Warum Kapitalismushetze unter Sozialwissenschaftlern so verbreitet ist

An sozialwissenschaftlichen Fakultäten muss man in der Regel nicht lange suchen, um den ersten Dozenten zu finden, der ein Problem mit dem Kapitalismus hat, der Kapitalismus manchmal kritisiert, häufig diffamiert und mit einer Inbrust hasst, die seine Äußerungen wohl als das qualifizieren, was man in Anlehnung an den Zeitgeist als  „Kapitalismushetze“ bezeichnen muss.

Warum ist das so?

Auf der Suche nach einer Antwort, sind wir bei mises.org auf einen Beitrag gestoßen, der 1956 von Ludwig von Mises geschrieben wurde, den damals dieselbe Frage bewegt hat wie uns heute.

Ludwig_von_Mises.jpg„Der kleine Mann hat meist keine Gelegenheit, sich in den Kreisen derjenigen zu bewegen, die erfolgreicher waren als er selbst. Er bewegt sich in dem Kreis der anderen kleinen Leute. Er trifft seinen Vorgesetzten nie „gesellschaftlich“. Er kann nie aus eigener Erfahrung lernen, wie verschieden von ihm ein Unternehmer oder ein leitender Angestellter ist in bezug auf jene Fähigkeiten und Gaben, die erforderlich sind, um die Verbraucher erfolgreich zu befriedigen. Sein Neid und das Ressentiment, das durch ihn erzeugt wird, richten sich nicht gegen ein lebendiges Wesen aus Fleisch und Blut, sondern gegen blasse Abstraktionen, wie z. B. „Management“, „Kapital“ und „Wall Street“. Es ist unmöglich, einen solchen schwachen Schatten mit der gleichen Bitterkeit der Gefühle zu verabscheuen, die man gegen einen Mitmenschen hegen kann, dem man täglich begegnet.

Die Sache sieht anders aus vom Standpunkt der Leute, die dank besonderer Umstände ihrer Beschäftigung oder Familienverbindungen einen persönlichen Kontakt haben mit den Erwerbern der Belohnungen, die, wie sie glauben, von Rechts wegen ihnen selbst zukommen. In ihrem Fall nehmen die durch enttäuschten Ehrgeiz hervorgerufenen Gefühle einen besonders giftigen Charakter an, da sich ihr Haß gegen konkrete Lebewesen richtet. Sie verabscheuen den Kapitalismus, weil er die Stellung, die sie selbst gerne haben möchten, einem anderen Menschen zugewiesen hat.

So sieht es bei den Leuten aus, die man Intellektuelle zu nennen pflegt. Betrachten wir zum Beispiel den praktischen Arzt. Die tägliche Routine und Erfahrung hält jedem Arzt die Tatsache vor Augen, daß es eine Hierarchie gibt, in der alle Ärzte nach ihren Verdiensten und Leistungen abgestuft werden. Diejenigen, die mehr leisten als er, diejenigen, deren Methoden und Erfindungen er lernen und praktizieren muß, um auf dem laufenden zu sein, waren seine Kommilitonen in der medizinischen Fakultät, sie haben während ihrer Ausbildung mit ihm im Hospital gearbeitet, und sie nehmen an den gleichen Sitzungen des medizinischen Verbandes teil. Er trifft sie am Krankenbett seiner Patienten sowohl wie bei gesellschaftlichen Veranstaltungen. Einige unter ihnen sind seine persönlichen Freunde oder sind mit ihm verwandt – und sie alle behandeln ihn mit der größten Höflichkeit und sprechen ihn an als ihren „lieben Kollegen“. Aber dennoch übertreffen sie ihn weit in der allgemeinen Wertschätzung – und oft auch in der Höhe ihres Einkommens. Sie haben ihn überflügelt und gehören nun zu einer anderen Klasse. Wenn er sich mit ihnen vergleicht, so fühlt er sich gedemütigt. Aber er muß vorsichtig darauf achten, daß niemand sein Ressentiment und seinen Neid bemerkt. Selbst das kleinste Anzeichen solcher Gefühle würde als sehr schlechtes Benehmen betrachtet werden und ihn in den Augen aller herabsetzen. Er muß seine Demütigung herunterschlucken und seinen Zorn auf ein stellvertretendes Ziel ablenken. Er klagt die wirtschaftliche Organisation an, das ruchlose System des Kapitalismus. Bestände dieses ungerechte System nicht, so würden seine Fähigkeiten und Talente, sein Eifer und seine Leistungen ihm den reichen Lohn gebracht haben, den sie verdienen.

