Alles Rassisten in der Bürgerlichen Mitte – Die Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS klärt auf

Den Genderisten bläst der Wind ordentlich ins Gesicht, was auch kein Wunder ist, denn wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass der Kaiser nackt ist, nimmt die Zahl derer, die das kaiserliche Gewandt bewundern, rapide ab.

Achtung heftiger Gegenwind!Und so scheinen den Gender- und Geschlechterforschern und vor allem den “feministischen Gesellschafts- und Wissenschaftskritikern” die Felle davon zu schwimmen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die ihnen außer Anomie wenig Zeit zur Reaktion lässt. Anomie beschreibt hier die Reaktion des Kaninchens vor der Schlange.

Und so hat uns gerade ein “Statement der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der DGS” erreicht, ein Statement zum “Ratschlag zum Umgang mit Anti-Feminismus”, das an Armseligkeit nicht zu überbieten ist. [Was Frauen- und Geschlechterforschung mit Feminismus zu tun hat, ob Frauen- und Geschlechterforschung überhaupt etwas mit Feminismus zu tun hat, das wäre übrigens noch zu klären. Es gibt genug Anlass anzunehmen, dass die Frauen, die Feminismus als emanzipatives Projekt begründet haben (z.B. Mary Wollstonecraft), beim Anblick der traurigen Gestalten, die heute von sich sagen, sie wären Feministen,  von einem heiligen Zorn erfasst würden.]

Vorab und zur Erinnerung: Bis heute hat es kein Lehrstuhlbesetzer für Gender, Geschlechter oder sonstige Zwischenbein-Forschung geschafft, einfache Fragen zu den Grundlagen, den Methoden, der Erkenntnistheorie seiner vermeintlich doch wissenschaftlichen Betätigung zu beantworten. Alle, die wir oder Günter Buchholz gefragt haben, schweigen beharrlich, was nurmehr den Schluss zulässt, dass sie nicht antworten können, weil sie keine wissenschaftlichen Grundlagen, keine wissenschaftlichen Methoden und keine Erkenntnistheorie haben.

Dafür haben sie einen ausgeprägten Opfersinn und eine ausgeprägte Lamentierfähigkeit, wie man dem Statement der Sektion Frauen und so weiter Forschung entnehmen kann.

Sie sehen sich umzingelt. Von Kritikern gejagt, die ihnen nun schon in der Wissenschaft auflauern und sie mit Fragen traktieren. Offensichtlich wird so langsam auch behäbigen Wissenschaftlern klar, dass sie Ideologen in ihren Reihen und an ihren Fördertöpfen haben (dazu unten mehr).

Dass die Frauen- und Geschlechterforscher_I_*innen Angst um ihre Pfründe haben, dass sie sich in der dummen Situation finden, sich erklären zu müssen, wird auch daran deutlich, dass sie, wie üblich, auf Kritik mit Diffamierung reagieren. So sehen sie eine “mediale Debatte”, die einen “Angriff” auf die “feministische Wissenschaftstradition” führt, was schon deshalb nicht möglich ist, weil es vermutlich eine feministische Tradition, aber eben keine feministische Wissenschaftstradition gibt. Gäbe es dieselbe, die Genderisten könnten die ihnen gestellten Fragen beantworten.

Die Angriffe werden sodann zu “Vorwürfen der Unwissenschaftlichkeit und der Ideologisierung”, um sich danach zu “polemischen Attacken” aufzubauen, die die  “De-Legitimierung des Feldes” anstreben (als müsste man das “Feld” de-legitimieren), den Genderisten die “Durchsetzung politischer Interessen” vorwerfen und die “Wissenschaftlichkeit der Genderforschung grundsätzlich in Abrede” stellen. Und diese Vorwürfe, Attacken und Angriffe, sie kommen auch aus dem “akademischen Feld”.

Ja, so ist das. Die Zeit des gemächlichen und ungestörten rent seeking ist vorbei.

DGSWer nun denkt, das Statement der XX-Sektion zeige die Unhaltbarkeit dieser “Angriffe”, “Attacken” und “Vorwürfen”, also in normaler Sprache: der Kritik an den Genderista auf, der irrt sich. Wo ein normaler Wissenschaftler mit Argumenten und dem Versuch, die Kritik zu widerlegen oder doch zumindst zu entkräften reagiert hätte, da reagieren die XX-Sektionalen mit … nichts.

Kein Argument, warum die Angriffe ungerechtfertigt sind.

Kein Beleg dafür, dass der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit falsch ist.

Kein Argument, das zeigt, dass keine Ideologisierung der Wissenschaft durch deren Infiltrierung mit Genderista erfolgt. Einfach nur nichts.

Einen klassischeren Beleg dafür, dass Frauen- und Geschlechterforscher eben keine Wissenschaftler, sondern Ideologen und politische Günstlinge sind, kann man sich kaum vorstellen.

Wir haben uns zwei Stellen aus dem “Statement” herausgegriffen, an denen die ganze Armseligkeit der Genderista deutlich wird:

“… wer anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, bewegt sich vor allem selbst auf rhetorisch-ideologischem Glatteis. Der in diesem Zusammenhang geäußerte Vorwurf, kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses seien völlig unterforscht, demonstriert Unkenntnis”.

Diese Passage richtet sich gegen Stefan Hirschauer, der es gewagt hat, einen recht biederen und zurückhaltenden Beitrag mit dem Titel “Wozu Gender Studies?” zu verfassen. Wer die Passage gelesen hat, vermisst vermutlich den positiven Teil, wie Hans Albert immer gesagt hat und bis heute wohl sagt: Warum, so muss man die Genderista fragen, bewegt sich derjenige, der anderen Normativität und politischen Etikettenschwindel vorwirft, auf Glatteis? Warum demonstriert jemand, der behauptet, “kulturelle Aspekte des Geschlechterverhältnisses” seien “völlig unerforscht” Unkenntnis?

Den rhetorischen Trick, der hier zur Anwendung kommt, könnte man als offensive Armseligkeit bezeichnen, denn die fehlenden eigenen Belege und Argumente sollen durch einen Angriff auf den Kritiker übertüncht werden. Ein Trick, der unter Genderista klappen mag, nicht jedoch unter Wissenschaftlern, denn Wissenschaftler sind nicht so dumm, als dass sie glauben würden, ein argumentum ad hominem sei gültig.

Wissenschaftler arbeiten an einem kumulativen Projekt . Und ein kumulatives Projekt setzt es voraus, dass man Argumente, nachvollziehbare und nachprüfbare Aussagen aufstellt. Wer nichts anderes kann, als Dritte abzukanzeln, der ist ein Ideologe und hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Ergo haben Genderista und ihre Vasallen in der Wissenschaft nichts zu suchen.

Genderista sind auch gar nicht in der Wissenschaft, um Wissenschaft zu betreiben oder Erkenntnis zu gewinnen, nein, sie sind politische Überzeugungstäter, Ideologen, die an einer sozialistischen Gesellschaft bauen wollen:

windbeutel“Dabei sind der sich artikulierende Antifeminismus sowie Trans- und Homophobie kein singuläres Phänomen. Die Diffamierung von Genderforscher_innen und die Verunglimpfung der Gleichstellungspolitik stehen u.a. im Zusammenhang mit kulturellem Rassismus, der sich zunehmend in Hassreden und Praktiken der Abwertung äußert. Europaweit zeigen mediale Debatten und Demonstrationen im öffentlichen Raum, dass die bürgerliche Mitte zunehmend ein ‚Unbehagen‘ artikuliert, das in der Ungleichheitsforschung u.a. auf die Neoliberalisierung und Vermarktlichung der Gesellschaft zurückgeführt wird; aus modernitätstheoretischer Sicht geht dieses ‚Unbehagen‘ mit antiemanzipatorischen und anti-aufklärerischen, d.h. reaktionären Impulsen einher. In diesem Zusammenhang werden kategorial abwertende Zuschreibungen, wie etwa Fremdenfeindlichkeit, immer vehementer artikuliert.”

Die bürgerliche Mitte ist aus Sicht der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGS also Hort von Rassimus, Homophobie, Antifeminismus und “Neoliberalisierung” bzw. kurz. von kulturellem Rassismus. So einfach denken die Gender-Sektionalen, ist es, Kritik vom Tisch zu wischen und Kritiker als kultur-rassistische Bourgeois zu diffamieren, die es im neuen Klassenkampf, in dem die gelangweilten Günstlinge öffentlicher Förderprogramme sich nunmehr mit denen konfrontiert sehen, die diese Förderprogramme finanzieren, quasi als Verkehrung dessen, was Marx einst am Werk sah und vielleicht auch als neue Fassung dessen, was er einst als Lumpenproletariat bezeichnet hat, zu bekämpfen gilt.

Die modernen Klassenkämpfer haben jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern ein Handicap: Sie verfügen über keinerlei Produktivkraft. Sie sind vollständig vom Wirt, der sie bedient, abhängig, und das scheint ihnen auch vollkommen bewusst zu sein. Anders ist dieses Mahnmal genderistischer Armseligkeit kaum zu erklären.

Siegwart Lindenberg hat einmal sinngemäß gesagt, dass dann, wenn die Mittel knapp werden, wenn ökonomische Zwänge die Ausgaben determinieren, Rationalität als Kriterium bei den entsprechenden Entscheidungen über die Verwendung begrenzter Ressourcen wieder Einzug hält. Insofern sind wir auf dem besten Weg, Genderista loszuwerden.

Dass nichts verloren ist, wenn wir Genderista von Hochschulen entfernen und im Gegenteil viel gewonnen ist, zeigt die folgende Passage aus dem Statement der Gender-Sektionierten ganz deutlich:

“Die Einsicht in Prozesse der Vergeschlechtlichung der Wissenschaftsorganisation und des wissenschaftlichen Denk- und Begriffsapparats war für die Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes zentral; die erkenntnistheoretisch motivierten Debatten der 1990er Jahre um das Verhältnis von sex und gender stellen eine paradigmatische Erweiterung dar und sind Ausdruck eines Selbstverständnisses als emanzipatorischer Wissenschaft, die immer wieder offen über das Verhältnis von Standortgebundenheit, Erkenntnis und Normativität in Verhandlungen getreten ist.”

Wie es sich mit einer angeblich emanzipatorischen Wissenschaft vereinbaren lässt, dass Kritiker der Genderista durch die Bank diffamiert und als Rassisten beschimpft werden, ist eine Frage, die die Schreiber des Statements vielleicht beantworten können, wenn sie demnächst von dem emotionalen Hoch, das ihre Hysterie ihnen verschafft hat, auf den Boden der Realität zurückkehren, sofern Hysterie bei ihnen kein Dauerzustand ist, quasi eine Grundqualifikation zum Genderista.

Inhaltlich hat die zitierte Passage wenig zu bieten und lässt sich unter Auslassung sämtlicher Füll- und Leerwörter wie folgt zusammenfassen: Die genannte Einsicht war wichtig, um zusätzliche Stellen für Gender-XX zu schaffen, und die Debatten der 1990er Jahre haben gezeigt, dass eine emanzipatorische Wissenschaft sich mit sich selbst beschäftigen muss. Die Maxime der feministischen Erkenntnis lautet demnach: “Beschäftige Dich mit Dir selbst und schaffe Stellen für andere, die sich mit sich selbst beschäftigen wollen!”

Zeit, an unsere Petition gegen Genderismus an Schulen und Hochschulen zu erinnern. Sie kann immer noch unterzeichnet werden.

Davon abgesehen, brauchen Stefan Hirschauer und Günther Buchholz Solidaritätsbekundungen, denn die beiden wurden von den Genderista als neue Feinde ins Visier genommen – wie man beim Lesen des Statements und vor allem der Fußnoten schnell bemerkt..

March Fools Day – Wer fällt auf den 22%-Scherz herein?

Morgen wehen in ganz Deutschland rote Fahnen (welche Farbe sonst?) – Equal pay daydenn nach den aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts sind Frauen gehaltsmäßig weiterhin in den roten Zahlen: Sie verdienten im Jahr 2014 rund 22 Prozent weniger als Männer. Rechnet man diesen Unterschied in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, also bis zum 20. März, umsonst.”

Und während die einen von roten Fahnen träumen, die wegen Berechnungen des Statistischen Bundesamts wehen, wehen vor den Stätten der Bildung und Vernunft weiße Fahnen, denn am March Fools Day, weicht Vernunft dem Unsinn, weicht Rationalität dem intuitiven Empfinden.

Bisland wissen wir nur von ScienceFiles, dass auch am March Fools Day die Fahne der Vernunft gehisst sein wird, dass auch am March Fools Day keine Handbreit dem Unsinn gegeben werden wird, der von närrischer Seite in dieser Neuauflage der Weiberfastnacht verbreitet werden wird.

