Update: Nutznießer des Professorinnenprogramms

Das meritokratische Prinzip besagt, dass Leistung das Kriterium ist, das über z.B. die Vergabe von Positionen im Bildungswesen entscheidet. Wenn sich also ein guter und ein schlechter Kandidat auf eine Position bewerben, dann sieht das meritokratische Prinzip vor, dass der bessere Kandidat die Position erhält. Es ist also gerade nicht wie in der Politik, wo Kandidaten nach Hausmacht z.B. in den Unterbezirken und weitgehend unabhängig von ihrer Leistung gewählt werden.

ProfessorrinnenprogrammMit dem Professorinnenprogramm ist das meritokratische Prinzip von Hochschulen verschwunden. Nicht mehr die Leistung entscheidet darüber, ob ein Bewerber eine Position erhält, sondern sein Geschlecht. Entgegen aller Mimikry und aller ausgefeilten Versuche, das Professorinnenprogramm nicht als klares Programm zur Diskriminierung von Männern erscheinen zu lassen, ist das Professorinnenprogramm nichts anderes als ein Diskriminierungsprogramm: Positionen an Hochschulen werden für weibliche Bewerber reserviert, nur an weibliche Bewerber vergeben, weibliche Bewerber werden also privilegiert, männliche Bewerber diskriminiert.

Das Professorinnenprogramm ist ein Günstlingprogramm, das der Vergabe von Lehen im Mittelalter entspricht und nicht Leistung, sonder die Bereitschaft, sich als Günstling zu verdingen, belohnt.

Wir haben vor ein paar Tagen eine Liste gestartet, in die all diejenigen aufgenommen werden, die sich nicht zu schade sind, aufgrund ihres Geschlechts und eben nicht aufgrund ihrer Leistung auf eine Professur berufen zu werden. Die Liste wird von unseren Lesern geführt, von denen sich manche als sehr motiviert erwiesen haben. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich und sind schon gespannt auf die weiteren Hinweise, die uns auf die Günstlinge des Professorinnenprogramms erreichen.

Wer Hinweise hat: Eine eMail an uns genügt.

Hochschule Fakultät Name
TU-Berlin Theoretische Physik Dr. Sabina Klapp
TU-Berlin Kunstgeschichte Dr. Bénédicte Savoy
TU-Braunschweig Gender, Technik und Mobilität; Maria Goeppert-Mayer-Frauenförderung Dr. Corinna Bath
Universität Bremen Mathematik Dr. Emily King
Universität Bremen Wirtschaftswissenschaft Dr. Jutta Günther
TU-Chemnitz Literaturwissenschaft Dr. Bernadette Malinowski
TU-Chemnitz Rechtswissenschaft Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl
TU-Dresden Umweltwissenschaften Dr. Christina Dornack
Fachhochschule Erfurt Architektur und Stadtplanung Dr. Katrin Großmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Herrmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Remsperger
Pädagogische Hochschule Freiburg Medizin Dr. Eva Bitzer/td>
Pädagogische Hochschule Freiburg Germanistik Dr. Petra Gretsch
Pädagogische Hochschule Freiburg Pädagogik der frühen Kindheit Dr. Susanne Koerber
Universität Freiburg Anorganische und Analytische Chemie Dr. Anna Fischer
Universität Göttingen Sozialwissenschaften Dr. Claudia Diehl
Universität Göttingen Germanistik Dr. Anke Holler
Universität Göttingen Mathematik Dr. Anja Sturm
Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre Dr. Silke Boenigk
Universität Hamburg Amerikanistik Dr. Astrid Boger
Universität Hamburg Sozialwissenschaften Dr. Anita Engels
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kommunikationswissenschaften Dr. Eva Baumann
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kinder- und Jugendchorleitung Dr. Friederike Stahmer
Universität Hannover Sprachwissenschaft Dr. Ulrike Altendorf
Universität Hannover Evangelische Theologie Dr. Monika Fuchs
Universität Hannover Sprachpädagogik Dr. Ulrike M. Lüdtke
Universität Hannover Mathematik und Physik Dr. Silke Ospelkaus
Universität Lüneburg Sprachwissenschaft Dr. Anne Barron
Universität Lüneburg Ökologie Dr. Alexandra Klein
Universität Lüneburg Kunstgeschichte Dr. Beate Söntgen
Universität Mainz Medizin Dr. Christine Espinola-Klein
Universität Mainz Physikalische Chemie Dr. Angelika Kühnle
Universität Mainz Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte Dr. Vasiliki Tsamakda
Universität Osnabrück Wirtschaftspsychologie Dr. Christel Kumbrück
Universität Osnabrück Sprachwissenschaft Dr. Christina Noack
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Kertin Plüm
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Marion Wendehals
Universität Osnabrück Geschlechterforschung Dr. Barbara Schwarze
Universität Rostock Sonderpädagogik Dr. Tanja Jungmann
Universität des Saarlandes Mikrobiologie Dr. Karin Römisch
Universität Siegen Wirtschaftswissenschaften Dr. Ilona Ebbers
Universität Tübingen Chemie Dr. Doris Kunz
Universität Vechta Geistes- und Kulturwissenschaften Dr. Eva Wilden
Jade Hochschule Wilhelmshaven Tourismuswissenschaft Dr. Ines Behn-Künzel

Wir bitten weiter um zahlreiche Mitarbeit, denn, wie sich hoffentlich langsam herumgesprochen hat: Wir betreiben ScienceFiles nebenbei!

Gender und Fäkalien: Advances in Gender Research

Uns ist nicht irgendeine Pressemeldung auf den Tisch gekommen.

Uns ist die Pressemeldung auf den Tisch gekommen.

It really made our day.

Die Zeitschrift “Advances in Gender Research” (Fortschritte in der Genderforschung) sucht für ihre 23. Ausgabe Beiträge zum Thema:

“Gender and Food: From Production to Consumption and After

Halt, Leute, After hat im Englischen die Bedeutung, “nach”, “danach” ist also ein Adverb.

Das macht die Sache aber nicht wirklich besser.

Denn: Es ergibt sich eine Verwertungskette: Nahrung wird produziert, konsumiert und dann? Worauf bezieht sich wohl das “danach”?

Was kommt, nachdem man Nahrung konsumiert hat?

Wer den menschlichen Verdauungstrakt und seine Endergebnisse kennt, der weiß, welche “Advances in Gender Research” u.a. Gegenstand von Ausgabe 23 sein sollen.

Die Gender-Verwertungskette hat damit ihr logisches Ende erreicht.

Erste Erfolge bei der gendersensiblen Behandlung von Fäkalien?

Erste Erfolge bei der gendersensiblen Behandlung von Fäkalien?

Nachdem man uns weismachen wollte, dass Frauen anders essen als Männer, Nahrung anders produzieren als Männer, vom Klimawandel deshalb betroffener sind als Männer, wobei ja überhaupt der Klimawandel von Männern gemacht ist, wie in Materialien steht, die in deutschen Schulen zum Einsatz kommen, nachdem kritisiert wurde, dass die Nahrungsmittelindustrie sich wahlweise die Magersucht oder Adipositas von Frauen zu Nutze macht, um männlichen Profit einzufahren, ist die menschliche Ausscheidung, sind menschliche Fäkalien das logische Ende der “Advances in Gender Research”.

Auch bei Fäkalien muss der Geschlechterunterschied thematisiert werden, was vermutlich seinen Niederschlag in farblich getrenntem Klopapier und einer Geschlechtertrennung in Kläranlagen finden wird.

Ob für die männlich dominierten Berufe des Klempners, des Kanalarbeiters und der Abfallbeseitigung ein entsprechendes FraFäKa-Förderprogramm aufgelegt wird, das Vorzugseinstellungen und Regeleinstellungen von weiblichen Klempnern, Kanalarbeitern und Abfallbeseitigern und, nicht zu vergessen, eines weiblichen Fäkalienbeauftragten in jeder Kommune mit 150 Millionen Euro über drei Jahre verteilt fördert, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen.

Genderisten in ihrer besten Rolle

Offenbarungslehren haben es so an sich, dass Kommunikation nur in eine Richtung erfolgt: Es wird das Heil offenbart, und das war es.

Hans Albert hat sich mit Offenbarungslehren und ihren Konsequenzen in seinem Traktat über Kritische Vernunft auseinandergesetzt, und er hat sie von Wissenschaft abgegrenzt.

Albert TraktatOffenbarungslehren sind keine Wissenschaft, weil sie

  • keine prüfbaren Aussagen formulieren;
  • keine Kritik an ihren Aussagen zulassen;
  • keinen Raum für Zweifel lassen;
  • einen umfassenden Wahrheitsanspruch erheben;

Gemessen an allen vier Kriterien ist Genderismus eine Offenbarungslehre, die nichts mit Wissenschaft zu tun hat und entsprechend von Universitäten entfernt werden muss, egal, in welcher Spielart, ob als Gender Studies oder Geschlechterforschung, sie sich dort eingeschlichen hat.

Dass es sich bei Genderismus, Geschlechterforschung oder Gender Studies um einen religiösen Kult handelt, dessen Gläubige eine Heilsbotschaft verkünden und die Kritiker am liebsten steinigen würden, das wird an einer Reihe von Belegen deutlich, die wir in vergangenen Posts deutlich herausgearbeitet haben.

Diesen Post widmen wir dem Merkmal, das Genderisten als völlig zu Wissenschaft und dem dafür notwendigen wissenschaftlichen Austausch untauglich ausweist, ihrer besten Rolle: dem verstockten Schweigen, bei dem wir uns immer ein kleines Kind vorstellen, das die Lippen zusammenpresst.

Weist man Genderisten darauf hin, dass Sie sich für ihre Bevorzugung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb ausgerechnet eine Schutzheilige ausgesucht haben, die am Bau der ersten Atombombe in Los Alamos beteiligt war: Sie schweigen.

Fragt man Genderisten, die es in Positionen an Universitäten geschafft haben, nach den Grundlagen ihrer wissenschaftlichen Arbeit, ihrer Methode, ihrer Erkenntnistheorie, ihrem Erkenntnisinteresse, nach Antworten also, die jeder Wissenschaftler geben kann, wenn er aus dem Schlaf gerissen und entsprechend befragt wird: Sie schweigen.

Weist man Genderisten darauf hin, dass sie gerade einen Rechtsbruch begehen, dass sie Studenten unrechtmäßig dazu zwingen, Schriftsprache mit lustigen Zeichen aller Art, z.B. mit “*” oder mit “_” oder mit Anhängsel wie “Innen” zu verunstalten, dann sind sie nicht erschreckt, ob der Tatsache, dass ihr Versuch, die Rechtswirklichkeit in Deutschland nach ihrem Gusto umzugestalten und ihr Verstoß gegen geltendes Recht aufgeflogen ist, nein: Sie schweigen.

