Gesetzes Grenze oder: Die Gedanken sind frei

Wir konnten uns nicht entscheiden, wie wir den vorliegenden Post einleiten sollen. Deshalb gibt es jetzt drei alternative Anfänge:

In der Kriminologie ist die Verdrängung von Kriminalität ein bekanntes Phänomen. Wenn durch z.B. verstärkten Polizeieinsatz in einem räumlich begrenzten Gebiet, z.B. der Taschendiebstahl schwieriger gemacht wird, dann wandern die Taschendiebe in angrenzende Gebiete ab und gehen dort ihrem Handwerk nach.

Oder Alternative 2:

DDR Grenze

Staatlich geförderte Wahl des Wohnsitzes

In der DDR herrschte eine offizielle Meinung, die Parteimeinung, und es war der eigenen Karriere nicht förderlich, wenn man den Genossen Honnecker als senilen Alten oder Genosse Stalin als pathologischen Mörder bezeichnet hat. Geschweige denn, dass es ratsam war, die aus Parteiräson entsprungene Planwirtschaft ob der Tatsache, dass kein Zement, dafür aber doppelt so viel Ziegelsteine wie notwendig, produziert wurden, zu kritisieren. Deshalb gab es in der DDR die private Meinung im Freundeskreis derer, die sich nachträglich häufig als IM – inoffizielle Mitarbeiter der Stasi entpuppt haben.

Oder Alternative 3:

Verträge, und Gesetze sind letztlich Verträge, sind notwendiger Weise unvollständig, da es einerseits Folgen der Gesetze gibt, die man bei Gesetzeslegung nicht gekannt hat, andererseits Reaktionen auf die Gesetze, die man nicht geplant hat, die sich unbeabsichtigt ergeben. Entsprechend sind Gesetze keine 100%tigen Regelungen, sondern Regelungsabsichten, die sich zum Teil ganz anders, als beabsichtigt, entwickeln.

Gesetzgebung, die das Ziel hat, eine Gleichstellung oder eine Gleichheit herzustellen, Gesetzgebung, die nicht Chancengleichheit, sondern Ergebnisgleichheit zum Ziel hat, Gesetzgebung, die bei Minderheiten mit affirmative action arbeitet, diesen also einen Vorteil einräumt oder Gesetzgebung, die Gleichstellung sicherstellen will, z.B. durch die bekannte, aber vollkommen leere Floskel: “Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt” oder wahlweise Behinderte, Gesetzgebung, die sich aufschwingt gegen Vorurteile und Diskriminierung vorzugehen und entsprechend Gender mainstreamed oder Diversity garantieren will, derart angeblich gut gemeinte Gesetzgebung war Gegenstand einer qualitativen Untersuchung, die an der University of Sheffield durchgeführt wurde.

30 Interviewte machen die Grundgesamtheit der Studie aus, die sich mit Gleichheits-Gesetzgebung, dem Equality Act (2010) im vorliegenden Fall, und vor allem mit den Konsequenzen dieser Gesetzgebung aus dem Vereinigten Königreich befasst hat. Die Ergebnisse dieser Studie sind ein herber Rückschlag für alle, die denken, sie könnten Menschen einfach das verordnen, was sie für richtig halten, könnten die Hearts and Minds derjenigen erobern, die sie aus ihrer Sicht richtigen Regelungen unterziehen.

Weit gefehlt. Man kann Menschen nicht per Gesetz zum angeblich Besseren bekehren.

Schlimmer noch. Derart vermeintlich gutgemeinte Gesetze verschlimmern die Situation, die zu verbessern sie angetreten sind.

Konsequenz einmal mehr: Sozialtechnologie funktioniert nicht.

Im Einzelnen hat die Untersuchung gezeigt, dass

  • Sheffield Universitydie Befragten keine Detailkenntnisse über den Equality Act (2010) hatten;
  • die Schaffung von Gleichheit per Gesetz als Form politischer Korrektheit angesehen wurde;
  • die Schaffung von Gleichheit als unfair und ungerechtfertigt angesehen wurde;
  • das Gesetz zur Schaffung von Gleichheit dazu geführt hat, dass die Befragten eine öffentliche und eine private Meinung entwickelt haben, d.h. in der Öffentlichkeit und vor allem am Arbeitsplatz haben sie gesagt, was politisch korrekt ist und von ihnen erwartet wurde, was aber in keiner Weise ihrer Meinung entsprochen hat. Im privaten Kontext haben sie ihrer wirklichen Meinung dann freien Lauf gelassen, wobei die Vorurteile gegen Minoritäten, die sie im öffentlichen Raum nicht mehr äußern dürfen, im privaten Raum um so deutlicher geäußert wurden.
  • die Schaffung von Gleichheit per Gesetz, die damit verbundene politische Korrektheit und das davon ausgehende Sprechverbot für die eigene, nicht politisch korrekte Meinung hat Ärger und Frustration und das Gefühl, zum Schweigen gebracht und aus dem öffentlichen Raum verdrängt worden zu sein, zur Folge.

Letztlich, so Gill Valentine, Autor des Berichts, habe man mit der Gesetzgebung eine Situation geschaffen, die keinem helfe, aber alle schlechter stelle. Diejenigen, denen geholfen werden sollte, sehen sich nunmehr Ressentiments gegenüber, die nicht mehr öffentlich diskutiert werden können, die sie vielmehr im Privaten treffen. Diejenigen, deren Meinung als nicht mehr politisch korrekt angesehen wird, fühlen sich aus dem öffentlichen Raum abgedrängt und reagieren mit Ärger und Frustration, was ihre Vorurteile intensiviert.

Kurz: Ein Gesetz zur Schaffung von Gleichheit mag diejenigen zufrieden stellen, die damit zufrieden sind, sich als vermeintliche Guttuer in der eigenen Gutheit suhlen zu können, diejenigen, die damit eine Veränderung herbeiführen wollten, können damit nicht zufrieden sein, denn sie haben das Gegenteil dessen erreicht, was sie erreichen wollten:

  • Sie haben Vorurteile gegen Minoritäten wo sie vorhanden waren, verschärft, wo sie nicht vorhanden waren, neu geschaffen.
  • Sie haben dafür gesorgt, dass die Gruppen, denen durch die gesetzliche Schaffung von Gleichheit geholfen werden sollte, im Rampenlicht stehen und Dank der größeren Sichtbarkeit und der mit dem Gleichheitsgesetz einhergehenden Wahrnehmung von Unfairness noch größere Resentiments hervorgerufen haben, als zuvor.
  • Und Sie haben es letztlich geschafft, dass eine öffentliche Auseinandersetzung darüber, ob Vorurteile gegen Schwarze, Asiaten, Deutsche oder Schotten eine empirische Basis haben oder schlicht nicht gerechtfertigt sind, verunmöglicht wurde.

Die Vorurteile sind nun privat und für die Sozialtechnologen nicht mehr erreichbar.

Somit kann man schließen:

Die Gedanken sind frei und nicht durch Gesetze veränderbar.

Wer dies dennoch versucht, wird eine vorhandene Situation nur verschlimmern.

Und was für den Equality Act im Vereinigten Königreich gilt, gilt für das Gender Mainstreaming und die Myriaden Programme zur Bevorteilung von Frauen in Deutschland. Am Ende wird sich eine Situation einstellen, die Bürger in öffentlichen Situationen die Versatzstücke aufsagen lässt, die sie auswendig und als politisch korrekt gelernt haben, und in privaten Situationen werden sie ihrem Frust und ihrem Ärger freien Lauf lassen. Wie lange es wohl dauert, bis diese explosive Mischung knallt … ?

Transsexuelle fordern eigenes Ampelwesen

Nachdem in Dortmund demnächst alle Fussgängerampeln auf Gleichstellung stehen und das Symbol eines Ampelmännchens durch das Symbol eines berockten und bezopften Ampelmädchens ergänzt wird, eine Darstellung, die die Emanzipation von Frauen weit hinter die Gebrüder Grimm zurückwerfen wird, wenngleich die Symbolik durchaus an grüne Heilsvorstellungen erinnert, in denen bezopfte Kinderlein Reingelreihen tanzen, auf grünen Wiesen, um deren Unterhalt sich der Schöpfer kümmert, nachdem also Dortmund auf den bezopften Rock gekommen ist, droht neues Ungemach:

Transsexuelle fordern eigene Anpelwesen, denn, wie bei öffentlichen Toiletten, so berichtet X im vertraulichen Telefongespräch, seien Transsexuelle vor eine Wahlentscheidung gestellt, die sie in der Regel nicht zu treffen in der Lage sind – schon weil die eigene sexuelle Orientierung nicht repräsentiert sei. Das gelte für Ampeln und Toiletten in gleicher Weise. Nur seien die Folgen bei Ampeln oft gravierender.

Ampelmaennchen

Transsexuelle, vor die Wahl eines Ampelmännchens oder eines Ampelmädchens gestellt, so fürchtet unser Interviewpartner, handelten oft erratisch, was dazu führen könne, dass sie zum unpassenden Zeitpunkt die Straße überqueren. Das wiederum könne verheerende Folgen nach sich ziehen, für die Transsexuellen und für bis dahin von jeglichen Problemen sexueller Orientierung Untangierte.

Verstärkt würden die Probleme noch dadurch, dass die Ampelmännchen rot anzeigen würden, während die Ampelmädchen grün anzeigen würden. Dadurch würden Transsexuelle vor schier unlösbare Probleme gestellt, z.B. wenn das Männchen, mit dem sie sich identifizieren oder mehr identifizieren, rot zeige. So habe man beobachtet, dass Transsexuelle stundenlang vor einer entsprechenden Versuchs-Ampel standen, in völliger Anomie und zunehmender Verzweiflung, ob der nicht lösbaren Probleme, vor die sie von unverantwortlichen Gleichstellern, wie denen in Dortmund, gestellt worden seien.

Deshalb könne die Gleichstellung der deutschen Fussgängerampeln nicht bei Ampelmädchen stehen bleiben, müsse vielmehr eine für Transsexuelle geeignete Repräsentation finden und ergänzen, z.B. in Form einer zweiten Ampel, die die Signale der ersten Ampel für Transsexuelle anzeige, so dass Orientierungsprobleme und daraus resultierende Folgeprobleme, die allzu oft auf der Intensivstation des Krankenhauses enden könnten, gar nicht erst entstehen.

Eine entsprechende Resolution soll in den nächsten Tagen dem Stadtrat in Dortmund zugehen.

Und als wäre es damit nicht genug, so hat sich zwischenzeitlich auch ein Vertreter von Sinti und Roma zu Wort gemeldet, der der Ansicht ist, dass seine Gruppe durch die spießbürgerliche Darstellung retardierter Ampelfiguren, wie sie derzeit praktiziert werden, in keiner Weise repräsentiert sei. So seien die Figuren als bundesdeutsch-weiße Spießer zu erkennen, was ein Befolgen der Ampelanweisungen für seine ethnische Gruppe weitgehend verunmögliche.

Ein weiterer Makel der Figuren besteht nach Ansicht von Ionnis Phrygian von der UNICEF darin, dass die Figuren eindeutig als Erwachsene erkennbar seien, was den von der UNICEF propagierten größeren Partizipationsrechten von Kindern zuwider laufe. Entsprechend sei die Parallelampel der Transsexuellen um eine ebensolche zu ergänzen, die Kinder zeige, natürlich unter Beachtung der Gleichstellung der Geschlechter.

Vertreter alter Menschen oder von Behinderten haben sich bislang noch nicht zu Wort gemeldet, nocht nicht…

Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität entfernen II: Der Brief

Heute haben wir den Brief auf den Weg gebracht.

Der Brief an den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz und an den Senator für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres.

In einem vergangenen Post haben wir die Forderung das/der/die Profx Lann Hornscheidt von der Hummboldt Universität Berlin zu entfernen, bereits begründet. Wir wollen das nicht wiederholen. Statt dessen für alle Unterstützer und Leser, hier das Anschreiben, mit dem wir die Email an die Genannten verschickt haben:

Sehr geehrter Herr Dr. Olbertz, sehr geehrte Frau Scheeres,

wir, das sind Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein sowie 62 Unterstützer, wir sind besorgt. Wir sind besorgt über den Zustand der deutschen Sozialwissenschaften, die derzeit zwischen Irrelevanz und Lächerlichkeit oszillieren.

