Explosive Patronin – Niedersachsens Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf Abwegen?

Kennen Sie Maria Goeppert Mayer?

Kennen Sie das Maria Goeppert Mayer Programm des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen?

Das Programm ist eines von vielen Günstlingsprogrammen, mit denen die “strukturelle Verankerung der Genderforschung” an Hochschulen gefördert wird: “Das Programm ermöglicht die Berufungen auf W3-, W2- oder W1-Professuren an Universitäten, künstlerischen Hochschulen und Fachhochschulen”.

NSA_WissKulturMit anderen Worten: Das Maria Goeppert Mayer Programm ist ein weiteres Programm, mit dem Männer an Universitäten diskriminiert bzw. Frauen bevorteilt werden. Es ergänzt Programme wie das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder, das ebenfalls dem Ziel gewidmet ist, Männer zu diskrimieren und Frauen zu bevorteilen. Doch während das Professorinnenprogramm zumindest in der Zielsetzung alle wissenschaftlichen Fachbereiche abdecken will, ist das Maria Goeppert Mayer Programm des Landes Niedersachsen ausschließlich der Unterwanderung von Universitäten durch Genderismus gewidmet.

Gefördert werden Professuren, die im Bereich der Genderforschung angesiedelt sind. Eine vergleichbare Einflussnahme staatlicher Akteure auf die Inhalte, die an Universitäten bereitgestellt werden, hat es nur in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten sowie im Dritten Reich gegeben. Die Einrichtung von Genderlehrstühlen, die sich allesamt durch keinerlei theoretische Grundlage auszeichnen und, wie Dr. habil. Heike Diefenbach ausführlich dargelegt hat, keinerlei Erkenntnisgewinn bereitsstellen und entsprechend an Universitäten, sofern an denselben neues Wissen gewonnen werden soll, nichts zu suchen haben, diese Einrichtung von Genderlehrstühlen dient einzig und allein der Infiltrierung von Hochschulen, einer Art kalter Gleichschaltung von Hochschulen über die Politkommissarinnen der Genderlehrstühle und die Gleichstellungs-ZKs.

Diese Infiltrierung lassen sich die Länder und der Bund einige Steuergelder kosten. So werden im Rahmen des Professorinnenprogramms rund 300 Millionen Euro in die Diskriminierung von Männern investiert, im Rahmen des Maria Goeppert Mayer Programms hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in den Haushaltsjahren 2012 und 2013 400.000 Euro bereitgestellt (Haushaltsplan, Einzelplan 06, S.121), im Haushaltsjahr 2014 sind bereits 637.000 Euro für die Unterwanderung von Universitäten vorgesehen (Haushaltsplan, Einzelplan 06, S.109).

Steuergelder von bislang mehr als einer Million Euro, zu denen noch mindestens 250.000 Euro aus den Etats der beteiligten Hochschulen kommen, hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur zur Förderung von

  • Geschlechterforschung in der Politikwissenschaft an der Georg-August Universität in Göttingen (Prof. Dr. Amy C. Alexander);
  • Gender, Technik und Mobilität an der Technischen Universität Braunschweig (Prof. Dr. Corinna Bath);
  • Transkulturalität und Gender an der Universität Vechta (Prof. Dr. Christine Hunner-Kreisel);
  • Gender und Raum an der Universität Hannover (Prof. Dr. Tanja Mölders);
  • Empirische Grundschulpädagogik mit dem Schwerpunkt Genderforschung an der Leuphana Universität Lüneburg (Prof. Dr. Birgit Althaus);

verschwendet. Alles im Namen von Maria Goeppert-Mayer.

Wer ist diese Maria Goeppert-Mayer?

