Physik wird der Genderlächerlichkeit preisgegeben

Wir nehmen unsere Leser jetzt mit auf eine Reise in die Welt der MINT-Fächer.

Sie kennen doch MINT-Fächer, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, jene Fächer, für die es so wichtig ist, den Anteil von weiblichen Studenten zu erhöhen? Schon an Schulen beginnt das gezielte Anwerben von Mädchen durch die MINT-Häscher, Ministerien rühren die Werbetrommel, Gender-Nutznießer haben Projekte durchgeführt, um mehr Frauen in MINT-Berufe zu kanalisieren.

Was hat das alles genutzt? Nicht viel bis gar nichts.

Wem hat das alles genutzt? Den Gender-Nutznießern und all denjenigen, die sich auf einer Genderfahrkarte ein Auskommen verschaffen wollen.

Es gibt daher realistische Geister, die feststellen, dass es Genderisten nicht darum geht, mehr weibliche Studenten zu einem Studium naturwissenschaftlicher Berufe zu bewegen, (sonst hätten die Genderisten etwas Entsprechendes studiert) sondern darum, Stellen für mehr Genderabsolventen zu schaffen, damit diese von den entsprechenden Stellen aus, den Umstand beklagen können, dass es immer noch viel weniger weibliche als männliche Studenten in MINT-Fächern gibt und ansonsten auch noch in den nächsten 20 Jahren die Frage erforschen können, die sie schon in den vergangenen 20 Jahren erfolglos erforscht haben: Warum wollen so wenige Mädchen Nobelpreisträger für Physik werden?

In die Kategorie “Stellenbeschaffung für Gender-Vasallen” gehört die folgende Ausschreibung der Universität Münster, die uns ein Leser zugeschickt hat. Sie dokumentiert eindrücklich, wie MINT-Fächer genderisiert werden, d.h. wie in MINT-Fächern Stellen für Gender geschaffen werden, die mit dem entsprechenden MINT-Fach so viel zu tun haben, wie das Puppenhaus mit der Weltraumstation. Diese Brückenköpfe der Genderideologie in MINT-Fächern, sie dienen entsprechend auch nicht dazu, den Anteil weiblicher Studenten zu erhöhen, sondern dazu, weitere Möglichkeiten auszuloten, die genutzt werden können, um Genderabsolventen als fachfremden Brückenkopf in MINT-Fächern anzusiedeln.

WWU muenster GenderPhysik“Im Institut für Angewandte Physik der Universität Münster sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Stellen einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%) im Rahmen des Schwerpunkts Geschlechterforschung in der Physik [zu] besetzen”.

Der Gegenstand der Physik, er wird somit erweitert, nämlich um Fragen der Geschlechterforschung, nicht jedoch um Fragen der Art, ob sich die Aufprallgeschwindigkeit bei einem Umfall auf Frauen anders auswirkt als auf Männer oder ob Elektrizität nach Geschlecht unterscheidet oder sich Schwingungen und Wellen geschlechtsspezifisch verhalten. Diese Fragen wären zwar Unsinn, aber sie hätten noch etwas mit Physik zu tun.

Nun ist bekannt, dass Genderisten vor allem MINT nicht können, neben all dem anderen, was sie sonst noch nicht können. Entsprechend kann man die beiden Inhaber (Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%) der einen Stelle nicht überfordern, ihnen Kenntnisse in Mathematik oder am Ende Atomphysik abverlangen. Sie sollen ja auch keine Erkenntnisse der Physik behandeln oder gar neu begründen, sondern ideologische Arbeit betreiben, die Bastion Physik auf den Ansturm der Genderhorden vorbereiten, und zwar so:

“Im Rahmen des Projekts Geschlechterforschung in der Physik sollen neben dem bereits etablierten Themenstrang zur Geschlechtergleichstellung mit dem Schwerpunkt Studien-und Berufsorientierung von Mädchen, die Themenfelder Gendergerechtigkeit in der Physik sowie Genderinhaltsforschung in der Physik als weitere Schwerpunkte der genderspezifischen Forschung etabliert werden.”

Es geht also darum, Stellen zu beschaffen für Berufslamentierer mit Genderhintergrund, die dann lamentieren, dass es immer noch zu wenige weibliche Studenten in der Physik gibt, die Papier vollschreiben mit ihren Genderergüssen und dafür sorgen, dass es demnächst den Sonderforschungsbereich “Geschlechterforschung in der Physik” geben wird, in dem dann weiterhin lamentiert werden kann. Dies alles wird zwar nichts daran ändern, dass nach wie vor mehr, viel mehr männliche als weibliche Studenten Physik studieren, aber es wird dazu führen, dass Physik als Studienfach der Lächerlichkeit preisgegeben wird – und das ist offensichtlich das Ziel von Genderisten, die wie Misteln von anderer Früchte Arbeit leben und durch ihre Vermehrung und Unersättlichkeit dafür sorgen, dass es immer weniger gibt, die Früchte durch Arbeit erwerben und immer mehr, die davon leben wollen.

Die beim Stellen, Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%, sie haben auch eine regelmäßige Arbeitszeit: “Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt zurzeit 19 Stunden 55 Minuten.” 19 Stunden und 55 Minuten pro Woche. Das sind 1.195 Minuten pro Woche oder 239 Minuten pro Tag oder 3 Stunden 59 Minuten tägliche Arbeitsstunden. Ob in den 3 Stunden 59 Minuten täglicher Arbeit eine tarifliche Mittagspause von 25 Minuten und 19 Sekunden eingerechnet ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

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TU-Braunschweig: Frauen gleich nach Behinderten

Die politisch korrekte Nomenklatur, sie treibt eine große Anzahl von Blüten, wobei jede dieser Blüten erhebliche Zweifel an der geistigen Verfassung der Gehirne weckt, die die Saat ausgebracht haben.

Da ist zum Beispiel die TU-Braunschweig, die derzeit eine “Juniorprofessur (BesGr. W 1) für „Lehr- und Lernforschung am Schülerlabor für Chemie” zu besetzen versucht. Neben der Stellenbeschreibung und dem üblichen politisch-korrekten Marketing-Text, finden Leser, die es bis zum Ende der Ausschreibung durchhalten, die folgenden Hinweise:

TU-Braunschweig MinderbemittelteDie Technische Universität Braunschweig ist bestrebt, den Frauenanteil zu erhöhen und fordert daher Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf.

Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Auf Wunsch kann eine Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.”

Zunächst fällt auf, dass hier ein Komparativ benutzt wird, ohne dass der Maßstab des Vergleichs benannt wird, denn: “gleicher Qualifikation” oder “gleichwertiger Qualifikation” ist ein zweistelliger Funktor, der einen Vergleichsmaßstab verlang. Bei diesem Vergleichsmaßstab handelt es sich um: Männer, um männliche Bewerber.

Jetzt ist es raus, das Wort, das in Ausschreibungen staatlich Abhängiger wie der TU-Braunschweig so peinlich vermieden werden muss: Männer.

Männer sind das non-plus ultra der Ausschreibung, an denen die anderen Bewerberklassen gemessen werden. Es gibt derer zwei, zwei Bewerberklassen, die nicht die Normalität des Qualifikationsniveaus von Männern erreichen:

(1) Frauen und
(2) Behinderte.

Gleich nach Männern in der geistigen Hierarchie der Fähigkeiten kommen an der TU-Braunschweig Behinderte. Von ihnen kann man gleiche Qualifikationen erwarten wie von Männern, wobei männliche Behinderte eine Unterklasse von Männern sind, was die Absurdität der politischen Korrektheit darin Niederschlag finden lässt, dass nunmehr die Hierarchie mit behinderten Männern beginnt, die wiederum vor Männern stehen. Sie alle sind zu gleicher Leistung fähig.

Ja. Und dann gibt es bei Bewerbungen an der TU-Braunschweig noch weibliche Bewerber. Diese Bewerber sind das Problem der Verantwortlichen, denn von ihnen kann nicht die im Vergleich zu männlichen Bewerbern gleiche Leistung wie von Behinderten erwartet werden. Bestenfalls eine gleichwertige Leistung kann von Frauen erwartet werden.

Der Unterschied zwischen “gleiche Leistung” und “gleichwertige Leistung” er ist erheblich, denn: Eine gleiche Leistung kann unabhängig festgestellt werden, objektiv, wenn man so will. Zwei Marathonläufer, die zeitgleich durchs Ziel gegangen sind, haben eine gleiche Leistung erbracht. Zwei Schüler, die alle Aufgaben des Mathematiktests richtig gelöst haben, haben ebenfalls eine gleiche Leistung erbracht.

Eine gleichwertige Leistung ist keine gleiche Leistung. Die Feststellung, dass eine Leistung gleichwertig zu einer anderen Leistung ist, bedarf, wie der Begriff “gleichwertig” schon sagt, einer Bewertung. Die Leistung von A muss von einem Dritten der Leistung von B als gleichwertig bewertet werden.

Damit öffnet sich für die einen eine Schlangengrube, denn wenn man gleichwertig als Maßstab zulässt, dann kann man Debile in den Mensa-Club aufnehmen, denn für einen vollkommen Dementen ist ein IQ von 45 vermutlich eine Leistung, die der 195 des Hochintelligenten gleichwertig sein kann, nimmt man die unterschiedlichen Ausgangspunkte zum Maßstab.