March Fools Day, das ist der Tag des Gender Pay Gaps, des 22%-Gender Pay Gaps, das nur in den Hirnen der närrischen Teilnehmer am March Fools Day existiert, wird es doch nicht einmal mehr vom Statistischen Bundesamt als relevante Größe angenommen [Pressemeldung vollständig lesen!], was einiges bedeutet, da das Statistische Bundesamt eine weisungsgebundene Bundesbehörde ist.

Entsprechend können es eigentlich nur Narren sein, die an das 22-Prozent-Pay Gap glauben, deshalb: March Fools Day.

Für alle, die es noch immer nicht wissen, hier ein Kurzlehrgang:

22%, das ist der Unterschied im Hinblick auf den Stundenlohn, der sich zwischen Frauen und Männern berechnen lässt. Die 22% sind das Ergebnis von Unterschieden in der Bildung, in der Arbeitszeit, in der Arbeitserfahrung, in der Fähigkeit, in der Motivation, in der Art des ausgeübten Berufes, in der Branche, in der der Beruf angesiedelt ist, in der Weiterbildung, in der Nachfrage nach den spezifischen Kenntnissen des Arbeitnehmers, in der Bereitschaft, gefährliche und schmutzige Arbeit zu verrichten, in der Bereitschaft, Schichtarbeit auszuführen usw.

Nur wenn man will, dass gleicher Lohn unabhängig von Arbeitszeit, Arbeitserfahrung, Fähigkeit, Motivation, Art des Berufes, Branche, Bereitschaft zur Weiterbildung, Nachfrage nach der beruflichen Tätigkeit, unabhängig von der Gefährlichkeit und dem Schmutz, der mit der Tätigkeit verbunden ist, unabhängig von Überstunden und Schichtarbeit gezahlt werden soll, kann man die 22% als Problem oder Gender Pay Gap ansehen.

Ein solches Ansinnen ist natürlich ein Scherz.

Nur ein Narr kann deshalb der Ansicht sein, dass das 22%-Gap ein Ergebnis von Benachteiligung ist.

Und deshalb ist morgen March Fools Day, der Tag, an dem Narren 22%-Gesänge aufführen werden.

foolsUnd damit dieses Jahr auch ganz deutlich wird, wer diese Narren sind, rufen wir unsere Leser auf, uns mit Links zu versorgen, damit wir eine Liste der March Fools anlegen können, derjenigen, die dem 22%-Scherz aufsitzen, entweder, weil es bei Ihnen geistig nicht reicht, den Scherz zu verstehen, oder weil sie den Scherz aus opportunistischen Gründen nicht verstehen wollen und noch nicht gemerkt haben, dass sie sich dann, wenn sie den 22%-Scherz verbreiten, lächerlich machen.

Schickt uns eine eMail oder kommentiert wann immer ihr auf einen March Fool trefft, der auf den 22%-Scherz hereingefallen ist.

Wir werden die Liste im Laufe des Tages updaten.

March Fools Day: Liste der Närrischen

Wie nicht anders zu erwarten, machen die Grünen den Anfang:

“Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer. Um den Jahresverdienst eines Mannes zu erreichen, der eine gleichwertige Arbeit ausübt, müssen sie 79 Tage länger arbeiten. Damit befindet sich Deutschland auf einem der letzten Plätze im europäischen Ranking. Wir wollen, dass Frauen endlich den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit bekommen.”

Und weiter geht’s mit den Hinweisen eines Lesers:

DGB
Bayerischer Rundfunkt
Augsburger Allgemeine

Manuela Schwesig vom Ministerium für alles außer Männer will nun (konsequenter Weise!) ein Gesetz für “Lohngleichheit von Männern und Frauen” auf den Weg bringen. Damit wird der eingeschlagene Weg, den Carl Christian von Weizsäcker mal schön als umgekehrtes Subsidiaritätsprinzip bezeichnet hat, stramm weiterverfolgt.

“Dies gipfelte in den 70er Jahren in einer verbreiteten Mentalität, die man als eine Art auf den Kopf gestelltes Subsidiaritätsprinzip verstehen konnte: dass (in sozialpolitischen Dingen) dasjenige, was der Staat aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, ihm nicht entzogen und der privaten Tätigkeit zugewiesen werden darf – im Vergleich zum echten Subsidiaritätsprinzip gemäss der Sozialenzyklika von Pius XI. aus dem Jahre 1931.”
Carl Christian von Weizsäcker, S. 162

Richtig pervers (weil auf den Kopf gestellt), aber leider aus dem Jahre 2011, ist ein Beitrag bei der Heinrich Böll Stiftung von Beate Müller-Gemmeke, die zwar völlig korrekt die Bedingungen, unter denen Frauen auf dem Arbeitsmarkt auftreten (Treilzeit, Minijob etc.), auflistet, darin jedoch nicht den Grund für die unterschiedliche Bezahlung sondern den empirischen Nachweis der noch nicht verwirklichten Gleichstellung sieht und schlussfolgert, dass “Frauen mehr verdienen!”, so als ob Männer Frauen zwingen würden diese Entschiedungen zu treffen.

Der ewige Diener oder: Widerstand von Männern? Bewegung von Männern? Wo?

Dr. habil. Heike Diefenbach hat sich in einem Kommentar gewundert, über Männer gewundert und darüber, was man alles mit Männern machen kann. Die Fragen, die Heike Diefenbach dabei stellt, gehen alle Männer an, denn es sind Fragen, die direkt an das Selbstbewusstsein, den Selbstwert und das Selbstbild von Männern oder solchen zielen, die erfolglos versuchen, wie Männer zu wirken.

Sciencefiles[…] “Ich wundere mich nun schon seit Jahren, um nicht zu sagen: Jahrzehnten, darüber, warum Männer nicht ihre Konsequenzen aus diesem Umstand – und vielen anderen real existierenden, für sie nachteiligen Umständen, ziehen.

Ich verstehe es einfach nicht, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Männerschelte und -benachteiligung deshalb so beliebt und überall verbreitet ist, weil Männer unter den derzeitigen Minderheiten zweifellos die duldsamste sind.

Gab es überhaupt schon einmal eine Demonstration von Männern gegen ihre strukturelle Benachteiligung in Deutschland und anderswo, z.B. gegen die lapidare, gerechtigkeitsverletzende Bemerkung “Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt”, die es ja nun schon seit langer Zeit gibt und anscheinend von vielen Menschen und eben auch (aus unerfindlichen Gründen) Männern wie eine Normalität akzeptiert wird, oder auch nur gegen die Untätigkeit der Bildungspolitik mit Bezug auf die Nachteile ihrer Söhne in der Schule? Gab es Arbeitsniederlegungen bei Müllmännern und Kanalarbeitern, solange nicht eine Frauenquote von 30% verwirklicht ist? Gab es auch nur entsprechende Petitionen?

Muss man sich wundern, dass man immer weiter und weiter ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt wird, wenn man auch angesichts der größten Hämmer nicht tätig wird?

Möglicherweise ist es unter der Würde so manchen Mannes, sich als ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt zu betrachten, und das wäre ja die Voraussetzung dafür, damit anzufangen, sich zu wehren. Eine psychologisch schützende Ignoranz ist aber oft eine die eigenen Lebenschancen stark einschränkende Ingnoranz, denn die Realität bleibt die Realität.

So gesehen ist es irgendwie verständlich, dass manche Männer zu der Alternative finden, den nicht ausgebeuteten, bevorteilten weißen Mann zu markieren um den Preis, dass sie sich vor den Karren der angeblich armen, ausgebeuteten, benachteiligten Frauen spannen lassen und als feministische oder genderistische Karrieristen unterwegs sind; so kann man sich doppelt gut fühlen: man setzt sich für die armen benachteiligten Opfer (von wem auch immer) ein, und das kann man deshalb trefflich tun, weil man selbst ja keinerlei Notlagen kennt, keine Benachteiligungen, nichts dergleichen. Kurz: man bleibt der tolle Typ gerade dadurch, dass man den Opfer-Weibchen das Wort redet.

Also, wenn ich ein Mann wäre, dann hätte ich dazu doch etwas (bzw. einiges mehr :-)) zu sagen – und zwar in aller Deutlichkeit …!”

Warum also wehren sich Männer nicht?

Warum gibt es keinen geordneten Widerstand gegen die tägliche Verleumdung durch Medien und Genderisten, die Männer wahlweise als weiße Rassisten, häusliche Gewalttäter beschimpfen? Warum gehen Männer nicht dagegen vor, dass sie als alte Säcke beschimpft werden, die ihre Pfründe in Unternehmen und sonstwo, wo es Führungspositionen gibt, gegen die allzeit fähigen aufstrebenden Frauen verteidigen und letztere absichtlich benachteiligen?

Wo ist der Widerstand, die Mahnwache, die Demonstration der Männer gegen konkrete Benachteiligungen im täglichen Leben, die Männer die schmutzigen und gefährlichen Jobs machen sieht, die Männer häufiger ihr Leben für “ihr Land” oder im Rahmen ihrer Arbeit verlieren sieht?

Wo wehren sich Männer dagegen, dass Milliarden der Steuergelder, die sie erwirtschaftet haben, veruntreut und dazu verwendet werden, Frauen auch ohne Arbeit Rente zu sichern, Frauen die Zeit ihrer selbstgewählten Mutterschaft zu vergüten, Mütter und nicht etwa Väter in Genesungsurlaub zu schicken, Frauen mitzuversichern, Frauen eine Witwenrente zu gewähren und vieles mehr?

Raschke NSMUnd wo ist der Widerstand dagegen, dass mit weiteren Milliarden von Steuergeldern, die im Wesentlichen von Männern erwirtschaftet werden, eine männerhassende Infrastruktur an Universitäten, in Frauenhäusern, in Verlagshäusern, in öffentlich-rechtlichen Medien, in Kindergärten, Schulen, Ministerien und Unternehmen geschaffen wird, deren einziger Zweck darin besteht, gegen den patriarchalischen, rassistischen, sexistischen und bösen weißen Mann Hassreden zu verbreiten und legitimierende Maßnahmen zu finanzieren, die nichts anderes sollen, als den Mythos der Unterdrückung der armen weiblichen Opfer durch die oben beschriebenen weißen, rassistischen und so weiter Männer zu verbreiten?

Forschung zu Sozialen Bewegungen, wie sie z.B. Joachim Raschke durchgeführt hat, zeigt, dass eine Bewegung, wie z.B. die Öko-Bewegung letztlich zwei Hürden meistern muss, um erfolgreich zu sein: Die erste Hürde ist eine Trägheitshürde, die dann überwunden ist, wenn es gelingt, eine erkleckliche Zahl von Personen in einem gemeinsamen Ziel zu vereinen und in der Öffentlichkeit und dauerhaft mit diesem Ziel präsent sein zu lassen. Die zweite Hürde besteht darin, die dauerhafte Präsenz in der Öffentlichkeit dazu zu nutzen, die eigene Bewegung zu institutionalisieren, um nunmehr auf Grundlage fester Strukturen, Einfluss nehmen zu können.

Man sollte meinen, Männer wären aufgrund ihrer Menge in der Lage, beide Hürden zu nehmen. Tatsächlich bleiben sie schon an der ersten Hürde hängen, denn von Einzelkämpfern wie Arne Hoffmann einmal abgesehen und abgesehen von zaghaften Versuchen, eine Bewegung zu institutionalisieren, wie sie Manndat und Agens darstellen, ist wenig an Breitenwirkung zu bemerken.

Statt dessen gibt es institutionalisierte Schmuse-Vereine wie das Bundesforum Männer, das nicht ohne Grund vom Bundesministerium für FSFJ finanziert wird, denn das Bundesforum Männer ist ein Schoßhund, den man schön spazieren führen kann und der auf Kommando Männchen (!sic) macht. Das kommt eher dem Bild einer eingebildeten Männlichkeit, einer jämmerlichen und weinerlichen Männlichkeit gleich, das Heike Diefenbach zum Ende ihres Kommentars beschrieben hat: Damit die angeblichen Männer ein Stück vom Kuchen erhalten, machen sie auf Zuruf Männchen, für Frauchen.

Die zweite, oben beschriebene Hürde kommt gar nicht in den Blick, da die erste noch nicht genommen wurde.