Dass viele Bundesbürger mit Sozialwissenschaften, eben keine Wissenschaft verbinden, sondern willkürlich zusammengeklaubte Wortansammlungen, deren Sinn sich ebenso wenig erschließt wie ihr Zweck, dass viele Bundesbürger der Ansicht sind, dass Sozialwissenschaften eine Form der Selbsttherapie für Personen mit abstrusen Ideen sind, hat einen benennbaren Grund: Die Entprofessionalisierung der Sozialwissenschaften und ihre Verwillkürlichung durch politische Eingriffe im Rahmen des Staatsfeminismus.

Wissenschaft ist eine Methode, die klaren Kriterien folgt. Wissenschaft stellt Sätze über die Wirklichkeit auf. Diese Sätze haben einen Gehalt, d.h. sie sagen etwas über die Wirklichkeit aus. Sie sind prüfbar und nachvollziehbar und führen letzten Endes zu einem Wissen, von dem die Gesellschaft profitiert.

Mit dem Advent des Staatsfeminismus ist die Suche nach wissenschaftlichen Ergebnissen, die zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen, in den Sozialwissenschaften in eine Randexistenz abgedrängt worden. Sie wurde zur Suche nach den letzten Abstrusitäten, die man zur Erbauung eigener Grillen ausleben kann. Zudem sind die Sozialwissenschaften zu einem Instrument, mit dem Absurditäten, die von Ideologen ersonnen wurden, legitimiert werden sollen, verkommen.

Kaum ein Inhaber einer wissenschaftlichen Position an deutschen Universitäten steht so sehr für diese Entwissenschaftlichung der Sozialwissenschaften, wie Lann Hornscheidt, der/die sich zum Ziel gesetzt zu haben scheint, Kommunikation zu verunmöglichen und durch eine Ansammlung absurder Laute zu ersetzen.

So besteht Lann Hornscheidt darauf, mit einer dem Duden unbekannten Buchstabenfolge “Profx” angesprochen zu werden und sanktioniert Studenten, die nicht bereit sind, ihre Muttersprache zu Gunsten der Lann Hornscheidtschen Sprachphantasie aufzugeben.

Auf diese Weise missbraucht Lann Hornscheidt nicht nur eine wissenschaftliche Position um ihren eigenen Spleen auszuleben, sie führt auch eine verbale Vergewaltigung harmloser Studenten durch, die zur Sprach-Konformität mit Lann Hornscheidt gezwungen und auf diese Weise der normalen Welt entfremdet werden. Entsprechend mündet die Sprach-Agitation von Lann Hornscheidt wie in fast allen Fällen, in denen eine kleine Gruppe sich eigene Sprachkonventionen gibt, in einen Kult, der wiederum zur politischen Agitation genutzt wird.

Der Missbrauch der wissenschaftlichen Position, den Lann Hornscheidt betreibt, geht zu Lasten von Studenten und Kollegen. Ersteren wird das Lehrangebot reduziert, denn Studenten, die dem Sprachkult von Lann Hornscheidt nicht huldigen wollen oder schlicht nicht wissen, wie sie der/die/das ansprechen sollen, ist eine Teilnahme an Lann Hornscheidtschen Seminaren verwehrt. Dies wiederum geht zu Lasten von Kollegen, die in ihren Seminaren eine höhere Studentenzahl aufnehmen müssen und so gezwungen sind, die Lann Hornscheidtsche Unkollegialität auszubaden.

Die politische Sprach-Agitation des/der Lann Hornscheidt ist als  “intervenieren” benannt und hat z.B. das Ziel , die Humboldt-Universität umzubenennen, eine Intervention, die mit einer Diskreditierung und Verleumdung von Wilhelm und Alexander von Humboldt einhergeht.

Universitäten sind Orte des Erkenntnisgewinns.

Universitäten sind weder Orte der ideologischen Propaganda noch Orte, an denen Kulte gebildet und etabliert werden können.

Lann Hornscheidt trägt nicht erkennbar zum Erkenntnisgewinn bei, betreibt ideologische Propaganda und schart  Studenten um sich, die nach dem Durchlaufen einer sprachlichen Aufnahmeprozedur in den Kreis des Lann Hornscheidt-Sprachkults aufgenommen werden.

Das hat an Universitäten nichts zu suchen.

Steuerzahler finanzieren Positionen an Universitäten nicht dafür, dass sich deren Inhaber mit dem Ausleben ihrer individuellen Phantasien profilieren und ansonsten Schaden anrichten, Schaden, wie er z.B. dadurch entsteht, dass das Wirken von Lann Hornscheidt die Sozialwissenschaften als ideologisches Unterfangen der Lächerlichkeit preisgibt.

Das muss ein Ende haben.

Deshalb fordern wir und (bis zum heutigen Tag) 62 Unterstützer, Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität zu Berlin zu entfernen oder dazu zu bringen, ein sinnvolles Angebot für Studenten bereitzustellen, das an keinerlei Sprachphantasien gebunden ist.

Eine ausführliche Begründung zu dieser Forderung sowie die Liste der Unterstützer finden Sie unter:

http://sciencefiles.org/2014/10/31/profxin-lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat-entfernen/

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. habil. Heike Diefenbach
Michael Klein

Frei gassierender Wahnsinn: Berlin lebt den offenen Vollzug

“What can you do against a lunatic who is more intelligent than yourself, who gives your arguments a fair hearing and then simply persists in his lunacy?” George Orwell

“My own view is that this planet is used as a penal colony, lunatic asylum and dumping ground by a superior civilisation, to get rid of the undiserable and unfit. I can’t prove it, but you can’t disprove it either.” Christoper Hitchens

“Bunch together a group of people deliberately chosen for strong religious feelings, and you have a practical guarantee of dark morbidities expressed in crime, perversion, and insanity.” H.P. Lovecraft

Haben Sie auch schon gehört, dass es in Berlin keine Günter Pfitzmann Straße geben soll, weil Günther Pfitzmann ein doppelter Mann ist, eben ein männlicher Pfitzmann und weil Günther Pfitzmann nicht einmal wie dies Rudi Dutschke und Silvio Meyer für sich beanspruchen können, ein Linker ist, der die Welt nach seiner Vorstellung gestalten und zwangskollektivieren wollte? Er kann für sich also nur ins Feld führen, als Dr. Brockmann Fernseh-Generationen und Millionen unterhalten zu haben und nicht, wie der Namensgeber der Joseph Stalin Allee den Unterhalt für Millionen unnötig gemacht zu haben.

Erzählte man das, was der Berliner Tagesspiegel heute wieder berichtet einem Unbeteiligten aus einem Land, in dem die Normalität nicht durch genderistische Wahnanfälle zerstört wird, er würde einem ungläubig anschauen und denken: you are pulling my leg.

Concept of religionWas für den einen unglaublich ist, ist für Berliner normal, der ganz normale Wahnsinn, wie man so schön sagt. Der ganz normale Wahnsinn besteht darin, dass es in Berlin einen geschlossenen Zirkel von Personen gibt, die sich allesamt durch bestimmte manische Störungen auszeichnen und der Ansicht sind, man müsse dafür sorgen, dass die vielen Tausende Berliner, die bislang nicht wussten, auf welche Toilette, die Damen- oder die Herrentoilette, sie gehen sollen, endlich eine Stätte der Notdurft finden, auf der sie sich zuhause fühlen. In den entsprechenden Zirkeln grassiert ein Genderwahn, der sich zuweilen in einen sexuellen Orientierungs Wahnsinn steigert, der wiederum in der Orientierungslosigkeit der eigenen sexuellen Deprivation und in Absurditäten wie Profx, _*& und dergleichen endet und ohne Konsequenzen bleiben würde, wären die entsprechend Gestörten in einer entsprechenden Anstalt, die ihrer Entstörung diente.

Aber sie sind es nicht.

In Berlin laufen Gender-Manische und sexuell Orientierungslose unter normalen Menschen, verfolgen Letztere, zwingen sie dazu, sie in bestimmter Weise anzusprechen, dazu, ihre bislang normalen Toiletten mit Personen zu teilen, die bislang keine normalen Toiletten aufsuchen wollten, aus welchen Gründen auch immer. Nicht nur das, die Manie geht so weit, dass normale Straßen verfolgt werden und der Prozess einer Namensgebung sich zur manisch-orgiatischen Massenphobie steigert, der von der Zwangsvorstellung getrieben ist, eine Straße dürfe nur Frauennamen tragen, weil die Namen von Straßen nämlich, … ja was eigentlich?

Warum dürfen Straßennamen nur die Namen von Frauen tragen?

Was ist das rationale Argument dahinter?

Luhmann_Soziale SystemeNiklas Luhmann hat auf die Schließungsprozesse hingewiesen, die soziale Systeme auszeichnen, Schließungsprozesse, die dazu führen, dass Informationen nur noch endogen sind, dass die im System im eigenen Saft braten und keinen Außenkontakt mehr haben. In letzter Konsequenz beschreibt Luhmann damit eine Sekte, einen Kult, dessen Mitglieder ihrem eigenen Gott huldigen, z.B. dem Gender-Gott, der gelegentlich, durch den Mund eines Kult-Priesters Worte an die Kongregation richtet, der Worte verkündet, die Anweisungen transportieren wie: “Du sollst Straßen nur noch mit Frauennamen versehen”.

Und jetzt kommen wir und fragen nach der rationalen Begründung dafür, dass in Berlin Sozialdemokraten, Grüne und Linke nur noch Frauennamen auf Straßenschildern sehen wollen? Das ist wieder typisch rationaler Wissenschaftler, dass er die Offenbarung des Gender-Guru hinterfragt und sich nach dem Sinn und der Begründung von Gender-Geboten erkundigt. Nur dem wahrhaft Gläubigen erschließt sich der Sinn der Offenbarung, die aus dem Mund des Gender-Gurus gekommen ist – Ungläubige, Infidels, sind außen vor und wollen tatsächlich lieber einen Pfitzmann als eine Putzfrau.

Gut, dass es den offenen Vollzug in Berlin gibt, der dazu beiträgt, dass die Berliner Gesellschaft wahrhaft gleich ist. Wo andere Gesellschaften dafür sorgen, dass Personen, die für das öffentliche Leben nicht fit sind, weil sie Entscheidungen mit dem Bauch und nicht mit dem Hirn treffen, entweder nicht in der Öffentlichkeit präsent oder institutionalisiert sind, herrscht in Berlin Gleichheit: Niemand darf aufgrund seiner geistigen Probleme, seines ideologischen Glaubens oder seiner Demenz davon ausgeschlossen werden, Schaden anzurichten, sich und andere und die Stadt Berlin lächerlich zu machen und dafür zu sorgen, dass die Außerirdischen, die Christopher Hitchens in der eingangs zitierten Aussage angesprochen hat, ihre Entscheidung, die Erde im Allgemeinen und Berlin im Besonderen als dumping ground für die “undesirable and unfit” zu nutzen, nicht bereuen. Im Gegenteil: Heilfroh werden sie sein auf ihrem Planeten, der vermutlich ganz ohne Frauennamen auf Straßenschildern auskommen muss.

Um die Berliner Straßenbenennungsprobleme ein für alle Mal beizulegen, schlagen wir vor, Straßen in Zukunft geschlechtsneutral zu benennen, z.B. als Allee der Wahnsinnigen, Straße der Unvernunft, Klapsen-Weg oder Straße der ideologischen Dummheit oder so…

Reise ins Diversity Absurdistan zur Charta der Einfalt

London WaterlooHaben Sie eigentlich zu wenig Diversität in Ihrem Leben? Blöde Frage – oder? Jeder Tag ist angefüllt mit Diversität: Man trifft Dicke, Dünne, Große, Kleine, Junge und Alte, Schwarzhaarige und Braunhaarige, Blauäugige, Grünäugige, Intelligente und Dumme und Politiker und Arbeiter und Angestellte und Richter und Lokführer (wenn sie nicht gerade streiken), Hauptschüler und Gymansiasten, Inder, Spanier, Briten, Faule und Fleißige, Großspurige und Moderate, Kaffeetrinker und Teetrinker, Shopper und Verkäufer, Religiöse und Atheisten, Linke und Rechte, richtig Nette und richtige Arschlöcher… Die Diversität des alltäglichen Lebens, die jeden einzelnen von uns umgibt, lässt sich beliebig weiterführen – die tatsächliche Diversität.

Und in dieser Diversität gibt es eine Gruppe von seltsamen Leuten, die der Ansicht sind, es gäbe in Deutschland zu wenig Diversität. Ob diese Leute blind sind oder vollkommen unbewusst durch ihr Leben gehen, ist nicht ganz klar, sicher ist jedoch, dass sie angetreten sind, Diversität zu schaffen, wie sie behaupten.