So hat Peter Mühlbauer, der unseren Beitrag vom 24. Juni heute in Telepolis aufgenommen hat, eine Reihe von Pressestellen von Universitäten direkt angerufen und um eine Stellungnahme von Genderisten gebeten, die ihre Studenten schlechter bewerten, wenn sie nicht die Genderisten-Schreibweise benutzen.

Und was tun die Genderisten: Sie schweigen.

Sie finden sich wieder in ihrer besten Rolle, der des kleinen Kindes, das die Lippen zusammenpetzt, weil es dabei erwischt wurde, wie es Süssigkeiten beim Bäcker gestohlen hat.

Wer die Schweiger genau sind, das kann jeder auf Grundlage des Beitrags von Peter Mühlbauer selbst recherchieren. Es genügt die Eingabe der Stichworte “Gender” und z.B. “LMU München”:

“Dozenten, die bei Nichtgendern mit Punktabzug drohen, gibt es nicht nur an der TU Berlin, sondern auch an der Berliner Humboldt-Universität , am Geschwister-Scholl-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, an der Universität Hamburg, der Universität Salzburg, der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien. An diesen Hochschulen war bislang niemand für eine Stellungnahme zu eventuellen Auswirkungen der Entdeckung Zideks erreichbar.”

TU-Berlin sucht Verantwortliche für unzulässige Genderisierungsauflage an Studierende

Nachdem klar ist, dass an der TU-Berlin über Jahre hinweg von Studenten ohne Rechtsgrundlage verlangt wurde, ihre Schriftsprache mit “Innen”, “*”, “_” und sonstigen Phantasiegebilden zu verunstalten und man deshalb offensichtlich kalte Füße bekommt, wird seit heute der Schwarze Peter herumgereicht.

Tu BerlinSo hat uns gerade eine, nein es haben uns gleich zwei eMails eines Dr. Klaus Richter erreicht, der sich zwar nicht erklärt und keinerlei Hinweis dazu gibt, wer er eigentlich ist, welche Funktion er erfüllt und welche Grundlage seine eMail hat, uns aufgefordert den Vornamen einer Tutorin zu entfernen, weil diese nur Studentin sei und darauf hinzuweisen, dass nicht … “die Rechtsabteilung der TU Berlin” die von uns zitierte Auskunft erteilt hat, sondern “die Abt. I Studierendenservice”.

Offensichtlich ist Herr Dr. Richter der Ansicht, Studenten der TU-Berlin seien verpflichtet, das Organigramm der TU-Berlin auswendig zu lernen und müssten in der Lage sein, die einzelnen Mitarbeiter den entsprechenden Abteilungen zu zu ordnen, um dann zu erkennen, dass “die Leiterin Studien-Info-Service, Expertin für Satzungen aus Studium und Lehre” nicht wie Sebastian Zidek schon aufgrund seines Anschreibens angenommen hat, der Rechtsabteilung und somit der Abt. II angehört, sondern der Abteilung I. Wir haben dies hiermit richtig gestellt, es war ein Experte aus Abteilung I nicht II!

Wie dem auch sei, es sei an dieser Stelle ausdrücklich festgestellt, dass Dr. Richter, wer auch immer er sein mag, an der Rechtsauskunft der “Leiterin Studien-Info-Service” nichts auszusetzen hat. Es scheint ihm einzig darum zu gehen, im Verwantwortlichkeitskeitgeschacher, das an der TU-Berlin ausgebrochen ist, nicht der zu sein, der am Schluss mit dem Schwarzen Peter in der Hand dasitzt. Obwohl man sich natürlich fragen muss, was die Angestellten einer Rechtsabteilung so den lieben langen Tag machen, wenn nicht, Richtlinien, wie die des Seminars “Einführung in das Verkehrswesen” zu lesen, die immerhin mit einem Rechtsgültigkeitsanspruch veröffentlicht werden:

“Auch die korrekte Verwendung von männlichen und weiblichen Ausdrucksformen und somit einer gendersensiblen Sprache wird in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet. Allgemein bedeutet Gender Mainstreaming „bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.” BMFSFJ 2012″

Die Behauptung, dass eine nach den Vorstellungen der Genderisten verunstaltete Sprache an der TU-Berlin Pflicht ist, die wiederum nicht nur unbegründet, sondern falsch ist, konnte offensichtlich unter den geschlossenen Augen der Rechtsabteilung verbreitet werden.

Damit auch jeder weiß: Abteilung I, nicht II, nicht III oder gar IV ist schuld am Leak.

Damit auch jeder weiß: Abteilung I, nicht II, nicht III oder gar IV ist schuld am Leak.

Wie immer, wenn man Post von deutschen Verwaltungsmenschen erhält, die denken, weil sie bei einer Verwaltung angestellt sind, fallen alle eMail-Empfänger vor Ehrfurcht auf die Knie, so ist auch der Dr. Richter nicht ganz aufmerksam in dem, was er schreibt. So geht es ihm in seiner eMail vornehmlich darum, dass wir den Vornamen der Tutorin, die Sebastian Zidek vollkommen unmissverständlich und mit der Inbrunst der Überzeugung, auf der Seite der Guten zu stehen, erklärt hat, dass er entweder seine Schriftsprache an die Sprachgewohnheiten der Gendersekte anpasst, oder mit Punkteabzug zu rechnen hat, aus unseren Posts streichen. Warum?

Keine Ahnung. Vielleicht ist er mit der Tutorin verwandt.

Wie dem auch sei, er schreibt in seiner eMail, die wir als offizielle eMail ansehen müssen:

“Bitte entfernen Sie den Namen [gemeint ist ein Vorname] „…“ aus dem o.g. Beitrag. Die Genannte ist nicht, wie von Ihnen dargestellt, Dozentin, sondern sie ist Tutorin, d.h., sie ist studentische Mitarbeitern am Fachgebiet Verkehrswesen. Wenn sie die Auskunft, die Sie in dem Blogeintrag zitieren, Herrn Zidek tatsächlich gegeben haben soll, so hat sie sicher nicht aus eigener Verantwortung gehandelt, sondern auf Anweisung. Es besteht daher überhaupt kein Anlass und auch keine Berechtigung, den Namen der Mitarbeiterin – und sei es auch nur der Vorname – in Ihrem Blog, vor allem in der obigen Form, zu nennen und sie damit ihr damit in der öffentlichen Diskussion eine Verantwortung und Rolle aufzubürden, die sie nicht trägt [Rechtschreibfehler sind vermutlich der Richterschen Aufregung geschuldet. Die Hervorhebung ist von uns.].”

Da uns, im Gegensatz zu Dr. Richter, die eMail der Tutorin vorliegt, müssen wir nicht in Zweifel ziehen, dass sich die Tutorin so wie von uns zitiert geäußert hat. Aber: Wir wollen Dr. Richter entgegenkommen, auch wenn wir nicht wissen, wer er ist, und erklären und deshalb gerne bereit, den Blogeintrag unter Nennung des tatsächlich Veranwtortlichen, der die Tutorin angewiesen hat, sich in der von uns zitierten Form gegenüber Sebastian Zidek zu äußern und der sich nun hinter ihr zu verstecken scheint, zu aktualisieren.

Schwarzer PeterIn Berlin, an der dortigen TU ist mit dem Dienstbeginn am Montagmorgen Bewegung in die Verwaltung gekommen.

Mit anderen Worten: Es gibt in Berlin Verwaltungsbeamte, die sich bewegen. Unglaublich – auch wenn sie weitgehend damit beschäftigt sind, den Schwarzen Peter weiterzugeben.

Wir sind schon gespannt, wer am Ende als Schuldiger herausgedeutet wird, wem die Verantwortung dafür aufgebürdet wird, dass Genderisten sich zur Legislative erklären und Studenten rechtswidrig zu Gender-Sprachregelungen zwingen oder besser: Wer für die jahrelange rechtswidrige Praxis, die an der TU-Dresden gepflegt wurde, verantwortlich gemacht wird.

Das Beispiel aus Berlin zeigt wieder einmal die Gefahren, die daraus erwachsen, dass man sich zum willfährigen Wasserträger von Ideologien macht und bereitwillig bei deren Durchsetzung und Verbreitung hilft.

Schließlich können wir allen Studenten, die in den letzten Jahren einen Abschluss in Verkehrswesen an der TU-Berlin gemacht haben, nur raten, ihre Abschlussnote prüfen zu lassen. Möglicherweise sind sie zu schlecht bewertet worden, weil sie nicht gegendert haben.

P.S. Wie sich zwischenzeitilch durch die Bemühungen eines Lesers gezeigt hat, handelt es sich bei dem ominösen Klaus Richter aus der Abteilung II der TU-Berlin wohl um den Justiziar der TU-Berlin. Insofern ist festzustellen, dass es dem Justiziar der TU-Berlin wichtiger ist, Vornamen aus Posts zu entfernen als Stellung zu den unglaublichen Vorgängen an der TU-Berlin zu nehmen, wo Genderisten sich zur Legislative aufspielen. Bemerkenswert!

Nutznießer des Professorinnenprogramms

Ein Hinweis, den uns ein Leser von ScienceFiles vor einiger Zeit zugeschickt hat, hat uns zwischenzeitlich auf eine Idee gebracht, die wir hiermit umsetzen:

Eine Liste der Nutznießer des Professorinnenprogramms!

ProfessorrinnenprogrammWie wir in seiner Vielzahl von Beiträgen gezeigt haben, basiert das Professorinnenprogramm auf der Diskriminierung von Männern, es setzt weibliches Geschlecht an die Stelle von Leistung und damit das meritokratische Prinzip außer Kraft.

Im Rahmen des Professorinnenprogramms können nur weibliche Bewerber berufen werden, was dazu geführt hat, dass eine Vielzahl von Fake-Ausschreibungen von Universitäten verbreitet wurden und werden, mit dem Ziel, männliche Bewerber darüber hinwegzutäuschen, dass sie keine Chance auf die ausgeschriebene Stelle haben und generell vorzutäuschen, es handle sich bei der Ausschreibung um keine Ausschreibung, die gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstößt.

Wie eine Ausschreibung, die die Besetzung einer Stelle ausschreibt, die nicht besetzt werden kann, wenn kein weiblicher Bewerber gefunden wird, da die Stelle unter der Maßgabe einer Förderung aus dem Professorinnenprogramm ausgeschrieben ist, nicht gegen das AGG verstoßen kann, ist eines jener Rätsel, zu dem nur Politiker und Ideologen, die mit weniger als dem Normalmaß an Verstand ausgestattet sind, eine Lösung finden können. Für uns steht fest, dass eine Stelle, die nur besetzt wird, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird, keine Stelle ist, die mit dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar ist, der im AGG festgeschrieben wurde.

