In letzter Zeit erreichen uns viele Zuschriften, Hinweise, Anmerkungen, zu viel, als dass wir allen gerecht werden könnten. Wir haben deshalb damit begonnen, Stichproben aus den Zuschriften zu ziehen. Ob sie repräsentativ sind, die Stichproben? Oh dear, wozu schreiben wir uns hier die Finger wund???
Leser Joe schreibt:
„es ist immer wieder eine Freude, Ihr blog zu lesen. Ich bin ein echter Fan. Heute habe ich eine Frage: Ihr Feldzug gegen die vermeintliche Repräsentativität von Umfragen leuchtet mir ein, aber wieso liegen die Institute dann mit ihren letzten Umfragen vor Wahlen doch relativ gut, wenn man mal eine Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten akzeptiert?
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“
Zunächst: Wir sind auf keinem Feldzug gegen die „vermeindliche Repräsentativität“, denn erstens haben wir keine Kriegskasse und zweitens keinen Feind. Repräsentativität ist kein Gegner für uns, denn die Argumente gegen Repräsentativität sind so stichhaltig, dass man keinen Feldzug führen muss. Das ist schon deshalb so, weil bislang noch keine Argumente für Repräsentativität formuliert wurden, es also niemanden gibt, der Stellung für Repräsentativität bezogen hat.
Lassen wir die Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten, die man gemeinhin als statistischen Fehler bezeichnet, einmal unwidersprochen stehen und fragen unseren Leser: Wieso war die ScienceFiles-Prognose des Ausgangs der Bundestagswahl 2013 mit dem ScienceFiles-Fuzzy-Wahlprognostik-Tool, die auf einer Stichprobe basiert, die Repräsentativitäts-Gläubige wohl als nich repräsentativ bezeichnen würden, besser als die der ARD? Alles weitere gibt es demnächst in einem Artikel von uns zu lesen.
Leser Ernst schreibt:
„Hallo,
tolle Umfrage, doch die Antwortmöglichkeiten enttäuschen ein wenig. Von ScienseFiles hatte ich da mehr erwartet.
bsp:
Welcher Schicht fühlen sie sich verbunden? wie wäre eine Antwort – allen Schichten. Nun war ich gezwungen die Mittelschicht zu „wählen“ und habe somit die Umfrage verfälscht.“
Lieber Ernst, Sie erwarten zu viel, wenn Sie erwarten, dass wir Tautologien erfragen, denn wenn wir zulassen, dass sich jemand allen Schichten gleichermaßen verbunden fühlt, dann lassen wir damit automatisch zu, dass er sich allen Schichten nicht verbunden fühlt, das ist eine logische Zwangsläufigkeit und als Folge hätten wir unsere schöne Frage in den Orkus geworfen und nichts gemessen. Wir messen lieber etwas und deshalb reicht es uns zu wissen, dass sie sich zwar widerwillig, aber dennoch der Mittelschicht verbunden fühlen.
O. S. schreibt uns:
„Man kann ihre Seiten mE verwenden – setzt sich aber dem Vorwurf aus, dass sie nicht repräsentativ befragen. Oder steht irgendwo auf ihrer Seite, WIE sie die Samples nehmen – und wer sie eigentlich dafür finanziert? Kostet ja alles Geld. Das wüsste ich gelegentlich mal gerne – dann kann man sie auch breiter zitieren. Dank vorab schon mal für ihre Stellungnahme.“
Wenn man derart gönnerhaft behandelt wird, dann ist man quasi dazu verpflichtet, der paternalistischen Absicht dahingehend zu entgehen, dass man die größten Fehler und Irrtümer aufklärt.
Die Verwendung von Argumenten, das müssen wir zuerst anmerken, hängt nicht davon ab, ob irgend jemand behauptet, sie seien „repräsentativ“, sondern davon, dass sie schlüssig sind, was wiederum voraussetzt, dass man über genügend Urteilsvermögen verfügt, um entsprechende Ergebnisse als schlüssige Ergebnisse bewerten zu können. Es ist natürlich verlockend, fehlendes Urteilsvermögen durch einen Verweis auf Repräsentativität zu übertünchen, aber das trägt nicht weit.
Nun zur Finanzierung. Niemand finanziert ScienceFiles oder SurveyNET. Können Sie sich vorstellen, dass eine politische Stiftung oder eine Partei oder eine Organisation aus dem Bereich der politisch-korrekten Langeweile ScienceFiles unterstützt? Eben!
Das heißt nicht, dass wir uns nicht unterstützen lassen würden, wir warten immer noch auf den Mentor, der uns von allen irdischen Nöten, unser Einkommen anderweitig zu verdienen, freistellt und die dauerhafte Arbeit an ScienceFiles ermöglich, aber bis sich dieser Mentor eingefunden hat, sind ScienceFiles und SurveyNET unser Hobby, das wir finanzieren, unterstützt von den Spenden einiger Leser, und das wir in unserer Freizeit ausführen.
