Konstruktivismus fördert den moralischen Verfall

Werner J. Patzelt ist gerade mit seinem Steckbrief konfrontiert. Der Steckbrief steckt voller falscher Behauptungen und kursiert derzeit an der Universität Tübingen, wo als der “Pegida-Versteher” etikettierte Patzelt demnächst einen Vortrag halten wird.

constructivism IAlexander Ulfig hat in einem Beitrag über den inhärenten Widerspruch, den viele Linke inkorporiert haben und der darin besteht, dass man rechte Gewalt ganz furchtbar findet und linke Gewalt in viel größerem Ausmaß dagegen setzt, diesen inhärenten Widerspruch auf das Fehlen einer ethisch-moralischen Grundhaltung zurückgeführt.

An Universitäten stehen konstruktivistische Ansätze in voller Blüte. Sie zeichnen sich nicht nur durch eine feindliche Haltung gegenüber der Ratio aus, sondern vor allem dadurch, dass sie die soziale Konstruktion von Wahrheit und nicht nur deren Überformung durch die Wahrnehmung, von allem, was Realität ausmacht, behaupten. Entsprechend wird für soziale Konstrukteure alles, Wahrheit wie Realität, zur Verhandlungssache.

Nun ist Wahrheit ein geschundener Begriff.

Betrachtet man ihn zunächst als Begriff, der an einen Bezugsrahmen gebunden ist, dann ist etwas immer mit Bezug auf diesen Rahmen wahr oder falsch. Im Rahmen der Mathematik gilt “25 / 5 = 5″. Insofern das Ergebnis der Berechnung richtig ist, ist die in Anführungszeichen gesetzte Aussage wahr.

Auch im Rahmen des täglichen Lebens kann man Dinge, die wahr sind, leicht entscheiden: Wenn A über B sagt, er sei ein Idiot, und C sagt B, dass A ihn als Idioten bezeichnet hat, dann sagt C die Wahrheit. Daran gibt es nichts zu drehen und nichts zu konstruieren.

Konstruieren kann man eigentlich nur am Rahmen, an Theorien, weshalb Diskussionen über Wahrheit, wenn sie mehr sein wollen als die Diskussion von Offensichtlichkeiten, immer Diskussionen über Theorien, deren Geltungsbereich und deren Bestätigungsgrad sein müssen.

Deshalb sind Genderisten, wenn sie mit ihren 1000 Geschlechtern des Wegs kommen, so lächerlich. Das tägliche für die Fortpflanzung relevante Leben kennt nur zwei Geschlechter. Deshalb wirken Sozialisten, wenn sie ihre Planspiele durchsetzen wollen, so lächerlich, denn dass eine Gesellschaft der Gleichen eine Drohung und kein erstrebenswerter Zustand ist, das ist allen klar, die ein Bild von Menschen als Individuum und nicht als Herdentier haben.

Wenn wir über Wahrheit streiten, dann geht es also immer um den Bezugsrahmen, der das, was wir für wahr halten, vorgibt. Kreationisten, die denken, die Welt sei durch Gott geschaffen, leiten ihre sonstigen Aussagen von dieser Aussage ab. Astronomen und Physiker, die denken, die Datenlage spreche für den Beginn unserer Zeitrechnung in einem Big Bang, gehen eben von diesem aus und beurteilen ihre Aussagen in Bezug auf den Big Bang und der Entwicklung, wie sie sich auf Grundlage physischer Gesetze bzw. von Naturgesetzen rekonstruieren und vorherberechnen lässt.

Popper objektive ErkenntnisDass es zwei Fraktionen wie Kreationisten und Physiker gibt, hat aber nichts damit zu tun, dass Wahrheit konstruiert wäre, wie es Konstruktivisten glauben. Wahrheit ist, wie Karl Raimund Popper einmal gesagt hat, eine regulative Idee: Auch wenn wir nie sicher sein können, dass wir Wahrheit gefunden haben, so brauchen wir die Wahrheit als Kriterium für Wissensfortschritt. Wahrheit wird daher zur Übereinstimmung mit der Realität, wie sie unabhängig voneinander wahrnehmende Akteure zur selben Zeit und am selben Ort und im selben Ausmaß wahrnehmen können.

Und diese regulative Idee haben Konstruktivisten aufgegeben. Für sie ist alles dieselbe Soße. Die Brocken in der Soße ergeben sich aus kommunikativer Übereinkunft. Wir kommen überein, die Brocken als vorhanden anzusehen und ab sofort zu behaupten, dass es 1000 Geschlechter gibt, denn: Alles ist verhandelbar und wird von den Grillen abgeleitet, die diejenigen gerade haben, die, aus welchen Gründen auch immer, ihre Grillen gerade in den öffentlichen Diskurs tragen dürfen oder können. Entsprechend gibt es für Konstruktivisten keine Wahrheit, sondern Wahrheits-Moden. Derzeit halten sie heute die 1000 Geschlechter für wahr, morgen werden sie einen anderen Spleen verfolgen.

Nun stellt sich angesichts der Anhänger, die der Konstruktivismus gefunden hat, die Frage, was so attraktiv daran ist, die Existenz von Wahrheit zu leugnen. Die Antwort kommt dieses Mal aus Israel (aber nicht in Form von 10 Geboten und Steintafeln…).

Dort haben Andrea Pittarello, Margarita Leib, Tom Gordon-Hecker und Shaul Shalvi eine Reihe interessanter Experimente durchgeführt, bei denen es darum geht, die Abhängigkeit von Wahrheit bzw. eher Wahrheitsliebe von bestimmten Situationen zu untersuchen. Es geht also um soziale Situationen und die Frage, wie diese sozialen Situationen bestimmt und bewertet werden können.

Herausgekommen ist, dass in ambivalenten Situationen, also in Situationen, die sich dadurch auszeichnen, dass man nicht sofort erkennen kann, was wahr ist, Lügen häufiger vorkommen als in eindeutigen Situationen. Anders formuliert: Es gibt eine Reihe von Zeitgenossen, die unklare Situationen dazu ausnutzen, ihre eigenen Interessen, ihren eigenen Vorteil zu verfolgen, Zeitgenossen, die nicht über die ethisch-moralische Integrität verfügen, eine sie bevorteilende Lüge zu unterlassen, wenn sie der Ansicht sind, eine Entdeckung dieser Lüge sei nicht wahrscheinlich.

Ambivalenz ist das Kredo des Konstruktivismus, dessen Anhänger geradezu die Unklarheit von Situationen zu zelebrieren scheinen, jedenfalls dann, wenn sie sich davon einen Vorteil versprechen. Ambivalenz wird im Rahmen des Konstruktivismus brachial hergestellt: Dadurch, dass man behauptet, Wahrheit sie das Ergebnis sozialer Verhandlungen (wobei die Wahrheit dieser Behauptung von Konstruktivisten seltsamerweise vorausgesetzt wird…). Der Vorteil dieser Behauptung: Die eigenen Konstruktionen müssen nicht mit der Realität übereinstimmen, und von der eigenen Konstruktion abweichende Positionen, also aus Sicht der Konstruktivisten andere (am Ende falsche?) Konstruktionen, können mit sprachlichen Mitteln und ohne Rücksicht auf die Wahrheit angepöbelt werden.

Das ist die Situation, in der sich Werner J. Patzelt gerade befindet, der sich mit der Realität gegen die falschen Behauptungen “des Gastes (der Autor des Steckbriefes versteckt sich hinter diesem Pseudonym)” wehrt, der in Tübingen einen Steckbrief voller Falschheiten über Patzelt verbreitet.

Die Verleumdung und Diskreditierung von Personen mit anderen Meinugen floriert im Konstruktivismus, denn die Anhänger der unterschiedlichen Sozialkonstruktionen, seien sie Sozialismus-Mystiker, Genderismus-Verklärte oder nachhaltige Klimaretter (Die nachhaltigste Entlastung des Klimas ist übrigens der Selbstmord der um das Klima Besorgten. Die Einsparungen an Folgekosten, die durch die Selbstentsorgung der entsprechenden Existenzen entstehen, sind immens.), diese Anhänger sind bar jeglicher moralischer oder ethischer Erwägungen.

Weder haben Sie moralische Prinzipien noch leben sie eine praktische Ethik, denn: beides ist entscheidbar, ist bindend.

Ethics and importanceD.h.: Wer sich zu bestimmten moralischen Prinzipien bekennt, z.B. zur Fairness, die ausschließt, dass man über Dritte Unwahrheiten in die Welt setzt oder Personen mit anderer Meinung diffamiert, der schließt damit bestimmte Handlungsweisen, die nicht seinen moralischen Prinzipien entsprechen, aus. Steckbriefe, wie der, dem sich Werner Patzelt gegenüber sieht, sind ein Indiz für die Abwesenheit moralischer Prinzipien und ein Indiz für das Fehlen einer praktischen Ethik, denn Ethik meint nichts anderes, als im Einklang mit den eigenen, für sich selbst beanspruchten moralischen Prinzipien, also authentisch und im Hinblick auf die eigenen moralischen Prinzipien wahrhaftig zu handeln.

