Krise der Sozialwissenschaften – Einige Thesen gegen den Niedergang

Aus Anlass der Australian Science Communicators Conference 2014 ist in Australien eine Diskussion darüber ausgebrochen, warum es trotz aller Anstrengungen nicht gelingen will, Mneschen für Wissenschaft zu begeistern und – mehr noch – warum es eine Gruppe von Menschen gibt, die in Umfragen konstant von sich sagen, sie seien nicht an Wissenschaft interessiert – ein für manche australische “Science Communicators” irritierendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Menschen mit den Ergebnissen von Wissenschaft und Forschung in ihrem täglichen Leben umgeben sind wie nie zuvor.

Während die australischen Science Communicators das in Teilen der Bevölkerung vorhandene Desinteresse zum Anlass nehmen, um ihre Methoden zu hinterfragen, mit denen sie Wissenschaft und wissenschaftliche Ergebnisse vermitteln, wollen wir diese Diskussion zum Anlass nehmen, um für Deutschland und bezogen auf die Sozialwissenschaften zu fragen, wo es im Argen liegt [Wobei wir uns den Hinweis nicht sparen können, dass es in anderen Ländern ein Problem darstellt, wenn es Wissenschaftlern nicht gelingt, ihre Forschung in der Bevölkerung zu legitimieren.].

Albert TraktatUnser kleines Traktat beginnt mit dem Eurobarometer 340, der im Jahr 2010 im Feld war. Damals haben 32%der befragten Deutschen angegeben, Sie seien an wissenschaftlichen Entdeckungen und technologischen Entwicklungen sehr interessiert (30% im EU-27 Durchschnitt, 51% der befragten Deutschen sagen von sich, sie seien etwas interessiert) und 70% haben voll und ganz oder eher der Aussage zugestimmt, dass Wissenschaftler nicht die Wahrheit sagen, “da sie in finanzieller Hinsicht mehr und mehr von der Industrie abhängig sind” (58% im EU-27 Durchschnitt).

Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass Wissenschaft und wissenschaftliche Ergebnisse in der Öffentlichkeit auf ein reges Interesse stoßen, wenngleich eine pessimistische Grundhaltung zu überwiegen scheint, die wissenschaftliche Ergebnisse zunächst einmal entgegen gebracht wird. Dass diese pessimistische Grundhaltung hier am Beispiel einer finanziellen Abhängigkeit von der Industrie abgefragt wird, ist eine der Eigenarten des Eurobarometers, der keinerlei kritische Fragen gegenüber den Versuchen von Regierungen, wissenschaftliche Ergebnisse in ihrem Sinne zu verzerren enthält.

Wenn man davon ausgeht, dass viele Menschen in Deutschland an Wissenschaft interessiert sind und wenn man die beschriebene skeptische Grundhaltung einmal als gegeben annimmt, dann stellt sich die Frage, warum dennoch bestimmte Bereiche der Wissenschaft eher belächelt werden, wenn sie überhaupt wahrgenommen werden, und warum man in Foren und Blogs regelmäßig auf eine Haltung trifft, die z.B. Sozialwissenschaften als unfundierte ideologische Veranstaltung abtut, die nur dazu da ist, ideologische Moden und Trends zu rechtfertigen.

scientificmethodDie Antwort auf diese Frage scheint sich von selbst aufzudrängen: Deutsche Sozialwissenschaften sind in Teilen ideologische Veranstaltungen und Forschungen werden immer häufiger als Auftragsforschung z.B. der Bundesregierung durchgeführt, die dazu dienen soll, bestimmte, ideologisch gewünschte Ergebnisse zu produzieren. Wir selbst haben mehrfach darüber berichtet. Mehr noch: Manche Besetzer sozialwissenschaftlicher Lehrstühle sehen es als ihre Aufgabe oder Bestimmung an, ihre Sicht der Welt quasi wie ein Evangelium an Studenten und alle, die ihnen zuhören mögen, zu verbreiten und verstärken damit ein Bild in der Öffentlichkeit, das Sozialwissenschaften als willkürliche al-gusto-Veranstaltung darstellt. Und selbstverständlich hat die Unterminierung der Sozialwissenschaften durch Politkomissare des Genderismus und die Zersetzung wissenschaftlicher Fakultäten durch Lehrstühle der Frauen- oder Geschlechterforschung nicht dazu geführt, die Sozialwissenschaften reliabel und vertrauenswürdig zu machen. Ganz im Gegenteil tragen die universitären Positionen, die eigens geschaffen wurden, um Frauen ein Auskommen zu verschaffen, dazu bei, die wissenschaftliche Professionalität restlos zu beseitigen.