Das gleiche gilt für viele Juristen und Lehrer, Künstler und Schauspieler, Autoren und Journalisten, Architekten und Wissenschaftler, Ingenieure und Chemiker. Sie fühlen sich ebenso in ihren Hoffnungen getäuscht, weil sie der Aufstieg ihrer erfolgreichen Kollegen, ihrer früheren Schulkameraden und alten Bekannten quält. Ihr Ressentiment ist vertieft eben durch diesen beruflichen und ethischen Kodex, der einen Schleier der Kameradschaft und Kollegialität über die Realität des Wettbewerbs wirft.

Um den Abscheu des Intellektuellen vor dem Kapitalismus zu verstehen, muß man sich vergegenwärtigen, daß dieses System sich seiner Ansicht nach in einer bestimmten Anzahl von Standesgenossen verkörpert, deren Erfolg er übelnimmt, und die er für die Vereitelung seines eigenen übergroßen Ehrgeizes verantwortlich macht. Sein leidenschaftlicher Widerwille gegen den Kapitalismus ist lediglich eine Tarnkappe für den Haß gegen einige seiner erfolgreichen „Kollegen“.

Luwig von Mises (1958 [1956]) Die Wurzeln des Antikapitalismus, veröffentlicht auf Mises.org.

Die Frage, warum gerade unter Sozialwissenschaftlern so viele Kapitalismushasser zu finden sind, kann damit wie folgt beantwortet werden:

  • Gerade in den Sozialwissenschaften findet sich eine große Zahl von Personen, die Angst vor Wettbewerb haben und anders als Naturwissenschaftler auch nicht mit Unternehmen, die sich im Wettbewerb mit anderen Unternehmen befinden, konfrontiert sind.
  • Nach den Leistungen der meisten Sozialwissenschaftler gibt es keinerlei Nachfrage von Institutionen des Kapitalismus, also von Unternehmen oder Märkten.
  • Viele Sozialwissenschaftler sind an Hochschulen hängenbegblieben, weil sie auf dem freien Markt keinen Fuss auf den Boden gebracht haben oder es gar nicht erst versucht haben. Sie sind nicht nur hängen-, sondern auch übriggeblieben, denn wer die Chance hat, einen gut bezahlten Job in einem Unternehmen anzunehmen, der tut es.
  • Die Kürzung des Verdienst institutionalisierter Wissenschaftler durch die Einführung der W-Besoldung und die Tatsache, dass Sozialwissenschaftler im Gegensatz zu Naturwissenschaftlern in der Regel nichts zu bieten haben, was ihnen außerhalb des staatlichen Expertisen- und Berichts(un)wesens die Möglichkeit gibt, ein Zubrot zu verdienen, sie also keine nennenswerten Nebeneinkünfte haben, um ihr im Vergleich zu in der Wirtschaft Beschäftigten karges Gehalt aufzubessern, führt zu Verbitterung, die durch die Konfrontation mit erfolgreichen Kollegen, die den Sprung in die freie Wirtschaft geschafft haben, noch erhöht wird.

Wir haben es also, um ein Konzept zu entleihen, das ein Sozialwissenschaftler unlängst eingeführt hat, bei Kapitalismushassern im wahrsten Sinne des Wortes mit Wut-Sozialwissenschaftlern und je nach Perspektive auch mit Problem-Sozialwissenschaftlern zu tun.

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25 Responses to Warum Kapitalismushetze unter Sozialwissenschaftlern so verbreitet ist

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  2. gartnercomms sagt:

    Großartig! Ein zentraler Punkt allerdings hat sich geändert. Konnte von Mises in den Fünfziger Jahren noch schreiben, „.. er muß vorsichtig darauf achten, daß niemand sein Ressentiment und seinen Neid bemerkt. Selbst das kleinste Anzeichen solcher Gefühle würde als sehr schlechtes Benehmen betrachtet werden und ihn in den Augen aller herabsetzen“, so ist schlechtes Benehmen heute überhaupt keine nennenswerte Kategorie mehr und damit auch kein Hindernis, seinen Neid lauthals herauszupöbeln. Das lässt sich ja derzeit nicht nur an Sozialwissenschaftlern, sondern auch Politikern (die gleichwohl natürlich häufig ein abgebrochenes sozialwissenschaftliches Studium hinter sich haben) umfänglich betrachten.

  3. Uwe W. sagt:

    Ich glaube, daß die allermeisten studierten Sozialwissenschaftler bereits bereits als Schüler links(radikal) waren und dieses Studium gezielt aufgenommen haben um „die Gesellschaft zu verändern“ bzw. sich als Sozialklempner/Sozialingenieur zu betätigen. Das ist doch typische linke Mentalität und auch in der Lehre des Marxismus begründet.

