Exportweltmeister auch für Dummheit?

Die Sozialistische Republik Vietnam ist wie China ein Land im Aufwind. Die Kommunistische Partei von Vietnam, die 458 der 500 Sitze in der Nationalversammlung innehat, hat sich von sozialistischer Planwirtschaft verabschiedet und durch Privatisierung sowie die Öffnung vietnamesischer Märkte einen Aufschwung zuwege gebracht, der sich in einer Wachstumsrate von 5,5% (2014) niederschlägt (zum Vergleich: die deutsche Wirtschaft wuchs mit durchschnittlich 1,3% im Jahre 2014). Vietnam zählt aufgrund des geringen Lohnniveaus zu den Faktor getriebenen Ländern (billige Produktionsmöglichkeiten), 17,9% der Vietnamesen sind in der Landwirtschaft, 38,1% in der Industrie und 44% in der staatlichen Verwaltung beschäftigt.

VietnamVietnam hat in den letzten Jahren die Armut verringert. Die Armutsrate liegt bei 10,1%. Die Lebenserwartung der Vietnamesen beträgt rund 74 Jahre. Nahezu alle Vietnamesen verfügen über eine Schulausbildung. Rund 50% haben eine Schulausbildung von 6 Jahren hinter sich (Grundschule), 33% gehen 10 Jahre zur Schule (Haupt- und Realschule) und 17% mehr als 10 Jahre (Abitur). Die Sparguthaben im Land belaufen sich auf 29,4% des Bruttosozialprodukts (in Deutschland sind es 23,9%). Vietnam erwirtschaftet einen Außenhandelsüberschuss von 10,5 Milliarden US-Dollar (2013) und rangiert im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit als Unternehmensstandort auf Platz 68 von 144 im Rahmen des Global Competitiveness Reports untersuchten Ländern.

Probleme gibt es in Vietnam vornehmlich mit infektiösen Erkrankungen wie Diarrhoe, Typhus oder Hepatitis, also Krankheiten, die auf unzureichende sanitäre Anlagen zurückzuführen sind sowie mit Malaria und Dengue Fieber.

Wer also unbedingt Entwicklungshilfe in Vietnam leisten will, wem es darum geht, den Menschen vor Ort zu helfen, dem bietet sich im Hinblick auf die genannten Infektionskrankheiten eine entsprechende Möglichkeit.

Nun könnte man die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe in Vietnam generell diskutieren, denn das Land zählt mit Sicherheit nicht zu den Armenhäusern der Erde, aber das wollen wir gar nicht tun, obwohl die GIZ, also die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Vietnam eine Vielzahl von Programmen betreibt, darunter

  • Schaffung “nachhaltiger Infrastruktur”,
  • Beratung zur sozialen Sicherung,
  • soziale Integration von Menschen mit Behinderungen,
  • Förderung der Zivilgesellschaft,
  • Unterstützung des Ausbaus der Windkraft,
  • National angemessene Maßnahmen zur Emissionsminderung,
  • Ausbau erneuerbarer Energien,
  • Umwelt- und klimagerechte Stadtentwicklung,
  • Schutz und nachhaltige Nutzung von Biodiversität und Ökosystemleistungen der Wälder,
  • Hochwasserschutz und Entwässerung mittelgroßer Küstenstädte zur Anpassung an den Klimawandel,
  • Anpassung an den Klimawandel durch Förderung der Biodiversität,

Deutschlands wirtschaftliche Zukunft, wenn man die Entwicklungshilfe zum Maßstab nimmt, scheint bei Windkraft und erneuerbaren Energien gesehen zu werden, oder die entsprechenden heimische Märkte sind einfach nicht mehr ausreichend für das vorhandene Angebot …

Die vorhandenen Projekte sollen durch ein weiteres Projekt ergänzt werden, das die Bedeutung und Geltung deutscher Errungenschaften, Leistungen und Intelligenz auch den Menschen in Vietnam vor Augen führt, vor allem den lokalen Regierungen der im Mekong-Delta sich befindenen Provinzen.

Ziel des Projekts ist es, den Vietnamesen die Kunst des integrierten Küstenmanagements nahe zu bringen, und wie dieses erfolgen soll, kann man der folgenden Ausschreibung der GIZ entnehmen:

GIZ„Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Mit der Entsendung von qualifizierten Fachkräften als Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer leistet die GIZ einen Beitrag zur dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.”

Die “Lebensbedingungen der Menschen vor Ort” sollen durch integriertes Küstenmanagement verbessert werden.

Wie genau?

So:

“Frauen sind von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen, etwa durch Überflutungen und andere Extremwetterereignisse; zugleich spielen Frauen eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Daher ist es notwendig, gender-sensitive Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Ihre Aufgaben: Als Entwicklungshelfer/in unterstützen Sie die Regierung der Küstenprovinz Ca Mau sowie die Regierungen weiterer vier Provinzen darin, die Themen Gender und Klimawandel stärker miteinander zu verzahnen. Ziel ist es, dass Frauen im Mekong-Delta weniger vom Klimawandel betroffen sind.

sad_clownWer vorhatte in der Provinz Ca Mau Urlaub zu machen, sollte es besser lassen, denn die Menschen vor Ort sind mit hoher Wahrscheinlichkeit der Ansicht, dass Deutsche nicht mehr alle Tassen im Schrank haben – jedenfalls dann, wenn die Menschen in der Provinz Ca Mau wie die meisten Menschen dieser Erde zur Bildung von Stereotypen neigen.

Da kommen doch tatsächlich welche nach Ca Mau und in das Mekong-Delta und erzählen, dass immer dann, wenn es einen Taifun, Hochwasser oder Überschwemmungen gibt, sich die Fluten dann, wenn sie auf einen Mann treffen, teilen, den Mann unversehrt lassen und sich statt dessen auf Frauen stürzen, um diese zu ertränken. Über diese Geschichte lacht vermutlich halb Vietnam, und die Kommunistische Partei nimmt diese Geschichte im irrigen Glauben, Deutschland sei eine Marktwirtschaft, vermutlich zum Anlass, die geistige Überlegenheit des kommunistischen Systems und seiner Menschen zu loben.

Deutschland hat einen neuen Exportschlager: Genderismus. Exportiert werden Personen, die auf der Normalverteilung der Intelligenz links zu finden sind. Ziel des Exports ist es, die Welt über Deutsche lachen zu lassen. Vermutlich ist das Teil einer Charme-Offensive, die das Bild des deutschen Spießers mit dem Bild des deutschen, gutmütigen Narren ersetzen soll.

Die Daten zu Vietnam stammen aus dem CIA World Factbook, vom General Statistics Office of Viet Nam, von der Weltbank und aus dem Global Competitiveness Report für die Jahre 2014/2015

Staatsrechtslehrer spricht von “Sprachmüll des Feminismus”

Ute Sacksofsky verdanken wir einen Hinweis auf Josef Isensee.

Josef Isensee ist nicht irgendwer. Isensee ist ein Schwergewicht unter den Staatsrechtlern und Staatsphilosophen, einer der großen alten Männer der Juristerei. Gemeinsam mit Paul Kirchhoff gibt Isensee das Handbuch des Staats Rechts heraus und tut sich ansonsten u.a. im Bereich der Demokratieforschung um – wildert also im politikwissenschaftlichen Gebüsch.

Isensee ist einer derjenigen, den man auf Fachkongressen gerne als Redner begrüßt.

So hat er – wie Ute Sacksofsky schreibt – “auf einer (einige Jahre zurückliegenden) Staatsrechtslehrertagung” Folgendes gesagt:

“Das Wort ‘Bürgerversammlung’ hat zum Glück bei keinem der Referenten den Reflex ausgelöst, von ‘Bürgerinnen und Bürgern’ zu reden, also eine Ausgrenzung zu dementieren, die kein ernsthafter Mensch versucht, Sprachmüll des Feminismus zu produzieren und unser Recht auf Zeit zu verbrauchen.”

Zwar besetzt Ute Sacksofsky einen Lehrstuhl, aber sie ist kein Wissenschaftler, was im konkreten Fall bedeutet, dass das direkte Zitat, das wir in ihrem Text gefunden haben, ohne Beleg geblieben ist.

Juwel der RechtswissenschaftWir haben die Quelle recherchiert. Die Stelle findet sich im von Detlef Merten, Walter Borka und Otto Depenheuer herausgegebenen Buch: “Bürgerverantwortung im demokratischen Verfassungsstaat” und dort auf den Seiten 139-140. Das Buch fasst Berichte und Diskussionen der Tagung der Vereinigung deutscher Staatsrechtslehrer zusammen, die vom 4. bis 7. Oktober 1995 in Wien stattgefunden hat.

Die Aussage von Isensee ist demnach schon etwas älter und datiert auf die Zeit vor seiner Emeritierung. Sie ist dennoch ein Juwel der institutionalisierten Wissenschaft, zeigt sie doch, dass selbst Professoren, die noch nicht emeritiert sind, den Mund aufmachen können. Eine Beobachtung, die denjenigen, die derzeit dem genderistischen Treiben mit der deutschen Hochschullehrern eigenen Mischung aus Arroganz und Angst wortlos zusehen, vielleicht etwas sagt.

Vielleicht auch nicht.

Wahrscheinlich nicht.

Wie dem auch sei, Isensee macht in seiner Äußerung einen weiteren wichtigen Punkt: Wir alle haben ein Recht auf Zeit, und entsprechend haben wir alle das Recht, uns Übergriffe auf dieses Recht auf Zeit zu verbieten, Übergriffe wie sie durch den “feministischen Sprachmüll” entstehen.