Vor diesem Hintergrund haben wir einige Thesen aufstellen, die das Elend der deutschen Sozialwissenschaften beschreiben und Wege aus der Krise aufweisen sollen:

  • Die Sozialwissenschaften haben eine Methode und dennoch führen sich viele Sozialwissenschaftler auf, als wären sich in der von Thomas Kuhn beschriebenen Vor-Wissenschaft.
    1. Einst war eine methodologische Grundausbildung ebenso wie die Wissenschaftstheorie ein fester Bestandteil des sozialwissenschaftlichen Curriculums. Heute herrscht methodologische Willkür, und eine wissenschaftstheoretische Ausbildung findet an den meisten Universitäten nicht mehr statt.
    2. TopitschAls Konsequenz hat sich ein methodologisches “anything goes” entwickelt, das selbst Paul Feyerabend das Fürchten lehren würde und das dazu führt, dass sich Sozialwissenschaftler aus der Außenansicht oftmals wie ein Haufen von Beseelten, um nicht zu sagen Besessenen darstellen, die ohne Ziel und Zweck Dinge erforschen, von denen niemand weiß, geschweige denn sie selbst, warum.
    3. Nicht nur ist die Rigorosität der Forschung einer methodischen Beliebigkeit gewichen, die die Korrelation von Variablen zum heiligen Kalb erkohren hat, das an die Stelle der theoretischen Ableitung getreten ist, auch die aus dieser Rigorosität folgende theoretische Begründung von Forschung ist verschwunden. Anything goes gilt nicht nur im Hinblick auf die Forschungsmethoden, sondern auch im Hinblick auf die häufig skurrilen und keinerlei Erkenntnisgewinn bringenden Themen.
    4. In diesem Sumpf aus methodischer Willkür und methdologischer Unkenntnis gedeihen esoterische Nutznießer der Sozialwissenschaften sowie Bekenntnis- und Gesinnungsforscher, die ihren Sinn und Zweck darin sehen, ihre geistige Verfassung, ihren geistigen Frame, das was sie für richtig halten, an die Welt heranzutragen und – wenig überraschend – in der Welt wiederzufinden.
  • Die Sozialwissenschaften tun als Fächergruppe überhaupt nichts, um einen einheitlichen Standard der Wissenschaftlichkeit durchzusetzen.
    1. Für einen neutralen Beobachter müssen sich die Sozialwissenschaften an deutschen Universitäten wie ein bunt zusammengewürfeltes Durcheinander wilder Ideen darstellen, das nichts Gemeinsames hat. Das sozialwissenschaftliche Schriftum hält für jeden noch so ausgefallenen Wunsch etwas bereit: Wer eine Berechtigung sucht, Forschung al-gusto zu betreiben, um machen zu können, was er will ohne sich der Gefahr einer Kontrolle auszusetzen, wird in manchen der so genannten Lehrbücher zur qualitativen Sozialforschung, z.B. unter dem Stichwort “Experteninterviews” fündig. Wer eine Rechtfertigung dafür sucht, dass er den ideologischen Kampf für die vermeintlich Armen aufnehmen und die Einflüsse des “menschenverachtenden Kapitalismus” zurückdrängen will, wird ebenfalls fündig. Wer seine Karriere als Politiker mit dünngeistigen Sätzen oder der Bildung von Netzwerken vorbereiten will, der ist ebenfalls in den Sozialwissenschaften gut aufgehoben. Selbst Bundesverfassungsrichter werden schon in den Sozialwissenschaften gemacht.
    2. Sozialwissenschaftler, die einer Methode verpflichtet sind und ernsthaft Sozialwissenschaft betreiben, wenden sich nicht gegen das wilde Treiben, das sie umgibt. Viele forschen in ihrem Elfenbeinturm und sind nach wie vor der Ansicht, Medienkontakte würden die eigene Foschung inkubieren und darüber hinaus sei es ihnen nicht zuzumuten, mit denjenigen, die ihre Forschung bezahlen, Kontakt aufzunehmen, sie für ihre Forschung zu interessieren.
    3. Und viele Sozialwissenschaftler sehen dabei zu, wie ihre Fächer von Ideologen und Politkommissaren aller Art überlaufen und übernommen werden. Sie stehen am Rand und lassen geschehen.