  4. ritterfräulein sagt:

    Von Mises vergleicht einen Arzt mit besseren Kollegen und behauptet, der Neid auf diese verursache Kapitalismushass. Ich würde dem nur sehr bedingt zustimmen. Ich halte Hr. Kleins Vergleich für richtiger: Sozialwissenschaftler spüren, das sie nicht wirklich nützlich sind, sie bekommen (anders als selbst ein einfacher Landarzt) keine Anerkennung (wofür auch ? -wenige Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel). Es ist nachgewiesen, dass der Bildungs- und Intelligenzstand bei Sozialwissenschaftler unter den geringsten der deutschen Akademiker ist. (den höchsten haben übrigens Physiker). Es gibt für Sozialwissenschaftler nicht genügend „erfüllende“ Arbeitsplätze. Erfüllend ist ein Beruf wenn man die Früchte seiner Arbeit ernten kann und dafür ehrliche Bewunderung und Anerkennung bekommt. Das ist bei Sozialwissenschaftlern selten der Fall. Das gleiche gilt auch für Sozialarbeiter. Woran liegt das ? Wäre mal eine Untersuchung wert. Mein Verdacht: Der Impuls, soziales zu studieren/erlernen fusst oft auf einem naiven Gutmenschentum. Da wird ganz viel gefühlt und ganz wenig gedacht. Und mag man noch so oft von „alle Menschen sind gleich“ reden. Es wird dadurch nicht wahrer.

  5. Dr. Reinhold Oberlercher sagt:

    Wenn es bei Liebe oder Haß gegenüber einem sozialwissenschaftsfähigen Gegenstand wie dem Kapital oder dem Kapitalismus als sozialem Gesamtsystem bleibt, kann man sicher nicht von einer Wissenschaft und ihrem Wissenschaftler sprechen, aber Liebe wie Haß zu einem Gegenstand sind die beiden größten Antriebskräfte, die zum Eindringen in ein Wissensgebiet verführen. Marx war ein großer Hasser des Kapitals und hat die objektive Werttheorie der Klassiker Smith und Ricardo vollendet, von Mises hingegen war ein romantischer Liebhaber des Kapitals und hat die subjektive Werttheorie vorangetrieben. Ob Liebe oder Haß in der Sozialwissenschaft die größeren Erkenntniskräfte freisetzen, das bleibt eine offene Frage.

    • Sie weichen hier auf die Motivation aus. Der Kapitalismushass ist jedoch nicht nur Motivation, sondern findet auch Niederschlag in einer Vielzahl von Veröffentilchungen, die mit Wissenschaft wenig, mit Hass dagegen viel zu tun haben.

  6. Jürg Rückert sagt:

    Ein Kardinal (ich glaube es war Martini von Mailand) schrieb einmal über den Neid der Kleriker:
    Warum wurde der mit der wichtigeren Pfarrei betraut und nicht ich?
    Warum kam jener ins Domkapitel und nicht ich?
    Warum wurde dieser Bischof, Kardinal oder gar Papst und nicht ich?

    Wenn sich ein Abitursjahrgang trifft (Franz Werfel: Der Abituriententag), frägt sich der eine oder andere: Warum wurde der Professor? Ich war doch immer besser! Gerade bei denen, die ehemals Schulter an Schulter standen kann sich Missgunst breit machen.

    Warum soll der ein Prophet sein? Das ist doch mein ehemaliger Nachbar, der Sohn der Maria! So ein aufgeblasener Angeber!

  7. luisman sagt:

    Es gibt berechtigte Kritik am Kapitalismus (wie z.B. dass sich Kapitalisten die ihnen genehmen Politiker kaufen, oder die wilde Spielsucht einiger Banken) und andererseits den Hass derer die es nicht geschafft haben oder nie schaffen koennen. Wenn die Hasser dann in der Schule und Uni in der Mehrzahl sind und unsere Kinder derart indoktrinieren, kommen eben solche SJW Aktionen zustande wie vor kurzem in Yale und Hardvard. In den USA sollen 80-90% der Prof’s links sein. Obiger Text ist ein weiteres Argument gegen die Einfuehrung von Genderung bei den Naturwissenschaften; ausser Ideologie haben die nicht weiter beizutragen.

  8. Michael sagt:

    Ach das ist so billig und lächerlich wie Kapitalismus-Fans Kritik am Kapitalismus immer auf eine Neid-Debatte herunterbrechen. Efrischend aber zu beobachten dass inzwischen auch weite Teile des rechten Millieus eine kritische Haltung zum Kapitalismus einnehmen.

