In Berlin scheint das Lügen an der Tagesordnung zu sein

Nein, in diesem Post geht es nicht um den Bundestag.

Es geht um Berlin, den Senat von Berlin und um die Humboldt Universität.

Die Humboldt-Universität, seit jeher ein Vorreiter in Männerdiskriminierung, ist abermals angetreten die naiven unter den Männern, die es unter Akademikern ja immer noch geben soll, zu schädigen und über’s Ohr zu hauen.

HU W2 Betrug1Der neuerliche Versuch, männliche Bewerber zum Narren zu halten, erfolgt dieses Mal nicht im Rahmen des Professorinnenprogramms, sondern im Rahmen eines ominösen “Frauenförderprogramms der Humboldt-Universität”, von dem offensichtlich nicht einmal die “Zentrale Frauenbeauftragte der Humboldt-Universität” etwas weiß. Wie in allen Kaderschmieden und Ideologiezentren, so ist auch an der HU-Berlin, alles zentral, nur die Einrichtung eines Zentralkomitees hat man sich offensichtlich noch nicht getraut. Und natürlich ist auch alles ominös und geheim, was mit Finanzierung zu tun hat.

Doch zurück zum alltäglichen Lügen, an das sich die Mehrheit der Deutschen offensichtlich gewöhnt zu haben scheint. So wie man sich an den Begriff “Lügenpresse” gewöhnt hat, so scheint man auch mit Lügenuniversität oder Lügensenat kein Problem zu haben.

Die Humboldt-Universität zu Berlin schreibt eine W2-Professur für Gender-Studies für die Region Südasien mit dem Schwerpunkten entweder im Bereich Literatur- oder Medienwissenschaft aus.

Die Erkenntnisse, die vom Stelleninhaber erwartet werden, sind in der Ausschreibung nicht umschrieben, deshalb ergänzen wir sie: Gewünscht wird der Nachweis, dass es auch in Südasien Männer und Frauen gibt und dass Männer und Frauen in Medien und Literatur eine Rolle spielen.

Das gesagt, nun zum offenen Täuschungsversuch:

“Die W2-Professur ist zum 01.10.2016 befristet für 5 Jahre zu besetzen. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Frauenförderprogramms der Humboldt-Universität zu Berlin für W1/W2-Professuren.”

Das ist eigentlich deutlich und sollte jedem einleuchten: Frauenförderung ist keine Männerförderung, und wenn Gelder ausschließlich zur Frauenförderung bereit stehen, werden keine Männer gefördert. Die ausgeschriebene Stelle kann nur mit weiblichen Bewerbern besetzt werden, die Ausschreibung richtet sich folglich ausschließlich an weibliche Bewerber und verstößt somit gegen das Antidiskrminierungsgesetz.

Der Verstoß gegen Gesetze ist an der Humboldt-Universität kein Problem, wie Leser von ScienceFiles wissen. Dass ein Profx der HU-Berlin zu Straftaten aufruft, ist ebenso kein Problem, wie die Bedrohung und das Stalking von Professoren oder die Tatsache, dass das Zustandekommen der Gender-Studies doch zumindest als fragwürdig anzusehen ist, wenn man es nicht offen als Schiebung und Betrug einordnen will.

Also: Kein Problem, dass die Ausschreibung gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstößt. Die HU-Berlin ist ein rechtsfreier Raum, Gesetze haben dort bestenfalls Unterhaltungswert.

Dass man sich abschließend in besagter Ausschreibung über männliche Bewerber lustig macht, die so dumm oder naiv sind, sich auf die entsprechende Stelle zu bewerben, das sei hier nur am Rande erwähnt. Die entsprechende Häme findet sich in der folgenden Standardformulierung:

“Die Humboldt-Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen aus dem Ausland sind erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.”

Da die Professur aus dem Programm der HU-Berlin zur Frauenförderung finanziert wird, von dem nicht einmal die zentrale Gleichstellungsbeauftragte zu wissen scheint, richtet sich das Bemühen der HU-Berlin als politisch korrekter Täuscher zu erscheinen, nur an weibliche Behinderte, weibliche Migranten oder weibliche Bewerber aus dem Ausland.