Um Sozialwissenschaften in Deutschland auch in der öffentlichen Wahrnehmung zu etwas zu machen, das ernsthaft betrieben wird und mit gesicherten Ergebnissen aufwarten kann, sehen wir die folgenden Maßnahmen für unverzichtbar:

  • Eine verpflichtende Ausbildung von Studenten in Logik, Methoden und Methodologie der Sozialwissenschaften und damit die Schaffung eines gemeinsamen Standards der Wissenschaftlichkeit und vor allem der intersubjektiven Prüfbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse.
  • Die Verpflichtung aller Fachbereiche auf die Regeln der formalen Logik und die Einhaltung methodischer Standards, die sich auf die Form der Forschung, nicht auf deren Inhalt beziehen.
  • Die Durchsetzung dieser klaren Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens an Universitäten und die Schließung aller Fachbereiche und Beseitigung aller Lehrstühle, die nicht im Stande sind, Ergebnisse zu produzieren, die nachprüfbar sind oder einen Erkenntnisgewinn insofern bereitstellen, dass nützliches Wissen bereitgestellt wird, das dadurch definiert ist, dass es andere in die Lage versetzt, Probleme zu lösen.
  • Eine Verpflichtung für Wissenschaftler nicht nur alle eigenen Daten und Methoden offenzulegen, sondern der Öffentlichkeit ein Dialogangebot zu machen, d.h. über die vielfältigen Formen sozialer Netzwerke die eigene Forschung zur Diskussion zu stellen.
  • blogger comicDa nicht zu erwarten ist, dass öffentliche Medien plötzlich die Sozialwissenschaften entdecken, wird es notwendig sein, eine eigene Plattform für die Diskussion mit der Öffentlichkeit zu schaffen.
  • Schließlich muss Wissenschaft und Forschung unabhängig von politischen Institutionen und Auftraggebern betrieben werden. Ministerien mögen Forschungsanfragen an Sozialwissenschaftler stellen, eine Finanzierung der Forschung muss aber unabhängig von Ministerien erfolgen. Das Ziel muss entsprechend eine unabhängige Finanzierung von Hochschulen sein, was letztlich nur über Bildungsfonds und Studiengebühren erfolgen kann, wobei die Studiengebühren über Bildungsgutscheine, die an Studenten ausgegeben werden und die eine Freiheit der Wahl der Universität beinhalten, finanziert werden.

©ScienceFiles, 2014

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein

… concerned with and about science

20 Responses to Krise der Sozialwissenschaften – Einige Thesen gegen den Niedergang

  1. MB says:

    Guter Beitrag, mich würde nur ernsthaft interessieren , was die Autoren genau gegen Experteninterviews als sozialwissenschaftliche Methode haben. M.E. sind solche durchaus hilfreich, wenn man sie mit anderen Methoden koppelt, z.B. Dokumentenanalyse.

    • Wir haben nichts gegen Experteninterviews als solche, sondern gegen Experteninterviews, die die Tür zur Willkür weit aufstoßen, wie dies z.B. Meuser und Nagel tun – sofern es eine Notwendigkeit gibt, Experteninterviews als eigenständige Form der qualitativen Sozialforschung überhaupt zu unterscheiden.

      • MB says:

        Dann bin ich ja beruhigt. Ich glaube, dass das Missverständnis herrscht, Experteninterviews sei eine einfache Methode. In Wirklichkeit ist es alles andere als einfach, diese im wissenschaftlichen Sinne korrekt durchzuführen und zu nutzen.

  2. Chaeremon says:

    Bleiben wir doch mal realistisch: selbst wenn die eine oder andere vorgeschlagene These aufgegriffen wird (denen ich gerne beipflichte), so wird (würde) das doch nur zum Anlass genommen den “richtigen” Weg “dahin” endlos zu debattieren.

    Aus meiner Sicht müssen rauchende Trümmer als Mahnmal(e) ausgewiesen werden, nur so kann etwas neues entstehen; flicken und schustern reicht da schon lange nicht mehr.