Das Fehlen einer ethisch-moralischen Grundhaltung, das Alexander Ulfig konstatiert, kann somit auf die willkürliche Herbeiführung von Ambivalenz, wie sie durch den Konstruktivismus erfolgt, zurückgeführt werden, womit auch erklärt wäre, warum die entsprechend Befallenen vornehmlich im Dunstkreis von Hochschulen zu finden sind, blühen doch gerade an Hochschulen in den letzten Jahren Irrationalismen und offen die Rationalität ablehnende Konstruktivismen, wie der Genderismus und der Sozialismus in all seinen Spielformen.

Wie die Kausalität verläuft, ist indes unklar:

Ziehen Ideologien, die behaupten, die Wirklichkeit sei eine ambivalente Brühe, die man nach eigenem Gutdünken interpretieren könne, schwache Persönlichkeiten an, die eine Surrogatidentität suchen, die es ihnen erlaubt, individuelles Nichts und kollektives Etwas zugleich zu sein, wobei die Voraussetzung zum individuellen Nichts darin besteht, keine Moral und keine Ethik, eben keine Person zu besitzen? Oder ist es so, dass sich die entsprechenden Nichtse zusammenfinden, um zum kollektiven Etwas zu transzendieren, das sich dadurch auszeichnen muss, Identität zu verleihen ohne die individuelle Nichtigkeit zu gefährden, ein Kunststück, das nur der Konstruktivismus vollbringen kann?

Wie auch immer die Kausalität verläuft, sie verläuft zwischen individuellem Nichts und kollektivem Etwas.

Zur Studie:

Pittarell, Leib, Gordon-Hecker und Shalvi haben eine Vielzahl von Probanden, regelmäßig zwischen 7 und 40, unterschiedlichen Experimenten unterzogen, mit denen sie u.a. die Frage klären wollten, in welchen Situationen es besonders wahrscheinlich ist, dass ein Proband eine Lüge erzählt. Die Probanden saßen dazu vor Computern, auf denen regelmäßig sechs Würfel an sechs Orten dargestellt wurden. Aufgabe der Probanden war es, jeweils den Wert des Würfels, der sich am nächsten an Ort X befunden hat, zu berichten. Die Probanden erhielten für ihre Teilnahme eine Vergütung in Abhängigkeit vom Würfelergebnis, wobei sie in zwei Gruppen geteilt waren: Die Vergütung in Gruppe A wuchs mit der Höhe der berichteten Augenzahl des Würfels, die sich am nächsten an Ort X befunden hat. Die Vergütung in Gruppe B wuchs mit der Akkuratheit der berichteten Augenzahl des Würfels, die sich am nächsten an Ort X befunden hat. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Probanden in Gruppe A häufiger logen als die Probanden in Gruppe B, was offensichtlich darauf zurückzuführen ist, dass Probanden in Gruppe A einen pekuniären Vorteil mit ihren Lügen erreichen konnten. Das Ausmaß an Lügen stieg in Gruppe A mit der Ambivalenz der dargestellten Ergebnisse: War zwar entscheidbar, welcher Würfel am nächsten zum Ort X lag, die Situation aber insofern ambivalent als ein zweiter Würfel recht nahe bei X, wenngleich weiter entfernt als der erste Würfel lag, dann erhöhte dies die Anzahl der Lügen.

Die Experimente, die Versuchsanordnung und die Daten der Experimente sind hier vollständig dokumentiert. Wer Lust hat, die Ergebnisse der Experimente zu prüfen, der kann dies also tun – was zeigt, Pittarello et al. sind keine Anhänger des Konstruktivismus.

Pittarello, Andrea, Leib, Margarita, Gordon-Hecker, Tom & Shavi, Shaul (2015). Justifications Shape Ethical Blind Spots. Psychological Science. DOI:10.1177/0956797615571018

Ministerialer Betrug: Der Zweck heiligt die Mittel

Es gibt etwas zu feiern im Bundesministerium, das sich angblich Bildung und Forschung widmet:

“Professorinnenprogram fördert 400. Berufung

BMBF Jubel 400Das ist im BMBF ein Grund zum Feiern, nicht nur, weil nach Ansicht der derzeitigen Ministerdarstellerin, Wanka, die 400 Professorinnen, die per Professorinnenprogramm in Positionen gehievt wurden, “[b]esondere Rollenvorbilder für Studentinnen und Studenten” seien (dazu unten mehr).

Nein. Nicht nur deshalb.

Die Jubelmeldung zeichnet das Professorinnenprogramm in gloreichen Farben: 400 Professuren sind mit den 300 Millionen Euro des Professorinnenprogramms, die bislang ausgegeben wurden, gefördert worden. 198 deutsche Hochschulen hätten sich bislang am Professorinnenprogramm beteiligt. Zwei bis drei von “Frauen besetzte Professuren” (1. Lüge), würden für die Dauer von bis zu fünf Jahren gefördert. Das Professorinnenprogramm unterstütze deutsche Hochschulen in ihrem Engagement für mehr Chancengleichheit (2. Lüge) und diene dazu, die “Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern” (3. Lüge).

Stellen wir zunächst die Lügen richtig:

Richtigstellung der erste ministerialen Lüge:

Im Rahmen des Professorinnenprogramms werden keine Professuren gefördert, die von Frauen besetzt sind, es werden ausschließlich Professuren gefördert, die mit weiblichen Bewerbern zum Zweck der Förderung durch das Professorinnenprogramm besetzt oder erst geschaffen werden.

Richtigstellung der zweiten ministerialen Lüge:

Das Professorinnenprogramm dient nicht als Unterstützung zur Herstellung von Chancengleichheit, denn Chancengleichheit herrscht dann, wenn Personen unabhängig von Merkmalen, die in ihrer Person begründet liegen, und ausschließlich auf Grundlage ihrer Leistung beurteilt, im vorliegenden Fall auf Professuren berufen werden. Das Professorinnenprogramm macht das weibliche Geschlecht zum diskriminierenden Faktor, der über eine Berufung entscheidet. Folglich unterstützt das Professorinnenprogramm keine Chancengleichheit, sondern schafft Chancengleichheit zu gunsten einer Bevorzugung weiblicher Bewerber ab.

Richtigstellung der dritten ministerialen Lüge:

Das Professorinnenprogramm ist entsprechend kein Mittel zur Gleichstellung der Geschlechter, sondern ein Mittel zur Schlechterstellung männlicher Bewerber auf Professuren an deutschen Hochschulen.

Nun, nachdem die ministerialen Lügen richtig gestellt sind, ist die Laudatio auf 400 durch das Professorinnenprogramm besetzte Lehrstühle eine andere:

400 durch das Professorinnenprogramm besetzte Lehrstühle bedeuten:

  • 400 weibliche Bewerber, die sich nunmehr per ministerialem Dekret Professor nenen dürfen und nichts dabei finden, dass sie sich die Professur mit ihrem Geschlecht erkauft haben, also mit einem Merkmal, auf das sie keinen Einfluss haben, das entsprechend auch nicht als persönliches Verdienst angesehen werden kann. Personen, die sich durch Einsatz ihres Geschlechts einen Vorteil verschaffen, nannte man früher Prostituierte, nicht Professor.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder nicht über das Rückgrat oder die moralische Entwicklung verfügt haben, um eine Beteiligung an der Besetzung von Lehrstühlen aufgrund des Geschlechts und nicht aufgrund der Leistung des Bewerbers, zu verweigern.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder kein Problem damit hatten, männliche Bewerber mutwillig und vorsätzlich über deren Chancen, auf die ausgeschriebene Stelle berufen zu werden, zu täuschen.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder wohlwissend, dass die ausgeschriebene Stelle, nur dann besetzt wird, wenn eine Förderung durch das Professorinnenprogramm zustande kommt, was die Besetzung durch einen weiblichen Bewerber voraussetzt, vermutlich schadenfroh darüber sind, dass sie den männlichen Bewerbern falsche Hoffnungen gemacht, Zeit und Geld gestohlen haben.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitgliedern man die Beihilfe zum Betrug vorwerfen muss.
  • Und mindestens 2.500 männliche Bewerber, die sich im Glauben, sie hätten eine Chance, berufen zu werden, auf die entsprechenden Ausschreibungen beworben haben, sich haben verschaukeln lassen und hinterher im Nichts verschwunden sind, ohne sich zu wehren, ohne den Mund aufzumachen, ohne ein Wort des Widerspruchs.

ProfessorrinnenprogrammZusammenfassend: Der Zweck heiligt die Mittel und wenn Betrug notwendig ist, um ministeriale Ziele zu erreichen – warum nicht? Schließlich hat der Betrug außer den Kosten für die Steuerzahler keinerlei Folgen: Kein Staatsanwalt ermittelt. Staatsanwälte sind weisungsgebunden und unterstehen den Justizministern der Länder. Kein betrogener männlicher Bewerber zieht vor ein Verwaltungsgericht oder gar Strafgericht. Kein Vertreter der öffentlich-rechtlichen und privaten Medien hält es für notwendig oder der eigenen Karriere zuträglich, sich öffentlich gegen diese Diskriminierung von Männern und die Prostitution von Frauen auszusprechen. Kein etablierter Professor, bei dem zumindest sicher ist, dass er nicht wegen seines Geschlechts berufen wurde, was die Möglichkeit offen lässt, dass er aufgrund seiner Leistung berufen wurde, meldet öffentlich Kritik an.