Wer also noch Rückgrat im Hemd und einen Hintern in der Hose hat, der steht beim nächsten Vortrag, bei dem ein Redner anfängt von _Innen oder Xen oder *chen zu sprechen, auf und verlässt den Saal … um sein Recht auf Zeit zu verteidigen und sich nicht von einem Vortrag Zeit stehlen zu lassen, der nach aller Wahrscheinlichkeit sowieso keinen relevanten Inhalt umfasst, denn hätte er einen relevanten Inhalt, der Redner hätte keine Zeit und keine Motivation, den relevanten Inhalt in feministischem Sprachmüll zu verschütten.

Oh Gott: Genderisten sind schlimmer als Kreationisten

Wir haben schon länger den Verdacht, dass unsere Fragen an Genderisten, also die Besetzer von Genderlehrstühlen an Hochschulen, Fragen, die sich nach den wissenschaftlichen Grundlagen der Tätigkeit der entsprechenden Besetzer erkundigen, deshalb unbeantwortet bleiben, weil die Genderisten gar keine Idee haben, was wir von ihnen wollen, weil sie gar keine Idee davon haben, was Wissenschaft ist.

Sie sind offenkundig der Meinung, Wissenschaft sei das, was an Hochschulen gemacht werde, und egal, was an Hochschulen gemacht werde, es sei Wissenschaft.

Ja.

Logik der ForschungDass Genderisten nicht die geringste Ahnung davon haben, was Wissenschaft ist, dass Wissenschaft eine Methode ist, eine Erkenntnismethode, die darauf zielt, Erkenntnisfortschritt als kumulativen Prozess zu sichern, und zwar durch kontinuierliche Versuche, vorhandenes Wissen an der Empirie scheitern zu lassen, entsprechend der Ergebnissse empirischer Prüfungen vorhandene Theorien zu modifizieren und dass das A und O wissenschaftlicher Methode und Tätigkeit deshalb die Nachprüfbarkeit der eigenen Ergebnisse und die Nachvollziehbarkeit der Wege, auf denen man zu den Ergebnissen gekommen ist, sind, das alles ist Genderisten vollkommen unbekannt – oder, falls bekannt: egal.

Sie sind nämlich keine Wissenschaftler, sondern Gläubige, die sich an Hochschulen eingenistet haben, weil man von Hochschulen aus, wie sie glauben, das eigene heilige Wort mit mehr Nachdruck verbreiten kann als von der Kanzel der Kirche nebenan.

Ein hervorragender Beleg dafür, dass Genderisten keine Ahnung haben, was Wissenschaft, wissenschaftliche Methode und der Erkenntnisprozess sind, hat uns ein intimer Kenner der institutionalisierten Wissenschaftswirklichkeit zukommen lassen – für Tage, an denen der Kreislauf “down ist”, wie er schreibt.

Der Beleg stammt von Ute Sacksofsky, die an der Goethe-Universität in Frankfurt den Lehrstuhl für “Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung” besetzt.

Sacksofsky ist in einer Rechtskolumne die “kostenlos” vom “Klett-Cotta Verlag J. G. Cotta’sche Buchhandlung” zur Verfügung gestellt wird, angetreten, um den Genderismus und die Gender Studies gegen die Kritik von Ulrich Kutschera und Hans-Peter Klein zu verteidigen. Hans-Peter Klein, das ist derjenigen, der sich im “Mai 2015 im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf[schwang], den Evolutionsbiologen Kutschera zu verteidigen”.

Sacksofsky wiederum, will die Gender Studies gegen die Kritik verteidigen, sie seien dem Kreationismus “geistesverwandt”, seien also dasselbe wie Kreationismus.

Schwänge sich, um in der Sprache Sacksofskys zu bleiben, ein Wissenschaftler dazu auf, die Gender Studies gegen den Vorwurf zu verteidigen, sie seien nichts anderes als Kreationismus, der Wissenschaftler, er würde zunächst damit beginnen, Kriterien zu sammeln, anhand derer es möglich ist, einen Bereich als Wissenschaft oder als “Nicht-Wissenschaft” zu klassifizieren. Dann würde er diese Kriterien auf seinen konkreten Gegenstand, hier die Gender Studies anwenden und zu einem nachvollziehbaren und nachprüfbaren Ergebnis kommen.

So geht Wissenschaft.

Sacksofsky kommt nicht einmal im Entferntesten auf diese Idee. Einen besseren Beleg dafür, dass sie von Wissenschaft keinerlei Ahnung hat, könnte sie gar nicht liefern. Sie lässt die Kritik stehen und versucht den Eindruck zu erwecken, diese Kritik sei eine Art Häresie. Diese Idee wiederum, die kommt nur Gläubigen, die kann nur jemand haben, der sich im Besitz der Wahrheit wähnt und entsprechend noch nie auf die Idee gekommen ist, er müsse sein vermeintliches Wissen an der Realität prüfen. Ein solcher jemand wird gewöhnlich als Gläubiger bezeichnet. Er findet sich in Kirchen, nicht in der Wissenschaft.

Double facepalmUnd weil das alles noch nicht reicht, entwickelt Sacksofsky eine abwegige Vorstellung von Wissenschaft. In Wissenschaft ginge es um Neutralität und Objektivität und vor allem um Symmetrie, die “Grundbedingung der Schönheit”. Abermals: Kein Wunder, dass Genderisten keine Antworten auf die Fragen nach den wissenschaftlichen Grundlagen ihrer Tätigkeit haben. Sie leben in einer eingebildeten Welt aus Schöngeistigem, in dem die Symmetrie und der irrige Glaube an den Essentialismus von Neutralität und Objektivität noch eine Rolle spielt. Ideen, die die Wissenschaft mit der Aufklärung hinter sich gelassen hat.

Denn: Es ist vollkommen egal, ob ein Linker oder ein Rechter eine Theorie entwickelt, so lange die Theorie an der Empirie scheitern kann. Es ist vollkommen egal, ob jemand seine Daten objektiv oder subjektiv sammelt, schon weil es nicht möglich ist, Daten objektiv zu sammeln, solange er dafür sorgt, dass die Verwertung der Daten und die Schlüsse, die er daraus zieht, nachprüfbar und nachvollziehbar sind.

Das Grundproblem, vor dem sich Wissenschaftler regelmäßig sehen, es besteht darin, dass sie sind. Sie haben eine Existenz. Diese Existenz hat eine Wahrnehmung und eine Überzeugung und eine Sicht der Welt zur Folge. Das ist misslich und das Aus für die Objektivität und die Neutralität. Deshalb haben sich Wissenschaftler Kriterien überlegt, Methoden und Vorgehensweisen, die ausschließen, dass die persönlichen Befindlichkeiten eines Forschers als allgemeines Forschungsergebnis durchgehen.

Die Kriterien sind in drei Forderungen eingemündet: Nachvollziehbarkeit, Nachprüfbarkeit und Falsifizierbarkeit. Objektivität, weil sie nicht erreichbar ist, wurde zur regulative Idee, die im Streben nach Objektivität ihren Niederschlag gefunden hat. Neutralität ist nichts anderes als die Norm, die eigenen Ergebnisse nicht absichtlich falsch darzustellen, sie nicht zu verfälschen.

Das alles weiß Frau Sacksofsky offenkundig nicht. Ihr Wissenschaftsbild ist bei Thomas von Aquin stehen geblieben, und auch ansonsten zeichnet sie sich durch eine eher archaische Sichtweise aus. So behauptet sie, die Frauenbewegung der 1980er Jahre habe sich gegen Kant und Hegel zur Wehr setzen müssen. Kant ist bekanntermaßen einige Jahrhunderte vor der Frauenbewegung gestorben, glücklich, wie er ist. Und Hegel hat das, was Schopenhauer als Unsinn und Scharlatanerie bezeichnet hat, rund ein Jahrzehnt nach dem Tod von Kant zum Besten gegeben.

Beide waren mit ihrem verbalen Latein 1804 bzw. 1831 zu Ende, so dass es selbst für die Frauenbewegung der 1980er Jahre schwierig gewesen sein dürfte, sich mit Kant und Hegel direkt auseinander zu setzen. Wie dem auch sei, die beiden, Kant wie Hegel, sind irgendwie wichtig für die Schöpfungsgeschichte der Frauenbewegung, die Sacksofsky berichten will.

Am Anfang, war nämlich die Asymmetrie. Die Frauenbewegung war asymmetrisch. Wissenschaft, so hat Sacksofsky zu Beginn ihres Beitrags verkündet, Wissenschaft ist symmetrisch. Die Frauenbewegung ist zwischenzeitlich zu den Gender Studies geworden. Gender Studies sind symmetrisch, denn es ist von Gender, nicht von Frauen die Rede, deshalb sind Gender Studies Wissenschaft.

So einfach kann die Welt sein. Symmetrie liegt vor, wenn nach Männlein und Weiblein unterschieden wird, und wenn entsprechende Symmetrie vorliegt, dann ist das Wissenschaft. Und wer nun denkt, tiefer ginge es nicht mehr, tiefer im Morast des Wahnsinns könne man nicht mehr versinken, der irrt:

scully facepalmSacksofsky im Original: “Der Vorwurf einer ‘Betroffenheitswissenschaft’ wird auch wegen der überwiegenden Geschlechtszugehörigkeit der Wissenschaftler*innen in den Gender Studies erhoben. Dieser Vorwurf liegt offensichtlich neben der Sache.”

Warum liegt der Vorwurf neben der Sache. Die unverblümte Wahrheit, die sich Sacksofsky erschlossen haben muss, als sie ganz angestrengt über Gender Studies nachgedacht hat, sie lautet:

Wieder Sacksofsky im Original: “Auch Männer haben ein Geschlecht”.