Der fehlende organisierte Wiederstand ist umso erstaunlicher, wenn man die durchschnittliche männliche Karriere, das durchschnittliche männliche Leben im Zeitraffer beschreibt:

  • Ein männliches Leben ist in Deutschland im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben.
  • Die berufliche Karriere von Männern unterliegt von Anfang an einer institutionellen Diskriminerung:
    • Jungen werden im Durchschnitt später eingeschult, bleiben häufiger sitzen, werden häufiger auf Sonderschulen abgeschoben und erhalten seltener eine Empfehlung für das Gymnasium als Mädchen.
    • Konsequenter Weise sind Jungen häufiger auf Sonder- und Hauptschulen zu finden, machen seltener ein Abitur als Mädchen und sind zwischenzeitlich zu einer Minderheit unter den Erstsemestern geworden.
  • Sonderregelungen, die die Bevorzugung von Frauen garantieren, erschweren Männern den Eintritt in öffentlich finanzierte Positionen, richten z.B. Lehrstühle oder Vorstandsposten exklusiv für Frauen ein.
  • Im Gegensatz zu Frauen können sich Männer nicht dazu entscheiden, sich auf die Aufzucht von Kindern zu spezialisieren und die berufliche Karriere abzuhaken.
  • Dafür bezahlen Männer mit ihren Steuergeldern mehrheitlich die Mutterschaft, die Rentenanwartschaft, die Sozialabgaben, die Urlaube und die Zeit, die hauptberufliche Mütter vor dem Hausfrauenfernsehen verbringen.
  • Im Gegensatz zu Frauen gibt es für Männer keine eigens für entsprechend Willige geschaffenen white collar jobs in öffentlichen Ämtern, bei denen man sich nicht die Hände schmutzig machen muss und während man die Maus über den Bildschirm schiebt, nur aufpassen muss, dass der Nagellack rechtzeitig trocken wird.
  • Dafür haben Männer aufgrund der Berufe, die sie ausüben, eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei einem Arbeitsunfall verletzt oder getötet zu werden als Frauen, sie haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit zu erkranken und eine höhere Wahrscheinlichkeit als Invalide zu enden als Frauen.
  • Männer machen häufiger Überstunden, arbeiten in schmutzigen und gefährlichen Berufen (siehe oben) und werden zum Dank als überbezahlt verleumdet, von einer Horde von Opportunisten, die zwar keine Statistik lesen können, aber keine ethischen oder geschweige denn moralischen Probleme damit haben, ein Gender Pay Gap von 22% zwischen Männern und Frauen zu phantasieren.
  • Weil ein weibliches Leben so ungleich wichtiger zu sein scheint als ein männliches, wurde bis vor kurzem die Erforschung von Krebsarten, die Männer befallen, allen voran, der Prostatakrebs vernachlässigt. Es kümmert sich niemand darum, dass die Selbstmordrate unter Männern ein Vielfaches der entsprechenden Rate unter Frauen ist und, last but not least, man hat sich daran gewöhnt, dass Männer eben früher sterben als Frauen.

Das männliche Leben, wie es sich hier darstellt, erinnert an schlechte Romane, in denen der Held an Bord des untergehenden Schiffes bleibt, um seiner Angebeteten den letzten freien Platz auf dem Rettungsboot zukommen zu lassen.

ArneMan sollte meinen, dass Männer von ihrem Leben mehr erwarten, als sich für das Leben anderer, die ihnen als wichtiger vor die Nase gesetzt werden, hinzugeben.

Man sollte erwarten, dass Männern etwas zu ihrer systematischen Benachteiligung in einer männerfeindlichen Gesellschaft einfällt.

Sollte man.

Aber man sollte auch erwarten, dass Minderbemittelte nicht an Universitäten Lehrstühle besetzen oder in Parlamente gelangen.

Warum also wehren sich Männer nicht?

Die Sozialpsychologie stellt mit der Theorie kognitiver Dissonanz eine Möglichkeit bereit, die Untätigkeit von Männern zu erklären. Heike Diefenbach bezieht sich auf diese Theorie, wenn sie ausführt, dass Männer es anscheinend nicht mit ihrem Selbstwert vereinbaren können, dass sie ausgenutzt, verleumdet, betrogen und diskriminiert werden. Also versuchen sie, ihre psychische Welt wieder ins Lot zu bringen, dadurch, dass sie verleugnen, dass sie ausgenutzt, verleumdet und diskriminiert werden und dadurch, dass sie, wie die Bundesmänner vom Forum, eine willig dienende Haltung einnehmen, um sich vorlügen zu können, sie wären trotz allem, die tollen Typen, die zu sein, sie sich erträumen oder, um im Bild zu bleiben, sie könnten jederzeit verweigern, Männchen zu machen, wenn Frauchen ruft. Nicht, dass sie das jemals getan hätten, aber sie könnten es theoretisch, wenn sie wollten … und nicht vor den inzwischen als gesetzliche Tatsache geschaffenen Folgen Angst hätten.

Von einem weiblichen Redakteur von ScienceFiles stammt das Bonmot, dass sich Männer nur bewegen, wenn es um ihre Vorhaut geht. Es ist Zeit dass sie merken, es geht um mehr als die Vorhaut, es geht um ihre Haut.

LSBTTIQs in Baden-Württembergs Schulen: Keine Akzeptanz von Meinungsvielfalt im Bildungsplan 2015

Als Robert Michels im Jahr 1911 das seither zum Klassiker der politischen Soziologie avancierten Buch “Soziologie des Parteiwesens” veröffentlicht hat und darin sein “ehernes Gesetz der Oligarchie(bildung)” aufgestellt hat, ging es dem überzeugten Sozialdemokraten vor allem darum, die Prozesse aufzuzeigen, die unumkehrbar und zwangsläufig dazu führen, dass Vertreter der Arbeiter, dann, wenn sie in Ämter gewählt sind, keine Vertreter der Arbeiter mehr sein können, sondern zu Lobbyisten und Vertretern ihrer eigenen Interessen werden.

Michels Soziologie des ParteiwesensDie Soziologie des Parteienwesens ist eine Abrechnung mit der naiven Idee der altruistischen Repräsentation von Wählern durch Gewählte. Den Schritt hin zur egoistischen Vertretung eigener Interessen und der Anfälligkeit für Lobbyisten, die politische Gefallen durch kleine Gefälligkeiten ihrerseits goutieren, ist dann Anthony Downs in seiner Ökonomischen Theorie der Demokratie gegangen, so dass man die Entwicklung der Theoriebildung im Hinblick auf die politische Klasse, die in Amt, aber nicht unbedingt in Würden sitzt und immer noch erzählt, sie würde die Interessen ihrer Wähler vertreten, wie folgt zusammenfassen kann:

Politiker sind opportunistische Akteure, die den eigenen Vorteil suchen. Gelangen Politiker in Regierungsverantwortung, dann haben sie die Möglichkeit, politische Gefallen zu verteilen (also von Steuerzahlern finanzierte Geschenke an bestimmte Gruppen). Entsprechend entwickelt sich ein Netzwerk aus Politikern und ihnen nahestehenden Lobbyisten, das auf Gegenseitigkeit basiert, und in dem Gefallen ausgetauscht werden.

Ein sehr gutes Beispiel, an dem man diese zwangsläufige Degeneration politischer Systeme deutlich machen kann, ist die Baden-Württembergische Landesregierung.

Die MItglieder der Landesregierung in Baden-Württemberg haben es sich zum Ziel gesetzt “Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) abzubauen”.

Und wie anders könnte man Vorurteile, deren Existenz man der Bequemlichkeit halber bei der Landesregierung einmal annimmt, abbauen, als dadurch, dass man bereits Kindern im Grundschulalter diktiert und vorschreibt, wie sie die Vielfalt der Welt zu sehen haben, nämlich im Rahmen einer “angstfreien Bildung” in der dem “Verschweigen und Ausgrenzen von LSBTTIQ” ein Ende gesetzt wird.

Die Reihenfolge ist interessant: Erst Verschweigen – dann Ausgrenzen. In unserer Grundschulzeit wurde keinerlei Bezug zu “LSBTTIQ”  hergestellt, was in der Diktion der Landesregierung wohl meint, uns wurde die Existenz von LSBTTIQ verschwiegen. Deshalb müssten wir, gingen wir heute zur Grundschule, auf die Existenz von LSBTTIQ hingewiesen werden, was natürlich voraussetzt, dass man Sechs- bis Neunjährigen erklärt, was ein LSBTTIQ eigentlich ist. Und nachdem man den Sechs- bis Neunjährigen die Existenz von LSBTTIQ in den Kopf gesetzt hat, muss man dafür Sorge tragen, dass die Sechs- bis Neunjährigen den LSBTTIQ auch mit dem gebührenden Respekt begegnen und sich nicht etwa abfällig oder spaßig über LSBTTIQ äußern, auch nicht gegenüber ihren Eltern, denn wer weiß, vielleicht sind die Eltern ja LSBTTIQ und haben das ihren Kindern bislang verschwiegen, es nicht über sich gebracht, sich zu outen, wo outen doch so wichtig ist, weil die Welt darauf warten, dass auch Katharina X und Karsten Z endlich mitteilen, dass sie LSBTTIQ sind.

Und wie verhindert man, dass Sechs- bis Neunjährige sich abfällig über LSBTTIQ äußern oder Späße über LSBTTIQ machen? Man droht ihnen Konsequenzen an oder man versucht, ihnen moralische Kosten zu verursachen. Das ist, was die Landesregierung unter angstfreier Bildung versteht.

zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens_1386755089Auch nachdem sich Widerstand gegen den ursprünglichen Bildungsplan geregt hat, breiter Widerstand, der fasst schon einem Aufstand der Zivilgesellschaft gleichgekommen ist, ist die Landesregierung nicht von ihren Vorhaben abgerückt. Wir haben auf ScienceFiles über die Petition gegen den Bildungsplan und die damit beabsichtigte Sexualisierung von Schulen berichtet und die Reaktion der Landesregierung auf den Widerstand aus der Bevölkerung gewürdigt.

Konfrontiert mit dem Widerstand aus dem ungeliebten Teil der Zivilbevölkerung, hat sich die Landesregierung in die Schmollecke verzogen und den Bildungsplan 2015 erst einmal auf Eis gelegt. In der Schmollecke haben die Mitglieder der Landesregierung dann gebrütet und überlegt, wie sie, die so gerne die Partizipation von Bürgern, deren Beteiligung, die Bürgerbeteiligung, bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten im Mund führen, mit dieser völlig unpassenden und nicht-gewollten Bürgerbewegung umgehen, und wie sie ihren Bildungsplan auch gegen Widerstand durchdrücken können.

Vom Ergebnis der Zeit in der Schmollecke hat uns Gabriel Stängle, der Realschullehrer, der die Petition gegen den Bildungsplan 2015 initiiert hat und der, wie wir seit gestern wissen, zu den regelmäßigen Lesern von ScienceFiles zählt, ausführlich berichtet.

Zusammenfassend kann man sagen: Die Landesregierung Baden-Württemberg tut zweierlei: Zum einen wird versucht, den Widerstand gegen den Bildungsplan 2015 auszusitzen, in der Hoffnung, dass er von selbst verschwindet. Zum anderen wird versucht, den ursprünglichen Plänen, die man vermutlich 1:1 in entsprechenden Vorlagen der Lobbyverbänden von LSBTTIQs findet, eine demokratische Legitimation zu verschaffen, und zwar mit einer Reihe von Taschenspielertricks, die man übel nehmen muss, zeigen sie doch entweder den IQ der dafür Verantwortlichen, was für deren Wähler nicht schmeichelhaft ist, oder die Vorstellung der Verantwortlichen vom IQ der Wähler, was ebenfalls für die Wähler nicht schmeichelhaft ist.

Wir haben uns aus dem Versuch der Landesregierung, nicht als Lobbytruppe für LSBTTIQ zu erscheinen, drei Punkte herausgegriffen, die eine eindeutige Sprache sprechen. Wer genau erfahren möchte, wie das neue Gewand der Sexualisierung von Grundschülern aussieht, sei auf den Beitrag, den Gabriel Stängle in seinem Blog veröffentlicht hat, verwiesen.

Unsere drei Punkte beziehen sich auf:

  • die Chimäre der Bürgerbeteiligung;
  • die vermeintliche Notwendigkeit des Schutzes von LSBTTIQ;
  • die totalitäre Fratze hinter dem Bildungsplan;

Chimäre der Bürgerbeteiligung

buergerbeteiligung

Faktencheck-bw

Wer sich auf der Seite der Landesregierung umschaut, die einzig dem Marketing des Bildungsplans 2015 gewidmet ist, der findet dort bereits nach kurzer Zeit den Marketing-Slogan, mit dem der Prozess, der zum Bildungsplan 2015 geführt hat, vermarktet werden soll: “Gute Politik wächst von unten!”. Das klingt nach Basisdemokratie. Das kling nach Bürgerbeteiligung. Aber es klingt nur danach, denn die “gute Politik”, die von unten wachsen soll, sie erweist sich als Lobby-Politik, wenn man einmal betrachtet, wer für die Landesregierung, die sich natürlich oben wähnt, unten ist. Unten sind (1) Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen, (2) 12 Vertreter des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ, (3) Vertreter kommunaler Landesverbände, (4) Vertreter der Liga der freien Wohlfahrtspflege, (5) Vertreter der AIDS-Hilfe, (6) Vertreter des Landesgeundheitsamts und (7) Vertreter aus den Ministerien, also kurz: “Sie nicht!”