DiversitaetAber sie schaffen keine Diversität, sie beseitigen Diversität. All die Alten, die Arbeiter, die Dicken und Dünnen, die Intelligenten und Grauhaarigen, die Dummen und Fleißigen, sie kommen allesamt nicht mehr vor. Die reiche Individualität der deutschen Gesellschaft, die unglaubliche Diversität, die durch individuelle Unterschiede entsteht, sie ist diesen Diversitäts-Absurdisten nämlich ein Dorn im Auge.

Deshalb beseitigen sie Diversität. Deshalb haben sie der Individualität den Krieg erklärt. Deshalb wollen sie vorgeben, was ab sofort als Diversität zu gelten hat: Nicht mehr die Myriaden individueller Unterschiede machen Diversität. Nein. Diversität ist ab sofort nur in den Kategorien “Frauen, Menschen mit anderer Hautfarbe, Alte, Lesben und Schwule” erlaubt. Alles, was nicht weiblich ist, eine andere Hautfarbe hat, alt, lesbisch oder schwul ist, qualifiziert sich nicht mehr unter Diversität, sondern vermutlich unter Abweichung.

Und um die Reduzierung von Diversität auf fast Null, die Standardisierung der Welt in lahmen, monotonen und anspruchslosen Gruppen auch durchzusetzen, treffen sich die Diversitäts-Absurdisten im großen und regelmäßig von Steuerzahlern finanzierten Stil, auf absurden Diversitäts-Happenings, wie z.B. Diversity 2014 – der Konferenz für Diversität in der Arbeitswelt.

Absurde Diversity-Happenings zeichnen sich eigenartiger Weise durch eine unglaubliche Monotonie aus, denn auf den Happenings darf alles geäußert werden, außer einem kritischen Ton. Denn: Es geht um die Vernichtung der Individualität, die Beseitigung von Diversität, und deshalb gibt es nur uniformen Gleichklang, deshalb gibt es nur die Pro-Absurditäts-Diversity Vorträge der Diversitäts-Absurdisten, die der Standardisierung der Gesellschaft auf einige wenige Kategorien, der Ent-Individualisierung der Gesellschaft dienlich sind.

Deshalb wurden wir nicht eingeladen, um einen Vortrag auf Diversity 2014 zu halten, obwohl wir mit Sicherheit Leben in die monotone Bude bringen würden, die monotone Bude aus gelangweilten Gesichtern, aus Gesichtern, denen die Einfallslosigkeit schon von weitem anzusehen ist und vor allem das Unverständnis darüber, dass Diversität mit Individualität und nicht mit Kollektivierung verbunden ist. Aber: Ideologie-Soldaten, uniforme Gestalten in der entsprechenden Tracht kommen natürlich nicht auf abweichende Ideen, auf Ideen, die nicht von der geltenden absurden Diversitäts-Kultlehre positiv sanktioniert sind. Sie kommen nur auf die immerselben, gleichklingenden und in weiten Teilen unsinnigen Dinge.

So z.B. im Rahmen eines Workshops zum “Storytelling”.

“Diversity Management ist Überzeugungsarbeit: Intern muss der Business Case vermittelt werden, für die externe Kommunikation braucht das Marketing Diversity-Kompetenz zur erfolgreichen Zielgruppenansprache. Wer gute Geschichten erzählt, kann interne und externe Widerstände überwinden − ein Einblick in die Kunst des Storytellings.”

Diversit2014Da die meisten mit normalem Verstand begabten Menschen in ihrem Umfeld genug Diversität im oben beschriebenen Sinne haben und entsprechend unverständig, auf ideologisch motivierte Absurdisten reagieren, die ihnen erzählen wollen, sie hätten keine Diversität, bräuchten vielmehr die Diversität der sexuellen Orientierung oder die Diversität des Geschlechts, muss man die entsprechenden Menschen mit normalem Verstand, um denselben reden, quasi um sie auf die Stufe zu stellen, auf der sich die Diversitäts-Absurdisten längst befinden. Und dazu muss man ihnen Geschichten erzählen. Ja, Geschichten.

Offensichtlich sind die Diversitäts-Absurdisten noch nie mit umgangssprachlichen Redewendungen wie: “Erzähl mir doch nichts!” oder “Was erzählst Du denn für komische Geschichten?” konfrontiert worden, die die Gültigkeit erzählter Geschichten in Frage stellen. Offensichtlich sind sie der Welt so weit entrückt, dass sie denken, man könne dem dummen Pöbel, der ihre Diversitäts-Absurdität nicht fressen will, ein paar Geschichten erzählen, um ihn zum absurden Glauben zu bekehren. Eigentlich müsste man nun darauf hinweisen, dass Hochmut vor dem Fall kommt, aber selbst Hochmut setzt in der Regel auf irgend einer Leistung oder irgend einem Wissen auf. Deshalb tun wir uns damit schwer …

Deshalb erzählen wir lieber eine Geschichte der Diversität, für die Diversitäts-Absurdisten. Also Ihr Diversitäts-Absurdisten, lest genau. Das ist eine Beschreibung von Diversität:

Kleine Hexe unzensiert“Wie kamen die beiden Negerlein auf die verschneite Dorfstraße? Und seit wann gab es Türken und Indianer in dieser Gegend? Türken mit roten Mützen und weiten Pluderhosen – und Indianer, die greulich bemalte Gesichter hatten und lange Speere über den Köpfen schwangen?
“Sie werden vom Zirkus sein”, meinte der Rabe Abraxas.
Aber die beiden Negerlein waren nicht vom Zirkus, und ebensowenig die Türken und Indianer. Auch die kleinen Chinesinnen und der Menschenfresser, die Eskimofrauen, der Wüstenscheich und der Hottentottenhäuptling stammten nicht aus der Schaubude. Nein, es war Fastnacht im Dorf. Und weil Fastnacht war, hatten die Kinder am Nachmittag schulfrei bekommen und tollten verkleidet über den Dorfplatz.
Die kleinen Türken warfen Papierschlangen. Der Hottentottenhäuptling brüllte: ‘Uaaah! Uaaah!” Der Menschenfresser schrie “Hungärrr! Hungärrr! Wer will sich fressen lassen?” Die Chinesenmädchen kreischten auf chinesisch, die Eskimofrauen quietschten in der Eskimosprache, und die Cowboys schossen mit Stöpselpistolen in die Luft. Der Schornsteinfeger schwenkte seinen Pappzylinder, der Kasperl haute dem Wüstenscheich mit der Pritsche eins auf den Turban, und der Räuberhauptmann Jaromir schnitt so grimmige Gesichter, dass ihm der angeklebte Schnurrbart nicht halten wollte und immer wieder herunterfiel” (Die Kleine Hexe, Seite 86-87).

Das ist natürlich keine politisch korrekte Sprache, die der gute, leider oder zu seinem Glück bereits verstorbene Ottfried Preußler hier benutzt. Die politisch korrekte Sprache bedient sich vorgegebener Floskeln und bewegt sich ausschließlich in den Grenzen der zugelassenen Diversität, also von Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Alter und Ethnie. Alles andere ist falsch und Abweichung, jedenfalls nicht Diversität.

Und weil es immer noch unter den Prols da draußen, welche gibt, die das nicht verstehen wollen, die Neger oder sonstige schlimme Worte benutzen, die sich weigern, die deutsche Sprache zu sexualisieren und mit Binnen-Is oder sonstigen Idiotien zu verunstalten, deshalb gibt es auf Diversity 2014 die Vorgaben darüber, was die Sprache der Vielfalt denn nun ist, was mit anderen Worten die richtige, die von Diversitäts-Absurdisten freigegebene Sprache ist:

“Wie muss sich Sprache verändern, um die Vielfalt in unserer Gesellschaft widerzuspiegeln und voranzutreiben? Wo grenzt Sprache etwa Frauen, Menschen mit anderer Hautfarbe, Behinderte, Alte, Lesben und Schwule aus? Und wieweit behindert das Bemühen um politische Korrektheit womöglich eine lebendige Kommunikation?”

Eigentlich kann man einen deratigen Unsinn nicht ernst nehmen, aber wir versuchen es dennoch: Die böse Sprache, die Frauen und Menschen mit anderer Hautfarbe, Behinderte, Alte und natürlich Lesben und Schwulen, denn wir wollen die Sex-Manie nicht vergessen, die böse Sprache, die also alle diese Gruppen ausgrenzt, sie muss sich ändern. Wenn sich die Sprache nicht ändert, dann droht ihr Verunstaltung oder Ausschluss aus dem Duden oder noch schlimmer: Verstümmelung. Also Sprache: Besser Du änderst dich freiwillig, bevor die Diversitäts-Absurdisten ihren Würgegriff um Deinen Hals enger fassen!

Es ist schon erstaunlich, wie wenig von Sozialwissenschaft, die angeblich so belesenen Sozialwissenschaftler, die sich für Diversität-Absurdität begeistern, doch verstehen. Heinz Steinert und nicht nur er, hat derartige Erhöhungen von Begriffen eine Reifizierung genannt, die Zuweisung einer Eigenexistenz zu einem inexistenten Gegenstand oder Konzept in diesem Fall. Das ist magischer Glaube, und magischen Glauben findet man gewöhnlich unter den Menschen, die nicht von Max Webers Entzauberung der Welt erfasst wurden und den Glauben weiterhin der Vernunft vorziehen.

Unter denen, die sich darüber auslassen wollen, wie man die Sprache hinlänglich bedrohen kann, findet sich eine Journalisten und Buchautorin, ein Autor, Schauspieler und Kabarettist, ein stellvertretender Chefredakteur der Zeit und ein Profx. Aus berufenerem Munde könnte man die Drohungen, die wohl gegen die deutsche Sprache ausgesprochen werden, immer in der Hoffnung, sie verändert sich aus Angst vor den Drohenden, kaum vernehmen.

charta der EinfaltAllerdings ist es uns nicht gelungen, herauszufinden, was ein Profx ist. Erste Vermutungen, es handele sich dabei um so etwas wie dass Wutz oder das Schusch aus Urmel aus dem Eis, haben sich zerschlagen und uns weiterhin ahnungslos zurückgelassen. Auch der Hinweis, bei Profx handle es sich um eine Verballhornung der Bezeichnung einer verwaltungsrechtlichen Position hat nicht weitergeholfen, denn an öffentlich-rechtlichen Institutionen werden doch bestimmt keine Personen auf Kosten der Steuerzahler unterhalten, die sich mit fiktiven und frei erfundenen Bezeichungen ausstatten. Entsprechend kann man nur vermuten, dass die Bezeichung “Profx” im Zusammenhang mit Humboldt-Universität im Programm des absurden Diversity-Happenings dazu genutzt werden soll, um den vom “Profx” geäußerten Absurditäten eine Legitimation zu verschaffen.

Falls einer unserer Leser eine Vermutung oder gar Wissen darüber haben sollte, was ein Profx ist, so bitten wir ihn, sein Wissen mit uns zu teilen.

Ansonsten wünschen wir allen Lesern ein frohes und diverses Wochenende, das von Diversitäts-Absurdisten und -Absurdismen verschont bleibt und in dem Individualität und nicht Zwangs-Kollektivierung gelebt wird.

Die Konferenz zur Zwangs-Kollektivierung der Diversität findet übrigens am 13. und 14. November im Verlagsgebäude des Tagesspiegel in Berlin statt. Sie wird unterstützt von BP, KPMG, der Deutschen Bank, Telekom, Daimler, Siemens, Ey und Deutscher Welle, was schön ist, so weiß man zumindest bei welchen Unternehmen man sich als Träger von nicht positiv-sanktionierten, also abweichenden Diversitäts-Merkmalen wie Intelligenz, Kreativität, Einsatzfreude und Commitment besser nicht bewirbt.

Geschlechter im Klimawandel oder Hey, Macker gib’ mal Geld

Geschlechter im Klimawandel, so heißt ein Text, auf den uns ein Leser von ScienceFiles hingewiesen hat.

GAIANun ist Geschlecht nicht unbedingt das Erste, das einem in den Sinn kommt, wenn man an den Klimawandel denkt, der eher mit Eis in der Antarktis oder mit noch mehr Regen in Wales verbunden ist. Was also hat Klimawandel mit dem Geschlecht zu tun?

Nachdem wir in der Vergangenheit bereits einen Unsinns-Text, der zum schulischen Curriculum in Deutschland gehört, behandelt haben, und zwar einen mit dem unsagbar dummen Titel: “Ist der Klimawandel ein Mann”, haben wir natürlich Schlimmstes befürchtet.