Sacksofsky ist an einer Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Wir gönnen den Rechtswissenschaftlern ihre Sacksofsky. Jeder bekommt, was er verdient.

Und die Rechtswissenschaftler verdienen die Kolumne “Symmetrie, Gleichheit und Gender Studies” von Ute Sacksofsky. Wer seine Lehrstühle so offenkundig verschleudert, dem gehört es nicht anders.

Überspringen wir ein paar Seiten in denen die Berücksichtigung von Männern und Frauen von Sacksofsky als Symmetrie und als Wissenschaft missverstanden wird und wenden uns dem letzten Abschnitt “Geschlechtergerechte Sprache und Symmetrie” zu, denn hier gibt es ein Problem der Symmetrie, das sich aus der Komplexität ergeben muss. Komplexität ist nach Ansicht von Sacksofsky durch die Berücksichtigung von Männern und Frauen erreicht worden, die zwei-Variablen-Komplexität quasi. Und jetzt, bei der gendergerechten Sprache, jetzt überrollt die Komplexität die Sacksofsky, denn: Gendergerechte Sprache bietet auch “Raum für diejenigen Personen …, die sich weder als Männer noch als Frauen verstehen”.

Symmetrie mit mehr als zwei Gruppen? Noch oben hat Sacksofsky Symmetrie, also Wissenschaft, als Berücksichtigung von Frauen und Männern definiert. Nun verkompliziert sie die Lage, macht sie die Lage komplex, überkomplex, nicht mehr handhabbar für die Symmetrie. Deshalb lässt sie sie fallen. Sie wird entlassen, denn mit Symmetrie “wird der Sinn besonderer Gleichheitssätze verkannt”.

So ist das. Die Symmetrie hat ihre Schuldigkeit getan, die Symmetrie darf gehen. Wie die Wissenschaft, so ist sie auf dem Altar der Gender-Befindlichkeiten geopfert worden, denn Gender Studies geht es nicht um Wissenschaft, sondern um Wahnsinn:

Oh No!“[Sacksofsky] Diejenigen, die ausschließlich auf das generische Maskulinum setzen, müssen sich fragen lassen, ob es für sie komplett irrelevant ist, wenn sich Personen damit ausgegrenzt und nicht wahrgenommen fühlen”.

Nun, als Wissenschaftler, die wir nun einmal sind, wünschten wir, wir wären ausgeschlossen, niemand käme auf die Idee, uns mit institutionalisierten Wissenschaftlern, die denken, Wissenschaft sei ein Wunschkonzert, bei dem noch der letzte Hans Wurst seine Wünsche einbringen kann, zu verwechseln oder gar in einen Topf zu werfen.

Aber gut, nehmen wir es einen Moment ernst, was Ute Sacksofsky da fabuliert. Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein sind walisische Pfälzer und als solche fühlen wir uns generell ausgegrenzt und nicht wahrgenommen, wenn wir in der Anrede nicht mit, “und sehr geehrte Pfälzer aus Wales” berüksichtigt werden. Zudem wollen wir mit dem Kürzel PC (Palatinate-Cymru) berücksichtigt werden, wann immer Aussagen im generischen Maskulinum gemacht werden, als BürgerPC und BürgerinnenPC und MenschenPC. Das können wir wohl von jedem verlangen, für den es nicht komplett irrelevant ist, ob er uns ausgrenzt oder nicht.

Aber wir verlangen es dennoch nicht, denn es ist Unsinn. Nicht alles, was Menschen sich einbilden wollen, kann der Berücksichtigung durch andere anheim gestellt werden. Dass sich eine Anzahl von Personen mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein einbildet, sie wäre beim generischen Maskulinum nicht mitgemeint, das ist sicher kein Grund dafür, dieser Einbildung nachzugeben. Im Gegenteil: Es wäre der erste Schritt dazu, das Irrenhaus der Sonderwünsche zur Normalität zu erklären.

Das bringt uns zurück zur Wissenschaft: Wissenschaft ist eine Methode des Erkenntnisgewinns, keine Möglichkeit, die eigenen Spinnereien durchzusetzen. Deshalb sind Gender Studies in der Wissenschaft falsch, vollkommen falsch. Ute Sacksofsky ist ein guter Beleg dafür.

Frauen gelten in Jena als behindert

Leistungsschwache haben gegenüber Leistungsstarken einen Nachteil, einen, nein mehrere Nachteile: Sie sind leistungsschwächer, erzielen entsprechend schlechtere Leistungen, haben Probleme mit dem Selbstbewusstsein, weil sie schlechtere Leistungen als Leistungsstarke erzielen. Das ganze Problem ergibt sich ausschließlich aus dem Vergleich. Würde man Leistungsschwache nicht mit Leistungsstarken konfrontieren, sie würden nicht merken, dass sie leistungsschwach sind und sich entsprechend für leistungsstark halten, wären voller Selbstbewusstsein und würden voller Energie die Lösung von Problemen angehen, so, wie dies Leistungsschwachen, die sich für Leistungsstarke halten, möglich ist.

Ernst Abbe HochschuleEs ist ein Merkmal der Gleichstellungszeit, in der wir leben, dass es Leute gibt, die denken, dadurch, dass man Leistungsschwache in dem Glauben lässt, sie seien leistungsstark könne man etwas Positives erwirken. Dadurch könne man die Leistungsschwachen zu Höchstleistungen motivieren oder sie dazu motivieren, dass sie sich selbst weiterentwickeln, quasi zum leistungsstarken Leistungsschwachen.

Dummerweise gibt es eine Realität. In dieser Realität gibt es wirklich Leistungsstarke, es gibt Probleme, die über den Horizont von eingebildeten Leistungsstarken hinausgehen, deren Lösung sich ihnen nicht erschließt und wenn sich ihnen eine Lösung erschließt, dann ist es oftmals eine, die sich durch einstürzende Bauten auszeichnet.

Kurz: Es bringt nichts, Leistungsschwachen vorzugaukeln, sie seien leistungsstark, sie in einem Schutzraum aufwachsen zu lassen, abgetrennt von der Welt und den wirklich Leistungsstarken.

Es ist, als wollte man den Gehbehinderten vor der Erkenntnis schützen, dass er nicht der schnellste 100 Meter Läufer der Welt ist, dass es Hussein Bolt gibt…

Dennoch ist man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena angetreten, den beschriebenen Weg zu gehen und Frauen einen Schutzraum zu bieten, in dem sie sich einbilden können, sie seien gar nicht leistungsschwach.

Dazu ist es zunächst notwendig, Frauen generell als leistungsschwach einzustufen.

Das hat man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena kurzerhand getan.

Es war nicht schwierig, denn: Im Studiengang “Elektrotechnik/Informationstechnik” sind wenige Frauen eingeschrieben.

Folglich müssen Frauen leistungsschwach sein, denn wären sie es nicht, es gäbe mehr von ihnen im Studiengang “Elektrotechnik/Informationstechnik”.

Gibt es aber nicht. Also sind Frauen leistungsschwach und müssen entsprechend gefördert werden.

“Studienbeginn ohne Männer” heißt der Schutzraum, den die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena für Frauen geschaffen hat, die zu leistungsschwach sind, um mit Männern von Beginn des Studiums an zu konkurrieren. Dass sie zu leistungsschwach sind, das – wie gesagt – weiß man an der Ernst-Abbe-Hochschule, denn wären sie nicht leistungsschwach, mehr von ihnen wären im Studiengang eingeschrieben.

Deshalb gibt es zwei Semester nur für Frauen und unter Frauen. Das ist natürlich kein Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, sondern ein Pilotprojekt:

“In dem Pilotprojekt lernen die Studentinnen in den ersten zwei Semestern unter sich. Vor allem die technischen und mathematischen Grundlagenfächer werden in diesem Zeitraum unterrichtet. Dazu erhalten die Studentinnen auf Wunsch Unterstützung bei der Karriereplanung durch Absolventinnen und viele Studiertipps durch erfahrene Kommilitoninnen.”

Offensichtlich ist man an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena nicht nur der Meinung, Frauen sind leistungsschwächer als Männer, wenn es z.B. um Elektrotechnik/Informationstechnik geht, man denkt auch, die Behinderten benötigen eine entsprechende Rundumbetreuung, man müsse durch Privilegien, die sie gegenüber leistungsstarken Studenten genießen, den Nachteil ausgleichen, der durch die vorhandene Leistungsschwäche verursacht wird.

Kottmann SonderschuleWie erfolgreich das “unter sich” lernen ist, davon wissen die Bildungsforscher, die sich dafür interessieren, ein Lied zu singen. Schüler mit Lernschwierigkeiten werden in Deutschland auf Sonderschlen befördert, damit sie dort unter sich sind und die Nachteile, die sie gegenüber den anderen Schülern haben, aufholen. Die einmal als leistungsschwach, weil aus den unterschiedlichsten Gründen als zurückbleibend klassifizierten Schüler, sollen über die Sonderschule wieder an das Feld der normalen und leistungsstarken Schüler herangeführt werden.

Der Erfolg ist hinlänglich bekannt: Die entsprechenden Schlüler sind ein für alle Mal als leistungsschwach, als Sonderschüler stigmatisiert, sie erreichen in der Regel nicht einmal einen Hauptschulabschluss und starten mit erheblichen Nachteilen in ihr Berufsleben, Nachteile, von denen nicht klar ist, ob sie ohne die Intervention von Sonderschulpädagogen nicht geringer gewesen wären. Aber: Die Bildungspolitiker fühlen sich gut, und darum geht es. Und in Erfurt, da fühlt sich vermutlich Prof. Dr. Ralph Ewert gut. Er ist für das Pilotprojekt “Studienbeginn ohne Männer” verantwortlich und straft es gleich lügen, denn zumindest der Vorname qualifiziert ihn als Mann.