Für diejenigen, die ideologisch unterwegs sind, und ihre Ideologie ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Kosten durchsetzen wollen, eröffnet die Bezeichnung “gleichwertig” gerade die Möglichkeit, die Aufnahme von Debilen in den Mensa-Club einzuklagen.

Übertragen bedeutet dies, dass die bevorzugte Behandlung von weiblichen Bewerbern bei “gleichwertiger Qualifikation” notwendig davon ausgehen muss, dass (1) weibliche Bewerber grundsätzlich unfähig zu gleicher Qualifikation mit männlichen Bewerbern sind und entsprechend (2) von einem tieferen geistigen Ausgangsniveau starten, so dass geringere Qualifikation gemessen am geringeren Ausgangsniveau eine gleichwertige Leistung zu  männlichen Bewerbern mit höherer Qualifikation und mehr IQ darstellen kann.

Kurz: In Braunschweig, an der TU-Braunschweig, da hält man weibliche Bewerber für grundsätzlich dümmer als Männer, weshalb man von ihnen nur gleichwertige, nicht aber gleiche oder gar bessere Qualifikation verlangen kann. Entsprechend stellt sich die politisch-korrekte Hierarchie der Sexisten an der TU-Braunschweig wie folgt dar:

In abnehmender Qualifikation:

1. Behinderte männliche Bewerber,
2. männliche Bewerber,
3. behinderte weibliche Bewerber,
4. weibliche Bewerber.

Was uns wundert ist, dass es tatsächlich weibliche Bewerber geben soll, die sich auf Stellen, wie die von der TU-Braunschweig ausgeschriebene, die ihnen eine a-priori schlechtere Qualifikationen im Vergleich zu Männern und Behinderten bescheinigt, bewerben – aber vielleicht stimmt bei den weiblichen Bewerbern, die sich auf solche Stellen bewerben ja die Annahme der TU-Braunschweig, dass diese Bewerber nicht in dem Maße intelligent sind, wie männliche Bewerber. Wie sonst sollte man erklären, dass die entsprechenden weiblichen Bewerber nicht einmal merken, dass sie beleidigt werden?

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf diese Ausschreibung.

 

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Rassismus live erleben: Diversity @ Uni Bremen

Anlass für diesen Beitrag ist Post aus Bremen, von der dortigen Universität und von einem Professor, der seine Universität nach eigener Aussage “liebt”. Er meint es sarkastisch, wie aus dem Kontext seiner Aussage hervorgeht, und er meint es deshalb sarkastisch, weil in Bremen ausgerechnet Diversitäts-Apostel, also Genderisten und angebliche Rassismuskritiker, größtenteils bezahlte Ideologen eben, über “Objektivität und Repräsentation” in der Wissenschaft sprechen wollen, und zwar im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen”.

Uni Bremen Diversity1Gegen diese Veranstaltungsreihe, so steht es im Flyer gleich zu Anfang, wollen wir keine Einwände hören, denn die Veranstaltungsreihe basiert auf dem Glaubensbekenntnis, das die Universität Bremen “zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit ihrem Anspruch, der gesellschaftlichen Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung gerecht zu werden” abgelegt hat.

Man ahnt schon Schlimmes.

Und weil die Bremer sich “selbstkritisch” zu einem “Anspruch” bekennen, deshalb sind sie mit einer Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen” gestraft, die sie aus dem Budget der Universität finanzieren müssen. Jeder bekommt eben, was er verdient.

Die Bremer Universitätsleitung mit ihrem Glaubensbekenntnis, sie verdient vor allem textlichen Unsinn wie den folgenden:

“Mit Fragen der Objektivität und Repräsentation beschäftigt sich der für das Jahr 2016 gewählte Schwerpunkt. Universitäten als Organisationen der akademischen Bildung agieren unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen, die die Produktion von Wissen beeinflussen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wer spricht im Wissenschaftssystem aus welcher Perspektive und Position?”

Die Frage wird per Vortrag beantwortet: “Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung”.

Das westliche Abendland schaut auf zwei Jahrtausende der Philosophiegeschichte zurück, auf zwei Jahrtausende, in denen Fragen der Erkenntnistheorie, Fragen, wie man Erkenntnis gewinnen kann, die möglichst unbeeinflusst von Interessen und persönlichen Vorlieben ist, Fragen, die die Methodologie von Wissenschaft, die Wissenschaftstheorie, zum Gegenstand haben, diskutiert und zu einer Lösung geführt wurden, die man gemeinhin unter dem Stichwort “Kritischer Rationalismus” mit seinen Kriterien des Wettbewerbs der Theorien, der Nachprüfbarkeit, Einfachheit und Falsifizierbarkeit kennen sollte, wenn man an einer Universität sprechen will.

Aber dann, zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt eine Sekte aus ihren dunklen Verstecken, eine Sekte, deren Mitglieder hinter dem Mond gelebt haben müssen und von Wissenschaft offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben und wollen über “Objektivität und Repräsentativität” reden. Und sie verkünden ihre unglaubliche Erkenntnis, dass “Organisationen der akademischen Bildung unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen” agieren.

Echt, ey?

Wow!

Da haben wir 2000 Jahre lang gedacht, Wissenschaftler und ihre wissenschaftlichen Institutionen seien im outer space angesiedelt, würden dort in der Wolke der unbefleckten Erkenntnis, die jungfräuliche Geburt der reinen Idee wieder und wieder feiern und sich ansonsten von Ozon und Erkenntnis ernähren und jetzt kommen diese Sektenanhänger und entdecken, das ist gar nicht so. Wissenschaftler flottieren gar nicht im All, leben auf der Erde, in Ländern, in Städten, an Universitäten, müssen essen, trinken, sind human und fehlbar.

Wow!

Uni Bremen Diversity2Man ist zeitweise geneigt, Diversitäts-Aposteln, also Genderisten und ihren Alteregos den Rassismuskritikern einen Klaps auf den Hinterkopf zu geben, um sich zu versichern, dass die echt sind und nicht die Mirage eines unglaublich dummen, zurückgebliebenen und bar jeglicher Erkenntnis seienden Gartenzwergs, der gerade von einem Baum gefallen zu sein scheint. Aber siehe da, sie sind echt, und sie trauen sich in die Welt, um zur Welt zu sprechen, ihre unglaublichen Erkenntnisse zu verkünden, ihre unglaublich rassistischen Erkenntnisse, wie z.B. die, dass Hautfarbe einen Einfluss auf die Erkenntnis haben soll, dass Weiß-heit ein Erkenntnisproblem darstellen soll.

Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern (alles, was es zur Rassimuskritik zu sagen gibt, wurde von Dr. habil. Heike Diefenbach bereits gesagt) wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe eine Variable ist, die in wissenschaftlicher Methodologie berücksichtigt werden muss? Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe einen Einfluss auf den Erkenntnisprozess hat? Wer außer Genderisten und angeblichen Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Geschlecht und Hautfarbe einen Effekt auf die Art und Weise haben, wie Erkenntnis als solche gewonnen wird?

Niemand.

Und deshalb sind Genderisten und Rassismuskritiker reine Rassisten, denn sie sind die einzigen, die nach Hautfarbe differenzieren, die Wissenschaftler verfolgen, weil sie weiße Hautfarbe haben und sich selbst in ihrer unglaublichen Arroganz, die nur auf Dummheit begründet sein kann, als die Erkenner der weißen Macht- und Dominanzstrukturen feiern wollen und eine “kritische Weißseinsforschung” betreiben wollen, deren Ursache wohl eher in einem Gegenstand des DSM-V gesucht werden muss, als dass sie dem Zwecke der Wissenschaft dienen würde.

Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Wissenschaftliche Erkenntnis ist farbenblind. Was zählt, ist der Wettbewerb zwischen Theorien und deren Prüfung. Wer behauptet, wissenschaftliche Erkenntnis sei von Hautfarbe, die wiederum Dominanz und Machtstrukturen ausbildet, beeinflusst, der ist ein kruder und überhaupt nicht diverser Rassist.

Schon erstaunlich, dass die Universität Bremen Rassisten und Sexisten eine Bühne zu bieten scheint.

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Vorabdruck: Ulrich Kutschera – “Das Gender-Paradoxon”

Das Jahr 2016 bringt nicht nur neue Steuern, Abgaben und neue Bußgelder, es bringt auch Food for Thought in der Form eines neuen Buches von Ulrich Kutschera, das im LIT-Verlag erscheinen wird und den Titel “Das Gender-Paradoxon” trägt.

Und auch wenn wir nicht in allem mit dem Autor übereinstimmen, schon weil wir die starke individuelle Variation unter Menschen, auch oder gerade innerhalb der Gruppen von Männern bzw. Frauen für relevanter halten als Unterschiede zwischen den beiden Gruppen ( oder im Hinblick auf die “vernünftigen Sachargumente der deutschen Frauenbewegung” oder die beiden “Menschentypen”), so sind wir dennoch der Ansicht, das neue Buch von Ulrich Kutschera ist ein wichtiger Beitrag zur Ent-Genderung der Wissenschaft.