    • Nun:

      Die Durchsetzung dieser klaren Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens an Universitäten und die Schließung aller Fachbereiche und Beseitigung aller Lehrstühle, die nicht im Stande sind, Ergebnisse zu produzieren, die nachprüfbar sind oder einen Erkenntnisgewinn insofern bereitstellen, dass nützliches Wissen bereitgestellt wird, das dadurch definiert ist, dass es andere in die Lage versetzt, Probleme zu lösen.

      Ich glaube nicht, dass das noch unter “flicken und schustern” fällt…

  3. karstenmende says:

    Genau diese Beliebigkeit, das “anything goes”, ist es doch, was von vielen Menschen in der Öffentlichkeit geteilt wird. Allein die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat das Verständnis für oder den Halt an Regeln jeglicher Coleur in Frage gestellt. Die Gültigkeit irgendwelcher dauerhaften Werte scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Die Ähnlichkeiten von Heute mit dem gesellschaftlichen Zustand der vorletzten Jahrhundertwende sind frappierend. Auch damals gab es wissenschaftliches und technisches Neuland, dass im Sturm erobert wurde, mit dem sich daraus ergebenden Problem, dass die menschliche Psyche mit diesem Tempo nicht schritthalten konnte. Alles war auf einmal relativ. Diese Situation begünstigte esoterische Weltbilder, die von Gesellschaften wie Vril, Thule oder Golden Dawn ausgebreitet wurden und vermeintliche Antworten auf diese relativistischen Zeitumstände lieferten. Auch damals hieß die Devise “Magie gegen Intellekt”. Was allerdings heutzutage erschwerend hinzukommt ist der Umstand, dass der Relativismus in einer Größenordnung zu herrschen scheint, der dem der damaligen Zeit um viele Lichtjahre voraus ist. Heutige Wissenschaft hat schier Unvorstellbares schon zur gesicherten Kenntnis gemacht. Man nehme die Quantenpyhysik, die Weltraumforschung; allein der Umstand mit einem Telefon die Nachrichten lesen zu können oder Überweisungen zu tätigen ist heute selbsverständlich. Vor 30 Jahren etwa, wäre jeder für verrückt erklärt worden, der das für möglich gehalten hätte. Dadurch hat die Wissenschaft einen Status erreicht, der nichts unmöglich erscheinen lässt. Das betrifft eben leider auch die Sozialwisschenschaften. Regeln, die vor 30 Jahren noch Gültigkeit hatten, sind heute einer Grundhaltung des “anything goes” gewichen.

  4. heureka47 says:

    Die Wurzel des Problems liegt m.E. dort, wo die Wissenschaft – primär vermutlich die Soziologie – das wahre Ausmaß der von ihr gelehrten “Kollektiven Neurose” nicht erkennt.

    Folglich erkennen die Wissenschaftler nicht die Beeinträchtigung / Behinderung der Entwicklung des Bewußtseins – weder bei sich selbst noch bei anderen; sie erkennen nicht die Störung der – vollständigen – REIFUNG (vom Kind zum Erwachsenen). Der körperliche Aspekt tritt in aller Regel – “automatisch”- ein (aber auch nicht immer; siehe Kallmann-Syndrom); der der geistig-seelische Aspekt hingegen tritt NICHT “automatisch” ein, sondern ist von jedem Individuum zu “leisten”, zu “erarbeiten” – in einem Prozeß, von dem die zivilisierte Gesellschaft entfremdet ist. Verschiedene Benennungen des Prozesses oder von Teilen des Prozesses sind – noch – bekannt, aber verloren gegangen ist den zivilisierten Menschen, was sich eigentlich hinter den Begriffen verbirgt, was in Wahrheit gemeint ist und vor allem, was zu TUN ist.

    Naturvölker wie z.B. die australischen Ureinwohner können ihre Kultur 30.000 oder 40.000 Jahre zurückverfolgen und haben niemals eine zivilisierte Gesellschaft hervorgebracht, niemals “hoch”organisierte Strukturen entwickelt und keine “Wissenschaft” – und haben, wie es scheint, nur aus diesen Gründen so lange überlebt.

    Im Gegensatz dazu steht die Darstellung von Oswald Spengler, der aufzeigt, daß alle “Hoch”-Kulturen der nachvollziehbaren Geschichte untergegangen sind.