Aber vielleicht lässt er seine Vorlesungen ja von einer weiblichen Vertrauten halten: “Studium ohne Männer, Sie wissen schon”.

Falls das Pilotprojekt, das die Ernst-Abbe-Hochschule hier anbietet, keine Verbesserung des Frauenanteils im Bereich “Elektrotechnik/Informationstechnik” erreicht, liegt dies natürlich nicht daran, dass das Pilotprojekt vollkommen an den Studienfachpräferenzen von Frauen vorbei geht, sondern daran, dass die in jedem Fall leistungsschwachen Frauen durch das Pilotprojekt nicht ausreichend gefördert wurden.

Folglich muss man sich neue Förderungen überlegen und noch tiefgehendere Maßnahmen ergreifen, z.B. die Besetzung der Studienplätze nach Geschlechterproporz “50:50″. Studienplätze werden an Männer erst vergeben, wenn das Frauenkontingent voll ist. Sofern das Frauenkontingent den Studiengang nicht obsolet gemacht hat, muss Frauen natürlich der Abschluss des entsprechenden Studienfaches erleichtert werden. Damit auch bei den Abschlüssen Geschlechtergleichheit erreicht wird, haben generell die Frauen ihre Prüfung bestanden, die notwendig sind, um den Anteil der Männer, die die Abschlussprüfung bestanden haben, auszugleichen – und zwar unabhängig von der Leistung der Frauen – schließlich sind Frauen leistungsschwach.

Genderisten sind wie kleine Kinder

Dr. habil. Heike Diefenbach hat sich mit der uns schon seit langem beschäftigenden Frage: “Warum sind Genderisten so versessen darauf, als wissenschaftlich zu erscheinen?”, auseinandergesetzt.

Das Ergebnis ist erhellend und erheiternd.

Viel Spaß!

Wissenschaft ist EINE gute Sache (“gut”, weil sie systematischen Wissenszugewinn und Wissensweitergabe durch intersubjektive Mittteilbarkeit ermöglicht).

Notdienste und die Freiwillige Feuerwehr sind ANDERE gute Sachen, weil sie einen angebbaren Nutzen erbringen.

Nehmen wir an, Genderismus wäre eine gute Sache (so, wie Genderisten das annehmen):

freiwillilge feuerwehrWarum reiben sich Genderisten völlig sinnlos daran auf, als wissenschaftlich erscheinen zu wollen, obwohl das nicht möglich ist, eben, weil Genderismus keine Wissenschaft ist, sondern eine Weltanschauung, die auf einem auf das Merkmal “Geschlecht” reduzierten Menschenbild basiert und Sozialklempnerei auf der Grundlage dieses fatal reduzierten Bildes betreiben möchte.

Und warum sollte es ihnen nicht genügen, Leuten, denen sich das nicht spontan mitteilt, zu erläutern, warum Genderismus eine gute Sache sein soll?

Die Freiwillige Feuerwehr hat auch niemals darauf bestanden, an der Uni Pöstchen zu bekommen, von denen aus sie die Wichtigkeit des Engagements in der Freiwilligen Feuerwehr predigen kann. Anscheinend hat sie das nicht notwendig; von ihr ist spontan erkennbar, wozu sie nutzt, und sie genießt daher Ansehen.

Wenn dem Genderismus das nicht gelingt, sollte er sich doch zu allererst fragen, warum das nicht gelingt, statt stupide immer und immer wieder zu wiederholen, Genderismus habe irgendetwas mit Wissenschaft zu tun, in der Hoffnung, dass es die Leute glauben, wenn es trotzig genug behauptet wird.

Es bleibt keine andere Möglichkeit, als davon auszugehen, dass Genderisten schizophrene und autoritäre Persönlichkeiten sind, und zwar deshalb, weil sie verzweifelt Anerkennung im etablierten und durch das etablierte Wissenschaftssystem suchen, so, als sei das ein Selbstzweck, und dabei sogar die eigenen Behauptungen verhöhnen, hier: diejenige, nach der Wissenschaft ein kaltes, böses, rationales, männliches Unterfangen ist. Und doch sehnen sie sich nach nichts so sehr wie danach, just in diesem Unterfangen Anerkennung zu finden.

Wenn ihr Humankapital dafür, selbst Wissenschaftler zu werden und in der Wissenschaft Anerkennung zu finden, nicht ausreicht, dann kreieren sie ihre “Gegen-Wissenschaft”, also Ideologie, versuchen, eine Parodie auf Sozialwissenschaften als diese “Gegen-Wissenschaft” zu verkaufen, die sie dann gegen die Natur-Wissenschaften auszuspielen gedenken, aber gleichzeitig wollen Sie, dass Begriff und Konzept der Wissenschaft ungeteilt bleibt, damit der warme Schein der Legitimation, Vernunft und des Status von Wissenschaft auf sie scheinen möge.

Sie wollen erzwingen, was nicht möglich ist: Wenn ihnen ihre Strategie gelänge und sie irgendwann als Wissenschaftler durchgingen, dann würde das nur bedeuten, dass Wissenschaft aufgehört hat, mit Legitimation, Vernunft und Status verbunden zu sein.

Genderisten sind wie kleine Kinder, die erzwingen wollen, was nicht möglich ist, und sich selbst Lügen strafen: Es geht offensichtlich nicht um eine gute Sache, sondern darum, eine tiefgehende psychologische Abhängigkeit von Autoritäten angesichts des Scheiterns in einem System, das für sie Autorität darstellt, zu bearbeiten.

Und wie kleine Kinder sind sie ehrlich überrascht, wenn sie feststellen müssen, dass unsere Gesellschaft eine pluralistische ist, in der manchen Leuten mit bestimmten psychologischen Problemen oder Bedürfnissen etwas als “Befreiung” erscheint, was anderen Leuten einfach vollkommen gleichgültig ist oder was sie nicht mögen, weil es einfach nicht “their cup of tea” ist. Und?

Warum sollte aus dem Pluralismus einer Gesellschaft ausgerechnet die Ideologie des Genderismus NICHT höchst unterschiedlich betrachtet und bewertet werden? Das ist doch ganz normal. Warum die Enttäuschung darüber, die so tief ist, dass man sich nicht entblödet zu behaupten, Leute, die mit Genderismus nichts am Hut haben, würden nicht “befreit” werden wollen?

O doch, sie wollen definitiv befreit werden!

Und zwar von der ständigen Berieselung mit Themen, die sich als solche aus der Weltanschauung (ich persönlich vermute: aus den psychologischen Schwierigkeiten) bestimmter Leute ergeben, und deren totalitären Phantasien darüber, anderen Menschen eine Welt zu bereiten, in der sie sich zwar nicht wohlfühlen, aber Genderisten sich wohlfühlen.

Ach ja, und natürlich fühlen sich Genderisten nur in einer Welt wohl, in der die eigene Weltanschauung die einzig gute, richtige, legitime, emanzipatorische und vor allem: wissenschaftliche ist, denn Genderismus muss einfach etwas sein, was alle Worte, die irgendwie positiv konnotiert sind, auf sich vereint.

Und schon deshalb disqualifiziert sich Genderismus als Kandidat auf ein ernstzunehmendes Konzept – geschweige denn ein wissenschaftliches!

Was, wenn Ideologie Ignoranz und Unkenntnis trifft? Dann wird ein Beitrag in der ZEIT daraus.

Er geistert schon seit Tagen durch die Liste der Referrer im Dashboard von ScienceFiles, der Beitrag von Catherine Newmark, die als Kulturjournalistin bei der ZEIT arbeitet. “Aus Angst vor einem anderen Leben”, so der Titel des Beitrags, den wir nun tagelang ignoriert haben, nur um neuerlich, dieses Mal von Friedrich Dominikus, darauf hingeweisen zu werden, per Kommentar und so:

“Und das hier betrifft dieses Blog direkt:
http://www.zeit.de/kultur/2015-07/gender-studies-feminismus-10nach8

Wir sind nicht der Meinung, dass uns jeder Fall, in dem ein angeblicher Journalist der Ansicht ist er könne seinen Senf selbst zu Sachen geben, von denen er keine Ahnung hat, direkt betrifft, aber sei’s drum.

Ansgt der ZEITFrau Newmark maßt sich in der ZEIT an, sie könne beurteilen, was Wissenschaft ist und bewerten, dass Kritik am Genderismus und an Gender Studies polemisch und Beschimpfung sei. Nun, vielleicht betrifft uns das doch, schließlich kritisieren wir die Gender Studies als unwissenschaftlich. Entsprechend setzen wir uns dann doch mit dem auseinander, was Newmark da von sich gegeben hat.

Zunächst zum Titel “Angst vor einem anderen Leben”, die natürlich Gender-Kritiker haben: Wer Gender Studies also nicht gaaaanz toll findet, die fehlende Methode, das fehlende Erkenntnisinteresse und die vollkommene Abwesenheit einer Methodologie kritisiert, der hat also “Angst vor einem anderen Leben”, jedenfalls für Newmark, die hier das Hilflosigkeits-Mantra der Genderisten wiederholt, das wir langsam nicht mehr hören können.

