Diskriminierungs-Fiesta: Bundesminister im Rausch des Guten

Virtue Signalling nennt John Bartolomew in seinem neuen Buch „The Welfare of Nations“, jenes Verhalten, bei dem erwachsene Menschen sich als gut, tugendhaft und großartig präsentieren wollen, nicht mit dem, was sie tun, nein, mit dem, was sie sagen. Talk is cheap. Und deshalb ist Virtue Signalling derzeit so beliebt bei denen, die denken, sie könnten soziale Anerkennung erhalten, ohne sie zu verdienen.

UNAIDS ruft dazu auf, ein deutliches Zeichen gegen jede Form der Diskriminierung zu setzen, und die Stupideren unter den Vasallen, sie antworten:

Jede Form von Diskriminierung ist inakzeptabel. Es ist unser aller Aufgabe entschieden dagegen vorzugehen.

Haben Sie heute schon diskriminiert?

Wir haben unseren Tag mit Diskriminierung begonnen: Tee statt Kaffee. Wir hoffen, das ist jetzt kein Rassismus, denn Tee ist rot, Kaffee braun, selbst wenn er schwarz getrunken wird. Und seit dem Frühstück diskriminieren wir ständig. Zwei Nachbarn sind uns begegnet, mit nur einem haben wir gesprochen. Dem Postmann haben wir nur gewunken, kein Wort an ihn gerichtet. Aus der Liste der möglichen Tierärzte haben wir einen ausgesucht, alle anderen abgewählt und damit diskriminiert. Und seit wir am Computer sitzen und im Internet sind, seitdem ist es ganz schlimm. Wir diskriminieren Millionen Webseiten, die wir einfach nicht aufrufen. Manche davon, weil wir sie nicht kennen, also unbeabsichtigt, andere mit voller Absicht, z.B. die Seite des Spiegel, die der ZEIT oder der taz. Wir lesen auch nichts, was von Bundesministerien auf deren Seiten verlautbart wird und schützen uns, so gut es geht, vor jeglicher Art von Werbung per ad-blocker. Diskriminierung!

Bartolomew_Welfare of NationsWo wir gehen und stehen, diskriminieren wir. Im Hinblick auf andere Menschen sind wir der Ansicht, manche davon zählen zu unserer Familie, andere zu unserem Freundeskreis und alle anderen zählen gar nicht, haben nicht dieselbe Relevanz für uns. Darunter eine große Anzahl von Asiaten, Afrikanern, Kontinentaleuropäern und Amerikanern. Diskriminierung … milliardenfach!

Wir diskriminieren, was das Zeug hält.

Warum?
Weil Diskriminierung ein elementarer Bestandteil des Lebens ist.
Wer keine Unterschiede macht zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen, was auch immer, der ist verloren.

Er ißt Fliegenpilze, um sie nicht zu diskriminieren.
Er begrüßt Einbrecher per Handschlag, um sie nicht zu diskriminieren.
Er wählt immer alle Parteien gleichzeitig, um keine zu diskriminieren.
Er findet Alligatoren ganz putzig und versucht, sie zu streicheln, schließlich soll man auch Echsen nicht diskriminieren.

Und ein solches Leben, frei von jeder Diskriminierung, das wollen uns die Spinner in den deutschen Ministerien und bei UNAIDS verordnen. Das führt nur dazu, dass wir auch gegen UNAIDS und deutsche Ministerien diskriminieren. Aus Selbstschutz.

Indes, es ist schon seltsam, fast lustig.
Ausgerechnet der Darsteller des Bundesministers für FSFJ ruft dazu auf, nicht zu diskriminieren. Dabei ist es das BMFSFJ, das ständig diskriminiert. Millionen Euro werden in Programme gesteckt, die einzig dazu dienen, gegen vermeintliche Rassisten und Rechtsextreme zu diskriminieren. Ganz zu schweigen von den vielen Mitteln, die dafür verschwendet werden, Männer zu diskriminieren. Gleichstellung nennt sich der Euphemismus, unter dessen Deckmantel alles finanziert wird, was Frauen, aber nicht Männern zu Gute kommt. Ist nicht, wie Ministerdarsteller Schröder gerade ausgeplaudert hat, jede Form von Diskriminierung inakzeptabel?

Es ist an der Zeit, eine weitere Form der Diskriminierung einzuführen: Lasst uns diejenigen diskriminieren, deren Denkkapazität nicht dazu ausreicht, Widersprüche, die sie in zeitlicher Nähe von wenigen Minuten zueinander produzieren, zu erkennen. Lasst uns diejenigen diskriminieren, die nicht merken, wenn sie auf der einen Seite etwas praktizieren, was sie auf der anderen Seite angeblich für inakzeptabel halten.

Die Vernunft und die geistige Gesundheit verlangen, dass wir diese Diskriminierung üben und beibehalten. Oder wollen Sie so enden, wie die Gutmenschen, die derzeit eine Diskriminierungs-Fiesta feiern?