Wir sind nicht entäuscht worden.

Geschlechter im Klimawandel ist ein 2014 in der Zeitschrift “GAIA” veröffentlichter Text, den Sybille Bauriedl verbrochen hat. Er zeichnet sich in erster Linie durch sperrige, aufgeblasene Sätze voller Nomen aus, in zweiter Linie dadurch, dass die Autorin eine unglaubliche wissenschaftliche Naivität offenbart, die an Ahnungslosigkeit grenzt oder diese Grenze überschreitet und in dritter Linie durch Widersprüchlichkeit.

Nominale Konstruktionen:

Bauriedl im Original: “Dabei sind sozialwissenschaftliche Fragestellungen genau so relevant bei der Definition von Klimawandelproblemen und Klimaanpassungslösungen. Hier werden gesellschaftliche Prämissen festgeschrieben,die wesentlichen Einfluss auf Anpassungspotenziale haben und unter Umständen nicht nachhaltige gesellschaftliche Naturverhältnisse festschreiben.”

SprechblasenDas ist eine klassische Leerformel. Ein Gehalt der beiden Sätze ist auch nach mehrmaligem Lesen nicht erkennbar, was auch daran liegt, dass mit dem “Hier” ein Adverb im Satz verbaut wurde, von dem nicht klar ist, worauf es sich bezieht: Auf Deutschland, die Erde, das Universum oder auf den Raum, in dem Bauriedl saß, als sie “Hier” schrieb.

Wie auch immer, wir werden die Definition der Klimawandelprobleme und Klimalösungen vertagen müssen, schon weil Probleme nicht definiert, sondern geschaffen werden und zuweilen auch entstehen und weil Lösungen gefunden werden müssen, und nicht, wie man in feministischen Kreisen wohl zu denken scheint, herbeidefiniert werden können.

Aber es ist eine amüsante Idee. Stellen Sie sich vor, Sie sind Statiker, sollen eine Brücke über einen Fluss planen und stehen vor einem entsprechenden Problem. Wie lautet die Bauriedl’sche Lösung: Definieren Sie ihre Brücke einfach so lange, bis das Problem verschwunden ist, also einfach den Fluss weg definieren – oder so. Immer in der Hoffnung, dass die Brücke nicht gebaut wird.

Wissenschaftliche Borderline zwischen Naivität und Ahnungslosigkeit

Was hat Geschlecht mit Klimawandel zu tun, so haben sich manche bestimmt schon gefragt? Oder: Wieso sollte Geschlecht mit Klimawandel etwas zu tun haben? Manche mögen auch ihre schlimmsten Befürchtungen wieder entdecken haben und sich sagen: “Ich habe es immer gewusst, dass Männer mehr Regen abbekommen als Frauen” oder “Frauen profitieren vom Klimawandel, denn sie haben häufiger Bürojobs und entsprechend werden sie seltener nass …”.

Bauriedl sieht nicht nur eine Verbindung zwischen Geschlecht und Klimawandel, sie sieht gleich drei Verbindungen: Vulnerabilität, Essentialismus und eine nicht essentialisierende Verbindung

Vulnerabilität als Verbindung zum Klimawandel sieht Frauen als Gesamt und formuliert entsprechend Weisheiten für alle Frauen: Alle Frauen sind vulnerabel, denn sie haben weniger Zugang zu und weniger Kontrolle über finanzielle Ressourcen als Männer und zwar weil sie Sorgearbeit leisten. Und deshalb wird die Armut feminisiert, und zwar durch den Klimawandel, der Frauen besonders hart trifft. Warum? Weil Frauen vulnerabler sind als Männer. Und wer mit Tautologien zufrieden ist, der mag dieses Kreisgestotter akzeptieren und sich damit zufriedengeben.

Oder wie Albert Einstein einmal sinngemäß gesagt hat: Alles sollte so einfach wie nur möglich dargestellt werden, aber nicht zu einfach.

VulnerabilityVon der Vulnerabilität geht es zum Essentialismus, der sich durch eine Essentialisierung auszeichnet, dadurch, dass Frauen als Gruppe, dass alle Frauen zusammengefasst werden, ungeachtet individueller Unterschiede. Das ist zwar bereits bei der Vulnerabilität der Fall, aber sei’s drum, für Bauriedl macht es offensichtlich einen Unterschied. Wenn man also Männer und Frauen nunmehr als Essentialismus zu homogenen Gruppen zusammenfasst, dann kann man sie “empowern”. Wofür man das sollte und warum man das sollte, das fragt man sich vergebens, schon weil der Essentialismus-Absatz mit der folgenden unverdaubaren Phrase beendet wird:

“Konstruktivistische Zugänge zur Geschlechterforschung sehen in dieser Praxis eine Vergeschlechtlichung von Klimaanpassungshandeln.”

Wer mittlerweile noch keinen spitzen Hut aufgezogen hat und durch seine Wohnung tanzt, dem sei gesagt, dass “diese Praxis” abermals im bereits unter Vulnerabilität beklagten und im Vergleich zu Männern geringeren Zugang von Frauen zu finanziellen Ressourcen besteht.

Belibt noch die nicht essentialisierende Anpassungsforschung, die dieses Mal beklagt, dass “Fragen zu sozialer Differenz sowie differenzproduzierenden Strukturen, Normsetzungen und Narrativen kaum gestellt werden”, was daran liegen mag, dass die meisten, die diese Fragen stellen könnten, dabei sind, sich eine Narration zu überlegen, die nicht als Normsetzung betrachtet werden muss, soll oder darf und der Tatsache ihrer differenzproduzierenden sozialen Differenz zu entkommen versuchen, und zwar durch Nominalkonstruktionen, die niemand versteht, der bei normalem Verstand ist. Alles klar?

Die nicht essentialisierende Anpassungsforschung betrachtet Männer und Frauen als “Kollektivsubjekte”, also wie gehabt als homogene Gruppen, also wie der Essentialismus oben und wie Vulnerabilität noch weiter oben. Und während Vulnerabilität und Essentialismus Frauen und Männer kennen, kennt die nicht-essentialistische Sichtweise, dicke und dünne Männer und Frauen, rassistische und nicht rassistische Männer und Frauen, alte und nicht alte Männer und Frauen, also die “zentralen Machtachsen von Ungleichheit”. Das macht den ganzen Unterschied.

Wir haben entsprechend aus Sicht der Vulnerabilität , Frauen, die wegen Sorgearbeit zu wenig Geld haben.

Wir haben aus Sicht des Essentialismus Frauen, die wegen Sorgearbeit zu wenig Geld haben.

Und wir haben aus nicht essentialisierender Sicht Frauen, die auch alt sind.

Und dann gibt es noch den Klimawandel, von dem Frauen besonders betroffen sind. Warum? Weil sie Sorgearbeit leisten und zu wenig Geld haben. Ist doch einfach – oder?

Warum Bauriedl einen derartigen Popanz aufbaut, wo die Aussage: “Hey, Macker gib’ mal Geld!”, ausgereicht hätte, ist uns nicht ganz nachvollziehbar, aber wir haben ihrer Verwendung von eingeführten Begriffen einige Neuerungen entnommen: Liest man nämlich Blauriedl’s implizite Prämissen mit, dann ergibt sich das Bild von Frauen, die vom Wesen her vulnerabel sind und weil sie vom Wesen her vulnerabel sind, also Opfer qua Geburt und Geschlecht, und das obwohl Geschlecht sozial konstruiert ist, deshalb gilt: “Hey, Macker gib’ mal Geld.

Bleiben noch die Widersprüche:

Wenn Frauen, wie Bauriedl schreibt, vom Wesen her, also z.B. aufgrund ihres genetischen Make-ups geborene Opfer (vulnerabel) sind, dann kann man sie nicht empowern, das ist vergebene Liebesmüh, denn die Essenz, das Wesen ist stärker, eben das Wesen, wäre dem nicht so, dann wäre es kein Wesen und der ganze Essentialismus wäre für die Katz’.

Bleibt noch zu fragen, warum es notwendig ist, derart viele Worte zu machen, um zu sagen: “Hey, Macker gib’ mal Geld!”? Nun, derart kurze Aussagen sind zu einem verständlich und klingen gar nicht gezwungen intellektualistisch und zum anderen druckt GAIA keine Beträge, die nur aus einem Satz bestehen, selbst wenn sie inhaltlich nur aus einem Satz bestehen.

Richtiger Faschismus kommt (wieder) aus Österreich

Wenn es darum geht, Freiheit zu beseitigen und Wissenschaft zu zerstören, dann hat die politische Klasse Österreichs immer ganze Arbeit geleistet und wie die deutsche dafür gesorgt, dass die besten Österreicher das Weite gesucht und in der Regel im angelsächsischen Ausland gefunden haben. Dort haben sie die österreichische Schule der Ökonomie (weiter-)entwickelt, sie haben den kritischen Rationalismus begründet, die empirische Sozialforschung erfunden, sie haben in Medizin, Chemie und Physik die Forschung vorangetrieben und das in ihren Herkunfstländern hinterlassen, was man heute einen brain drain nennen wurde.

Und es waren bei weitem nicht nur jüdische Wissenschaftler, die Österreich und Deutschland den Rücken gekehrt haben, wie die (unvollständige) Liste der Emigranten zeigt. Aber: Wo die Ideologie herrscht, da ist für Innovation und Fortschritt und für mutiges und kreatives Denken kein Platz. Ideologie und Neues, Unvorhergesehenes, das verträgt sich nicht.

Klemperer LTIDeshalb wurden im Dritten Reich Wissenschaftler in Deutschland und Österreich daran gehindert, Forschung, die nicht das arische Unbedenklichkeits-Siegel erhalten hat, Forschung, die von Wissenschaftlern ausgeführt wurde, die nicht den arischen Bruderkuss erhalten haben und Forschung, die nicht in der Sprache des Dritten Reiches, der Lingua Tertii Imperii, wie sie Victor Klemperer genannt hat, abgefasst war, überhaupt auszuführen.

Kurz: Wer im Dritten Reich das Falsche geforscht hat, wer einer falschen gesellschaftlichen Gruppe zugehörte und sich geweigert hat, eine bestimmte Sprache zu verwenden, dessen Karriere in der Wissenschaft war beendet.

Und im Jahre 2014 sind wir keinen Schritt weiter:

Wer an der Fachhochschule des bfi Wien studieren will, wer dort studieren will, ohne das Binnen-I in seinen schriftlichen Arbeiten zu verwenden, der wird mit einer um 10% schlechteren Bewertung bestraft. Wer männlichen Geschlechts ist, der muss in Österreich (und in Deutschland) sowieso schon bessere Leistungen bringen, um dieselben Chancen zu haben, wie Personen weiblichen Geschlechts. Und wer denkt, er könne als weißer Mann und ohne Binnen-I sich mit Gentechnologie befassen oder gar Kernenergie weiterentwickeln wollen, wer Forschung betreiben will, von der manche Saubermänner denken, sie habe eine dual-use-Problematik, der vergisst seine Forschung besser, bevor er sie begonnen hat. Oder er flüchtet ins angelsächsische Ausland oder nach Indien, wo man ihn mit offenen Armen empfängt.

Wer sagt: Geschichte wiederholt sich nicht?

Dass sich Geschichte wiederholt, dafür sorgt derzeit u.a. die Fachhochschule des bfi, des Berufsförderungsinstituts Wien. Das bfi wird von der Arbeiterkammer und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund getragen, und man kann nicht anders als sich wundern, was aus den ehemaligen Arbeitnehmervertretern geworden ist. Früher hatten Arbeiterbildungsvereine den Zweck, Arbeiter zu qualifizieren. Heute besteht ihr Zweck offensichtlich darin, sie ideologisch auf Linie zu trimmen, auf die Linie des Binnen-I, denn wer diesen sprachlichen Auswuchs nicht mitmacht, wer sich nicht dazu zwingen lässt, ideologisch motivierte Mätzchen zu machen, der wird mit Punktabzug, minus 10% bestraft.

Nett – oder?

bfiFrüher hatten Arbeiterbildungsvereine das Ziel, Arbeiter vom Wert der Bildung zu überzeugen. Heute haben ihre Nachfolger das Ziel, Arbeiter dazu zu zwingen, ideologische Männchen zu machen, und wer sich dabei ganz besonders brav auf die Hinterfüsse stellt, der bekommt ein Leckerli.

Wissen die eigentlich, was sie da machen, an der Fachhochschule des bfi in Wien, deren Zweck eigentlich darin besteht, Weiterbildung und schulische Nachqualifikation zu ermöglichen?

