Gerechtigkeit? Gleichheit? Gleichstellung? Idiotentest für Verteilungsfragen

Der Pro Quote Regie Unsinn hat uns den Rest gegeben.

Wir haben nun wirklich genug von all den Aktivisten, die mit Begriffen um sich werfen, deren Gehalt und Sinn sich ihnen nicht einmal entfernt erschließt.

idiotentestDeshalb haben wir uns entschlossen, sozusagen einen Idiotentest für alle diejenigen, die sich in der Öffentlichkeit zu Fragen der Gerechtigkeit oder Gleichheit von Verteilungen äußern wollen, zu konzipieren.

Wir schlagen den entsprechenden Personen den entsprechenden Idiotentest für Verteilungsfragen zum Selbsttest vor, um zu testen, wo sie intellektuell stehen, bevor sie den Mund zum Thema aufmachen.

Idiotentext für Verteilungsfragen

A. Was ist Gerechtigkeit?

  1. Gerechtigkeit ist, wenn ich bekomme, wonach ich ein starkes Bedürfnis habe.
  2. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was meiner Leistung entspricht.
  3. Gerechtigkeit ist, wenn ich das bekomme, was andere schon haben oder bekommen.

B. Was ist Ergebnisgleichheit?

  1. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle dasselbe bekommen, egal, was sie dafür getan haben.
  2. Ergebnisgleichheit ist, wenn alle das bekommen, was sie sehr gerne hätten.
  3. Ergebnisgleichheit ist, wenn so verteilt wird, dass alle am Ende dasselbe haben, egal, was sie dafür getan haben.

C. Was ist Chancengleichheit?

  1. Chancengleichheit ist, wenn jeder denselben Zugang zu Positionen hat.
  2. Chancengleichheit ist, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen denselben Zugang zu Positionen haben.
  3. Chancengleichheit ist, wenn benachteiligte Gruppen bevorteilt werden.

D. Verteilungsaufgabe I

  • In Deutschland sind rund 15% der Beschäftigten im Baugewerbe weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen im Baugewerbe benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

E. Verteilungsaufgabe II

  • In Deutschland sind 69% der Beschäftigten im Bereich von Erziehung und Unterricht weiblich. Kann man daraus schließen, dass Männer im Bereich Erziehung und Unterricht benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

F. Verteilungsaufgabe III

  • In Deutschland sind rund 12% der Regisseure, die für die Filme öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten Verantwortung tragen, weiblich. Kann man daraus schließen, dass weibliche Regisseure benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

G. Verteilungsaufgabe IV

  • In Deutschland sind 30% derjenigen in Führungspositionen von Unternehmen und staatlichen Institutionen weiblich. Kann man daraus schließen, dass Frauen benachteiligt sind?
    1. Ja
    2. Nein

H. Was ist Gender-Gerechtigkeit?

  1. Der Versuch, Ergebnisgleichheit zwischen Männern und Frauen herbeizuführen.
  2. Ein inhaltsleerer Kampfbegriff
  3. Ein Synonym für Gleichstellung

I. Was ist Gleichstellung?

  • Der Versuch von Frauen, sich einen Vorteil auf Kosten von Männern zu verschaffen.
  • Der Versuch, Ergebnisgleichheit für Personen oder Gruppen herzustellen, die keine Rücksicht auf Leistung nimmt.
  • Ein Synonym für Gender-Gerechtigkeit.

J. In welchem der drei folgenden Fälle liegt Diskriminierung vor?

  • Diskriminierung liegt vor, wenn ich nicht das habe, was andere schon haben.
  • Diskriminierung liegt vor, wenn ich vom Zugang zu Ressourcen ausgeschlossen werde, nur, weil ich ein Mann bin.
  • Diskriminerung liegt vor, wenn ich nicht dasselbe bekomme, was andere bekommen.

 

Pro richtiger Antwort gibt es einen Punkt.

Wer 10 Punkte hat, darf in der Öffentlichkeit den Mund aufmachen.

Wer 9 Punkte hat, sollte prüfen, ob er nicht aus Versehen bei einer Frage die falsche Antwort angekreuzt hat.

Wer 8 Punkte und weniger hat, der sollte sich zu Fragen von Gerechtigkeit oder Gleichheit der Verteilung von Ressourcen an Personen oder Gruppen bis auf weiteres nicht (mehr) öffentlich äußern, sondern versuchen, die jeweiligen Ideen und Konzepte zu begreifen.

 

Und hier die Auflösung der Aufgaben

A. Gerechtigkeit

  • Gerechtigkeit ist ein Prinzip, das eine der Leistung entsprechende Auszahlung garantiert. D.h. wer mehr leistet, erhält auch eine höhere Auszahlung. Daher ist das Gerechtigkeitsprinzip eng mit dem Leistungsprinzip verbunden.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

B. Ergebnisgleichheit

  • Die Schaffung von Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil einer gerechten Verteilung weil Erstere die Verteilung von Ressourcen unabhängig von Leistung vornimmt. Im Gegensatz zu Gerechtigkeit wird Ergebnisgleichheit in der Regel auf Gruppen und nicht auf Individuen angewendet.
  • Alternative 1 ist die richtige Antwort.

C. Chancengleichheit

  • Chancengleichheit liegt vor, wenn keinem Individuum oder keiner gesellschaftlichen Gruppe durch Privilegien der Zugang zu Positionen im Vergleich zu anderen Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen erleichtert wird (oder durch negative Sanktionen erschwert wird). Chancengleichheit ist das Gegenteil von “affirmative action”, also von Maßnahmen der positiven Diskriminierung.
  • Alternative 1 ist die richtige Antwort.

D. Verteilungsaufgabe I

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

E. Verteilungsaufgabe II

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden.

F. Verteilungsaufgabe III

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden. Wer es dennoch tut, will sich entweder persönlich bereichern, oder er ist dumm.

G. Verteilungsaufgabe IV

  • Nein.
  • Aus einer Verteilung kann nicht auf die Ursache der Verteilung geschlossen werden. Wer es dennoch tut, will sich entweder persönlich bereichern, oder er ist dumm.

H. Gender-Gerechtigkeit

  • Gender-Gerechtigkeit ist ein inhaltsleerer Kampfbegriff. Gerechtigkeit als Verteilungsprinzip besagt, dass jeder unabhängig von sonstigen Merkmalen und somit auch unabhängig von seinem Geschlecht die Auszahlung erhält, die seiner Leistung entspricht.
  • Wenn Gender-Gerechtigkeit dann vorläge, wenn Männer und Frauen eine Auszahlung entsprechend ihrer Leistung erzielen, sie also ihrer Leistung entsprechend behandelt werden, dann wird nach dem Gerechtigkeitsprinzip verteilt, für das “Gender” völlig irrelevant ist. Deshalb ist der Begriff “Gender-Gerechtigkeit” unsinnig.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

I. Gleichstellung

  • Gleichstellung ist, wenn so verteilt wird, dass am Ende eine Ergebnisgleichheit herrscht. Dementsprechend handelt es sich um eine Verteilung, die unabhängig von Leistung vorgenommen wird. Gleichstellung ist somit das Gegenteil von Gerechtigkeit.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

J. Diskriminierung

  • Diskriminierung liegt vor, wenn willkürliche Merkmale einer Person genutzt werden, um die entsprechende Person vom Zugang zu Ressourcen auszuschließen, z.B. Männer von bestimmten Professuren, wie dies im Professorinnenprogramm der Fall ist.
  • Alternative 2 ist die richtige Antwort.

Der Idiotentest für Verteilungsfragen steht hier als PDF bereit, um heruntergeladen, ausgedruckt und verteilt zu werden. Wir geben die Hoffnung eben nicht auf, dass sich die Vernunft durchsetzt!

Warum nicht? Eine Quote für miserable Fernsehproduktionen

Als wäre der deutsche Fernsehfilm nicht schon schlecht genug, nein, im Bemühen, gleichzustellen, hat sich nun eine Initiative mit dem Namen “Pro Quote Regie” gegründet, die die Qualität des deutschen Fernsehfilms noch weiter verschlechtern will.

Wie?

örundfunkGanz einfach: Nicht mehr die sowieso schon lausigen Qualitätskriterien sollen Grundlage der Vergabe öffentlich-rechtlicher Mittel für die Produktion von Fernsehfilmen sein, sondern, na, was wohl?

Was ist derzeit das Kriterium, das man am besten nutzen kann, um sich einen Vorteil im Kampf um Ressourcen zu sichern, nicht, weil man besser wäre, nein, sondern weil man eben … ist?

Nein, es ist nicht Transgender. Transgender werden auch weiterhin nicht als Regisseure bevorzugt.

Es ist auch nicht Migrantenhintergrund.

Behinderung ist es auch nicht oder das Fehlen einer relevanten Anzahl von Regisseuren in den Altersklassen zwischen 17 und 26,5 Jahren oder über 69 Jahren.

Religiöse Orientierung steht auch nicht zur Debatte. Auch in Zukunft werden muslimische oder buddistische Regiessure am Geldtopf, der für die Erstellung öffentlich-rechtlicher Filmproduktionen bereit steht, nicht bevorzugt partizpieren.

Es ist…

Geschlecht!

Was sonst?

Wir haben zu wenige Regisseusen, die sich am öffentlich-rechtlichen Geldtopf gütlich tun können. Entsprechend haben wir keine mobilen Betriebskindergärten, für Außenaufnahmen, keinen Ausgleich für Halbtagsregisseusen, kein Mentorenprogramm “Wie man sich öffentliche Förderung erheischt, wenn das eigene Filmprojekt Mist ist” und vieles andere auch nicht.

Zeit eine Quote für Regisseusen zu fordern.

Pro Quote Regie 2Denn – wir zitieren, “die Tatsachen sind alarmierend. Nur etwa 11 Prozent der Sendeminuten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen werden von Frauen inszeniert. In der Sonntagabend Primetime sind es nur 3,6 Prozent. Bei lediglich drei von 36 Tatortproduktionen führten Frauen im Jahre 2013 Regie. An Krimiformaten wie SOKO Leipzig, In aller Freundschaft, Donna Leon, Nord Nord Mord arbeitete zwischen 2010 und 2013 nicht eine einzige Regisseurin. Bei Großstadtrevier oder SOKO Wismar waren es keine drei Prozent.”

Hätten Sie es bemerkt, dass nur etwa 11 Prozent der Sendeminuten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen von Frauen inszeniert werden, so z.B. am typisch weiblichen Feel oder Touch, der ihnen aus dem Plasma-Fernseher entgegen strahlt? Oder an sonstigen angeblich typisch weiblichen Eigenschaften, die den Tatort vom bloßen Tatort zu einem weiblich inszenierten Tatort machen. Welche Eigenschaften das sein sollen, die sich die Regisseusen von Pro-Quote hier ausmalen? Heimtücke? Hinterlist und Täuschung? Boshaftigkeit? Wer weiß!

Ja, hätten wir nicht Pro Quote Regie, denn wüssten wir das alles nicht. Mehr noch: Pro Quote Regie hat eine “Vorständin”. Esther Gronenborn heißt die Vorständin und Gronenborn warnt: “Unsere Gesellschaft in ihrer Vielfalt repräsentiert das öffentlich-rechtliche Fernsehen damit nicht”.

ZDFWir lernen, in der Welt von Esther Gronenborn besteht Vielfalt aus Männlein und Weiblein, aus sonst nichts. Die Welt der Vorständin scheint sich in aller Vielfalt auf genau dieses eine Merkmal des Geschlechts reduziert zu haben, was selbst für Quoten-Aktivisten ein äußert bedenkliches Schrumpfen der Welt darstellt. Wie man wohl durch die Welt kommt, wenn man nur im Stande ist, Geschlecht wahrzunehmen, als einzige Form gesellschaftlicher Vielfalt? Fragen Sie die Vorständin von Pro Quote Regie, von der wir hoffen, dass sie nie das Geld hat, um einen Film zu drehen, was uns da ins Haus stünde an reduzierter Vielfalt, man wagt es sich gar nicht vorzustellen.

Überhaupt sind die Herrschaften von Pro Quote Regie sich darüber, was sie nun eigentlich fordern, nicht so ganz im Klaren: So fordern sie zunächst eine “gendergerechte Verteilung von öffentlich-rechtlichen Geldern” im Rundfunktstaatsvertrag mit dem ZDF zu verankern. Zwei Absätze weiter wollen die Pro Quoten Regisseusen keine gendergerechte Verteilung im Staatsvertrag mehr, sondern einen “Gleichstellungsparagraphen”, an dem sie auch noch einen Absatz weiter festhalten, während abermals ein Absatz weiter wieder von “Geschlechtergerechtigkeit” die Rede ist und eine “gendergerechte Verteilung” der öffentlich-rechtlichen Gelder gefordert wird, nur um dann im letzten Absatz abermals zum Gleichstellungsparagraphen zu werden, der nunmehr für Gendergerechtigkeit sorgen soll.

Nun, so geht das nicht.

Bevor hier eine Quote gefordert wird, sollten sich diejenigen, die fordern und vor allem ihre Vorständin, doch zunächst einmal im Klaren darüber sein, was sie eigentlich fordern wollen:

Gleichstellung, also Ergebnisgleichheit, die schlicht besagt: Die öffentlich-rechtlichen Gelder sind zu je 50% an männliche und weibliche Regisseure zu verteilen oder Gendergerechtigkeit, bei der die Dinge ganz anders liegen.

Fangen wir mit Gerechtigkeit an. Gerechtigkeit ist ein Prinzip das gleichen Nutzen bei gleicher Leistung vorsieht. Entsprechend macht der Begriff der Gendergerechtigkeit nur dann überhaupt Sinn, wenn man fordern will, dass Männlein und Weiblein bei gleicher Leistung gleicher Nutzen zuteil wird. Bewerben sich entsprechend 75% Männer und 25% Frauen mit Ideen um eine öffentlich-rechtliche Förderung, dann wäre Gerechtigkeit im Hinblick auf Geschlecht dann erreicht, wenn 25% der Mittel an weibliche Regisseure vergeben werden, aber nur dann, wenn die Qualität der von Männern und Frauen angebotenen Filmideen gleich ist.

Da die Regisseusen von Pro Quote Regie ein 50/50 Logo benutzen, ist anzunehmen, dass es ihnen nicht um Gerechtigkeit, sondern im Gegenteil um Ungerechtigkeit, um Diskriminierung von Männern und Herabwürdigung leistungsfähiger Frauen geht, also darum, 50% der öffentlich-rechtlichen Fördermittel weiblichen Regisseuren zuzuschanzen, selbst dann, wenn diese weibliche Regisseure nur, sagen wir, 11% der deutschen Regisseure ausmachen und kompletten Unsinn in Filmform produzieren wollen.

The Snout in the Trough

The Snout in the Trough

Mit anderen Worten, es geht bei Pro-Quote-Regie einfach darum, seine Schnauze in den Fressnapf zu bekommen und so viele Brocken wie nur möglich zu fressen. Um dieses Ziel zu erreichen, werfen die Pro-Quoten-Regisseusen ohne Sinn und Zweck mit Begriffen um sich, deren Sinn sie entweder nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, weil Verständnis hinderlich dabei wäre, die eigene Egomanie, also den Griff in die Truhe mit den Fördergeldern zu verfolgen.

Worum es nicht geht: Um die Qualität.

Der Begriff der Qualität kommt bei Pro Quote Regie nicht vor. Das Ziel von Pro Quote Regie besteht nicht darin, die Qualität von Fernsehfilmen öffentlich-rechtlicher Sender zu erhöhen, sondern darin, die Anzahl weiblicher Regisseure, die vom Verteilungsystem nutznießen, zu erhöhen. Das hat mit Qualität überhaupt nichts zu tun.

Man kann aber schließen, dass dann, wenn die Vergabekriterien an erste Stelle aus Geschlecht bestehen, die Qualität sicherlich nicht besser werden wird, mehr noch: man kann vorhersehen, dass die Vielfalt im zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus der Vielfalt besteht, die Vorständin Gronenborn kennt – grausam!

RTL wird es recht sein.

Übrigens gäbe es derart unverschämte Versuche des Nutnießens auf einem freien Markt nicht, denn dort entscheidet die Nachfrage über den Erfolg eines Angebots. Entsprechend werden Fernsehfilme produziert, von denen sich die Macher eine entsprechende Nachfrage erwarten und nicht Filme, bei denen der Regisseur das richtige Geschlecht hat, um gefördert zu werden.

Vielen Dank an einen ScienceFiles-Leser, der uns aus erster Hand mit diesen Informationen versorgt hat.

Die neue Brüderlichkeit: Volle Rente bei halber Arbeit – halbe Rente bei voller Arbeit

Wir haben in der Vergangenheit schon darüber berichtet, wie die von Steuerzahlern finanzierten politischen Vereine der Parteien, die sich ganz unverfroren Stiftung nennen, das Geld der Steuerzahler, das ihnen ihre Lobbyisten im Bundestag zuschanzen, missbrauchen, um politische Agitation zu betreiben. Zuweilen wird diese politische Agitation als wissenschaftliche Arbeit ausgegeben und in einer weiteren Form des Etikettenschwindels als Expertise bezeichnet, ein Begriff, der genutzt wird, um vorzuspiegeln, dass das, was man gerade veröffentlicht, wissenschaftlich fundiert sei, auf einer entsprechenden Expertise basiert.

Eine angebliche Expertise im Autfrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, die den Titel trägt: “Soziale Sicherung unter dem Brennglas: Altersarmut und Alterssicherung bei Beschäftigten im deutschen Sozialsektor“, ist es dann auch, die unsere Aufmerksamkeit erregt hat. Die vermeintliche Expertise wurde von Florian Blank und Susanne Eva Schultz erstellt, die wiederum bei der Hans-Böckler-Stiftung am dortigen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut angestellt sind, also beim Deutschen Gewerkschaftsbund.

SED logoDie eine-Hand-wäscht-die-andere-Konstellation gestaltet sich also wie folgt: Der Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt Geld, das ihm aus Mittel der Steuerzahler von seinen politischen Lobbyisten im Bundestag zugeschanzt wurde, um die befreundete Stiftung, die unter dem Namen von Hans-Böckler Steuergelder verbraucht und das dortige Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut damit zu beauftragen, eine später als Expertise zu verkaufende Legitimationsarbeit zu verfassen, die sich einsetzen lässt, um politisches Kapital sowohl für die Gewerkschaft als auch für die SPD daraus zu schlagen.

Und wir werfen der EU-Kommission vor, dass sie aus Steuermitteln ihre eigenen Claqueure finanziert. Offensichtlich ist das Indoktrinations-Modell der EU-Kommission, mit dem versucht wird, über vermeintliche wissenschaftliche Expertisen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung zu nehmen, eine Kopie eines bewährten Korruptionsprogramms deutscher politischer Vereine.

Was kommt wohl dabei heraus, wenn der SPD-Verein den DGB-Verein damit beauftragt, etwas zu Altersarmut zu schreiben?

Fangen wir einmal vorne in der Kurzfassung an:

junk_science“Zentrales Ergebnis ist, dass für Beschäftigte im Sozialsektor der Aufbau einer eigenständigen Alterssicherung zwar grundsätzlich möglich ist (bei erheblichen Differenzen zwischen den hier betrachteten Berufsgruppen). Voraussetzungen dafür sind aber eine Bezahlung nach Tarif, dass es sich um Vollzeitbeschäftigung handelt und ein langer Verbleib im Beruf gelingt. Alle drei Aspekte sind aber problematisch angesichts einer abnehmenden Tarifbindung im Sozialsektor und eines Bedeutungsverlusts der „Leitwährung“ TVöD, einem hohen – teils zunehmenden – Anteil an Teilzeitbeschäftigung und belastenden Arbeitsbedingungen. Zusammengenommen zeigt sich, dass für viele Beschäftigte dieser Sektor mit Blick auf die Alterssicherung keine guten Aussichten bietet. Von dieser Situation sind vor allem Frauen betroffen, die im Sozialsektor die Mehrheit der Beschäftigten stellen (5).

Wer hätte es nicht vorher gewusst, dass die vermeintliche Expertise, die zum Zeitpunkt einer Regierungsbeteiligung der SPD vom SPD-Verein beim DGB-Verein in Auftrag gegeben wird, zu dem Ergebnis kommt, dass die Gesetzliche Rentenversicherung es grundsätzlich erlaubt, eine Rente anzusparen, aber nur, wenn etwas getan wird, um den Gewerkschaften mehr Einfluss auf Tarifabschlüsse und Lohnfestsetzungen in nicht trafigebundenen Betrieben zu geben?

Wer hätte es nicht vorher gewusst, dass mit der Weitergabe von Steuergeldern durch den SPD-Verein an den DGB-Verein ein Lamento finanziert wird, das die Interessen von Frauen verfolgt?

Und wer würde daran zweifeln, dass die als Expertise bezeichnete Junk Science mit weitreichenden Forderungen nach sozialer Gleichheit und nach Beseitigung einer leistungsabhängigen Rentenzahlung schließt?

“Rentenpolitische Maßnahmen, die getroffen werden sollen, sind u.a.: “Die Stärkung von Elementen des sozialen Ausgleichs in der Rentenversicherung, angefangen bei einer höheren rentenrechtlichen Bewertung von Zeiten ohne Erwerbseinkommen bis hin zu einer Aufwertung von Zeiten mit niedrigen Einkommen (39).”

Warum auch nicht? Warum soll jemand, der 15 Stunden oder 20 Stunden arbeitet und entsprechend weniger Rentenansprüche anspart als jemand der für denselben Studenlohn 37,5 oder 40 Stunden arbeitet, nicht die gleiche Rente erhalten? Stellt es nicht eine eindeutige Benachteiligung von Teilzeitarbeitenden dar, dass sie weniger verdienen als Vollzeitarbeitende und entsprechend weniger Rentenansprüche erwerben können? Und da die meisten Teilzeitarbeitenden weiblich sind, ist das geringere Entgelt für geringere Arbeit eine Benachteiligung!

Eigentlich müsste man schon an dieser Stelle die Legitimationsforschung, die uns abermals, händeringend nach einer Steigerung von Junk Science suchen lässt, in den Mülleimer werfen. Aber, immerhin wurden für diesen Junk Steuergelder verprasst, was uns die Pflicht auferlegt, die knapp 40 Seiten dieser angeblichen Expertisen noch etwas genauer anzuschauen.

Was machen Blank und Schulz da eigentlich?

Zunächst suchen Sie verzweifelt nach einer Möglichkeit, Altersarmut zu finden und scheitern, denn auch die Autoren, die schon vollmundig den Begriff der Altersarmut im Mund führen, wissen derzeit nur von einem Risiko zu schreiben oder eine entsprechende Gefahr zu beschwören. Weder das Risiko noch die Gefahr haben sich bislang materialisiert. Das bedeutet, man muss Altersarmut als Puppe in die ideologische Geisterbahn stellen und hoffen, dass man einige biedere Gemüter damit erschrecken kann.

FES_WISO_Soziale SicherungGinge es den Autoren im Übrigen tatsächlich darum, die Frage zu untersuchen, wie jemand auf Basis seines Entgelts und seiner Rentenbeiträge, die ihm einbehalten werden, im Alter gestellt ist, sie hätten die miserable Rentabilität der gesetzlichen Rentenversicherung thematisiert und sich gefragt, ob man nicht besser fahren würde, wenn man die Rentenversicherungsbeiträge in das Kopfkissen stopfen würde anstatt sie dem Staat anzuvertrauen, wohlwissend, dass aus der Rentenkasse jede nur erdenkliche Form des Wahlgeschenks finanziert wird.

Aber darum geht es den Autoren nicht.

Blank und Schulz wollen, vermutlich ihrem Auftrag entsprechend, vielmehr für ihre Klientel ein Wahlgeschenk aus der Rentenkasse anregen und legitimieren.

Aus dem Kapitel über die Gesetzliche Rentenversicherung ist genau ein Punkt relevant, der sich auf die Berechnung der Rentenhöhe bezieht, genauer, auf die Bestimmung von Entgeltpunkten: Zum 1. Juli 2014 erhält einen Entgeltpunkt, wer ein Jahresentgelt von 34.999 Euro brutto, also 2.916,58 Euro brutto monatlich verdient hat. Ein Entgeltpunkt entspricht wiederum 28,61 Euro. Wer demnach 2.916,58 Euro pro Monat verdient hat und davon 545,40 Euro monatlich in die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt hat, kann, wenn er 45 Jahre berufstätig war, damit rechnen, eine monatliche Rente von 1.287,45 Euro ohne Berücksichtigung von Inflation und Gehaltssteigerungen zu erhalten. Zum Vergleich: würde derselbe Beitragszahler 545 Euro auf 45 Jahre zu einem Zinssatz von 2% anlegen, er hätte am Ende 1.328,63 Euro.

Die Tatsache, dass ein Entgeltpunkt ein monatliches Gehalt von 2.915,58 Euro notwendig macht, wird von Blank und Schulz in einer Art wildem ideologischen Rundumschlags zur Armutsgrenze oder, wie sie es nennen, zur Grenze benannt, bei deren Unterschreitung eine “eigenständige Alterssicherung grundsätzlich” nicht mehr möglich ist.

Im nächsten Schritt untersuchen Blank und Schulz Berufe des Sozialwesens, solche, die sie für den Kern des deutschen Sozialwesens halten und denen sie eine “hohe gesellschaftliche Bedeutung”, auf Grundlage welcher Kriterien auch immer, zuschreiben. Dabei handelt es sich um “Erzieher_innen …, Altenpfleger_innen …, Krankenpfleger_innen …” und “Ärzt_innen”. Warum Lehrer, Kindergärtner, medizinisch-technische Assistenten, Sanitäter, Physiotherapeuten und all die anderen Berufe des Sozialwesens, die sich u.a. in der Liste der anerkannten Ausbildungsberufe beim BIBB finden, nicht berücksichtigt wurden, nur die Autoren wissen die Antwort, d.h. nur sie können sagen, warum es sich bei Sanitätern und medizinisch-technischen Assistenten nach ihrer Meinung um randständige Berufe und nicht wie sie sagen, um Kernberufe des Sozialwesens handelt.

EntgeltpunkteDie Analyse des Verdienst von Erziehern, Altenpflegern, Krankenpflegern und Ärzten durch die Autoren zeigt, dass die ersten beiden Gruppen Gefahr laufen, unter dem Jahresverdienst zu bleiben, das für einen Entgeltpunkt notwendig ist, während Ärzte und Kankenpfleger darüber liegen. Eine Situation, die sich für Teilzeitkräfte noch verschärft, die – weil sie nur Teilzeit arbeiten, auch kein volles Monatsgehalt verdienen.

Damit ist der Boden bereitet für die Forderungen, die oben zitiert wurden und die darauf hinauslaufen, Personen in weiblich dominierten Pflegeberufen die halbtags oder noch weniger arbeiten, einen Ausgleich auf ihre Rentenansprüche zu geben, sagen wir generell für weibliche Erzieher und unabhängig vom Einkommen einen Entgeltpunkt.

Um diese Forderung richtig würdigen zu können, muss man noch einmal die Problemskizze Revue passieren lassen, die Blank und Schulz in ihrem Beitrag zur Junk Science vornehmen:

Demnach liegt das Problem darin, dass die Rentenbezüge anhand des Idealmodells einer dauerhaften Vollzeittätigkeit berechnet werden, d.h. dass im Rentengesetz gesetzt wird, dass wer länger und mehr arbeitet auch mehr Rente erhält als derjenige, der weniger und kürzer arbeitet. Um diese Ungerechtigkeit, die vor allem Frauen trifft, wie die Autoren nicht müde werden, zu betonen, zu beheben, soll nun denen, die im Vergleich zu den länger und dauerhaft Arbeitenden als benachteiligt konstruiert werden, weil sie weniger und kürzer arbeiten, ein Rentenausgleich gewährt werden.

Dass es sich dabei um Personen handelt, die in der Mehrzahl durch die Anrechnung von Erziehungszeiten sowieso schon anderen vorgezogen werden und von Arbeitnehmern alimentiert werden, deren Jahresentgelt deutlich unter dem Jahresdurchschnittsentgelt, das einem Entgeltpunkt entspricht, liegt, das scheint Blank und Schulz entweder nicht bewusst oder vollkommen egal zu sein.

Überhaupt ist es erstaunlich, welcher moralische Niedergang in den Teilen der politischen Linken zu finden ist, die sich auf das Erbe der Arbeiterbewegung beruft. Man kann nicht anders als Forschung, die betrieben wird, um Halbtagskräften einen Rentenvorteil auf Kosten anderer Beitragszahler zu verschaffen, als moralisch verkommen zu bezeichnen. Dass SPD-Vereine sie finanzieren und Gerwerkschafts-Vereine sie ausführen, ist nur noch das, was man im Englischen als icing on the cake bezeichnet.

Zum Vergleich ein paar Daten von der gewerkschaftseigenen Seite Lohnspiegel.de:

“Das Bruttomonatseinkommen von Berufskraftfahrer[…]n beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich rund 2.100 Euro. Die Hälfte der Berufskraftfahrer[…]n verdient weniger als 2.030 Euro.”

Ein Berufskraftfahrer, der 40 Stunden arbeitet, zahlt 392,70 Euro Rentenbeitrag monatlich und erwirbt jährilch knapp 0,75 Entgeltpunkte, weniger als die Vollzeithausfrau, die sich auf die Betreuung der eigenen Kinder spezialisiert hat und dafür mit einem Entgeltpunkt belohnt wird. Aber: Nicht dem Fernfahrer soll ein Ausgleich in seiner Rente geschaffen werden, damit er vor Altersarmut sicher ist, nein, der Halbtagserzieherin, die “nur” 1.780 Euro brutto verdient, für 20 Stunden Arbeit pro Monat.

Oder wie ist es mit dem Gebäudereiniger, der eine Berufserfahrung von 10 Jahren mitbringt, 40 Wochenstunden arbeitet und nach Angaben des gewerkschaftseigenen Lohnspiegel.de 21.852 Euro brutto im Jahr verdient, ein Verdienst, das ihm 0,62 Entgeltpunkte einbringt?

Nein, auch dem Gebäudereiniger muss nicht geholfen werden, damit er von Altersarmut verschont bleibt, schon weil er mit einer 40-Stunden-Woche gut 492 Euro mehr im Jahr verdient als die Erzieherin mit der 20-Stunden-Woche. Deshalb muss für die Erzieherin die Anerkennung der 20 Stunden, die sie monatlich nicht arbeitet, bei der Rentenberechnung gefordert werden, denn sie ist gegenüber dem Fernfahrer und dem Gebäudereiniger, die monatlich 40 Stunden arbeiten klar im Nachteil – oder?

Wer derzeit noch Gewerkschafts- oder Parteimitglied der SPD ist, der kann dies nur sein, weil er entweder keine Ahnung hat, wen er damit unterstützt oder deshalb, weil er einen finanziellen Vorteil von seiner Mitgliedschaft hat.

Man kann angesichts von Junk Forschung wie derjenigen von Blank und Schulz, deren Ergebnisse sich SPD- wie DGB-Verein zu eigen gemacht haben, mit Fug und Recht feststellen, dass Arbeiter und abhängig Beschäftigte, die in einem Beruf tätig sind, in dem man sich noch die Hände schmutzig machen kann, mit Sicherheit nicht von Gewerkschaften oder Sozialdemokraten vertreten werden.

Die sind nämlich damit beschäftigt, teilzeitbeschäftigten Frauen die Beiträge zuzuteilen, die vollzeitbeschäftigte Fernfahrer und Gebäudereiniger in die Rentenkasse einzahlen.

Gott ist mit den Anti-Genderisten!

Naja, zumindest der Papst ist mit Ihnen, das jedenfalls berichtet Queer.de, und da alle anderen auffindbaren Quellen auf Queer.de verweisen und unser Anruf im Vatikan mit der Begründung nicht zum Papst durchgestellt wurde, dass er von Deutschen erst einmal genug habe, haben wir uns entschlossen, auch einmal zu glauben. Glauben wir also, was Queer.de da berichtet, schon weil Volker Beck es auch glaubt, und Volker Beck, der sitzt im Bundestag, der muss entsprechend wissen, was er glaubt, und was nicht.

Was also hat der Papst gesagt?

1. Genderismus zerstört die Schöpfung

FranziskusJede Periode habe Menschen wie Herodes, die die Schöpfung zerstören wollen, sagt der Papst. “Denken wir an Nuklearwaffen”, so führt er aus, “an genetische Manipulation oder die Gender-Theorie, die die Schöpfungsordnung nicht anerkennt”.

Dem können wir uns nicht anschließen.

Um einen Atombombe zu bauen, benötigt man Wissen, Kenntnisse und entsprechende handwerkliche Fähigkeiten.

Um Gentechnik umzusetzen, benötigt man Wissen, Kenntnisse und entsprechende handwerkliche Fähigkeiten.

Um Genderist zu sein, benötigt man nichts davon, weder Wissen noch Kenntnisse noch handwerkliche Fähigkeiten.

Zudem kann man begründet argumentieren, dass Nuklearwaffen als Abschreckung nicht nur zur Zeit des kalten Krieges sehr wichtig waren, um Frieden zumindest in manchen Teilen der Erde zu bewahren. Und genetische Manipulationen haben positive Effekte auf die Gesundheit von Menschen und auf die Vermeidung von Erbkrankheiten.

Dagegen sind von Genderismus keine positiven Wirkungen bekannt, wenn man einmal davon absieht, dass er den Genderismus-Gläubigen ein fettes Auskommen verschafft, und es ihnen ermöglicht, sich beim Einstreichen von Steuergeldern auch noch gut zu fühlen. Abgesehen davon zerstört Genderismus die Grundlage von Gesellschaften, sät Misstrauen und macht das, was allein Gesellschaften auf Dauer aufrecht erhält, unmöglich: Kooperation.

2. Genderismus ist eine Diktatur

Der Papst liest offensichtlich ScienceFiles und hat kritisiert, was wir vor einigen Wochen berichtet haben, dass es nämlich nur dann Trinkwasser für Menschen in Benin gibt, wenn sie den Gender-Katechismus richtig aufsagen können. Dass dies nicht nur in Benin, sondern in der gesamten Entwicklungshilfe der Fall ist, hat der Papst ergänzt und gesagt:

“Dasselbe haben die Diktaturen im letzten Jahrhundert gemacht. Sie sind mit ihrer Doktrin gekommen, denkt an die Hitlerjugend. Sie haben das Volk kolonisiert”.

Logik f dummiesWo er Recht hat, hat er Recht. Offensichtlich gehört Franziskus zu den katholischen Geistlichen, die noch der logischen Analyse fähig sind (Bochenski wird es freuen). Und logisch betrachtet ist es egal, ob ich jemandem das Trinkwasser verweigere, weil er sich weigert, _Innen zu schreiben oder die Genderlehre des Westens anzuerkennen oder ob ich ihn ins KZ stecke, weil er sich weigert, “Heil Hitler” zu sagen und die Rassenlehre der Nazis vollkommen daneben findet.

So ist das nun einmal, logisch…

Nun ist die Logik außer Mode gekommen und dem Fremdschämen, der regelmäßigen Empörung, der Verunglimpfung oder schlicht, dem Hass gewichen.

Volker Beck, MdB der Grünen und ihres 1990er Bündnisses hat sich für Empörung entschieden und eine sehr kurze Enzyklika “Mit Brennender Sorge”, wie man sagen könnte, veröffentlicht. Hier Beck im Wortlaut:

Mit_brennender_Sorge_Speyer_JS“Mit Sorge sehe ich Statements aus Rom, die gegen eine angebliche Genderideologie oder die Gleichstellung der Geschlechter wettern.

Der Papst sollte sich genau betrachten, mit wem er sich da gemein macht: “Genderideologie”, “Genderismus” und das Warnen vor einer neuen Weltverschwörung des Gendermainstreaming sind Begriffe aus der ideologischen Giftküche des Rechtspopulismus.
Diskussion und Analyse des sozial konstruierten Gehalt[s] von Geschlechterrollen gar mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen, ist gefährlich unangemessen. […]

Vielleicht hat der Papst ja genau geschaut, mit wem er sich auf keinen Fall gemein machen will, z.B. mit Personen, die jede Form von Kritik sofort als Rechtspopulismus werten, weil es der einzige Reflex ist, den sie haben, um mit Kritik umzugehen. Man soll nicht immer die eigene Ahnungslosigkeit anderen unterstellen, auch nicht als besorgter Volker Beck und immer an den Spruch von Gene Roddenberry denken: “There is an intelligent lifeform in front of the screen”.

Dort zumindest ist eine “intelligent lifeform”, und zwar eine, die den formalen Schluss, den Franziskus gezogen hat, vom inhaltlichen Schluss, den Volker Beck in seiner Empörung oder generell nur zu ziehen im Stande ist, unterscheiden kann. Nicht jeder Vergleich mit dem Nationalsozialismus ist falsch. Nein, ob ein Vergleich mit dem Nationalsozialismus richtig ist, das muss man auf Grundlage von Kriterien entscheiden, nicht auf Grundlage von Empörung, Aufgeregtheit oder schlichter Unfähigkeit, formal zu denken.

Anstelle regelmäßig den Entsetzten zu geben, wäre es für die Genderismus-Gläubigen langsam an der Zeit, sich zu überlegen, warum so viele Bürger, Wissenschaftler und warum nun auch der Papst sich dann, wenn sie mit Genderismus konfrontiert sind, an den Nationalsozialismus oder andere Faschismen und Diktaturen erinnert fühlen. Dass ausgerechnet die reflexiven Genderisten, die doch alles zu dekonstruieren bemüht sind, zu keinerlei Form von Selbst-Reflexion fähig sind, ist schon, ja was eigentlich? Selbstredend!

P.S.

Es ist auch nicht für jeden abendfüllend, Geschlecht zu dekonstruieren, sich mit Sexualität zu beschäftigen und nach Gleichstellung zu rufen. Der uralte Hut, nach dem es z.B. Geschlechtsrollen gibt und diese soziale Konsequenzen haben, lockt auch keinen Hund mehr hinterm Ofen vor und dass unterschiedliche Geschlechtsrollen den Ruf nach einer Gleichstellung von Bevölkerungsgruppen nicht rechtfertigen, weiß außer Genderisten zwischenzeitlich auch jeder. Falls es Volker Beck nicht gemerkt hat: die meisten haben die Nase von der Bevormundung durch angeblich Gender-Kompetente gestrichen voll. Kaum noch jemand ist dumm genug, um die von Beck angemahnte Gleichstellung nicht als das zu sehen, was sie ist: Der Versuch, Leistung zu untergraben und Personen in Positionen zu hieven, in die sie, wären Leistung, Kompetenz oder Wissen Kriterien nie gelangt wären.

Die Zeit des ungehemmten Selbstbedienens ist nun einmal vorbei.

P.P.S.

Einige Politikwissenschaftler gehen immer noch davon aus, dass Politiker responsiv sind, d.h. auf das, was sie von Bürger mitbekommen, reagieren. Diese letzten politikwissenschaftlichen Idealisten müssen nun zumindest anerkennen, dass der Papst wesentlich responsiver ist als der durchschnittliche deutsche Politiker.

Auch wenn Genderisten Argumenten nicht zugänglich sind, so sollte ihnen doch zumindest auffallen, dass sie immer einsamer werden, dass sie umgeben sind von vielen, ganz vielen Rechtspopulisten, von allen anderen nämlich.

Warum Schwätzer schwätzen

ScienceFiles-Aphorismen

Stanislav Andreski hat 1974 ein Buch unter dem Titel “Social Science as Socery” veröffentlich.

1977 wurde es in Deutschland unter dem Titel: “Die Hexenmeister der Sozialwissenschaften” veröffentlicht. Obwohl schon 41 Jahre alt, ist das Buch so aktuell wie eh und je.

junk scienceDie Menge der Hexenmeister in den Sozialwissenschaften, die nach dem Einmarsch von Genderisten und Sozialisten in die Sozialwissenschaften um den Meister gekürzt werden kann, denn meisterlich ist nicht einmal mehr das Geschwätz, hinter dem die Unkenntnis verborgen werden soll, hat zugenommen.

Fragen der Sozialwissenschaften sind hinter Fragen der Ideologie zurückgetreten.

Sozialwissenschaftler sind häufig keine Sozialwissenschaftler mehr, sondern verkappte Sozial-Interventionisten, die entweder versuchen, ein Heil, das sie entdeckt zu haben glauben, an die Gemeinde der Gläubigen weiterzugeben oder die versuchen, die letzte Wahrheit, die sich ihnen offenbart hat, an Politiker zu verscherbeln, von denen sie wiederum erwarten, dass sie die Bevölkerung entsprechend dieser letzten Wahrheit erziehen.

Auf der Strecke geblieben sind wissenschaftliche Methoden, die Forschungsergebnisse nachvollziehbar machen, denn nachvollziehbar sollen sie nicht mehr sein. Sie sollen geglaubt werden, und was man glaubt, muss man nicht nachvollziehen.

Auf der Strecke geblieben ist die Suche nach Erkenntnis, denn die Forschung, sofern sie überhaupt noch stattfindet, dient der Bestätigung dessen, was man sowieso schon zu wissen gemeint hat, oder sie dienen schlicht dazu, politische Handlungen zu legitimieren.

GefuehlsjunkAuf der Strecke geblieben ist die wissenschaftiche Lauterkeit, die Wissenschaft ist Magd und Prostituierte des Staates zugleich. Für öffentliche Forschungsgelder forschen Wissenschaftler was ihnen aufgetragen wird. Für öffentliche Finanzierung betrügen Universitäten männliche Bewerber. Und weibliche Bewerber haben keinerlei Probleme damit, sich auf eine Stelle berufen zu lassen, auf die sie nie gelangt wären, wäre es mit rechten Dingen zugegangen.

Anstelle der Abhandlung über den moralischen Verfall, den man vermutlich über psychologische Störungen erklären kann, wollen wir mit Andreski die Frage beantworten, warum die Schwätzer, die sich in die Sozialwissenschaften eingeschlichen haben, munter gegen alle Realität anschwätzen können, warum sie niemand (außer uns) mit Fakten konfrontiert? Kurz: Wir fragen nach den Motiven des Schwätzens und nach den Motiven, Schwätzern zu glauben.

“Herr Andreski, Ihr Einsatz”:

Andreski“Selbst die oberflächlichste Untersuchung menschlicher Glaubensvorstellungen enthüllt, dass der Mensch keine angeborene Neigung hat, nach der Wahrheit zu suchen, dass vielmehr Absurdität und Obskurität für die meisten Menschen eine große Anziehungskraft haben. Wie wir gleich sehen werden, gibt es mehrere Gründe für diese Neigung, der allgemeinste aber ist die Tatsache, dass Klarheit und Logik dem Denken schwere Beschränkungen auferlegen, die verhindern, dass wir uns mit ganzem Herzen unseren Wünschen, Abneigungen und Launen hingeben. Um es in den unexakten, aber suggestiven Freudschen Begriffen auszudrücken: Logik und Klarheit sind die Hüter des Realitätsprinzips, welches den Fluss unserer Ideen hindert, dem Lustprinzip zu folgen, während Letzteres uns auf die Maximierung der geistigen Anstrengungen durch den Glauben führt, dass das, was wir gerne wahrhaben möchten, wahr ist, ungeachtet dessen, ob es tatsächlich der Fall ist” (Andreski, 1977: 95).

Einerseits ist damit erklärt, warum in manchen Bereichen, die sich als Sozialwissenschaften ansehen, z.B. im Feminismus, die Logik abgelehnt wird, andererseits ist damit erklärt, warum Fragen nach Methodologie, Theorie und Erkenntnisinteresse von vielen, denen wir sie gestellt haben, nicht beantwortet werden: Sie haben ihre Laune zur Wissenschaft erhoben und ein Auskommen damit gefunden. Sie haben keine Ahnung, was wir von ihnen wollen, denn von Methodologie, Theorie oder Erkenntnisinteresse haben sie noch nie etwas gehört. Das alles klingt für sie nach kontrolliertem Denken und nach Arbeit und beides ist in ihrem Leben bislang scheinbar noch nicht vorgekommen.

Queer, links, feministisch und anti: Der gute Mensch aus Merseburg

Was haben sich Sozialpsychologen abgestrampelt, um die Grundlagen von Vorurteilen deutlich zu machen. Vorurteile haben sie als Urteile auf Basis von Null- bis keiner Information beschrieben, Urteile aufgrund irrelevanter Merkmale, die eben einmal absolut gesetzt werden, Urteile aufgrund von Emotionen.

Benz Legenden Luegen VorurteileVorurteile sind ein Shortcut, der genutzt werden soll, um sich in der Welt zurecht zu finden. Insofern entsprechen sie dem Stereotyp. Sie unterscheiden sich jedoch in einer Reihe von Punkten von Stereotypen, die im Gegensatz zu Vorurteilen nützliche kognitive Verkürzungen darstellen, die Orientierung geben. Dagegen hindern Vorurteile bei der Orientierung, denn sie sind (1) auch durch empirische Fakten nicht zu korrigieren, basieren (2) auf affektiven Reaktionen, die keiner sachlichen Diskussion zugänglich sind und werden (3) ohne Ansehen der Person auf Angehörige einer bestimmten Gruppe übertragen.

Pastorino und Doyle-Portillo haben diese Unterscheidung zwischen nützlichen Stereotypen und unnützen Vorurteilen wie folgt beschrieben:

“One way to conceptualize prejudice is as a stereotype gone awry. A stereotype can be thought of as the cognitive component of an attitude or the knowledge you have stored in memory about some group of people. Stereotypes become problematic when we generally apply them to all members of a group without regard to those individuals’ unique characteristics. Furthermore, when a stereotype contains biased and negative information about a particular group of people, the stereotype begins to look like a prejudice. Finally, when a biased negative stereotype becomes coupled with a negative affect or emotional reaction towards all (or most) people belonging to that group, a prejudice results” (Pastorino & Doyle-Portillo, 2010, S.375).

Auch Assmann hat die oben berichteten Unterschiede zwischen einem Stereotyp und einem Vorurteil sehr klar zusammengefasst:

„Prejudice cannot be explained – as stereotype can – on a cognitive basis alone; it is charged with collective emotions together with norms that are hidden behind values and taboos. It is not a tool for understanding the world, but a weapon in power and identity politics. This explains one characteristic of the prejudice: It is incorrigible. It can, on the contrary, be defined as a mental strategy to block the process of learning, which involves constant readjustment and reconstruction of preconceived ideas in the light of new experience and information. Instead of reconstructing the stereotype to accommodate the new evidence, the prejudice is constructed to block and destroy evidence. While the stereotype is adapted to the world, prejudice adapts the world to itself” (Assmann, 2009, S.9).

Man kann also feststellen:

  • Vorurteile sind nicht veränderbar und gegen jede Art von falsifizierenden Fakten resistent.
  • Sie werden als Wall gegen die Realität errichtet, um keine falsifizierenden Fakten zur Kenntnis nehmen zu müssen.
  • Sie basieren auf Emotionen und sind deshalb keiner Veränderung zugänglich.

Entsprechend stellen sich die Träger von Vorurteilen als unfähig und unwillig dar, mit einer komplexen Umwelt umzugehen und sich an die Veränderungen der sie umgebenden Umwelt anzupassen.

Seltsamerweise finden wir viele Personen, die mit Vorurteilen hantieren, als hinge ihr Überleben an deren Aufrechterhaltung, ausgerechnet unter denen, die von sich behaupten, sie seien offen, sozial, gut, fortschrittlich, an der Emanzipation aller interessiert und wollten nur das Beste, jedenfalls für sich und ihresgleichen.

Heinz-Jürgen Voß, der an der Hochschule Merseburg eine Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung besetzt, schein jemand zu sein, der so in der Welt seiner Vorurteile gefangen ist, dass alle Versuche, ihn nicht nur sexuell, sondern auch intellektuell zu befreien, zum Scheitern verurteilt zu sein scheinen.

Voss Web 20Immerhin ist Heinz-Jürgen Voß (zwar mit einigen Jahren Rückstand, aber doch immerhin) im von ihm so bezeichneten Web 2.0 angekommen.

Und im Web 2.0, da wird diskutiert. Diskussionen haben nun den unangenehmen Beigeschmack, dass man Gefahr läuft, mit abweichenden Meinungen, mit gegensätzlichen Meinungen konfrontiert zu werden, mit Meinungen, die den Emotionen, auf denen die eigenen Vorurteile basieren, nicht passen (eine unangenehme Nebenwirkung der Meinungsfreiheit). Deshalb müssen die entsprechenden Meinungen in Bausch und Bogen diskreditiert werden. Deshalb werden die Träger der Meinungen diskreditiert und der Inhalt der Meinungen gar nicht berücksichtigt. Deshalb ist der Fehlschluss ad hominem ein so guter Indikator für einen mit Vorurteilen Beladenen.

Also schreibt Heinz-Jürgen Voß,  in der Funktion eines Professors, und somit in einer Position, von der aus er den offenen Diskurs über Ideen und Meinungen fördern sollte:

“Es geht also darum, dass mensch sich zwar nicht Debatten von Maskulinisten und anderen Leuten der extremen Rechten aufdrängen lassen sollte, aber dass mensch in Blog-Diskussionen durchaus auch immer wieder feministische, queere und gegen Rassismus gerichtete Positionen einbringen sollte.”

“Mensch” ist die Bezeichnung für die Guten, diejenigen, die dieselbe Meinung teilen, die Voß teilt, die er wiederum für der Wahrheit letzten Schluss zu halten scheint. Es ist dies die Meinung der Glaubenskongregation der Gutmenschen, nein, in diesem Fall von “mensch” als solchem. Und, so macht er deutlich, “Maskulisten und andere Leute der extremen Rechte” sind keine Menschen. Das an sich ist schon heftig und in Nähe zum Faschismus, aber es reicht noch nicht, meint Voß doch, er könne seinen Vorurteilen freien Lauf lassen und Maskulisten, wer immer sie auch sein mögen, mit Rechtsextremisten gleichsetzen.

Und beide sind natürlich böse. Die Guten, das sind Feministen, Queere und alle, die sich vermeintlich gegen Rassismus richten. Rassismus, so hat Dr. habil. Heike Diefenbach gerade deutlich gemacht, basiert auf der behaupteten Überlegenheit einer Gruppe von Menschen über eine andere Gruppe von Menschen, ganz so, wie Voß dies hier für Queere und Feministen nahelegt, die aus seiner Sicht Maskulisten und Rechtsextremen überlegen sind, womit er sich in die Reihe derer, die man entsprechend dieser Definition als Rassisten bezeichnen müsste, stellt.

Nun sind gute Menschen wie Heinz-Jürgen Voß immer bemüht, die Wahrheit, die ihrer Gutheit zugrunde liegt, unter die Menschheit zu bringen und andere zum Heil zu bekehren. Wie wir schon von Lann Hornscheidt wissen, erfolgt die Verbreitung der Gutheit über eine Form der Missionierung, die sich nicht darauf beschränkt, mit dem Wachturm an der Straßenecke zu stehen, die vielmehr Interventionen umfasst. Und wie wir vom letzten Zitat wissen, ist es Voß ein Dorn im Auge, dass es Rechtsextremisten und Maskulisten, die ein und dasselbe für ihn sind, überhaupt gibt, dass diejenigen, der in Bausch und Bogen als rechtsextreme Maskulisten klassifiziert, überhaupt die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern. Also fordert er seine Gefolgschaft auf, Folgendes zu tun:

Heinz J voss“Lasst uns vornehmen, dass wir alle(!) jeweils pro Woche zwei Kommentare, die gegen Rassismus, gegen Sexismus, gegen Heterosexismus gerichtet sind, in Online-Diskussionen einbringen! Wenn wir alle das machen, dann tauchen in den Kommentarspalten zumindest auch immer kurz emanzipatorische Inhalte als kurze Brechung auf.”

Die Prediger von Heilslehren haben sich immer als Herren über eine Minderheit dargestellt, eine erleuchtete Minderheit von Jüngern, denen die Wahrheit eingesalbt wurde, damit sie in die Welt gehen und Gutes tun, bevor sie Eingang in das Himmelreich finden.

Und immer haben die Prediger von Heilslehren für sich in Anspruch genommen, emanzipativ zu wirken, eine befreiende Botschaft zu verbreiten. Auch nicht neu ist, dass sich die Heilsbringer nicht mehr darauf beschränken, Ihr Heil zu verkünden, sondern andere, die aus ihrer Sicht einer anderen und somit falschen Heilslehre anhängen, zu bekämpfen.

Wir finden entsprechende Auseinandersetzungen im Mittelalter, wir finden sie in der Weimarer Republik in den Straßenkämpfen, die zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten geführt wurden, und wir finden sie heute in einem anderen Gewand, im Gewand des nicknames, hinter dem man sich mit seinen “emanzipatorischen Inhalten” verstecken kann.

Und wir finden sie als Aufruf zur Sabotage:

“Gleiches gilt für Amazon. Auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen kauft mensch dort zwar keine Bücher. Dennoch beeinflusst Amazon stark die Sicht auf Bücher. Daher: Lasst uns dort jeweils ein Profil haben und jeweils wöchentlich zwei Bücher positiv oder negativ besprechen. Dazu reicht ein Dreizeiler völlig aus. Das wirkt den häufig schlechten Bewertungen linker und emanzipatorischer Bücher entgegen. Gleichzeitig machen viele knappe Rezensionen letztlich immer deutlicher, dass Leute sich auf die Bewertungen bei Amazon nicht verlassen können.”

Das muss man sich jetzt wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da besetzt ein Heinz-Jürgen Voß einen Lehrstuhl, der mit öffentlichen Mitteln finanziert wird und nutzt die Ressourcen eines Blogs, das an der Humboldt-Universität Berlin angesiedelt ist und ebenfalls aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, um politische Agitation zu betreiben, um die wahre Lehre des guten linken Menschen zu verbreiten.

Nicht nur das: Er ruft in einer Art und Weise, die man nicht anders als hinterhältig bezeichnen kann, zur Sabotage einer Serviceleistung auf, die ein privates Unternehmen seinen Kunden bietet, Kunden, von denen der gute Mensch aus Merseburg offensichtlich denkt, dass sie allesamt Idioten sind, die sich kein Urteil über die Qualität einer Buchrezension bilden können – vor allem wenn sie drei Zeilen umfasst.

Hochschule MerseburgUnd obwohl der gute Mensch aus Merseburg nie bei Amazon kaufen würde, weil die Arbeitsbedingungen bei Amazon schlecht sind, was er vermutlich nicht weiß, weil er dort gearbeitet hat, sondern vom Hörensagen, also dem, was David Hume die Vorstellungen des menschlichen Geistes genannt hat, hat er doch kein Problem damit, die Infrastruktur, die Amazon zur Verfügung stellt, zu benutzen, um seine politischen Ziele zu verfolgen. Und diese politischen Ziele bestehen nicht darin, Rezensionen zu platzieren, deren Zweck es ist, den Eindruck zu vermitteln, den man beim Lesen eines Buches hatte, sondern darin, ein Buch, das dem eigenen Lager zugerechnet wird, in drei Zeilen zu loben, damit den häufig schlechten Bewertungen “linker und emanzipativer Bücher” etwas entgegen zu setzen.

Natürlich kommt Voß keinen Moment auf die Idee, dass die schlechten Bewertungen “linker und emanzipativer Bücher” etwas damit zu tun haben könnten, dass die entsprechenden “linken und emanzipativen Bücher” schlecht sind. Nein, eine derartige Idee kann nur haben, wer sich auf Fakten und die Realität einlässt, wer die Welt nicht aus einer von Vorurteilen gefärbten Brille betrachtet. Das, so zeigt sich, tut Voß nicht.

Und ganz uneigennützig scheint der gute Mensch aus Merseburg auch nicht zu sein, finden sich doch unter den Büchern, die er vermutlich für “links und emanzipativ” hält, Bücher, die er selbst (mit-)verfasst hat. Bücher wie dieses, dessen Bewertungen zu 50% aus Jubel und zu 50% aus schlechter Bewertung besteht.

Aber natürlich ist der gute Mensch aus Merseburg nicht wegen der schlechten Bewertungen, die u.a. seine “emanzipativen und linken” Bücher erhalten, tätig geworden. Perish the thought! Er, der gegen ausbeuterische Unternehmen wie Amazon agitiert, selbst wenn sie seine Bücher verkaufen, er spendet den Erlös aus dem Verkauf seiner Bücher mit Sicherheit einem guten Zweck – wetten?

Wir haben uns ja schon an einiges gewöhnt. An Lehrstuhlbesetzer, die Studenten offen zu politischen Agent Provocateur machen wollen. An Lehrstuhlbesetzer, die zu Straftaten aufrufen. Nun an Lehrstuhlbesetzer, die zur Sabotage von Serviceleistungen privater Unternehmen aufrufen. Was kommt als nächstes? Wir wissen es nicht, ebenso wenig wie wir wissen, was Personen wie Heinz-Jürgen Voß an einer Hochschule zu suchen haben.

Aber eines wissen wir aus Erfahrung: Es kommt selten etwas Besseres nach, und wir sind schon ganz unten – aus unserer Sicht jedenfalls.

Albert TraktatDa Wissenschaft gerade nicht mit der Überzeugung eigener Überlegenheit kraft Offenbarung der korrekten Heilslehre vereinbar ist, wie unter anderem Hans Albert sehr deutlich gemacht hat, müssten wir jetzt eigentlich fordern, dass Heinz-Jürgen Voß wie das Hornscheidt von der Hochschule entfernt wird, da er sich offensichtlich als politischer Aktivist und nicht als Hochschullehrer oder gar Wissenschaftler sieht.

Aber das würde bedeuten, dass wir der Ansicht sind, an der Hochschule Merseburg wäre noch etwas zu retten.

Derzeit sind wir dieser Ansicht nicht, wir lassen uns aber gerne von Argumenten überzeugen. Derweil bitten wir lieber unsere Leser darüber abzustimmen, ob politische Aktivisten wie Heinz-Jürgen Voss von Steuerzahlern dafür finanziert werden sollen, dass sie an Hochschulen einen Lehrstuhl besetzen, um dort politisch aktiv zu sein.

Ist Heinz-Jürgen Voß ein Professor, der die Steuermittel, aus denen er finanziert wird, rechtfertigt?

Wo wir gerade bei Argumenten sind: Wo unterscheidet sich das, was Heinz-Jürgen Voß predigt, von dem, was ein angeblicher islamistischer Hassprediger predigt?

Schließlich haben wir Amazon.de eine eMail geschrieben und den CEO des Unternehmens darauf hingewiesen, dass er eine Reihe von Büchern, die Heinz-Jürgen Voß (mit-)verfasst hat, im Sortiment führt. Da Heinz-Jürgen Voß die Arbeitsbedingungen bei Amazon als “schlecht” bezeichnet hat und deshalb bei Amazon nie kaufen würde, da er zudem zur Sabotage eines Serviceangebots von Amazon aufruft, haben wir den CEO gebeten, sich zu überlegen, ob er die Bücher von Heinz-Jürgen Voß nicht komplett aus dem Sortiment von Amazon nehmen will, denn Herr Voß will sicherlich nicht von den “schlechten” Arbeitsbedingungen bei Amazon bzw. den Serviceleistungen von Amazon profitieren.

Gender Korrektheit scheitert am gesunden Menschenverstand

- zumindest in Wales!

Zwar ist das Vereinigte Königreich ein Ort relativer Ruhe, wenn es um Gender Unsinn geht, insbesondere Wales erweist sich als resistent gegen Versuche, Gender Mainstream Müll über z.B. die Severn Bridge zu importieren, das heißt jedoch nicht, dass es im Vereinigten Königreich keine Versuche von Genderisten gibt, ihren geisten Durchfall anderen vor die Füße zu werfen.

Tatort: Millenium Stadion, Cardiff

Täter: Regelmäßig ein Männerchor und 70.000 Waliser.

Tat: Gesang: Delilah

Delilah ist ein Lied von Tom Jones aus dem Jahre 1968, das den jüngeren unter uns vermutilch bislang gar nicht bekannt war.

Dank genderistischer Gutmenschen erlebt Delilah derzeit einen Bekanntheitsschub und Sir Tom Jones Woodward, OBE (Officer of the Most Excellent Order of the British Empire), eine entsprechend gesteigerte Nachfrage.

Was ist geschehen?

Genderisten, die ja immer gerne ihre schmutzigen Phantasien anderen in die Schuhe schieben, haben in Delilah einen Aufruf zu häuslicher Gewalt erkannt. Deshalb haben sie eine Kampagne gestartet, um den Walisern das Singen von Delilah vor dem Rugby-Spiel abzugewöhnen, nein, zu verbieten. (Offensichtlich läuft manchen Genderisten so der Speichel, dass sie ihre eigene Sprache nicht mehr beherrschen, denn – wie der Liedtext unten deutlich zeigt -, lebt Delilah in ihrem Haus und das, was gewöhnlich unter häuslicher Gewalt verstanden wird, kommt gar nicht vor.)

Wie immer, wenn die mit allem Wissen und aller Erkenntnis gesalbten Genderisten des Wegs kommen, haben sie keine Skrupel, Dritten Tätigkeiten schlicht zu verbieten, Dritte in ihren Rechten zu beschneiden, sie ihrer Freiheit zu berauben, sie auf Gender-Magerkost zu setzen.

Im vorliegenden Fall haben Sie die Rechnung jedoch ohne den Wirt gemacht, denn: Die Welsh Rugby Union, Hausherr im Millennium Stadium und für die Durchführung der Rugby-Spiele der Waliser Nationalmannschaft verantwortlich hat Delilah im Status mit MacBeth oder Romeo und Julia von Shakespeare verglichen und kategorisch festgestellt, dass es kein Verbot von Delilah vor Rugby-Spielen geben wird, schon weil Delilah ein “secondary national anthem” sei.

Genderisten haben sich somit an Walisern die Zähne ausgebissen. Mehr noch: Sie haben ein Lied popularisiert, das außerhalb von Rugby-Stadien vielen unbekannt war, und sie haben dazu beigetragen, dass Mitglieder der Männerchöre, die vor Spielen der Waliser Nationalmannschaft das Publikum unterhalten, nunmehr in regulären Wechseln der Liedtexte und dann, wenn Delilah dem entsprechenden Wechsel zum Opfer fällt, ein Komplott sehen und dagegen opponieren.

Sie haben das Gegenteil ihrer sauberen Gutmenschen-Kampagne erreicht, und das ist gut so, denn es gibt Grenzen des Unsinns und den Gender-Unsinn haben wir uns schon viel zu lange zumuten lassen.

Damit unsere Leser einen Eindruck von Delilah gewinnen:

Hier der Text und unsere Übersetzung der Hymne des Widerstands gegen Genderismus!

Englisch Deutsch
I saw the light on the night that I passed by her window. Ich habe noch Licht gesehen als ich in der Nacht an ihrem Fenster vorbeiging.
I saw the flickering shadows of love on her blind. Ich habe die flackernden Schatten von Liebe hinter auf ihrer Jalousie gesehen.
She was my woman. Sie war meine Frau
As she deceived me I watched and went out of my mind. Ich sah zu, wie sie mich betrogen hat und habe meinen Verstand verloren.
My, my, my, Delilah. Meine, meine, meine Delilah
Why, why, why, Delilah? Warum, warum, warum, Delilah?
I could see that girl was no good for me. Ich habe eingesehen, das Mädchen ist nicht gut für mich
But I was lost like a slave that no man could free. Aber ich war verloren wie ein Sklave, den niemand befreien kann.
At break of day when that man drove away, I was waiting. Im Morgengrauen, wenn dieser Mann davonfuhr, habe ich gewartet.
I crossed the street to her house and she opened the door. Ich überquerte die Straße zu ihrem Haus und sie öffnete die Tür.
She stood there laughing .Sie stand da und hat gelacht.
I felt the knife in my hand and she laughed no more. Ich spürte das Messer in meiner Hand und sie hat nicht mehr gelacht.
My, my, my Delilah. Meine, meine, meine Delilah
Why, why, why Delilah? Warum, warum, warum Delilah
So before they come to break down the door, Bevor Sie kommen und die Tür aufbrechen
Forgive me Delilah I just couldn’t take any more. Vergib mir Delilah, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen.

Das Geschäft mit der Frauenquote läuft

Jetzt anmelden!

Der Aufruf richtet sich an alle Frauen, die einmal in einem Aufsichtsrat sitzen wollen, also ab 2016 wenn die Frauenquote für Unternehmen verpflichtend wird.

Er richtet sich zudem an alle Frauen, die derzeit in Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien sitzen.

Taylor millErsteren soll das Wissen vermittelt werden, das notwendig ist, um in einen Aufsichtsrat berufen zu werden, Letzteren das Wissen, das sie, obwohl sie bereits in einem Aufsichtsrat sitzen, vermutlich als Quotenfrau von der Gewerkschaft, immer noch nicht haben.

Dieses Wissen beinhaltet:

  • “betriebswirtschaftliche und juristische [Grund]Kenntnisse”
  • und strategische Kompetenzen, “die benötigt werden, um sich zunächst in den Nominierungs- und später in den Entscheidungsprozessen der Kontrollgremien gleichberechtigt durchzusetzen”.

Das Adjektiv “gleichberechtigt” darf natürlich nicht fehlen, auch wenn es das Verb “durchsetzen” ad absurdum führt, denn wer sich durchsetzt, tut dies in der Regel gegenüber anderen, die sich entsprechend nicht durchsetzen und damit auch nicht gleichberechtigt sind.

Der zitierte Unsinn findet sich in einem Flyer des Harriet Taylor Mill Instituts der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die zu den ersten Institutionen gehört, die versuchen, aus der verpflichtenden Frauenquote Kapital zu schlagen.

3.150 Euro, um genau zu sein, denn so viel kostet die Teilnahme an der “Zertifizierten Hochschulweiterbildung 2015 ‘Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten'”.

Die Argumentation, nach der so viele kompetente und fähige Frauen mit dem Kopf an eine gläserne Decke stoßen, die weiße, privilegierte und Frauen diskriminierende Männer aufgerichtet haben, um die Massen kompetenter und fähiger Frauen von Aufsichtsrat und Vorstand fern zu halten, ist nun, da die Frauenquote für Aufsichtsräte zum Gesetz geworden ist, vergessen.

Deceibe infeigle obfuscateNoch nie wurde so deutlich zugegeben, dass der ganze Humbug mit Gläserner Decke und Frauendiskriminierung erstunken und erlogen war, dass es die Massen der kompetenten und fähigen Frauen eben nicht gibt und man sie nun in einem Crash Kurs schnell qualifizieren muss, sie von unfähigen und inkompetenten zu angelernten Quotenfrauen machen muss. Dies ist notwendig, weil die Schlange der kompetenten und fähigen Frauen, die nach Einführung der Frauenquote in die Aufsichtsräte drängen, wohl offensichtlich so kurz ist, dass sie die Aufsichtsratsplätze, die per Gesetz für sie geschaffen wurden, nicht besetzen können.

Und jetzt gilt es, den Reibach zu machen: 3.150 Euro pro inkompetenter und unfähiger Frau, die nunmehr nach den [Grund]Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Recht und Strategie sucht, die notwendig sind, um in Aufsichtsräten oder Vorständen bestehen zu können und zu wissen, was der CEO will, wenn er ständig Abkürzungen wie ROI oder ROA oder EBIT von sich gibt, gefolgt von Zahlen!

reibachJa, zahlen, 3.150 Euro sollen die Kandidatinnen für den oder bereits Mitglieder im Aufsichtsrat zahlen, um kompetent und fähig zu werden in: Human Resources, Change Management, in Gendered Organizations (darf natürlich nicht fehlen), in Umgang mit Macht, in Corporate Responsibility, Unternehmensstrategie, in Finanzierung und Bilanzierung (ein Samstag, nicht zuviel davon). Nach fünf Kamingesprächen, einer Begrüßung (“Get together”) einem “Expertinnengespräch ‘Blick in die Zukunft'” und fünf inhaltlich gefüllten Samstagen ist der ganze Zinnober vorbei und die kompetente, fähige Quotenfrau für den Aufsichtsrat ist erstellt.

Wer noch Fragen zum Weiterbildungsprogramm hat, kann diese an karin.reichel@hwr-berlin.de richten.

Harriet Taylor Mill war übrigens mit John Stuart Mill verheiratet, und irgendwie glauben wir nicht, dass sie glücklich wäre, wenn sie wüsste, wofür ihr Name heute herhalten muss.

Weiße, weibliche feministische Sklavenhalter: Neues aus den Gender Studies

Eigentlich hat niemand, der Gender Studies studiert oder studiert hat und nun ein Auskommen auf Basis seiner vermeintlichen Gender Kompetenz sucht, Mitleid verdient.

Wir haben trotzdem Mitleid.

Denn: Gender Studies haben keine Zukunft. Wer Gender Studies studiert, muss nicht nur damit leben, von Wissenschaftlern milde belächelt zu werden, als Freak, den die Zeit dem Vergessen anheim stellen wird, nein, er muss auch damit rechnen, von Gender-Kompetenten, die es auch eine von Steuerzahlern finanzierte Stelle geschafft haben, z.B. über die Seilschaft des Professorinnenprogramms, ausgenutzt, versklavt und zu Frondiensten abkommandiert zu werden.

Marbuger Klapse der YukunftDas Zentrum für Gender Studies & feministische Zukunftsforschung an der Philipps Universität in Marburg belegt, was wir sagen, schon weil feministische …forschung ein Widerspruch in sich ist, da bislang kein angebliches Forschungsergebnis der Gender Studies bekannt ist, das mehr als den Charakter einer seit Jahrzehnten bekannten Plattitüde für sich beanspruchen kann, was auch kein Wunder ist, ob der fehlenden Methodologie, der fehlenden Forschungsmethoden, des fehlenden Forschungsinteresses und nicht zu letzt, der fehlenden Forschungsfrage.

Dieses Zentrum sucht derzeit Personen, die Lehraufträge im Rahmen des Studienprogramms Gender Studies und feministische Wissenschaft anbieten.

Feministische Wissenschaft ist abermals ein Widerspruch, meint es doch die Wissenschaft des Feminismus und somit eine Form von Selbstbeschäftigung, die voraussetzt, dass es bei Feminismus einen erforschenswerten und angebbaren Gegenstand gibt, was abermals nicht der Fall ist, es sei denn, man macht diejenigen, die von sich sagen, sie würden Feminismus betreiben, seien Feministen, zum Forschungsgegenstand, womit das Ganze aber zu einer Frage der Psychologie oder Sozialpsychologie wird.

Da Feminismus eine Ideologie ist, deren einzige Aussage lautet: Frauen sind Opfer, kann es natürlich keine feministische Wissenschaft geben, ebenso wenig, wie es eine marxistisch-leninistische, eine sozialistische oder eine nationalsozialistische Wissenschaft geben kann. Denn Wissenschaft ist Wissenschaft und nicht Ideologie. Entweder man untersucht die Realität auf der Suche nach Erkenntnis und ist Wissenschaftler oder man braucht keine Realität, weil man die Wahrheit mit ideologischen Löffeln gefressen zu haben meint.

Wie dem auch sei: das Zentrum sucht eben Personen, die Lehraufträge anbieten. Die Qualifikation, die dazu notwendig ist, besteht aus einem abgeschlossenen Hochschulstudium – in was auch immer, und wer irgend eine Idee hat, was man in Gender Studies lehren könnte, der soll sich bewerben, so die händeringende Aufforderung.

ideology of madnessNicht, dass das Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philips Universität Marburg unterbesetzt wäre: 27 Professoren haben sich ihren (Gehalts-)Anteil für die Zukunft im Zentrum gesichert, 29 wissenschaftliche Mitarbeiter partizipieren mit ihrer finanziellen Zukunft am Zentrum, zumindest temporär. Hinzu kommen 2 Doktoranden und 6 Studenten,

Man sollte meinen, unter den 64 Personen ließen sich zumindest zwei finden, die in der Lage sind, eine Lehrveranstaltung anzubieten. Aber das ist offensichtlich nicht der Fall. Vermutlich deshalb nicht, weil das Lehrangebot im “Aufbaumodul im Bereich A2 “Theorien und Methoden der Frauen- und Geschlechterforschung” oder A3 “Gender-Kompetenz in der Praxis” umfassen muss.

Das ist ein Problem. Niemand kennt die Theorien und Methoden der Frauen- und Geschlechterforschung, nicht einmal diejenigen, die Gender Studies anbieten und auf entsprechenden Lehrstühlen ihr Dasein fristen. Und was Gender Kompetenz in der Praxis anrichtet bzw. welche Berufschancen sich damit verbinden, ist vermutlich gerade in einem Zentrum für Zukunftsfragen kein populäres Thema.

Entsprechend ist unter den 64 Personen, die in ihrer Mehrheit von Steuerzahlern finanziert werden, niemand, der sich bereit erklärt, die Lehre der feministischen Zukunft, für die man doch eintreten will, anzubieten.

Vielsagend – oder?

Also werden Hochschulabsolventen ohne besondere Komptenzen und Qualifikationen angeworben, damit zumindest auf dem Papier ein Lehrangebot vorgespiegelt werden kann, schon damit die Fördergelder und die Finanzierung des Zentrums gesichert ist. Was angeboten wird, ist egal, wer Ideen hat, der kann sich über ein Formblatt bei vermutlich einer Jury melden, die dann nach Gusto, schon weil keine Kriterien benannt wurden, die Lehraufträge vergibt.

Und wer so dumm ist, einen Vorschlag für 13 Sitzungen mit je zwei Semesterwochenstunden einzureichen, wer sich bereit erklärt, eine Hausarbeit im Umfang von 20 Seiten der Studenten zu betreuen, ein Referat anzuhören und darüber hinaus seine wöchentlichen Sitzungen vorzubereiten, der wird mit einem Gesamthonorar von 930 Euro belohnt.

Hier zeigt sich die Fratze der Sklavenhalter, der feministischen Sklavenhalter, der weißen, vermutlich nicht heterosexuellen, aber zweifellos privilegierten, feministischen Sklavenhalter, denn den Lehrauftragswilligen wird nicht einmal der Mindestlohn für ihre Mühen gezahlt.

  • no future26 Stunden umfasst die Lehre;
  • Rechnet man die Vorbereitung hinzu und bleibt dabei eher konservativ, kommen weitere 39 Stunden hinzu;
  • Die Bewertung von Hausarbeiten im Umfang von 20 Seiten erfordert ebenfalls Zeit, rechnen wir abermals und konservativ mit zwei Stunden und 10 Studenten, die sich in den Kurs verirren, dann sind wir bei weiteren 20 Stunden Aufwand;
  • Macht in der Summe: 85 Stunden;
  • Bei 930 Euro entspricht dies einem Stundenlohn von 10,94 Euro;
  • Vor Steuer;
  • Ohne Sozialabgaben;
  • Die Kosten für Anreise, Material und Informationskosten sind nicht enthalten;
  • Die Informationskosten sind hoch, denn, so wird den Lehrauftragswilligen mitgeteilt. sie laufen Gefahr, nicht nur Gender Studenten, sondern auch Studenten anderer Fächer in ihren Seminaren zu finden. Letztere “haben evtl. andere Studien- und Prüfungsleistungsanforderungen, das heißt, Sie müssten sich im Vorfeld über deren Anforderungen informieren, indem Sie sich z.B. mit der Fachstudienberatung oder der Professur, an die ihr Seminar geknüft ist, in Verbindung setzen”.

Letztlich wird denjenigen, die auf Grund einer gnädigen Entscheidung der weiß-privilegierten feministischen Jury einen Lehrauftrag erhalten, ein Stundenlohn unterhalb des Mindestlohns verbleiben.

Ob man das bei der GEW zum Anlass nimmt, zu protestieren?

Am Beispiel des Marbuger Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung wird die a-Moralität von Gendersita sehr deutlich. Sie finden nichts dabei, sich in von Steuerzahlern finanzierten Privilegien zu suhlen und Sklaven zu halten, die für sie die Arbeit machen.

Sie verkünden der Welt das Heil ihres Feminismus, der Frauen, die nicht darum gebeten haben, befreien will, von was auch immer, und finden nichts dabei, andere Frauen für ihre Zwecke zu versklaven, um behaupten zu können, sie hätten ein Lehrangebot von x Seminaren bereit gestellt, was in der nächsten Runde ihrer staatlicher Alimentierung sicher sehr nützlich sein wird.

Sie zeigen hier ihr wahres Gesicht, ihre wahre Fratze, die nur den eigenen Vorteil kennt und bereit ist, alles und jeden für diesen eigenen Vorteil zu opfern.

“It’s not a Man’s Wikipedia, stupid”: Bias in der Forschung führt zu Bias bei Wikipedia

Nachdem uns eine Reihe von Lesern auf einen Beitrag von Claudia Wagner, David Garcia, Mohsen Jadidi und Markus Strohmaier aufmerksam gemacht haben, wollen wir dem entsprechenden sozialen Druck heute nachgeben und uns einmal mehr mit einem Text befassen, dessen Gegenstand schon dazu führt, dass wir eigentlich keine Lust haben, uns damit zu befassen (Wir haben einen bias gegen Gender-Unsinn).

desolate spotAber, wir leben im 21. Jahrhundert, und im 21. Jahrhundert ist es für einige Sozialwissenschaftler nicht mehr das Ziel, interessante und neue Ideen in die Diskussion einzuführen, zu testen und Konsequenzen abzuleiten, im 21. Jahrhunderts zeichnen sich die Sozialwissenschaften durch eine unglaubliche Langeweile aus, die nur noch dadurch übertroffen wird, dass man sich einer intellektuellen Brache gegenübersieht, in der nicht einmal kleine Ideen sprießen (Sozialwissenschaftler haben einen Bias gegen innovative Ideen).

Nein, die Landschaft ist bar allen Grüns, trist und eintönig, eine wissenschaftliche Landschaft, nach dem der Besen des politisch Korrekten darüber gefegt ist. Entsprechend sind Texte aus den Sozialwissenschaften fast nur noch Jammertexte, die einerseits zum Jammern sind, ob ihrer unterirdischen Standards, andererseits etwas bejammern: Entweder werden die Herrschaft des Kapitalismus oder des Neo-Kapitalismus und die Verwerfungen, die den Armen daraus entstehen, bejammert, Verwerfungen, die man anscheinend am besten beobachten kann, wenn man  im beheizten Büro ein üppiges Einkommen verkonsumiert, von dem Arme nicht einmal träumen können und das letztlich durch einen erfolgreichen Kapitalismus möglich gemacht wurde. Oder es wird die Herrschaft des Patriarchats oder die Benachteiligung von Frauen bejammert, wie sie sich z.B. im Dritten Andental links findet, wenn man lange genug sucht.

Der Beitrag von Wagner et al. gehört in die letzte Kategorie. Untersucht werden soll, ob in Wikipedia-Beiträgen eine Ungleichheit der Geschlechter zu finden ist. Warum auch nicht? Die brennenden Probleme unserer Zeit beginnen und enden beim Geschlechterproporz in Wikipedia.

Die Suche nach “möglichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Beiträge auf Wikipedia” erfolgt weitgehend als mathematische Spielerei, mit der “Ungleichheit zwischen den Geschlechtern” auf drei Ebenen analyisert werden soll:

  • betting biasCovarage Bias: Finden sich in Wikipedia und im Vergleich zu Datenbanken, die wichtige Persönlichkeiten des täglichen Lebens und der Geschichte nennen, proportional weniger Beiträge über Frauen in der Wikipedia?
  • Structural Bias: Gibt es eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, dass von einem Beitrag über Männer oder Frauen auf einen Beitrag von Männern (oder Frauen) verlinkt wird?
  • Lexical Bias: Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen der Beschreibung männlicher oder weiblicher Personen in Wikipedia?

Es ist für eine Welt der Klone, in der sich niemand mehr von niemandem unterscheidet, natürlich von eminentem Interessen, die dargestellten Fragen zu analysieren und weil dies so wichtig ist, nein, weil unsere Leser uns darum gebeten haben, wollen wir auch berichten, was dabei herausgekommen ist:

Coverage Bias: Es gibt keinen! Anders als von den Autoren angenommen, gibt es keine Unterrepräsentation von Frauen in Wikipedia-Beiträgen, sondern eine Überrepräsentation (was angesichts der bezahlten feministischen Schergen auch kein Wunder ist). Dieses Ergebnis widerspricht daher dem Diskriminierungs-Bias der Autoren.

Structural Bias: Sowohl Beiträge über Männer als auch Beiträge über Frauen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Beiträge über Männer zu verlinken, d.h. Beiträge über Männer sind auf Wikipedia zentraler. Das ist eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es mehr Beiträge über Männer gibt, da Männer nun einmal in der Geschichte und Gegenwart häufiger mit etwas Berichtenswertem auffallen als Frauen (dass Emma B sich nunmehr um 10 Kinder als Tagesmutter kümmert, ist nun einmal nicht berichtenswert). Darüber hinaus kann man von Cluster-Bildungen in Wikipedia-Beiträgen ausgehen, so dass es nicht verwunderlich ist, dass z.B. ein Beitrag über Erwin Schrödinger auf Max Planck und Albert Einstein verlinkt. Man könnte natürlich den Zwang einführen, dass alle Beiträge, die mit Physik zu tun haben, auf gleichviel männliche wie weibliche Physiker verweisen. Was damit, außer einer Irrelevanz, gewonnen wäre, ist allerdings ebenso fraglich, wie der Nutzen der Ergebnisse, die Wagner et al. unter die Menschheit geworfen haben.

Lexical Bias: Die Ergebnisse hier sind besonders schön: “Our lexical analysis revealed that articles about women tend to emphasize the fact that they are about women (i.e. they contain words like ‘woman’, ‘female’ or ‘lady’), while articles about men don’t contain words like ‘man’, ‘masculine’ or ‘gentleman'”. Die Frage bei solchen Ergebnissen ist immer: Was soll man damit anfangen? (Verwendbarkeits-Bias)

Zunächst einmal sind “female” und “masculine” keine Entsprechung, eher ein Beleg für einen Bias bei den Autoren, denn einem Normalsterblichen wird das Begriffspaar “männlich” und “weiblich” und nicht “maskulin” und “weiblich” einfallen.

Aus ihren Ergebnissen der “lexikalischen Analyse” schließen die Autoren, dass “männlich” das Basisgeschlecht ist, an dem weiblich gemessen wird. Wie man zu diesem Schluss kommt, wir haben keine Ahnung, es sei denn, es ist der Schluss, den man ziehen will. Glaube versetzt bekanntlich Berge, wobei die Berge in diesem Fall eher die Hürden sind, die ein methodisch sauberes Vorgehen vor eine Interpretation wie diejenige stellt, die die Autoren vornehmen.

toothpaste_personality_testMan hätte aus dem geringeren Vorkommen von “Mann” und “maskulin” auch schließen können, dass in Wikipedia vornehmlich männliche Personen vorkommen, die sich nicht in Body-Building-Studios finden lassen. Aber, aus derartigen nichtssagenden Ergebnissen quetscht halt jeder heraus, was ihm passt. So auch die Autoren, deren Bias es vorsieht, eine Benachteiligung von Frauen bei Wikipedia zu finden. Et voilá, da ist sie.

Wie gesagt, wir wissen nach wie vor nicht, welchen wissenschaftlichen Nutzen Forschung, wie die von Wagner et al. überhaupt haben soll, aber heute geht es auch nicht mehr um Nutzen, es geht um Beeinflussung, um Manipulation, ein Bemühen, dass in hanebüchenen Vorschlägen wie dem folgenden deutlich wird:

“…editors could pay particular attention to gender balance of links included in articles about men and women [also eine Link-Quote], and could adopt a more gender-balanced-vocabulary when writing articles about notable people”.

Arendt_totalitarismusDie Banalität des Alltäglichen, von der Hannah Arendt spricht und die Faschismus erst möglich macht, hier ist sie in Reinkultur zu sehen, und hier ist zu sehen, wie sie zu Lasten der Wirklichkeit geht. Wenn Erwin Schrödinger sich mit den Arbeiten von Max Planck und Albert Einstein auseinandergesetzt hat und mit Wolfgang Pauli befreundet war, wie sieht dann die vorgeschlagene Gender-Balance in den Links aus. Soll man Wolfgang Pauli tilgen und mit seiner Ehefrau ersetzen; die Arbeiten von Planck und Einstein, von denen Schrödinger losgegangen ist, unterschlagen oder ihn zum Leser von Gertrude Stein degradieren? Das Beste, was man den Autoren hier zu Gute halten kann ist, dass sie geistlose Schwätzer sind, schlicht nicht wissen, was sie daherbrabbeln.

Das gleiche gilt für das “gender-balanced vocabulary”. Nehmen wir den folgenden Auszug aus dem Beitrag über Marie Curie:

“Am 3. November schrieb sie sich als Marie Skłodowska für ein Studium der Physik an der Sorbonne ein. Unter den 9000 Studenten der Universität in diesem Jahr befanden sich 210 Frauen. Von den mehr als 1825 Studenten der Faculté des sciences waren 23 weiblich. Ihre wenigen Mitstudentinnen kamen meist aus dem Ausland, da an den französischen Mädchenschulen zu dieser Zeit die zur Baccalauréat-Prüfung notwendigen Fächer Physik, Biologie, Latein und Griechisch nicht gelehrt wurden”.

Um die Gender-Balance der Autoren herzustellen, deren Wichtigkeit sie aus dem häufigeren Vorkommen von z.B. dem Wort Frau in Beiträgen über Frauen ableiten zu können glauben, müsste man den Absatz wie folgt umschreiben:

“Am 3. November schrieb sie sich als Marie Skłodowska für ein Studium der Physik an der Sorbonne ein.”

Damit wäre nicht viel an Information verloren, aber das Gezeter der feministischen Mafia bei Wikipedia kann man sich schon gut vorstellen.

Kurz: Der Beitrag von Wagner et al. sollte schnellstens der Müllhalde der Geschichte überantwortet werden, auf dem nach unserer Beobachtung sich derzeit ein erhebliches Ungleichgewicht findet: Beiträge, die Gender zum Thema haben, finden sich überzufällig oft unter dem dort entsorgten Müll.