Wenn die Genderisten so anomisch sind und so verschreckt auf grundlegende Fragen der Existenzberechtigung von Gender Studies an Hochschulen reagieren, weil sie keinerlei Antworten auf diese Fragen haben, dann ist es doch wohl die denkbar schlechteste Strategie, den anderen zu unterstellen, sie hätten Angst, wie Newmark dies wieder einmal versucht, denn dann muss man sagen, wovor die Gender-Kritiker angeblich Angst haben.

Aber selbst wenn Kritiker der Gender Studies “Angst vor einem anderen Leben” hätten, würde das die Gender Studies nicht zur Wissenschaft machen. Das ist nur einer der vielen Fehler im Text von Newmark, einer der vielen Fehler, die belegen, was sie doch aus der Welt schaffen will, dass Gender Studies Ideologie und nicht Wissenschaft sind.

Das ist, wie gesagt, nicht der einzige Fehler. Es folgt ein ganzes Rudel:

So haben nach Ansicht von Frau Newmark, die besser bei ihrem Schwerpunkt Film geblieben wäre, immer angenommen, davon hat sie Ahnung, die Gender-Kritiker Angst vor: “progressiver Sexualkunde”, vor der “Homo-Ehe”, vor Veränderung, jedenfalls vor der Veränderung, die den Genderisten vorschwebt.

Diese Form der Diskreditierung von Kritik hört man mittlerweile regelmäßig aus den Reihen der Genderisten. Dass sie damit ausgerechnet dagegen vorgehen wollen, dass die “akademischen Gender Studies … polemisch als Ideologie beschimpft” werden, ist nicht mehr Ironie, es ist schon lächerlich in einer nicht mehr zu steigernden Weise.

Genderisten fühlen sich also beschimpft, wenn man sie als Ideologen bezeichnet.

Seltsam.

Nach den eigenen Erkenntnissen von Frau Newmark wollen Gender Studies “progressive Sexualkunde” und “Homo-Ehen” durchsetzen. Das aber ist der Gegenstand von Ideologie, das Durchsetzenwollen der eigenen Weltsicht, dessen, was man für gut hält. Und das genau ist die Grundlage des Vorwurfs Gender Studies seien keine Wissenschaft sondern Ideologie.

Es ist wirklich beschämend, dass Personen wie Newmark in Zeitungen, die sich für intellektuelle Höchstleistungen halten, zu Wort kommen und dort zum intellektuellen Tiefstflug ansetzen können, indem sie zunächst zeigen, dass sie keine Idee davon haben, was eine Ideologie ist und dann offenkundig machen, dass sie genau so wenig eine Idee davon haben, was der Unterschiede zwischen Wissenschaft und Ideologie ist.

Logik der ForschungWissenschaft ist eine Methode der Erkenntnis. Sie unterscheidet sich von Ideologie dadurch, dass Aussagen aufgestellt werden, die an der Empirie scheitern können. Die Aussage: “Ich finde progressive Sexualkunde gut”, formuliert eine persönliche Vorliebe und hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Dass die Besetzer der Gender Studies Lehrstühle es geschafft haben, ihre persönlichen Vorlieben an Hochschulen zu tragen, macht Gender Studies nicht zur Wissenschaft und die, die die Lehrstühle besetzen nicht zu Wissenschaftlern, so wenig wie jemand, weil er bei der ZEIT schreibt, ein Journalist ist.

Wissenschaft ist nicht nur eine Methode, Wissenschaft ist auch auf Erkenntnisgewinn ausgerichtet: Wissenschaftler wollen etwas über die Wirklichkeit erfahren. Deshalb vermeiden Wissenschaftler wertende Begriffe wie “beschimpft” oder “progressiv”. Denn die entsprechenden Bewertungen schreiben einen Zustand fest, was bedeutet, der, der festschreibt, der weiß schon, er will entsprechend nicht mehr wissen, ist Ideologe und an Wissenschaft nicht interessiert. Insofern von Genderisten außer Bewertungen nicht viel bekannt ist, muss abermals festgestellt werden, dass Genderisten keine Wissenschaftler sind.

Sie sind in gewisser Hinsich psychologisch Geschädigte, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen gerne Wissenschaftler wären, und weil sie es nicht werden können, deshalb schlagen sie wild um sich, diffamieren und beleidigen, so wie Catherine Newmark (Begründung folgt jetzt):

“Es ist leicht, sich über jemanden wie Herrn Kutschera lustig zu machen, dessen Polemik getragen wird von einer traditionellen naturwissenschaftilchen Abneigung gegen alles Geisteswissenschaftliche”.

Dazu kann man nur sagen: Es ist leicht, sich über Catherine Newmark lustig zu machen, deren Unkenntnis getragen wird von einer traditionellen Angst vor allem, was die Naturwissenschaften ausmacht.

Und ebenso leicht ist es, die Ignoranz und Unkenntnis von Frau Newmark bloßzustellen und als die Ideologie aufzuzeigen, die sie nun einmal ist. Am Ende des Textes, den die ZEIT zu drucken bereit war, stellt Newmark Fragen:

“Als wir aus “feministischer Theorie” und “Feminismus” “Gender Studies” gemacht haben, weil wir nicht mehr nur unsere Probleme, sondern auch die aller anderen Geschlechter ernst nehmen wollten, haben wir da übersehen, dass es eine Menge Menschen gibt, die gar nicht befreit werden wollen? Denen es nicht angenehm ist, darüber nachzudenken, dass die Dinge nicht so sein müssen, wie sie “immer” (also seit den 1950ern) waren? […] Oder, um einige Gedanken des renommierten Geschlechterforschers Stefan Hirschauer aufzunehmen, der in einem polemischen Text, bewusst das Risiko des Applauses von der falschen Seite in Kauf nehmend, allerlei Missstände in den akademischen Gender Studies angeprangert hat: Ist die Inklusivität von Gender Studies wirklich nur der “dünne rhetorische Lack” über einer in weiten Teilen ganz traditionellen feministischen “Gegenwissenschaft”, die sich vor allem die Sache der Frauen auf die Fahnen geschrieben hat?”

Opp_MethodologieEinmal von der wirklich plumpen Art, die Gegenseite zu diffamieren, als in den 1950er Jahren stehen geblieben oder als polemisch zu diskreditieren wie die Kritik Stefan Hirschauers, der sich zudem bei Anti-Genderisten anbiedert, zeigt diese Passage abermals, dass Frau Newmark nicht einmal den Funken einer Idee hat, was unter Wissenschaft zu verstehen ist. Wissenschaft stellt Fragen und nimmt Kritik gierig auf, weil man die eigene Theorie verbessern kann, wenn man Fehler, auf die Kritik aufmerksam macht, ausmerzt. Hermentisch und diffamierend wie Newmark reagieren nur Ideologen wie Newmark, die zu ignorant sind, um zu verstehen, was der Wert von Kritik ist, und zu wenig Kenntnisse von Wissenschaft haben, als dass sie es je über die Ideologie hinausgebracht hätten. Ihre Welt besteht nur aus Glaubenssystemen, und ihr eigenes Glaubenssystem ist natürlich das richtige.

Warum? Diese Frage können Genderisten nicht beantworten, denn sie sind keine Wissenschaftler und glauben daher, dass ihr Glaubenssystem richtig ist und alle anderen bekehrt werden müssen, bekehrt zum richtigen Glauben, zum Genderglauben, dem progressiven Glauben, der nach den 1950er Jahren eingesetzt hat, irgendwann und irgendwie. Ist auch egal, denn Gender ist Wahrheit und weil Gender Wahrheit ist (und entsprechend keine Wissenschaft sein kann), deshalb weiß Newmark auch ganz genau, welche Antwort auf die vielen Fragen, die sie zum Abschluss ihres Textes stellt, gegeben werden muss:

“Ich glaube: nein.”

Gründe für diesen Glauben hat sie keine. Wieso auch? Newmark ist wie alle Gender Studierte ein Ideologe, der guckt wie ein Auto, wenn man ihn nach wissenschaftlichen Methoden fragt, nach Erkenntnisinteresse, Erkenntnisbeitrag, nach der Rolle von Kritik, der schlicht keine Ahnung von Wissenschaft hat, bei dem sich Ideologie, Ignoranz und Unkenntnis in der Weise treffen, dass es nur zu einem Beitrag in der ZEIT reicht.

Dass die Gender Studies keine Wissenschaft sind, zeigt sich schon daran, dass die entsprechenden Lehrstuhlbesetzer bis heute nicht in der Lage waren, grundlegende Fragen nach ihrer Methode, Methodologie, nach ihrem Erkenntnisinteresse, ihrem Beitrag zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt oder ihrem gesellschaftlichen Nutzen zu beantworten. Sie haben eine solche Angst vor den entsprechenden Fragen, dass sie selbst Versuche aus den Reihen der Wissenschaft, den Kern der Gender Studies zu finden und seine Nähe zur Wissenschaft zu bestimmen, boykottieren.

So und jetzt ein und für alle Mal:

Gender Studies sind keine Wissenschaft. Das haben wir an einer Vielzahl von Beispielen gezeigt. Jeder Gender Studierte, der den Mund aufmacht, belegt eindrücklich, dass Gender Studies keine Wissenschaft sind. Seine Ahnungslosigkeit im Hinblick auf wissenschaftliche Methoden und Standards, auf Methodologie und Erkenntnisziel macht dies überdeutlich. Warum die Gender Studierten dennoch so versessen darauf sind, sich Wissenschaftler zu nennen? Wir wissen es nicht, aber es kann sich eigentlich nur um etwas handeln, das im DSM V behandelt wird.

Netzkultur? Feinbildpflege beim SWR (mit einem Gastauftritt von Ilse Lenz …)

… den wir nicht an uns vorbei ziehen lassen können.