Wer wissen will, was es mit John Money auf sich hat, das Schicksal von Bruce Reimer, dem vielleicht ersten Todesopfer der Gender-Ideologie nachvollziehen will, wer wissen will, worin die Verbindung zwischen Bruce Reimer und dem Bildunsplan in Baden-Württemberg zu sehen ist, wer den religiösen Ursprung und die religiösen Grundlagen der Gender Ideologie entdecken will, wer fundiert über Unterschiede informiert werden will, die sich aus XX bzw. XY-Chromosomenpaaren ableiten lassen, und wer die “Gender-Ideologie in allen ihren Facetten” inklusive einiger “Erfahrungsberichte des Autors” beleuchtet haben will, der darf auf das neue Buch von Ulrich Kutschera gespannt sein.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle mit der Genehmigung des Autors einen kleinen Teaser, der dazu gedacht ist, die Zeit bis zur verspäteten Bescherung durch den LIT-Verlag zu überbrücken:

13297-0 Genderparadoxon Kutschera“Seit der Veröffentlichung meines Bestsellers Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte (Februar 2009) werde ich regelmäßig von Journalisten kontaktiert mit der Bitte, mich nicht nur mit dem Kreationismus, d. h. den auf Realwelt-Phänomene übertragenen biblischen Schöpfungsglauben, sondern auch mit der GenderIdeologie öffentlich auseinanderzusetzen. Die Grundgedanken dieser Geschlechter-Weltanschauung“ lassen sich wie folgt verdeutlichen.

Im November 2014, nur wenige Tage nach dem 100. Todestag des Urvaters der modernen „Sex-Forschung“, August Weismann (Freiburg i. Br.), ist in dessen Bundesland Baden-Württemberg ein sogenannter „Entwurf zum Bildungsplan 2015“ der Stuttgarter Landesregierung bekanntgeworden. Nach Veröffentlichung dieses Dokuments gab es bundesweit Proteste – warum?

Vertreter der Gender-Ideologie wollten für alle Schulen und Fächer vorschreiben, dass die Schüler von nun an „gendersensibel“ erzogen werden. Man plante, z. B. Achtklässler (ca. 14 Jahre alt, mitten in der Pubertät) im Biologieunterricht zu fragen, ob sie wirklich „heterosexuell seien oder sein wollen“. Weiterhin sollte vermittelt werden, dass die „Heteronormalität“, d. h. die Tatsache, dass etwa
95 % aller Männer und Frauen über einen evolutionär verankerten, dem anderen Geschlecht zugewandten „Fortpflanzungstrieb“ verfügen, als konservativ-reaktionäre Weltanschauung zu gelten habe. Die Vater/Mutter-Kind-Familie sei überholt, während eine homoerotische Neigung als frei wählbarer Life Style propagiert wurde. Proteste aus ganz Deutschland haben dann bald dazu geführt, dass der Ministerpräsident Baden-Württembergs, der hinter diesen genderistischen Irrlehren stand, seinen Vorschlag zurückgezogen hat.

Da ich mich, unabhängig von diesem Vorfall, im „WeismannJahr 2014“ u. a. im Fachjournal Nature mit dem Darwinischen Feminismus auseinandergesetzt hatte, begann ich mit der systematischen Sichtung meiner Aufzeichnungen zum Gender-Thema.

Der Text baut auf der 4. Auflage meines Lehrbuchs Evolutionsbiologie (2015) auf und stellt eine Erweiterung der dort zusammengetragenen Sachverhalte dar. Er kann mit acht runden „Sex/Gender-Geburtstagen“ in Verbindung gebracht werden:

1. Vor 150 Jahren (1865) wurde die deutsche Frauenbewegung gegründet, die mit vernünftigen Sachargumenten der damaligen Diskriminierung des weiblichen Teils der deutschen Bevölkerung entgegengetreten ist. Im selben Jahr hat der deutsche Biologe Julius Sachs (1832–1897) ein Lehrbuch verfasst, in welchem eine erste SexGender-Definition niedergeschrieben war.

2. Vor 70 Jahren (1945) wurde auf der Gründungsversammlung der Vereinten Nationen (UN) in San Francisco/Kalifornien (USA) die Gleichberechtigung von Mann und Frau festgeschrieben, die dann 1958 im Grundgesetz verankert worden ist.

3. Vor 60 Jahren (1955) hat der US-Psychologe und Erziehungswissenschaftler John Money (1921–2006) die aus Zwitter (Hermaphroditen)-Studien abgeleitete „Gender-Theorie“ formuliert, welche besagt, dass Menschen als geschlechtsneutrale Unisex-Wesen geboren werden und erst später eine erzieherische Prägung in männliche bzw. weibliche Richtung erfahren.

4. Vor 50 Jahren (1965) ist Bruce (David) Reimer in Kanada als eineiiger Zwillingsbruder zur Welt gekommen. Der Junge wurde zum „Beweis“ der Gender-These als Säugling kastriert und zu einem Mädchen
umgestaltet – der gepeinigte Kastrat beging 2004 Selbstmord.

5. Vor 30 Jahren (1985) ist ein Artikel „Sex and Gender“ in der Serie Annual Review of Psychology erschienen, wo diese Begriffe präzise
definiert worden sind, mit Kritik an der feministischen Gleichmacher-Ideologie. Im selben Jahr hat John Money in einem Fachbeitrag dargelegt, dass der biblische Schöpfer ein Hermaphrodit sei („manwoman God“), d. h. seine Lehre hat vermutlich auch eine religiöse Komponente.

6. Vor 20 Jahren (1995) ist auf der Pekinger Weltfrauenkonferenz (Beijing, China) die „Gender-Agenda“ beschlossen worden (Macht-Gleichstellung von Mann und Frau). Diese auf Moneys Geschlechter-Dogmatik basierende Lehre ist daraufhin unter dem Pseudonym „Gender Mainstreaming“ (GM) von der damaligen rot/grünen Bundesregierung als verbindliche Leitlinie umgesetzt worden. Das Doppelwort GM wird oft fälschlicherweise mit „Frauenförderung bzw. Gleichberechtigung“ übersetzt. Dahinter verbirgt sich jedoch ein radikal-feministisches Umerziehungsprogramm, basierend auf dem
Moneyistischen Glaubenssatz, das Geschlecht des Menschen sei nicht primär biologisch bestimmt, sondern gesellschaftlich-sozial konstruiert und daher form- und wandelbar. Diese Sicht ist mit dem
biblischen Kreationismus geistesverwandt.

7. Vor zehn Jahren (2005) wurde entdeckt, dass sich Mann und Frau, wie die Säugerarten Schimpanse/Mensch, um ca. 1,5 % genetisch voneinander unterscheiden. Dieser „große Erbgut-Unterschied“ basiert auf einer evolutionär herausgebildeten Geschlechter-Verschiedenheit (Sexual-Dimorphismus), die wiederum auf die unterschiedlichen Größen und Funktionen der Geschlechtszellen (XY- bzw. XX-Gameten) zurückgeführt werden kann (Anisogamie). Diese gravierenden Mann-Frau-Unterschiede resultierten 2005 in der Konsolidierung der bereits 1993 eingeführen geschlechtergerechten Tier- bzw. Menschen-Forschung, die international als Gender-Biomedizin (GB) bezeichnet wird.

8. Vor einem Jahr (2014) wurde die GB als neue, der soziologisch begründeten GM-Ideologie (Moneyismus) entgegen gerichtete Wissenschaftsdisziplin auf internationaler Ebene etabliert.

In diesem Fachbuch, das stellenweise den Charakter einer Fakten- bzw. Textesammlung zeigt, wird zunächst dargelegt, was Biologen seit ca. 1735 unter „Sex“ verstehen, und dass dieses Wort von Erziehungs- bzw. Sozialwissenschaftlern im Sinne von „erotische Akte“ verwendet wird. In verschiedenen Kapiteln wird die Entwicklung der Gender-Ideologie in all ihren Facetten beleuchtet, wobei auch Erlebnisberichte des Autors aufgenommen worden sind. Das Buch ist als Nachfolge-Titel meiner Monographie Design-Fehler in der Natur konzipiert und steht daher in der bewährten Tradition der LIT-Serie “Naturwissenschaft und Glaube“.

Die in diesem Text zusammengetragenen Fakten, Theorien und Modelle sind weder religiös noch politisch motiviert (ich bin ein ungläubiger Nichtwähler und Kriegsdienstverweigerer). Wie in meinen Büchern zur Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie wurden sämtliche Aussagen mit soliden Quellen belegt.”

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Genderismus am Ende: Keine Nachfrage nach Genderkram

Gender in der Pop-Musik. Ein wichtiges Thema – oder? Wetten, daran haben Sie noch nicht gedacht? Wetten, Sie haben sich noch nicht vergegenwärtigt, dass Pop-Musik ein von männlichen Patriarchen aus der weißen US-amerikanischen Mittelschicht beherrschtes Unterfangen ist, das Frauen und Mädchen benachteiligt, einen Eindruck, den man nicht unbedingt teilt, wenn man z.B. in Kaufhäusern aus Lautsprechern regelmäßig mit unerträglichem Geschrei aus weiblichen Kehlen belästigt wird, die versuchen, möglichst kindisch zu klingen …

FDP KLeine Anfrage NRWAber sei’s drum, die Nordrhein-Westfälische Landesregierung ist angetreten, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass die Popmusik voller weißer männlicher Protagonisten ist, die verhindern, dass hoffnungsvolle Sternchen, die zwar nicht singen können, aber aus Gründen der Gleichstellung ihre schrillen Laute in die Welt emissieren.