In einer Republik der Kuscher und Leisetreter muss sich niemand wundern, wenn die Regierenden sich bei der Wahl ihrer Mittel immer mehr aus dem Fenster der Legalität lehnen, bis sie dann schließlich im Matsch der Kriminalität landen. Es ist in einer Demokratie  eigentlich die Aufgabe der Medien, der Öffentlichkeit, eines jeden Bürgers, die Regierenden zu kontrollieren und Missbrauch von Regierungspositionen zu bekämpfen. Nur so kann eine Demokratie überhaupt funktionieren und vermieden werden, dass Kriminelle und Prostituierte zu Rollenvorbildern für z.B. “Studenten und Studentinnen” aufgebaut werden.

Immer vorausgesetzt, man möchte das verhindern.

Mehr zum Professorinnenprogramm.

Lann Hornscheidt on the road

Nachdem Arne Hoffmann bereits darauf hingewiesen hat, nachdem Michael in einem Kommentar darauf hingewiesen hat, nachdem uns eine Reihe von eMails nämlichen Inhalts erreicht haben und, nichtzuletzt, nachdem wir immer daran interessiert sind, Genderisten bei ihrer Selbstdarstellung hilfreich zu sein, wollen wir auf einen Beitrag des Blogs “Bonjour Tristesse – Antworten aus der Provinz – Blog für Halle und Umgebung” verlinken.

In einem mutigen Selbstversuch hat der Autor dieses Beitrags, Frauke Zimmermann, sich mehrere Stunden lang einem von Lann Hornscheidt in Halle ausgerichteten Workshop unterzogen. Was dabei herauskommt, wie man seine Ratio vor den Auswirkungen von mehreren Stunden Lann Hornscheidt und davor, ver-x-t zu werden, schützt, Zimmermann beschreibt es in einem ausführlichen post.

Unsere Lieblingsstelle ist die folgende:

“DER LKW
LKWLann und Anna wollen mit einem eindringlichen Beispiel vermitteln, wie machtvoll Sprache sein kann und weshalb man sich mehr auf die eigene Wahrnehmung und die eigenen Gefühle besinnen sollte. Dass dabei das Leid der Menschen, die an wirklichen Traumata leiden, relativiert und instrumentalisiert wird, scheint der Indoktrinierung mehr als förderlich zu sein:
»Wenn ein Kind einen Unfall mit einem LKW hat und später im Leben nur durch das Aussprechen des Wortes ›LKW‹ verletzt wird, weil es ein Trauma hat, dann wird man aus Rücksicht darauf verzichten, das Wort vor der Person auszusprechen. Das sollte genauso auch für andere verletzende Worte als Grundregel gelten. Ich verstehe nicht, wieso das so schwer zu verstehen ist!« Alle um mich herum stimmen nickend zu! Jetzt ist der Groschen gefallen! Meine Sitznachbarin guckt mir über die Schulter und sagt begeistert: »Wow, das ist so ein gutes Argument. Ein so guter Vergleich! Das muss ich mir auch aufschreiben!”

Lann ist selbstredend das Lann, und Anna, das ist Anna Damm, wie das Lann aus Berlin, von der Humbug-Uni und wohl der Geleitschutz (oder Lann ist das Begleitschutz für Anna Damm) – es ist ja bekannt, dass Feministen sich nur zusammen in die Welt oder auf die Toilette trauen.

Wir sind für die Einsicht im zitierten Absatz besonders dankbar, denn:

Wir haben ein Lann-Trauma.

Jedesmal, wenn jemand das Lann im Munde führt oder auch nur Lann sagt, selbst wenn damit LAN als Local Area Network gemeint ist, jedes Mal wenn wir Lann oder Lan hören, bekommen wir Zustände: Kopfschmerzen, ob der Absurdität des Lannschen oder Bauchschmerzen, ob der Komik des Lannschen, zuweilen verfolgt uns das Lannsche bis ins Bett und mitten in der Nacht fahren wir hoch und lachen los.

Kurz: Wir haben ein Lann-Trauma, das wir ernstzunehmen bitten, dadurch, dass in der großen weiten Welt des Internet, der Printmedien und sonstiger öffentlicher Informationsträger Lann auch in der Variante von Lann Hornscheidt oder das X nicht mehr ausgesprochen wird. Soviel Empathie mit unserem Lann-Trauma können wir ja wohl erwarten – oder? Und damit uns das Lann dauerhaft erspart bleibt, kann nach wie vor der Brief, mit dem wir die Entfernung des Lanns, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, von der Humboldt-Universität in Berlin fordern, unterstützt werden.

Und nun viel Spaß beim Lesen des Posts von Frauke Zimmermann: 4 Stunden Lann komprimiert und mit Trigger-Warnung: Das Lesen dieses Textes kann zu einem Lann-Trauma führen!

Mehr zum Lann auf ScienceFiles:

Ein Profx, das zu Straftaten aufruft

Umfrage: Kann Lann Hornscheidt an der Humboldt-Universität geduldet werden?

Junge Union: Schluss mit Gender-Finanzierung – ScienceFiles macht Wahlprogramme

Der wie üblich gut informierte Arne Hoffmann, der offensichtlich insgeheim mit der CDU sympathisiert (das musste jetzt sein :), hat eine Passage im Wahlprogramm der Jungen-Union in Baden-Württemberg entdeckt, die uns freut und an der wir vermutlich nicht ganz unschuldig sind, sind wir doch diejenigen, die seit nunmehr vier Jahren kontinuierlich dargestellt haben, dass Gender Studies mit Wissenschaft nichts zu tun haben, erinnert sei hier nur an den Beitrag von Dr. habil. Heike Diefenbach zur Überflüssigkeit der Professuren für Gender Studies oder die zahllosen Beiträge, in denen der faschistoide Kern der Gender Studies herausgearbeitet wird.

Insofern freut uns dieser Eindruck, den wir hinterlassen haben und der sich bei der Jungen Union Baden Württembergs in ihrem Programm für die Landtagswahl 2016 wie folgt liest:

Junge Uion 2016“Wir fordern, Lehrstühle, die sich mit Genderforschung beschäftigen, nicht länger zu finanzieren. Diese sogenannte Forschung ist nichts anderes als knallharte Ideologie ohne Wissenschaftlichkeit. Die frei werdenden Finanzmittel sollen zur Verbesserung echter universitärer Lehre genutzt werden.” (14)

Da kommt Freude auf! Allerdings ist die Forderung unvollständig. Wie im Getränkehandel, in dem Hersteller verpflichtet sind, ihre leeren Flaschen zurückzunehmen, so plädieren wir auch im Hinblick auf Gender Studierte dafür, dass diejenigen, die für die Installierung von Gender Studierten auf universitären Lehrstühlen verantwortlich sind, ihre Gender Studierten zurücknehmen und fortan ihr Einkommen mit den Gender Studierten teilen, damit Letztere dem Steuerzahler nicht über Hartz IV zur Last werden.

Die Abschaffung der Genderforschung ist nur ein Punkt, der Forderungen der Jungen Union, die sich unter “3. Wissenschaft und Forschung” finden. Liest man die verbleibenden Forderungen, dann hat man den Eindruck, entweder die Junge Union besteht hauptsächlich aus Austauschstudenten oder die Studenten in der Jungen Union verfügen über einen Erfahrungshorizont jenseits des Mainstream, finden sich doch Forderungen, wie:

  • die verstärkte Kooperation zwischen Universitäten und Wirtschaft;
  • die Verbesserung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur der Hochschulen in Baden-Württemberg;
  • oder gar, als besonderer Affront an die Adresse der Gewerkschaften, deren Funktionäre dem christlichen Glauben so leidenschaftlich anhängen, dass sie den Sonntag zur arbeitsfreien Zone erklärt haben (mit den üblichen Ausnahmen, die sie nicht betreffen), fordern die Jungen Unionisten: “die Öffnungszeiten der kommunalen und landeseigenen Bibliotheken in allen Hochschulstandorten im Land auch an Sonntagen zu ermöglichen”.
  • Aber damit Baden-Württemberg am Ende nicht auf die Standards hochschnellt, die an Hochschulstandorten im angelsächsischen Ausland die Norm sind, wollen die Jungen Unionisten über “verlängerte Öffnungszeiten” von Bibliotheken “auch an anderen Tagen der Woche” nur nachdenken.

Achtung heftiger Gegenwind!Alles in allem ist das, was die Jungen Unionisten in der kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg mit Bezug auf Hochschulen fordern wollen, ein guter Anfang, und abermals können wir feststellen, die Luft für Gender Studierte wird dünner. Die Zeiten des frisch-fröhlichen und unbekümmerten Nutznießens, sie scheinen endlich einem Ende zu zu gehen.

Nachtrag: 

Arne Hoffmann hat zwischenzeitlich auf unseren Beitrag reagiert und sich schockiert gezeigt, ob unserer Annahme, er sympathisiere insgeheim mit der CDU. Entsprechend hat er ein politisches Outing für die nächste Woche angekündigt. Ob das Hoffmannsche politische Outing in Form einer überfüllten Pressekonferenz oder als Performance-Art-Event erfolgen wird, ist derzeit unklar. Wir halten unsere Leser auf dem Laufenden!