    Es ist einfach zu offensichtlich geworden dass Kapitalismus eine mörderische, gesellschaftszersetzende und planetenzerstörende bösartige Ideologie ist!

    Da könnte Ihr Bonzen-Freunde noch so oft „Neid! Neid!“ kreischen, am Ende eines jeden kapitalistischen Zyklus steht immer(!) Krieg und Zerstörung!

    • Wow, Sie muss der Text ja getroffen haben, so sehr, dass Sie gar nicht mehr wissen, was im Text steht. Dort geht es um Kapitalismushasser, also Leute, die bar jeglicher Argumente Kapitalismus als „mörderische, gesellschaftszersetzende und planetenzerstörende bösartige Ideologie“ diffamieren, so wie Sie es hier tun. Und jetzt geben Sie bitte alle Geräte, die mit Strom betrieben werden, aus ihrem Besitz ab, denn damit haben sie Teufelswerk des Kapitalismus in ihre heilige und nachhaltig reine Stube gelassen.

      • Der/Anarchist sagt:

        So bar jeglicher Argumente ist man nicht, wenn den „Kapitalismus“ als zerstörerische Ideologie bezeichnet.
        Ludwig von Mises erwähnte die Wall Street, und auch Anthony Sutton erwähnt die Wall Street, nur dass Sutton sie in seiner destruktiven Weise erwähnt. Waren es doch „Kapitalisten“, die Hitler mit Geld unterstützt haben; sogar einen kommenden Krieg als Profit verbuchten, aber in Nürnberg dafür nicht vor den Kader gezogen wurden.

        Und was ist mit dem Irak-Krieg, bei dem es angeblich um Waffen ging, die Hussein haben sollte? In Wirklichkeit ging es um Öl, Profit.

        Und was ist mit dem erpressten Geld von Adligen, deren Sprösslinge hervorragend von Leben und „investieren“ können?!..

        Dennoch ist es zu einfach, einseitig zu behaupten, der Kapitalismus sei böse; oder sei gut. Er bietet Vorteile, wenn er fair jedem die Möglichkeit bietet, sein Können umzusetzen. Aber ist ein Nachteil, wenn von Gier und Macht, Monopole entstehen, die den Markt kontrollieren.

  9. Fantastisch – dieser Beitrag transformiert endlich die bisher diffuse Ahnung zur Hassentstehung in eine begreifbare Form. Abgerundet durch die bereits vorhandenen Kommentare. Vielen Dank.
    Doch Ressentiments gegenüber den sichtbar Erfolgreichen gibt es in allen Gesellschaften. Und dies über eine soziale Systematik, die gleichzeitig vorhandenen Aufstiegswillen unterdrückt sowie zu einer latenten Entscheidungs-Inkompetenz bei Führungskräften führt.
    http://www.gehirnsabotage.de/warum-wir-unser-denken-begreifen-müssen/5-latente-inkompetenz-durch-übereilte-entscheidungen/

  10. ordo ab chao sagt:

    Die träumen halt von ihrem romantischen Sozialismus…

  11. saumakos sagt:

    Ambivalente Sicht auf Mises Miesepetersicht

    Mises beschreibt den Zusammenhang von Erfolg, Gesellschaft und System sehr gut nachvollziehbar.
    Allerdings hat er es auf alle Berufsgruppen bezogen, wo der Erfolg in der Regel zugleich von vielen Faktoren abhängt, wie von Ehrgeiz, von Fleiss, von Intelligenz, von Zufall und auch von Beziehungen, weil nämlich die gesellschaftliche Differenzierungsmöglichkeit innerhalb bestimmter Fachbereiche und Branchen einfach viel breiter ist, als nur bei Arbeitern, wo man im Idealfall vielleicht Gewerkkschaftsführer werden könnte.

    Wenn man den Neid, der zwar psychologisch nachvollziehbar, aber dennoch für das innere Wachstum sowie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht förderlich ist, wenn man diesen Neid nicht einfach nur wie ein abzutragende Bringschuld innerhalb des existierenden kapitalistischen Systems betrachtet, als etwas, das man individuell zu überwinden hat, wie ein guter Verlierer, wenn man nämlich die zeitgenössisch immer mehr ins Wahnsinnige verlaufende Oligarchie-, Lügen-, Utopie- und Pervertierungstendenz betrachtet, unter der sich das Label „Kapitalismus“ als Wohlstandsbringer seit seinem Start bei Adam Smith immer weiter hat entkernen und durch seine Gegner hat instrumentalisieren lassen, wenn man bedenkt, dass in diesem System (heutzutage) eben mitnichten DIE Professionellsten, die Produktivsten, die Belebendsten oder freiesten Querdenker an Posten kommen, bzw. Erfolg haben, sondern eher angepasste Systemzöglinge, Nützliche Idioten, korrupte Volksverräter und inquisitorische Ideologen eines Systems, das den Souverän sich unterordnen will, dann muss ich dazu mal folgendes loswerden:

    Das oben beschriebene Übel im Zusammenhang mit dem Kapitalismus, bzw. mit der modernen auf Kapital, Arbeitsteilung, Rationalisierung, konkurrierende Einzelinteressen und unsichtbarer Hand basierenden Wirtschaftsweise lässt sich auf dreierlei Weise verorten:

    I) DER Kapitalismus an sich sei schlecht und sollte am besten durch Planwirtschaft abgelöst werden. Alle sind gleich und Allen sollte Alles zu gleichen Teilen gehören. Mit diesen Leuten kann man leider nicht sinnvoll diskutieren. Sie müssen es einfach am eigenen Leibe erfahren, wie der fachlich intelligente Edelkommunist von dem politisch Umgesetzten System, das da basiert auf seiner bevorzugten Ideologie, ins Gefängnis geworfen wird, während die Ellenbogenleute zu den führenden Kadern des Systems aufsteigen.

    II) Die Mehrheit ist zu naiv für den Kapitalismus und daher selber schuld. Wer ihn kritisiert ist nur ein schlechter Verlierer (wie von Mises oben beschrieben): Die negativen Phänomene des Kapitalismus lassen sich auf die selbst verzapfte Illusion naiver, Systemlingen zurückführen, die aufgrund ihres Nicht-Durchschauens „wie der Hase nun mal läuft“ von den „Schlauen“ abgerippt wurden – so, wie wir Alle „“““es doch auch machen würden““““, mit einem geistig Verwirrten auf der Straße, der uns unseren Kaffe-to-go für 1000,-€ abkaufen will. Die Erfolgreichen sind hinsichtrlich der immer übler werdenden Phänomene des Kapitalismus nur die Trittbrettfahrer in einer Welt der zunehmenden Verwirrtheit, die sich nur nehmen, was man ihnen aus Naivität „bereitwillig“ gibt, die quasi das abgenommene Geld im Sinne der Menschheit lediglich für die Anderen „verwalten“. Und wenn diese Abgerippten dann irgendwann aufwachen und sich „voller Neid“ über das Spiel beschweren und nachträglich die Regeln ändern wollen – übrigens, die Regeln, die sie sich zu Beginn auch nie wirklich aussuchen konnten – dann sind sie ja nur sclechte Verlierer.

    III) Der ursprünglich jedem Individuum gleiche Startchancen einräumen wollende Kapitalismus wurde von einem eingesessenen oder heimtückischen Verschwörungszirkel unterwandert und instrumentalisiert: Diese Gruppe der realistischen Wirtschaftsfreunde, die gar nicht mal den Kapitalismus an sich als DAS Böse betrachten (I), die sich allerdings auch gegen die zuvor beschriebene sozialdarwinistisch-subjektivistische Sichtweise verwehren (II), für sie erklären sich die negativen Phänomene als verborgene Mechanismen der Täuschung, der Wohlstandskonzentration bis hin zur autopoiesishaften, irrationale, hybrisgetriebenen Zivilisationsvernichtung durch Psychopathen, nämlich als gefährliche Trojaner, die den Kapitalismus durch Zinsfalle, Medienmonopol, Geschichtsfälschung und durch geistige Trägheit im Zuge systemisch-überregulierter Einbettung der Bürger unterwandert, also als ein dem Kapitalismus entgegenwirkendes asozial-kriminelles Prinzip, vor dessen trojanischer Täuschungsgefahr gerade die Menschen, die in diesem für Freiheitsillusion besonders vulnerablen Systems aufwachsen, mit äusserster Deutlichkeit seit der Kindheit gewarnt werden müssten, während ja genau das Gegenteil passiert, nämlich die Glorifizierung eines radikalen Fortschrittsglaubens, der mit Kapitalismus und mit einer ebenso unterwanderten Hülle namens Demokratie quasi gleichgesetzt wird.

