergleich! Das muss ich mir auch aufschreiben!”

Lann ist selbstredend das Lann, und Anna, das ist Anna Damm, wie das Lann aus Berlin, von der Humbug-Uni und wohl der Geleitschutz (oder Lann ist das Begleitschutz für Anna Damm) – es ist ja bekannt, dass Feministen sich nur zusammen in die Welt oder auf die Toilette trauen.

Wir sind für die Einsicht im zitierten Absatz besonders dankbar, denn:

Wir haben ein Lann-Trauma.

Jedesmal, wenn jemand das Lann im Munde führt oder auch nur Lann sagt, selbst wenn damit LAN als Local Area Network gemeint ist, jedes Mal wenn wir Lann oder Lan hören, bekommen wir Zustände: Kopfschmerzen, ob der Absurdität des Lannschen oder Bauchschmerzen, ob der Komik des Lannschen, zuweilen verfolgt uns das Lannsche bis ins Bett und mitten in der Nacht fahren wir hoch und lachen los.

Kurz: Wir haben ein Lann-Trauma, das wir ernstzunehmen bitten, dadurch, dass in der großen weiten Welt des Internet, der Printmedien und sonstiger öffentlicher Informationsträger Lann auch in der Variante von Lann Hornscheidt oder das X nicht mehr ausgesprochen wird. Soviel Empathie mit unserem Lann-Trauma können wir ja wohl erwarten – oder? Und damit uns das Lann dauerhaft erspart bleibt, kann nach wie vor der Brief, mit dem wir die Entfernung des Lanns, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, von der Humboldt-Universität in Berlin fordern, unterstützt werden.

Und nun viel Spaß beim Lesen des Posts von Frauke Zimmermann: 4 Stunden Lann komprimiert und mit Trigger-Warnung: Das Lesen dieses Textes kann zu einem Lann-Trauma führen!

Mehr zum Lann auf ScienceFiles:

Ein Profx, das zu Straftaten aufruft

Umfrage: Kann Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität geduldet werden?

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