Das sind die Vertreter, die gute Politik von unten sichern sollen. Die gute Politik von unten, ist der Bildungsplan 2015, der soll durch die ausgesuchten Vertreter abgesegnet werden. Das erklärt, warum die angeblich gute Politik ohne die Mitwirkung von Elternvertretern auskommt, warum von den Gegnern des Bildungsplans 2015 niemand in den Beirat gelangt ist, denn diese Gruppen haben vermutlich eine andere Vorstellung davon, wie gute Politik in z.B. Grundschulen aussieht, eine falsche Vorstellung, nämlich nicht die Vorstellung der Landesregierung, und deshalb würden sie im Beirat stören, in dem es darum geht, die Lobbypolitik für LSBTTIQ durchzusetzen.

Lobbypolitik zielt in der Regel auf zwei Dinge: Einfluss und Geld.

Einfluss wird dadurch sichergestellt, dass duch die Sexualisierung von Grundschulen aktive Mitgliederwerbung für LSBTTIQ betrieben wird.

Geld wird durch den “Aufbau einer Geschäftsstelle und die Unterstützung der professionellen Arbeit des Netzwerkes LSBTTIQ” sichergestellt. Das Hauptziel aller Lobbyisten, die nicht für private Unternehmen tätig sind, in Zukunft aus Steuergeldern finanziert zu werden, ist damit erreicht. Damit LSBTTIQ flächendeckend vom Bildungsplan profitieren, sollen “Anlaufstellen für LSBTTIQ” geschaffen werden, von Steuerzahlern finanziert, versteht sich. Damit LSBTTIQ ihren Spleen nicht auf eigene Rechnung ausleben müssen, soll eine “Leistungspflicht der Krankenkassen bei begleitenden Therapien und medizinischen Eingriffen für transsexuelle und transgender Menschen” geschaffen werden und vieles mehr.

Kaum ein Lobbyverband ist erfolgreicher als der der LSBTTIQ. Wie wir schon mehrfach festgestellt haben, ist es erstaunlich, wie ein kleines Häuflein von Aktivisten es schafft, die Mehrheit nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Man kann nur vermuten, welche Form gegenseitiger Gefallensgewährung hinter dem Erfolg der entsprechenden Lobbyisten in z.B. Baden-Württemberg steht.

Vermeintliche Notwendigkeit

Die vermeintliche Notwendigkeit, die eine Bewerbung von Akzeptanz und Toleranz sexueller Vielfalt und deren gesetzliche Verankerung im Bildungsplan 2015 hat, soll über eine Online-Umfrage belegt werden, die die Landesregierung hat durchführen lassen. Es ist nicht bekannt, wer die Online-Umfrage erstellt, ausgewertet und interpretiert hat (Ein Mitarbeiter des Statistischen Landesamts hat wohl die Grafiken für den Bericht erstellt). Falls es sich dabei um Wissenschaftler handelt, so schrecken sie zumindest davor zurück, dass ihr Name mit der Online-Umfrage der Landesregierung in Zusammenhang gebracht wird. Sie wären wissenschaftlich ruiniert, wäre dies der Fall.

UmfragemissbrauchEs gibt eine Reihe von Todsünden empirischer Sozialforschung, die, wenn sie begangen werden, den Effekt haben, die Ergebnisse zu verzerren. Diese Todsünden meiden Wissenschaftler, während Ideologen sie zu nutzen versuchen, denn sie eignen sich, um sicherzustellen, dass am Ende einer Befragung herauskommt, was man herausbekommen will.

Zwei Beispiele mögen genügen, um dies für die Online-Umfrage der Landesregierung Baden-Württemberg zu demonstrieren und die Umfrage damit als auch nur ansatzweise aussagekräftig zu erledigen.

  • Selektivität der Grundgesamtheit
  • Fehlende Vergleichsgruppe

(1)

Eine selektive Grundgesamtheit liegt dann vor, wenn bestimmte Eigenschaften in der Grundgesamtheit überrepräsentiert sind. Stellte man sich vor den Bahnhof in Mannheim und würde die Passagiere der Bundesbahn befragen, was sie von einer steuerlichen Bezuschussung für Bahnreisende halten, das zustimmende Ergebnisse wäre vorhersehbar und man hätte es über eine Selegierung der Grundgesamheit erreicht, denn: führte man dieselbe Umfrage auf dem Angestelltenparkplatz der BASF durch, das Ergebnis wäre sicher ein anderes.

Die Online Umfrage der Landesregierung richtet sich nur an die Buchstabenfolgen-Menschen, also die LSBTTIQs. Sie wurden in ihren Netzwerken angesprochen, auf so genannten Beteiligungsworkshops angesprochen, es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um einerseits sicherzustellen, dass eine selektive Grundgesamtheit entsteht und andererseits sicherzustellen, dass nur motivierte und in der Regel auch aktivistische Buchstaben-Menschen (also politisierte LSBTTIQ, die nicht für den normalen LSBTTIQ repräsentativ sind) an der Umfrage teilnehmen.

Die Ergebnisse sind entsprechend und die Online-Umfrage ist ein Beispiel dafür, wie man Steuergelder einsetzt, um die Methoden der empirischen Sozialforschung für seine Zwecke zu missbrauchen. So langsam wäre es nicht nur an der Zeit, Politikern jeglichen Umgang mit empirischer Sozialforschung zu verbieten, sondern eine Regelung in Landes- und Bundesgesetze aufzunehmen, nach der Politiker für grobe Verstöße gegen die guten Sitten und die sorgfältige Verwendung von Steuergeldern haften.

(2)

Um die Notwendigkeit des steuerfinanzierten Werbens für LSBTTIQ sowie die Einrichtung entsprechender Geschäfts- und Anlaufstellen, für alle, die sich mit Buchstaben identifizieren, deutlich zu machen, wurde in der Online-Umfrage nach Diskriminierungserfahrungen gefragt. Angesichts der Auswahl der Teilnehmer der Umfrage ist bereits sichergestellt, dass es Berichte von Diskriminierungserfahrungen geben wird. Um aber gar nichts dem Zufall zu überlassen, wurden nur Buchstaben-Menschen befragt, d.h. es fehlt die Vergleichsgruppe. Und wäre die Umfrage nicht bereits durch die Auswahl der Befragten eine Angelegenheit für den Schredder, sie wäre es jetzt.

So findet sich auf Seite 22 des Berichts zur Umfrage, die folgende Abbildung, mit der die furchtbaren Formen der Diskriminierung dargestellt werden sollen, denen sich Buchstaben-Menschen innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens einmal oder öfter ausgesetzt gesehen haben.

Buchstabenmenschen

Die Befrager mussten schon wirklich tief in die Trickkiste greifen, um hier überhaupt ein Ergebnis zu erhalten. Erinnern Sie sich eigentlich noch, ob sie in den letzten fünf Jahren einmal angegafft wurden? Wenn ja, dann muss es ein wirklich herausragendes, ein außergewöhnliches Ereignis gewesen sein, eines, das es nicht alle Tage gibt. Aber Sie sind ja auch nicht LSBdingenskirchen. Wären Sie LSBdingenskirchen, das herausragende Beispiel wäre der Beleg für eine weitverbreitete Diskriminerung von LSBundsoweiter.

Die Angaben, die die Befragten zu den in der Abbildung aufgeführten Verfehlungen anderer ihnen gegenüber machen, sind alle subjektiv. Das ist das erste Problem. Das zweite Problem ist: Es sind die subjektiven Eindrücke einer selektiven Grundgesamtheit, die subjektiven Eindrücke von Aktivisten und von anderen, die sowieso schon der Meinung sind, jeder sehe in ihnen nur den LBSTundsoweiter und jeder sei an ihrer sexuellen Orientierung interessiert.

Pointiert formuliert verwundert es nicht, dass jemand der sich vom FBI verfolgt sieht, hinter allem, was ihm im täglichen Leben widerfährt, das Wirken des FBI vermutet. Was verwundert ist, dass derjenige, der sich vom FBI verfolgt fühlt, in seinem Verfolgungswahn zur Legitimation von Gesetzesvorhaben gegen die Verfolgung durch das FBI wird.

Schließlich der letzte Trick aus der Schmutzkiste des Missbrauchs empirischer Sozialforschung. Wurden Sie innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal angegafft, hat man sie einmal imitiert, hat man sie beleidigt, sie nicht ernst genommen worden usw.? Was wäre wohl das Ergebnis, wenn man die entsprechenden Fragen nicht nur LSBx, sondern auch Vertretern der in der Umfrage unterdrückten Mehrheit gestellt hätte? Es hätten sich keine Unterschiede ergeben. Das angebliche Leiden der LSBx hätte sich nicht als Besonderheit von LSBx vermarkten lassen. Ihre unangefochtene Stellung als Top-diskriminierte Gruppe wäre ins Wanken geraten und die Legitimation des Bildungsplans 2015 gleich mit. Und darum geht es ausschließlich, um die Legitimation des Lobbywerks, das als Bildungsplan 2015 unter Missbrauch von Worten wie Toleranz, Akzeptanz und Bildung verkauft werden soll.

Totalitäre Fratze

Damit sind wir bei der totalitären Fratze angekommen, die hinter dem gesamten Werk hervorlugt. Wir haben schon vielfach darüber geschrieben, dass die Vermarkter von Toleranz und Akzeptanz dann, wenn sie auf jemanden treffen, der ihr Produkt nicht kaufen will, plötzlich zu intoleranten, die Entscheidung anderer nicht akzeptierenden kleinen Diktatoren werden, die nicht nur für jede Form des Widerstands einen derogativen Begriff zur Hand haben, sondern Widerstand in keiner Form zulassen, ihm völlig intolerant gegenüberstehen. Die Besetzung des Abnickgremiums, das als Beirat bezeichnet wird, ist ein Beispiel dafür oder eher die Nicht-Besetzung der Ausschluss derer, die die “gute Politik” von unten, die die Landesregierung durchsetzen will, so nicht akzeptieren würden.

Ein anderes Beispiel zeigt, wie sehr die guten Menschen, die gute Politik zu machen vorgeben, vom Heil, das sie zu bringen von einem guten Gott beauftragt wurden (oder auch nur von einem guten Lobbyisten bei einem guten Abendessen in einem guten Hotel in Abu Dhabi, Anreise und Übernachtung natürlich auf Kosten des Lobbyisten), überzeugt sind:

In der Zusammenstellung dessen, was im Bildungsplan 2015 geplant ist, die Gabriel Stängle erstellt hat, findet sich das Folgende:

  • Zuschüsse für Hochschulen kürzen / streichen, die ein veraltetes Menschenbild lehren;

Es soll ja immer noch naive Menschen geben, die denken, universitäre Selbstverwaltung belege die Freiheit von Forschung und Lehre. Es ist Zeit, die entsprechenden Träumer zu wecken: Die universitäre Selbstverwaltung garantiert, dass naive Wissenschaftler Verwaltungsarbeit verrichten, für die sie nicht bezahlt werden, mehr nicht. Wer im Zeitalter von Professorinnenprogramm, im Zeitalter der Installation von seltsamen Personen über seltsame Wege auf noch seltsameren Lehrstühlen immer noch glaubt, Forschung und Lehre seien frei, der wird vielleicht durch den geplanten Eingriff der Baden-Württembergischen Landesregierung aus seinem Traumland geholt.

Denn interessanter noch als die Tatsache, dass die Baden-Württembergische Landesregierung gedenkt, Hochschulen für Wohlverhalten zu belohnen oder für fehlendes Wohlverhalten zu bestrafen, sie gleichzuschalten, ist die Prämisse dahinter, die keinen Zweifel daran lässt, dass entsprechende Praktiken gang und gäbe sind, dass es für Landesregierungen und ihre Häscher ganz normal zu sein scheint, in die Abläufe von Hochschulen steuernd einzugreifen, um ihre Interessen durchzusetzen, bei der Schaffung von Lehrstühlen, bei der Besetzung von Lehrstühlen, bei den Inhalten, die vermittelt werden dürfen usw.

Derartige Normalitäten zeigen, wie sehr Universitäten schon jetzt nichts anderes mehr sind als die Anhängsel von Landesregierungen und -ministerien, die nach Belieben in den universitären Alltag eingreifen und, wenn es ihnen beliebt, eben einmal das richtige Menschenbild vorgeben. Das hatten wir alles schon einmal, aber die Zeit scheint nicht nur alle Wunden zu heilen, sie scheint auch alles Erlernte, alle Lehren zu tilgen, damit sich Geschichte wiederholen kann.

Die 22%-Intelligenzlücke: Selbst die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen

Eigentlich ist alles ganz einfach.