    Wer nach dem Aufwachsen innerhalb solchen Systems irgendwann selbst dahinter kommt, dass es Schwachsinn ist, daran zu glauben, dass ein Studium, ein Zeugnis, Fremdsprachenkenntnisse und ein reger Geist Garanten für einen ausfüllenden Job seien, und wer sich dann als studierter Taxifahrer, Callcenter-Agent oder Harzer wiederfindet, dessen Abscheu gegen dieses Illusionen fördernde System, das im individualistischen Sinne Alles verspricht aber in der Regel nur bei Konformen diese Versprechen einlöst, dessen Frust ist von der Dimension her nicht zu vergleichen mit dem Neid, den Mises oben beschrieben hatte, und auch jener Neid ist wieder etwas Anderes als der irrational-nihilistische Hass der politisch korrekten Antikapitalisten, die ihren Antikapitalismus trendy von dem Platz aus kultivieren, der ihnen auf Kosten des Systems gefördert wird. Dass dies aber möglich ist, zeigt, dass sich unser Kapitalismus seinerseits schon längst in der letzteren Lebenszyklusphase befindet.

    • rote_pille sagt:

      Nicht der Kapitalismus ist in der letzten Phase, sondern das politische System. Kapitalismus(=Produktionsmittel im Privateigentum) wird es immer geben, oder die Menschheit wird einfach verhungern.

      • saumakos sagt:

        danke für die konkretisierung. genau das meinte ich auch!😉 allerdings muss die aktuelle vorstellung von privateigentum und produktionsmitteln nicht unbedingt als gottgegebenes gestz betrachtet werden, wenn man z.b. sich vorstellt, dass alles wie schon zu Zeiten der Bardis und Peruzzis in einem supergau in sich zusammenbricht und die menschen diesmal vielleicht daraus lernen und nicht wieder so schnell zu der idealisierung des maximierungsprinzips verfallen und sich kompromisslos dem diktat der rationalisierung unterwerfen, sondern anstatt dessen – zumindest hypothetisch – vielleicht mal einen wahrhaft zivilisatorischen sprung vollziehen und die weisheit von naturvölkern als etwas zu verstehen lernen, wonach deren lebensweise nicht im linear-fortschritts-dogmatischen denken als unterentwickelte vorstufe zur späteren hichzivilisation mit finanzcrasch und atombombe gesehen wird.

  12. Aktivposten sagt:

    @ Michael
    Selbstverständlich muß jedes System kritisiert werden können und kritisiert werden dürfen, ohne Kritik gibt es auch wenig echten Fortschritt.
    Allerdings sind die Auswüchse, die zu Krieg und Zerstörung führen, selten direkt auf den Kapitalismus zurückzuführen, sondern eher auf Gier und Größenwahn, und diese zerstörerischen Eigenschaften würden selbst das ausgeklügelste und gerechteste Wirtschaftssystem zerstören. Selbst der Sozialismus ist extrem anfällig dafür, vielleicht sogar noch anfälliger als der Kapitalismus, weil kaum Korrektive durch andere beteiligte Wirtschaftssubjekte erfolgen.
    Das absolut zerstörerische Schuldgeldsystem hat nichts mit Kapitalismus zu tun, im Gegenteil gab es in frühen kapitalistischen Gesellschaften eine gesunde Konkurrenz verschiedener Zahlungsmittel, womit kein einzelner protegierter Emittent die alleinige Kontrolle erlangen konnte.
    Und die Ungleichbehandlung von Mittelständlern und Konzernen hat auch nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern mit dem politischen Willen zur Zerstörung der Familienunternehmen, um deren Einfluß zu minimieren. Wer war gegen den Euro? Die Mittelständler! Wer organisiert den Widerstand gegen TTIP? Die Mittelständler! Wer hat ganzseitige Anzeigen gegen den Moloch ESM und die „Euro-Rettung“ geschaltet? Die Mittelständler. Wer schafft die meisten Ausbildungsplätze? usw.

    Und das sind die, deren Unternehmen normalerweise gesund und krisenfest sind und die weder „Rettungsschirme“ noch „Bail-Outs“ brauchen. Die leben gesund im und vom Kapitalismus, und keiner von denen (ok, eine Ausnahme: Wehrtechnik, wobei da wenige Mittelständler übrig geblieben sind) hat Interesse an Krieg, Zerstörung, Überregulierung, ständige Überwachung, Ausbeutung der Arbeitnehmer etc.

