BMFSFJ finanziert Linksextremismus, so der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags

Im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2016 steht:

„Linksextremisten verfolgen das Ziel, unsere Staats- und Gesellschaftsordnung und damit die freiheitliche Demokratie abzuschaffen und durch ein kommunistisches oder ein „herrschaftsfreies“, anarchistisches System zu ersetzen. Ihre theoretischen Leitfiguren sind – in unterschiedlichem Ausmaß und abweichender Interpretation – Marx, Engels und Lenin. Gewalt, verstanden als „revolutionäre Gewalt“ der „Unterdrückten gegen die Herrschenden“, gilt grundsätzlich als legitim“.

Linksextremisten versuchen gesellschaftliche Konflikte z.B. darum, ob die Kosten der Aufnahme weiterer Flüchtlinge vor dem Hintergrund der Kosten für bereits in Deutschland lebende Flüchtlinge gerechtfertigt werden können, anzuheizen und für sich auszunutzen, um ihrem Ziel, die parlamentarische Demokratie zu zerstören, näher zu kommen.

Linksextremisten sind somit eine Gefahr für das demokratische System und das demokratische Zusammenleben in Deutschland.

Deshalb beobachtet der Verfassungsschutz Linksextremisten.

Deshalb wird versucht, die Verbreitung von Linksextremismus zu verhindern.

Umso überraschender ist es, wenn der Wissenschaftliche Dienst in einer aktuellen Ausarbeitung feststellt, dass im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ Linksextremisten durch das Bundesministerium für FSFJ gefördert werden, so als wollte man im Ministerium seinen Beitrag dazu leisten, die parlamentarische Demokratie Deutschlands zu zerstören.

Die entsprechende Ausarbeitung „Linksextremismus in Gestalt der so genannten ‚Antifa‘ beginnt damit, die Antifa als „Antifaschistische Aktion“ fest im Kontext des Linksextremismus zu verorten, dessen Ziel darin bestehe, die “Gesellschafts-, Wirtschafts- und Staatsordnung” Deutschlands zu beseitigen und mit einer „sozialistischkommunistischen“ (es lebe die Wortschöpfung) Ordnung zu ersetzen. Die Antifa wird vom Wissenschaftlichen Dienst als gering organisierter Haufen, der aus einer Vielzahl von Gruppen besteht, dargestellt, die bestenfalls lose miteinander verbunden seien. Ein „einheitliches Handeln oder ein in sich geschlossenes, politisch-ideologisches Konzept“ könne dieser Szene nicht zugeordnet werden, so die Bewertung des Wissenschaftlichen Dienstes, die etwas verwundern muss, angesichts der Massenaufmärsche bei G20-Treffen, die die Antifa europaweit auf die Beine stellen kann. Dass eine derartige Koordination gelingt, lässt eher auf eine feste Organisationsstruktur, denn auf einen losen Verbund lokaler Gruppen schließen. Aber diesen Schluss scheut der Wissenschaftliche Dienst, denn seine Aufgabe besteht darin, die Frage zu beantworten, ob es sich bei der Antifa um eine kriminelle Vereinigung handelt oder gar um eine terroristische Vereinigung.

Will man sich um die Antwort auf diese Frage herumdrücken, dann ist eines der besten Mittel, das man verwenden kann, die Behauptung der Komplexität oder im Fall der Antifa die Behauptung, es handle sich bei der Antifa nicht um ein organisiertes Ganzes, sondern um einen unorganisierten Haufen aus einer Vielzahl kleiner lokaler Grüppchen, von denen man im Einzelnen mangels Daten dann nicht sagen kann, ob sie terroristische oder kriminelle Vereinigungen darstellen oder nicht.

Damit haben sich die Angestellten des Wissenschaftlichen Diensts beim Bundestag ohne Stellungnahme aus der Affäre gezogen und die Frage, ob Antifa und ISIL oder Mafia in dieselbe Kategorie einzuordnen sind, einfach offen gelassen, eine Beantwortung verweigert. Doch dann ist ihnen dennoch ein Lapsus, absichtlich oder nicht, unterlaufen.

Einerseits wollen sie sich um die Feststellung drücken, dass die Antifa eine kriminelle oder eine terroristische Vereinigung ist.
Andererseits wollen sie nicht ausschließen, dass die Antifa eine kriminelle oder eine terroristische Vereinigung ist.