Grüne Fachgespräche in schwarz-weißer Tristesse

GrueneMdBDie Bundestagsfraktion der Grünen lädt zu einem Fachgespräch nach Berlin ein, in den Deutschen Bundestag. Von Steuerzahlern finanziert, wird dort über diejenigen geredet, die die “Uhr zurückdrehen” wollen.

Nein, es geht nicht um das Für und Wider der Sommerzeit, es geht um: “Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie”, und wir wollen die Meldung, die die Grünen herausgegeben haben, um auf ihr Fachgespräch aufmerksam zu machen, zum Anlass nehmen, um darzustellen, wie angebliche Emanzipatoren, denn für solche halten sich die Grünen, doch nur Manipulateure sind, die versuchen, mit sprachlichen Tricks Stimmung und Punkte zu machen.

Beginnen wir jedoch mit dem positiven Teil. Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass selbst Grüne lernfähig sind (auch wenn der Zweifel doch sehr nagt). Wenn man sich mit Kritik an einer Überzeugung, die man für richtig hält, sagen wir mit dem Feminismus, auseinandersetzen will, und wenn man dabei den Eindruck vermeiden will, dass es sich beim Feminismus in seiner derzeitigen Verfassung um nichts anderes als eine Nutznießer-Ideologie handelt, deren Anhänger aus pekuniären Motiven ihren feministischen Fetisch anhimmeln, dann muss man sich konstruktiv und überlegen mit Kritik auseinandersetzen.

Konstruktiv und überlegen setzt man sich mit Kritik auseinander, wenn man die Kritik zulässt, sie beschreibt, in ihren Auswirkungen darstellt, wenn man analysiert, auf welche Teile der eigenen Überzeugung sie sich bezieht und wenn man dann Argumente anführt, die die Kritik widerlegen.

Dieser Umgang ist nicht nur konstruktiv und überlegen, er ist auch fair, und Fairness, dass sollte doch eine Eigenschaft sein, die angeblich emanzipative Grüne in erster Linie auszeichnet.

Ist sie aber nicht.
Genauso wenig, wie Konstruktivität und Überlegenheit Eigenschaften sind, die Grüne auszeichnen.

Grüne, wie Volker Beck, Kai Gehring oder Beate Walter-Rosenheimer (oder war es Beate Walter Rosenheimer?) ergehen sich lieber in wirklich billigen Sprachtricks, mit denen sie versuchen, Kritik an ihren Überzeugungen in Bausch und Bogen abzuwerten, zu diskreditieren, als böse, des Teufels, rückwärtsgewandt, revisionistisch, ewig-gestrig in der aktualisierten Sprachvariante zu qualifizieren.

Die eigene Überzeugung wird gegen das Böse aus dem Dunkel der Hölle, in der sich “Teile der Bevölkerung” nach Ansicht der Grünen befinden, gestellt und in schillernden, positiven und schönen Sprachfarben gemalt.

Das ist so primitiv, dass man sich eigentlich gerne betreten abwenden würde, weil man nicht Zeuge dabei werden will, wie von Steuerzahlern finanzierte Mitglieder des Bundestages sich derart bar jeglicher Überlegenheit, sich als derart tangiert und unfähig, argumentativ mit Kritik umzugehen, outen. Man würde sich gerne abwenden, aber man kann es nicht, denn dass sich Mitglieder des Bundestages mit einem monatlichen Gehalt von 18.000+ Euro derart primitiv geben, bedeutet, dass sie denken, sie kommen damit durch, dass sie denken, ihre Adressaten und Gegner sind entweder genauso dumm wie sie selbst oder, schlimmer noch, dass sie sich überlegen fühlen.

Das kann man natürlich nicht so stehen lassen.

Deshalb haben wir die Welt, wie sie sich den Grünen darstellt, auf Grundlage der Ankündigung des von Steuerzahlern finanzierten Fachgesprächs analysiert. Herausgekommen ist die schwarz-weiße Tristesse der Grünen, die die Welt in Gut und Böse einteilt.

Grüne Derogation Grüne Heilsbotschaft
zunehmend schrille Kritik demokratische Geschlechterpolitik
homophobe Proteste Bildungspläne
Mythen Sexualaufklärung in Schulen
anti-emanzipatorische Bewegung; gesellschaftlicher Backlash emanzipatorische Erfolge
homophobe und antifeministische Gruppen erfolgreiche parlamentarische Gegenstrategie
Angriffe auf Genderkonzepte Modernisierung
Umdeutungsversuche der Emanzipationsgegner*innen gleiche Rechte
treibende anti-emanzipatorische Akteur*innen emanzipatorischer Fortschritt
Deckmantel der Meinungsfreiheit menschenfreundliche Äußerungen

Alle Formulierungen in der Tabelle stammem aus der Veranstaltungsankündigung der Bundestagsfraktion der Grünen, an zwei Stellen war es notwendig, Antonyme zu bilden. Dadurch wird jedoch nichts vom Kern der grünen Aussagen genommen, die eine Welt aus Freund und Feind zeichnen, eine Welt mit guten, emanzipatorischen und nur um das Heil aller (außer des Teils der Gesellschaft, der böse ist) besorgten, emanzipativen (kann man nicht oft genug sagen) Liebhaber von Genderkonzepten mit demokratischer Genderpolitik.

Dieser Welt der Guten stehen die Bösen gegenüber, jene, die sich gegen die Genderkonzepte wenden, sie – oh, furchtbarer Frevel – kritisieren und, schlimmer noch, Bildungspläne oder demokratische Geschlechterpolitik, jene Gestalt gewordenen Zeichen der großen grünen Weltherrlichkeit, schlecht finden.

Stellen Sie sich das vor, die Bösen finden die Insignien grüner Überlegenheit schlecht und kritisieren sie!

Petitionslogo

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Was soll man dazu sagen?
Das Fachgespräch wird es den Grünen nicht sagen, was man dazu sagen soll.

Das Fachgespräch wird nämlich kein Fachgespräch, sondern ein gegenseitiges Aufputschen derjenigen, die sowieso schon überzeugte Jünger des Gender-Gottes sind. Entsprechend verwundert es nicht, wenn in der Veranstaltungsankündigung der Tippfehlerteufel sich ausgerechnet im Zusammenhang mit der Nennung von Wissenschaft eingeschlichen hat und man lesen muss: “Zudem werden wir überlegen, ob es Erwartungen es an die Wissenschaft gibt, sich in die Debatte einzubringen”.

Die Wissenschaft, Ihr grünen Ideologen, die hat sich längst in die Debatte eingebracht. Deshalb trefft Ihr Euch nämlich, weil Wissenschaftler nicht mehr dabei zusehen wollen, dass Genderisten ihre Universitäten bevölkern, sich als Wissenschaftler maskieren und von sich behaupten, der ihnen viel zu große Mantel der Wissenschaft habe sie zu einer Gender-Erkenntnis geführt.

Sabine Hark soll sich bei der Veranstaltung der Grünen zu Angriffen auf Gender-Konzepte äußern, vielleicht ist sie ja nicht nur in der Lage, einen negativen Teil vorzutragen, der – man muss dazu kein Prophet sein, im Lamento bestehen wird, dass die Gender Studies von ganz Bösen und weniger Bösen angegriffen (nicht etwa kritisiert) werden und dass alle gar nicht wissen, was die Gender Studies sind und wollen, so wie auch nie jemand so richtig verstanden hat, was die Aum Shinrikyo Sekte eigentlich wollte und vermutlich deshalb bis heute der Sarin-Gas Angriff in Tokyo unverstanden geblieben ist.

Wir sagen vorher, dass sich Sabine Hark, obwohl sie einen Lehrstuhl in Berlin besetzt, abermals nicht zu den Fragen äußern wird, die ihr Wissenschaftler nun seit mehreren Monaten gestellt haben, ohne dass sie in der Lage wäre, sie zu beantworten, Fragen über die Methoden, die Methodologie, die Erkenntnistheorie, den Nutzen der Gender-Konzepte, wie es die Grünen nennen, Fragen, die Hark nicht beantworten kann, denn die Gender-Konzepte sind keine Wissenschaft, sondern Ideologie, schlichte Nutznießer-Ideologie. Deshalb, ihr Grünen gibt es Kritik am Gender-Gedöns.

Ob es nun, da alles gesagt ist, nicht besser wäre, die Empörungsveranstaltung in Berlin abzusagen, den Steuerzahlern das gesparte Geld zurückzuüberweisen und sich das entsprechende “Gender-High” für Steuerzahler kostenneutral zu besorgen?

Aktion jetzt – Intervention jetzt – Frauenhäuser besetzen!

Wer heute etwas gelten will, in der Gesellschaft, der muss Intervenieren.

action researchDie Zeit, in der es ausgereicht hat, den Lehrstuhl zu wärmen und Wissen vom Katheder aus zu verkünden, die ist vorbei.

Aktion Research wird auch in Deutschland immer beliebter. Immer mehr Wissenschaftler wollen die Dummen, die sich nicht selbst aus dem Gefängnis ihres minderen IQs befreien können, mit ihren Erkenntnissen nicht nur beglücken, sondern auch emanzipieren. Aktion!