Unter sonst konstanten Bedingungen (ceteris paribus) gilt:

  • Lohn ist eine Funktion von Arbeit: Wer mehr arbeitet, hat mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Qualifikation: Wer qualifizierter ist, erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Nachfrage: Wessen Tätigkeit mehr nachgefragt wird, der erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Sonderzahlungen z.B. wegen gefährlicher Tätigkeit, Schichtarbeit, Überstunden uvm: Wer mehr Anlass zu Sonderzahlungen gibt, der erhält mehr Lohn.

So einfach ist das eigentlich.

Bereits Einstein erkannte die Unbegrenztheit der Ressource "Dummheit"

Und dennoch geistert der 22%-Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen wieder durch die Medien. Der 22% Lohnunterschied, der auch “Gender Pay Gap” genannt wird, berücksichtigt keine der Variablen, die oben aufgezählt wurden: weder Arbeitsstunden, noch Qualifikation, noch Arbeitserfahrung, noch Sonderzahlungen noch sonstige Einflussfaktoren auf das Gehalt werden berücksichtigt. Statt dessen wird alles zusammengeworfen und sich darüber gewundert, dass ein Chefarzt mehr verdient als eine Krankenschwester, nein, darüber wird sich nicht gewundert, es wird als Diskriminerung beschrien, als 22%-Diskriminierung.

Dieser kurze Durchlauf durch deutsche Medien soll genügen, um auf das vorzubereiten, was bis zum 20. März auf die Leser der parteiunabhängigen Indoktrinationsblätter hereinbrechen wird. Denn: am 20. März ist Tag der Entgeltgleichheit, ein Tag mit Kultstatus für die Jünger des Gender Pay Gap-Kults, die sich dann wieder versammeln werden, um ihrem Aberglauben zu huldigen und den intelligenten Teil der Bevöllkerung mit der Behauptung zu penetrieren, Frauen würden 22% weniger verdienen als Männer.

Wir haben schon so viel zum Gender Pay Gap geschrieben, dass wir uns fühlen, wie Karl Raimund Popper sich gefühlt haben muss, als er zum 100sten Mal nachgewiesen hat, dass der Induktionsschluss nicht funktioniert (nachzulesen im Neuen Anhang zur Logik der Forschung, Kapitel XVIII). Kein Schluss ist logisch und zwingend genug, als dass ihn minder Intelligente oder solche, die sich einen Vorteil davon versprechen, nicht in Frage stellen würden, und so kommt man irgendwann zu der Erkenntnis, dass Wissen und empirische Belege da scheitern müssen, wo Ideologie und Dummheit herrschen.

Deshalb wollten wir eigentlich nichts mehr schreiben, zum Gender Pay Gap. Es ist alles gesagt. Wer jetzt noch von 22% fabuliert, der will oder kann nicht verstehen.

Dann aber sind wir auf zwei Kleinigkeiten gestoßen:

(1)

In der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, mit der pflichtschuldigst der Rücken vor den politischen Herren des Amtes gebeugt wird, steht Folgendes zu lesen:

“So betrug 2014 der unbereinigte Gender Pay Gap [!sic] in den neuen Ländern 9%, während er im früheren Bundesgebiet bei 23% lag.”

Wie lange die neuen Länder noch neue Länder bleiben, ist eine Frage, die wir hier nur stellen wollen. Nach 25 Jahren kann man sich aber zumindest darauf einigen, dass die neuen Länder nicht mehr ganz taufrisch sind. Wie auch immer, wir ziehen es vor, von Ost- und Westdeutschland zu sprechen. In Ostdeutschland beträgt das unbereinigte Gender Pay Gap demnach 9% gegenüber 23% in Westdeutschland.

Fragt sich eigentlich niemand, warum?

Wo sind die Frauenbewegten, die sich auf die Suche nach der Ursache der größeren Entgeltgleichheit in Ostdeutschland machen?

Vermutlich sind sie zu Hause und mit der Erziehung von erwachsenen Kindern beschäftigt, denn das genau ist eine, wenn nicht die Ursache dafür, dass ostdeutsche Frauen relativ zu ostdeutschen Männern besser verdienen als westdeutsche Frauen relativ zu westdeutschen Männern. Ausgerechnet ein Beitrag aus dem DIW liefert Indizien:

  • In Ostdeutschland ist die Erwerbstätigenquote unter Frauen mit 75,8% (2012) höher als in Westdeutschland (70,6%).
  • Und der “Anteil der vollzeiarbeitenden Mütter ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen”.

Anders formuliert: westdeutsche Frauen gehen seltener Arbeiten und klinken sich häufiger mindestens teilweise aus dem Arbeitsmarkt aus, wenn sie einen Vorwand im Form von Nachwuchs gefunden haben als ostdeutsche Frauen. Und dennoch wollen sie denselben Lohn wie Männer oder ostdeutsche Frauen, die 40-Stunden in der Woche arbeiten gehen!

(2)

solar eclipseAm Tag der Engeltgleichheit, an dem die 22%-Lüge wieder endemisch durch Deutschland geistern wird, am 20. März wird es nicht nur den mit Vernunft begabten unter uns reichen, nein, es reicht auch der Sonne. Die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen und wird sich am 20. März im Laufe des Vormittags hinter dem Mond verstecken, um zumindest zeitweise, dem dummen Gezeter, das von Politikern, politischen Aktivisten, Funktionären und sonstigen Günstlingen, die mit dem 22%-Mythos ihr Geld verdienen, kommen wird, zu entgehen. Leider ist diese Maßnahme der Sonne beim Mond nicht populär, der sich nur für knapp zwei Stunden bereit erklärt hat, die Sonne gegen die irdische Dummheit abzuschirmen.

Übrigen, das Life-Expectancy Gap zwischen Männern und Frauen beträgt 6,4%: Ein männliches Leben ist im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben. Zeit, einen finanziellen Ausgleich für die kürzere Lebenserwartung zu fordern!

PISA zeigt: Genderismus schadet Mädchen

Durch alle deutsche Blätter dröhnt die gleiche (dpa-)Meldung: Mädchen haben Angst vor Mathematik!

Warum nur? Immerhin werden sie für gleiche Leistungen besser benotet als Jungen.

Da sich im Bericht der PISANER nur Vermutungen finden, haben wir uns der Daten der PISA-Studie bemächtigt, und eine eigene Berechnung angestellt.

Unsere Hypothese: Schuld an der Angst der Mädchen ist der Genderismus, denn Genderismus verstärkt in Mädchen Angst und Hilflosigkeit und zerstört Selbstbewusstsein.

Warum?

cause and effect1) Genderismus versucht Mädchen einzureden, sie würden benachteiligt, wären von bösen rationalen Männern umgeben, die sie entweder ihrer naiven Intuition berauben oder auf sonst eine nicht geklärte Art und Weise benachteiligen, behindern oder … was auch immer wollen.

2) Genderismus, der angeblich von befreiten und emanzipierten Frauen predigt, erzählt gleichzeitig, dass befreite und emanzipierte Frauen nur mit HIlfe von Vater Staat möglich sind.

3) Die schrecklich maskuline Welt, der sich aus Sicht des Genderismus Frauen und Mädchen gegenüber sehen, ist durchsetzt mit männlichen Domänen, die gegen den Zugriff von Frauen und Mädchen verteidigt werden: Die Führungspositionen in der Wirtschaft, die Lehrstühle in der Wissenschaft, die Mathematik und vieles mehr.

1 + 2 basieren auf der Prämisse, dass Mädchen und Frauen hilflose Wesen sind, die nicht selbständig emanzipiert sein können, sondern emanzipiert werden müssen. Ergänzt man noch 3, dann folgt daraus, dass Mädchen und Frauen hilflos männlichen Domänen gegenüberstehen.

Mathematik ist eine männliche Domäne, so behauptet der Genderismus, und deshalb haben Mädchen Angst davor.

Und diese Angst, die haben die PISANER gemessen, und zwar über die Zustimmung zu folgenden Aussagen:

  • scared emoticonIch habe Angst, dass der Mathematikunterricht schwierig für mich sein wird.
  • Ich verkrampfe, wenn ich Mathematikhausaufgaben erledigen soll.
  • Ich werde nervös, wenn ich ein Mathematikproblem lösen soll.
  • Ich fühle mich hilflos, wenn ich ein Mathematikproblem lösen soll.
  • Ich habe Angst, dass ich schlechte Noten in Mathematik bekomme.

Diese Aussagen wurden Jungen und Mädchen in 56 Ländern vorgelegt, und sie wurden gefragt, ob sie der jeweiligen Aussage zustimmen oder nicht. So stimmen z.B. 45,7% der Jungen und 60,5% der Mädchen der ersten Aussage zu, dass sie Angst haben, dass der Mathematikunterricht zu schwierig für sie ist. Im vorliegenden Fall haben also 14,8% mehr Mädchen angeben, sie hätten Angst, dass der Mathematikunterricht zu schwierig für sie sein wird, als Jungen. Diese Differenz ist die Zahl, die uns interessiert.

Wir haben sie für 54 der 56 Länder (Makao und Shanghai haben wir nicht berücksichtigt) und für jede der oben genannten Aussagen in einen neuen Datensatz überführt.

Dogan NationsUnd dann haben wir uns an Mattei Dogan und Dominique Pelassi erinnert, die den Klassiker “How to Compare Nations” schon vor Jahrzehnten geschrieben haben, in dem sie u.a. das “most-different country design” als Methode des internationalen Vergleichs vorstellen.

Was, so haben wir uns gefragt, sind für unsere Hypothese Länder, die eine maximale ideologische Distanz zum Genderismus aufweisen, und es war nicht schwierig, bei muslimischen Ländern als der letzten Trutzburg gegen die Horden des Genderismus anzukommen. In muslimischen Ländern gibt es keine Frauenquote, es gibt keine Unisex-Toiletten, keine Professorinnenprogramme, keine Notwendigkeit, Sexualität in aller Öffentlichkeit zu verhandeln und keine Notwendigkeit, an der Sprache herumzulaborieren, weil sie nicht so ist, wie Genderisten sie gerne hätten. Ein optimaler Gegenpol für unsere Forschung.

Im nächsten Schritt haben wir deshalb aus den Daten des WorldFactbooks, das der CIA netterweise bereitstellt, die Anteile von Muslimen an der Bevölkerung über die Religionszugehörigkeit für die 54 Länder bestimmt und die entsprechenden Anteile dann mit den Differenzen der Angaben zwischen Jungen und Mädchen zu den Aussagen oben auf Länderebene korreliert.

Hier das Ergebnis:

Aussage Korrelation
Ich habe Angst, dass der Mathematikunterricht schwierig für mich sein wird. -0,53
Ich verkrampfe, wenn ich Mathematikhausaufgaben erledigen soll. -0,50
Ich werde nervös, wenn ich ein Mathematikproblem lösen soll. -0,52
Ich fühle mich hilflos, wenn ich ein Mathematikproblem lösen soll. -0,65
Ich habe Angst, dass ich schlechte Noten in Mathematik bekomme. -0,54
Index aus allen fünf Aussagen -0,64

Der Korrelationskoeffizient gibt an, wie sich die Differenz zwischen Jungen und Mädchen im Hinblick auf die vier Aussagen und einen Summenindex, den wir aus den vier Aussagen gebildet haben, im Verhältnis zum Anteil der muslimischen Bevölkerung verändert. Die Ergebnisse sind beeindruckend:

Die Differenz der Angaben zwischen Mädchen und Jungen wird geringer, je höher der Anteil an Muslimen in einer Gesellschaft ist. Anders formuliert, je mehr Mädchen im Vergleich zu Jungen einer der Aussagen oder allen Aussagen zustimmen, desto geringer ist der Anteil der Muslime in der entsprechenden Gesellschaft.

Dies gibt einen Hinweis darauf, dass die Angst vor Mathematik, die Mädchen deutlich öfter als Jungen in Ländern haben, in denen der Genderismus sich als Ideologie etablieren konnte, eben diesem Genderismus geschuldet ist, der es anscheinend dadurch, dass er Mädchen auf die Rolle des unterdrückten Opfers festlegt, dem das ratonale Denken fremd ist, das vor kalter Ökonomie zurückschreckt und das ingsesamt ein Dummchen ist, dem geholfen werden muss, und in jahrzehntelanger Kleinarbeit geschafft hat, das Selbstbewusstsein von vielen Mädchen zu zerstören, und zwar gründlich.

Geschlechter-Gleichheit auch bei Massenmördern

Die Erzählung, die der Genderismus über Frauen verbreitet, sieht Frauen in erster Linie als Opfer: In eine männliche Welt geworfen, sind die von Natur aus sanftmütigen, weiblichen Opfer Gegenstand männlicher Übergriffe, von häuslicher Gewalt über Diskriminierung im Alltag, von Ausschluss aus Spitzenpositionen der Wirtschaft bis zu Benachteiligungen beim Gehalt.

massenerschiessungenIn manchen, noch vulgäreren Varianten des Genderismus wird behauptet, die Welt wäre eine andere, würden Frauen regieren. Würden Frauen regieren, so die Phantasie, es gäbe weder Kriege noch Auseinandersetzungen, weder Umweltzerstörung noch wirtschaftliche Probleme, die Welt, die weiblich regierte Welt, sie wäre ein einziges Paradies aus Harmonie und glücklichen Menschen (oder auch nur Frauen?).