Das Ministerium weiß Folgendes dazu zu sagen:

“Das Programm ist zu Ehren der aus Göttingen stammenden Physik-Nobelpreisträgerin Maria Goeppert Mayer (1906-1972) benannt. Sie studierte Mathematik und Physik an der Universität Göttingen und promovierte bei Max Born. Anfang der 1930er Jahre siedelte sie mit ihrem Mann, dem Chemiker Joe Mayer, in die USA über. 1963 wurde ihr der Nobelpreis für ihre herausragende Arbeit in der theoretischen Physik zu Kernkonfigurationen nach dem Spin-Bahn-Kopplungsmodell verliehen. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit unterstützte Maria Goeppert Mayer jüdische Kolleginnen und Kollegen, die in die USA emigrierten. Sie setzte sich für eine friedliche Nutzung der Kernenergie ein und ermutigte junge Frauen, sich den Naturwissenschaften zuzuwenden.”

apslogoAuf den ersten Blick scheint die Nobelpreisträgerin Goeppert Mayer, die übrigens aus Kattowitz und nicht aus Göttingen stammt, nicht unbedingt diejenige zu sein, die mit der Verwendung ihres Names im Rahmen eines Programms, mit dem Männer diskriminiert und Frauen bevorteilt werden, einverstanden wäre – schon weil sich keinerlei Indizien dafür finden lassen, dass sie “junge Frauen” dazu ermutigt hat, “sich den Naturwissenschaften zuzuwenden”. Vielmehr hat die American Physical Society im Jahre 1985 einen “Maria Goeppert Mayer Award” zur Anerkennung herausragender Leistungen junger Physikerinnen eingerichtet, um Maria Goeppert Mayer zu ehren, die zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Jahre tot war.

Aber wenn es darum geht, die Einrichtung von Programmen, die einzig dazu dienen, Männer zu diskriminieren und Frauen zu bevorteilen, zu legitimieren, was sind dann solche kleinen Fehler? Schließlich heiligt der Zwecke doch die Mittel – oder? Angesichts der heiligen Aufgabe, Frauen zu bevorteilen, ist es auch in Ordnung, den Namen von Nobelpreisträgerinnen in der Weise zu missbrauchen, wie dies das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen tut.

Aber, Physikerinnen ist nicht zu trauen. Sie schlagen auch Posthum zurück. Maria Goeppert Mayer über ihre Biographie. In der “ausführlichen” Biographie, auf die das Ministerium verlinkt und von der die Ministerialen wohl ihr Wissen über Maria Goeppert Mayer bezogen haben und ihre Zuversicht, die Physikerin eben einmal für die eigenen Zwecke missbrauchen zu können, fehlt nämlich ein entscheidender Teil aus dem Leben von Maria Goeppert Mayer.

Die angeblich ausführliche Biographie enthält folgende Passage:

Manhatten_mayer_31868“… between 1941 and 1945, … she worked mainly at the S. A. M. Laboratory, on the separation of isotopes of uranium, with Harold Urey as director. Urey usually assigned her not to the main line of research of the laboratory, but to side issues, for instance, to the investigation of the possibility of separating isotopes by photochemical reactions. This was nice, clean physics although it did not help in the separation of isotopes.”

Maria Goeppert Mayer hat sich also mit radioaktiven Zerfallsprodukten und deren thermischen Eigenschaften beschäftigt und Harold Urey war ihr Direktor. Befreundet war Maria Goeppert Mayer in dieser Zeit u.a. mit Edward Teller und Teller und Urey in dieser Mischung, ergänzt durch Stanislaw Ulam hat einen vertrauten Klang nicht nur für Kernphysiker, handelt es sich doch um einen Teil der wissenschaftlichen Prominenz, die am Manhattan-Project der USA und somit am Bau der ersten Atombombe beteiligt war.

Die Kombination Ulam und Teller führt über die erste Atombombe hinaus und direkt zu dem, was Edward Teller gerne die Superbombe genannt hat: Die erste thermo-nukleare oder Wasserstoff-Bombe auch H-Bombe genannt, eine Bombe mit einer Explosionskraft, die die Atombombe weit in den Schatten stellt.