Aktion ist angesagt, wenn am kalten Buffet der Weltgesundheitsorganisation zwei Kenntnisreiche in der vollen Fülle ihres übergewichtigen Körpers darüber schwadronieren, wie den Armen, den Hungernden ihr Los erleichtert, sie vor Ebola und Hungersnot gerettet werden könnten.

Aktion ist angesagt, wenn die Handelsreisenden in Klimafragen von einem Treffen zum nächsten Jetten, um in voller Wichtigkeit ihres hektisch gefüllten Terminkalenders über die furchtbaren Folgen des Klimawandels zu lamentieren und darüber philosophieren, was man alles den Normalsterblichen verbieten muss, damit das Klima zumindest so lange gerettet werden kann, bis sie am Ende ihres Erwerbslebens angekommen sind.

Und Aktion ist angesagt, wenn allen Ungerechtigkeiten, die der weiße Mann (also Old Shatterhand ohne seinen roten Bruder Winnetou) und unter Ausnutzung der für ihn förderlichen gesellschaftlichen Strukturen des Patriarchats zu Lasten der weißen Mittelschichtsfrauen geschaffen hat, durch Interventionen zu Leibe gerückt werden soll, Interventionen, wie sie z.B. von Lann Hornscheidt feil geboten werden, Interventionen, bei denen es sich – wie wir angesichts der Tatsache, dass sich niemand daran stört, schließen – nicht um Straftaten handelt, sondern um Formen der körperlichen Selbsterfahrung, um einen Zugang zu ganz neuen Formen der (Selbst-)Erkenntnis.

Die Tage der alten Rationalität, die seit Jahrtausenden erzählt, sie sei Grundlage von Erkenntnis, sie sind vorbei. Aktion ist angesagt, Aktion, Selbsterfahrung, Lebensweltforschung, Intervention, und zwar im richtigen Geist, denn, es ist der richtige Geist, die richtige Gesinnung, die richtige Motivation im Solar Plexus, die richtige Gemütsverfassung, die aus einer Sachbeschädigung eine begrüßenswerte Intervention macht, eine Intervention, die alles zum Guten wendet, die Herrschaft der Feinde beendet und uns das Paradies im Ringelreihen finden lässt.

selfreflectionNiemand ist auf dem Weg der aktionsbasierten Selbsterfahrung bislang weiter gegangen als Lann Hornscheidt. Was wir anfänglich nur als Straftaten angesehen haben, ist exzellente intervenierend befreiende, lebensweltliche Aktionsperformance, exzellente Aktionsperformance in richtiger Gesinnung und Gemütsverfassung.

Und dies gilt es als Vorbild zu nehmen:

Wer nicht weiß, wie es sich anfühlt, Aufkleber mit “Männer sind doof”-Aufschrift herzustellen, weiß nicht, was ihm fehlt.

Wer nicht weiß, wie es sich anfühlt, in aus falscher Gesinnung heraus geschriebene Bücher zu intervenieren und Seiten herauszureißen, der hat nicht gelebt.

Wer noch nie den Blick des Kellners genossen hat, dem die Speisekarte gerade mit Eding verschmiert wurde, der kann nicht nachvollziehen, was es bedeutet, auf der Höhe menschlich-geistlicher Entwicklung zu sein.

Deshalb haben wir beschlossen, es dem Lann Hornscheidt gleich zu tun, stärker reflexiv zu sein, und eine Liste “Ideen, Formen und Inspirationen” zu eröffnen, eine offene Liste, auf der wir Erfahrungen, Selbsterfahrungen, mit denen sich jemand als mitten im Leben stehend verortet hat, sammeln. Die Liste soll nicht nur Dokument der intervenierenden Befreiung des unterdrückten Geistes sein, sie soll auch Anregungen zu Aktionen geben, denn wir wollen die emanzipative Kraft der Intervention mit möglichst vielen teilen.

Haben wir noch etwas vergessen?

Richtig, die richtige Gesinnung.

Angesichts der Herrschaft des Matriarchats, unter der wir uns befinden, eines Matriarchats, das nicht davor zurückschreckt, Mittel des ESF, die für arme hungernde Kinder in den benachteiligten Gebieten des deutschen Ostens gedacht sind, für Kaffee und Kuchen in Frauencafes zu entfremden, angesichts eines Matriarchats, das nicht davor zurückschreckt, die Welt mit Mythen und Erfindungen zu überfluten, um sich einen Vorteil zu verschaffen und angesichts eines Matriarchats, das die offene Diskriminierung aufgrund von Geschlecht betreibt, gibt es nur eine richtige Gesinnung: Anti-Genderismus.

Es gilt Fanale des Anti-Genderismus zu setzen.

Es gilt Aufmerksamkeit für die Unterdrückungsstrukturen des Genderismus zu schaffen.

Es gilt, mit Interventionen die Mechanismen der Unterdrückung stillzulegen, ja zu beseitigen.

Wir haben bereits eine Reihe von Interventionen gesammelt, wobei wir nicht verschweigen wollen, dass wir die Liste des Lann Hornscheidt als Grundlage genommen haben, um uns die dort gesammelte Interventions-Erfahrung zu nutze zu machen.

Welche Interventionen bieten sich also im Freiheitskampf an?

Folgende:

  • Frauenhäuser besetzen;
  • Straßenschilder von Straßen, in denen sich Frauenhäuser befinden, verhängen;
  • Frauencafés nicht mehr beliefern;
  • In Frauencafés alle Sitzplätze besetzen und Fan-Gesänge anstimmen;
  • Alle Verstanstaltungen von Gender Studies in Vorlesungsverzeichnissen mit Eding durchstreichen;
  • Die Stühle aus Seminarräumen entfernen, bevor Gender Seminare stattfinden;
  • Alle Seiten aus Vorlesungsverzeichnissen herausreißen, die auf Veranstaltungen in Gender Studies hinweisen;
  • Kaugummis auf Stühle von Genderisten kleben;
  • Bücher, an denen Lann Hornscheidt beteiligt ist, in Bibliotheken verstecken;
  • Gender-Veranstaltungen an Hochschulen durch lautes Johlen zum Happening weiterentwickeln;
  • Produkte von Unternehmen mit Frauenquote bestreiken;

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten der Intervention, noch viel mehr Möglichkeiten, sich als Akteur in Aktion zu erleben und zu wissen, wofür es sich zu leben lohnt. Wir veröffentlichen alle Vorschläge, die uns erreichen, sofern sie nicht aus der falschen Gesinnung heraus formuliert werden, denn die richtige Gesinnung ist es, die die Straftat zur emanzipativen Intervention macht.

Das bitte nicht vergessen!

Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst”

Gestern haben wir über den Beitrag “Universitäre Pseudowissenschaft” von Ulrich Kutschera berichtet.

Der Beitrag fand sich auf den Seiten des humanistischen Pressedienstes. Und von dort hat er eine schnelle Verbreitung gefunden, wie eine Google Suche zeígt.

Wie gesagt, gestern fand sich der Beitrag beim humanistischen Pressedienst. Heute ist er verschwunden (Wir danken Prof. Dr. Günter Buchholz für den Hinweis).

humannistischer Pressedienst

Wie gut, dass es Google gibt und Google einen Cache hat, in dem man auch noch Beiträge findet, auf die plötzlich der Zugriff verweigert wird. Wer den verschwundenen Beitrag gerne entdecken und lesen will: Hier ist er. Und wie gut, dass wir es uns angewöhnt haben, eine Sicherungskopie der Texte zu machen, über die wir berichten…

Nun stellen sich natürlich eine Reihe von Fragen, wenn ein Beitrag so spurlos von der Seite eines Pressedienstes verschwindet. Was könnte die Ursache dafür sein? Was hat der Verfasser des Textes angestellt, dass ihm die Öffentlichkeit eines humanistischen Pressedienstes verweigert wird? Hat er sich gegen den Humanismus vergangen, jedenfalls in der Form, wie er beim humanistischen Pressedienst gepredigt wird?

Ein Blick in den Text zeigt: Ulrich Kutschera berichtet darin von einer Konferenz in San José. Dort hat sich der Evolutionsbiologe mit Lehrstuhl an der Universität Kassel mit anderen Biologen getroffen, um über den Kreationismus in Europa zu diskutieren, also über jene Lehre, die Adam und Eva als Ausgangspunkt der Menschheit sieht und entsprechend die Zeitgeschichte auf maximal 7000 Jahre datiert.

Daran kann nichts Anstößiges gewesen sein, denn bereits in der Vergangenheit hat der humanistische Pressedienst Beiträge verbreitet, in denen Kritik am Kreationismus geübt wurde, zwei davon finden sich noch im Archiv des Pressedienstes: Einer über Kreationismus in Deutschland und einer über Kreationismus in Europa. Dass Kutschera Kreationisten kritisiert, kann also nicht der Grund dafür sein, dass sein Text über Universitäre Pseudowissenschaft verschwunden ist.