Aber rollen wir das Feld doch einmal mit der Frage auf, die kaum jemand derzeit stellt: Warum soll man die deutsche Sprache mit einem Binnen-I unlesebar machen?

Angeblich macht ein Binnen-I die Kaste der Untouchables, die immer da, aber immer unsichtbar sind, sichtbar, jene weiblichen Wesen unter uns, die wir alle und ohne das Binnen-I nie zur Kenntnis genommen hätten.

Nehmen wir nur kurz an, ein I in einem Wort oder die Sexualisierung von Sprache, die aus grammtischem Geschlecht, biologisches Geschlecht macht, habe tatsächlich die Sichtbarmachung all derer, die vorher im Verborgenen gewerkelt haben, zum Ergebnis. Und jetzt?

Was heißt das jetzt für eine Fachhochschule, für einen wissenschaftlichen Text?

Jetzt stellt sich die Frage, was die Sichtbarmachung von bislang Unsichtbaren in einem wissenschaftlichen Text zu suchen hat. Es stellt sich die Frage, ob sich ein wissenschaftlicher Inhalt durch ein I in einer neuen Qualität darstellt – ob es einen Erkenntniszugewinn gibt.

Und die Antwort ist klar: Natürlich gibt es keinen Erkenntniszugewinn. Ob eine Idee in Deutsch, Spanisch, Englisch oder Hindi abgefasst ist, interessiert die Idee in keiner Weise, wäre dem so, der Satz des Pythagoras hätte es nie nach Deutschland geschafft.

Das Binnen-I hat also keinerlei wissenschaftlichen Mehrwert.

Erleichtert es die Verständigung? Nein, das tut es nicht, wie jeder weiß, der jemals versucht hat, sich durch einen sogenannten gegenderten Text zu lesen. Es ist schlicht unmöglich. Nicht einmal der politisch korrekte Schreiber kann es, schlimmer noch: Niemand kann diesen sprachlichen Irrsinn von Anfang bis Ende durchhalten. Wer es nicht glaubt, der nehme einen entsprechenden Text und lese, bis er zu einem Nomen mit einem männlichen grammatikalischen Geschlecht kommt, bei dem das ideologische weibliche Anhängsel fehlt, was nur eine Frage der Zeit ist.

Keinerlei wissenschaftlicher Gewinn und eine Verunmöglichung von Verständigung sind die Folge des Binnen-I. Warum wird es dann bei der Fachhochschule des bfi in Wien zur Pflicht gemacht?

Orwell 1984Die Antwort ist einfach: Weil es darum geht, ideologischen Druck auszuüben. Weil die Herrschaften beim bfi die Macht, die ihnen ihre Position gegenüber ihren Studenten gibt, ausnutzen, sie missbrauchen, um sich selbst zu Sprachgöttern aufzuschwingen, die Schiefertafeln mit den entsprechenden Schreib-Geboten verteilen. Indes, die bfi-ler sind keine verzeihenden Götter: Sie sind strafende Götter: minus 10%.

Und die Wiener bfi Götter sind vor allem eines nicht: Wissenschaftler. Was Wissenschaft ist, davon können sie keine Ahnung haben, denken sie doch, die Korrektheit einer wissenschaftlichen Aussage hänge mit der Form zusammen, in der sie dargestellt wird. Was Wissenschaftlichkeit ist, davon können sie keine Ahnung haben, missbrauchen sie doch Stätten der Wissenschaft dazu, ihre persönlichen Präferenzen für andere verbindlich zu machen, ganz so wie es die katholische Kirche im Mittelalter versucht hat. Und schließlich: Was Wissenschaft ist, davon können sie keine Ahnung haben, denn sonst wüßten sie um die Wichtigkeit der Freiheit, die nun einmal kein ideologisches Sprachkorsett verträgt.

Nein, die bfi-ler sind unter den Ersten, die sich als totalitäre Ideologen outen, als möchtegern Diktatoren, die ihren Untertanen verordnen, wie sie zu sein und zu schreiben haben. Und entsprechend muss allen, die sich bilden oder weiterbilden wollen, davon abgeraten werden, die Fachhochschule des bfi in Wien auch nur als Kandidat der (Weiter-)bildung zu erwägen. Dort werden keine Wissensinhalte vermittelt, denn dort herrscht die Ideologie, eine keifende Ideologie zudem, wie die Kleine Zeitung berichtet, die einen dort beschäftigten Mitarbeiter mit den folgenden Worten zitiert: “Ich würde auch die beste Arbeit, die nicht geschlechtsneutral formuliert ist, mit einem Fünfer bewerten”.

Deutlicher kann man es nicht mehr machen, dass nicht die Ideen, sondern die Ideologie treibende Kraft ist. Deutlicher kann man es nicht mehr machen, dass es nicht um Wissenschaft und Bildung, sondern um Diktatur und Unterordnung geht. Wer demnach Faschismus erlernen und erleben will, ist am bfi gut aufgehoben.

“Wir”, so schreibt das bfi in seiner Selbstdarstellung, “vermitteln Freude und Lust am Lernen … Wir stehen für soziale und fachliche Kompetenz … Wir ermöglichen unseren KundInnen sozialen Aufstieg … Wir sind innovativ, zukunftsorientiert und engagiert”.

Vergessen sie das Management-Gelaber. Die Realität sieht anders aus: Wir, beim bfi, bringen ihnen Untertanentum näher, lehren Sie Ideologie, nicht Wissenschaft und machen Sie fit für Faschismus 2.0, auch bekannt als Genderismus.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den entsprechenden Hinweis.

Profxin Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität entfernen

An den Senator für Bildung, Jugend und Wissenschaft von Berlin, Sandra Scheeres

Prof. Dr. Lann Hornscheidt, Professor/Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse an der Humboldt-Universität zu Berlin ist mit sofortiger Wirkung von der Universität zu entfernen.

Begründung

§100 des Berliner Hochschulgesetzes nennt die besondere Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten als eine Einstellungsvoraussetzung für Professoren.

Prof. Dr. Lann Hornscheidt belegt durch sein/ihr Wirken an der Humboldt-Universität Berlin, dass er/sie über keine Befähigung und in keiner Weise eine besondere Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten verfügt.

§77 des Bundesbeamtengesetzes lautet: “Der Beamte begeht ein Dienstvergehen, wenn er schuldhaft die ihm obliegenden Pflichten verletzt. Ein Verhalten des Beamten außerhalb des Dienstes ist ein Dienstvergehen, wenn es nach den Umständen des Einzelfalles in besonderem Maße geeignet ist. Achtung und Vertrauen in einer für sein Amt oder das Ansehen des Beamtentums bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen.”

Das Verhalten von Prof. Dr. Lann Hornscheidt ist in besonderem Maße geeignte, Achtung und Vertrauen in einer für sein/ihr Amt oder das Ansehen des Beamtentums bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen. Tatsächlich macht das Verhalten von Lann Hornscheidt einen ganzen Berufsstand, nämlich den des Hochschullehrers und die Idee der Wissenschaft, deren Repräsentant er/sie sein will, lächerlich.

Das Vorliegen eines Dienstvergehens muss entsprechend bejaht werden.

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaft ist ein kontinuierlicher Erkenntnisprozess und als solcher ist Wissenschaft in erster Linie eine Methode, eine Methode, die Erkenntnisgewinn gewährleistet. Erkenntnis ist Wissen über die Realität, und entsprechend kann Wissenschaft nur eine empirische Methode der Erkenntnisgewinnung sein, eine Methode, die Hypothesen aus Theorien ableitet, die Hypothesen prüft und aus dem Prüfungsergebnis Konsequenzen für die Theorie zieht. Wissenschaftliches Arbeiten ist daher ein Arbeiten, das auf die Erkenntnis der Realität auf das Auffinden von Gesetzmäßigkeiten in der (sozialen) Umwelt, die uns umgibt, ausgerichtet ist.

Im Gegensatz dazu versteht Prof. Dr. Lann Hornscheidt sein/ihr Wirken nicht als Erkenntnisgewinn, sondern als “Intervention”, was notwendig voraussetzt, dass sich Lann Hornscheidt bereits im Besitz von Erkenntnis, und zwar von richtiger, wahrer und in seinem/ihrem Fall guter Erkenntnis wähnt, die zum Ausgangspunkt für Intervention gemacht werden kann. Damit ist aber Glauben und nicht Wissenschaft beschrieben. Nur wer glaubt, kann unbekümmert von jeglichem Zweifel in das Leben Dritter intervenieren. Nur wer glaubt, kann sich aufführen, als wäre er im Besitz der Wahrheit, die zu allen Zeiten in der Vergangenheit und der Zukunft gültig ist und gültig sein wird. Lann Hornscheidt glaubt und hat entsprechend nichts an einer Universität zu suchen, denn er/sie ist offenkundig nicht in der Lage, seinen Dienstauftrag, bewährtes Wissen an Studenten zu vermitteln, zu erfüllen oder in die Methode der Wissenschaft einzuweisen.

Der Schwerpunkt auf der Intervention, deren Ziel die Manipulation von Verhalten, die Veränderung des Verhaltens Dritter ist, zeigt, dass Lann Hornscheidt Sozialpolitiker sein will, was er/sie durchaus sein kann, aber nicht an einer Universität. Universitäten dienen nicht dem Schreiben politischer Programme oder dem Entwerfen politischer Kampagnen, sondern der Vermittlung und Gewinnung von Wissen und somit dem Gegenteil dessen, was Lann Hornscheidt anstrebt.

Universitäten sind Orte der Erkenntnisgewinnung und als solche notwendig Orte des Zweifels, und wer zweifelt, der kann nicht in das Leben Dritter intervenieren wollen oder das Leben Dritter von einer moralischen Warte aus beurteilen. Lann Hornscheidt tut beides und hat entsprechend nichts an einer Universität verloren.

Gewinnt man dann, wenn man die Lehrveranstaltungen, die Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität in Berlin anbietet, noch den Eindruck, hier werde Wissenschaft mit Sprachspielen und Universität mit Kaffeekränzchen verwechselt, z.B. dann, wenn außer reflektierendem Diskutieren und angeblich kritischem Reflektieren nichts getan zu werden scheint, so nimmt die Debattierwerkstatt, die Lann Hornscheidt an der Humboldt Universität zu unterhalten scheint, andere Züge an, wenn man die Versuche, einerseits die deutsche Sprache zu verballhornen und andererseits historische Persönlichkeiten wie Alexander und Wilhelm von Humboldt zu denunzieren, in Rechnung stellt.

Agitprop an der Humboldt-Universität

Lann Horscheidt scheint seine/ihre Studenten dazu aufzuwiegeln, “Interventionen” für eine unverständliche Sprache durchzuführen und vermeintlich kritisch-reflektierend und ohne den störenden Einfluss historischen Wissens, Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts ahistorisch, unreflektiert und vor allem: unkritisch zu diskreditiern Der resultierende Aktivismus hat entsprechend nichts an Universitäten als Stätten von Wissen, als Stätten des fairen und vor allem argumentativen Umgangs miteinander zu suchen. Man würde entsprechende Aktivitäten eher bei militanten Sekten erwarten, mit Sicherheit aber nicht an einer Universität.

Insofern Lann Hornscheidt diese Aktivitäten nicht nur unterstützt, sondern ganz offensichtlich dafür verantwortlich ist, zeigt sie/er deutlich, dass er/sie besser in einem Konvent als an einer Universität aufgehoben wäre. Insofern Lann Hornscheidt eine wissenschaftliche Position missbraucht, um leichtgläubige Studenten zu manipulieren und zu indoktrinieren, zeigt er/sie deutlich, dass er/sie Wissenschaft mit politischem Aktivismus verwechselt. Um weiteren Schaden an der Wissenschaft zu verhindern, ist Lann Hornscheidt daher von der Humboldt Universität auszuschließen.

Schaden für die Wissenschaft

Zudem fügt Lann Hornscheidt der wissenschaftlichen Community im Allgemeinen und der Position des Professors erheblichen Schaden dadurch zu, dass sie/er beide lächerlich macht. So findet sich auf der öffentlichen Homepage von Lann Hornscheidt an der Humboldt Univeristät zu Berlin die folgende Passage:

Professx für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien
Wollen Sie mit Profx. Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen? Achten Sie bitte darauf, Anreden wie
“Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt” zu verwenden.
Bitte vermeiden Sie alle zweigendernden Ansprachen wie “Herr ___”, “Frau ___”, “Lieber ___”, oder “Liebe ___”.