Maria Goeppert Mayer war nun nicht nur mit Urey und Teller bekannt, nein die side issues, die nice clean physics, die so seltsam formuliert in der Biographie von Maria Goeppert Mayer auftauchen, wurden von ihr im Rahmen des Manhatten Projects ausgeführt. Maria Goeppert Mayer war nämlich der bekannteste weibliche Wissenschaftler, der am Bau der Atom- und H-Bombe beteiligt war:

“The most famous woman who worked on the Manhattan Project was Maria Goeppert Mayer, who later won the Nobel Prize in physics for her work in developing the theory of nuclear shell structure. During World War II, she was involved initially in theoretical studies of the thermodynamic properties of the uranium hexafluoride gas that would be used in the gaseous diffusion process for conducting isotopic enrichment of uranium by separating U-235 from U-238. She also investigated the possibility of using photochemical reactions for isotope separation. Later she worked at Los Alamos on energy release in nuclear explosions.”

Nice clean physics eben!

Es hat schon eine gewisse Ironie, dass Maria Goeppert Mayer heute zur Schutzpatronin der Genderforschung auserkohren worden ist, quasi als Sprengmeister der phantasierten patriarchalischen Strukturen an Universitäten.

morons2Wir vermuten allerdings, dass den Ministerialen in Niedersachsen gar nicht bekannt ist, dass Maria Goeppert Mayer am Manhatten Project beteiligt war, die “most famous woman” des Projects. Da sich Genderisten immer darüber beklagen, dass die Leistungen von Frauen nicht anerkannt werden, werden wir die Ministerialen in Hannover zu einer Stellungnahme zum Beitrag von Maria Goeppert Mayer im Manhatten Project bitten. Und natürlich werden wir die Günstlinge des Programms um eine Stellungnahme bitten. Wir sind schon gespannt zu erfahren, ob die Finanzierung aus den Steuermitteln des Maria Goeppert Programms neben dem Einstreichen der Mittel auch mit einem Bewusstsein und einer Verantwortung für das Vermächtnis von Maria Goeppert Mayer einhergeht. Und vor allem sind wir gespannt, wie die Programm-Günstlinge das Werk von und das Andenken an Maria Goeppert Mayer in ihren Vorlesungen zu Genderthemen würdigen – vielleicht als role model für nachwachsende Forscherinnengenerationen?

Alles weitere demnächst auf ScienceFiles.

Textconsulting

Textconsulting.teaser2

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

22 Responses to Explosive Patronin – Niedersachsens Ministerium für Wissenschaft und Kultur auf Abwegen?

  1. patzer says:

    Auf die Antworten bin ich mal sehr gespannt.Vor meinem geistigen Auge sehe ich sie sich winden.Entweder überhaupt keine Antwort,oder die Behauptung einer Zwangslage in einer von Männern dominierten Wissenschaft würde ich tippen.

  2. markus says:

    Herrlich, science files ! Bitte Weiter so ! Und das ausgerechnet von den atomhysterischen Ghruenen !

  3. Sabine Bohne says:

    Ich habe selten so eine unreflektierte Stellungnahme gelesen, es sieht fast so nach Aktionen aus, wie die sogenannte “Väterbewegung” stellenweise zu anderen Themen, wie z.B. Gewalt gegen Frauen veröffentlicht hat. Ich würde dafür plädieren, sich zunächst das ausgeschriebene Programm durchzulesen bevor dieser Art von Artikel veröffentlicht wird. Echt peinlich!

    • Es mag an der Universität Vechta so sein, dass bloße Behauptungen ausreichen, bei uns ist dem nicht so: Wenn Sie hier also Ernst genommen werden und verhindern wollen, dass Ihr nächster Kommentarversuch als Unsinn in den virtuellen Mülleimer wandert, dann versuchen Sie es mit Argumentation. Also:

      • Warum ist die Stellungnahme (es ist übrigens KEINE Stellungnahme, sondern ein normales post) unreflektiert?
      • An welchen Kriterien bemessen Sie Unreflektiertheit – an Ihrem Gusto oder haben Sie auch etwas Prüfbares?
      • Wo sehen Sie die Gemeinsamkeit zur “so genannten Väterbewegung”?
      • Und was hat die Väterbewegung Falsches über “Gewalt gegen Frauen” veröffentlicht?
      • Was ist in dieser Hinsicht richtig und wie belegen Sie die Richtigkeit dessen, was Sie für richtig halten?
      • Wenn Sie die Stellungnahme, die ein Post ist, peinlich finden, aufgrund welcher Kriterien kommen Sie zu dieser Bewertung?
      • Was hätte sich an der Aussage des posts (es ist keine Stellungnahme) geändert, wenn wir das “ausgeschriebene Programm”, welches meinen Sie eigentlich, das Programm, in dem der Name von Maria Goeppert Mayer missbraucht wird (Gründe warum wir das sagen, finden Sie im Text) gelesen hätten?
      • Woher wissen Sie, dass wir es nicht gelesen haben?
      • Sind Sie immer in spiritueller Phantasie unterwegs oder schreiben Sie ab und zu auch Faktisches?
      • Fühlen Sie sich an irgendeine nachvollziehbare Realität gebunden?

      Soweit zur Nachhilfe.
      Ich hoffe, Sie können diese Fragen auch beantworten. Wenn nicht: Echt peinlich!

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      Und ich habe selten einen so inhaltsleeren Kommentar gelesen, der fast so aussieht, als sei er bloß Betroffenheit statt Argumenten geschuldet, wie das aus dem sogenannten Genderismus zu allen möglichen anderen Themen bekannt ist. Ich würde dafür plädieren, sich zunächst dazu zu überwinden, die emotionale Betroffenheit zu bewältigen und sich dann auf die geäußerte Kritik einzulassen, bevor diese Art von Stellungnahme veröffentlich wird. Echt peinlich!

      Haben Sie bei der Lektüre dieses Kommentars irgendetwas bemerkt? Haben Sie den Eindruck, er trägt nennenswerten Inhalt? Wenn nicht: wie, meinen Sie, ist es um den Inhalt Ihrer Stellungnahme bestellt?

      Ich hoffe, Sie haben heute etwas dazugelernt! Es ist nie zu spät ….

    • a.behrens says:

      Ich habe die Ausschreibung gelesen.

      Wesentliche Punkte darin für mich:
      – Ziel ist die Beeinflussung der Forschungstätigkeit von Hochschulen
      – in Richtung auf Genderideologie.
      – bezahlt wird nicht nur die Professorin
      – sondern auch gleich ein ganzer Mitarbeiterstab samt Ausrüstung

      Was nicht genannt und gefordert wird
      – Qualifikation irgend einer Art.
      – Ganz im Gegenteil. Es reicht “Interesse” (das ist jetzt ein Zitat!) dafür zu haben, ein bestimmtes Fachgebiet ideologisch zu beeinflussen.

      Wenn ein Ministerium für Wissenschaft ausdrücklich unqualifizierte Personen einen Lehrauftrag gibt, in einem Fachbereich von dem die betroffene Person nichts versteht, wie würden Sie das bezeichnen? Wenn diese Person obendrein den expliziten Auftrag erhält, die Forschungsziele dieser Hochschule zu beeinflussen, wie nennen Sie das? Und zwar völlig unabhängig davon, in welche Richtung beeinflusst werden soll.

      Im Rahmen des Ziels “Gender”: Unter (1) finden Sie die Sciencefiles-Definition von Genderismus. Genderismus ist bis zum Beweis des Gegenteils eine unwissenschaftliche, sexistische, menschenverachtende und frauenfeindliche Ideologie, die sich als Wissenschaft tarnt und damit einen Cargo-Cult betreibt.

      Das Ministerium erklärt ganz offen und ganz direkt die wissenschaftliche Basis von Hochschulen zu vernichten. Und zwar fachübergreifend und grundlegend, da auch die Wissenschaft in Zukunft durch vorsätzliche und gezielte Vernichtung nachwachsender Wissenschaftler (Studenten) unmöglich gemacht werden soll.

      Die Namensgeberin des Programmes finde ich übrigens ausgesprochen passend. Die (Mit-)entwicklerin von Massenvernichtungswaffen als Namenspatronin zur massenhaften Vernichtung von Wissenschaft.