Will man die Ursache für die Zensur durch den humanistischen Pressedienst herausfinden, dann muss man entsprechend die Texte zum Kreationismus, deren Veröffentlichung offensichtlich nicht als bedenklich eingestuft wird, mit dem Text vergleichen, der verschwunden ist, jedenfalls von der Seite des humanistischen Pressedienstes, nicht jedoch aus dem Google Cache.  Und wie gesagt, wir haben ihn auch noch…

The Snout in the Trough

The Snout in the Trough

Der einzige Unterschied zwischen den Texten, die noch vorhanden sind und dem, der zensiert wurde, besteht darin, dass Genderismus als Form von Kreationismus, als Pseudowissenschaft bezeichnet wird, dass Ulrich Kutschera ausspricht, was die Leser von ScienceFiles seit Jahren wissen, dass nämlich Genderismus keine Wissenschaft ist, da Genderismus keine Methode, keine Methodologie und vor allem kein Erkenntnisinteresse hat. Genderismus ist, wie wir nicht müde werden zu sagen, keine Wissenschaft, denn Genderismus ist eine Ideologie, deren Zweck darin besteht, die Anhänger des Genderismus an die mit Steuergeldern gefüllten Futtertröge zu bringen, damit sie sich dort durchfuttern können, auf Kosten der Steuerzahler.

Dass dem so ist, haben wir in einer Vielzahl von Beiträgen zum Genderismus begründet. Aber wir hätten es gar nicht begründen müssen, denn die Weigerung von Genderisten, die es geschafft haben, sich in der institutionellen Wissenschaft einzunisten, einfachste Fragen nach ihrer wissenschaftlichen Methode, ihrer Erkennistheorie, ihrem Erkenntnisinteresse, ihren Ergebnissen und ihrem Nutzen für die Gesellschaft zu beantworten, spricht Bände. Denn nichts davon ist vorhanden, wie das bei einer Ideologie der Fall ist, deren Zweck ausschließlich im Nutznießen besteht.

Und wenn eine Ideologie, ihre Hohepriesterinnen und ihre Anhänger anderen die Ideologie als Wahrheit verkaufen wollen, dann darf Kritik an der Wahrheit, Widerspruch oder gar Widerlegung natürlich nicht zugelassen werden. Entsprechend muss Kritik, muss Widerspruch unterbunden, Widerlegung unmöglich gemacht werden, muss Zensur geübt werden.

Josef StalinFolglich scheint eine Intervention von Genderisten dazu geführt zu haben, dass der Text von Kutschera von der Seite des humanistischen Pressedienstes verschwunden ist. Eine andere Erklärung fällt uns nicht ein (aber vielleicht gibt es ja einen Mutigen beim humanistischen Pressedienst, der das Verschwinden aufklärt – vielleicht mit einem technischen Defekt?). Und so lange diese Erklärung nicht falsifiziert wurde, muss man vier Konklusionen daraus ziehen:

  1. Beim humanistischen Pressedienst gibt es welche, die haben die Hosen gestrichen voll.
  2. Genderismus ist eine totalitäre Ideologie und deshalb mit Kreationisten nicht vergleichbar, denn letztere sind in der Regel tolerant genug, nicht-Gläubige und ihre Meinungen zuzulassen. Entsprechend müsste man ideengeschichtlich den Genderismus wohl eher in eine Reihe mit anderen totalitären Ideologien stellen, z.B. mit dem Stalinismus.
  3. Die Versuche von Genderisten, die Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken, erhalten gerade Anschauungsmaterial für all diejenigen, die sich nicht selbst vorstellen können, was da auf sie zukommt!
  4. Die Verantwortlichen beim Humanistischen Pressedienst müssen Duckmäusertum oder Zensur mit Humanismus verwechseln.

Prof. Dr. Günter Buchholz hat bereits nachgehakt.

Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas

Dem wie üblich gut unterrichteten Arne Hoffmann sei Dank für einen Link auf einen bemerkenswerten Beitrag, einen Beitrag eines deutschen Professors, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt!

Doch vorweg ein Einstieg mit Michael Schermer aus seinem Buch “Why People Believe Weird Things”.

Darin schreibt er:

Michael Schermer“It would be difficult to find a supposedly scientific belief system more extraordinary than creationism. whose claims deny not only evolutionary biology but most of cosmology, physics, paleontology, archaeology, historical geology, zoology, botany, and biogeography, not to mention much of early human history” (Schermer, 1997: 131)

Schermer hat seine Rechnung 1997 als sein Buch erschienen ist, offensichtlich ohne den Genderismus gemacht, handelt es sich doch beim Genderismus um ein angeblich wissenschaftliches Überzeugungssystem, das all die Kriterien teilt, die Schermer beim Kreationismus vorfindet, also bei denjenigen, die denken, die moderne Zeitrechnung beginne mit der Vertreibung aus dem Paradies und seit Noah in der Türkei gestrandet ist, gebe es die moderne Menschheit. Kurz. Alles, was Darwin und die modernen Wissenschaften, die Schermer aufzählt, an Erkenntnissen erreicht haben, es sei alles Quatsch und sowieso unnötig, denn die Wahrheit steht bereits in der Bibel.

Die Wahrheit steht für Genderisten zwar nicht in der Bibel, sondern im Gender-Mainstreaming-Manual, aber ansonsten teilen sie alle Eigenschaften mit Kreationisten, die bereits benannt wurden: Sie haben einen mystischen Glauben an das soziale Geschlecht etabliert, der sich vor allem auf einer erfundenen Opfererzählung gründet, die weibliche Menschen als männlichen Menschen in jeder Hinsicht ausgeliefert behauptet und die meisten Ergebnisse der Wissenschaft als Ausdruck der patriarchalischen Herrschaft des weißen Mannes ansieht.

Diese Ähnlichkeiten mit dem Kreationismus, die Genderismus aufweist, sie waren Gegenstand eines Treffens der American Association for the Advancement of Science”, an dem auch Ulrich Kutschera, Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel, teilgenommen hat. Von dort hat er einen Bericht mitgebracht, den wir in Teilen wiedergeben. Wer am gesamten Bericht interessiert ist, er ist hier zu finden.

U.Kutschera“In der nur informell geführten Diskussion zum “Genderismus in Europa” wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das “soziale Geschlecht” des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als “gesellschaftliches Konstrukt” interpretiert werden kann. […] Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus.”

Es war Zeit, dass sich auch in den Reihen institutionalisierter Wissenschaftler Widerstand gegen die Pseudo-Wissenschaft des Genderismus, wie Ulrich Kutschera sie nennt, regt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Arbeten, die den Gender-Kreationismus analysieren und sachlich widerlegen und werden unsere Leser darüber auf dem Laufenden halten.

Bis dahin bleibt es bei einer Feststellung, die wir bereits vor einiger Zeit getroffen haben. Der Genderismus hat heftigen Gegenwind, was nicht verwunderlich ist, denn der Versuch, gegen die Vernunft anzuleben, muss über kurz oder lang an der Wirklichkeit scheitern. Umso wichtiger ist es zu verhindern, dass die Kosten des Genderismus weiterhin sozialisiert werden, was uns dazu bringt, auf unsere Petition hinzuweisen, die sich gegen jegliche Finanzierung von Genderismus wendet.

Auf dem Weg zur Entfernung des privilegierten Lann-Hornscheidt von der Humboldt-Universität

Vor einiger Zeit haben wir einen Beitrag veröffentlicht, in dem wir die Entfernung von Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität in Berlin gefordert und diese Forderung begründet haben. Die Forderung, der sich zwischenzeitlich 83 Unterstützer angeschlossen haben, hat für einigen Wirbel gesorgt, hat jedoch nicht dazu geführt, dass über die Berechtigung von Lann Hornscheidt, an einer Universität zu lehren, diskutiert wurde. Wir sind noch in dem Stadium, in dem versucht wird, eine notwendige Diskussion durch geheuchelte Empörung zu verhindern.

Notwendig ist die Diskussion deshalb, weil Lann Hornscheidt Steuermittel verzehrt. Lann Hornscheidt erhält aus den unterschiedlichsten Töpfen, die ausschließlich von Steuerzahlern gefüllt werden, ihren/seinen Unterhalt. Und mit dieser Finanzierung geht eine Verpflichtung einher, nämlich die Verpflichtung, denjenigen, die für Lann Hornscheidt bezahlen, zu belegen, wofür sie bezahlen und warum sie dafür bezahlen sollten. Wer die Diskussion über die Legitimation, den Zweck oder den Nutzen von Lehrstuhlinhabern verweigert, der zeigt eine antidemokratische Haltung, die erschreckend ist.

HU-BerlinZudem sind Universitäten Stätten, an denen Erkenntnis erreicht werden soll, was eine klare Methodologie erfordert. Wer diese Methodologie nicht beherrscht oder nicht bereit ist, sich ihren Zwängen zu unterwerfen, Zwängen, die darin bestehen, dass man anderen nachvollziehbar macht, zu welchen Erkenntnissen man gelangt ist und es anderen somit ermöglich, diese Erkenntnisse zu überprüfen, der hat an Universitäten in der Tat nichts verloren, denn Universitäten und Hochschulen im Allgemeinen sind keine Orte, an denen durchgeknallte Spinner, um es einmal pointiert auszudrücken, einen Schutzraum finden, um ihren Unsinn zu verbreiten bzw. ihre persönlichen Idiosynkrasien auszuleben. Dazu sind die gesellschaftlichen Ressourcen zu kostbar, Ressourcen, die z.B. von dem LKW-Fahrer erwirtschaftet werden, der nicht nur den Supermarkt versorgt, in dem Lann Hornscheidt ganz selbstverständlich vorzufinden erwartet, was er/sie/es gerne einkaufen will, sondern der mit seinen Steuern auch das Kapital erwirtschaftet, aus dem Lann Hornscheidt finanziert wird.