Die Frage, wo das Geld für das ominöse Frauenförderungsprogramm der HU-Berlin herkommt, hat uns auf die Seite des Berliner Senats, genauer: der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen geführt, eine Seite, deren Überschrift bereits die Frage aufwirft, ob bei der Senatsverwaltung chronische Lügner arbeiten, Debile, die der Begriffe der deutschen Sprache nicht mächtig sind oder bösartige Täuscher, die versuchen, die Tatsache, dass sie partikulare Gruppenbevorzugung mit 3,8 Millionen Euro finanzieren, zu verschleiern.

Die Überschrift der Seite lautet: “Berliner Chancengleichheits-Programm“.

“Das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (Berliner ChancengleichheitsProgramm – BCP) wurde 2001 vom Berliner Senat eingerichtet.”

Wir müssen aufgrund dieser Einleitung unsere Frage mit den drei Antwortalternativen, chronische Lügner, bösartige Täuscher oder Debile auf den Berliner Senat ausweiten und fragen: Besteht der Berliner Senat aus chronischen Lügnern, bösartigen Täuschern oder Debilen?

Abermals werden sich die Stammleser von ScienceFiles an unseren Idiotentest für Verteilungsfragen erinnern. Darin haben wir die Begrifflichkeiten, die so gerne durcheinander geworfen werden, definiert und geordnet.

Chancengleichheit liegt vor, wenn keinem Individuum oder keiner gesellschaftlichen Gruppe durch Privilegien der Zugang zu Positionen im Vergleich zu anderen Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen erleichtert wird (oder durch negative Sanktionen erschwert wird). Chancengleichheit ist das Gegenteil von “affirmative action”, also von Maßnahmen der positiven Diskriminierung.

Berliner Senat WettabspracheNun geht es im Berliner ChancengleichheitsProgramm aber nicht darum, gleiche Startbedingungen zu schaffen, sondern darum, den Ausgang des Rennens um eine wissenschaftlichen Position zu beeinflussen, plastischer formuliert, die Verantwortlichen wollen mit den Schiedsrichtern im Berufungsausschuss eine Absprache treffen, um den Ausgang des Wettkampfes zwischen Bewerbern vorab zu bestimmen (Sie wollen die Schiedsrichter kaufen). Wettbetrug nennt man das in anderen Zusammenhängen.

Dass es dem Senat nicht um Chancengleichheit geht, sondern darum, Absprachen über den Ausgang von Berufungsverfahren zu treffen [Match-Fixing nennt man das im Englischen], sieht man anhand der Liste der Förderschwerpunkte:

  • Vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen auf W2-/W3-Stellen bei Unterrepräsentanz von Professorinnen im jeweiligen Fach
  • Berufungen auf befristete W2-Professuren bei Unterrepräsentanz im jeweiligen Fach
    Qualifizierung und Professionalisierung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen für eine Professur an Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen
  • Stabilisierung der wissenschaftlichen Karriere von Frauen in der Postdoktorandenphase
  • Verankerung von Gender-Aspekten in Forschung und Lehre
  • Qualifizierung von Frauen in den Natur- und Technikwissenschaften
  • Gegenfinanzierung des Professorinnenprogramms [gemeint ist der Landesanteil am Bundesbetrugsprogramm]

Es geht also ausschließlich darum, Frauen zu privilegieren, Ihnen Vorteile gegenüber Männern zu verschaffen. Das ist keine Chancengleichheit, sondern die Herstellung von Ergebnisgleichheit über z.B. Berufungsabsprachen. Man kann es auch schlicht Betrug nennen.

Was uns zurückbringt zur Frage, ob in Berlin debile, bösartige Täuscher oder chronische Lügner den Senat bevölkern. Und diese Frage geben wir an unsere Leser weiter, und zwar mit dem Hinweis, dass chronische Lügner sich von bösartigen Täuschern dadurch unterscheiden, dass sie krank sind und entsprechend nicht wirklich wissen, was sie tun.