Ob das so ist, weiß zwar niemand, außer der Landesregierung in NRW, die weil sie die “Wünsche, Bedürfnisse und Förderbedarfe junger Menschen”, gemeint sind junge Mädchen, nun einmal kennt, nicht nur das Mobile Mädchenzentrum Gelsenkirchen mit jährlich 61.650 Euro an Steuergeldern unterhält, sondern auch den unglaublich wichtigen Fachtag “Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema” mit 37.953,30 Euro finanziert. 4.726,50 Euro Eigenmittel habe das Mobile Mädchenzentrum Gelsenkirchen zum Fachtag beigesteuert, Eigenmittel, die vermutlich aus der Finanzierung des Mädchenzentrums durch die Landesregierung stammen…

Dass diese Verschwendung von Steuergeldern an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist Susanne Schneider von der FDP zu verdanken, die sich in einer kleinen Anfrage danach erkundigt hat, ob die “Landesregierung keine drängenderen Probleme [hat], als jungen Mädchen Karrierechancen in einer vermeintlich männlich dominierten Musikbranche zu ermöglichen”.

Maedchenzentrum GelsenkirchenDie Frage zielt auf den Fachtag “Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema” und verkennt den Zweck solcher Fachtage vollständig. Es geht nicht darum, “jungen Mädchen Karrierechancen” zu eröffnen. Wer hätte je davon gehört, dass jungen Mädchen durch Gendertagungen Karrierechancen außerhalb des Gravy Trains (dt: Nutznießer-Netzwerk) der Genderstudien eröffnet worden wären? Wer hätte je einen Beleg dafür vorgelegt, dass Genderveranstaltungen auch nur einen Euro Nutzen erbracht hätten? Wenn ein Leser Erkenntnisse hat, die auf einen entsprechenden bezifferbaren und nachweisbaren Nutzen von Gendertagungen zu was auch immer, hinweisen, er möge sich bei uns melden.

Nein, Fachtage, wie der vom Mobilen Mädchenzentrum in Gelsenkirchen geplante, dienen nicht dazu, den Teilnehmern am Fachtag, Chancen zu eröffnen. Sie dienen dazu, die beim Mobilen Mädchenzentrum Beschäftigten zu finanzieren, einen Beleg für die eigene Tätigkeit zu haben, den man an das finanzierende Land NRW schicken kann, Marke: “Seht mal, so viele Mädchen haben an unserem Fachtag teilgenommen” und sie dienen dazu, die Teilnehmer zu indoktrinieren und ihnen das hohe Lied von der Benachteiligung aller Mädchen und Frauen zu klagen.

Insofern irrt die Landesregierung NRW, wenn sie schreibt:

“Bei dem Projekt „Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema“ handelt es sich in erster Linie um ein solches geschlechtsspezifisches Angebot und nicht vornehmlich um ein Angebot kultureller Jugendbildung. Es ermöglicht Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik”

Wie man bei der Landesregierung zu einer derart schrägen Einschätzung gelangen konnte, ist uns schleierhaft. Bereits ein Blick auf die drei Vorträge, die der Fachtag, der – man höre und staune – Gesamtkosten in Höhe von 44.680 Euro verursacht, zu bieten hat, zeigt, dass es um alles, nur nicht darum geht, “Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik” zu bieten. Wer der leichtgläubigen Landesregierung diesen Bären aufgebunden hat, um an Steuergelder zu gelangen, ist vielleicht eine Frage für eine weitere “Kleine Anfrage”.

Drei Vorträge umfasst der 44.680 Euro teure Fachtag: (Was man für 44.680 Euro an sinnvoller Forschung fördern könnte…)

Dr. Monika Schopp zeigt uns, dass die “Wahl von Musikinstrumenten auch heute alles andere als ‘geschlechtsneutral’ ist”. Vermutlich am Beispiel von Pauke und Tuba wird Dr. Monika Schopp erklären, dass die Musikwelt voller Geschlechtssterotype ist. Was sonst könnte gemein sein, wenn Schopp “Kontexte und Faktoren” aufspüren will, “die zur geschlechtlichen Konnotation von Instrumenten … führen”?

Prof Dr. Marcus S. Kleiner weiß: “Pop ist Männersache” und weil dem so ist, diskutiert er “den Zusammenhang von Gender Trouble und patriarchalen Popsystemen”. Die patriarchalen Popsysteme, das sind die, die “amerikanische Mittelstandsmänner etabliert” haben. Mittelstand, nicht Mittelschicht!

Wer sich heutzutage alles Professor nennen darf – unglaublich.

Schließlich spricht Prof. Dr. Johannes Ismaiel-Wendt zu “Fragen der Heterogenität in der deutschen akademischen und wissenschaftlichen Musikausbildung”.

Ein spannender Vortrag, schon wegen der Differenzierung von akademisch und wissenschaftlich:

“Stell Dir vor, jedes Kind hat ein Instrument. Stell Dir vor, Gender oder Herkunft spielen keine Rolle für die Instrumentenwahl. Pop oder Klassik ‑ stell Dir vor, es gibt keine unterschiedliche Wertung mehr….”

Ein Knaller, dieser Vortrag: Stell Dir vor, wir haben alle den selben Musikgeschmack. Stell Dir vor, AC/DC ist verpflichtender Lehrstoff akademischer Musikausbildung und Jazz, diese schräge Lautsammlung, wird nur noch zur Tyrannisierung der Gefangenen in Guantanamo zugelassen. Stell Dir vor, es ist Fachtag “Gender in der Pop-Musik” und keiner geht hin!

Und tatsächlich – es gibt gute Nachrichten:

Die Veranstalter konnten keine Besucher finden, die vom Angebot hinterm Ofen hervor gelockt werden. Offensichtlich ist den meisten Mädchen die Boygroup lieber als ein Fachtag, der einzig dem Zweck dient, Steuergelder zu verbrennen und zu indoktrinieren.

GenderFachtag

Genderismus ist out, so kann man wohl feststellen. Der Versuch der Genderisten, die genderistische Heultour zur gesellschaftlichen Bewegung zu machen, ist gescheitert. Junge Menschen haben offensichtlich keinerlei Interesse daran, von Agenten ihrer Regierung im Hinblick auf ihre “Wünsche, Bedürfnisse und Förderbedarfe” ausgehorcht und missbraucht zu werden und vor allem haben sie kein Interesse an dem, was ihnen Genderisten vorsagen wollen.

Und so endet das Jahr 2015 zumindest diesbezüglich mit einem dicken Strahl der Hoffnung.

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Irrationales Weltbild: Von genderistischen Schöpfungsmythen – Ein Exklusivinterview mit Ulrich Kutschera

Ulrich Kutschera hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Verteidiger von Rationalität und Wissenschaft gemacht. Wer für Rationalität kämpft und Wissenschaft als rationale Methode zur Gewinnung von Erkenntnis betrachtet (und was sollte sonst der Unterschied zu Willkür und Ideologie sein?), der stolpert über kurz oder lang über Kreationismus und Genderismus. Beides sind Anschläge auf die Rationalität und Versuche, den Erkenntnisfortschritt der Wissenschaft hinter Aristoteles zurückzudrehen.

Ulrich Kutschera ist einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die sich gegen den Einbruch dieser Irrationalität in die Wissenschaft wehren, und er ist der einzige deutsche Wissenschaftler, der bislang den Mut hat, darauf hinzuweisen, dass Kreationismus und Genderismus aus der selben Wurzel der Irrationalität wachsen.

Wir freuen uns an dieser Stelle den ersten Teil eines Interviews wiederzugeben, das wir mit Ulrich Kutschera geführt haben. Der zweite Teil folgt im Neuen Jahr. Es gibt also schon einen Grund, auf das Neue Jahr gespannt zu sein.

ScienceFiles: Herr Kutschera, vielen Dank, dass Sie ScienceFiles ein Exklusivinterview geben. Für die Leser, die Sie nicht kennen, möchten wir Sie bitten, sich kurz vorzustellen: Wie sind Sie institutionell angebunden? Was lehren und forschen Sie?

U.KutscheraUlrich Kutschera: Ich habe eine biologische Doppel-Karriere durchlaufen. Während meines Biologie/Chemie-Studiums an der Universität Freiburg waren meine Schwerpunkte Evolution und Physiologie der Organismen. Meine erste Abschlussarbeit habe ich dann auch auf dem Gebiet der Zoologischen Systematik/Evolutionsforschung verfasst und mit der Entdeckung einer neuen Egel-Art (1981), die erst seit 2005 als invasive, weltweit verbreitete Spezies international bekannt geworden ist, meine wissenschaftliche Laufbahn begründet. Danach bin ich in die Pflanzenphysiologie gewechselt. An der Uni Freiburg waren das damals inhaltlich wie räumlich zwei völlig getrennte Welten, und habe mich dort weiterqualifiziert (Dr. rer. nat.). Nach Forschungsaufenthalten an der kalifornischen Stanford University sowie der Michigan State University habe ich mich an der Universität Bonn habilitiert und wurde kurz danach, im Alter von 37 Jahren, auf eine C4-Professur berufen (Universität Kassel). Seit über 30 Jahren publiziere ich auf mehreren Gebieten, angefangen von der Zoologie (Sexualverhalten/Evolution aquatischer Anneliden) über die Mikrobiologie (epiphytische Bakterien), der Entwicklungsphysiologie und Evolution der Pflanzen (u. a. Phytohormon-Wirkungen) bis zu evolutionstheoretischen Veröffentlichungen. Seit rund 10 Jahren bin ich zeitweise wieder dort zurück, wo meine unabhängige Karriere begonnen hatte: In Stanford, Kalifornien, wo ich an einem Forschungsinstitut einen Laborbereich leite, mit eigenen physiologisch/molekularbiologischen Projekten. Zusätzlich arbeite ich seit 2009 als Visiting Scientist an der University of California/Berkeley mit einem zoologisch/entwicklungsbiologischen Schwerpunkt.