Das Berliner Hochschulgesetz sieht im Paragraphen 103 die Führung des Titels “Professor” oder “Professorin” vor. Das Führen einer Kreation wie Profx oder Professx ist im Hochschulgesetzt nicht vorgesehen. Lann Hornscheidt scheint somit selbst der Ansicht zu sein, keine Professur an einer öffentlichen Universität inne zu haben, was seine/ihre Entfernung erleichtern sollte.

Der Wunsch, mit einer fiktiven und von Lann Hornscheidt erfundenen Bezeichnung angeredet zu werden, lässt zudem Probleme in der Persönlichkeit von Lann Hornscheidt vermuten, die einer Ausübung der Position eines Professors im Wegen stehen. Dies wird nicht zuletzt dadurch nahegelegt, dass Wissenschaft ein kumulativer Erkenntnisprozess ist, der auf methodisch gewonnenen und nachvollziehbaren Ergebnissen basiert. Insofern Lann Hornscheidt Sprachidiosynkrasien einführt, die ihm/ihr verständlich sein mögen, die sonst aber niemand versteht, zeigt sie/er deutlich, dass er/sie keine Idee von Wissenschaft, nicht einmal eine vage Vorstellung von Wissenschaft hat. Entsprechend ist Lann Hornscheidt entweder nicht fähig oder nicht willig, ihren/seinen Arbeitsauftrag zu erfüllen.

Vielmehr versucht Lann Hornscheidt, Studenten die entsprechenden sprachlichen Idiosynkrasien anzuerziehen und Studenten dazu zu zwingen, diese Sprachidiosynkrasien, die im Hochschulgesetz nicht vorgesehen sind, einzuhalten, um überhaupt Kontakt mit Lann Hornscheidt aufzunehmen zu können. Folglich nutzt Lann Hornscheidt seine/ihre Position aus, um Studenten gleichzuschalten und seine/ihre persönlichen Vorlieben im öffentlichen Raum einer Universität durchzusetzen.

Um dem Treiben von Lann Hornscheidt ein Ende zu setzen und weiteren Schaden von Wissenschaft abzuwenden, bleibt daher nur die Möglichkeit, Lann Hornscheidt aus ihrer/seiner Position als Professor zu entfernen und jeglichen Umgang mit Studenten zu unterbinden.

Diese Forderung wird von den im Folgenden genannten Personen unterstützt. Wer die Forderung unterstützen will, kann uns eine Email [sciencefiles at textconsulting.net] schicken, um in die Liste der Unterstützer aufgenommen zu werden.

  • Dr. habil. Heike Diefenbach
  • Michael Klein
  1. Christoph Assel, Potsdam
  2. Dr. Fritz Baur
  3. Oliver Behrendt, LL.M., Berlin
  4. Thomas Bertz, Großburgwedel
  5. Henning Bettermann, Klein-Vielen
  6. Dr. Harald Beurich, Plankstadt
  7. Rainer Brandl
  8. Hermann Bubke, Berlin
  9. Maximilian Dachs
  10. Dr. Elmar Diederichs
  11. Martin Eppelmann, Berlin
  12. Prof. Dr. med. Rainer Gladisch, Lindenfels
  13. Ronald M. Hahn, Wuppertal
  14. Dr. Thomas Hartung
  15. Jens Hölscher
  16. Dietmar Hube
  17. Michael Gäse, Paderborn
  18. Dr. Walter Heinz Greiner, Hurlach
  19. Michael Hoeft, Köthen
  20. Stephan Holzinger
  21. Wolfgang Jacobs, Berlin
  22. Markus Kausch, Höhenkirchen-Siegertsbrunn
  23. Ralph Knebel, Berlin
  24. Daniel Knoell
  25. Isabel Kocsis, OStR
  26. Prof. Dr. Dr. med. Dr. habil. Adorján F. Kovács
  27. Tobias Kramer, Kaufbeuren
  28. Frieder Lehmann
  29. Stefan Lehmann, Berlin
  30. Dr. Hubert Lerch
  31. Gerhard Leuner
  32. René Lissner, Potsdam
  33. Dipl.- Ing. Frieder Lorenz, Berlin
  34. Udo Marx
  35. Johannes Meiners
  36. Karsten Mende
  37. Gregor Mitzka
  38. Thomas Most, Meißen
  39. Philipp Müller, Frankfurt a. Main
  40. Günther Oberheide, Hannover
  41. Peter Oestel, Berlin
  42. Frank Otte
  43. Gottfried Pfüller
  44. Ronald Preuß, Chemnitz
  45. Gerald Radloff
  46. Matthias Rahrbach
  47. Helmut Roth
  48. Volker Rotter
  49. Christoph Sattler
  50. Heinz-Josef Schaaf, Bad Camberg
  51. Günter Scharf, Sonsbeck
  52. Sven H. Schillings, Koblenz
  53. Klaus Schulte, Stuttgart
  54. Dipl. Ing. Eberhard Schulz
  55. Bernhard Siefert, Grenzach-Wyhlen
  56. Ludmilla Sokolova
  57. Carsten Thumulla
  58. Ulrich Peter Trappe
  59. Volker Urban
  60. Dr. Angelo Vallone, Köln
  61. Ricard Vila, Stuttgart
  62. Günter Wagner, Heidenheim
  63. Arnfried Walbrecht
  64. Ursula Wedler, Bielefeld
  65. Uwe Werler, Dresden
  66. Wolfgang Zecher
  67. Jörg Zergiebel, Dresden
  68. Georg Zundel, Bad Waldsee

Studenten intervenieren: HUmboldt Universität in Humbug-Sanatorium umbenennen

Wir sind zur Abwechslung einmal mit einer Initiative an der Humboldt-Universität einverstanden. Die Initiative, die sich Intervention nennt, will die Universität umbenennen. Das unterstützen wir und haben wir auch in der Vergangenheit bereits unterstützt. Wir haben damals Humbug-Universität vorgeschlagen, angesichts der neuesten Entwicklungen, auf die uns ein Leser von ScienceFiles aufmerksam gemacht hat, schlagen wir nunmehr: Humbug-Sanatorium, vielleicht auch Haus am Zauberberg vor.

Lann HornscheidtEin Insasse des Humbug-Sanatoriums nennt sich Lann Hornscheidt und möchte mit “Sehr geehrtx Profx. Lann Hornscheidt” angesprochen werden. Warum auch nicht, schließlich ist jeder im Humbug-Sanatorium anders und warum soll man den einen nicht mit Profx und den anderen mit Prefx ansprechen? Wenn es bei der Heilung hilft…

Lann Horscheidt wird von Steuerzahlern finanziert, um im Humbug-Sanatorium zu “visualisieren”, um “w_ortungen” zu betreiben und um zu “intervenieren”. Es ist eben dieses Intervenieren, bei dem wir uns mit Lann Hornscheidt treffen, denn Lann Hornscheidt scheint die Feder der Studenten zu führen, die sich berufen fühlen, kritisch wie sie sagen, zu intervenieren, zu intervenieren, um die Humboldt-Universität umzubenennen.

Und es ist die Begründung zu diesem Lann Horscheidtschen Intervenieren, die uns veranlasst hat, die Umbenennung der Humboldt-Universität in Humbug-Sanatorium zu unterstützen.

Deshalb nunmehr die Studixe und Profixin im O-Ton und mit einer Vorabwarnung: Wer nicht in der Lage ist, große Mengen prätentiösen Unsinns zu verarbeiten und befürchtet, dass sein Intellekt leiden könnte, wenn er mit allzuviel behandlungswürdigem Quatsch belastet wird, der soll die nummerierten Absätze meiden und sich auf unsere eingerückte Übersetzung der jeweiligen Textpassage beschränken.

(1) Humboldt ist ein Name, der in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung einen besonderen Platz einnimmt”.

Unsere Übersetzung: Wer Humboldt gut findet, ist ein hegemoniales Schwein, denn Humboldt hat einen besonderen Platz in der “hegemonialen deutschen kollektiven Erinnerung”. Sie kennen doch die hegemoniale kollektive deutsche Erinnerung, das ist die Erinnerung, die immer dann kommt, wenn es darum geht, den Erbfeind im Fussball zu schlagen… oder so.

(2) Alexander und Wilhelm Humboldt “verkörpern deutsche (Ideal-)Vorstellungen von Bildung und Wissenschaft” und werden in “hegemonialen Diskursen verhandelt”.

Humboldt SuedamerikaUnsere Übersetzung: Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, dass in Teilen des Humbug-Sanatoriums hegemonial ein Synonym für alles, was schlecht, böse, eben hegemonial ist, ist. Kurz: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind Schweine.

(3) Die hegemonialen Diskurse, die Alexander und Wilhelm von Humboldt verhandeln, stellen sie als “kosmpolitische Leitfiguren europäischer Ideen- und Geistesgeschichte, die vermeintlich auf der Grundlage von Neugierde und Weltoffenheit Wissenschaft betrieben” haben, dar.

Unsere Übersetzung: Die Schweine, die im hegemonialen Diskurs diskursieren, behaupten doch glatt, Alexander und Wilhelm, also diese hegemonialen Schweine aus dem 18./19. Jahrhundert, hätten ein Erkenntnisinteresse gehabt, sich gar für andere Kulturen und Ländern interessiert, was sie schon deshalb nicht getan haben können, weil sie in deutscher Sprache und nicht mit x, innen oder sonstigem Indizierungsmerkmal geistiger Verwirrung geschrieben haben. Tatsächlich sind Alexander und Wilhelm ignorante Schweine.

(4) Alexander stammt aus einer preußisch adeligen Familie. … Seine “Forschung stand in der kolonial-rassistischen Tradition von sogenannten ‘Entdeckungsreisen’, also die Reisen ableisierter europäischer männlicher weißer Menschen in bereits bewohnte Gebiete und die daraufolgende Proklamation einer ‘Entdeckung’. Dabei ist hier schon der Gedanke des ‘Entdeckens’ rassistisch. Wer kann wo was für wen ‘entdecken’? Die Ergebnisse seiner Forschungsreise wurden zur weiteren Ausbeutung der Kolonien verwendet und dienten zugleich ihrer ideologischen Untermauerung … Alexander schrieb hauptsächlich über Vegetation und Gesteinsarten…”

Unsere Übersetzung: Alexander ist nicht nur ein Schwein, er ist ein adeliges, preußisches Schwein, das in die anderen Länder gereist ist, um sich dort als adeliges, preußisches Schwein aufzuführen und die Behinderten vor Ort noch kleiner zu machen als sie sowieso schon sind. Alexander ist ein nicht behindertes (ableisiert), europäisches, weißes und vor allem männliches Schwein. Und nun zur Beantwortung der Frage: Wer kann wo was für wen entdecken? U.a. Alexander Fleming konnte das Penicillin, also ein Antibiotikum entdecken, das seither in der Behandlung eingesetzt wird. Nun war Fleming ein europäisches, weißes, ableisiertes und vor allem männliches Schwein, weshalb Lann Hornscheidt und ihre Anhänger im Humbug-Sanatorium für sich jegliche Behandlung mit Antibiotika ausschließen. Man will schließlich nichts mit männlichen Schweinen und ihren Entdeckungen zu tun haben. Denn: Antibiotika sind wie die Schilderungen der Vegetation und Gesteinsarten von Alexander Humboldt Versuche, rassistischer, europäischer, weißer, ableisierter und vor allem männlicher Hegemonie die reassistische, ablesierte, europäische, weiße, männliche und sexistische Hegemonie zu sichern.

(5) “Nichtsdestotrotz wird Alexander häufig als Kritiker der Versklavung von Menschen und dadurch als vermeintlich antirassistisch hergestellt. [kein Tippfehler]. Das ist im Kontext seiner Werke und seines Lebens zynisch, denn seine Wissensbildung wurde durch koloniale Ausbeutung ermöglicht…”.

Unsere Übersetzung: Die weißen, ableistischen, rassistischen und sexistischen und sonstistischen Schweine gehen sogar soweit, das weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische und sonstistische Schwein Humboldt als Wissenschaftler zu feiern, obwohl seine Ergebnisse nur durch koloniale Ausbeutung der von ihm beschriebenen Vegetation und Gesteinsarten möglich war.

(6) “Wilhelm von Humboldt hat zur “wirkmächtigen pseudo-wissenschaftlichen Legitimation der sexistischen Diskriminierung von Frauen beigetragen, indem er die asymmetrischen Geschlechterverhältnisse naturalisiert, also vermeintlich biologisch erklärt und legitimiert” hat.