Schließlich sind Universitäten sicher keine Orte, an denen zu Straftaten aufgerufen werden darf, wobei die Humboldt-Universität in Berlin offensichtlich eine Ausnahme darstellt, denn die Tatsache, dass Lann Hornscheidt zu Straftaten aufruft, bis heute, hat nicht dazu geführt, dass der scheidende Präsident der Humboldt-Universität sich einen ehrenvollen Abgang verschafft hat.

Das Lann fristet weiter ein steuerzahlerfinanziertes Dasein – trotz wachsenden Widerstands.

Wir haben unsere Leser vor einiger Zeit gefragt, ob Lann Hornscheidt tragbar ist oder von der Humbold Universität entfernt werden muss (Die Umfrage läuft weiterhin). 728 Leser haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt an der Befragung beteiligt. Das Ergebnis ist eindeutig.

Kann Lann Hornscheidt

Es wird interessant sein zu sehen, was der zunehmende Druck bewirkt. Ob sich ein scheidender Präsident daran erinnern mag, dass er Steuerzahlern gegenüber Verpflichtungen hat, sich am Ende gar dazu herablässt, mit Normalsterblichen, also den so gerne in Anspruch genommenen Menschen auf der Straße zu sprechen, um sie von der Notwendigkeit, Lann-Hornscheidt an einer Universität gewähren zu lassen, zu überzeugen, oder davon, dass aus der Tätigkeit von Lann-Hornscheidt der Humboldt-Universität und der deutschen Gesellschaft ein angebbarer Nutzen entsteht?

Wir werden es sehen.

Bis dahin wollen wir unseren Lesern einen neuen Eindruck dessen vermitteln, was derzeit an der Humboldt-Universität von Lann-Hornscheidt in vermeintlichen Lehrveranstaltungen dargeboten wird. Der folgende Anschlag auf die deutsche Rechtschreibung ist komplett und unverändert von Lann-Hornscheidts Webpage bei der HU-Berlin entnommnen. Die Tatsache, dass alles klein geschrieben ist, ist vermutlich der Einbildung geschuldet, dass es auf diese Weise möglich sei, die Privilegierung von manchen Buchstaben zu verhindern, nicht dass sich Großbuchstaben noch einbilden, sie seien etwas Besseres.

Lann Hornscheidt

Quelle: HU-Berlin

“in diesem kurs lernen wir verschiedene modelle zu diskriminierungsanalysen kennen mit einem schwerpunkt auf privilegierungen: welche ansätze gibt es? welche rolle spielen sprachliche handlungen, d.h. wie und wann werden privilegien wie benannt und verhandelt? welche argumentationen gibt es zu privilegierungen und welche effekte haben diese auf politiken, akademische wissensbildungen und (kollektive) selbstbilder? können privilegierungen verändert oder abgelegt werden? wie kann politisch und wissenschaftlich mit privilegien sinnvoll umgegangen werden, wie können sie konzeptualisiert und behandelt werden? wie wird intersektionalität in bezug auf privilegierungen gefasst und umgesetzt? welche konsequenzen hat eine analyse von privilegierungen auf konkrete anti-diskriminierende projekte? ausgehend von einem ansatz sozialer und politischer positionierung und auf der grundlage von betroffenheitskontrollierten forschungsdesgins bietet der kurs eine einführung in mechanismen, analysen und konsequenzen einer privilegierungs-fokussierten intersektionalen arbeitsweise.

arbeitsweise: zu jeder sitzung sollte vorbereitend ein text gelesen werden. im seminar wird mit verschiedenen interaktiven methoden gearbeitet. ein schwerpunkt liegt dabei auf der reflexion eigener sozialer und politischer positionierungen und dem entwerfen von handlungsoptionen.”

Wer sich wöchentlich für zwei Stunden in die angegebene Veranstaltung verirrt hat, der weiß jetzt alles über die Privilegierung von vor allem weißen Männern, von, noch wichtiger, weißen Männern ohne Behinderung und, extrem wichtig, von weißen Männern ohne Behinderung, die heterosexuell sind.

Wer die Veranstaltung durchgestanden hat und eine nicht näher bezeichnete Leistung erbracht hat, vermutlich gilt im Seminar: Dabeisein ist alles, schon um nicht Studenten den Eindruck zu vermitteln, sie wären besser als andere und am Ende durch ihre Leistung privilegiert, wer also die Veranstaltung durch- oder überlebt hat, der weiß nun alles über Privilegien bei anderen, und, nicht zu vergessen, bei sich, wie man dem Text entnehmen kann, der als Einstiegsliteratur benannt ist.

Die Einstiegsliteratur stammt von einer Andrea Smith, die ein Blog mit dem Namen “ANDREA366 The 18 year plan to end global oppression” betreibt, das bereits mit dieser Benennung als unwissenschaftlich ausgewiesen ist. Der Text, der den Einstieg geben soll, kann dahingehend zusammengefasst werden, dass es nicht ausreicht, sich seiner eigenen Privilegierungen im Gesamt der Struktur der Privilegierung bewusst zu werden, vielmehr müsse nicht nur “beyond privilege” gedacht werden, “but beyond the sense of self that claims privilege”.

Nicht nur, dass man sich als weißer Mann seiner Privilegierung als ebensolcher bewusst werden soll (warum auch immer), man soll auch das Ich, das diese Privilegierung aus der Struktur der Gesellschaft (weiß und heteronormativ) ableitet, hinterfragen – oder so. Wie man es anstellt, sein Ich zu hinterfragen, also jenes Ich, das Ich ist und sich als Ich aufführt, das ist eine Frage, die jeder für sein Ich auf der Couch eines Psychiaters seiner Wahl beantworten kann.

Wir wollen hier nichts vorwegnehmen, nur anmerken, dass die gesamte Litanei, die als Lehrveranstaltung über Privilegierung verkauft wird, die wichtigsten Privilegien, die es an Universitäten zu berücksichtigen gilt, auslässt, nämlich die Privilegien auf Kosten von Steuerzahlern freigestellt und in die Lage versetzt zu werden, nicht nur zu studieren, sondern sich auch als Lehrstuhlinhaber einen schönen Lenz damit zu machen, sich über die Privilegierung natürlich der anderen bewusst zu werden.

Heteronormative und sexistische Papiertüten

Der wissenschaftliche Nachwuchs macht wieder von sich reden; dieses Mal der Nachwuchs aus Würzburg, wo angehende Wissenschaftler, diejenigen, die in ein paar Jahren für sich beanspruchen wollen, die intellektuelle Elite des Landes, zumindest im Hinblick auf formale Bildungstitel zu stellen, in Papiertüten den Klassenfeind erkannt haben.

Uni WuerzburgEntsprechend machen sie in einer Weise von sich reden, die zeigt: Zwischen formaler Bildung z.B. einer (Fach-)Hochschulreife und Intelligenz besteht zuweilen bestenfalls eine Schnittmenge, über deren Ausmaß man sich genauer unterhalten müsste.

In Würzburg, an der dortigen Universität, ist es üblich, Erstsemestern Semesteranfangstüten auszuhändigen, in denen sich vornehmlich Werbegeschenke befinden. Schon 2013 hat der “Studentische Konvent” der Universität Würzburg auf Antrag der Referate “Ökologie” und “Gleichstellung” die Abschaffung dieser Semesteranfangstüten beschlossen. Zum Sommersemester 2015 hat sich der Sprecherrat an den Beschluss erinnert und die Semesteranfangstüten abgeschafft.

Erstsemestertuete“Durch die Verteilung der Tüten wurde[n] für eine lange Zeit Berge von Müll produziert, die noch Tage in der Mensa sichtbar waren. Die wenigen kostenlosen Werbegeschenke darin standen in keinem Verhältnis zum Aufwand der Entsorgung. Schon 2013 wurde folgender Antrag zu den Semesteranfangstüten beschlossen:

Jedoch wurde dieser Beschluss oftmals vernachlässigt. Nun zur nächsten Erstimesse wird es keine Semesteranfangstüten geben.”

Die Begründung, die hier gegeben wird, lautet demnach: Müllvermeidung. Sie ist nachvollziehbar und somit rational, denn wenn die Menge des entstehenden Mülls durch den Gewinn, der den einzelnen Studenten durch die Semesteranfangstüten entsteht, nicht gerechtfertigt ist, dann macht es durchaus Sinn, über den Wert der Tüten nachzudenken – zumindest ist es eine rationale Begründung, was zeigt, dass der derzeitige Sprecherrat an der Universität Würzburg zumindest aus einigen denkfähigen und rationalen Studenten zu bestehen scheint.