      (1) http://sciencefiles.org/2013/08/15/genderistengenderismus-eine-definition/
      (2) http://de.wikipedia.org/wiki/Cargo-Kult-Wissenschaft

    • Marcel Elsener says:

      @Sabine Bohne
      Umgekehrt wird ein Schuh draus, Frau Bohne. Die Genderadepten müssen beweisen, dass das, was sie da betreiben, Wissenschaft ist. Dieser Beweis wurde nicht nur nicht erbracht, sondern im Gegenteil wurde die Unwissenschaftlichkeit von Genderarbeiten mehrmals belegt. Harald Eia hat das in Norwegen sogar in einer Satiresendung verarbeitet, in der er genderideologische Hypothesen seriösen (Natur-)Wissenschaftlern unterbreitete, die sie wiederum mit wissenschaftlichen Mitteln zer- und widerlegten. Man darf mit Fug und Recht Genderismus als Ideologie betrachten, da keinerlei Belege dafür erbracht wurden, dass genderistische ‘Erkenntnisse’ auf wissenschaftlicher Basis gewonnen wurden.

      Auch Ihr Posting, Frau Bohne, ist letztlich nur heisse Luft in Form einer Argumentation ad personam und enthält keinerlei wissenschaftliche Information oder auch nur ein sachliches Argument. Aber wenn Sie die Wissenschaftlichkeit des Genderismus belegen können, dann tun Sie es einfach. Ich bin sicher, dass Herr Klein und Frau Dr. Diefenbach höchst interessiert an einem sachlichen Disput wären, wenn Sie, Frau Bohne, so etwas versuchten.

      An den Kern des Genderismus, dass der Mensch in Bezug auf sein Geschlecht vollständig durch Erziehung determiniert und in keiner Weise durch genetische Ursachen geprägt sei, mögen die Genderadepten nichtsdestotrotz glauben. Man kann ja auch an das Fliegende Spaghettimonster glauben, wenn man das will. Glaube macht bekanntlich selig. Nur an Universitäten hat diese quasireligiöse Ideologie nichts zu suchen.

      Im obigen Posting hat Michael Klein hingegen auf eine Facette hingewiesen, die v.a. in genderfeministischen Kreisen für rote Köpfe sorgen dürfte. Frau Goeppert Mayer, deren wissenschaftliche Leistungen und Reputation völlig unbestritten sind, nahm an einem Kriegsprojekt teil, dessen Ziel es war, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn ausgerechnet eine Entwicklerin von Massenvernichtungswaffen als Vorbild genommen wird von den Adepten einer Ideologie, die sich immer wieder besonders pazifistisch gebärden und dem pöhsen, männlich geprägten ‘Patriarchat’ die Schuld an allen Kriegen und Verbrechen aufbürden.

  4. JeanP says:

    Was das Maria Goeppert Mayer Programm betrifft, hatte ich ganz kurz auf den 01.04. getippt.
    Nichts da. Gender überholt jeden Aprilscherz.

    Luise F. Pusch (klar) schreibt zur der Physikerin
    http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/maria-goeppert-mayer/
    “Ende 1941 traten die USA in den Krieg ein, und alle verfügbaren NaturwissenschaftlerInnen wurden für Kriegsziele eingesetzt. Goeppert-Mayer “durfte” in dem Geheimprojekt SAM an der Gewinnung des “Sprengstoffs” für die Atombombe mitarbeiten.”

    Womit durch das “durfte” klargestellt ist, dass die Unterdrückte des Patriarchats es selbstredend nicht freiwillig tat.

    Ich nutze Fembio als ebenso wenig vertrauenswürdige Ergänzung (nicht Alternative) zur Wikipedia übrigens gerne 🙂

    Die deutsche Wikipedia heutigen Datums tut das Manhattan Projekt mit einem Satz ab, die englische ist schon etwas ausführlicher.

    Kein Grund für die Ministerialen, es nicht zu wissen …

    Danke für den Beitrag!