In einer Hinsicht hat O.S. natürlich Recht: Die Befragungen, die wir konzipiert und durchgeführt haben, sind normalerweise Gegenstand eines Kleinforschungsantrags bei der DFG und garantieren zwei Nachwuchswissenschaftlern eine halbe Stelle auf zwei Jahre hinaus. Ein entsprechendes Projekt würde die deutschen Steuerzahler mindestens 50.000 Euro kosten. Wir machen es nebenbei und gratis, abgesehen davon, dass wir einige Spenden von Lesern erhalten.
ich bin seit längerem interessierter Leser ihres Blogs. Ich schätze die klaren Analysen zu den verschiedensten Themen. Mit wissenschaftlichen Methoden, Logik und dem normalen Menschenverstand werden hier die Auswüchse in Wissenschaft, Politik und
in der Gesellschaft beleuchtet, die der Zeitgeist in unserem Land hervorbringt.
Dabei lassen sich immer wieder gut Entwicklungen erkennen, so daß man sich ein besseres Bild machen kann, wohin die Reise unserer Gesellschaft geht. Für mich persönlich besonders gut finde ich die klaren Argumentationen, die ich dann wiederum in Diskussionen verwenden kann, wenn man mal wieder mit Menschen konfrontiert wird, die eher glauben und behaupten als denken und argumentieren.
In ihren Beiträgen geht es nicht nur darum sich über Mißstände aufzuregen, sondern es wird herausgearbeitet warum es ein Mißstand ist und woran man ihn erkennt (Bsp. Genderideologie). Es werden Fehlschlüsse aufgezeigt, Argumente und Gegenargumente gesetzt sowie Wirkprinzipien aufgedeckt, die einen in die Lage versetzen, diese Dinge im Alltag zu erkennen und auch auf viele andere Bereiche und Situationen
übertragen zu können.
Ich finde es erschreckend, wie wenig Verstand doch unter den Menschen ist. Wieso meine ich das? Ich habe 20 Jahre DDR miterlebt. Damals in den alten Bundesländern gab es viele, die überlegen auf uns herablächelten, auf die Opfer einer sozialistischen Ideologie, und waren sich sicher, so etwas könnte ihnen niemals passieren. In den Neubundesländern haben viele Menschen sehr viele Jahre Erfahrung machen können, was es bedeutet, wenn sich das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unter eine Ideologie unterordnen muß. Und heute – 25 Jahre nach der Wiedervereinigung – werden Erstgenannte Opfer verschiedenster Ideologien (sozialistische, Gender, usw.), ohne es zu merken und oft sogar in vorauseilendem Gehorsam. Und viele Bürger in den neuen Bundesländern konnten ihre Erfahrungen nicht in Wissen und dann in entsprechendes Handeln ummünzen und lassen sich nun ebenfalls wieder von verschiedensten Ideologen blenden. Und so wird die Demokratie in Deutschland langsam aber sicher das Schicksal aller irdischen Dinge ereilen.
Ich habe bisher aus ihrem Blog sehr viel Feuer und Wissen in die Diskussionen in meinem Bekanntenkreis mitnehmen können – Dank dafür.
Daher unterstütze ich alle gern, die die Dinge offen ansprechen und aufmerksam machen. Für die Umsetzung weiterer Ideen – sie hatten das bei der Vorstellung des Spendenkontos angesprochen – wollte ich auf dieses ein paar Euro überwiesen. Allerdings ist das Spendenkonto nicht SEPA-fähig – so die Info der Sparkasse. Für eine Auslandsüberweisung benötige ich aber noch detaillierte Angaben: Adresse Kontoinhaber, Adresse Kreditinstitut.“
Vielen Dank für diese schöne Zuschrift. Was das Spendenkonto bei der Royal Bank of Scotland angeht, so ist es natürlich SEPA-fähig. Die Sparkassen in Deutschland nutzen die Tatsache, dass das Vereinigte Königreich nicht in der Eurozone liegt, aus, um ein wenig mehr Gewinn zu machen und erheben Gebühren, die z.B. die Deutsche Bank nicht erhebt. Es gibt eine sehr einfache Art, die Gebühren zu umgehen, die Banken auf Auslandsüberweisungen erheben, nämlich Transferwise. Wir haben mit Transferwise nur gute Erfahrungen gemacht und empfehlen es jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, uns mit einer Spende zu unterstützen.
Das bringt uns zum Abschluss dieses Posts zu den Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen und damit auch automatisch SurveyNET, von dem O.S. denkt, man könne es nicht ohne Finanzierung auf die Beine stellen, weshalb er sicher zu den ersten und hoffentlich größten Spendern gehören wird:
Es gibt der Spende-Möglichkeiten drei:
Eine Spende über Paypal
Eine Überweisung auf unser Spendenkonto
Bank: Tescobank plc.
Accountname: ScienceFiles-Account
BIC: TPFGGB2EXXX
IBAN: GB40TPFG40642010588246
Kontoinhaber: Michael Klein
Ein Transfer auf unser Spendenkonto via Transferwise
Bank: Tescobank plc.
Accountname: ScienceFiles-Account
BIC: TPFGGB2EXXX
IBAN: GB40TPFG40642010588246
Kontoinhaber: Michael Klein
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
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