Für uns steht zudem fest, dass es für Wissenschaftler, die auf ihre Leistung stolz sind, die wissen, was sie können und eine entsprechende Wertschätzung erwarten, nicht in Frage kommt, auch nur in den Ruch zu kommen, durch das Professorinnenprogramm oder ein anderes Förderprogramm, das nicht Leistung, sondern Geschlecht fördert, bevorteilt zu werden. Folgerichtig können diejenigen, die sich über das Professorinnenprogramm fördern lassen, über das Professorinnenprogramm in Positionen gelangen, weder Stolz empfinden noch der Ansicht sein, ihre Leistung wäre so, dass sie in einem Wettbewerb, der nicht zu ihren Gunsten verzerrt ist, bestehen könnten.

Deshalb haben wir beschlossen, eine Liste derer zu führen, die sich nicht zu schade waren, eine Bevorzugung kraft ihres Geschlechts im Rahmen des Professorinnenprogramms in Anspruch zu nehmen.

Die Liste wird laufend ergänzt, was allerdings voraussetzt, dass uns Leser wie Peter Trier, auf den die ersten drei Namen zurückgehen, mit den entsprechenden Namen der Nutznießer des Professorinnenprogramms versorgen.

Eine eMail an uns genügt.

Universität Hamburg

Hochschule Fakultät Name
TU-Berlin Theoretische Physik Dr. Sabina Klapp
TU-Berlin Kunstgeschichte Dr. Bénédicte Savoy
TU-Chemnitz Literaturwissenschaft Dr. Bernadette Malinowski
TU-Chemnitz Rechtswissenschaft Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl
TU-Dresden Umweltwissenschaften Dr. Christina Dornack
Fachhochschule Erfurt Architektur und Stadtplanung Dr. Katrin Großmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Herrmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Remsperger
Universität Freiburg Anorganische und Analytische Chemie Dr. Anna Fischer
Universität Göttingen Sozialwissenschaften Dr. Claudia Diehl
Universität Göttingen Germanistik Dr. Anke Holler
Universität Göttingen Mathematik Dr. Anja Sturm
Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre Dr. Silke Boenigk
Universität Hamburg Amerikanistik Dr. Astrid Boger
Universität Hamburg Sozialwissenschaften Dr. Anita Engels
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kommunikationswissenschaften Dr. Eva Baumann
Universität Hannover Sprachwissenschaft Dr. Ulrike Altendorf
Universität Hannover Evangelische Theologie Dr. Monika Fuchs
Universität Hannover Sprachpädagogik Dr. Ulrike M. Lüdtke
Universität Hannover Mathematik und Physik Dr. Silke Ospelkaus
Universität Lüneburg Sprachwissenschaft Dr. Anne Barron
Universität Lüneburg Ökologie Dr. Alexandra Klein
Universität Lüneburg Kunstgeschichte Dr. Beate Söntgen
Universität Mainz Medizin Dr. Christine Espinola-Klein
Universität Mainz Physikalische Chemie Dr. Angelika Kühnle
Universität Mainz Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte Dr. Vasiliki Tsamakda
Universität Osnabrück Wirtschaftspsychologie Dr. Christel Kumbrück
Universität Osnabrück Sprachwissenschaft Dr. Christina Noack
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Kertin Plüm
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Marion Wendehals
Universität Osnabrück Geschlechterforschung Dr. Barbara Schwarze
Universität Rostock Sonderpädagogik Dr. Tanja Jungmann
Universität des Saarlandes Mikrobiologie Dr. Karin Römisch
Universität Tübingen Chemie Dr. Doris Kunz
Universität Vechta Geistes- und Kulturwissenschaften Dr. Eva Wilden

Wir bitten um zahlreiche Mitarbeit, denn, wie sich hoffentlich langsam herumgesprochen hat: Wir betreiben ScienceFiles nebenbei!

Des Rätsels Lösung: Ein Plädoyer gegen den Feminismus von Agatha Christie

Wir haben Schulden abzutragen.

Am 13. Juni haben wir unseren Lesern einen kleinen Auszug aus einem Roman zu lesen geben und gefragt: Von wem ist der Roman, aus dem dieser Auszug stammt?

Der Auszug hat einen Dialog zwischen zwei Frauen zum Gegenstand, in dem die eine, Sarah mit Namen, sich mit Leidenschaft und guten Argumenten gegen die Gruppenbildung, wie sie der Feminismus betreibt, zur Wehr setzt.

Der Kern der kleinen Sequenz ist kurz zusammengefasst:

Der Tod wartetMenschen sind mehr als ihr Geschlechtsteil. Letzteres ist im täglichen Leben vollkommen irrelevant. Wichtig ist nicht, ob man Mann oder Frau ist, sondern ob man etwas leistet. Das fast schon leidenschaftliche Prädoyer für den Individualismus wird von einer Einsicht aus dem Alltagsverstand gekrönt, der/die den Vertretern des Feminismus leider abhanden gekommen ist, sofern sie  ihn/sie je hatten: Die Unterschiede zwischen Männern und die Unterschiede zwischen Frauen sind deutlich größer als die Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Allein diese Erkenntnis macht den ganzen Unfug von Gruppenbildung und -bevorzugung deutlich. Sie entzieht allen -ismen, die sich auf Gruppenzugehörigkeit kaprizieren und die Welt in Bonzen und Arbeiter, Männer und Frauen, Homosexuelle und Heterosexuelle, Deutsche und Briten oder was auch immer teilen wollen, prinzipiell den Boden.

Und sie stammt von Agatha Christie. Im Jahre 1938 hat Agatha Cristie den Dialog veröffentlicht, den wir zitiert haben, und zwar in ihrem Buch “Appointment with Death” [Der Tod wartet]. Christie, von der man schwerlich sagen kann, sie entspreche nicht dem feministischen Ideal einer emanzipierten Frau, zeigt sich als Gegner des Feminismus, als jemand, der aufgrund seiner eigenen Leistungen und nicht aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit Wertschätzung erfahren will. Denn Letzteres hat nur diejenige notwendig, die keine Leistung vorweisen kann, weshalb sich jede Frau, die etwas leistet, gegen ihre Bevorzugung qua Geschlecht zur Wehr setzen wird, sie als Schlag ins Gesicht und Missachtung ihrer eigenen Leistung auffassen muss und wird.

Insgesamt haben 160 Leser an unserem kleinen Rätsel teilgenommen.

78 Leser haben die richtige Antwortalternative gewählt (49%). Die restlichen Leser verteilen sich auf H. Rider Haggard, dem 20 Leser (13%) die zitierte Stelle zugeschrieben haben, William Shakespeare, den 18 Leser (11%) als Urheber genannt haben, Alice Walker, in der 17 Leser (11%) den Verfasser erkennen wollten und Gabriel Garciá Márquez, den 13 Leser (8%) favorisiert haben. Etwas abgeschlagen sind Isabel Allende (7 Leser, 4%), Brad Easton Ellis (6 Leser, 4%) und Chuck Palahniuk (1 Leser 1%).

Wir bedanken uns bei allen Lesern, die mitgespielt haben und gratulieren denen, die die Lösung richtig hatten, zu ihrer Belesenheit.

Totaler Durchgriff: Frühsexualisierung als Grenze der Privatheit und Homophobie

Wissenschaftliche Vorrede:

Die Degeneration der institutionellen Soziologie

[diejenigen, die gleich wissen wollen, ob Sie homophob sind, können die Vorrede überspringen]

“Soziologie (im hier verstandenen Sinne dieses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich erklären will”

Esser_SoziologieMax Weber hat dies geschrieben. Man kann die Definition den heutigen Soziologen nicht oft genug vorbeten: Soziologie dreht sich darum, soziales Handeln, also das sinnhafte Handeln, das sich auf andere richtet, zum einen zu verstehen und zum anderen zu erklären. Es geht nicht darum, soziales Handeln zu bewerten oder sich zum Vorreiter dessen zu machen, was man als vermeintliche Emanzipation ansieht. Und schon gar nicht geht es darum, Heilsbotschaften zu verkünden.

Emile Durkheim, der vor Weber mit der Soziologie befasst war, hat den Gegenstand der soziologischen Erklärung als sozialen Tatbestand, als gesellschaftliche Manifestation sozialen Handelns gefasst.

James Coleman hat die Sozialtheorie dazu geliefert: Menschen handeln rational, auf ein Handlungsziel gerichtet, sie handeln miteinander und innerhalb eines Möglichkeitsraums. Die Interaktionen zwischen Menschen haben Folgen, beabsichtigte und unbeabsichtigte, und alle Folgen zusammen haben gesellschaftliche Konsequenzen.

Will man z.B. erklären, warum viele angebliche Inhaber soziologischer Lehrstühle so erbärmlich wenig von dem wissen, was Soziologie sein soll, dann stellt sich die Frage, wie man die gesellschaftliche Konsequenz, die daraus folgt, die Degeneration der Soziologie über das Handeln und den Handlungsspielraum von Akteuren erklären kann.

Entsprechend beginnt die Erklärung bei den Randbedingungen, z.B. damit dass Universitäten für immer weniger Wissenschaftler attraktiv sind, weil die Arbeitsbedingungen erschreckend schlecht sind, damit, dass an soziologischen Instituten nur noch eine bestimmte Art von Absolvent mit Ambition auf einen Lehrstuhl zu finden ist. Die Erklärung geht weiter mit der Handlungstheorie: Für immer mehr Inhaber soziologischer Lehrstühle ist der Opportunismus zum rationalen und automatisierten Handeln geworden. In der Gesamtschau opportunistischer Lehrstuhlbesetzer, die durch bestimmte unattraktive Randbedingungen, die als Selektionsprinzip wirken, erst möglich geworden sind und die durch ihre Anwesenheit und ihr Handeln dazu führen, dass die entsprechenden Randbedingungen noch verstärkt werden, dass die Soziologie als Fach noch uninteressanter wird, ergibt sich auf der Ebene der Gesellschaft eine Soziologie, die als Fach degeneriert ist.

Besonders deutlich wird die Degeneration am Verschwinden zentraler soziologischer Begriffe aus dem soziologischen Wortschatz, den zudem immer weniger beherrschen. Begriffe wie Macht und Herrschaft oder Interesse – wer kennt sie noch? Wo gibt es noch Soziologen, die Gesellschaft als Spiel der Interessen ansehen, wie dies Robert K. Merton getan hat? Was ist aus der Erkenntnis geworden, dass gesellschaftliche Gruppen versuchen, im Spiel der Interessen für sich das bessere Ende zu haben, denn der Preis des Spiels, die Belohnung, das ist der Zugang zu Ressourcen.