Noch so ein Schwein. Der andere weiße, ableistische, rassistische, kolonialistische, sexistische und sonstistische Humboldt hat behauptet, es gäbe zwei Geschlechter und die seinen verschieden. So ein Schwein.

(7) Wilhelm hat eine “allgemeinmännliche Schulbildung” eingeführt.

So ein sexistisches Schwein, und wir wussten es immer: Bildung ist scheiße, außer sie wird Mädchen zugedacht.

(8) “Die Rezeption der Werke von Alexander und Wilhelm ent_nennt konsequent deren ableistische-kolonial_rassistisch_sexistische Inhalte”.

Wenn über die Humboldt-Schweine geredet wird, wird konsequent unterschlagen, dass sie ableistische, koloniale, rassistische, sexistische, sonstistische und weiße männliche Schweine sind.

(9) “Die beiden Brüder reihen sich ein in den Kanon der unmarkierten Norm einer Vorstellung des Menschen als ableisiert, männlich und weiß …”

Humboldt ideeDa die beiden Brüder ableistische, weiße, koloniale, rassistische, sexistische, männliche und sonstistische Schweine sind, stehen sie in einer Reihe mit dem, was in Deutschland als normaler Mensch gilt, also mit ableistischen, weißen, männlichen, rassistischen, sexistischen, kolonialen und sonstistischen Schweinen.

(10) “Ihre Wissensproduktion und deren (reale) Wirkungsweise waren und sind darin eingebunden und sie haben ableistische_klassistische_rassistische_sexistische Gewalt unterstützt …”.

Man kann es nicht oft genug sagen: Alexander und Wilhelm von Humboldt sind ableistische, klassistische, sonstistische, rassistische, koloniale, männliche und weiße Schweine.

Und deshalb muss die Humboldt-Universität nach Ansicht von Lann Hornscheidt und ihrer Clique umbenannt werden. Ein Ansinnen, das wir aus voller Überzeugung teilen. Eine Umbenennung in Humbug-Sanatorium scheint uns drigend geboten. Einerseits um die Namen von Alexander und Wilhelm von Humbolt davor zu schützen, weiterhin in den Schmutz gezogen zu werden, und zwar auf Steuerzahlers Kosten. Andererseits, um dem dort real existierenden Wahnsinn Rechnung zu tragen und der absurden Vorstellung, beim Humbug-Sanatorium handle es sich um eine Universität ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, am Ende denkt noch jemand, das Humbug-Sanatorium habe etwas mit Bildung zu tun, mit Wissen, mit Philosophen wie Wilhelm von Humboldt, der ein liberales Bekenntnis für eine freie Gesellschaft geschrieben hat (Idee zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen), das seinen Teil dazu beigetragen haben mag, dass Deutschland in den heutigen demokratischen Versuch eingemündet ist, jenen Versuch, der wiederum dazu geführt hat, dass Extremisten und X’se es in Positionen geschafft haben, von denen aus sie Personen wie Wilhelm von Humboldt verunglimpfen zu können glauben.

Eigentlich ist das lustig, wenn Personen, die in ihrem Leben bislang noch überhaupt nichts geleistet haben, versuchen, Personen, die auf eine Lebensleistung zurückschauen können, zu verunglimpfen. Es weckt das Bild der neidischen Wanze, die an das Bein des Elefanten pinkelt. Aber der Spass hört da auf, wo diese Personen in öffentlichen Positionen an Universitäten sitzen, in Positionen die der Vermittlung des von den X’sen denunzierten Wissens und nicht der Vermittlung von Hirngespinsten dienen, in Positionen, die von Steuerzahlern finanziert werden.

Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Brief an den Kultusminister des Landes Berlin zu schreiben, in dem wir fordern, das Profx Lann Hornscheidt von seinen Pflichten als Profx für Gender Studies und Sprachanalyse mit sofortiger Wirkung zu entbinden (wir entschuldigen uns für diesen sexistischen Verweis), die entsprechende Professur zu streichen und das Geld an Behinderte in Uganda zu spenden. Damit dieser Brief mit dem nötigen Nachdruck und der entsprechenden Ladung Ignoranz-Abschreckung geschrieben werden kann, rufen wir alle ScienceFiles-Leser dazu auf, sich als Unterzeichner an diesem Brief zu beteiligen (Wir veröffentlichen die Namen der Unterstützerauf ScienceFiles.) Wer diesen Brief, den wir vor dem Verschicken ebenfalls auf ScienceFiles veröffentlichen, unterstützen will, der soll uns bitte eine Email schreiben.

Offensichtlich ist Profx Lann Hornscheidt mit dem an Universitäten heimischen Erkenntnisinteresse nicht vertraut und auch nicht in der Lage, den entsprechenden universitären Anforderungen gerecht zu werden, sondern schlicht überfordert und vermittelt deshalb das Bild eines verwirrten Geistes, der seine Position zur Verbreitung von hanebüchenem Unsinn missbraucht.

Die öffentlichen Mittel sind zu knapp, um für derartigen Unsinn aus dem Fenster geworfen zu werden.

Totale Verwirrung bei TOTAL E-QUALITY: Gleichstellung oder Chancengleichheit – was denn nun?!?

Bereits vorgestern haben wir über das vom TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. erfundene Prädikat mit dem aufschlussreichen Namen TOTAL E-QUALITY berichtet, das gemäß der Beschreibung durch das IWT der “Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Ihrem Unternehmen/Ihrer Organisation”, darunter auch in wissenschaftlichen Institutionen, dienen soll.

Total-E-QualityDer TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. ist seinerseits anscheinend eine Erfindung des Bundesministeriums für alle außer Männern (in der Blüte Ihrer Jahre), und vermutlich gilt das auch für das Prädikat; jedenfalls wird es “[m]it Unterstützung” dieses Ministeriums finanziert, und Angela Merkel und Ursula von der Leyen scheinen zu meinen, dass ihr Konterfei auf den Seiten von TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V., versehen mit den üblichen, unsinnigen Sprüchen zur angeblichen Ignoranz der bundesdeutschen Gesellschaft gegenüber “der Hälfte unserer Talente” dabei helfen würde, den Multiplikatoren-Verein für ihre Staatsideologie beim Bürger einzuschmeicheln. Ob nicht sozusagen dieser Schuss nach hinten losgehen wird, ist eine offene Frage, aber jedenfalls handelt es sich um die “usual suspects”, die hinter dem neu erfundenen Prädikat stehen.

Weil derzeit mit dem Begriff der Chancengleichheit in Deutschland ungehemmt und in jeder erdenklichen Weise Schindluder getrieben wird, betrachten wir uns den so genannten “Quick-Check”, d.h. den Kurz-Fragebogen, den das IWT erstellt hat, um wissenschaftlichen Institutionen oder Organisationen zu ermöglichen, vor der eigentlichen Bewerbung um das Prädikat festzustellen, “wie weit Sie schon sind” (so heißt es im “Quick-Check”) oder besser: wie weit sie derzeit schon von der Idee der Wissenschaft Abstand genommen haben, um sie durch geistige Verwirrung und Gehorsam der Staatsideologie gegenüber zu ersetzen.

Die Jury, die über die Vergabe des Prädikats für Gehorsam gegenüber der Staatsideologie an wissenschaftliche Einrichtungen entscheidet, besteht übrigens aus genau drei Personen, von denen nur eine einzige als hauptberuflich tatsächlich in der Wissenschaft Tätige angesehen werden kann, nämlich die Sprachwissenschaftlerin Dr. Hadumond Bußmann, während die anderen beiden Personen als Personal in der wissenschaftlichen Selbst-/Verwaltung angesehen werden müssen: bei ihnen handelt es sich um Dr. Ing. Matthias Kleiner, der Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft ist, und Brigitte Göbbels-Dreyling, die die stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz ist.

Der Kurz-Fragebogen für wissenschaftliche Einrichtungen umfasst insgesamt zehn Fragen. Zu jeder dieser Fragen stellen wir unsererseits kurze Fragen oder machen kurze Anmerkungen, die eigentlich hinreichen sollten, um das Prädikat TOTAL E-QUALITY als das Ergebnis totaler geistiger Verwirrung erkennbar zu machen, das es ist.

Es folgen zunächst die zehn Fragen aus dem Kurz-Fragebogen:

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Fragen Unsere Anmerkungen
(1) “Sind in Ihrer Einfrichtung Frauen in wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Führungspositionen beschäftigt oder an fachlich herausgehobenen Positionen ohne Führungsverantwortung tätig (als Projektleiterin o.ä.)?” In wissenschaftlichen Einrichtungen sollten ebenso wie in Unternehmen und Organisationen diejenigen Personen in Führungspositionen sein, die die vergleichsweise höchste Leistung erbracht haben. Das Geschlecht einer Person gibt keinerlei Aufschluss über die von ihr erbrachte Leistung und umgekehrt. Wenn Frauen in Führungspositionen anzutreffen sind, dann ist davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer Leistung in diese Positionen gekommen sind, denn bis vor wenigen Jahren galt auch in wissenschaftlichen Einrichtungen noch das Leistungsprinzip, und gerade deshalb sind Frauen in Führungspositionen (auch) an wissenschaftlichen Einrichtungen ein Beleg dafür, dass Chancengleichheit bereits in der Vergangenheit geherrscht haben muss, denn sonst hätten diese Frauen nicht in ihre Führungspositionen gelangen können. Wenn das zutrifft, ist die Abwesenheit von Frauen in Führungspositionen aber anders zu erklären als dadurch, dass keine Chancengleichheit herrschen würde oder geherrscht hätte. Frage 1 kann daher nicht als Indikator für Chancengleichheit angesehen werden, sondern lediglich als Indikator für die Annäherung an eine Quotierung von Führungspositionen nach Geschlecht. So gesehen misst Frage 1 in der Tat, wie weit sich wissenschaftliche Einrichtungen schon vom Leistungsprinzip ab- und einem Quoten- oder Gleichstellungsprinzip zugewandt haben.
(2) “Beteiligen Sie Frauen an Ausschreibungsverfahren oder Auswahlgremien? An Ausschreibungsverfahren und Auswahlgremien sind Personen normalerweise aufgrund ihres Tätigkeitsprofils und nicht aufgrund ihres Geschlechtes beteiligt. Beispielsweise setzt sich eine Berufungskommission an einem universitären Fachbereich vorrangig aus Inhabern von Lehrstühlen zusammen. Frauen sind in dem Maß an Berufungskommissionen beteiligt wie sie Lehrstühle inne haben. Das entspricht der Idee, dass es Fachkollegen sind, die am besten geeignet sind, einen kompetenten Bewerber um eine Professur auszuwählen, wobei das Geschlecht von Personen ohne Bedeutung ist. Ausschreibungsverfahren werden an wissenschaftlichen Einrichtungen gewöhnlich von den Zuständigen im Personalamt bzw. der Personalabteilung durchgeführt, so dass auch dort gilt: Frauen sind in dem Maß an ihnen beteiligt, in dem sie die entsprechenden Zuständigkeiten in Personalabteilungen haben. Frage 2 verdeckt diese Zusammenhänge vollständig und scheint darüber hinaus Frauen niedrige Motive wie Basenwirtschaft zu unterstellen, indem angenommen wird, dass Frauen, wann immer sie eine Position inne haben, diese Position aus unbekannten Gründen – vielleicht wird hier von einer Art biologischem Imperativ ausgegangen, der selbst ein erhebliches Maß an Sexismus darstellt – dazu missbrauchen werden, Frauen gegenüber Männern zu bevorteilen. Die Frauen, die sich durch ihre Beteiligung an dem Prädikat als Unterstützerinnen dieser Vorstellung identifizieren oder sogar meinen, mit ihrem Namen und Konterfei dafür werben zu müssen, scheinen sich nicht einmal darüber bewusst zu sein, auf welche für ihre Integrität fatale Weise diese Vorstellung auf sie als Positionsinhaberinnen zurückfällt.
(3) “Werden Frauen – auch in Teilzeit – beruflich gefördert (z.B. Mentoringprogramme)?” Warum sollte ein Unternehmen, eine Institution, eine Organisation oder speziell eine wissenschaftliche Einrichtung ein Geschlecht bevorzugen, wenn es sich angeblich für Chancengleichheit einsetzt? Chancengleichheit bedeutet, dass Personen, die sich an der Einrichtung bewerben oder dort arbeiten, auf dieselben Bedingungen treffen. Als Bewerber sollten sie dementsprechend dieselbe Chance haben, dass ihre Qualifikationen mit Bezug auf die zu besetzende Stelle betrachtet und mit denen der anderen Bewerber verglichen werden, und das bedeutet, dass sie im Vorfeld dieselben Chancen haben müssen, diese Qualifikationen zu erwerben. Wenn Frauen, aber nicht Männer diesbezüglich gefördert werden, dann bedeutet das, dass die Chancengleichheit verletzt wird, nicht, dass sie gefördert würde. Das ist das Gegenteil dessen, wozu das Prädikat angeblich beitragen möchte. Ob hier bewusst versucht wird, die Öffentlichkeit auf primitive Weise zu täuschen, oder ob hier tatsächlich blanke Unkenntnis sozialpolitisch relevanter Ideen und Konzepte zum Ausdruck kommt, bleibt ungeklärt.