ScienceFiles: Sie haben sich in der letzten Zeit als Kritiker des Genderismus und der Gender Studies einen Namen gemacht und diese mit dem Kreationismus verglichen. Wie definieren Sie Kreationismus?

Ulrich Kutschera: Seit Jahren werde ich immer wieder gebeten, nicht nur den Kreationismus, d. h. den auf biologische Realwelt-Phänomene übertragenen biblischen Schöpfungsglauben kritisch zu analysieren, sondern auch die Gender Studies unter die Lupe zu nehmen. Wie ich in einigen Beiträgen dargelegt habe, ist der Genderismus, wie der wörtlich verstandene Schöpfungsglaube, ein pseudowissenschaftliches Gedankenkonstrukt ohne faktische Grundlage.

ScienceFiles: Wo sind die Gemeinsamkeiten von Kreationismus und Genderismus?

Kutschera-end-utb.jpgUlrich Kutschera: In meinem aktuellen Lehrbuch “Evolutionsbiologie. Ursprung und Stammesentwicklung der Organismen (2015)” habe ich in zwei Kapiteln die Strategien und Argumente der Kreationisten beschrieben. Basierend auf den in Kapitel 1 bis 10 dargelegten evolutionsbiologischen Fakten sind dann die teilweise recht geschickt formulierten Anti-Evo-Argumente Punkt für Punkt zurückgewiesen worden. Bis heute hat mir noch niemand unterstellt, diese Widerlegungen wären fehlerhaft.

Vertreter der Gender-Ideologie glauben an eine geschlechtsneutrale menschliche Geburt mit anschließender Prägung in männliche bzw. weibliche Richtung – biologische Fakten zählen nicht, evolutionär herausgebildete Unterschiede zwischen Mann und Frau werden ignoriert, sodass von einem genderistischen Schöpfungsdogma gesprochen werden kann. Anstelle der erschaffenen Grundtypen lesen wir dementsprechend von „sozial konstruierten Unisex-Menschen“. Derartige Thesen findet man bei der kritischen Durchsicht einschlägiger Schriften zur Verbreitung der Gender-Ideologie. Genau wie Kreationisten leugnen Anhänger des Gender-Glaubens somit biologische Tatsachen bzw. pervertieren diese, sodass sie dann in ihr irrationales Weltbild passen.

ScienceFiles: Ein aktuelles Thema, das Ihnen derzeit sehr am Herzen liegt, ist der wachsende Einfluss von Kreationismus in Evangelischen Bekenntnisschulen. Was hat es damit auf sich?

Science Files Interview 1_KalenderblattUlrich Kutschera: Als ich gestern in einem Kasseler Supermarkt noch etwas eingekauft habe, fiel mir ein weiteres Mal ein exzellenter Werbe-Flyer für Kinder in die Hände, der von einer kreationistischen Vereinigung bundesweit verbreitet wird. Titel: „Aus Gottes wunderbarer Schöpfung: Ein Fotokalender mit Ausmalbildern für Kinder“ (Stifung Missionswerk Werner Hekelbach, Kinder-Büro, Bergneustadt). In meinem Lehrbuch Evolutionsbiologie 2015 sind die wichtigsten Kreationisten-Bünde genannt (die vernetzt sind), aber das Missionswerk Heukelbach agiert doch besonders unverschämt. Die betreffenden Werbe-Heftchen sind exzellent ausgearbeitete Pamphlete gegen die Biologie und werden insbesondere von Kindern bzw. Schülern gerne gesammelt und gelesen.

ScienceFiles: Gibt es eine Verbindung zwischen dem schulischen und dem universitären Kreationismus?

Ulrich Kutschera: Leider existiert diese Verbindung, und sie funktioniert reibungslos. So ist z. B. Herr Professor Siegfried Scherer, von der TU München, ein prominenter Vertreter der christlichen „Grundtypen-Biologie“, die ich im Detail analysiert und als Pseudowissenschaft enttarnen konnte. Über die Propaganda-Aktionen der Studiengemeinschaft Wort und Wissen (Sg W+W), eine evangelikale Sekte im deutschen Kreationisten-Netzwerk, wird der universitäre mit dem schulischen Schöpfungsglauben verbunden. Das Problem ist, dass die professionell erstellten W+W-Produkte (ein sogenanntes Evolutionskritisches Lehrbuch, Hefte und Materialien für Schüler, Zeitschriften usw.) mit Professoren-Siegel versehen sind, und damit für Schüler und andere Laien seriös wirken. Selbst studierte Biologie-Lehrer haben vor den akademisch hochtrabend klingenden Propagandawerken von Wort und Wissen Respekt.

ScienceFiles: Wie kann man verhindern, dass Kreationismus in Schulen und an Universitäten noch stärker Fuss fasst?

Ulrich Kutschera: Bei der Überarbeitung des Textes zur 4. Auflage meines Lehrbuchs zur Evolutionsbiologie habe ich ein neues General-Schema zur Dokumentation der Tatsache, dass alle Organismen der Erde miteinander abstammungsverwandt sind, erarbeitet. Ich bin der Ansicht, dass man mit dieser Grafik jeden zum logischen denken fähigen Menschen davon überzeugen kann, dass rezente wie fossile Organismen von den gut belegten, ca. 3.500 Millionen Jahre alten Urmikroben abstammen, und dass die Makroevolution eine Tatsache ist. Ich hoffe, dass dieses Schema bzw. die damit verbundene Basic Message bald in den Schulbüchern auftauchen wird, wo bereits aus früheren Auflagen meines Lehrbuchs einzelne Grafiken übernommen worden sind. Nur durch derartige Sachinfos, die allgemein verständlich sein müssen, kann man der kreationistischen Indoktrination unserer Schüler entgegenwirken.

Soweit Teil 1 des Interviews mit Ulrich Kutschera. Schon dieser erste Teil zeichnet sich dadurch aus, dass Ulrich Kutschera kein Blatt vor den Mund nimmt und Ursprung und Verbreitungswege des Kreationismus klar benennt. Vielleicht ist damit ja die Feigheitsschwelle für andere Wissenschaftler, die sich bislang nicht trauen, gegen Kreationismus und Genderismus eindeutig Position zu beziehen, herabgesetzt.

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Je mehr weibliche Professoren, desto weniger Forschung, Offenheit und gesellschaftliche Relevanz

Wir haben wieder einmal gerechnet.

Anlass war eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die wie folgt beginnt:

“Im Jahr 2013 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen /Gesundheitswissenschaften der Universitäten) im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 255 400 Euro ein.

Wie gleich wir doch alle plötzlich wieder sind, und wie wenig Wert auf die ansonsten obligatorische Differenzierung nach Geschlecht gelegt wird.

Statistisches Bundesamt Drittmittel ohne GeschlechtDas hat uns misstrauisch gemacht. Deshalb haben wir gerechnet, mit Daten des Statistischen Bundesamts, Daten aus Fachserie 11, Reihe 4.4: Personal an Hochschulen, aus Fachserie 11, Reihe 4.3.2: Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen und mit den Daten aus der Pressmeldung. Es war ein ziemliches Zusammensuchen der Daten, aber am Ende sind wir fündig geworden und konnten die Verteilung der Drittmittel nach Geschlecht berechnen, ein wichtiges Datum, auf dessen Grundlage sich vor dem Hintergrund, dass mit allen Mitteln weibliche Professoren an Universitäten installiert werden sollen, einige Prognosen für die Zukunft aufstellen lassen.

Doch zunächst zu Drittmitteln. Das Statistische Bundesamt definiert Drittmittel wie folgt:

“Drittmittel sind Mittel, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Drittmittel können der Hochschule selbst, einer ihrer Einrichtungen (z.B. Fakultäten, Fachbereichen, Instituten) oder einzelnen Wissenschaftlern im Hauptamt zur Verfügung gestellt werden. Nicht zu den Drittmitteln zählen Mittel des Trägerlandes.”

Man kann Drittmittel somit als Indikator für die Relevanz der Forschung und das Interesse an der Forschung, die an Universitäten betrieben wird, ansehen. Entsprechend ist die Höhe der Drittmittel ein Indikator für die gesellschaftliche Relevanz von Universitäten bzw. die Ab-Schließung von Universitäten gegenüber dem Rest der Gesellschaft.

Auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes haben wir daher berechnet, welche Verteilung sich ergibt, wenn man das Geschlecht des Professoren, das in sonstigen Veröffentlichungen immer so wichtig ist, berücksichtigt.

Es ergibt sich diese Verteilung:

  • Ohne medizinische Einrichtungen zu berücksichtigen hat das Statistische Bundesamt errechnet, dass pro Professor “Drittmittel in Höhe von 255 400 Euro” eingeworben werden.
  • Unsere Berechnung hat ergeben, dass ein männlicher Professor durchschnittlich Drittmittel in Höhe von 253.841 Euro einwirbt, während ein weiblicher Professor Drittmittel in Höhe von durchschnittlich 181.177 Euro einwirbt (also ein Drittmittel Gender Gap von 30,2%).