ColemannUnd hier wird es politisch: Zugang zu Ressourcen findet in Demokratien über die Regierung und ihre Verwaltung statt. Zugang zu Ressourcen finden die Interessen und ihre Vertreter, die es schaffen, die eigenen Interessen als legitim darzustellen. Legitimität ist wichtig, denn wird Interessenvertretern Zugang zu Ressourcen gewährt, die von einer Mehrheit derjenigen, die den Zugang nicht oder auch haben, als illegitim angesehen werden, dann gibt es Wider- und zuweilen Aufstand.

Und weil der Kampf in Demokratien darum geht, die eigenen Interessen als legitim darzustellen, um Zugang zu Ressourcen zu gewinnen, deshalb wird mit harten Bandagen um die Legitimität gestritten, d.h. es wird versucht, die Vertreter konkurrierender Interessen zu delegitimieren, sie aus dem Rennen zu boxen, um ungehindert z.B. am von Steuerzahlern gefüllten Trog grasen zu können.

Allein die Tatsache, dass die Konkurrenz um Ressourcen in vermeintlich demokratischen Systemen die Delegitimierung und oftmals die Diffamierung konkurrirerender Interessenvertreter zum Gegenstand hat, sollte bei Soziologen auf irgend eine Art von Ressonanz stoßen (und natürlich auch bei Politikwissenschaftlern, aber mit wenigen Ausnahmen waren Politikwissenschaftler immer die besseren Verschläfer gesellschaftlicher Entwicklungen).

Warum ist soziales Handeln unter Interessenvertretern nicht darauf gerichtet, für die eigenen Interessen zu werben, sondern darauf, konkurrierende Interessen abzuwerten, zu stigmatisieren, sie zu delegitimieren und aus dem Feld der legitimen Interessen auszuschließen? Woraus sonst, wenn nicht aus dem Interessenkonflikt besteht das soziale Leben, und warum wird gerade diese Normalität so erbittert bestritten?

Warum ist keine andere soziale Interaktion zwischen sozialen Akteuren, zwischen Interessenvertretern möglich als Anfeindung und Konflikt?, so sollten sich Soziologen fragen, denn die Konsequenzen aus dem Versuch, Ressourcenzugänge zu monopolisieren und ganze gesellschaftliche Gruppen auszuschließen, waren selten friedlich.

Die Grenze der Privatheit

1984Viele Soziologen sehen die beschriebene Entwicklung nicht. Schlimmer noch: Viele sind Teil der entsprechenden Entwicklung, machen sich gemein mit bestimmten Interessenvertretern und beteiligen sich an der Diffamierung widerstreitender Interessenvertreter. Sie stereotypisieren, verbreiten Vorurteile und bewerten, kurz, sie tun all das, was Max Weber als Afterwissenschaft bezeichnet hat. Sie besetzen Lehrstühle für Soziologie und haben doch keine Ahnung davon, was Soziologie eigentlich meint. Entsprechend geht die institutionalisierte Soziologie als Wissenschaft unter, wird sie zur Witzveranstaltung, die kein Wissenschaftler mehr Ernst nehmen kann.

Das war eine lange und notwendige Vorrede, um zu erklären, warum die institutionalisierte Soziologie stirbt: Es sind Lehrstuhlbesetzer wie Sarah Speck aus Tübingen, die die Sargnägel einschlagen und dafür sorgen, dass Soziologie zu blasiertem Geschwätz und von Sachkenntnis ungetrübter Kinderei verkommt.

Speck hat es zum Deutschlandradio geschafft und hat dort ein Interview zur “Debatte um sexuelle Vielfalt” gegeben. Warum ausgerechnet Speck zu diesem Thema ein Interview gibt, was Speck qualifiziert, außer der Tatsache, dass sie einen Lehrstuhl in Tübingen vertritt, ist eine Frage, die ohne Antwort bleiben muss.

Speck verkündet. Sie verkündet Weisheiten, die man langsam nicht mehr hören kann.

Es geht um den Widerstand gegen Frühsexualisierung, gegen u.a. die Pläne der Baden-Württembergischen Landesregierung, durch alle Schulklassen und Altersstufen, die gesellschaftliche Diversität, worunter keine Diversität nach Intelligenz, nach sozialer Klasse oder nach Arbeitsbelastung gemeint ist, sondern eine Diversität nach sexueller Orientierung, [was läge näher?] zum grundlegenden Tenor der Abfassung von Lehrmaterialien zu machen.

Dagegen gehen Eltern auf die Straße. Mehrere Tausend Eltern. Dagegen gibt es eine Petition. Mehr als 150.000 Menschen haben sie unterzeichnet. Diese Menschen, ihre Motivation, ihre Ziele, die Ursache ihres Ärgers und die Erklärung dafür, warum sie so aufgebracht sind, dass sie sogar auf der Straße demonstrieren, diese sozialen Tatbestände, dieses soziale Handeln, es wäre eigentlich der Gegenstand der Soziologie. Gegenstand der Politikwissenschaft, aber das nur nebenbei bemerkt, wäre es, die Delegitimierung des Politischen, wie sie in derartigen Demonstrationen zum Ausdruck kommt, zum Anlass zu nehmen, um die Responsivität der Baden-Württembergischen Landesregierung zu untersuchen, denn Politikwissenschaftler gehen immer noch mehrheitlich davon aus, dass Regierungen und Parteien auf Wähler reagieren, deren Ideen, Interessen und Wünsche aufnehmen und nicht etwa umgekehrt, dass Parteien und Regierungen Wählern ihre partikularen Interessen aufzwingen.

Forschung, wie die beschriebene, findet in Deutschland jedoch kaum mehr statt. Warum nicht? Weil Ideologen die Universitäten bevölkern, und Ideologen müssen nicht forschen, sie wissen schon. So wie Sarah Speck weiß, dass die Kritiker des Baden-Württembergischen Bildungsplans verunsichert sind, denn so weiß sie auch, wir leben in “Zeiten rapiden gesellschaftlichen Wandels. Das heißt in Zeiten einer gesellschaftlichen Verunsicherung, die vielfach unter dem Stichwort Prekarisierung geführt wird, … gibt es dann ein Bedürfnis nach klaren Identitäten … ”

RokeachWer das zirkuläre Gerede nicht gleich durchblickt: Es gibt für Speck die Richtigen, die den rapiden gesellschaftlichen Wandel wegstecken. Und es gibt die Schwachen, die Dummen oder Falschen, die den gesellschaftlichen Wandel nicht wegstecken. Der gesellschaftliche Wandel besteht zum Beispiel darin, dass Kindern in der Kindertagesstätte sexuelle Orientierungen nahe gebracht werden müssen, woran man sieht, wie klein die geistigen Brötchen sind, die vermeintliche Soziologen heute backen. Vorbei sind die Zeiten großer Gesellschaftsenwürfe. Heute findet gesellschaftlicher Wandel im Kindergarten statt, per Sexualkunde. Wäre es nicht so traurig, man müsste wirklich lachen, ob der spießbürgerlichen Beschränktheit neuronaler Prozesse, die sich darin offenbart. Doch zurück: Wer nicht will, dass seinem Fünfjährigen oder seinem Achtjährigen reiner Wein über die Techniken sexueller Stimulation zwischen homosexuell Interagierenden vermittelt wird, der ist also für Speck verunsichert, der ist falsch und hält nicht Schritt mit dem gesellschaftlichen Wandel.

Und wenn er dann protestiert, ob auf der Straße oder per Petition, dann ist er “sicherlich als homophob [zu] bezeichnen”. Die kleine Welt der Sarah Speck, sie ist rigide geordnet, so rigide, dass man fast schon von einem closed mind sprechen kann, denn dass jemand schlicht nicht will, dass seinen Kindern sexuelle Orientierungen in der Schule eingetrichtert werden oder keinen Sinn damit verbindet, das kommt der Speck gar nicht in den Sinn.

Erschreckend.

An die Stelle der soziologischen Analyse tritt bei der Lehrstuhlvertreterin aus Tübingen die Zuweisung und Bewertung. Was soll man auch sonst tun, außer zuweisen und bewerten, wenn man von Soziologie keine Ahnung hat, aber eines ganz genau weiß: Das man selbst zu den Guten, Richtigen und nicht Verunsicherten gehört, jedenfalls so lange man sich im Schutzraum der eigenen “imaginierten” Realität bewegt?

Und weil Speck so voller Zuversicht ist, dass Sie richtig, gut und intelligent ist, fallen alle rationalen Schutzwälle, die im Gehirn normalerweise gegen das Äußern von intellektuell minderwertigen Inhalten errichtet werden. Und heraus, aus dem Speckschen Mund, kommt das:

“Ich glaube, dass das Private, also die Frage von Lebensführung selbstverständlich eine politische Frage ist. Inwiefern sich da der Staat einzumischen hat oder nicht, ist natürlich eine Frage, die stets aufs Neue wieder diskutiert wird. Aber ich denke, dass die Einschätzung, dass der Bildungsplan im Wesentlichen als Teil eines gesellschaftlichen Transformationsprozesses zu verstehen ist und sich insofern an eine Realität anpasst, die vorhanden ist.”

Hier schreit der Politikwissenschaftler in der Redaktion, und zwar vor Schmerz.

Es gibt viele Definitionen des Politischen und damit dessen, worauf sich politische Fragen richten können. Das Private ist jedoch in keiner Definition enthalten. Es ist gerade das Gegenteil des Politischen, denn was Menschen in ihren Wohnungen oder abends vorm Fernseher machen, das ist keine politische Frage, es geht die Politik schlicht und ergreifend nichts an, kann sie nichts angehen, wie ein Blick darauf zeigt, was Politik ist und was entsprechend politische Fragen sein können.
Aleman Powi

Politik ist zunächst einmal “die Lehre von den Staatszwecken”, das stand schon 1903 im Brockhaus und zu den Staatszwecken gehört das Chipsessen auf dem Sofa ganz offensichtlich nicht. Bergsträsser hat 1961 die Politik als “Kunst, die Führung menschlicher Gruppen zu vollziehen” definiert. Auch diese Definition des Politischen zieht eine Grenze zur Privatheit, denn die Privatheit ist gerade nicht der Ort, der politischen Führung. Sie ist es nur in totalitären Entwürfen wie z.B. in Orwells 1984. Aber vielleicht ist es ja das, was Speck vorschwebt? Damit begäbe sich Speck in krassen Gegensatz zu Franz L. Neumann, der die Politikwissenschaft, als Wissenschaft des Politischen als die Wissenschaft, die politische Fragen stellt, als “Wissenschaft von der Freiheit” definiert hat und Freiheit verlangt es, das Private zu respektieren.