So absurd diese Erzählung auch sein mag, sie eignet sich prima, um damit Stimmung zu machen, Mitleid bei denjenigen zu erregen, die Mitleid als Form der Überlegenheit missverstehen, und sie eignet sich für rent seeking, also dafür, am Wohlstand, den andere erarbeiten, Teil zu haben, ohne dazu durch eigene Arbeit beizutragen.

Man kann das gar nicht oft genug sagen. Vor allem in Deutschland kann man es gar nicht oft genug sagen, weil irrationale und absurde Erzählungen wie die genderistische Erzählung im Land der Dichter und eben nicht Denker, sondern affektiv Steuerbaren, immer auf offene Ohren treffen, auf offenen Ohren von Trägern, die nichts dabei finden, die eine Hälfte der Deutschen zu hoffnungslosen Dummchen zu erklären, die der Gewalt der anderen Hälfte der intelligent rationalen Brutalos schutz- und hilflos ausgeliefert ist.

UN-WomenEs rechnet sich, wie die Vielzahl der Programme zur Förderung von Frauen, die Gesetze zum Ausgleich gemutmaßter Benachteiligung und die Schutzmaßnamen, deren Zweck darin besteht, die Opferrolle von Frauen symbolisch festzuschreiben, zeigen.

In anderen Ländern, z.B. im Nachbarland Holland ist es nicht so einfach wie in Deutschland, absurde Erzählungen zur offiziellen Überzeugung von Parteien zu erklären und zur Grundlage zu machen, um u.a. in der Wissenschaft staatliche Eingriffe zu legitimieren; ausgerechnet in der Wissenschaft, denn es ist eigentlich die Aufgabe von Wissenschaft, Erzählungen wie die genderistische Erzählung als Lug und Trug zu entlarven und die Wirklichkeit dagegen zu setzen.

Nicht so in Deutschland. In Deutschland ist die Zahl derer, die auf der Fahrkarte des benachteiligten Dummchens in die Wissenschaft einreisen wollen, offensichtlich größer als die Zahl lauterer Wissenschaftler, denen an Erkenntnis gelegen ist.

Ganz anders in Holland.

Und so kommt es, dass aus Holland die Kunde eines wissenschaftlichen Beitrags zu uns gekommen ist, der mit dem Mythos der friedliebenden Frauen, dem Mythos der weiblichen heilen Welt ohne Krieg, Gewalt und Tote aufräumt, und zwar gründlich.

Alette Smeulers hat mit dem Mythos aufgeräumt und ist entsprechend dafür verantwortlich, dass der genderistischen Erzählung ihre zentrale Lüge abhanden gekommen ist.

Doch der Reihe nach.

women + nazis

“Being a history buff I’ve read a great deal about the Nazis. But I hadn’t really read or heard much about the women who worked in the labor and death camps. This was surprising to me. I didn’t realize there were so many women involved in the camps and I had no idea that they were so involved with managing the day-to-day operations in some camps.”

Female Perpetrators: Ordinary or Extra-ordinary Women?, so heißt der Beitrag von Smeulers, der in Heft 2 der International Criminal Law Review diesen Jahres veröffentlicht wurde (Seiten 207-253).

In diesem Beitrag analysiert Smeulers eine Reihe von Massenmorden, die sich im 20. Jahrhundert ereignet haben und interessiet sich dabei vor allem für die Rolle, die Frauen bei diesen Massenmorden gespielt haben, wobei das folgende Kategoriensystem aus der Analyse des vorhanden Materials über Genozide und Massenmorde resultiert:

  • Frauen als Verwaltungsangestellte und Helfer;
  • Frauen als Profiteure, Diebe, Verräter und Spione;
  • Frauen als Wächter in Gefängnissen und Gefangenenlagern;
  • Frauen als Vernehmer und Folterer;
  • Frauen als Mörder;
  • Frauen als Sexualstraftäter;
  • Frauen als politische Führer und Anstifter;

Aus der Analyse des vorhandenen Materials zu Massenmorden und Genoziden resultieren eine Vielzahl von Ergebnissen, die die Rolle, die Frauen dabei gespielt haben, sehr deutlich machen. Die zentralen Ergebnisse der Analyse von Alette Smeulers, im Originalton und in unserer Übersetzung haben wir im Folgenden zusammengestellt.

“The above overview has however, shown that although it is clear that many more men than women have been involved in mass atrocities the role of women is much larger than has been assumed so far, not only in Nazi Germany but also in other more contemporary conflicts in Sierra Leone, Sudan, drc, Uganda and Columbia to name just a few cases. (252)”

Der Überblick in dieser Arbeit hat gezeigt, dass obwohl viel mehr Männer als Frauen in Massenmorde verwickelt sind, der Beitrag von Frauen zu diesen Massenmorden viel bedeutender ist als bislang angenommen. Dies gilt nicht nur für Nazi Deutschland, sondern auch für die neueren Konflikte in Sierra Leone, dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Kolumbien, um nur einige der Konflikte zu nennen.

“Most women act in a supporting capacity but others have a more active role as leaders and instigators or as the physical perpetrators and have been directly involved in torture, rape and murder. The literature review conducted clearly shows that women just like men are capable of terrible atrocities”. (252)

Die meisten Frauen sind unterstützend tätig, andere Frauen spielen jedoch aktivere Rollen als Führer, Anstifter oder als Gewalttäter, die direkt an Folter, Vergewaligung und Mord beteiligt sind. Der Literaturüberblick, der hier vorgenommen wurde, zeigt eindeutig, dass Frauen zu den selben schrecklichen Gräueltaten fähig sind wie Männer.

“The general perception is that real women do not commit mass atrocities while in fact they do. Some might have been forced and others might indeed have been disturbed sadists but the above overview shows that so many women have been involved in mass atrocities that it is simply impossible to qualify all of them as such. It is time to accept that many female perpetrators are ordinary women and that ordinary women just like ordinary men can become involved in mass atrocities for a number of reasons (personal or political) and under a number of different circumstances (involving extreme pressure or out of free will) and can be just as ruthless and cruel as ordinary men”. (252)

international crimesDie überwiegende Meinung lautet, dass “richtige” Frauen sich nicht an Massenmorden beteiligen, was falsch ist, denn Frauen beteiligen sich am Morden. Manche mögen dazu gezwungen worden sein, andere mögen geistig gestörte Sadisten sein, aber wie der Überblick in dieser Arbeit zeigt sind so viele Frauen an Massenmorden beteiligt, dass es schlicht unmöglich ist von allen anzunehmen sie seien gezwungen worden oder geistig gestört. Es ist an der Zeit zu akzeptieren, dass viele weibliche Täter normale Frauen sind, die sich, ebenso wie ganz normale Männer am Massenmord beteiligen. Ihre Gründe dafür sind vielfältig (persönlich oder politisch), die Beteiligung findet unter verschiedenen Umständen statt (gezwungen oder aus freiem Willen) und Frauen sind genauso erbarmungslos und grausam wie Männer

“But for now we can conclude that women are not inherently more peaceful than men, nor that those women who are involved in mass atrocities are by definition mentally disturbed monsters or completely lacking agency. Some are but most are just like the men, very ordinary women who within an often constrained environment (just like many men) somehow got involved in mass atrocities. The reason why so many more men are involved is not because they are more evil but simply because militarised units which are the main organizations responsible for the physical perpetration of international crimes are still male dominated”. (253)

Wir können daraus schließen, dass Frauen weder von Natur aus friedliebender sind als Männer noch dass die Frauen, die sich an Massenmorden beteiligen in ihrer Mehrheit geistig gestörte Monster sind oder gezwungen werden, sich an dem Massenmorden zu beteiligen. Auf manche trifft dies zu. Die meisten sind jedoch – wie dies für Männer auch gilt – ganz normale Frauen, die sich in einer oftmals angespannten Situation (genau wie Männer) an den Massenmorden beteiligen. Der Grund dafür, dass mehr Männer als Frauen an Massenmorden beteiligt sind, ist demnach nicht, dass Männer grausamer sind als Frauen, sondern schlicht der, dass Militäreinheiten, die im wesentlichen für Massenmorde verantwortlich sind, noch männlich dominiert sind.

Wir sind gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis wir von deutschen Universitäten Forschung, die der von Alette Smeulers vergleichbar ist, berichten können.

Die Zeit läuft!

Nicht gespannt sind wir dagegen auf die Reaktion derjenigen, die ihr Einkommen daraus gewinnen, dass sie anderen vorlügen, die genderistische Erzählung der guten, reinen Magd, die keiner Fliege etwas zu leide tut, und grausam von der Stiefmutter, nein, falsch, vom Stiefvater unterdrückt wird, sei wahr. Sie werden, wie sie das in der Vergangenheit getan haben, versuchen, die Realität weiterhin zu leugnen, denn nur wenn sie die Realität leugnen, können sie ihre Ideologie für sich gewinnbringend an den Mann bringen.

Insofern ist das einzige, was uns noch interessiert die Frage, wie lange man gegen die Realität anbehaupten und sich auf Kosten der Mehrheit der Gesellschaft durchlavieren kann.

Smeuler, Alette (2015). Female Perpetrators: Ordinary or Extra-ordinary Women? International Criminal Law Review 15(2): 207-253.

Gesucht: Innovationspotential – aber vor allem: Fördertöpfe

Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen Lesern bedanken, die uns unermüdlich mit Informationen versorgen. Wir können nicht jede eMail, die uns erreicht, beantworten, aber wir lesen jede eMail und machen aus den Informationen, von denen wir denken, dass sie auf breites Interesse stoßen, einen Post auf ScienceFiles.

Heute haben wir die Anregung eines Lesers von ScienceFiles aufgegriffen, der uns auf eine Seite verwiesen hat, die sich Genderforschung Governance nennt.

Governance, das klingt gut – oder?

WilliamsonRäumen wir zunächst den Begriffsbrocken der “Governance” aus dem Weg. Witziger Weise ist der Begriff der “Governance” ein ökonomischer Begriff, der vermutlich ausgehend von den Arbeiten Oliver Williamsons seinen Siegeszug angetreten hat. Williamson seinerseits hat ein Problem bearbeitet, das schon Ronald Coase erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat: Warum gibt es Unternehmen? Wer sich für die Antwort von Coase auf diese Frage interessiert, der sei auf den Klassiker, “The Nature of the Firm” von 1937 verwiesen.

Für unsere Zwecke ist es ausreichend, darauf hinzuweisen, dass ausgehend von Coase die Organisation bzw. hierarchische Struktur von Unternehmen als “Governance-Structure” bezeichnet wurde. In den Arbeiten vonWilliamson finden sich dann drei Governance-Structures, die genutzt werden können, um die Produktion von Gütern oder Dienstleistungen zu organisieren: Unternehmen, Markt und eine Hybrid-Struktur, die zwischen Unternehmen und Markt angesiedelt ist.

Governance bezieht sich also auf die Organisation von Gütererstellung und kann als Versuch, eine Ordnung durch Koordination von Akteuren in einem gesellschaftlichen Feld herzustellen, definiert werden.

Nun, da dieser sprachliche Brocken aus dem Weg geräumt ist, können wir uns der Frage widmen: “Was um aller Götter Willen hat Genderforschung mit Governance zu tun?”.

Eine gute Frage, denn die Anwendung ökonomischer Konzepte wie Governance in der Genderforschung muss man wohl eher als Unfall bezeichnen, der sich daraus erklärt, dass Genderforscher Begriffe benutzen, von deren Gehalt sie keine Ahnung haben, nicht um damit etwas zu sagen, sondern um damit Eindruck zu machen, weil die Begriffe gelehrt klingen oder positiv konnotiert sind. Wie sonst könnte man den Gebrauch kalter ökonomischer Begriffe durch emotional-affektive Genderisten erklären?

Das bringt uns zur nächsten Frage – zunächst:

“Ein wesentlicher Ansatzpunkt, um das anerkannte hohe Innovationspotenzial der Genderforschung auch angesichts der um sich greifenden neuen Governance der Wissenschaft weiter durch gezielte Förderung zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entfaltung bringen zu können, ist die Untersuchung der Organisationskulturen und -strukturen in Hochschule und Forschung.”

Dieser Satz findet sich auf der genannten Seite Genderforschung und Governance, die sich wiederum an der Universität Hildesheim befindet und von Prof. Dr. Heike Kahlert für die Stiftung “Universität Hildesheim” verantwortet wird.