    Die zivilisierte Gesellschaft befindet sich – auch jetzt wieder – in einem Untergangs-Szenario.
    Die Symptome sind vielfältig und werden auch immer deutlicher. Nur nehmen die Befallenen / Gestörten / Kranken weder die Zusammenhänge zwischen den vielen verschiedenen Symptomen wahr, noch die gemeinsame Ursache, die ich seit 1992 die “Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose nenne.

    So gut wie alle “Krankheiten”, die die Wissenschaft / Schulmedizin kennt, sind “nur” verschiedene Symptome der EINEN Krankheit, deren Hauptaspekt der Mangel an “Lebens-Energie”, “Lebens-Kraft” ist, an feinstofflicher universeller nicht-materiegebundener Energie.
    Die Bibel nennt sie auch “Kraft aus der Höhe” oder die “Kraft der Liebe”. Das ist NICHT das “GEFÜHL Liebe”, sondern die dahinterstehende KRAFT, das entsprechende BEWUSSTSEIN (der Liebe), zu dem der Mensch im Reife-Prozeß aufsteigen soll,
    – um WAHRHAFT erwachsen, GANZER Mensch, zu werden,
    – um eine stabile geistig-seelische Grundlage für sein weiteres Lebens zu haben,
    – um “bedingungslos glücklich und lebensfroh” zu sein und
    – um eine Grundlage für “regelhaft stabile” ganzheitliche Gesundheit zu haben.

    “Der Mensch der Zukunft wird MYSTIKER sein, oder er wird NICHT sein”, sagt Karl Rahner.
    Und Mystiker sind nichts anderes als GANZE, wahrhaft erwachsene, Menschen, die sich selbst erkannt / gefunden haben und sich ihres Seins voll bewußt sind.
    DAS sind derzeit in der zivilisierten Gesellschaft weit über 99% NICHT.
    DAS ist der Grund / die Ursache der “Globalen Krise” und der Kernfaktor für den drohenden – völligen – Untergang und das drohende Aussterben des Menschen.

    Grundlegende Heilung ist möglich.

    • Chaeremon says:

      Sie widersprechen sich selbst, mit z.B. Naturvölker wie z.B. die australischen Ureinwohner können ihre Kultur 30.000 oder 40.000 Jahre zurückverfolgen und haben niemals eine zivilisierte Gesellschaft hervorgebracht, niemals “hoch”organisierte Strukturen entwickelt und keine “Wissenschaft” – und haben, wie es scheint, nur aus diesen Gründen so lange überlebt.

      Wir (die hier schreiben) haben auch überlebt, mindestens eben so lange. Na, und?

      • heureka47 says:

        “Erkenne dich selbst, dann…”

        Als wahrhaft gesunder Mensch würden Sie den Unterschied erkennen. Aber Sie erkennen sich noch nicht einmal selbst. Sie wissen nicht, was Sie sind; Sie wissen nicht, welche Potenziale sie haben und Sie wissen nicht, was Sie hier sollen.

        Ihre Überheblichkeit ist ein Symptom der schweren Störung / Krankheit, von der Sie befallen sind.
        Das Überleben, von dem Sie sprechen, ist sehr, sehr, unsicher!

        Die “Krankheit der Gesellschaft”, die “Kollektive Zivilisations-Neurose”, ist SO schwer, daß der Untergang der gegenwärtigen “Hochkultur” möglicherweise auch die noch – wenigen – Gesunden mit dahinrafft.

        Die “Kollektive NEUROSE” bringt u.a. im Abstand von grob durchschnittlich 50 Jahren dekompensatorische Krisen / Katastrophen hervor, “Kollektive PSYCHOSE(N)” genannt.
        Die letzte große dieser Art war in der Zeit 1933-1945. Die nächste ist also jetzt “fällig”.

        Als wahrhaft Gesunder wüßten Sie das; und Sie wüßten auch, wie die Kollektive Neurose zu heilen ist.

        Wie sieht es damit bei Ihnen aus?

        Herzlichen Gruß!

        • Chaeremon says:

          Na das ging aber schnell: an den Haaren herbeigezogene Anschuldigungen und Beleidigungen. Was wohl der Moderator dazu sagt?

          • Der Moderator hat schon vor langer Zeit aufgehört, die Beiträge von heureka zu lesen – schon um sich bei all dem feinstofflichen, keine grobstoffliche Neurose zuzuziehen.