Darüber gibt es auch nichts zu diskutieren, wie Speck im Hinblick darauf, “[i]nwiefern sich da der Staat einzumischen hat oder nicht” meint. Der Staat hat sich überhaupt nicht in das Private einzumischen, auch dann nicht, wenn es einer Sarah Speck, die so offensichtlich über keinerlei politische Grundbildung verfügt, so dass man sich fragt, wo sie den Mut zu solchen Interviews hernimmt, gefallen würde. Vielleicht beherbergt Speck ja einen kleinen Voyeur, der die Grenzen der Privatheit gerne überschreiten würde.

Wir fassen zusammen:

Speck vertritt einen Lehrstuhl für Soziologie.

Speck ist offensichtlich nicht an soziologischer Analyse, sondern an Bewertung und De-Legitimierung interessiert.

Speck ist bemüht, Interessen von Menschen, die sich Interessen einer grün-roten Landesregierung gegenübersehen, die sie als Übergriff in einen Bereich ihrer Privatheit ansehen, zu delegitimieren, nicht sie zu erklären oder gar zu verstehen, wie das ein Soziologen tun würde.

Speck macht sich gemein mit denen, deren Handlungen und vor allem deren Handlungsfolgen es ihre Aufgabe wäre zu untersuchen. Das ist eine Schande für die Wissenschaft!

Es sind Lehrstuhlbesetzer wie Speck, die die Soziologie und andere Sozialwissenschaften in Deutschland in Misskredit bringen und dafür sorgen, dass all die Errungenschaften, die als Folge der Popperschen und empirischen Revolution der 1960er und 1970er Jahre Einzug in die Soziologie gehalten haben, wieder verschwinden, und mit ihnen verschwindet ein Fach, das auf dem Sprung von der vor- in die normalwissenschaftliche Phase der Kuhnschen Typologie war.

Prof. Dr. Günter Buchholz hat sich Frau Speck unter der Überschrift “Der feministisch-homophile heterophobe Diskurs” angenommen.

Von Steuerzahlern finanzierte Junk Science: Managerinnen 50plus

Beim Soziologentag 1995 in Halle, sind wir in eine Session geraten, die uns bis heute nachhängt. Die Session enthielt u.a. einen Vortrag, in dem es um Schiffsköche ging. Der Vortragende hatte Schiffsköche befragt. Eine an sich interessante Sache, denn: Was ist schon von Schiffsköchen bekannt? Genau so wenig wie von Müllfahreren, Maurermeistern, Zimmermännern, Dachdeckern… Vertreter von Berufen, die mit den Händen arbeiten, gelangen selten in den Fokus der qualitativen Sozialforschung. Hier macht man sich nicht so gerne mit dem Mann auf der Straße gemein. Hier forscht man nicht so gerne lebensnah, wenn man einmal Ronald Hitzler und seine Forschung in Sado-Maso-Gruppen außen vor lässt.

Nun, der Vortrag über die Schiffsköche, er ist uns deshalb so sehr in Erinnerung geblieben, weil der Vortragende sieben von ihnen, also sieben Schiffsköche befragt hatte (wozu haben wir vergessen), und aus den Antworten der sieben Schiffsköche hat er mit elaborierten Mitteln qualitativer Sozialforschung sechs Typen von Schiffsköche mit weitreichenden Schlussfolgerungen gewonnen.

Dieses methodische Fiasko aus Halle, es hängt und bis heute nach und, wie man im Englischen sagt, it was a good one, but, wie man auch im Englischen sagt: this one is even better.

BMFSFJUnk 50Im Hinblick auf methodische Unbedarftheit und daraus folgende Ahnungslosigkeit, ist die vom Bundesministerium für FSFJ finanzierte Studie “Managerinnen 50plus” nicht nur ein Fiasko, sie ist ein Waterloo, sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie man es nicht machen kann und darf und soll, oder sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie man nichts so aufblasen kann, dass daraus gar nichts wird.

Verantwortlich für die Studie ist Christiane Funken vom Institut für Soziologie der TU Berlin. Und beides, die Studie wie die Verantwortung, sie wären uns entgangen, wenn uns nicht ein merklich genervter Leser auf Studie und deren Vermarktung gestern in der ZEIT hingewiesen hätte.

Letztere fand unter dem Titel “Das frühe Ende der Karrierefrau” statt. Das ist bereits eine Übergeneralisierung, die auf Basis der Studie durch nichts gedeckt ist, und hat nicht das frühe Ableben von Karrierefrauen zum Gegenstand, sondern die Behauptung: “Viele Topmanagerinnen stoßen an eine Panzerglasdecke. Geschlechterforscherin Christiane Funken hat das merkwürdige Sitzenbleiben erfolgreicher Frauen erforscht”.

Wir wollen unsere Leser hier auf zwei Dinge hinweisen: Die Mengenangabe “Viele” und die Tatsache, dass Christiane Funken vom BMFSFJ als Soziologe und nicht als Geschlechterforscher wie von der ZEIT verkauft wird.

Der Text in der ZEIT, der ein Interview ist, das man getrost als Treffen der Heulsusen bezeichnen kann, aber nicht als Gespräch unter Erwachsenen, hat seinen Höhepunkt in der folgenden Passage:

Christiane Funken erzählt: “Ich traf Bankerinnen, die irgendwann weinend vor mir saßen. Sie sagten: Wir arbeiten Tag und Nacht, wir sind exzellent in dem, was wir tun, wir liefern Großartiges für das Unternehmen, das wird auch anerkannt. Aber gleichzeitig werden die Männer an uns vorbeibefördert”.

Diese Aussage muss irritieren, denn in der Überschrift zum Interview war von Topmanagerinnen die Rede. Diese Topmanagerinnen, die 24/7 für ihr Unternehmen malochen, was die Frage aufwirft, wann sie sich weinend in die Arme von Christiane Funken geflüchtet haben, diese allzeit arbeitenden Topmanagerinnen, sie werden nicht befördert. Wohin? Sie sind doch bereits Topmanagerinnen – oder etwa nicht?

Wie dem auch sei, man fragt sich unwillkürlich: Wen hat Christiane Funken da eigentlich für die aus Steuergeldern finanzierte Studie “Managerinnen 50plus” befragt? Eine einfache Frage, so denkt man. Ein Grunddatum empirischer Sozialforschung, das dann, wenn es in studentischen Arbeiten fehlt, dazu führt, dass der entsprechende Student mit seiner Arbeit durchfällt. Und doch: Es ist nicht herauszufinden, wie viele Top- oder weniger Topmanagerinnen 50plus bzw. “um die fünfzig”, wie es in der Studie heißt, von Funken befragt wurden.

Agin Junk scienceDer einzige Hinweis, wie viele Managerinnen “um die 50″ befragt wurden, findet sich auf Seite 11 des Berichts zur Studie, auf der zu lesen ist, es seien auf “ca. 25 Managerinnen aus (mittel)großen Unternehmen unterschiedlicher Branchen in einer Alterspanne zwischen 45 und ca. 55 Jahren fokussierte Interviews” geführt worden. Das “ca.” ist mehr als irritierend: Weiß die Projektverantwortliche Christiane Funken nicht, mit wie vielen Managerinnen sie Interviews geführt hat? Man sollte meinen, die Grundrechenart der Addition ist auch Genderforscherinnen geläufig.

So kann man sich irren. Es waren “ca. 25″ Interviews, also 20 oder 19 oder “Tiefeninterviews mit etwa 30 Frauen in Deutschland”, wie es im ZEIT-Beitrag erläutern am Ende heißt. Also wurden gar keine “ca. 25 Managerinnen” befragt, sondern “etwa 30 Frauen in Deutschland”?

Wir haben in unserer Karriere schon viele schlechte Studien gesehen, Studien, die viel vorgeben und wenig halten, aber die Studie von Christiane Funken von der TU-Berlin, wo sie entweder Soziologe oder Genderforscher oder was auch immer ist, die schlägt alles: Nicht nur weiß Funken ganz offensichtlich nicht, ob sie “ca. 25 Managerinnen” oder “etwa 30 Frauen” befragt hat, es finden sich in der Studie auch keinerlei Hinweise darauf, wie die “etwa 30 Frauen” oder die “ca. 25 Managerinnen” gefunden wurden, nach welchen Kriterien die Auswahl der Befragten erfolgt ist, so dass man Schlimmes befürchten muss. Insbesondere weil es auf Seite 6 des von Steuerzahlern finanzierten Berichts heißt:

“Getragen von dem Wunsch nach beruflicher Veränderung und Neuausrichtung fanden sich in dieser Gruppe zwölf Managerinnen im Alter von 45 bis 60 Jahren zusammen. Aus der Diskussion und der Dynamik dieser Frauen [Welche Dynamik? Blumenvasen-Werfen aus Frust?] wurde rasch sichtbar, wie viel Potenzial in dieser gesellschaftlichen Gruppe schlummert. Diese zwölf Frauen waren stellvertretend für die Altersgruppe von Managerinnen zu sehen. Als Mitglied dieser Gruppe interessierte mich besonders, was diese Managerinnen „50plus“ antreibt, was ihre Werte und Motive sind, ihre Interessen und wie diese sich mit denen des Unternehmens in Einklang bringen ließen.”

Die 12 Managerinnen, von denen hier die Rede ist, haben sich im European Women’s Management Development International Network (EWMD)” zusammengefunden, wo sie vom BMFSFJ finanziert wurden, um die Studie “Managerinnen 50plus” durchzuführen.

Wie gut, dass das BMFSFJ dennoch weiß, an wen die Steuergelder überwiesen werden sollen.

Wie gut, dass das BMFSFJ dennoch weiß, an wen die Steuergelder überwiesen werden sollen.

Damit ist wohl eine neue Form der Entfremdung von Steuergeldern gemeint. Man trifft sich in einem Club, nennt sich “European Women’s Management Development International Network (EWMD)” ruft seinen Spezel im Ministerium für FSFJ an und lässt eine Studie vom Ministerium finanzieren, in der man selbst befragt wird. Von Steuerzahlern finanzierte Lobbyarbeit, die man als “Wissenschaft” verkaufen kann, wenn man einen entsprechend willigen vermeintlichen Wissenschaftler gleich durch das BMFSFJ miteinkaufen lässt. Und wie es scheint, ist Christiane Funken zumindest über ihre Anbindung an die TU-Berlin jemand, den man als Wissenschaftler verkaufen kann.

Nur: Christiane Funken ist kein Wissenschaftler, dazu fehlt ihr zu viel an methodischen Kenntnissen oder: Sie ist willentlicher Mitarbeiter beim Versuch, die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass in der Studie “Managerinnen 50plus” eine Selbstbefragung von Clubmitgliedern stattgefunden hat, die passender Weise vom BMFSFJ dafür bezahlt wurden, dass sie sich selbst befragen.

Dafür spricht die Tatsache, dass durch den ganzen Text der Studie versucht wird, die Zahl derer, die tatsächlich befragt wurden, zu verschleiern.