    In den richtigen Rahmenbedingungen ist der Kapitalismus das fairste und freieste Wirtschaftssystem. Was wir im Moment haben, ist jedoch kein Kapitalismus, sondern Faschismus (von fascio= Bündel, die Bündelung aller gesellschaftlichen Kräfte unter ein diktatorisches Ziel, verbunden mit der Absicht der Ausschaltung jeglicher Opposition), der in den Angriffen auf jede mögliche Opposition, die u.a. für Bürgerrechte eintritt (Demo für Alle, PEGIDA, AfD, BIW, Marsch für das Leben, Einsatz für Volksabstimmung, usw) unter Einsatz nahezu aller Mittel (Gewalt u.a. durch AntiFa; Verbote, Einführung von „Meinungsverbrechen“, Beleidigung von Andersdenkenden, gesellschaftliche Ächtung, Veröffentlichung von Privatadressen, Aufruf zur Denunziation, wirtschaftlicher Ruin, Bedrohung, Erpressung,…) seine häßliche Fratze zeigt. Und im Faschismus verdienen wenige (Konzerne) sehr viel, während der Rest sich mit den Brosamen begnügen muß. Außerdem ist Faschismus ohne Krieg nicht sehr langlebig, denn nur der Krieg sichert Macht und Pfründe.

    Wir haben in Deutschland de facto mittlerweile einen Faschismus mit Fußball und Internetanschluß als rote Pillen für das Volk. Es nützt nichts mehr, den Anfängen zu wehren, darüber sind wir längst hinaus. Wenn es nicht so traurig wäre und so viele Menschen darunter leiden würden, man könnte glatt in hemmungsloses Gelächter ausbrechen😦

    • ritterfräulein sagt:

      eine klasse analyse sehr geehrter aktivposten. Danke dafür.

    • BeFree sagt:

      „von fascio= Bündel, die Bündelung aller gesellschaftlichen Kräfte unter ein diktatorisches Ziel, verbunden mit der Absicht der Ausschaltung jeglicher Opposition“ ……..Dies stimmt, historisch gesehen, so nicht, obwohl der Kommentar ansonsten tadellos ist. Hier der Hintergrund zu den fasces:

      Die Bezeichnung Faschismus leitet sich nicht direkt von den altrömischen fasces ab, den Rutenbündeln der Liktoren, sondern von den bereits Ende des 19. Jahrhunderts bestehenden „fasci dei lavoratori“ (spontanen Bewegungungen der Landarbeiter). Mit dem Emblem der Fasces direkt verbunden wurden erst die „fasci di combattimento“ (Kampfbünde), ab 1919.
      Die Liktorenbündel – von einer Verschnürung zusammengehaltene Stäbe oder Ruten, die sich um ein Beil schmiegten – waren im römischen Reich Zeichen der richterlichen Gewalt. Dabei symbolisierte die Rute die Strafe des Auspeitschens und das Beil die Enthauptung.
      Zur Beachtung: In der Neuzeit war das Liktorenbündel vorerst ein republikanisches Freiheitssymbol. Es findet sich z. B. seit 1803 in der Wappenflagge des Schweizer Kantons St. Gallen.
      Erst der sozialistische Ideologe und Redakteur Benito Mussolini machte die Fasces zum Parteisymbol. Sie unterschieden sich von den republikanischen Liktorenbündeln dadurch, dass das Beil nicht aus der Mitte herausragte, sondern an der Außenseite befestigt war. Die Fasces Mussolinis wurden noch durch ein Band mit der Aufschrift „Einigkeit macht stark“ versehen – eine Devise, die an die nationalen Gefühle der Italiener appellierte.
      Mit Gesetz vom 12. Dez.1926 wurden die Fasces dann offizielles Staatssymbol Italiens.

      Und mit noch einem Unsinn sei hier gleich mit aufgeräumt: Einen deutschen Faschismus hat es nicht gegeben. Den Nationalsozialismus ja, aber keinem Nationalsozialisten wäre es je eingefallen, sich selbst als Faschisten zu bezeichnen. Insofern arbeiten sich die selbsternannten, nimmermüden Antifaschisten, zumindest was die deutsche Geschichte anbetrifft, seit den ideologischen (Be)Scheu(ert)klapplern der 68iger bis heute unentwegt am völlig falschen Gegenstand ab, soviel zu deren Intelligenz und Geschichtskenntnissen.

    • saumakos sagt:

      Wir haben jetzt Faschismus, getarnt als Kapitalismus

      Da stimme ich Ihnen absolut zu!

      Neulich unterhielt ich mich mit einem etwas kritischer denkenden US-Bürger, der als langjähriger Experte und Manager im Finanzbereich 2008 sein blaues Wunder erlebte und mittlerweile im fernen Ausland als Sprachlehrer arbeitet.

      Bei meiner Frage, was er denn als DIE wichtigesten Prinzipien (Plural !) ansieht, die den Lauf der Welt oder des Lebens allgemein bestimmen, da sagte er natürlich: die Wirtschaftsprinzipien, und er meinte danach, das damit alles klar sei, und dass damit doch alle Machenschaften an sich durchschaubar sein müssten.