Und wenn man dermaßen laviert, dann kommen Sätze wie die folgenden dabei heraus:

Gefördert vom BMFSFJ?

„Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass, wie unter anderem der oben erwähnten Antwort der Bundesregierung zu entnehmen ist, offenbar verschiedene „Antifa“-Gruppen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ durch die Bundesregierung gefördert wurden. Dies verdeutlicht, dass im Rahmen des Antifa-Spektrums offenbar auch Gruppierungen bestehen, die aus staatlicher Sicht nicht einem kriminellen Betätigungsfeld zugerechnet werden.“

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird aus dem BMFSFJ heraus betreut, was die Verantwortung für die Förderung der „verschiedenen Antifa-Gruppen“ dort verortet. Wenn man der Folgerung des Wissenschaftlichen Dienstes logisch folgen will, wonach die Förderung von Antifa-Gruppen durch das BMFSFJ zeigt, dass nicht alle Gruppen der Antifa dem kriminellen Betätigungsfeld zugerechnet werden müssen, dann folgt daraus jedoch erstens die indirekte Antwort, dass zumindest manche Gruppen der Antifa alle Kriterien erfüllen, um als kriminelle oder terroristische Vereinigung eingestuft zu werden. Zweitens ergibt sich aus der Förderung von Antifa-Gruppen, die nicht einem „kriminellen Betätigungsfeld zugerechnet werden können“, dennoch eine Förderung von Gruppen, die dem Linksextremismus zugerechnet werden müssen, also von Gruppen, deren erklärtes Ziel die Zerstörung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland ist. Denn die Antifa wurde durch den Wissenschaftlichen Dienst eindeutig dem Linksextremismus zugerechnet. Schließlich kann man den Schluss des Wissenschaftlichen Dienstes nur dann ziehen, wenn man davon ausgeht, dass das BMFSFJ ausschließlich Gruppen fördert, die „nicht einem kriminellen Betätigungsfeld zuzurechnen“ sind.

Da das BMFSFJ jedoch nach der Logik des Wissenschaftlichen Dienstes Gruppen der Antifa fördert, die dem Linksextremismus zuzurechnen sind und somit Steuergelder einsetzt, um Gruppen zu finanzieren, die die demokratische und die wirtschaftliche Ordnung Deutschlands zerstören wollen, muss man sich fragen, was die Mitarbeiter beim Wissenschaftlichen Dienst so sicher macht, dass man aus dem Bundesministerium für FSFJ neben linksextremen Gruppen nicht auch kriminelle Gruppen fördert.

Einem Ministerium, das die Gegner des parlamentarischen Systems fördert, Steuergelder aufwendet, um Gruppen zu fördern, deren erklärtes Ziel darin besteht, die demokratische und wirtschaftliche Ordnung Deutschlands zu zerstören, ist alles zuzutrauen, oder?

Vielleicht hätten wir als Überschrift BMFSFJ fördert kriminelle Vereinigung wählen sollen?

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?


Weitere Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Amadeu-Antonio und ARD: Manipulation in der ersten Reihe

Ausgangspunkt: FaktenERfinder unter sich

ARD-Faktenfinder bei der Arbeit

Eric Beres, SWR, berichtet heute im „FaktenErfinder“ der ARD von Forschern, die für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ in Jena untersucht hätten, wie Islamisten und Rechtsextremisten zusammenhängen. 10.000 [Wow!] „islamistische und rechtsextreme Facebook-Inhalte“ seinen analysiert worden. Und mehr als „eine Million deutschsprachige muslimfeindliche Twitter-Inhalte“ [Doppel-Wow]. Ergebnis: „Sowohl Islamisten als auch Rechte [Rechte und Rechtsextremisten sind für Beres offensichtlich dasselbe] verwenden gezielt Schlüsselbegriffe, um ihre Narrative – also ihre Weltsicht – in der Bevölkerung zu verankern“ [noch ein Wow]. Die „Narrative“ würden dann gezielt in den Foren der Gegenseite platziert, um eine Reaktion zu provozieren. Dies sei kein Zufall, sondern Strategie, so will Beres nahelegen. Die “Strippenzieher” im Hintergrund würden geradezu auf die Provokation der Gegenseite setzen, so ein Ergebnis der „Studie“. Matthias Quent, den Beres als „Jenaer Politikwissenschaftler“ und einen der Studienautoren vorstellt, sagt gegenüber dem SWR: „Das zynische Spiel mit der Angst gibt den beiden antidemokratischen Lagern Legitimation und gesellschaftliche Relevanz. Die Angst – und damit das eigentliche Ziel der Terroristen – wird von den Rechten geschürt, verstärkt und auf ‚den Islam“ verallgemeinert. Diese Diskriminierung nutzen Islamisten wiederum, um eine muslimische Verteidigungspflicht zu behaupten“.