Chancengleichheit ist eine Gleichheit, die sich – wie der Name schon sagt – auf die Gleichheit von Chancen, nicht auf die Gleichheit von Ergebnissen bezieht. Entweder es ist das Ziel einer Initiative, möglichst viele oder eine bestimmte Anzahl von Frauen auf bestimmte Positionen zu bringen – Gleichstellung fällt in diese Kategorie, da sie eine gleiche Verteilung von Männern und Frauen auf bestimmte Positionen anstrebt –, dann strebt man eine Gleichheit im Ergebnis an, und weil die Verteilung, die im Ergebnis vorliegen soll, schon bekannt ist, ist Chancengleichheit völlig unnötig: man verteilt einfach solange nur oder bevorzugt Personen mit einem bestimmten Merkmal, z.B. Geschlecht, bis diese Personengruppe die Ergebnisse aufweist, die man ihr zugedacht hat. Chancengleichheit ist eine Form der Gleichheit, die dann gar nicht notwendig ist. Oder es ist das Ziel einer Initiative, darauf hinzuwirken, dass jede Person dieselbe Chance hat, die Zugangskriterien zu einem Gut oder einer Position durch eigene Leistung, soweit man sie erbringen möchte, zu erfüllen. Chancengleichheit ist daher ein Teil des Gerechtigkeits- bzw. Leistungsprinzips und steht im Gegensatz zu jeder Vorstellung von Ergebnisgleichheit oder Quotierung.

Wer Frage 3 bejaht, zeigt also an, dass er Chancengleichheit gerade nicht fördert, sondern das Chancengleichheitsprinzip bewusst zugunsten einer Ergebnisgleichheit oder Quotierung zu verletzen bereit ist.

(4) “Ist Personalentwicklung für den wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Bereich bereits ein Thema?” Personalentwicklung in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen dient gleichermaßen dazu, dazu beizutragen, dass der Daseinszweck derselben möglichst gut erreicht wird. Der Daseinszweck von Unternehmen ist, Profit zu erwirtschaften und am Markt zu bleiben, was erst ermöglicht, dass Konsumenten zuverlässig und bezahlbar mit bestimmten Gütern versorgt werden. Der Daseinszweck von wissenschaftlichen Einrichtungen ist es, die Wissenschaft voranzubringen. Frage 4 hat daher keine Relevanz mit Bezug auf die Erhöhung des Frauenanteils in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen, es sei denn, man wolle Personalentwicklung dazu missbrauchen, Ergebnisgleichheit nach Geschlecht zu schaffen, statt den jeweiligen Daseinszwecken der Unternehmen, Institutionen oder Organisationen dienstbar zu machen.
(5) “Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter/innen bei der Kinderbetreuung (finanziell, organisatorisch)?” Unternehmen, Institutionen oder Organisationen sind nicht dazu da, den privaten Entscheidungen ihrer Mitarbeiter Rechnung zu tragen. Sie sind gut beraten, diejenigen Personen zu beschäftigen, die sich am meisten für das Unternehmen, die Institution oder Organisation engagieren wollen, nicht diejenigen, die meinen, sich nur engagieren zu können, wenn Unternehmen, Institutionen oder Organisationen für ihre sonstigen Angelegenheiten sorgen. Unternehmen, Institutionen oder Organisationen bezahlen ihre Mitarbeiter für die Arbeit, die sie tun; es besteht kein Anlass zu meinen, sie müssten ihre Mitarbeiter hierüber hinaus dafür entschädigen, dass sie in der Zeit, in der sie arbeiten, nicht am sonnigen Strand sitzen oder ein Buch lesen oder mit Kindern spielen oder sonst einer privat bevorzugten Tätigkeit nachgehen können. Siehe auch die Anmerkung zu Frage 4 bzw. zum Daseinszweck von Unternehmen, Institutionen oder Organisationen.

Im Übrigen soll Frage 5 wohl suggerieren, dass Kinderbetreuung durch eine Person eine notwendige Beziehung zum Geschlecht der Person habe, was eine Verwechslung von Kinderbetreuung mit Kinderzeugung darstellt und einen biologistisch fundierten Sexismus darstellt, den diejenigen, die Frauen und Männer gerne gleichstellen wollen, gerne denen vorwerfen, die Chancengleichheit und Leistungsprinzip der Ergebnisgleichheit vorziehen (also keine Sozialisten sind).

(6) “Hat die Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte ausreichende Ressourcen, um wirksam arbeiten zu können?” Die Frage ist unsinnig, denn eine Gleichstellungsbeauftragte gehört nicht in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen. Eine Gleichstellungsbeauftragte soll ja anscheinend Personengruppen gleichstellen. Unternehmen, Institutionen oder Organisationen haben aber bereits ihre Daseinszwecke, und für diese ist Gleichstellung irgendwelcher Personengruppen irrelevant. Schmuggelt man in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen Gleichstellungsbeauftragte ein und stattet man sie auch noch mit “ausreichende[n] Ressourcen [aus], um wirksam arbeiten zu können”, dann macht man aus dem Unternehmen, der Institutionen oder der Organisationen eine Filiale der staatsideologischen Gleichstellungspolitik, die ihr eigener Zweck ist, und pervertiert damit den Zweck, aufgrund dessen das Unternehmen, die Institution oder die Organisation einmal diente und eigentlich dienen sollte.
(7) “Integrieren Sie gleichstellungspolitische Elemente in Ihre Planungs- und Steuerungsinstrumente (z.B. monetäre und strukturelle Steuerungssysteme, Controllingsysteme, Evaluationsverfahren)?” Die Frage misst ebenso wie Frage 6 lediglich, wie weit sich Unternehmen, Institutionen oder Organisationen schon von ihrem Daseinszweck und ihrer Verantwortung gegenüber dem Steuerzahler und Konsumenten entfernt haben, und zwar aus denselben Gründen, die oben schon genannt wurden.
(8) “Ist Chancengleichheit in das Leitbild Ihrer Organisation integriert?” Frage 8 ist insofern eine dumme Frage als Diskriminierung von Personen oder Personengruppen aufgrund fachfremder Merkmale im Grundgesetz verboten ist. Es besteht daher überhaupt keine Notwendigkeit für Unternehmen, Institutionen oder Organisationen Chancengleichheit als ein “Leitbild” zu integrieren. Eine Selektion von Mitarbeitern gemäß ihrer Qualifikationen ist dagegen nicht nur (noch) nicht verboten, sondern dient dazu, den Daseinszweck der Unternehmen, Institutionen oder Organisationen zu erfüllen. Insofern alle Mitarbeiter die Chance haben, ihre Qualifikationen bei einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz und am Arbeitsplatz einzubringen und sich unternehmensintern und extern weiterzubilden, besteht Chancengleichheit der Mitarbeiter. Weil es im Interesse der Unternehmen, Institutionen oder Organisationen ist, diese Chancen zu bieten, kann man davon ausgehen, dass sie dies tatsächlich tun. Es scheint, dass in dieser Frage gar nicht Chancengleichheit gemeint ist, sondern Gleichstellung oder Quotierung der Geschlechter, was jedoch einander ausschließt (s. Anmerkung zu Frage 3). So gesehen ist Frage 8 ein Täuschungsversuch bzw. ein primitiver rhetorischer Trick oder ein neuerliches Zeugnis geradezu fahrlässiger, weil gesellschaftspolitisch unverantwortbarer Ahnungslosigkeit.
(9) “Integrieren Sie Erkenntnisse aus der Frauen- und Genderforschung in Forschung, Lehre und Studium?” Frage 9 ist u.E. die Frage mit dem größten Erheiterungswert: ihr liegen die völlig unbegründeten Prämissen zugrunde, dass 1) eine Frauen- und Genderforschung als Forschung im Sinne des Wortes (statt als rhetorischer Übung) inklusive der Möglichkeit und Bereitschaft zur Falsifikation ihrer Hypothesen existiere, 2) eine solche Forschung, (anscheinend aber nicht die Männerforschung,) falls sie existiert, irgendwelche benennbaren Ergebnisse (statt Bewertungen aufgrund ideologischer Vorgaben) erbracht hätte, und 3) dies Forschung, falls sie existiert, von irgendeiner Relevanz für die Erfüllung des Daseinszweck von Unternehmen, Institutionen oder Organisationen sei. Was von der in Frage 9 angesprochenen Frauen- und Genderforschung zu halten ist, wird schon daran deutlich, dass die Formulierer dieser Frage offensichtlich davon ausgehen, dass sie, falls sie existiert und falls sie benennbare Ergebnisse erbracht hätte, zweifellos eine Lobbyveranstaltung für Frauen sein müsse oder für das, was die Formulierer meinen, was im Interesse von Frauen sei. Es ist ihnen anscheinend völlig unvorstellbar, dass eine solche Forschung einen Befund erbringen könnte wie z.B. den, dass viele Frauen sich einem Dasein als Mutter stärker verbunden fühlen als irgendeinem Berufsethos und ihre Zukunftsplanung und ihr Engagement im Unternehmen, in der Institution oder Organisation entsprechend gestalten. Damit ist klar, dass von Frauen- und Genderforschung gar nicht erwartet wird, dass sie eine Forschung im Sinne wissenschaftlicher Forschung über (soziale) Tatsachen und Zusammenhänge ist. Und hieraus wiederum folgt, dass auch Frage 9 misst, wie weit sich ein Unternehmen, eine Institutionen oder eine Organisation von der Realität entfernt hat, in der es/sie agieren – und bestehen – muss.
(10) “Fördern Sie die Gewinnung junger Frauen für ein Studium und ihre Chancen für wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Karrieren?” Siehe Anmerkung zu Frage 3. Die Bevorzugung einer bestimmten Personengruppe ist nun einmal Bevorzugung und nichts anderes. Wer nicht an Gehirnkrebs leidet, versteht das. Und weil Bevorzugung Bevorzugung ist, steht sie im Gegensatz zu Chancengleichheit.

Fazit:
Berlin, Großkundgebung im SportpalastDas angebliche Prädikat misst politische Korrektheit bzw. wie weit Unternehmen, Institutionen oder Organisationen sich von ihrem Daseinszweck entfremdet und zu ausführendem Organen und Multiplikatoren staatsfeministischer Ideologie geworden sind. Um den Fragebogen – leicht abgewandelt – zu zitieren:

“Je mehr Fragen Sie mit ‘Ja’ beantworten, umso besser sind die Erfolgschancen einer Bewerbung. Schicken Sie uns Ihr Ergebnis! Uns interessiert, wie gut Ihre Organisation auf dem Weg zum Erfüllungsgehilfen der Ideologie eines totalitären Staates schon ist!”

Wir finden, dass Unternehmen, Institutionen oder Organisationen, für die mehr als eine Frage (vielleicht, weil sie missverstanden worden ist,) mit “Ja” beantwortet werden muss, offensichtlich ihren Daseinszweck vergessen haben und von so ungebildeten Mitarbeitern bestückt werden, dass sie den Unterschied zwischen Chancengleichheit und Gleichstellung (durch systematische Bevorzugung der einen und damit Benachteiligung der anderen) nicht kennen. Wenn es sich um wissenschaftliche Einrichtungen handelt, die vom Steuerzahler finanziert werden, steht die Frage im Raum: Wollen wir als Steuerzahler und Bürger solche nur angeblich wissenschaftlichen Einrichtungen finanzieren?

Die andere Frage, die sich uns aufdrängt, lautet: warum sollte man sich die Mühe machen, solche als rhetorische Tricks oder als Zeugnisse geistiger Verwirrung sofort ersichtliche Fragen zu formulieren, wenn man auch einfach fragen könnte: “Wollt ihr die totale Gleichheit?” Wer sich dazu hergibt, einen Fragebogen zwecks Erwerb des Prädikates TOTAL E-QUALITY auszufüllen, würde hierauf doch zweifellos einfach laut “Ja!” schreien können.