          • A.S. says:

            @Chaeremon

            Geben Sie’s auf mit Heureka zu diskutieren, ich bin auch gescheitert. Das bringt nichts. Heureka ist ein Automat. Sie können oben hineinstopfen was sie wollen, unten kommt eine grobfeinstoffliche kollektive Zwangsneurose heraus. Der würde vermutlich auch einen Abdruck des Telefonbuchs mit Neurose kommentieren.
            Der ist wie der Autofahrer, der in den Verkehrsnachrichten von einem Geisterfahrer hört und sich dabei denkt: „Einer? Hunderte!“

  5. Michel Houellebecq says:

    Dieses “anything goes” hat einen Namen: Die Postmoderne (Poststrukturalismus) hat weite Teile der Sozialwissenschaften erfasst und zu einem Zustand geführt, der nur noch als Beliebigkeit bezeichnet werden kann. Und dann kommt da noch etwas anderes dazu: Die mediale Verbreitung z. T. abstrusester, sozialwissenschaftlicher Thesen, die bar jeder wissenschafticher Standards daher kommen. Die Medien sind zu Multiplikatoren geworden, die sich noch so gerne vor den Karren ideologischer Positionen spannen lassen. Was wir erleben, ist eine inszenierte Revolte gegen soziale Normen und Standards, die vor allem von publizistisch tätigen Germanistinnen, Politologinnen und Theaterpädagoginnen angeführt wird. Wie es so weit kommen konnte, dass sich Teile der sozialwissenschaftlichen Elite wie die Oberlehrer der Nation aufführen, ist mir ehrlich gestanden schleierhaft. Aber es nervt, und zwar gewaltig. Nicht nur mich, sondern immer mehr Menschen.

    • heureka47 says:

      “Wie es so weit kommen konnte, dass sich Teile der sozialwissenschaftlichen Elite wie die Oberlehrer der Nation aufführen, ist mir ehrlich gestanden schleierhaft.”:

      Die Erscheinungen auf der materiellen (grobstofflichen) Ebene des Seins sind Ausdruck der nicht-materiellen (feinstofflichen) Ebene, des (Unter-)Bewußtseins.
      Und weil im Unbewußten der zivilisierten Menschen – von vereinzelten Ausnahmen Geheilter abgesehen – eine schwere Störung / Krankheit grassiert, haben wir es mit einer entsprechend gestörten / kranken (Mehrheits-)Normalität zu tun.

      Und diese Krankheit hat das Bestreben, sich auszubreiten und sie vertieft sich bei den Befallenen von Generation zu Generation, ebenso wie sie bei jedem Einzelnen die Tendenz hat sich zu verschlimmern – wenn nicht heilungsfördernde Dinge getan werden. Manchmal geschieht so etwas, wo die Mediziner dann von “Spontanremission” sprechen oder religiös eingestellte Menschen von “Wunder-Heilung”.

      Die KRAFT / Energie, die solche unerwarteten Heilungen bewirkt, ist Seins- / Geist-Kraft, Bewußtseins-Energie; und zwar die “höherdimensionale” Bewußtseins-Energie.
      Nicht des “Niederen Selbst” / “Ego”, sondern des “Höheren / wahren Selbst”.

      Menschen, die nicht mehr mit dem Ego identifiziert sind, sondern mit dem Höheren Selbst, können – wahre – Heilung kontrolliert vollziehen. WAHRE HEILUNG ist keinesfalls die Art von Heilung / Genesung, die von der Schulmedizin mit ihren grobstofflichen Mitteln und Methoden bewirkt werden kann, sondern es ist der Bewußtseins-Wandel (-Wechsel) vom niederen zum höheren Bewußtsein incl. Grundreinigung des (Unter-)Bewußtseins von Verdrängungen und die anschließende konsequente Reinhaltung. DAS ist die Grundlage für regelhaft stabile Gesundheit.

      • Roland Krast says:

        Mit anderen Worten: Wir sollten mehr beten?

        • heureka47 says:

          Kommt darauf an, was wir unter “Gebet” / “Beten” verstehen.

          Es gibt möglicherweise irgendwo die Aussage: “Dein Leben sei Gebet”.
          Und dann gibt es Menschen, die das so verstehen, daß sie den ganzen Tag “heilige Worte” plappern – und dabei dennoch nicht im höheren (Erwachsenen-)Bewußtsein SIND.
          DAS ist NICHT gemeint.