Der Verschwörungs-Junk, den Quent und Beres hier unter die Leute bringen wollen, lautet also: Islamisten und Rechtsextremisten (also Rechte, Konservative und all die, die von linksaußen eben Rechtextremisten sind) seien von geheimen grauen Eminenzen gesteuert, die gemeinsame Sache über die ideologische Grenzen hinweg machten, um Angst und Terror zu verbreiten.

Manche der Leute von Ancient Aliens, die hinter jeder menschlichen Errungenschaft ein Einwirken von Aliens sehen, werden gerade blass, ob der veritablen Verschwörungstheorie, die Quent hier ungehindert im öffentlich-rechtlichen Rundfunk platzieren darf (oder muss).

Warum: Na um zu manipulieren, Angst vor Rechten zu schüren, Terror zu verbreiten …

Lösen wir das Manipulations-Stück von Beres doch einmal auf.

Sachverhalt.

Forscher hätten für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ etwas wissenschaftlich untersucht, so behauptet Beres. Einer dieser Forscher, der etwas für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“, also in dessen Auftrag untersucht haben soll, ist Matthias Quent. Matthias Quent ist der Leiter des „Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft“. Er hat sich wohl selbst beauftragt. Ein Fakt, über den FaktenErfinder Beres seine Leser im Unklaren lassen, über den er sie täuschen will.

Quent ist nicht nur Leiter des „Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft“, er ist auch als solcher der Angestellte der Amadeu-Antonio-Stiftung [nach unten scrollen], die wiederum und weitgehend vom Bundesministerium für alle außer Männer finanziert wird. So hat das BMFSFJ auch die Studie, die Quent bei sich bestellt hat, finanziert. Beres schreibt:

„Forscher haben das Phänomen nun für das “Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft” in Jena wissenschaftlich untersucht. “Hassliebe: Muslimfeindlichkeit und Islamismus im Tango” heißt ihre bisher unveröffentlichte Studie, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wurde und dem SWR vorliegt.“

Eine der Unsitten, die in letzter Zeit um sich greifen, besteht darin, vermeintliche Studien (Auftrags- und Legitimationstexte, die von Ministerien in Auftrag gegeben wurden) schon durch die Medien zu prügeln noch bevor sie veröffentlicht sind. Auf diese Weise hoffen die Macher wohl den maximalen Manipulationsimpact erreichen zu können, bevor herauskommt, was für einen Junk sie da verbreitet haben. Dazu kommen wir noch. Zuvor ist der Hinweis notwendig, dass die angeblichen Studien, die im Auftrag des BMFSFJ erstellt werden, nicht ohne Zustimmung aus dem nämlichen Ministerium an die Presse lanciert werden können. Somit muss man sich fragen, warum das Ministerium unbedingt Berichte lancieren will, noch bevor ein unabhängiger Wissenschaftler die Chance gehabt hat, die angebliche Studie auf Herz und Nieren zu prüfen? Die Antwort ist klar: Wenn eine Studie erst als Junk-Studie bekannt ist, dann kann man sie nicht mehr zur Manipulation gebrauchen. Und Manipulation war doch der einzige Grund, warum diese angebliche Studie überhaupt in Auftrag gegeben wurde.

Fakten: Die angebliche Studie ist Junk

Was Pseudo-Wissenschaftler einfach nicht verstehen wollen: Man benötigt nicht die komplette Studie, um feststellen zu können, dass eine Studie Junk ist. Es reicht, wenn man den methodischen Ansatz rekonstruieren kann, um zeigen zu können, dass die vorliegende Studie ein Manipulations-Machwerk ist.