Und seit wir diesen Satz gelesen haben, rätseln wir.

Wir rätseln über das Innovationspotential der Genderforschung, das angeblich anerkannte (von wem auch immer) Innovationspotential der Genderforschung.

Man kann Innovation definieren als

  1. “… a complicated process of applying new ideas for a gainful purpose“ (Tang 1998: 297)
  2. “… the intial market introduction of a new product of process whose design departs radically from past practice“ (Abernathy & Clark 1985: 6).
  3. “… a process where knowledgable and creative people and organizations frame problems and select, integrate, and augment information to create understandings and answers“ (Adamides & Karacapilidis 2004: 1).
  4. “… materielle oder symbolische Artefakte […], welche Beobachter als neuartig wahrnehmen und als Verbesserung gegenüber dem Bestehenden erleben“ (Braun-Thürmann 2005: 6)

Was aber sind anerkannte Innovationen der Genderforschung?

  • Definition 1 fällt aus, denn in der Genderforschung gibt es keine neuen Ideen.
  • Definition 3 fällt aus, denn Genderforschung will gerade kein Verstehen und keine Antworten auf Probleme finden, sondern im Gegenteil, Probleme schaffen.

Was also sind anerkannte Innovationen der Genderforschung?

Die Zielbestimmung in der ersten Definition gibt einen Hinweis: “for a gainful purpose”, um einen Nutzen oder Gewinn zu erzielen. Die anerkannten Innovationen der Genderforscher sind vielleicht Binneninnovationen, d.h. Tricks und Kniffe, die unter Genderforschern gehandelt werden und den Genderforschern dabei helfen, sich mit Genderforschung ein Auskommen zu verschaffen – so wie dies Trasher oder Whyte für Jugendbanden beschrieben haben.

Genderforschung ist aber kein nach außen gerichtetes Unterfangen, dessen Ziel darin besteht, einen gesellschaftlichen Nutzen zu produzieren. Nein, im Gegenteil: Genderforschung ist eine inklusive Veranstaltung, deren Zweck darin besteht, Genderforschern und nur Genderforschern einen Nutzen zu verschaffen, ihnen die Möglichkeit zu dem zu bieten, was Gordon Tullock (2005) rent seeking genannt hat – am besten übersetzt als Partizipation am gesellschaftlichen Wohlstand ohne zu diesem gesellschaftlichen Wohlstand beizutragen.

Den Beleg für diese Hypothese liefert das Hildesheimer Governance Projekt.

Es wird mit 532.167,60 Euro durch das, na? Richtig, das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die 532.167,60 Euro werden nicht etwa dazu eingesetzt, einen gesellschaftlichen Nutzen zu produzieren.

Nein.

Die 532.167,60 Euro werden dazu eingesetzt, für Genderforscher neue Möglichkeiten zu finden, um am gesellschaftlichen Wohlstand zu partizipieren ohne etwas an die Gesellschaft zurückzugeben.

Im Original:

“Die zentralen Fragestellungen des Forschungsprojekts lauten:

  • Typischer Output aus Genderprojekten

    Typischer Output aus Genderprojekten

    “Welche Bedeutung wird der Genderforschung unter Bedingungen der neuen Governance in den gegenwärtigen Transformationsprozessen im Wissenschaftssystem aus wissenschaftlicher, organisationaler (kultureller und struktureller) und politisch-administrativer Sicht beigemessen? (von wem auch immer) In Deutsch: Welche Möglichkeiten, auf Steuerzahlerkosten ein Dasein zu fristen, gibt es derzeit.

  • “Welche Förderung erfährt die Genderforschung dabei von den verschiedenen wissenschafts- und hochschulpolitischen Akteuren?” In Deutsch: Von wem werden die Möglichkeiten, auf Steuerzahlerkosten ein Dasein zu fristen, bereitgestellt?
  • “Wo liegen unter Bedingungen der neuen Governance Ansatzpunkte, um die Förderung der Genderforschung zu vertiefen und zu erweitern?” In Deutsch: Welche Fördertöpfe kann man noch anzapfen, um auf Kosten vcn Steuerzahlern ein Dasein zu fristen.

Es geht ausschließlich darum, die Steuertöpfe, an denen sich Genderforscher derzeit laben, zu identifizieren, diejenigen zu benennen, die sie bereitstellen und neue Fördertöpfe, an denen sich Genderforscher zukünftlig laben können, zu identifizieren. Es geht nicht etwa darum, den Nutzen von Genderforschung zu untersuchen, Forschungsergebnisse zu berichten oder sonstige Versuche zu unternehmen, den Erkenntnisgewinn der Genderforschung zusammen zu stellen (falls es ihn gibt, wir suchen ihn immer noch vergeblich).

Warum nicht: weil Genderforschung keine Forschung ist und Gender Studies keine Wissenschaft sind. Es ist kein Zufall, dass kein Genderist, der auf Kosten der Steuerzahler Gender Studies betreibt, eine Antwort auf Fragen nach dem gesellschaftlichen Nutzen seiner Tätigkeit an Universitäten gegeben hat. Es gibt schlicht keinen gesellschaftlichen Nutzen. Es gibt ausschließlich gesellschaftliche Kosten, wie sie regelmäßig dann entstehen, wenn sich Lobbyisten zusammenfinden, um an öffentliche Ressourcen zu gelangen, um am Wohlstand zu partizipieren, ohne etwas zurück zu geben oder gar beizutragen.

Und wem das alles nocht nicht reicht, dem sei gesagt, dass die Projektmitarbeiter die 532.167,60 Euro nicht nur dafür einsetzen, sich selbst zu finanzieren, sondern auch dazu, qualitative und Experteninterviews zu führen, um die oben genannten Fragen zu beantworten.

Qualitative Sozialforschung hat unter Genderisten einen hohen Stellenwert, jedoch nur als Form der Befragung, nicht als Methodologie, weshalb Auswertungstechniken wie sie z.B. Mayring (2008) oder Glaser und Strauss (2006) entwickelt haben, nicht vorkommen. Bei Genderisten ist die qualitative Sozialforschung zum netten Gespräch, zum Kaffeekränzchen verkommen, bei dem nicht Erkenntnis, sondern Zeitvertreib das Ziel ist und bei dem es darum geht, im Turnus die Rechnung für Kaffee und Kuchen zu verteilen, zwischen den verschiedenen Fördertöpfen, aus denen die am Kaffeekränzchen Beteiligten finanziert werden. Entsprechend muss man kein Hellseher sein, um zu wissen, welche Experten interviewt werden… Das ganze hat vielmehr etwas von einer Drückerkolonne, die Adressen von Haushalten, bei denen man seine Zeitschriften loswerden kann, weitergeben.

Letztlich ist nicht einmal das Nutznießer-System bzw. das Nutznießer-Netzwerk, das Gender Studies geschaffen haben, eine Innovation. Derartige Systeme sind so alt wie die Menschheit. So lange es Produktive unter den Menschen gegeben hat, hat es diejenigen gegeben, die versucht haben, den Gewinn aus der Tätigkeit der Produktiven für sich abzuschöpfen.

Literatur

Abernathy, William K. & Clark, Ken B. (1985). Innovation: Mapping the Winds of Creative Destruction. Research Policy 14(1): 3-22.

Adamides, Emmanuel D. & Karacapilidis, Nikos (2004). Information Technology Support for the Knowledge and Social Processes of Innovation Management. Technovation XX: 1-10.

Braun-Thürmann, Holger (2005). Innovation. Bielefeld: transcript Verlag.

Glaser, Barney G. & Strauss, Anselm L. (2006). The Discovery of Grounded Theory: Strategies for Qualitative Research. New Brunswick: Aldine Transaction.

Mayring, Philipp (2008). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim: Beltz.

Tang, H. K. (1987). An Interative Model of Innovation in Organizations. Technovation 18(5): 297-309.

Trasher, Frederic M. (1936). The Gang. Chicago: University of Chicago Press.

Whyte, William F. (1943). Street Corner Society. Chicago: University of Chicago Press.

Suizidale Förderung: Die CSU schafft sich ab

Stammleser von ScienceFiles werden sich an Paula Irene Villa erinnern. Villa hat einen Lehrstuhl für Soziologie und Gender Studies, also für Gender Studies, an der Universität München und ist nun seit mehreren Monaten nicht in der Lage, einfache Fragen nach den wissenschaftlichen Grundlagen und dem wissenschaftlichen Nutzen, der Erkenntnis, dem Wissensfortschritt, der aus ihrer steuerzahlerfinanzierten Tätigkeit an der LMU erwächst, zu beanworten.

Da es sich bei den Fragen um solche handelt, die ein Wissenschaftler aus dem Stand und kurz nachdem er aus dem Schlaf gerissen wurde, beantworten kann, muss man – ob der wochenlangen Funkstille – wohl davon ausgehen, dass Villa kein Wissenschaftler ist. Dafür sprechen auch neuere Informationen, auf die uns ein Leser aufmerksam gemacht hat.

Bay StaatsministerDie Informationen geben eine veritable Geschichte der Zustände im Deutschland des Jahres 2015.

Die Geschichte beginnt im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in München. Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, dem man zu Gute halten muss, dass er nicht weiß, wovon er spricht, hat gerade verkündet, dass Bayern mit einem neuen Forschungsverbund seine Spitzenstellung in “Gender und Careforschung” weiter ausbauen will.

Eine “exzellente Begutachtung” durch eine “Gutachterkommission”, deren Mitglieder er offensichtlich nicht kennt und die – wie im Zusammenhang mit Gender üblich – auch nicht feststellbar sind, haben nicht näher genannte Einzelprojekte im Rahmen des Forschungsverbunds “ProGenderCare” exzellent begutachtet, weshalb der Minister für Wissenschaft seine Spendierhosen angezogen hat, um den Verbund mit der Kleinigkeit von drei Millionen Euro aus Steuergeldern zu fördern.

secret societyDie Geheimhaltung darüber, wer was exzellent begutachtet hat, hat zur Folge, dass Minister Spaenle in seiner Jubel-Meldung auch nur Platituden absondern kann: Bayern, so frohlockt Spaenle, baue seine internationale Spitzenstellung auf dem Gebiet der Gender- und Careforschung konsequent aus.

Warum auch nicht? In anderen Ländern ist man darauf stolz, seine Spitzenstellung im Bereich der Gentechnologie zu behaupten, Bayern investiert eben in Gender- und Careforschung. Und die Leistungsstärke des Wissenschaftsstandorts Bayern, die sieht Spaenle darin verdeutlich, dass in “vielen Bereichen wissenschaftliche Maßstäbe gesetzt und innovative Forschungsstrategien begründet” würden.

Zu dieser Leerformel muss man noch hinzufügen, dass sie vor einem interdisziplinären Horizont,  nicht etwa vor einem beschänkten, gebildet wurde, was es nur marginal besser macht und dass auch intensive gesellschaftliche Dynamiken, Globalisierungsprozesse und gesellschaftspolitische Herausforderungen nicht in der Pressemeldung fehlen dürfen.

Der Heidlelberger Grafiker Klaus Staeck hat einmal den Wahlkampfslogan “Mampf” für CSU-Wahlkämpfe vorgeschlagen.

Natürlich kann Mampf angesichts der gesellschaftlichen Dynamik und der Globalisierung, die die Leistungsstärke am Mampfstandort Bayern erst verdeutlich, nicht einfach als Mampf stehen gelassen werden, denn in Bayern ist das Mampf interdisziplinär, und es setzt in vielen Bereichen wissenschaftliche Mampf-Stäbe und begründet innovatives Forschungs-Mampfen.

Aber, wie gesagt, man muss Ludwig Spaenle, der einen Doktor vor dem Namen trägt, der neugierig macht, zu Gute halten, dass er nicht weiß, wovon er spricht. Wie soll er auch wissen, wovon er spricht, wenn die exzellenten Gutachter der exzellenten Begutachtung ebenso geheim gehalten werden, wie die exzellenten interdisziplinären Gender-Care-Projekte, die sie begutachtet haben und die nun gefördert werden?

Aber eines wissen wir: Wir wissen, dass Paula Irene Villa an ihrem Genderlehrstuhl in München für die Koordination des interdisziplinären Gender-Care verantwortlich ist, womit zumindest ein Teil dessen, was an diesem Lehrstuhl geschieht, öffentlich gemacht wäre.

LMU_LogoWir wissen noch mehr, denn wir sind über einen Pressetext der LMU-München gestolpert, der in einem Interview mit selbiger Villa die drei Millionen, die man dem leichtgläubigen Spaenle hat abjagen können, feiert, und zwar unter dem Titel “Es entsteht eine neue Dienstmädchenkultur”. Wir wollen unsere Leser nicht mit der üblichen Gender-Leier verstimmen, wer sich mit Genderismus beschäftigt, kennt den Unsinn, der hier zu erwarten ist (wer nicht, der kann sich hier informieren).

Nein, wir wollen Ludwig Spaenle Information darüber zugänglich machen, was für eine Art Projekt er da eigentlich aus Steuergeldern finanziert.

Dazu genügt es, einen Absatz des Interviews genauer zu analysieren:

“Villa: ‘Lohn für Hausarbeit ist eine alte Forderung der Frauenbewegung, die noch aus der Jahrhundertwende stammt und dann in den 1980er-Jahren wieder verstärkt formuliert wurde. Es gibt einige sozialpolitische Stellschrauben, an denen in dieser Richtung bereits gedreht wurde. Dazu gehört zum Beispiel die Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Renten. Damit wird Eltern ihre Leistung in der Erziehungsarbeit finanziell anerkannt. Es wäre natürlich nicht finanzierbar, auf einmal alle Care-Aufgaben im Privaten angemessen zu bezahlen. Aber es gibt andere, radikale Modelle, in denen das denkbar wird, zum Beispiel beim bedingungslosen Grundeinkommen. Im Forschungsverbund werden wir mit Akteuren aus Politik, Verbänden und der Praxis über ganz verschiedene Reformmöglichkeiten diskutieren'” (unsere Hervorhebung).

The Snout in the Trough

The Snout in the Trough

Der Forschungsverbund dient in der Definintion von Paula Irene Villa einmal der politischen Agitation und einmal der Durchsetzung radikaler Ideen um unproduktive Arbeiten, Arbeiten, die keinerlei Mehrwert erbringen, sondern Kapital konsumieren, von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen.

Dies ist seit jeher das Programm des Sozialismus gewesen und dass es hier unter dem Etikett ProGenderCare wiederkehrt, ist kein Wunder, denn Genderismus ist nichts anderes als eine Vulgär-Variante von Sozialismus. Einzig die Tatsache, dass die CSU in Bayern nunmehr Steuergelder einsetzt, um politische Aktivisten zu finanzieren, die sich als Wissenschaftler maskieren und mit Akteuren aus “Politik, Verbänden und der Praxis” den besten Weg zur Durchsetzung von Sozialismus diskutieren wollen, das ist neu.

Indes ist es leicht zu erklären, dass die CSU – vertreten durch ihren Wissenschaftsminister Dr. Spaenle – nun Sozialismus finanziert. Wer sich in der Welt der für seine Ohren wohlklingenden Begriffe aufhält und an “innovativen Forschungstrends”, “internationaler Spitzenstellung”, “exzellenter Begutachtung” und dergleichen berauscht, dem kann man unterschieben, was man will, solange man behauptet, der Mampf wäre ein innovativer Forschungstrend, der eine internationale Spitzenstellung garantiert, wie eine exzellente Begutachtung deutlich macht.

Für alle, die es nicht glauben können, noch einmal die Facts:

3 Millionen Euro Steuergelder werden für einen Forschungsverbund “ProGenderCare” ausgegeben, in dessen Rahmen sozialistische Alternativen zur derzeitigen Gesellschaftsordnung diskutiert und durchgesetzt werden sollen.

Ach ja, die Dienstmädchenkultur, die in der Überschrift des Interviews mit Villa herbeiphantasiert wird, besteht z.B. darin:

“Frauen aus Mexiko oder den Philippinen arbeiten in den USA, in Singapur oder Großbritannien als „Nannys“ und lassen dafür ihre eigenen Kinder zurück. Diese werden dann von anderen Frauen versorgt. Die philippinischen Nannys stellen mit ihren Geldüberweisungen aus dem Ausland einen wesentlichen Anteil des Bruttosozialprodukts des Landes.”

Offensichtlich ist es für Villa nicht vorstellbar, dass Frauen wie Männer dies seit Jahrhunderten tun, als Arbeitsmigrant durch die Welt ziehen, weil sie an ihrem Geburtsort keine Arbeit finden. Der interdisziplinäre Horizont der Paula Irene Villa ist ortsgebunden und kennt keine Mobilität, weder geistig noch physisch (oder wenn, dann nur eine furchtbar belastende Mobilität).

Es gibt im übrigen keine uns bekannte Statistik, die die Höhe des von weiblichen Migranten, die z.B. in den USA als Hausangestellte tätig sind, in ihr Heimatland überwiesenen Geldes aufschlüsselt, so dass es auch keine uns bekannte Statistik gibt, die z.B. für Mexiko den Anteil am Bruttosozialprodukt, der auf die Tätigkeit der entsprechenden weiblichen Arbeitsmigranten zurückginge, aufschlüsselt. Ebenso wenig wie es eine Statistik gibt, die uns bekannt ist, die die Höhe der Überweisungen von weiblichen Haushaltsangestellten ins Verhältnis zu den Überweisungen männlicher Arbeitsmigranten in ihr Heimatland setzen würde.

Wir kennen nur die Migration- und Remittance Statistiken der Weltbank, die haarklein die Höhe der Überweisungen von Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer aufschlüsseln. Darin findet sich jedoch keine Aufschlüsselung nach z.B. Tätigkeit, schon weil eine derartige Aufschlüsselung auf Grundlage der vorhandenen Daten gar nicht möglich ist.

Hat Frau Villa phantasiert?

Kennt Frau Villa geheime statistische Quellen, die z.B. von unbekannten Gutachtern exzellent verwaltet werden?

Fragen wir Frau Villa.

Aber nein, Frau Villa antwortet ja nicht auf unsere Fragen …
Aus gutem Grund, wie wir bis zum Beweis des Gegenteils meinen, denn Sie hat keine Antworten!

Gerechtigkeit? Gleichheit? Gleichstellung? Idiotentest für Verteilungsfragen

Der Pro Quote Regie Unsinn hat uns den Rest gegeben.

Wir haben nun wirklich genug von all den Aktivisten, die mit Begriffen um sich werfen, deren Gehalt und Sinn sich ihnen nicht einmal entfernt erschließt.

idiotentestDeshalb haben wir uns entschlossen, sozusagen einen Idiotentest für alle diejenigen, die sich in der Öffentlichkeit zu Fragen der Gerechtigkeit oder Gleichheit von Verteilungen äußern wollen, zu konzipieren.

Wir schlagen den entsprechenden Personen den entsprechenden Idiotentest für Verteilungsfragen zum Selbsttest vor, um zu testen, wo sie intellektuell stehen, bevor sie den Mund zum Thema aufmachen.

Idiotentest für Verteilungsfragen

A. Was ist Gerechtigkeit?

  1. Gerechtigkeit ist, wenn ich bekomme, wonach ich ein starkes Bedürfnis habe.
  2. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was meiner Leistung entspricht.
  3. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was andere schon haben oder bekommen.

B. Was ist Ergebnisgleichheit?

  1. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle dasselbe bekommen, egal, was sie dafür getan haben.
  2. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle das bekommen, was sie sehr gerne hätten.
  3. Ergebnisgleichheit ist, wenn so verteilt wird, dass alle am Ende dasselbe haben, egal, was sie dafür getan haben.

C. Was ist Chancengleichheit?

  1. Chancengleichheit ist, wenn jeder denselben Zugang zu Positionen hat.
  2. Chancengleichheit ist, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen denselben Zugang zu Positionen haben.
  3. Chancengleichheit ist, wenn benachteiligte Gruppen bevorteilt werden.

D. Verteilungsaufgabe I

  • In Deutschland sind rund 15% der Beschäftigten im Baugewerbe weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen im Baugewerbe benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

E. Verteilungsaufgabe II

  • In Deutschland sind 69% der Beschäftigten im Bereich von Erziehung und Unterricht weiblich. Kann man daraus schließen, dass Männer im Bereich Erziehung und Unterricht benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

F. Verteilungsaufgabe III

  • In Deutschland sind rund 12% der Regisseure, die für die Filme öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten Verantwortung tragen, weiblich. Kann man daraus schließen, dass weibliche Regisseure benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

G. Verteilungsaufgabe IV

  • In Deutschland sind 30% derjenigen in Führungspositionen von Unternehmen und staatlichen Institutionen weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

H. Was ist Gender-Gerechtigkeit?

  1. Der Versuch, Ergebnisgleichheit zwischen Männern und Frauen herbeizuführen.
  2. Ein inhaltsleerer Kampfbegriff
  3. Ein Synonym für Gleichstellung

I. Was ist Gleichstellung?

  • Der Versuch von Frauen, sich einen Vorteil auf Kosten von Männern zu verschaffen.
  • Der Versuch, Ergebnisgleichheit für Personen oder Gruppen herzustellen, die keine Rücksicht auf Leistung nimmt.
  • Ein Synonym für Gender-Gerechtigkeit.

J. In welchem der drei folgenden Fälle liegt Diskriminierung vor?

  • Diskriminierung liegt vor, wenn ich nicht das habe, was andere schon haben.
  • Diskriminierung liegt vor, wenn ich vom Zugang zu Ressourcen ausgeschlossen werde, nur, weil ich ein Mann bin.
  • Diskriminerung liegt vor, wenn ich nicht dasselbe bekomme, was andere bekommen.

Pro richtiger Antwort gibt es einen Punkt.

Wer 10 Punkte hat, darf in der Öffentlichkeit den Mund aufmachen.

Wer 9 Punkte hat, sollte prüfen, ob er nicht aus Versehen bei einer Frage die falsche Antwort angekreuzt hat.

Wer 8 Punkte und weniger hat, der sollte sich zu Fragen von Gerechtigkeit oder Gleichheit der Verteilung von Ressourcen an Personen oder Gruppen bis auf weiteres nicht (mehr) öffentlich äußern, sondern versuchen, die jeweiligen Ideen und Konzepte zu begreifen.

Und hier die Auflösung der Aufgaben

A. Gerechtigkeit

  • Gerechtigkeit ist ein Prinzip, das eine der Leistung entsprechende Auszahlung garantiert. D.h. wer mehr leistet, erhält auch eine höhere Auszahlung. Daher ist das Gerechtigkeitsprinzip eng mit dem Leistungsprinzip verbunden.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

B. Ergebnisgleichheit

  • Die Schaffung von Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil einer gerechten Verteilung weil Erstere die Verteilung von Ressourcen unabhängig von Leistung vornimmt. Im Gegensatz zu Gerechtigkeit wird Ergebnisgleichheit in der Regel auf Gruppen und nicht auf Individuen angewendet.
  • Alternative 3 ist die richtige Antwort.

C. Chancengleichheit

  • Chancengleichheit liegt vor, wenn keinem Individuum oder keiner gesellschaftlichen Gruppe durch Privilegien der Zugang zu Positionen im Vergleich zu anderen Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen erleichtert wird (oder durch negative Sanktionen erschwert wird). Chancengleichheit ist das Gegenteil von “affirmative action”, also von Maßnahmen der positiven Diskriminierung.
  • Alternative 1 ist die richtige Antwort.

D. Verteilungsaufgabe I

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

E. Verteilungsaufgabe II

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

F. Verteilungsaufgabe III

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden. Wer es dennoch tut, will sich entweder persönlich bereichern, oder er ist dumm.

G. Verteilungsaufgabe IV

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden. Wer es dennoch tut, will sich entweder persönlich bereichern, oder er ist dumm.

H. Gender-Gerechtigkeit

  • Gender-Gerechtigkeit ist ein inhaltsleerer Kampfbegriff. Gerechtigkeit als Verteilungsprinzip besagt, dass jeder unabhängig von sonstigen Merkmalen und somit auch unabhängig von seinem Geschlecht die Auszahlung erhält, die seiner Leistung entspricht.
  • Wenn Gender-Gerechtigkeit dann vorläge, wenn Männer und Frauen eine Auszahlung entsprechend ihrer Leistung erzielen, sie also ihrer Leistung entsprechend behandelt werden, dann wird nach dem Gerechtigkeitsprinzip verteilt, für das “Gender” völlig irrelevant ist. Deshalb ist der Begriff “Gender-Gerechtigkeit” unsinnig.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

I. Gleichstellung

  • Gleichstellung ist, wenn so verteilt wird, dass am Ende eine Ergebnisgleichheit herrscht. Dementsprechend handelt es sich um eine Verteilung, die unabhängig von Leistung vorgenommen wird. Gleichstellung ist somit das Gegenteil von Gerechtigkeit.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

J. Diskriminierung

  • Diskriminierung liegt vor, wenn willkürliche Merkmale einer Person genutzt werden, um die entsprechende Person vom Zugang zu Ressourcen auszuschließen, z.B. Männer von bestimmten Professuren, wie dies im Professorinnenprogramm der Fall ist.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

Der Idiotentest für Verteilungsfragen steht hier als PDF bereit, um heruntergeladen, ausgedruckt und verteilt zu werden. Wir geben die Hoffnung eben nicht auf, dass sich die Vernunft durchsetzt!