          Ebenso sollten wir “Beten” nicht als “Meditieren” verstehen in dem Sinne, wie es oft oder meistens (fürchte ich) verstanden wird: Als ein sich aus der materiellen Ebene des Seins zurückziehen und in das geistig-seelisch-spirituelle Bewußtsein – gastweise – eintauchen.

          Meditieren ist EIN Teil des Erwachsenwerdens, das aus mehreren Schritten / Teilen besteht. Das Meditieren dient dem Pubertierenden dazu, seine höhere Bewußtseins-Ebene zunächst mal näher kennenzulernen – um sich nach einer Kennenlern-Phase mit ihr dauerhaft zu verbinden, zu vereinigen, zu verschmelzen, sich zu etwas neuem zu verwandeln.

          Ich habe den Eindruck, das ist den Kulturen, von denen wir die Meditation gelernt haben, verloren gegangen. Auch diese Kulturen sind von der eigentlichen – früher mal gekannten – Wahrheit ENTFREMDET; von Ausnahmen abgesehen.

          “Beten” ist – aus meiner heutigen Sicht, genau genommen – DAS Leben; das Leben in und aus der höheren Bewußtseins-Ebene, das WAHRE Leben – wie es Gott und die Evolution für uns vorgesehen / entwickelt hatte: ALS göttliches Bewußtsein im menschlichen Körper.

          Der Mensch hat ZWEI grundlegend verschiedene Bewußtseins-Ebenen, die von grundsätzlich verschiedener Qualität / Schwingung usw. sind:
          1. Das “Niedere Selbst” / “Ego”, das materie-gebundene und materie-orientierte Bewußtsein (das wir HABEN), das uns in der Kindheit dominiert (vor allem, wenn es “eng” wird, und ANGST uns beherrscht), und
          2. Das “Höhere / wahre Selbst”, das NICHT-materiegebundene, NICHT-materie-orientierte Bewußtsein (das wir SIND, die Seele), zu dem wir am Ende der Kindheit, im Prozeß der Initiation / Ascension AUFSTEIGEN (sollten), um GANZ zu sein und HEIL.

          In diesem Prozeß soll das ICH des Menschen seine – bewußte oder unbewußte – Identifikation mit der “materiellen” Ebene des Seins loslassen und sich mit der höheren, geistig-spirituellen, Ebene identifizieren. DAS ist die – innere – “Verwandlung”, die “Transformation”, die in der Bibel in SYMBOLISCHER Sprache beschrieben wird (und von den meisten nicht verstanden); die aber auch in der äußeren Natur symbolisch dargestellt wird und woran wir uns orientieren können – wenn wir offen sind dafür. Das schönste Symbol, finde ich, ist die Verwandlung von “Raupe” zum “Schmetterling”. Alle Etappen / Aspekte dieser Verwandlung sind Parallelen zur geistigen Verwandlung des Menschen (wenn es gesund abläuft).

          Daß es in der zivilisierten Gesellschaft seit mehr als 10.000 Jahren nicht mehr gesund abläuft, ist ihre große Tragik; und ist verursacht durch DIE Krankheit, das “Übel”, die “Sünde”, die innere Abtrennung, die Neurose – die grundlegend heilbar ist. In jedem Einzelfall. Ab der Pubertät von jedem selbst zu vollziehen. Mit Hilfe der GE-IST-KRAFT, über die jeder Mensch per Willen / Entscheidung verfügen kann. Die KRAFT ist “allgegenwärtig”: Überall im Universum und IN jedem Menschen. Jeder hat “den TIGER im Tank” und kann ihn “reiten”, wenn er den Mut dazu aufbringt. Man kann das Wesen auch den “Drachen” nennen.

          Wer den “Tiger” / “Drachen” reitet, ist WAHRER, GANZER, Mensch und erst damit fähig, DIE Dinge zu tun im Leben, die nur GANZE Menschen tun können:

          – sein Leben wahrhaft – konstruktiv – zu gestalten;
          – gute, tragfähige, Beziehungen zu führen;
          – Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend und zum höchsten Prinzip des Universums zu erziehen und zum WAHREN Erwachsensein zu führen.

          Herzlichen Gruß!

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar