Umfrage: 91% von 3.446 ScienceFiles-Lesern sagen nein zum Verbleib in der EU

Die Europäische Union ist als Europäische Gemeinschaft mit großen Zielen gestartet. Ökonomische, demokratische Integration, Völkerverständigung, ein Europa der Nationen, alle Völker Europas vereint unter einem Dach, den Superlativen waren keine Grenzen gesetzt.

eu-flagWie so oft, wenn Hoffnungen und Träume mit den Träumern und Hoffern durchgehen, hat die Ernüchterung auch im Zusammenhang mit der EU schnell eingesetzt. Sie ist zu einem administrativen Monster verkommen, das Regulationen speit und sich um die Saugleistung von Staubsaugern kümmert. Die EU ist zum Selbstbedienungsladen für Politiker geworden, die eine neue Möglichkeit gefunden haben, Parteien und ihre Vereine auf Kosten der Steuerzahler zu finanzieren, und ansonsten zeichnet sich die EU durch regelmäßige Aufführungen aus, bei denen Regierungschefs aus 27 Ländern sich nicht über das zu spielenden Theaterstück einigen können.

Und natürlich darf man auch den Verhandlungszirkus mit Griechenland nicht vergessen, eine der wenigen Quellen der Unterhaltung im tristen Alltag der EU. Denn: jeden Morgen wacht man mit Spannung auf. Was haben die griechischen Parlamentarier nun wieder ausgeheckt? Worüber im Hilfspaket der 230+ Milliarden Euro, die bereits nach Griechenland geflossen sind und weiter fließen werden, könnte man heute streiten wollen? Wie lange dauert es, bis der Euro sich von seiner heutigen Talfahrt erholt? Erholt er sich überhaupt oder erreicht er neue Tiefen im Vergleich zum Britischen Pfund und zur Freude britischer Investoren, denen sich Kauf- und Investitionsgelegenheiten in Deutschland zu besten Preisen bieten: Buy one, get one half price…

Es ist kein Wunder, dass sich der Widerstand gegen diese Form der EU immer stärker regt. Wer wollte schon ein Europa der Regulierer, der Bleistiftschubser und der Politiker-Travestien?

Wie groß der Widerstand ist, der sich gegen die EU regt, das haben wir auf ScienceFiles anhand einer Umfrage erfahren, die wir nach wie vor aktiv gestellt haben. “Soll Deutschland die EU verlassen?”, so haben wir unsere Leser gefragt.

Zwischenzeitlich haben 3.446 Leser eine Antwort auf diese Frage gegeben, eine in ihrer Deutlichkeit unerwartete Antwort, optieren doch 91,5% unser Leser dafür, dass Deutschland die EU verlässt. 3.154 Leser sagen also nein zu dieser EU. Das Potential der EU-Müden, es ist gewaltig, das kann man auf Grundlage dieses Ergebnisses sagen.

Soll Deutschland in der EU bleiben

Und bevor der Einwand kommt, “Eure Umfrage ist ja gar nicht repräsentativ”: Zum Mythos der Repräsentativität der Umfragen der Meinungsforschungsinstitute mit ihren regelmäßig mageren 1.000 Befragten haben wir uns bereits hier geäußert.

Man kann unsere Ergebnisse schlicht nicht vom Tisch wischen. Wer in Deutschland verantwortlicher Politiker und in der EU verantwortlicher Bürokrat sein will, der muss die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen und bei seinen Handlungen in Rechnung stellen, dass es Widerstand gegen die EU gibt. Die Theorie der Responsivität, die immer noch durch die Politikwissenschaft geistert, sie sieht in einem solchen Fall vor, dass sich Politiker der Bedenken und der Kritik, die ihre Wähler an der EU äußern, widmen, sie aufnehmen und versuchen, in Brüssel und anderswo etwas zum Besseren zu verändern.

Bislang kennen Politiker in Deutschland den Responsivitäts-Modus jedoch nicht. Sie kennen nur den Modus des Aussitzens. Wie lange man Widerstand unter den eigenen Wählern aussitzen kann, das ist eine Frage, die derzeit beantwortet wird. Wer zur Beantwortung beitragen will, der kann sich an unserer Umfrage beteiligen, die nach wie vor aktiv ist.

Deutschland: Better off out?
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