Nimmt man die Höhe der Drittmittel als Indikator für die Offenheit und die Forschungsorientierung von Universitäten sowie für die gesellschaftliche Relevanz der Forschung, dann muss man feststellen, dass männliche Professoren im Durchschnitt mehr an Forschung orientiert sind, ihre Forschung mehr gesellschaftliche Relevanz hat und sie offener sind als weibliche Professoren.

Wie sich der Anteil weiblicher Professoren auf die Offenheit, Forschungsorientierung und Relevanz dessen, was an Universitäten geforscht wird, auswirkt, zeigt die folgende Abbildung: Je höher der Anteil der weiblichen Professoren in einem Fachbereich, desto geringer die eingeworbenen Drittmittel, desto geringer also Offenheit, Forschungsorientierung und Relevanz des entsprechenden Fachbereichs.

Drittmittel und Geschlecht

Der dargestellte Zusammenhang ist stark. Der Anteil der weiblichen Professoren und die Höhe der eingeworbenen Drittmittel nach Fachbereichen korrelieren mit einem r von -.69, d.h. mit jedem weiblichen Professor, der in einem Fachbereich installiert wird, sinkt die Höhe der eingeworbenen Drittmittel um durchschnittlich 69%.

Das sind deutliche Indikatoren dafür, wohin die Reise an deutschen Universitäten geht, in Richtung einer abschlossenen Institution, einer nahezu totalen Institution, an der Inhalte gelehrt werden, die keine gesellschaftliche Relevanz haben, keinen Mehrwert produzieren, keinerlei Interesse bei Akteuren erwecken, deren Ziel darin besteht, den Wohlstand zu vermehren, kurz: Universitäten schmoren mit jedem weiblichen Professor, der z.B. über das Professorinnenprogramm installiert wird, um anschließend die Bedeutung der Berücksichtigung von Geschlecht beim CNC Fräsen zu lehren, mehr im eigenen Saft. Es sinkt die Offenheit, die Relevanz und die Bedeutung von Universitäten. Sie werden immer mehr zu Abladestellen für akademische Hartz-IVler, deren Zweck darin besteht, gesellschaftlichen Wohlstand zu verbrauchen, nicht ihn zu schaffen.

Was das für den Forschungsstandort Deutschland bedeutet, das kann sich jeder selbst an seinen fünf Fingern der rechten Hand abzählen.

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T-Shirts des Wahnsinns: Eine Horrorgeschichte von der TU-Berlin

Wir berichten in diesem post wieder einmal von Unsinn, großem Unsinn.

Frage vorab, wo kommt der Unsinn her?
Kommt er aus Berlin, Köln oder Mannheim?

Wer Berlin getippt hat, hat Recht.

Folgefrage:
Hat der Unsinn mit Gender Studies zu tun?

Wer “ja” gesagt hat, eingedenk der Tatsache, dass Berlin, Gender Studies und Unsinn eine neue Legierung darstellen, die über den gesunden Menschenverstand gestülpt werden soll, wie eine Eiserne Jungfrau im Mittelalter um den entsprechenden Delinquenten, der hat Recht.

Es geht um ein Forschungsprojekt, das die Studenten von Sabine Hark und Petra Lucht durchgeführt haben.

Ein unglaublich innovatives Forschungsprojekt, das wie folgt beschrieben wird:

TU Horror“Sie haben 501 Kindersprüche auf T-Shirts für Jungen und Mädchen analysiert. Das Ergebnis war für sie selbst überraschend. Geschlechterstereotype Rollenbilder fanden sich bei allen elf untersuchten Marken in allen Preissegmenten.”

Die “Analyse” besteht im Wesentlichen aus einer Auszählung, in deren Verlauf herausgekommen ist, dass auf T-Shirts von Mädchen häufig Adjektive wie “little”, “sweet”, “happy” oder Nomen wie “Love”, “Girl” oder “Princess” standen, während Jungen mit Adjektiven wie “crazy”, “cool” und “wild” bzw. Nomen wie “Team”, “King” und “Rebel” herumlaufen mussten. Dass diese Ergebnisse für die Forschenden überraschend gewesen sein sollen, ist natürlich gelogen, denn hätten sie etwas Entsprechendes nicht erwartet, sie hätten sich keine Jungen und Mädchen T-Shirts vorgenommen. Wie sonst kommt man auf einen derartigen Forschungsgegenstand?

Was macht man nun mit dieser Furchtbarkeit, die “happy” und “sweet” auf Mädchen T-Shirts und “crazy” und “cool” auf Jungen T-Shirts sieht?

Man interpretiert sie, und zwar so:

“Stereotype Geschlechterbilder – diese Erkenntnis der Erziehungswissenschaft konnten die Studierenden mit ihrer Studie untermauern – gelangen auf vielfältigsten Wegen mittels Gesten oder alltäglichen Entscheidungen in die Köpfe von Kindern und beeinflussen so auch die Art, wie sie sich selbst empfinden.”

hummel tshirtDas ist nun wirklich ein erstaunliches Ergebnis: Man analysiert Sprüche auf T-Shirts und findet eine Verbindung zwischen den T-Shirts und “Köpfen von Kindern”, die Köpfe der Kinder, so der einzige Schluss, den diese paranormale Erkenntnis zulässt, werden von T-Shirts und vor allem von den Sprüchen auf den T-Shirts geschlechts-selektiv gesteuert. Kommt demnach ein Mädchen in ein Mode-Outlet, dann wird das entsprechende “süsse” T-Shirt aktiv wie ein RFID-Chip und nimmt Verbindung zum Kopf des Mädchens auf, das sich ab sofort nicht nur süss findet, sondern das süsse T-Shirt auch gleich kauft.

Soviel zur Mär vom Freien Willen. Sie sehen, wir alle sind von außen gesteuert, T-Shirt gesteuert, es sind die T-Shirts, die die Käufer wählen, nicht etwa die Käufer, die sich für ein bestimmtes T-Shirt entscheiden. Die Erkenntnis aus Berlin dürfte das Marketing revolutionieren, dessen Vertreter immer noch von der irrigen Überzeugung ausgehen, Käufer würden Kaufentscheidungen treffen.

Falsch: T-Shirts treffen die Entscheidung gekauft zu werden und sie gehen dabei, hinterliste Baumwolle, die sie nun einmal sind, geschlechtsspezifisch vor, sprechen Mädchen da an, wo sie besonders verwundbar sind, bei ihrer Trägheit, die sie denken lässt, es reiche, sich wie eine “Prinzessin” und “süß” zu fühlen, um im Leben erfolgreich zu sein,  z.B. dabei einen Prinzen zu finden, der “crazy” und “King” genug ist, die Prinzessin durchzufüttern.

Und als hätte dieser Unsinn nicht schon ausgereicht, kommt Petra Lucht und macht das, was man nur in Berlin kann: Unsinn steigern:

“Die geschlechtsbedingten Vorurteile sind den meisten in unserer Gesellschaft gar nicht bewusst … [Potzblitz: So offen wurde das komplette Scheitern der Gender-Indoktrination noch nie eingestanden. Damit hat sich weitere Förderung der Gender Studies erledigt, denn: It is an utter and complete waste of taxpayers’ money!] Geschlechterstereotype – das sieht man sehr eindrücklich an den T-Shirt Sprüchen – werden uns übergestreift wie eine zweite Haut”.

Puma JungentshirtGestern hatten wir das Gehirn ohne Hochschulabschluss, das xenophob ist, heute haben wir den Zombie, dem sein T-Shirt sagt, wie er die Welt zu sehen hat. Wie gut, dass es Erleuchtete wie Sabine Hark und Petra Lucht gibt, die angetreten sind, die Herrschaft des Baumwoll T-Shirts zu beenden und fortan für eine Gesellschaft zu sorgen, in der T-Shirts nicht mehr auf harmlose Kunden warten, die in ihrer geistigen Leere und bar jeder Willenskraft des Weges getrottet kommen, um sie mit ihren T-Shirt-Vorurteilen zu inkubieren und zum Reklameschild des herrschenden Rollenbildes zu machen.

Indes, die Welt des T-Shirt, sie ist trist, wenn T-Shirts nur noch unifarbig und nicht in rosa (das ist mit weiblich asoziiert) und nicht mehr in blau (das ist mit männlich assoziiert) daherkommen dürfen. Um die absehbare T-Shirt-Seinskrise abzuwenden, haben wir uns einen Wettbewerb überlegt:

Wir fordern unsere Leser auf, T-Shirt-Sprüche zu erfinden, die die Welt mit dem Segen der Gender Studies, mit der Erleuchtung der Erleuchteten Lucht und Hark beselt und von den Rollenstereotypen befreit, die fiese T-Shirts, die immer noch in entsprechenden Verkaufsstätten auf nichts ahnende Opfer lauern, ihnen wie eine “zweite Haut” überstülpen wollen.

Wir werden den besten Spruch auf ein T-Shirt drucken und das T-Shirt dann auf die Welt loslasssen, auf dass es dort sein prägendes Wesen, das der “zweiten Haut”, entfalten möge (Wer die beste Idee hatte, bekommt das T-Shirt von uns geschenkt!).

Um die Richtung ein wenig vorzugeben, hier unsere Gender Studien Vorschläge:

Gender Studies –
Hark now here insanity sing!

Gender Studies –
durch diese hohle Schlucht kommt keine Erkenntnis

Gender Studies –
nicht süß, nicht sweet, nicht happy, aber Prinzessin sein wollen!

Gender Studies
nur ein King, der crazy ist, studiert das

Gender Studies
vergeblicher Traum von Intelligenz

Heike Diefenbachs Vorschlag:

Gender-studiert – und auch noch stolz drauf!

Michael Kleins Vorschlag:

Alles, was ich nicht weiß, weiß ich aus Gender Studies.

Infantiler Machbarkeitsglaube: Komm’ wir wechseln das Geschlecht

“Nichts ist unmöglich” – so warb einst Toyota.

nothing is impossible 2Und manche scheinen diesen Marketing-Spruch ernst zu nehmen, und zwar in einer Weise, die in einen Machbarkeitsglauben mündet, der Wissenschaftler, die sich mit Moden und Trends in einer Gesellschaft, die sich mit den Prämissen beschäftigen, auf denen die soziale Inszenierung von Persönlichkeit basiert, eigentlich faszinieren müsste.

Tut er aber nicht, vermutlich deshalb, weil die meisten Stellenbesetzer auf entsprechenden Positionen in Soziologie, Kulturwissenschaft und Zeitgeschichte so sehr mit der Inszenierung der eigenen Wissenschaftlichkeit beschäftigt sind, dass sie gar keine Zeit mehr dafür haben, sich einer Fragestellung zu widmen.

Mit dem Machbarkeitsglauben geht ein Konstruktivismus einher, der selbst Pyrrho, den alten Skeptiker, aus der Fassung gebracht hätte, erstreckt sich die neue Form der Konstruktion, doch auf alles und jeden und spart selbst die Realität nicht aus. Wem die Realität nicht passt, der konstruiert sich eine neue Realität.

Was früher als Geisteskrankheit galt, als Indiz dafür, dass jemand nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, es ist heute an Hochschulen institutionalisiert, wo Lehrstuhlbesetzer verkünden, dass anything goes: Nichts ist mehr sicher und alles ist möglich, denn alles ist konstruiert, vom Geschlecht angefangen über die Wahrnehmung bis hin zur Realität. Vergessen sind die alten Empiriker, die noch wussten, dass die Realität z.B. durch Sprache beschrieben wird, aber nicht durch Sprache verändert oder gar geschaffen werden kann.

Hume treatiseDer Unverstand seiner Zeitgenossen hat David Hume dazu getrieben, Rosen zu züchten und Philosophie, Philosophie sein zu lassen. Angesichts des im radikalen Konstruktivismus gesammelten Unverstands moderner Zeiten ist nicht auszuschließen, dass Hume zu militanteren Mitteln greifen würde, müsste er mit ansehen, wie das, was er in seiner Untersuchung über den menschlichen Verstand gezeigt hat, in sein Gegenteil verkehrt und behauptet wird, der menschliche Verstand schreibe die Wirklichkeit vor, gehe der Realität vor.

Der neue Konstruktivismus, man könnte ihn auch als neue Überheblichkeit bezeichnen, wäre da nicht die mit ihm einhergehende Naivität und Unkenntnis, die z.B. in seinen Teilbereichen der Gender Studies oder dessen, wozu die Wissenssoziologie verkommen ist, vorhanden ist, jene Unkenntnis, die alles erfrieren lässt, was man gerade noch als Bezeichnung auf den Lippen hatte.

Nein, der neue Machbarkeitsglaube, er geht mit einer Unkenntnis einher, die nur noch durch die zugehörige Infantilität und Flucht vor der Realität übertroffen wird.

Die neuen Konstrukteure, sie müssen vor der Realität fliehen, denn die Realität bringt diese unangenehmen Fakten mit sich, Fakten, die einfach sind, völlig unkonstruierbar und da: So kann man konstruieren so lange man will, aber Tod und Verstümmelung, sie gehen nicht weg. Deshalb darf über Tod in der Welt der infantilen Machbarkeits-Konstrukteure nicht gesprochen werden und über Verstümmelung nur hinter vorgehaltener politischer Korrektheit, die den Verstümmelten, dem ein Arm fehlt, dann zum zu unrecht aufgrund fehlender Fähigkeiten von Ableisten Diskriminierten stempelt, der natürlich genau so Weltmeister im Boxen werden kann, wie jeder, der mit zwei Armen unterwegs ist.

nothing is impossible 1Die Infantilität, die diese Konstrukteure anleitet, sie führt dazu, dass sie die ersten sind, die Behinderte verspotten und diskriminieren, dadurch, dass sie sich weigern, Behinderte als Menschen anzuerkennen, die bestimmte Fähigkeiten eben nicht haben (andere dagegen schon). Man kann nun einmal einen fehlenden Arm nicht herbei-konstruieren.

Die Gefahr, die von den infantilen Konstrukteure ausgeht, sie ergibt sich gerade aus der Realitätsverweigerung, die mit dem Konstruktionseifer einhergeht, denn in der Welt der Konstruktionseiferer gibt es keine negativen Folgen, keine negativen Ereignisse, die mit dem verbunden sein können, was den Konstrukteuren wichtig ist.

In ihrer Welt gibt es Schönheitsoperationen. Dass Schönheitsoperationen, der Versuch, die eigene Person (und mit ihr die Persönlichkeit) als optimal zu konstruieren, regelmäßig in einem bemitleidenswerten und eine neue Hässlichkeit konstituierenden Plastik-Mutanten resultieren, der der Vorstellungswelt von HP Lovecraft oder von Hieronymus Bosch entsprungen sein könnte, das kommt in der Welt derer, die sich von dem chirurgischen Eingriff Äußerlichkeiten versprechen, die selbst dann, wenn sie eintreten würden, vom vorhandenen Intellekt ad absurdum geführt würden, nicht vor.

In der Welt der infantilen Konstrukteure gibt es sexuelle Orientierung und Homosexualität ohne Risiken und Nebenwirkungen, Die sexuelle Befreiung der 1970er sie findet unter Ignorierung von HIV/AIDS, meldepflichtigen Geschlechtskrankheiten und sonstigen übertragbaren Unappetitlichkeiten statt. Letztere kommen nur in der Realität vor. Die Konstruktion der Realität sie ist fun, XXL-fun, an dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes totlachen kann.

Schließlich gibt es in der Welt der infantilen Konstrukteure nur das, was man will. Was man will, ist oft nicht, was man hat. Selbst im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit, die eigene Person, ist oft Defizitäres zu berichten. Und wo früher Menschen mit ihren körperlichen oder psychischen Defiziten leben mussten oder zu leben gelernt haben, wo sie sich dem Leben gestellt haben, da herrscht heute der Fluchtinstinkt vor, der die Fluchtrichtung gleich vorgibt, hin in die schöne neue Welt der umfangreichen Machbarkeit, in der selbst Personen, die sich einbilden, ihre weibliche Psyche sei in einem männlichen Körper gefangen oder umgekehrt, die denken, ihre männliche Psychologie habe ein weibliches Gefängnis gefunden, an ihrer Misere etwas ändern können: per Geschlechtsumwandlung.

Man nehme ein paar Hormone, blocke andere Hormone und schon wird aus dem eingebildeten Mann im weiblichen Körper ein eingebildeter Mann im männlichen Körper bzw. aus der eingebildeten Frau im männlichen Körper eine eingebildete Frau im weiblichen Körper. So jedenfalls ist es in der eingebildeten Welt der realitätsflüchtenden Konstrukteure, des “nichts ist unmöglich”.

In der Realität, vor der die Konstrukteure flüchten, ist es jedoch anders. In dieser Realität verändert die Aufnahme von Testosteron und das Blocken von Östrogen, oder umgekehrt, die Chemie des Gehirns, und vermutlich ist die Chemie des Gehirns nicht alles, was verändert wird. Wer sagt denjenigen, die ihr biologisches Geschlecht an ihre Einbildung anpassen wollen, dass sie nach der Veränderung noch derselbe Mensch sind? Es ist ein weiterer Beleg für die Infantilität der Konstrukteure, dass ihnen solche Fragen nicht einmal in den Sinn kommen, nicht einmal dann, wenn Forschungsergebnisse wie die von Dr. Siegfried Kasper und Dr. Rupert Lanzenberger (sowie neun weitere Mitautoren), die im Wandel befindliche Transsexuelle beobachtet und untersucht haben, dies nahelegen.

RealitaetsverlustTranssexuelle auf dem Weg von einem Mann zu einer Frau zeigen ein reduziertes Niveau von SERT. Transsexuelle auf dem Weg von einer Frau zu einem Mann zeigen ein erhöhtes Niveau des Proteins SERT. SERT ist für die Aufnahme von Serotonin zuständig. SERT ist für erhöhte Resilienz, ein reduziertes Risiko für Stresssymptome und eine geringere Anfälligkeit für Depression und mentale Störungen verantwortlich. Transsexuelle verändern also nicht nur ihr biologisches Geschlecht, sondern auch ihre Gehirn-Chemie (und was sie sonst noch in ihrem Gehirn verändern, ist eine offene Frage). Im Ergebnis sind Transexuelle, die biologisch zum Mann geworden sind, weniger anfällig für Depression, mentale Störungen und resilienter gegenüber ihrer Umwelt, währen Transsexuelle, die nun biologisch zur Frau geworden sind, eher depressiv werden und mentale Störungen entwickeln, als dies vor ihrer Geschlechtsumwandlung der Fall war.