Erklärung für offensichtliche Lügen

Bleibt abschließend noch die Frage: Was macht eigentlich die Antidiskriminierungsstelle? Weiß das jemand?

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf die Ausschreibung an der HU-Berlin.

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16 Responses to In Berlin scheint das Lügen an der Tagesordnung zu sein

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  2. rote_pille says:

    Ich konnte mich bei der Umfrage nicht entscheiden, also habe ich “Other” gewählt und “Eine Mischung aus 1, 2 und 3″ angegeben”. Ich denke nur so wird man der Realität gerecht.

  3. markus says:

    Das alles ist Loriot in Vollendung, eine Lesbe verschafft der anderen Lesbe eine Professur fuer “suedostasiatischen Feminismus” (die Gspusi hat halt irgendwas studiert und keinen Bock, zu arbeiten).

  4. lernender says:

    Berlin bezeichne ich als “failed state” – es unterscheidet sich in nichts von den anderen failed states auf der Welt, die von irgendwelchen Warlords ausgenommen werden.

    Was an Entwicklungshilfe in die anderen failed states gepumpt und sofort aufgesaugt wird, ohne jemals was zu ändern, ist bei Berlin der Länderfinanzausgleich und einer der Warlords ist die Humbug-Uni.

    Berlin ist der Inbegriff der “Vereinbarkeit von Beruf und Familie” oder “Work life Balance” oder andere Bezeichnungen wie zBsp. von komm ich heut nicht,- komm ich morgen – oder auch übermorgen, eher aber gar nicht.

    Eine Stadt voller Selbstverwirklicher, hip und trendy, bunt, weltoffen, Vorbild, genderisert, feminisiert und emanzipiert… und deswegen völlig am Arsch. Da wächst kein Mittelstand mehr, trotz massiver Subventionen etc.., klar, einige Großkonzerne haben ihre Zentrale nach Berlin verlegt, weil es halt die Hauptstadt ist um damit sich den internationalen Anstrich zu geben, aber mehr läuft da nicht mehr.

    Die Humbug-Uni, bereits mehrmals von SF angeschrieben mit der Bitte um Stellungnahme, wie sie es verantworten können, den Ruf der Wissenschaft in den Dreck zu treten, antwortet nicht einmal.

    Wie in Indien wähnen sich die Profx einer Kaste zugehörig und der Rest der Menschheit hat diesen roten Punkt der Unberührbaren auf der Stirn, d.h. derjenige, der die Uni anteilig mit seinen Steuer finanziert, ist auch derjenige, der von den Steuergelderabsorbierenden als – ich sag einmal – “Bodensatz der Gesellschaft” angesehen wird.

    Von mir aus können die Russen und die Amis Berlin wieder zurückhaben, die Frage ist nur
    wieviel Brautgeld Restdeutschland zahlen muss.

  5. hope says:

    Wer sich für einen unehrenhaft erworbenen Job auch noch in ein irreligiöses Korsett zwängt, von dem bleibt nicht viel übrig.

    Gender sind Blender.

  6. Michel Houellebecq says:

    “Der Kern des feministischen Bekenntnisses liegt in einer großen, stillen Hoffnung: das Böse in der Welt in einem Geschlecht verorten zu können und insofern selbst ‚das andere‘ zu bleiben.”
     
    Quelle: Stefan Hirschauer, Wozu Gender Studies? Ein Forschungsfeld zwischen Feminismus und Kulturwissenschaft. Forschung und Lehre, 2014-11 /  http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/?p=17324
     
    „Forschung und Lehre“ ist die Zeitschrift des Deutschen Hochschulverbands, der Berufsvertretung der Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Prof. Stefan Hirschauer ist Sprecher der DFG-Forschergruppe 1939 “Un/doing Differences. Praktiken der Humandifferenzierung” und insofern ein wissenschaftliches Schwergewicht. Dieser Text ist etwas vom besten, was ich je zum Thema Genderwissenschaften gelesen habe und ist zweifellos zur Gänze lesenswert! Der Einfachheit und v. a. der Müdigkeit halber habe ich hier einen fast ganzen Kommentar aus einem anderen Forum hin gepostet. Ich denke, dieser Text hat eine enorme Sprengwirkung und wäre einen eigenen Beitrag hier auf sciencefiles wert!

  7. hope says:

    Praktisch besteht die Gender-Forschung aus einem wattierten Überbau und einem fehlenden Fundament. Vielleicht hat ein teilerblindeter Marxist irrtümlich das männliche Y-Chromomen für ein X gehalten und seither ist die Sache vom Frauenbeauftragten nicht mehr überprüft worden?

    Konrad Lorenz hat Forschungen diesbezüglich angestellt und erkannt, daß die Prägung ausschlagegebend ist für das Sexualverhalten.

    “Prägung nennt man in der Verhaltensbiologie eine irreversible Form des Lernens: Während eines meist relativ kurzen, genetisch festgelegten Zeitabschnitts (sensible Phase) werden Reize der Umwelt derart dauerhaft ins Verhaltensrepertoir aufgenommen, dass sie später wie angeboren erscheinen.”

    Die Gänse, frühkindlich auf Kornrad Lorenz geprägt, hielten ihn im Erwachsenenalter für einen Gänserich und verweigerten die Fortpflanzung mit ihresgleichen.
    So lautet der Beschluß, sollte die Kinderheit der Mitglieder des Berliner Senat auch in die Irre gelaufen sein. Sie wurden womöglich gezwungen, mit Barbiepuppen zu spielen und dabei erkannten sie zwischen Ken und Barbie keinen Unterschied?

    Setzt man die fehlerhafte Herangehensweise des Senats an die Natur des Menschen nun in Beziehung zu der Tatsache, daß sich die Verteilung der Intelligenz graphisch als eine Glockenkurve darstellt, dann zeigt sich, daß das Berliner System dahin tendiert, Wissenschaftler aus dem unteren Drittel auszuwählen, wo die Dilettanten hausen, und Mittelmäßige und Genies auszuschalten. Nun kommt die freudsche Kastrationsangst ins Spiel, immerhin hat man an sich wohl etwas erkannt, das mit Ken gar nicht identisch ist und mag darüber mit niemandem sprechen?

    Fazit: Die Eintrittkarte ins Panoptikum der Humbold Universität ist die Zustimmung zum festgelegten Ergebnis. Schuld an der Diskrimnierung begabter Männer ist daher die Tatsache, daß die Mitglieder des Senats nur die Finanzierung derjenigen Projekte beschließen, die in der Reichweite ihrer Vorstellungskraft liegen.

    • hope says:

      Im Überschwang der Gefühle ist mir ein Fehler unterlaufen: Männer haben zwei X-Chromosomen, Frauen ein X und ein Y-Chromosom. Eine Tatsache, die in der merkwürdigen Debatte völlig untergegangen ist.

  8. Welehamm says:

    Etwas off-topic, aber als ich Saalmikrofonx las, habe ich an die sciencefiles gedacht. Der Artikel wäre der Website würdig:

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/die-ekd-gendert-sich-in-trance/

    • lernender says:

      “Die „Bläserinnen und Bläser“ eines Kirchenchores sind dagegen neunmal erwähnt. Das haben sie sich auch verdient.”

      🙂

      “Falls dann noch Langeweile besteht, bieten sich die Diskussionen „Brauchen wir eine Weltregierung“, „Klimagerechtigkeit jetzt schaffen“ und „Nicht männlich und weiblich – von Engeln und Intersexuellen“ an.”

      Es ist tatsächlich so, immer wenn man denkt es geht nicht mehr Hirngegrillter, schon liegt man daneben..

      “War da nicht noch etwas? „Saalmikrofoninnen und -mikrofone“?”

      http://www.directupload.net/file/d/4008/s8p65y55_png.htm

      *rofl* leider gibts hier keinen Smiley, der stilisiert das man sich lachkrämpfeschüttelnd auf den Boden wälzt.

      thx für den Link!

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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