Arne Hoffmann, von dem wir uns manchmal fragen, wie er es schafft außer deutschen Medien zu folgen noch etwas anderes zu tun, hat wieder einmal einen Beitrag aufgetan. “Feindbild Frau” heißt der Beitrag. Der SWR hat die Verantwortung für diesen Beitrag übernommen, den Beitrag, den Sebastian Witte erstellt hat, somit zu einem von Gebührenzahlern zwangsfinanzierten Beitrag gemacht hat.

Der Beitrag ist unter der Rubrik “Netzkultur” erschienen, was uns dazu veranlasst hat, die Netzkultur zu analysieren.

Woraus besteht die Netzkultur, die Sebastian Witte vermittelt.

Zunächst einmal besteht die Netzkultur aus Framing, also aus dem Versuch, die Leser auf die richtige Spur zu setzen, sie in eine bestimmte Richtung zu manipulieren.

SWR FeindbildBei Witte geht das durch den Verweis auf allerlei Spinner, die sich nach seiner Ansicht im Netz mit ihren Verschwörungstheorien finden, Chemtrailer, 9/11-Verschwörer, Geheimorganisations-Vermuter finden sich dort und, ja “manche Männer vermuten [sogar], dass Frauen in Wirklichkeit der Feind sind!” Das Ausrufezeichen findet sich im Text von Witte. Es ist das einzige Ausrufezeichen außerhalb von Zitaten – es zeigt: Witte ist auf der richtigen Seite, und auf dieser richtigen Seite sollen auch alle Leser seines Beitrags sein, denn wer will schon als Irrer, der an idiotische Verschwörungstheorien glaubt, dastehen.

Das ist der Rahmen, den Sebastian Witte seinem Beitrag in der Rubrik “Netzkultur” gibt. Es ist ein Musterbeispiel für schlechten, nein unterirdischen und offen manipulativen Journalismus.

Und nun, nachdem die Skala der Idiotien im Internet durchgespielt wurde, und die Bühne bereitet wurde, nun werden die vorgeführt, die Witte für die Insassen der Irrenanstalt hält, die er eingangs beschrieben hat. Detlef Bräunig ist einer von Ihnen, ein Aktivist, ein Antifeminist, einer derjenigen, die “vermuten, dass Frauen in Wirklichkeit der Feind” sind – und, so muss man anfügen, einer von denjenigen, die sich vorführen lassen – gerne, wie es scheint.

“Bräunig hat 1300 Likes bei Facebook und 200 Follower bei Twitter”, so berichtet Sebastian Witte, und eigentlich ist sein Beitrag damit am Ende, wegen Irrelevanz, oder will sich Witte in Zukunft unter der Rubrik “Netzkultur” um alle kümmern, die 200 Follower bei Twitter haben und 1300 Likes bei Facebook?

Was also ist an den 1300 Likes bei Facebook und den 200 Followern bei Twitter so bedeutsam? Man kann sie als Ausgangspunkt nutzen, um eine Mücke zum Elefanten aufzublasen und damit alle, die sich gegen Genderismus wenden, zu verunglimpfen und zu diffamieren.

Bräunig oder die Betreiber von “Wiki Mannia”, sind hier geeignete Stichwortgeber um diese Mücke aufzupumpen, und zwar per Fehlschluss, denn eine Schwalbe macht bekanntlich so wenig einen Sommer wie eine Mücke sich zum Elefanten eignet. Das jedoch, ist Witte egal, wenn es um seine Form der Netzkultur geht, dann ist der Fehlschluss geradezu Programm.

Logik f dummiesNicht nur vom Einzelfall auf die Allgemeinheit wird fehlgeschlossen, nein, die Nennung eines Begriffs, eine bösen Begriffs, des Begriffs “Pegida” reicht dem von Gebührenzahlern Finanzierten, der sich als Journalist ausgibt, aus, um wilde Phantasiewelten zu erschließen.

Dazu erfindet er ganz eigene Fehlschlüsse, denn der Schluss von der Nennung eines Wortes darauf, dass der Benutzer (sofern er es nicht selbst ist oder gar einer seiner Vorgesetzten) ein ganz schlimmer Finger sein muss, der ist bislang einmalig. Nennen wir ihn fortan den Sebastian Witte Fehlschluss.

Die Betreiber von Wikimannia, die sich nicht von Witte interviewen lassen wollten, was sie ehrt, sie haben per eMail darauf hingewiesen, dass auf Wikimannia auch Beiträge zu Pegida, Montagsdemo, Demo für Alle usw. weiter zu finden sind. Kein Wunder eigentlich, denn Wikimannia will eine Enzyklopädie sein.

“‘Wir sind das Volk!’ Pegida Demo” ergänzt Witte und fragt: “Pegida und Antifeministen gehen also Hand in Hand?”

Wie gesagt, diese Art von Fehlschluss ist in der Logik nicht bekannt. Denn in der Logik geht man nicht davon aus, dass das Gegenüber bösartig ist (sondern nur dumm oder ungebildet), eine Annahme, die man bei Sebastian Witte bis zum Beweis des Gegenteils nunmehr machen muss, denn sein Versuch, Antifeminismus zu diskreditieren, basiert nur auf seiner fiesen Phantasie, auf sonst nichts.

Scheinbar hat Witte irgendwo aufgeschnappt, dass man eine wilde Behauptung dadurch, dass man auf einen verweist, der sie auch schon einmal aufgestellt hat, etwas weniger wild erscheinen lassen kann. Und wen zieht Witte als Verbündeten aus dem Hut? Ausgerechnet Hinrich Rosenbrock, den er zum Soziologen erklärt, was sich richtige Soziologen ein für alle Mal verbitten und aus dessen Magisterarbeit er zitiert: “Teile der antifeministischen Männerrechtsbewegung lesen rechtsextreme Seiten wie Politically Incorrect und Altermedia”, zitiert er.

Ja sowas aber auch. Da lesen Teile der antifiministischen Männerechtsbewegung etwas, was Herrn Rosenbrock nicht gefällt und was Herrn Witte auch nicht gefällt und doch: Teile der antifeministischen Männerrechtsbewegung lesen auch das, was Herr Witte schreibt: Macht Sie das nun zum Rechtsextremisten, Herr Witte oder zum Linksextremisten oder diejenigen, die lesen, was Sie schreiben, zu Linksextremisten? Nach ihrer eigenen Logik muss es das, und entsprechend müsste der Intendant des SWR sie nun eigentlich von ihrem Posten entfernen!

Weiter geht es mit den Fehlschüssen, nunmehr in Form unappetitlicher Zitate, die bei Witte offensichtlich etwas ausgelöst haben, sonst würde er sie nicht wiederholen, denn als Beleg dafür, dass alle Männerechtler Idioten oder Schweine sind und jeder, der gegen Genderismus ist, ein Rechter, taugen sie absolut nicht. Bleibt nur noch die intrinsische Befriedigung, die es Herrn Witte wohl bereitet haben muss, die entsprechenden Zitate ans Tageslicht zu ziehen.

Schließlich darf Ilse Lenz da, wo Hinrich Rosenbrock ist, nicht fehlen (was auch zeigt, wie klein die Welt der Anti-Antifeministen ist. Vermutlich bringt es Ilse Lenz nicht auf 200 Twitter Follower und 1.300 Facebook Likes, aber auf ein Zitat bei Witte). Immerhin war es Ilse Lenz, bei der Rosenbrock seine Magisterarbeit über die Männerbewegung (die außer ihm kaum jemand in Existenz wähnt) geschrieben hat. Schließlich war es Lenz, die dafür gesorgt hat, dass die Magisterarbeit von der Heinrich-Böll-Stiftung gekauft wurde. Ja, Magisterarbeiten kann man heutzutage kaufen. Sie wünschen, wir schreiben. Lehrstuhl Lenz, seit Jahren berühmt für Forschung ohne empirische Methodenkenntnisse.

Wie dem auch sei, Ilse Lenz wird zitiert, zitiert mit dem Folgenden:

“‘Diese affektive Abwehr dient der Vergemeinschaftung und der Gemeinschaftsbildung und durchaus auch des Einübens von Hass und Abkehr vom rationalen Dialog.’ Ilse Lenz”

Nathanson MisandryDie affektive Abwehr, die sieht Lenz da, wo Genderismus kritisiert wird (aber seltsamerweise nicht bei sich selbst – trotz der affektiven Abwehr von Kritik, die in ihrem Zitat deutlich wird). Und wer Genderismus kritisiert, der tut dies nach ihrer Ansicht, um eine In-gruppe zu bilden, die die Genderisten als “outgroup” sieht und sich von den Genderisten abgrenzt, durch Abwehr und Hass, mehr noch, er verweigert auch den rationalen Dialog mit der “outgroup”, mit den Genderisten, der von den Genderisten bekanntermaßen doch so dringlich gesucht wird.

Diese Stelle haben wir mehr als einmal gelesen – weil wir es nicht glauben konnten. Ilse Lenz sucht den rationalen Diskurs.

Ilse Lenz sucht den rationalen Diskurs!

Frau Lenz, Sie haben den rationalen Diskurs gefunden, und wir freuen uns, dass Sie sich, als rationaler Vertreter der Genderisten, offenkundig in der Lage wähnen, lange gestellte und nie beantwortete Fragen nach dem Erkenntnisinteresse, der Methode, der Methodologie, dem Erkenntnisgewinn, ja dem gesellschaftlichen Nutzen der Gender Studies endlich zu beantworten. Wir schicken Ihnen diese Frage gerne zu und versprechen, die Antworten auf ScienceFiles zu veröffentlichen (und einer rationalen Kritik zu unterziehen). Und natürlich werden wir unsere Leser über den Gang der Dinge auf dem Laufenden halten.