Die “ca. 25 Managerinnen”, die auf Seite 11 angegeben wurden, sind die einzige Angabe, die an Regeln wissenschaftlicher Lauterkeit zumindest grundsätzlich erinnert. Ansonsten ist die Rede von:

  • “Die meisten der von uns befragten, überaus erfolgreichen Managerinnen”…(9);
  • “Dies sind in der Regel Managerinnen um die Fünfzig …” (12);
  • “sämtliche, der von uns befragten Frauen…” (17);
  • “Die meisten, der von uns befragten Frauen haben es dennoch geschafft, die gläserne Decke zu durchbrechen” (30) [Eine erstaunlich Feststellung, die Funken im Interview mit der ZEIT vergessen zu haben scheint, denn dort ist von einer Panzerglasdecke die Rede, nicht nur von einer gläsernen Decke.]
  • “… bei den von uns befragten Frauen ….” (31);
  • “Die von uns befragten Frauen …”(53);
  • “… die von uns befragten Frauen …” (55)

Wieviele die “von uns befragten Frauen” tatsächlich sind, es ist nicht herauszufinden.

Zudem gibt es drei Typologien der von Funken befragten Frauen, für die es dann doch möglich ist, Zahlenangaben zu machen, Anteile nämlich:

  • “40 Prozent der Frauen führen einen erbitterten Kampf um Anerkennung” (13), 40%, das klingt wichtig und viel und weit besser als 10 “der von uns befragten Frauen”;
  • “30 Prozent der Frauen nehmen eine Haltung der ‘inneren Kündigung’ ein” (14), das wären dann 7 “der von uns befragten Frauen”;
  • Weitere 30 Prozent der Frauen planen einen Ausstieg in die Selbständigkeit …”(14), das wären dann abermals 7, “der von uns befragten Frauen”;

Eine ziemlich dünne Datenbasis, die Funken hier zu bieten hat, was sie nicht daran hindert weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen:

  • “Frauen um die Fünfzig in Führungspositionen sind sehr gut qualifiziert”, so schreibt sie und nicht etwa: die “ca. 25″ “von uns befragten Frauen in Führungspositionen”, die sich im “European Women’s Management Development International Network” zusammen geschlossen haben und vom Bundesministerium für FSFJ dafür bezahlt wurden, dass sie aus ihrem Leben erzählen.
  • “Weniger als die Hälfte der Frauen hat Kinder …” steht da und nicht etwa: ca. 12 der “ca. 25″ befragten Mitglieder des “European Women’s Management Development International Network”.
  • “Nur wenige weibliche Führungskräfte wurden in der zweiten Hälfte ihrer Karriere für den weiteren Aufstieg befördert” – Interessanter Weise fehlt hier die Bezugsgröße, was die Möglichkeit eröffnet dass 1 bis alle der ca. 25 befragten Mitglieder des oben genannten Networks befördert wurden.

Der Eindruck drängt sich auf, dass hier absichtlich die Auswahl und die Anzahl der befragten Managerinnen verheimlicht werden soll. Ein Eindruck, der leider auf Grundlage des Berichts der Studie, den Funken produziert hat, nicht entkräftet werden kann, weil er alle methodischen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens vermissen lässt.

The Snout in the Trough

The Snout in the Trough

Dass die fehlenden Standards auf fehlende methodische Kenntnisse zurückzuführen oder der Tatsache geschuldet sind, dass die Studie eine Auftragsstudie mit vorgegebenem Ergebnis war, wird an einer Reihe von Indizien deutlich. So ist im Interview mit der ZEIT von Tiefeninterviews die Rede, die mit “etwa 30 Frauen” durchgeführt worden sein sollen. Dagegen findet sich auf den Seiten 57 bis 58 des Berichts “Managerinnen 50plus” und unter der Überschrift “Methodisches Vorgehen” ein Leitfaden, der für “Gespräche” von 60 bis 90 Minuten Länge mit den “ca. 25 Managerinnen” von Seite 11 genutzt wurde. Die Gespräche wurden auf Tonband aufgezeichnet, anschließend transkribiert und “mit Hilfe des Auswertungsprogramms ATLAS.ti” ausgewertet, und zwar nach der Methode der Grounded Theory und der qualitativen Sozialforschung von Mayring.

Ja.

Nur finden sich im Text keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Grounded Theory verwendet wurde. Weder ein Hinweis auf axiales Koderien (den Kern der Grounded Theory), noch einer auf Ankerbeispiele oder Kodierregeln im Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse. Wie dem auch sei, wir wären gespannt, die “Codes-Primary Document-Table” aus ATLAS.ti für die Kombination aus Grounded Theory und qualitativer Inhaltsanalyse zu sehen und vor allem die Ergebnisse der Validitäts- und Reliabilitätstests, ist doch die qualitative Inhaltsanalyse von Mayring eine der wenigen qualitativen Methoden, die die Möglichkeit bietet, Validität und Reliabilität der vorgenommenen qualitativen Inhaltsanalyse zu prüfen, Die entsprechende Prüfung hat Funken ja bestimmt auf Grundlage der “ca. 25 Managerinnen” oder waren es “etwa 30 Frauen” und den Daten aus den Gesprächen, die vielleicht auch leifadengestützte Tiefeninterviews waren, durchgeführt.

Wäre es nicht so traurig und würde Junk wie diese Studie nicht auf Kosten von Steuerzahlern erstellt, man könnte wirklich herzlich über Managerinnen 50plus lachen und sie Studenten als Scherz einer Studie anempfehlen, an der überhaupt nichts ist, wie es sein soll, damit die Studie als wissenschaftlich durchgehen kann.

Es gibt übrigens fast kein Thema mehr, das so uninteressant ist, wie die Behauptung einer gläsernen Decke. Wer heute noch behauptet, es gebe eine gläserne Decke, der muss eine Problem mit der Wahrnehmung von Realität haben. Ungeachtet dessen, wollen wir das Schlusswort Christiane Funken überlassen: “Die deutsche Wirtschaft kann es sich gar nicht mehr leisten, die Erfahrung, Kompetenzen und das Fachwissen von Frauen zu ignorieren. Das wäre eine Katastrophe”.

Nachdem wir nunmehr eine Dokumentenanalyse des Berichts, den Funken verfasst hat, durchgeführt haben, müssen wir schließen, dass auf Grundlage einer Vollerhebung der 100% Verantwortlichen für diesen Berichts festgestellt werden muss, dass angesichts des erschreckenden Fehlens von Fachwissen, Erfahrung und Kompetenzen es sich die deutsche Wissenschaft gerade NICHT leisten kann, Frauen wie Funken NICHT zu ignorieren. Es wäre eine Katastrophe.

Keine Rechtsgrundlage: Es ist Schluss mit Sprachgenderisierung an Hochschulen

Genderismus ist eine Toleranz schmarotzende Ideologie, die vom Wohlwollen derer lebt, die ihr nicht anhängen. Deren Wohlwollen ausnutzend infiltrieren Genderisten das öffentliche Leben, um dort das zu besetzen, was Lann Hornscheidt mit Blick auf die eigene Position als “statushoch” bezeichnet. Statushoch müssen die besetzten Positionen deshalb sein, weil Genderisten der Ansicht sind, man könne dem deutschen Michel alles aufzwingen, so lange es in der Verpackung amtlicher Vorgaben daherkommt, selbst Rechtsbrüche und Aufrufe zu Straftaten störten den deutschen Michel nicht, solange sie im Amtsdeutsch und als Vorgabe “von oben” kämen.

So die Überzeugung der Genderisten.

Deshalb betreiben sie unverfroren Frauenförderung an Hochschulen. Deshalb zweckentfremden sie ohne Skrupel Mittel des Europäischen Sozialfonds, die eigentlich der Verbesserung der Situation von Arbeitslosen gewidment sind, und deshalb spielen sie sich in einer Weise auf, die anderen suggerieren soll, sie könnten Vorschriften machen bzw. erlassen.

Möglich ist dies, wie gesagt, weil Genderisten die Toleranz und das wohlwollende Desinteresse der meisten z.B. an Hochschulen Beschäftigten ausnutzen. Und ehe sich die Toleranten versehen, sitzen Gleichstellungsbeauftragte ohne weitere Qualifikation in Berufungskommissionen, müssen Ausschreibungen einem neuen ideologischen Duktus angepasst werden, wird frech behauptet, es gäbe gar Rechtsvorschriften, die vorschreiben würden, dass Studenten ihre Ausarbeitungen gendern.

Und dass die Genderisten mit ihrer Indoktrination Erfolg haben, dass sie ihre vollkommen intolerante Ideologie denen, die sie mit wohlwollender Ignoranz haben gewähren lassen, nunmehr vorschreiben und ohne jede Toleranz für abweichende Meinungen versuchen, ihre Ideologie durchzusetzen, das hat einen einfachen Grund: Die meisten anscheinend wohlwollend Ignoranten verfügen einfach nicht über genügend Zivilcourage, um sich gegen die Gender-Ideologen zur Wehr zu setzen, der Genderista Grenzen zu setzen.

So wäre das Professorinnenprogramm vermutlich schnell am Ende, wenn männliche Bewerber, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu Berufungsvorlesungen eingeladen wurden, um dann als Bewerber abgelehnt zu werden, weil die ausgeschriebene Stelle nur mit weiblichen Bewerbern besetzt werden darf, gegen dieses Programm vor einem Verwaltungsgericht klagen würden. Sie tun es bislang nicht und das Professorinnenprogramm läuft weiter.

Doch nicht allen fehlt die Zivilcourage, die notwendig zu sein scheint, um gegen Genderista Stellung zu beziehen.

Sebastian Zidek, der an der TU-Berlin “Verkehrswesen” studiert und in diesem Zusammenhang die Pflichtveranstaltung “Einführung in das Verkehrswesen” besucht, fehlt keine Zivilcourage. Da wir im Zeitalter der Role Models leben: Sebastian Zidek ist ein Role Model.

Er hat sich vor rund eineinhalb Monaten erstmals an uns gewendet, und zwar mit einer Frage: “Ist es zulässig”, so hat er uns gefragt, “dass ein Punktabzug vorgenommen wird, wenn eine Hausarbeit nicht gegendert ist”, wenn sie also keine *_Innen enthält?

Tu BerlinDas Beispiel aus Berlin, von der TU, macht nicht nur deutlich, wie Genderista Hochschulen infiltriert haben und nun versuchen, ihre Ideologie als vermeintliche Rechtspflicht getarnt durchzusetzen, es macht auch deutlich, dass man mit Zivilcourage den Genderspuk beenden kann.