  5. Holger Oeft says:

    Spannend, ich hatte erst einen Aprilscherz vermutet.

    Ich stelle mir bei Menschen wie Frau Bohne so eine Art “Irma Grese” vor.
    Emotional abgestumpfte Persönlichkeiten, die streng nach Vorschrift nur das Beste wollten… aber unfähig sind, sich selbst zu reflektieren und eigene Verantwortung zu erkennen. Wenn die geistige Gedankenkastration so weit fortgeschritten ist, dann kommen wahrscheinlich solche Kommentare nur noch als Reflexe heraus.

    • petpanther says:

      Das ist ein typischer feministischer Kommentar. Diese Art von “Kommunikation” setzt auf Häme, ad hominem, ad personem. Und suggeriert Überlegenheit bzw. Richtigkeit oder Berechtigung über Unterstellungen oder (häufig auch emotinal manipulierende) Falschinformation. Das ist eigentlich ein Versuch sich per in diesem Sinne Gewalt gegen andere Vorteile zu verschaffen. Immer auch im Gleichklang von fordernder Opfer-und Herrschaftspose. Grundlage totalitärem Denkens und Kommunikation jeder Sektiererei als auch mobbenden Teenager Verhaltens.

      • Holger Oeft says:

        Na dann bleibt noch zu hoffen, das sich der oberste Sovjet ähh Rat des “European Council on Tolerance and Reconciliation (ECTR)” mit seinem Zwangsbeglückungsedikt zur Bekämpfung von Intertoleranz durch Intoleranz nicht durchsetzt. Dann könnte eine “Irma Grese” sich wie früher auch, mit der Judikative/Exekutive und Legislative gegen unliebsame Störenfriede wehren.

        http://ectr.eu/wyniki-wyszukiwania/a-model-national-statute-for-the-promotion-of-tolerance
        Section 2 – Purpose

        @science files: könnte das der nächste Unsinn der Woche werden?

  6. Alexander Roslin says:

    Zentrum für Kompetenz(!)entwicklung für Diversity Management [früher hätte man das wohl Verfilzungskompetenz oder Cosa-Nostra-Know-How genannt, bei Männern bekämpft, bei Frauen staatspolitisch wertvoll und daher staatsgefördert] in Studium und Lehre an Hochschulen in NRW

    Expertinnen & Expertendatenbank

    Dr. Sabine Bohne / Koordination Netzwerk Gender Studies, Universität Vechta

    http://www.komdim.de/index.php?id=41&tx_p2komdim_pi6%5Bexpertuid%5D=45&cHash=1360038857

    Offenbar eine Schülerin von Carol Hagemann-White, ein klangvoller Name im Universum der Genderideologie.

    • Die Bennenung “Expertendatenbank” zeigt, dass man heute auch für Unsinn “Experte” sein kann.

    • JeanP says:

      http://www.komdim.de/index.php?id=41&tx_p2komdim_pi6%5Bexpertuid%5D=45&cHash=1360038857

      Der Link auf Frau Bohnes Doktorarbeit dort ist unvollständig und funktioniert nicht.
      Ein Link sollte auch anwählbar sein.
      (Vielleicht fluppt die Expert*innen*datenbank – ist das gendersprech-ungefähr-korrekt? – nicht so ganz.)

      Sie findet sich hier
      https://repositorium.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-201107138185
      Titel passenderweise:
      “Gewalt gegen Frauen und Mädchen: Interventions- und Präventionsmöglichkeiten des Gesundheitswesens durch multi-professionelle Kooperation”.

      Ich habe mir das mal angeschaut.
      Der Begriff “Junge” kommt auf 141 Seiten einmal vor. Mit “Männern” sieht es ein bisschen besser aus. Vor allem im Zusammenhang mit “gewalttätigen Männern”.
      Wogegen von gewalttätigen Frauen nicht die Rede ist.
      Dass am Rande auch mal angedeutet wird, Männer könnten ebenfalls Gewaltopfer sein, soll nicht verschwiegen werden.