Interessant ist auch, dass die Sprecher die Verbannung der Semesteranfangstüten von der “Erstimess” (die infantile Sprache ist überall) ausschließlich mit Müllvermeidung begründen. Dies spricht für sie, denn offensichtlich sind sie der Meinung, die ursprüngliche Begründung des später beschlossenen Antrags, der auf die Referate Ökologie und Gleichstellung zurückgeht, sei so absurd und unsinnig, dass man sie besser nicht wiederholt.

Und damit haben die Studentenräte sicher recht.

Denn wie so oft, wenn Referate, die “Gleichstellung” im Namen führen, an etwas beteiligt sind, zeigt das Produkt, das unter Beteiligung derjenigen, die sich in diesen Referaten zusammenfinden, erstellt wurde, alle Anzeichen eines Ergebnisses, das man nur auf geistige Demenz zurückführen kann.

Und dabei kommen dann Sätze, wie die folgenden heraus:

“Der Sprecher- und Sprecherinnenrat setzt sich bei den Verantwortlichen des Studentenwerks, wie auch bei weiteren Akteurinnen und Akteuren dafür ein, dass die unverhältnismäßig viel Müll produzierenden, heteronormativen, und sexistischen Semesteranfangstüten an der Universität Würzburg nicht mehr ausgeteilt werden.”

Die Sprachverwirrung, sie schreitet voran. Anders formuliert: Es gibt bereits unter Studenten Sprechmaschinen, die ein Inventar von Begriffen haben, die sie unter den Rubriken “gut” und “schlecht” kategorisieren, deren Bedeutung sie aber in keiner Weise kennen.

Die Begriffe “heteronormativ” und “sexistisch” sind solche Begriffe. Beide beziehen sich auf ein Verhalten bzw. wenn man ganz freundlich ist, kann man annehmen “heteronormativ” beschreibe auch eine Einstellung. Papiertüten, jedenfalls die Papiertüten, die wir kennen, haben weder eine Einstellung, weshalb sie nicht heteronormativ sein können, noch zeigen sie ein Verhalten, weshalb es nicht möglich ist, Papiertüten als sexistisch zu bezeichnen.

Und jetzt kann man sie schon hören, die Künstler, die schreien, dass es sexistische Darstellungen gibt. Und doch gibt es die entsprechenden Darstellungen nicht. Es gibt ausschließlich Darstellungen. Und dann gibt es Betrachter von Darstellungen, die diese Darstellungen bewerten, z.B. als sexistisch. Sexistisch ist aber keine Eigenschaft der Darstellung oder der Papiertüte, sondern eine Zuschreibung durch den Betrachter. Man sollte meinen, dass derartige Trivialitäten, die unter Studenten sozialwissenschaftlicher Fächer bereits im ersten Semester verbreitet sein sollten, auch tatsächlich verbreitet sind. Sie sind es aber offensichtlich nicht.

Vielmehr findet sich unter Studenten zunehmend eine Unfähigkeit zwischen eigener Bewertung und Zuschreibung und den Eigenschaften von Objekten zu unterscheiden. Das ist bedenklich, denn diese Studenten sind anfällig für z.B. Rassenlehren, die z.B. Juden bestimmte Eigenschaften zuschreiben und behaupten, die Eigenschaften seien Juden inhärent. Der Rassismus beginnt, so kann man formulieren, bei dem irrigen Glauben, es gebe sexistische Papiertüten.

Wer das denkt, ist natürlich auch hervorragend manipulierbar, denn er bemerkt gar nicht, dass er es ist, der seine Bewertung in seinem Bemühen, z.B. Gutes zu tun, an Objekte heranträgt. Entsprechend einfach ist es diese Zombies zu steuern, z.B. in dem man behauptet, ein Objekt sei irgendetwas, sei rassistisch, sexistisch, extremistisch, was auch immer, eine Behauptung, die darauf abzielt, den Affekt auszulösen, der dann auch regelmäßig kommt, da die Zuschreibung ja als “gut” oder “schlecht” kategorisiert wurde (Der Hund von Pawlow hat für seinen Reiz-Reaktions-Gehorsam, für seine klassische Konditionierung, wenigstens noch Nahrung – also eine Belohnung erhalten. Studenten in Würzburg zeigen Reaktionen auch ohne nachvollziehbare Belohnung. Da sage noch einer, Hunde wären Menschen unterlegen…).

Spätestens bei Begriffen wie “heteronormativ” sollte der Unterschied zwischen dem Objekt und der Bewertung des Objekts einem Studenten, der zur intellektuellen Elite gehören will, jedoch auffallen. Normen sind nichts, was sich direkt beobachten ließe. Normen kann man nur aus gleichförmigem Verhalten erschließen. Wenn alle Bekannten, die man hat, sich regelmäßig dann von einem abwenden, wenn man in der Mensa damit beginnt, über seine  Verdauungsprobleme und die Folgen davon zu sprechen, dann könnte man, wäre man ein aufmerksamer Beobachter und vielleicht sogar ein angehender Soziologe, daraus schließen, dass es eine Norm gibt, die es verbietet, beim Essen über Verdauungsstörungen, deren Folgen und die Art und Weise, wie sie sich äußern, zu sprechen.

Da Papiertüten sich nicht verhalten, können Papiertüten auch nicht heteronormativ sein. Sie können bestenfalls das Ergebnis von normativem Verhalten sein, z.B. wenn sie aus nicht mit Chlor gebleichtem Papier hergerstellt wurden.

Studenten sollten das eigentlich wissen.

Aber was soll man von Studenten erwarten, die Sätze wie die folgenden von sich geben:

Wuerzburger Knalltueten“Die UNICUM-Tüten preisen die Zweigeschlechtlichkeit: es gibt nur die Wahl zwischen Frauen- und Männer-Tüten, die jeweils durch ihren Inhalt als auch durch das rosa und blaue Band geschlechtsstereotyp gekennzeichnet sind. Zu den Produkten sei ein Beispiel in Bezug auf die UNICUM-Tüten im Wintersemester 2012/13 genannt: In den Tüten zu Beginn des Wintersemesters 2012/13 befand sich in den Männer-Tüten ein bekannter Energiedrink, in den Frauen-Tüten fand man selbigen in der „zuckerfrei“-Variante. Hier wird sich also zusätzlich zur Zweigeschlechtlichkeit einem bestimmten Körperbild verschrieben, dem vor allem Frauen zu entsprechen haben, da es gesellschaftlich anerkannt sei.”

Tüten sind also nicht nur heteronormativ und sexistisch, sie preisen auch die Zweigeschlechtlichkeit.

Nun, hätten die Eltern der Studenten, die sich hier über das Lob der Zweigeschlechtlichkeit beschweren, nur von diesem Lob und Preis abgesehen, dann wäre uns einiges an Unsinn erspart geblieben. Z.B. die Notwendigkeit gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass Sexismus nicht in den Gegenständen liegt, sondern in den Betrachtern. Die für die zitierten Sätze Verantwortlichen, sie sind wahre sexistische Monster, die nicht anders können, als in allen Dingen danach zu forsten, ob sie nicht vielleicht sexistisch interpretiert werden können.

Derartige Fixierungen wurden früher auf der Couch von Psychiatern behandelt. Heute sind sie in manchen Bereichen zur Normalität geworden. Die Normativität des faktischen Wahnsinns, die denjenigen, die sich ihr unterwerfen, vorgaukelt, sie seien normal, sie ist in manchen Bereichen total. In diesen Bereichen herrscht ein Glaube, von dem die Besessenen nicht einmal durch die Tatsache abzubringen zu sein scheinen, dass die Umgebung über sie lacht, jene Umgebung, die mit normalen Menschen bevölkert ist, die in Tüten Tüten erblicken und keine sexistischen Fanale, jene Umgebung, in der zuckerfreie Marmelade zum Frühstück gegessen wird, und zwar von zwei gegengeschlechtlichen Frühstückern, die nicht eine Sekunde auf die Idee kommen, mit der zuckerfreien Marmelade verbinde sich ein “bestimmtes Körperbild”.

Warum kommen sie nicht auf die Idee? Weil sie in der ratio-normativen Welt leben, in der die eigene Idiotie nicht in Kanaldeckel und Papiertüten projiziert wird, sondern Papiertüten und Kanaldeckel eben Papiertüten und Kanaldeckel sind.

Bleibt abschließend noch die Frage, ob es notwendig sein wird, einen antirational-normativen Zug an deutschen Hochschulen einzurichten, in dem diejenigen gesammelt werden, die es aus nicht nachvollziehbaren Gründen an Hochschulen geschafft haben, damit sie von dort direkt in geschlossene Anstalten transferiert werden können, Anstalten, in denen sie von morgens bis Abends über heteronormative Papiertüten und sexistische Kanaldeckel diskutieren können, Anstalten, die am besten vom Bundesministerium für FSFJ finanziert werden, schon wegen vorhandener personeller Überlappungen.

Diese Art der Internierung hätte auch den Vorteil, dass die Internierten nicht anderen vorschreiben können, wie sie z.B: Semesteranfangstüten zu bewerten haben und andere, die diese Tüten vielleicht gerne gehabt hätten, durch ihr Verhalten schädigen.

Weiteres zum #TütenGate gibt es bei Hadmut Danisch.