Und die angebliche Studie, die Quent bei sich selbst in Auftrag gegeben hat, sie ist Junk.

Fangen wir mit dem Untersuchungsgegenstand an.

Wer sich in Extremismusliteratur auskennt, z.B. weil er ScienceFiles und unsere Reihe über Links- und Rechtsextremismus gelesen hat, die Dr. habil. Heike Diefenbach erarbeitet hat, der weiß, dass es eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen, von guten Arbeiten gibt, die zeigen, dass Links- und Rechtsextreme mehr gemeinsam haben als sie trennt. Wenn man sich mit einem Forschungsfeld beschäftigen will, wie dies Quent in seinem eigenen Auftrag und mit Geldern aus dem BMFSFJ getan haben will, dann muss man dieses Forschungsfeld und die darin geleistete Arbeit zur Kenntnis nehmen. Wenn man beides zur Kenntnis genommen hat, dann kann man seine Forschung nicht auf Islamisten und Rechtsextremisten begrenzen, dann muss man mindestens Linksextremisten, wenn nicht Genderisten und andere Formen des Extremismus mitberücksichtigen.

Es sei denn, man weiß schon, welche Ergebnisse man am Ende haben will.

Eine der wichtigsten Methoden, um in der Wissenschaft Erkenntnis zu gewinnen, ist der Vergleich. Der Vergleich ist auch gleichzeitig die Methode, die am schwierigsten zu nutzen ist, denn das, was verglichen werden soll, muss etwas über das Forschungsgebiet aussagen. Stellen Sie sich vor, sie wollten etwas über die Niederschlagsmenge in Deutschland herausfinden und würden zu diesem Zweck München mit Stuttgart vergleichen. Als Ergebnis finden Sie heraus, dass Deutschland ein sehr niederschlagsarmes Land ist, und dass es in München etwas mehr regnet als in Stuttgart. Hätte man in den Vergleich Kiel miteinbezogen, das Ergebnis wäre ein vollkommen anderes gewesen, eines, das der Realität deutlich näher kommt als der ursprüngliche Vergleich zwischen München und Stuttgart. Mit der angeblichen Studie von Quent verhält es sich ähnlich, wer Islamisten und Rechtsextreme miteinander vergleicht, hat offensichtlich die Prämisse, dass beide etwas außer Extremismus gemeinsam hätten, denn hätten sie nichts gemeinsam, dann könnte man sie nicht vergleichen. An einer solchen Prämisse ist nichts auszusetzen, so lange sie unabhängig geprüft wird, was voraussetzt, dass man nicht nur die ideologischen Gruppen betrachtet, die man gerade nicht mag, sondern auch die, die man mag, die Linksextremisten, die Genderisten, die ökologischen Sozialisten. Nur auf diese Weise kann man wissenschaftliche Ergebnisse erzielen.

Das hat Quent nicht getan. Ihm ging es offensichtlich nicht um Wissenschaft, sondern darum, eine Verbindung zwischen Rechtsextremisten und Islamisten zu finden. Wenig verwunderlich hat er diese Verbindung auch gefunden, denn man findet immer etwas, wenn man es darauf anlegt, etwas zu finden.

Noch mehr Junk

Aber damit lassen es Beres und Quent nicht gut sein. Sie wollen den Lesern ins Hirn hämmern, dass Rechtsextreme und Islamisten gemeinsam Tango tanzen. Deshalb instigieren sie eine Verschwörungstheorie, die sich gewaschen hat, die so dumm ist, dass man fast Mitleid haben könnte.

Beres beginnt seinen Beitrag damit festzustellen, dass der „Islam-Konvertit Sven Lau“ ein Buch geschrieben habe, das den Titel trägt: „Fremd im eigenen Land“. Der Publizist der „neuen Rechten“ Jürgen Elsässer habe „wenige Monate später“ seine Zeitschrift Compact mit „Fremd im eigenen Land“ überschrieben.

Damit will Beres seine Message vorbereiten, nach der Rechtsextreme und Islamisten konspirativ verbandelt sind.