      Ansonsten scheint mir die Diss. zu einem guten Teil aus Zusammenfassungen einschlägiger Fachliteratur zu bestehen, plus die Ergebnisse eines “Implementationsworkshops”.

      Ein Satz wie dieser
      “Im Vergleich zu Männern haben Frauen unterschiedliche
      Gesundheitsbedarfe, z. B. in der reproduktiven Gesundheit und bei häuslicher Gewalt. Zudem unterscheidet sich das Gesundheitsverhalten zwischen den Geschlechtern.” (Seite 15)
      bleibt mir wenig rätselhaft … dass Männer weniger auf ihre Gesundheit achten würden, ist eventuell empirisch belegt, und unterschiedliche “Gesundheitsbedarfe” (ich habe gerade mal nicht meinen Duden konsultiert) mögen sich aus der unterschiedlichen Anatomie ableiten –
      aber heißt das, dass Männer als Betroffene häuslicher Gewalt weniger behandlungsbedürftig/-wert seien?

      Die Bohne scheint mir ein Gewächs auf dem Humus der Gender Studies zu sein.

      Beruflich durchaus mit Doktorarbeiten befasst bzw. konfrontiert, wenn auch aus einem anderen Bereich, scheint mir das alles ein wenig dünn.

      Wo der anfangs angekündigte “Diskurs” stattfindet, bleibt mir, vielleicht zu sehr patriarchalisch Foucault-verbildet, verschlossen.

      • petpanther says:

        Ungeachtet des ideologisch-unwissenschaftlichen Inhalts wär’s vielleicht sogar ein Fall für die Plagiatjäger.

        Denke, dass da noch so einige Damen mit solchen “Doktorarbeiten” aus der Reihe Gender Studies zu finden sind. Lustig (wenn es nicht so erschreckend wäre) ist auch, dass sie selbst das noch plagiieren, eben wie es in feministischen Kreisen üblich ist.

        Das bewusste infiltrieren und Unterwandern von Universitäten und Wissenschaft. Dafür brauchst eigentliche nur Interesse als Qualifikation. Die Motive der Versorgung und des dann gehobenen Status der Interessentinnen werden mitbedient. Alles mit gemeinschaftlichen Steuerressourcen, die dann für echte Wissenschaft und z.B. auch andere soziale Aufgaben fehlen.

        Siehe auch “Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity” (Judith Butler). Destabilisierendes Gender Troublemaking um politische, kulturelle, auch wissenschaftliche, Strukturen etc. zu zersetzen. Das Buch ist eine Art Mein Kampf auf pseudowissenschaftlichem Niveau und eigentlich menschen- wie verfassungsfeindlichem Ansinnen.

        Korruption, verkauft als vermeintlich notwendige (Pseudo)Wissenschaft und bewusst politisch instrumentalisiert sowie toleriert.

        • Meier, Hans (Kempten) says:

          Ja, das wäre ein vielversprechendes Programm: Untersuchung von gender studies-Dissertationen auf wissenschaftliche Solidität hin!

          FRAGE: Wer machts? Wer hat die Zeit?

          (Immerhin dürfte ein steigender Teil der Arbeiten online im Netz zugänglich sein….)

  7. Pingback: Finanziert Justizministerium eine homophobe Bundesstiftung? | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  8. Pingback: Genderisten in ihrer besten Rolle | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  9. Pingback: Revolutionäre Forderung aus den Gender Studies: Wir brauchen schwangere Crash-Test Dummies | ScienceFiles

  10. hgb says:

    Dann sollte doch die geplante Neustationierung von Atombomben in Hannover stattfinden und nicht in Büchel (Rheinland Pfalz).
    Würde doch gut zum Programm passen und könnte dann noch gendermäßig untersucht werden: Genderkonforme Lagerung von A- und H- Bomben und deren Verwendung: Ein Forschungsprojekt im Maria Goeppert Mayer Programm.

  11. Pingback: Peinlich: Dresdner Anti-Rassisten wählen Ku-Klux-Klan Rassisten zum Patron | ScienceFiles

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
Holler Box
Skip to toolbar