Infantiler Machbarkeitsglaube kennt nur Veränderungen zum Besseren. Er ist bar jeglicher Kenntnis unerwünschter und unbeabsichtigter Folgen und stampf mit dem Fuß gegen die Realität auf, in der diese Unanehmlichkeiten gegeben sind, eine Welt, in der Homosexuelle häufiger an HIV/AIDS erkranken und sterben als Heterosexuelle und eine Welt, in der Depressionen und mentale Störungen bei Frauen häufiger sind als bei Männern. Und das sind nur zwei der Risiken und Nebenwirkungen, die das Leben so mit sich bringt und von den infantile Konstrukteure nichts wissen bzw. dies sie nicht würden wahrhaben wollen, wären sie ihnen bekannt.

Kranz, Georg S. et al. (2015). High-Dose Testosterone Increases Serotonin Transporter Binding in Transgender People. Biological Psychiatry 78(8): 525-533.

Gesinnungshandel: Nach den käuflichen Demonstranten nun die käufliche Universität?

Hadmut Danisch kann man gar nicht genug loben. Wenn jemand wissen will, was ziviles Engagement ist und wie Bürger sich in einer Civic Society verhalten, so sei ihm das Beispiel von Hadmut Danisch empfohlen.

Hadmut Danisch klagt derzeit vor dem Verwaltungsgericht Berlin gegen die Humboldt Universität, die die Herausgabe von Daten verweigert, die allein geeignet wären, den Morast der Gender Studies, der sich in Berlin ausgebreitet hat, trocken zu legen.

DanischHeute berichtet Hadmut über die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht, und aus seinem Bericht, wollen wir eine Sequenz entnehmen, die den eigentlichen Skandal deutlich macht. In dieser Sequenz berichtet Hadmut über die Unfähigkeit des Justiziars der Humboldt-Universität grundsätzliche Fragen dazu, was an der Humboldt-Universität bei den Genderisten, die dort vom BMFSFJ installiert wurden, überhaupt vorgegangen ist, zu beantworten:

“Beispielsweise, dass er überhaupt nicht weiß, was die da eigentlich gemacht haben, und er für eine Auskunft darüber erst mal die Dozentinnen der letzten 10 Jahre ausfindig machen und fragen müsste, was die da eigentlich gelehrt haben. (Und das soll dann der Rechtsweg sein, wenn sich ein Prüfling mal wehrt…)

Oder eben auch, dass er zugeben musste, dass es das »GenderKompetenzZentrum«, als dessen (damalige) »Direktorin« sich Susanne Baer ausgibt, nicht gibt und nicht gab, weil es schlicht nie gegründet wurde.

Oder dass er nicht erklären konnte, warum eigentlich eine Professorin für das Familienministerium arbeitet und für die Beratungen durchführt.

Ich kriege die genaue Formulierung jetzt nicht mehr zusammen, aber auf eine der vielen Fragen, auf die er keine Antwort hatte, hat er mal so in der Art geantwortet, dass die Universität eben auch finanziellen Anforderungen gegenübersteht und sich das nicht alles so genau anschauen kann.

Heißt auf deutsch: Wir haben Geld gebraucht, von denen Geld bekommen und deshalb weggeguckt und die machen lassen, was sie wollen [Hervorhebung durch uns].

[ Einwurf: Nach dem, was dieser Uni-Justiziar da heute sagte, verfestigte sich bei mir deutlich das Bild, was ich da bisher hatte. Und mein Eindruck der Sache ist der:

Es geht um kriminelle illegale Parteienfinanzierung. Denn eine solche Beratung, wie Baer sie für das BMFSFJ durchführte, darf – meines Wissens, sowas wurde aber neulich schon im Zusammenhang mit Pegida-Gegendemos entschieden – nicht aus Bundesmitteln erfolgen, sondern muss von den Parteien (oder deren Stiftungen) selbst bezahlt werden. Hier hat man Baer in der Uni eingepflanzt, um sie aus Bundesmitteln als Förderung zu finanzieren. Die Uni als Tarnung und Geldwaschmaschine. Das alles dann getarnt mit Gender-Studies als Studiengang-Attrappe ohne Inhalt. Deshalb weiß die Uni auch nicht, was da läuft, weil’s da nichts gibt.

Und die Humboldt-Uni hat den ganzen Mist mitgemacht, weil sie Geld bekommen und dafür weggeguckt hat. Und das nennt sich dann Exzellenz-Universität. Ich nenne es eher den akademischen Straßenstrich.

Und ich hatte den Eindruck, dass denen – bzw. deren Justiziar – heute erstmals gedämmert hat, was für ein Ding sie sich da eingeladen haben.]”

Das ist ein starkes Stück, denn es zeigt, dass die Installation der Gender Studies an der Humboldt-Universität nicht nur in einer Weise zustande gekommen ist, die das ganze Verfahren der Zulassung von Studiengängen zur Farce macht, es zeigt zudem das Folgende:

  • Das Bundesministerium für FSFJ hat sich an der Humboldt-Universität zu Berlin eingekauft, eine Professur dort gekauft und auf dieser Professur Susanne Baer, die zwischenzeitlich am Bundesverfassungsgericht untergebracht wurde, installiert.
  • Niemand weiß, ob überhaupt Lehre an der Humboldt-Universität betrieben wurde und wenn ja, was und in welchem Ausmaß. Niemand, nicht einmal der Justiziar der Humboldt-Universität hat eine Idee davon, ob die Aufgaben, die mit der Stelle, die an der Humboldt-Universität für Susanne Baer eingerichtet wurde, verbunden ist, jemals erfüllt wurden (also Lehre und Forschung).
  • Dagegen ist bekannt, dass Susanne Baer, obwohl sie auf einem Lehrstuhl an der Humboldt-Universität installiert wurde, für das BMFSFJ als Handelsreisende in Sachen Gender Studies durch die Lande gezogen ist, und wie ein Wanderprediger anderen Universitäten das finanzielle Heil durch die Einrichtung der Gender Studies verkündet hat. Ebenso ist bekannt, dass der Umfang der Tätigkeit als Wanderprediger es nicht zugelassen haben, dass Susanne Baer sich dem Job an der Humboldt-Univeristät widmet, den sie nach außen hin eigentlich inne haben will/soll.
  • Wie dieses finanzielle Heil aussieht, kann man sich am Beispiel der Humboldt-Universität verdeutlichen: Ein Ministerium bezahlt, die Universität stellt die wissenschaftliche Fassade zur Verfügung und fertig ist der Etikettenschwindel: Personen, die vermutlich für ein Professur ungeeignet sind, werden mit einer solchen versorgt, damit sie mit dem Segen dessen, was sie vermutlich als statushohe Position ansehen, der Verkündung ihrer Heilslehre mehr Gewicht verleihen können. Die angebliche Professur an der Humboldt-Universität dient also als Legitimation, verschafft die Autorität, die das Angebot für andere Universitäten: “Wenn ihr uns bei Euch eine Gender Studies-Professur einrichten lasst, bezahlen wir Euch dafür”, nicht mehr ganz so unseriös erscheinen lässt und den Ruch, man mache sich als Universität zur Prostituierten eines Ministeriums, etwas weniger intensiv macht.

Danisch_FrauenquoteEs ist also in Deutschland Ministerien möglich, sich Professuren an Universitäten zu kaufen. Sie besetzen diese Professuren dann mit ideologischen Soldaten. Die ideologischen Soldaten ziehen durch die Lande, behaupten, sie seien Professor, behaupten, sie seien Direktor eines Zentrums eines GenderKompetenzZentrums, das es überhaupt nicht gibt, verweisen darauf, dass es an der Humboldt-Universität Gender Studies als akkreditierten Studiengang gibt und werben andere Universitäten mit dem, was Universitäten immer brauchen: Geld, damit sie auch einen Studiengang “Gender Studies” einrichten.

Die Tatsache, dass die Thüringische Landesregierung Demonstranten finanziert, damit sie die politisch richtige Gesinnung vertreten, verblasst fast hinter diesem Skandal, der ein Bundesministerium Universitäten dafür kaufen (oder schmieren) sieht, dass sie einen Studiengang einrichten, der reine Ideologie darstellt, der keinerlei Grundlage in der Wissenschaft, keinerlei wissenschaftliche Methode, Erkenntnis oder Standards hat und dessen Ziel einzig und allein darin besteht, die Wissenschaft zu unterminieren und durch die Heilslehre des Genderismus zu beseitigen.

Einen derartigen Angriff auf die Freiheit von Forschung und Lehre, ein derartiger Versuch, nicht nur Ideologie mit dem Mantel der Wissenschaft zu bedecken, sondern auch Hochschulen der entsprechenden Ideologie zu verpflichten, hat es schon einmal gegeben, in der DDR. Dort musste alle Forschung entlang der Doktrin des staatlich vorgegebenen Marxismus-Leninismus erfolgen. Wer davon abgewichen ist, wurde entfernt. Die Gender Studies sind angetreten, diese Geschichte zu wiederholen.

Hadmut Danischs Verhandlung ist noch nicht beendet und man darf nicht nur gespannt sein, zu welchem Urteil die Richter kommen, sondern auch darauf, was sich im Verlaufe dieser Verhandlung noch alles ergibt an Wissenswertem über den Berliner Gender-Sumpf, dessen Strukturen vermutlich nicht nur zufällig an Strukturen des organisierten Verbrechens erinnern (und sich vermutlich nicht auf Berlin beschränken).