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18 Responses to Diskriminierungs-Fiesta: Bundesminister im Rausch des Guten

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Diskriminierungs-Fiesta: Bundesminister im Rausch des Guten

  2. merxdunix says:

    Manuela! Ich kann mich nicht entscheiden, gegen welchen Diskriminierer ich zuerst vorgehen soll. Ständig fühlt sich einer von mir vernachlässigt. Es ist zum Heulen.

  3. Hosenmatz says:

    Diskriminiert die Diskriminierer! Haters gonna hate!

  4. Peter says:

    Was für ein widerliches Pack!
    (ich gehe nicht ins Detail, damit niemand diskriminiert wird:)

  5. Pete says:

    “Haben Sie heute schon diskriminiert?”

    Ja, ich habe heute schon unterschieden. Gestern auch und morgen werde ich es wieder tun. Ich unterscheide staendig, ich bin der geborene “Diskriminator”.
    😉

  6. Dr. Reinhold Oberlercher says:

    Äußerst lobenswerter Beitrag! Hier eine kleine Unterstützung:
    “DISKRIMINIERUNG, die elementare Technik der Schaffung und Aufrechterhaltung einer Kultur. Die Kulturtugend schlechthin. Abwertende Unterscheidung des Häßlichen vom Schönen, des Bösen vom Guten, des Falschen vom Wahren, des Schädlichen vom Nützlichen, des Kranken vom Gesunden. Die Diskriminierung ist die grundlegende Fähigkeit, die menschliches Handeln auf den Gebieten der Kunst, der Religion, des Wissens, der Wirtschaft und der staatlichen wie bürgerlichen Ordnung der Gemeinwesen erst ermöglicht. Der gesetzliche Zwang zur Nichtdiskriminierung ist der öffentliche Terror, der die Kulturzerstörung durchsetzt. Siehe auch Inklusion und Genderismus.” (ABC der politischen, ideologischen und sozialen Begriffe, 2015)

  7. Autor says:

    “UNAIDS”? Ist das so etwas wie “POSAIDS”? Der Name ist sehr passend. Das SJW Virus ist nämlich durchaus mit HIV zu vergleichen 😉

    • m says:

      HIV kann mit entsprechender Medikation in Zaum gehalten werden,
      der sogenannten Kampf für soziale Gerechtigkeit mit seinem inhaltsleeren Phrasendresch ist eher nicht zu stoppen,

      Teilt jemand mit mir die Ansicht, das wir hier eine Form der Wohlstandsverwahrlosungs sehen?

      • merxdunix says:

        Ich! Wohlstandsverwahrlosung könnte man übrigens mit HIV bekämpfen und wenn man mal etwas Fantasie walten lässt, ist das mittels Genderwahn eventuell auch schon in Arbeit, sofern nach entsprechender Verbreitung die Medikamente abgesetzt oder unbrauchbar werden.

      • caesar4441 says:

        Nein ! Hier geht es um die Umerziehung zum Sklaven der NWO.

      • Autor says:

        Eigentlich ist die Virenanalogie sehr passend. Ein Virus verfügt über keinen eigenen Stoffwechsel und verlässt sich auf andere Zellen, die es parasitär befällt um sich weiterzuvermehren. Das deckt sich eigentlich mit dem Vorgehen und der Lebensweise von SJWs und Staatsfeministen, welche das System das ihre prekäre Existenz erst ermöglicht, zerstören.

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  9. motte says:

    Alle, die noch halbwegs über einen Hausverstand verfügen, sollten die Möglichkeit eruiren, Deutschland zu verlassen. Nur wer nicht mehr hier lebt, zahlt auch keine Steuern mehr für diesen elendigen linksdrehenden Bullshit.

  10. rote_pille says:

    Klingt so, als wäre “diskriminieren” das Gegenteil von “präferieren”.

  11. Pingback: Kriegs-Verbrecher kommt auf Bewährung frei | inge09

  12. Roland says:

    Virtue Signalling…

    Danke ScienceFiles. Jetzt hab ich endlich ein Begriff, wie ich mir diesen ganzen Affentanz gegen Frauengewalt der Jahr für Jahr die Runde macht ein Stück weit erklärlich machen kann.

    http://www.onebillionrising.de/

    Sogar mit Virtue Signalling-Shop! Hui! Es scheint eine ganze Virtue Signalling Industrie macht sich da breit 😀

  13. Hosenmatz says:

    Entschieden GEGEN etwas vorzugehen – ist das nicht die stärkste Ausprägung von Diskriminierung?

  14. hgb says:

    Also ist damit auch die “positive” Diskriminierung vom Tisch: tabula rasa.

    Mit der neuen Definition von A.M. kann ich aber gar niemanden mehr diskriminieren ausser mir selbst, denn ich bin ja jetzt das Volk. Und Du sollst kein Volk neben mir haben.

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