Irritiert war der Student des Verkehrswesens Sebastian Zidek u.a. über die folgende Passage aus den Richtlinien des Seminars “Einführung in das Verkehrswesen”:

“Auch die korrekte Verwendung von männlichen und weiblichen Ausdrucksformen und somit einer gendersensiblen Sprache wird in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet. Allgemein bedeutet Gender Mainstreaming „bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.” BMFSFJ 2012″

So einfach geht Infiltration und Indoktrination bei den Genderista: Haben Sie sich erst einmal in Positionen an Hochschulen eingeschlichen, dann beginnen sie dort ihr ideologisches Vernichtungswerk und behaupten frech und unter infamem Verweis auf ein Bundesministerium, es sei Pflicht, gegendert zu schreiben – ganz so, als hinge die Qualität von Argumentationen am Gendern der Sprache, als habe es auch nur im Entferntesten etwas mit Wissenschaft zu tun, ob ein Innen, ein X oder ein *_ die schriftliche Ausarbeitung unlesbar macht [Zwischenzeitlich ist es wohl schon so, dass man Texte minderer Qualität und Texte, die Wissenschaftlichkeit nur vorheucheln, leicht erkennen kann, an der Verwendung gegenderter Sprache.]

Entsprechend haben wir Herr Zidek geraten, sich an seinen Dozenten und die Rechtsabteilung zu wenden, da gegenderte Sprache weder mit den Methoden wissenschaftlichen Arbeitens noch mit der Idee von Wissenschaft vereinbar ist.

Herr Zidek hat getan, was wir ihm geraten haben.

Und er hat Antworten erhalten – von seiner Tutorin [Name liegt der Redaktion vor] kam die folgende unglaubliche Stellungnahme:

“Bei der gendersensiblen Sprache handelt es sich nicht um eine Empfehlung, sondern um Vorgaben seitens der TU Berlin. [1] Diese führen im Gegensatz zum Plagiat zwar nicht zu einer rechtlichen Verfolgung, falls du das meinst, müssen aber dennoch angemessen berücksichtigt werden, da es sonst zu Punktabzug kommt. [2] Dies hat einfach damit zu tun, dass sich die Gleichstellung von Frau und Mann [wer sind die zwei?] inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen hat. Und dafür gibt es tatsächlich (im weiteren Sinne) auch rechtliche Vorgaben in verschiedenen Bereichen [3]. Allerdings bisweilen ohne Konsequenzen, weil natürlich niemandem irgendwelche rechtlichen Folgen drohen, wenn er diese Vorgaben missachtet. Wir sind aber dazu angehalten euch diese gendersensible Sprache nahe zu bringen.[4]

Ein Text voller falscher Behauptungen: Falsch ist die Behauptung, dass es seitens der TU-Berlin eine eindeutige Vorgabe dazu gebe, wissenschaftliche Texte durch Sprachgenderisierung zu entstellen [1]. Falsch ist zudem, dass es eine Rechtsgrundlage oder auch nur eine Handhabe dafür gebe, Zuwiderhandlung gegen diese angebliche Vorgabe mit Punktabzug zu bestrafen. [2] Falsch ist darüber hinaus, dass es einen gesellschaftlichen Konsens zur Gleichstellung von “Frau und Mann” [wer die beiden sind, ist immer noch unbekannt, vielleicht: Adam und Eva?] gebe, geschweige denn, dass in wissenschaftlichen Arbeiten Gleichstellung betrieben werden soll – das kann man nicht anders als als infame Behauptung bezeichnen. [3] Richtig ist wahrscheinlich, dass die Dozenten in einem aus ihrer Sicht höheren Auftrag unterwegs sind oder von wem auch immer darauf angesetzt wurden, Studenten “gendersensible Sprache nahe zu bringen”. Entsprechend muss man feststellen, dass sie sich zu Handlangern von Ideologen gemacht haben und somit an einer Hochschule fehl am Platze sind. [4]

Und weil das alles noch nicht reicht, kommt die Drohung gleich hinterher:

“Du kannst das Ganze natürlich ignorieren, wenn der eine Punkt am Ende aber über den Sprung zur 1.7 entscheidet, wirst du dich ärgern, denn da hilft dann auch alles diskutieren nichts.”

WiderstandZur Erinnerung: Das schreibt eine Dozentin der TU-Berlin. Wir können entsprechend nur nochmals feststellen, dass die Dozentin an der TU-Berlin insofern fehl am Platze ist, als es sich bei der TU-Berlin um eine Hochschule handelt, eine Stätte, an der wissenschaftlich gearbeitet werden soll und an der wissenschaftliche Erkenntnisse an Studenten vermittelt werden sollen. Das jedenfalls werden die meisten Steuerzahler glauben, die die TU-Berlin nach wie vor finanzieren. Die TU Berlin ist keine Stätte der Indoktrination oder des ideologischen Zwangs. Insofern hat sich die Dozentin im Ort geirrt. Sie wäre im Gunda-Werner-Institut der HB-Stiftung besser aufgehoben.

Die frechen und falschen Behauptungen, mit denen Studenten des Studiengangs “Verkehrswesen” an der TU-Berlin, die die Pflichtvorlesung “Einführung in das Verkerhswesen” [!sic] besuchen, gezwungen werden sollen, einen Kniefall vor der Genderideologie zu machen, sind ein gutes Beispiel dafür, wie Genderista rechtsfreie Räume auszunutzen versuchen und dabei auf die normative Kraft des Faktischen vertrauen, denn: Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter.

Nur: Sie haben in diesem Fall die Rechnung ohne Sebastian Zidek gemacht.

Er hat sich an die Rechtsabteilung der TU-Berlin gewendet und von dort die folgende Auskunft erhalten:

  • Es gibt keine Vorgabe der TU-Berlin, nach der “gendergerechte Sprache” verwendet werden muss [Im Begriff “gendergerecht” kommt der Kniefall vor Ideologen auch schon zum Ausdruck, und man sieht, wie sich die Gendersprache bereits in das universitäre Leben eingeschlichen hat. Die Behauptung, Männer und Frauen seinen grundverschieden, weshalb man ihrer Unvereinbarkeit durch entsprechende Sprachregelungen gerecht werden müsse, ist ebenso falsch, wie der Gebrauch des Begriffes “gerecht”, denn Gerechtigkeit ist ein relationales auf individueller Ebene zu messendes Maß, das sich auf Handlungen und Handlungsergebnisse bezieht, aber nicht auf Ergebnisgleichheit. Zudem ist es falsch, die Menge der Männer und Frauen auf “Mann und Frau” zu verkürzen. Die Unterschiede innerhalb der Gruppen der Männer und Frauen sind bekanntlich größer als die Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Von “Mann und Frau” zu reden ist daher schlicht und ergreifend Sexismus.]
  • Weiter aus der Stellungnahme der Rechtsabteilung: “Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissenschaftilchen Arbeit sind jedoch Inhalte/Aussagen … Das von Ihnen angesprochene Vorgehen, wegen fehlenden Genderns Punkteabzug zu erteilen, ist jedoch unüblich.”
  • “Mit den Modulverantwortlichen wird diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen.”

Damit ist ein für alle Mal klar:

Gegenderte Sprache ist an Hochschulen nicht üblich.

Es gibt keine entsprechenden Vorgaben und keine entsprechende Pflicht!

Punkteabzug bei nicht gegenderter Sprache ist unzulässig.

Hochschulen sind Orte der Wissenschaft, keine Orte der Ideologie und Indoktrination. Ein Punktabzug, weil die von Studenten verwendete Sprache den Gepflogenheit folgt, die im Duden festgelegt sind, weil Studenten keine gegenderte Sprache benutzen, ist unzulässig. An der TU-Berlin gibt es somit einen Präzendesfall, der Sebastian Zidek zu verdanken ist und von dem zu hoffen ist, dass er bundesweit Schule macht, denn es ist Zeit, dem Genderspuk ein Ende zu bereiten und die Genderista von deutschen Hochschulen zu entfernen.

Welche Konsequenzen die Dozentin von Sebastian Zidek zu tragen hat, die behauptet hat, es gebe eine Vorgabe der TU-Berlin, die das Gendern von Texten obligatorisch mache, die zudem behauptet hat, die selbe Vorgabe legitimiere Punktabzug, wenn nicht gegendert werde, bleibt abzuwarten. Eine Abmahnung oder ein Disziplinarverfahren wären eigentlich angebracht.

PetitionslogoWelche Konsequenzen den für die Richtlinien des Seminars zur Einführung in das Verkehrswesen Verantwortlichen drohen, die frech behaupten und mit einem Verweis auf das BMFSFJ zu belegen versuchen, dass eine gendersensible Sprache in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet wird, ist ebenfalls noch eine offene Frage.

Offen ist auch die Frage, was die Frage “Wie lautet die Definition von ‘Gender’ nach Kaschuba/Lächle?” in einer Klausur im Fachbereich “Verkehrswesen” zu suchen hat. Sebastian Zidek ist gerade dabei, die entsprechende Frage notfalls vor dem Verwaltungsgericht zu klären.

Zustände, wie der aus dem Fachbereich “Verkehrswesen” berichtete, sind nicht auf die TU-Berlin beschränkt. Wir wissen von einer Dozentin an der Universität Hamburg, die nicht-gegenderte Texte mit Punktabzug bestraft. Und weil dem so ist, ist es so wichtig, dass Studenten, die einer entsprechenden Gender-Willkür ausgesetzt sind, nun auf die Vorarbeit von Sebastin Zidek bauen und sich wehren können. Was die Vorarbeit von Sebastin Zidek Studenten landauf und landab nicht abnehmen kann ist jedoch, Rückgrat zu entwickeln und sich gegen die Genderista, die dabei sind, die deutsche Wissenschaft nicht nur international lächerlich zu machen, sondern von Grund auf zu zerstören, zur Wehr zu setzen.

Wer sich mit der Aufforderung, seine wissenschaftlichen Texte zu gendern, konfrontiert sieht und Näheres zum Vorgehen von Sebastian Zidek wissen will, der kann sich gerne an uns wenden. Wir nehmen an Sebastian Zidek gerichtete Fanpost entgegen.

Linke Bildungspolitik schadet Jungen – noch ein Beleg

Zurück ins Jahr 2002.

Damals haben wir in einem Beitrag für die Zeitschrift für Pädagogik gezeigt, dass Jungen im deutschen Bildungssystem gegenüber Mädchen erhebliche Nachteile haben.

Zunächst wurde das Ergebnis mit allerlei hanebüchenen Behauptungen abgetan.

three apesDann, als klar war, dass man an der Tatsache, dass Jungen im deutschen Bildungssystem Nachteile haben und dass diese Nachteile umso größer sind, je geringer der Anteil männlicher Grundschullehrer ist, nicht rütteln kann, hat sich die Strategie geändert: Nicht mehr das Ergebnis (und die Autoren) wurde(n) bekämpft – jetzt wurde die Schulfrage gestellt: Sind Lehrerinnen an der Misere von Jungen in Schulen schuld oder die Jungen selbst?