Wo sich andere Genderisten, die an Universitäten installiert sind, weigern, auch nur eine eMail zu beantworten, geschweige denn die Frage, nach der wissenschaftlichen Grundlage ihrer Tätigkeit, da will die emeritierte Ilse Lenz in die Bresche springen.

Die Gelegenheit, das Ilse Lenz zum rationalen Diskurs bereit ist, muss natürlich zu noch mehr Fragen genutzt werden:

Auf welche Daten gründen Sie die oben zitierten Aussagen über die Motivation von Kritikern der Gender Studies bzw. des Feminismus? Welche Form der Erhebung haben Sie durchgeführt? Wie haben Sie die Reliabilität und die Validität ihrer Daten geprüft – wie die Daten ausgewertet (mit welcher Methode?).

Wir sind gespannt.

Bundesdaten zeigen einmal mehr: Der Staatsfeminismus ist komplett gescheitert

Wir sind auf eine sehr nützliche Statistik des Bundes gestoßen. Sie wird beim IAB in Nürnberg geführt und nennt sich eher nichtssagend: Berufe im Spiegel der Statistik.

Die statistischen Daten sind eine Fundgrube für alle, die sich mit z.B. Arbeitsmarktforschung beschäftigen, und sie sind eine Fundgrube für Soziologen, die noch an Daten interessiert sind und die Hypothesen testen wollen …

… zum Beispiel die Hypothese, dass die vielen Programme des Bundes, die der Förderung von Frauen vor allem in MINT-Fächern dienen, etwas gebracht haben.

Professorinnenprogramm, MINT-Förderung, Girls-Day, all die unzähligen Programme, die einer großen Anzahl von Förderen ein Einkommen verschaffen, damit sie zunächst einmal Netzwerktreffen organisieren können, um dann zu überlegen, wie man Mädchen zum Studium von MINT-Fächern und dazu bewegen kann, dass sie sich in gesellschaftlich nützlicher Weise engagieren, sie dienen eigentlich einem Zweck. Nur: Wird dieser Zweck eigentlich erreicht?

Wenn die vielen Programme und Maßnahmen der Frauenförderung erfolgreich wären, dann müsste über die letzten Jahre die Anzahl z.B. weiblicher Ingenieure größer geworden sein, und zwar überproportional zur Anzahl männlicher.

Die oben genannten Daten machen es möglich, diese Hypothese zu testen.

Mehr noch: Sie erlauben es, den Einfluss von Förderprogrammen wie dem Professorinnenprogramm auf Hochschulen und den Effekt, den der Staatsfeminismus auf die Wahl von Berufen hat, auszuweisen …

… und zwar mit folgenden Ergebnissen:

  • IngenieureDie ganzen MINT-Anstrengungen, vom Girls-Day über spezifische Förderprogramme, mit denen Mädchen in ein MINT-Studium getragen werden sollen, haben keinen erkennbaren Effekt. Die Anzahl weiblicher Ingenieure wächst im Vergleich zu männlichen Ingenieuren nicht überproportional.
  • Programme wie das Professorinnenprogramm und die vielen Förderprogramme, die Hochschulen für weibliche Studenten, Dozenten und Professoren ersonnen haben, haben dazu geführt, dass der Anteil der weiblichen Dozenten und Hochschullehrer mittlerweile schneller wächst als der Anteil der männlichen Dozenten und Hochschullehrer: Im Zeitraum von 1999 bis 2011 wächst die Anzahl weiblicher Dozenten und Hochschullehrer um 43,2% schneller als die der männlichen Dozenten und Hochschulehrer.
  • Am höchsten ist das Wachstum in kunst-, medien-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Berufen. Von 1999 bis 2011 ist die Anzahl der Beschäftigten um 87.322 gestiegen. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Ingenieure um 72.152 Beschäftgte, die der Hochschullehrer und Dozenten um 21.728 Beschäftigte gewachsen. Dies entspricht einem Wachstum von 27,7% für Beschäftigte in kunst-, medien-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Berufen, von 11,5% für Ingenieure und von 50,7% für Dozenten und Hochschullehrer.

Man sieht anhand dieser Daten deutlich, was die Maßnahmen von Bund und Ländern tatsächlich befördern: Sie blähen den Hochschulbereich durch Addition von wenig relevanten Fächern und entsprechenden Hochschullehrern und Dozenten auf und haben die Anzahl derjenigen, die sich in kunst-, medien-, geistes- oder sozialwissenschaftliche Berufe flüchten, um 27,7% erhöht. In beiden Fällen ist der Zuwachs durch ein überproportionales Wachstum von weiblichen Beschäftigen verursacht.

HochschulllehrerEntsprechend kann man davon ausgehen, dass die Förderprogramme, mit denen Bund und Länder den Anteil von Frauen in MINT-Fächern und Berufen fördern wollen, eine interessante Konsequenz mit sich gebracht haben, indem sie den Anteil derjenigen, die durch das Ergreifen eines kunst-, medien-, geistes- oder sozialwissenschaftlichen Berufes in das Lamento derer einstimmen wollen, die beklagen, dass zu wenige Frauen z.B. den Beruf des Ingenieurs ergreifen und die entsprechend an der darauf aufbauenden Förderindustrie partizipieren wollen, erheblich angewachsen ist. Und mit ihnen ist die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu sein, gewachsen: Sie liegt für die entsprechenden Berufe 21% über dem Ausgangswert von 1999.

Im Gegensatz dazu hat sich bei Ingenieuren nichts verändert. Der Anteil von Frauen ist zwar seit 1999 gewachsen. Dies ist jedoch nur eine Zahlenspielerei, denn der Anteil von 12, 7% weiblicher Ingenieure im Jahr 2011 und im Vergleich zu 9,5% im Jahr 1999 entspricht einem Zuwachs um 29.238 weibliche Ingenieure. Im selben Zeitraum ist die Anzahl männlicher Ingenieure um 42.914 gestiegen.

Kurz: Man kann ein Scheitern auf der ganzen Linie vermelden.

geistessozialberufeAlles, was mit der Förderung von Frauen erreicht wurde, ist dass immer mehr Frauen an dieser Förderung partizipieren wollen, nicht jedoch, in dem sie wie intendiert einen der Berufe ergreifen, den die Bundesregierung mit so großer Anstrengung anpreist wie Sauerbier, sondern indem sie sich ihrerseits daran beteiligen wollen, die entsprechenden Berufe des Ingenieurs oder Informatikers Frauen anzupreisen.

Die derzeitige Entwicklung ist als Ausbildung eines weiblichen Wasserkopfes bestens beschrieben, schon weil die Entwicklung nicht, wie es so schön heißt, nachhaltig ist. Mal schauen, wann der Wasserkopf platzt.

KANALEquality: 100% mehr Gründungsmitglieder

Die Initiative KANALEquality, mit der dafür geworben wird, endlich den Frauenanteil bei den gesamtgesellschaftlich so wichtigen Arbeiten, die zur Instandhaltung und Sicherung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung notwendig sind, zu erhöhen, Arbeiten, die ohne die ganz besondere Expertise von Frauen nicht im gesellschaftlich wünschenswerten Maße erfüllt werden können und Arbeiten, deren gesellschaftlicher Nutzen weit über dem Nutzen liegt, der von Managern in Führungspositionen geschaffen wird, freut sich über neue Gründungsmitglieder.

Die Wichtigkeit der Initiative KANALEquality Jetzt!, sie ist auch deshalb gegeben, dass Initiativen der Bundesregierung oder aus Lobbygruppen generell auf unwichtige White-Collar-Jobs und vor allem auf Pöstchen in Vorständen begrenzt sind, zu deren Erfüllung wenig Kompetenz notwendig ist. Meist genügt die Anwesenheit in den entsprechenden Sitzungen der Führungsgremien.

Im Gegensatz dazu sind Kanalarbeiten, ist der Ausbildungsberuf der Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice von größter Bedeutung für nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch für die Sauberkeit von und die Lebensqualität in Stadt und Land.

Kanalequality

Unverständlicher Weise streben feministische Lobbyisten lieber danach, aufgemacht und im Kostüm in Führungsgremien erscheinen zu können, als danach, an der Erfüllung vitaler Leistungen für die Gesellschaft zu partizipieren.

Entsprechend notwendig ist die Initiative “KANALEquality Jetzt”.

Unser Anliegen ist zwischenzeitlich auf viele Leser getroffen, was zur Folge hatte, dass sich die Anzahl der Gründungsmitglieder verdoppelt hat.

Hier die neuesten Mitglieder im Selbstportrait.

Matthias Mala hat ganz persönliche, fast schon nostalgische Gründe, Gründe einer behüteten und freudigen Kindheit, die ihn dazu bewegt haben, Gründungsmitglied von “KANALEquality Jetzt!” zu werden. Matthias Mala reminisziert:

“Ich bin, was Abwasserkanäle angeht, schon seit meiner Kindheit bewandert. Im Knaben-Waisenhaus der Inneren Mission an der Sondermeierstraße in Freimann in München aufgewachsen, wanderten wir Kinder öfters in den Isarauen am großen und kleinen Stinkerkanal entlang, die die geklärten Abwässer in den nahen Speichersee leiteten.

Der kleine Stinkerkanal führte meist nur ein Rinnsal an Abwässern. Wir sprangen als Knaben solange über das Rinnsal, bis ein Kind hineinfiel. Dieses Kind hatte dann das Spiel verloren und war für diesen Tag der Stinker.

Schon als Knabe, störte mich, dass an unserem Vergnügen keine Mädchen teilnahmen. Mit Mädchen wäre das Springen über das Abwasser viel abwechslungsreicher gewesen. Auch hätten sich die Mädchen sicher gefreut, ab und an mal den Stinker des Tages zu stellen.”

Die altruistische Art und Weise, in der Matthias Mala von einer gleichgestellten Kanalwelt träumt, sie ist vorbildlich.

Reinhard Knodt, der ebenfalls zum Gründungsmitglied von KANALEquality avanciert ist, hat gleich eine Liste weiterer Equality-Vorhaben mitgebracht. Der Fünfjahresplan der Equality-Kämpfer hat demnach die folgenden Ziele:

“In der Müllabfuhr, in schweren Berufen auf dem Bausektor, in Abbruchunternehmen, beim Strassenbau, im Reparaturgewerbe und in vielen anderen Schwerstarbeit-Berufen sind Frauen sichtbar unterrepräsentiert, um nicht zu sagen schwer chancenlos und benachteiligt! Wo sind die Fähigkeiten der Frauen beim Möbeltransport? Wo sieht man Frauen beim Schleppen von Kohlesäcken in Berliner Keller mit fehlenden Zentralheizungen? Wo arbeiten Frauen in Abbruchunternehmen?

Auch hier wäre gesellschaftlicher Wandel anzumahnen…”

Schließlich hat sich mit Friedrich Dominicus ein Gleichstellungskämpfer der ersten Stunde zum Gründungsmitglied von KANALEquality erklärt. Wie es einem langjährigen Gleichstellungsrecken geziemt, so sieht Dominicus “the bigger picture”, so weiß er, was auf dem Spiel steht, wenn es nicht gelingt, KANALEquality durchzusetzen:

“Ich kann nur sagen Kanalarbeit für alle. Nicht nur Männer in Kanäle.
Fallen die Känäle fällt Deutschland. Kanalarbeit muß weiblich werden.”

Angesichts dieser Ressonanz sind wird ermuntert, die Initiative in die nächste Phase zu befördern. Wir planen die Erstellung von Aufklebern, Wimpeln, T-Shirts und Tassen mit dem Logo der Initiative.

Vorbestellungen können bereits heute getätigt werden.

Sie wollen auch Gründungsmitglied sein?

Sie wollen gesellschaftlichen Wandel gestalten, dabei sein, wenn die Kultur verändert wird?

Dann schreiben Sie uns eine eMail mit einer kurzen Selbstbeschreibung, warum sie besonders geeignet sind. Wir ergänzen die Liste der Gründungsmitglieder fortlaufend.

Informationen zu “KANALEquality Jetzt!” finden Sie hier.

Noch mehr Informationen zu “KANALEquality Jetzt!” finden sich dort.

Ist Gott männlich oder weiblich? Gender-Harmonie in Gott (keine Satire)

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Genderisten Gott endecken und versuchen, Gott zwischen die Beine zu blicken, sofern er welche hat – was ja, aufgrund mangelnder empirischer Daten gar nicht so sicher ist.

untitledNun hat sich Barbara Fincke-Melke die mühselige Aufgabe gesetzt, das wahre Geschlecht von Gott zu entdecken, und das ganze in Buchform gebracht und tatsächlich einen Verleger, nämlich den LIT-Verlag in Berlin/Münster dafür gefunden.

Was die Leser erwartet, ist eine Reise in das wissenschaftliche Rotlichtmilieu, eine Reise in die Geschlechtlichkeit von Gott:

“Ist Gott männlich? Oder doch auch weiblich? Die Studie will zeigen, dass eine Gender-Harmonie in Gott zu finden ist, zugleich aber auch eine die Kategorien des Geschlechtes übersteigende Transzendenz.”

Was uns immer wieder erstaunt, ist die Begrenztheit des Denkens von Genderisten. Gott muss ein Geschlecht haben! Das steht fest. Er muss entweder ein Mann oder eine Fraus sein oder beides. Vermutlich muss Gott auch schwul oder lesbisch sein, vielleicht ist er auch asexuell, aber er hat ein Geschlecht. Das ist die Grundlage. Darüber hinaus gibt es vielleicht noch ein wenig Transzendenz, aber nur auf Basis primärer Geschlechtsteile, nicht anders. Denn: Gott sprach nicht: Es werde Licht. Am Anfang war auch nicht das Wort, nein, Gott sprach: Was bin ich denn mal für ein Geschlecht, und am Anfang war entsprechend das Geschlechtsteil.

Wie gut, dass wir Genderisten haben, die derart bornierte Fragen wie die nach dem Geschlecht von Gott stellen. Was uns angeht, wir werden Animisten oder hängen Azathoth an, dem Gott, der in seinem Wahnsinn im Dunkeln nagt.

Und während wir Azathoth anhängen kommt Barbara Fincke-Melke des Weges und fragt: “Was hat Euer Gott denn für ein Geschlecht? Meiner ist männlich und weiblich und transzendent, aber in jedem Fall geschlechtlich! Und Eurer?”

Unserer hat gerade seinen Wahnsinn aufgegeben, denn der ist nichts mehr, das ihn von Menschen unterscheidet.

Wem das alles noch nicht reicht, der kann sich bei Barbara Fincke-Melke auch längst überwunden geglaubte Kenntnisse über das Leben im Paläolithikum holen. Das Paläolithikum, das ist die Altsteinzeit, die irgendwann so um den 1. April im Jahre 2,5 Millionen vor Christus beginnt und bis zum 31. September 20.000 oder 12.000 vor Christus, so genau wollen wir uns da nicht festlegen, reicht. Von dieser Zeit erzählt uns Barbara Fincke-Melke:

“Die erste Großepoche der Geschichte, das Matriarchat, wird hier hinsichtlich der paläolithischen Venusstatuetten und der weiblich-göttlichen Größen der Bibel in verdichteter Form beleuchtet.”

Als die Altsteinzeit am 1. April 2,5 Millionen Jahre vor Christus feierlich eröffnet wurde, da wurde sie durch einen Matriarchen eröffnet, Coumba Sidibé mit Namen. Die feierliche Eröffnung, von der Fragmente überliefert sind (in Form paläolithischer Venusstatuetten), die Barbara Fincke-Melke vorliegen müssen, denn sie wird sich ja wohl kaum auf den mystischen Unsinn von Jakob Bachofen (Das Mutterrecht) beziehen, haben bei ihr zu der Phantasie geführt, dass die Altsteinzeit ein Matriarchat war.

paleolitic age

Werkzeuge aus dem Paläolithikum

Wie auch immer, es ist schon erstaunlich, was man in 25000 Jahre alte Kalksteinbrocken alles hineinlesen kann. So sind die “paläolithischen Venusstatuetten” als Kinderspielzeug, natürlich als Fruchtbarkeitssymbols und nun als Beleg für das Matriarchat gedeutet worden (vielleicht sind die Statuetten auch ein Beleg für die Existenz paläolitischer Pornographie, wie Dr. habil. Heike Diefenbach gerade probeweise vorschlägt…).

Man sieht halt immer, was man sehen will. Und im 21. Jahrhundert sehen ziemlich viele, wo sie gehen und stehen, Geschlechtsteile. Und diese Phantasie oder Einbildung ist für viele ein solcher Schock, dass sie wild zu spekulieren und fabulieren beginnen und den Menschen im Paläolithikum die unglaublichsten Dinge andichten. Die sind ja lange tot und können sich nicht mehr wehren.

Und wenn Barabara Fincke-Melke, in ihrer Begeisterung für Geschlechtsteile schon einmal beim Phantasieren ist, dann wird natürlich auch das Patriarchat bemüht, jenes Patriarchat, das nach ihrer Ansicht das Matriarchat “verdrängt hat” und jenes Patriarchat, von dem – man kann es nicht oft genug wiederholen – Dr. habil. Heike Diefenbach gezeigt hat, dass es es nie gegeben hat, denn: Das Patriarchat, das ist das Ergebnis der feuchten Träume, die andere vor Barbara Fincke-Melke geträumt haben, Friedrich Engels zum Beispiel.

Wir stehen übrigens an der Schwelle zu einer neuen globalen Epoche, für alle die, die es noch nicht bemerkt haben, an der Schwelle zu einer Epoche, “in der erstmals auch eine genderbezogen harmonische Trinität entfaltet werden kann”. Ja, eine genderbezogene harmonische Trinität. Trinität, das sind drei – oder? Männlich, weiblich und … sächlich, Ja, Gott ist Gott und männlich, wenn er will, und weiblich, wenn es nicht anders geht und sächlich, wenn er die Nase von diesem ganzen Gendermist voll hat.

Gott hat es gut.

Und wir empfehlen unseren Lesern, sofern sie sich nicht überaus intensiv dafür interessieren, was Gott zwischen den Beinen hat, das Buch von Barbara Fincke-Melke nicht zu kaufen und auch nicht zu lesen. Den Grünen empfehlen wir, sich um die Umweltverschmutzung und Umweltschädigung zu kümmern, die durch Bücher wie das von Fincke-Melke verursacht werden, denn zum Herstellen von Papier müssen Bäume sterben. Was für ein sinnloser Tod im vorliegenden Fall.

Und Psychiarter möchten wir auf die verheerenden Folgen für die Psyche und die psychische Gesundheit hinweisen, die es hat, wenn man Kinder stundenlang auf sado-masochistische Rituale, die an halbnackten Männern vollzogen werden, blicken lässt.