      Leider aber bekennt dieser Mann sich nicht nur in widerlicher, ähm, widersprüchlicher Weise Obama trotz all seiner Fehler wieder zu wählen, falls dies zur Auswahl stünde, sondern er beklagt sich gleichzeitig auch über die tatsache, dass SEINE eigene Tochter doch so grundlegend all diesen Illusionen der mainstreamhaften Welt verfallen sei.

      Für mich, der ihm bei der Frage nach den wichtigsten Prinzipien des Weltengangs als anregendes Angebot zur Auswahl neben WIRTSCHAFT verscheidenerleih nannte, wie z.B. VOLK, TUGEND, SINN, LOGIK, VERNUNFT, ERLÖSUNG, MACHT, UNTERWANDERUNG, etc., für mich jedenfalls, wenn ich ganz konsequent seine eigene Ansicht über die angebliche Klarheit und Durchschaubarkeit des Wirtschaftsprinzips auf die Situation mit seiner Tochter anwende, dann muss ich doch feststellen, dass seine Erziehung gar nichts genützt hat, denn nicht mal er als angeblich kritisch denkender Wirtschaftsexperte hat es geschafft, seine Tochter in den Gefilden der westlichen Welt vor den selbstschädigenden Illusionen zu schützen, die die Mafia in Parlamentssesseln, Bildungseinrichtungen und Fernsehsendern ihren Bürgern als Weltbild verordnet.

      Tief in seinem Herzen wird der gute Mann diesen Widerspruch und seine Machtlosigkeit vielleicht ahnen, aber es ist schon merkwürdig, dass er dennoch als gestandener Mann im Rentenalter in einem wohlwollenden Gespräch, nachdem er sogar ein wenig über private Dinge redete, in Punkto Weltbild sofort in Abwehrhaltung überging und einige Wochen danach sogar in aggressiver Form meine zivilisationskritische Meinung angriff, dass neben dem entfremdenden und von Systemen abhängig machenden Wirtschaftsprinzip das Prinzip der Unterwanderung (in der Natur: Parasit) mindestens ein gleichwertiges und vor allem gefährliches Prinzip ist, über das man die Menschen bei ihrem Sozialisieren aufklären sollte, um sie dadurch für das Leben gefeihter zu machen, statt neunmalklug anzunehmen, dass sich aus dem oberflächlichen Betrachten des Prinzips WIRTSCHAFT doch alles nötige Verstehen für den jungen mainstream-manipulierten Menschen von selbst ergibt.

      Lehrbuchhafte Theorie ist eben nunmal nicht dasselbe wie angewandte Praxis. Und erst das ganzheitliche Miteinbeziehen von psychologischen und historischen Dimensionen und vielleicht sogar von Dimensionen des Sinns, führt dazu, dass man annähernder Weise von wahrem Durchschauen sprechen darf.

  13. kakalu sagt:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich weiß nicht, ob Kapitalismushetze bei Sozialwissenschaftlern „so verbreitet“ ist wie Sie meinen. Ist diese Hetze dort stärker verbreitet als anderswo? Gibt es dafür empirische Belege? Daß Sozialwissenschaftler mehr gegen den Kapitalismus hetzen als beispielsweise Physiker – wie offenbar viele meinen beobachtet zu haben – ist eigentlich auch nicht verwunderlich. Physiker haben eben ganz andere Kompetenzfelder und können zum Kapitalismus so viel nicht sagen.

    • Roland sagt:

      Das kann man an den Publikationen erkennen, dass es bei Sozialwissenschaftlern Trends gibt. Bei Rechtsextremismus vs. Linksextremismus ist das der Fall. Da gibt es kaum Publikationen zu linksextremer Gewalt. Sicherlich wird man auch bei kapitalismuskritischen Publikationen fündig im Vergleich zu .. Naja allem anderen.

      • kakalu sagt:

        Ja mit der Rechts-Links-Verteilung, da haben Sie Recht, das ist so. Aber in welchem Kontext arbeiten denn Sozialwissenschaftler? Meinen Sie, Sie könnten eine akademische Karriere machen, wenn Sie Linksextremismus untersuchen? Denken Sie, im Planungsamt einer Großstadt kämen Sie mit solchen Fragestellungen weiter? Sozialwissenschaftliche Fragestellungen sind meist so gelagert, dass die Obrigkeit schon weiß, was sie hören will. Da haben Physiker es gut; die Obrigkeit kann Ihnen kaum Vorgaben machen, denn sie vermag Fragestellungen in diesem Bereich kaum je auch nur zu formulieren. Ausnahme vielleicht beim „Klima“, da sollten auch Physiker besser immer von katastrophaler Erwärmung ausgehen…

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