In der ganzen Diskussion hat all diejenigen, die sich so heftig ins Zeug gelegt haben, zweierlei nicht interessiert: Die Frage, warum Jungen Nachteile im Bildungssystem haben und überhaupt das Schicksal von tausenden von Jungen. Seit 2002 sind jährlich rund 50.000 Jungen im Vergleich zu Mädchen mit zum Teil deutlich schlechteren Lebenschancen aus ihrer Schulausbildung entlassen worden.

Man kann nicht anders als sich verwundert die Augen darüber reiben, dass die ideologischen Bedürfnisse derer, die unbedingt die Schuldfrage klären müssen, über die Lebenschancen von mittlerweile rund 700.000 Jungen gestellt werden.  Allein dies ist ein hinreichender Indikator für ein jungenfeindliches Klima. Und jährlich nimmt die Anzahl der männlichen Kollateralschäden einer absurden Schulddebatte zu.

Es stört offensichtlich niemaden der so heftig die Schuldfrage Thematisierenden. Vielleicht streiten sie ja nicht für ein chancengleiches Leben von Jungen im Diesseits, sondern dafür, dass im Jenseist klar ist, wer schuld war.

Dieselbe absurde Diskussion haben wir anlässlich unseres Beitrags: Je linker die Landesregierung, desto schlechter schneiden Jungen im Bildungssystem ab, erlebt. Anscheinend gibt es eine Gilde ideologischer Saubermänner, denen es vor allem darum geht, Ergebnisse, die ihnen nicht in den ideologischen Kram passen, zu bekämpfen. Dass damit auch die Möglichkeit beseitigt wird, die Ursachen der schulischen Nachteile von Jungen zu erforschen und zu beseitigen, ist den ideologischen Saubermännern ganz offensichtlich egal – schließlich sind es ja nicht sie, die unter den derzeitigen Zuständen zu leiden haben.

Dabei sind die Belege, die wir zwischenzeitlich angehäuft haben und die zeigen, dass es einen stabilen Zusammenhang zwischen linken Landesregierungen und Nachteilen von Jungen gibt, dass die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen mit der Linkslastigkeit der Landesregierung steigen, dass es entsprechend naheliegt festzustellen, dass linke Bildungspolitik Jungen schadet, erheblich.

  • Wir haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der LInkslastigkeit von Landesregierungen und dem schulischen Abschneiden von Jungen gibt: Je linker die Landesregierung, desto schlechter schneiden Jungen im Vergleich zu Mädchen im Bildungssystem ab.

Einige Kommentatoren haben sich an der Art und Weise gestört, in der wir den Index der Linkslastigkeit der Landesregierung gebildet haben. Also haben wir vier alternative Indices berechnet und dabei die Anregungen derer, die sich an unserer ursprünglichen Index-Konstruktion gestört haben, aufgenommen.

  • Die neuerliche Berechnung hat den Zusammenhang bestätigt, und zwar für alle berechneten Indices. Zudem haben wir durch die Umstellung vom eher rustikalen Excel auf das elaborierte SPSS (Version 22), also ein Statistisches Paket aus dem Hause IBM, die Ergebnisse verfeinert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Nachteile von Jungen im Wesentlichen im Hinblick auf die (Fach-)Hochschulreife bestehen, sich vor allem aus der Bevorzugung von Mädchen ergeben.

Das hat bislang die Kritiker an der Konstruktion unseres Index verstummen lassen. Bislang hat sich keiner mehr gemeldet, um einen neuerlichen Einwand vorzubringen oder sich dafür zu bedanken, dass sein Einwand von uns berücksichtigt wurde, obwohl wir schon vorher wussten, dass er belanglos sein würde.

Nun gibt es noch einige Kritiker, die darauf hingewiesen haben, dass in enem Schulabschluss ein Prozess zum Ende kommt, der sich über 12 bzw. 13 Jahre erstreckt, und es deshalb notwendig sei, die gesamte Schulzeit von Schülern im Hinblick auf die Linkslastigkeit der Landesregierungen zu betrachten. Auch diesen Einwand haben wir berücksichtigt.

  • facts2In der neuesten Berechnung haben wir alle Landesregierungen berücksichtigt, die über die Schulzeit derer, die 2013 einen Schulabschluss erreicht haben, Bildungspolitik im entsprechenden Bundesland betrieben haben.
  • Wir haben dies in zweierlei Hinsicht getan: Einmal in einem Index, der die Linkslastigkeit der Regierungen über den gesamten Zeitraum misst. Einmal in einem Index, der die Dauer der Beteiligung linker Parteien an der Regierung über die Dauer der Schulzeit derer, die 2013 die Schule verlassen haben, misst.
  • Die Ergebnisse bestätigen, was sich nunmehr in mehreren verschiedenen Berechungen konstant als Ergebnis gezeigt hat:
    • Für die Intensität der Linkslastigkeit der Landesregierung über die 12 bzw. 13 Jahre der Schulkarriere ergeben sich die folgenden Korrelationskoeffizienten (Pearsons R):
      • mit den Nachteilen von Jungen bei der (Fach-)Hochschulreife: .430
      • mit den Nachteilen von Jungen bei denen, die ohne Schulabschluss bleiben: .090
      • mit den beiden Nachteilen addiert: .326
    • Für die Dauer der Regierungsbeteiligung von linken Parteien ergeben sich die folgenden Korrelationen (Pearsons R):
      • mit den Nachteilen von Jungen bei der (Fach-)Hochschulreife: .386
      • mit den Nachteilen von Jungen bei denen, die ohne Schulabschluss bleiben: .090
      • mit den beiden Nachteilen addiert: .326

Damit steht fest, dass linke Landesregierungen einen negativen Zusammenhang mit den schulischen Leistungen von Jungen aufweisen:

  • Je linker die Landesregierung, desto weiter bleiben Jungen im Bildungssystem hinter Mädchen zurück, desto größer sind die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen;
  • Je  stärker linke Parteien über die Dauer der Schulkarriere von 13 Jahren an der Landesregierung beteiligt waren, desto weiter bleiben Jungen im Bildungssystem hinter Mädchen zurück, desto größer sind die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen;
  • Je länger Linke Parteien in einem Bundesland und über die 13 Jahre der schulischen Karriere an der Regierung beteiligt waren, desto weiter bleiben Jungen hinter Mädchen zurück, desto größer sind die Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen.

An diesen Ergebnissen gibt es nichts zu deuteln. 

Nun gibt es natürlich eine Reihe von Ideologen, denen der von uns gezeigt Zusammenhang nicht gefallen wird. Es ist nun an diesen Ideologen die Korrelation zu erklären.

Denn: Es steht fest, dass linke Landesregierungen oder die Beteiligung von linken Parteien an der Landesregierung die Nachteile, die Jungen im Bildungssystem gegenüber Mädchen haben, erhöhen.

Es steht auf Grundlage einer Reihe von Untersuchungen wie den Hamburger LAU-Studien, den Berliner Element-Studien oder den Arbeiten von Dr. habil. Heike Diefenbach u.a. mit den PISA-Daten (2007) fest, dass Jungen mehr leisten müssen, um dieselben Noten oder dieselbe Grundschulempfehlung zu erhalten wie Mädchen.

Es gibt seit 2002 einen Beleg für den Zusammenhang zwischen dem Anteil weiblicher Grundschullehrer und den Nachteilen von Jungen in der Schule: Je höher der Anteil von Grundschullehrerinnen, desto schlechter schneiden Jungen in der Schule ab.

factsDies alles verweist darauf, dass es institutionelle Variablen sind, die dafür verantwortlich sind, dass Jungen Nachteile im deutschen Bildungssystem haben. Die Erklärung über institutionelle Diskriminierung ist auch einleuchtend, denn es macht mehr Sinn anzunehmen, dass in den Kultusministerien der Länder eine Politik der Mädchenbevorzugung verfolgt wird, die zu Lasten von Jungen geht als es Sinn macht anzunehmen, die 700.000 Jungen, die seit 2002 Ausdruck der Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen sind, hätten allesamt dieselbe Faulheit in ihren unterschiedlichen Schulen an den Tag gelegt, was dazu geführt hat, dass sie einheitliche schlechtere Noten als Mädchen und schlechtere Abschlüsse als Mädchen erhalten haben. Eine solche Annahme ist absurd.

Linke Parteien haben sich die Mädchen- und Frauenförderung auf die Fahnen geschrieben.

Wenn linke Parteien in Regierungsverantwortung stehen, dann werden sie entsprechende Politiken umsetzen, so wie dies z.B. mit dem Bildungsplan in Baden-Württemberg der Fall ist. Schließlich wollen sie ja für diese Politiken gewählt werden (auch wenn es eine andere Frage ist, ob sie für diese Politiken auch gewählt werden).

Entsprechend liegt es nahe, die von uns gefundenen Ergebnisse als Ausdruck dafür zu werten, dass linke Parteien in ihrem Bemühen, Mädchen in Schulen zu fördern, erfolgreich gewesen sind. Dass dabei Jungen geschädigt wurden, liegt in der Natur der Sache, denn man kann nicht die eine Gruppe fördern, ohne dass die andere Gruppe Nachteile durch Nichtförderung haben wird.

Das ist unsere Erklärung für die Korrelation, die wir nun wiederholt in den Daten gefunden haben. Sie mündet in die Feststellung, dass linke Parteien genau das tun, was sie in ihren Programmen verkünden, nämlich Frauen- und Mädchen zu fördern. Die entsprechenden Politiken führen im Bildungsbereich dazu, dass Jungen benachteiligt werden, dass sie deutlich hinter Mädchen zurückbleiben. Jungen sind – wie wir schon einmal festgestellt haben – die Crash Test Dummies linker Bildungspolitik. Ihre Lebenschancen werden geopfert, damit die linken Bildungsideologen sich gut fühlen und behaupten können, sie hätten Gutes getan.

Wer uns kritisieren will, der wird (1) die von uns wieder und wieder gefundene Korrelation anders erklären müssen als wir das getan haben und der wird (2) vor allem einen Beleg dafür bringen müssen, dass linke Bildungspolitik, die Mädchenförderung zum Ziel hat, weitgehend wirkungslos bleibt und (3) in jedem Fall keinen Effekte auf Jungen hat. 

Denn wie Dr. habil. Heike Diefenbach in einem Kommentar angemerkt hat, geht die Korrelation davon, dass man unsere Erklärung angreift, nicht weg. Sie ist da. Sie ist ein Faktum!

©ScienceFiles, 2015

Diefenbach, Heike (2007). Die schulische Bildung von Jungen und jungen Männern in Deustchland. In: Hollstein, Walter & Matzner, Michael (Hrsg.). Soziale Arbeit mit Jungen und Männern. München: Reinhardt, S.101-115.