Wir enthüllen, dass die Konspiration, die Beres imaginiert, viel weiter verbreitet ist, als er denkt:

„Fremd im eigenen Land“: Liedtitel von Advanced Chemistry, Hip-Hop Band aus Heidelberg, 1992 (die Urväter der Konspiration)

„Fremd im eigenen Land“: „Annette Simon und Jan Faktor versuchen die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer ostdeutschen bzw. osteuropäischen Vergangenheit zu reflektieren“ Buchtitel in der Edition „psychosozial“ aus dem Jahre 2000. Der Shrink-Teil der Konspiration.

„Fremd im eigenen Land“: Sammelband herausgegeben von Hendryk Broder und Michael Lang aus dem Jahre 1979. Darin geht es um Juden (in der Logik von Beres machten nun Juden mit Islamisten und Rechtsextremisten gemeinsame Sache!).

„Fremd im eigenen Land“: “Am Dienstag, 4. September, 16 Uhr, wird in der Rathaushalle die Ausstellung „Fremd im eigenen Land – Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“ von Oberbürgermeister Kurt Machens eröffnet; Stadt Hildesheim.

Damit soll es sein Bewenden haben. Es reicht, um feststellen zu können, dass der Versuch von Eric Beres, eine Analogie zwischen Islamismus und Rechtsextremismus zu begründen, zu den dümmsten linksextremenen Manipulations-Versuchen gehört, die wir bislang gesehen haben.

Aber die Dummheit ist noch nicht am Ende. Wie immer, wenn ahnungslose Journalisten und Pseudo-Wissenschaftler miteinander zum Wohle des BMFSFJ konspirieren, bleiben Verstand und Vernunft auf der Strecke, weil sie sich in Rage schreiben.

Bei Beres liest sich das so:

„Zufall oder nicht – das Beispiel lässt erahnen, dass sich Islamisten und Rechtspopulisten gar nicht so fremd sind, wie man denkt. Zumindest in ihrer Strategie und in ihren Denkmustern: Die Betonung der eigenen Opferrolle, die Dämonisierung und Ausgrenzung von Fremdgruppen, das Schwarz-Weiß-Denken, das Verbreiten von Verschwörungstheorien. Also zwei Seiten der selben Medaille?”

Und wie nahe sich erst Rechstextremisten, Islamisten und Genderisten sind:

Die Betonung der eigenen Opferrolle ist das zentrale Motiv im Genderismus, deshalb werden Quoten und Maßnahmen gegen z.B. eine vermeintliche gläserne Decke gefordert. Die Dämonisierung und Ausgrenzung der „alten weißen Männer“ ist ein fester Bestandteil der Ingroup-Bildung von Genderisten. Das Schwarz-Weiß-Denken, in dem Männer immer Täter und Frauen immer Opfer sind, unterliegt dem Konzept von Frauenhäusern ebenso wie es Ausgangspunkt der vielen Programme ist, die Frauen gegenüber Männern besser stellen sollen, und die Verschwörungstheorie haben die Genderisten natürlich auch: Ein vermeintliches Patriarchat, das es nicht gibt, sei an allem schuld.

Wer also gedacht hat, Unsinn könne man nicht steigern, der sieht sich durch Beres, der Unsinn zu völlig neuen Höhen steigert, eines Besseren belehrt.

Natürlich qualifizieren sich auch Sozialisten/Linksextremisten als Rechtsextremisten und Islamisten in der Logik von Beres:

Opferrolle: Produktivkräfte als Opfer der Bonzen;
Ausgrenzung von Fremdgruppen: z.B.: „Bullenschweine“ und Banker
Schwarz-Weiß-Denken: Die gute Plan- und die böse Marktwirtschaft, der gute Staat und der schlimme Markt;
Verschwörungstheorie: Das internationale Finanzkapital von Großunternehmen will aus Profitgier den Planeten zerstören oder – wahlweise – aus Profitgier die Menschen verarmen.

Wie gesagt, wenn es um Dummheit geht, dann sind bei der ARD keine Grenzen gesetzt, dann wird jeder Dilettantismus aus den Zwangs-Beiträgen finanziert und jeder Junk als Studie verkauft. Solange es ideologisch passt und zur Manipulation der öffentlich-rechtlichen Konsumenten taugen soll, ist anscheinend alles erlaubt.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?


Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Alter ist eine Krankheit – Die Sichtweise des BMFSFJ auf ältere Menschen

Es mag den einen oder anderen überraschen, aber das BMFSFJ ist nicht nur das Frauenministerium, die dort Beschäftigten haben auch ältere Menschen als Kundschaft, sollen sich entsprechend um die Bedürfnisse älterer Menschen kümmern. Wir haben uns einmal angesehen, was die von Steuerzahlern finanzierten staatlich Bediensteten im BMFSFJ für die Bedürfnisse der Alten bzw. älteren Menschen halten.

Ergebnis: Ältere Menschen werden grundsätzlich als Problemfall definiert, um den man sich kümmern muss. Ältere Menschen als eigenständige Akteure mit eigenen Bedürfnissen, Zielen und Wünschen finden sich nur innerhalb des Rahmens, den die Ministerialen den Alten lassen – ein Winterurlaub im Süden oder der Altersruhesitz in der Sonne oder das Seniorenstudium oder ein „lasst mich in Ruhe“ kommt dabei nicht vor.

Ältere Menschen haben „Aktiv im Alter“ zu sein, sich entsprechend körperlich zu ertüchtigen und freiwillig zu engagieren, um so lange wie möglich selbständig leben zu können, den Pflegekassen nicht zur Last zu fallen und sich um die in der Philosophie der Ministerial wichtigen Enkelkinder kümmern zu können, damit die Kinder ihren Beruf mit der Familie vereinbaren können. Es ist schlimm genug, dass sich Angehörige dann – wenn manche Älteren, eine Minderheit der Älteren zum Pflegefall geworden sind, um diese kümmern muss und damit das BMFSFJ vor das Problem stellt, dass nunmehr nicht nur Familie und Beruf, sondern auch „Pflege und Beruf zu vereinbaren“ ist. Um das Problem der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf rotiert beim BMFSFJ alles, so hat man den Eindruck. Demenz, als Ursache dieses Problems, die Altenpflegeausbildung als eine Form das Problem „Demenz“ auszusitzen, sie stehen ganz oben auf der ministerialen Prioritätenliste. Die Bedürfnisse der älteren Menschen kommen unter dem Stichwort „Zuhause im Alter“ im Hinblick auf „altersgerechte Gestaltung von Wohnraum und Wohnumfeld“ zum Zuge, abermals als Problem, dem man eine eigene Gestaltung zukommen lassen muss, und als Problem, das unter dem Begriff „soziales Wohnen“ indiziert wird: Euphemismus für Altersarmut.

Die Zuschreibung, nach der alte und ältere Menschen in erster Linie ein gesellschaftliches Problem darstellen, das es zu behandeln gilt bzw. dessen Folgen es zu behandeln gibt, prägt die Sichtweise von alten und älteren Menschen, die man beim BMFSFJ vorfindet. Man kann diese Sichtweise auf eine kurze Formel bringen: Alter ist eine Krankheit.

Sind Sie auch der Ansicht, dass Alter eine Krankheit darstellt, dass ein alter Mensch ein mehr oder minder kranker Mensch ist, ein Mängelwesen gemessen am jugendlichen Ideal, das in einer infantilen Gesellschaft wie der Deutschen vorherrscht?

Finden Sie sich in den politischen Prioritäten des Ministerium für Senioren, neben Frauen, wieder?
Wenn ja, warum?
Wenn nein, warum nicht?

Diskutieren Sie mit – in unserem Forum.

BMFSFJ: Wenn eine Erfolgsmeldungen zum Rohrkrepierer wird

DUKE: I got another lesson for ya. Keep after this thing, it’s gonna bite you in your ass. x-Files “Underneath”

Das BMFSFJ vermeldet einen Erfolg.
Das Hilfstelefon soll ein Erfolg sein.
„Qualifizierte Beraterinnen“ machen angeblich Mut, rund um die Uhr, machen sie ihre „wichtige Arbeit“ am „Hilfstelefon“.

143.020 Beratungen seit 2013.
Für von Gewalt betroffene Menschen oder solche, die sich dafür halten.
In 17 Sprachen.
Per SMS oder Chat oder eMail oder am Telefon.
Eine klasse Sache?
Oder eine einzigartige Geldverschwendung?

5 Jahre Hilfstelefon rund um die Uhr.

Das sind 1.826 Tage Hilfstelefon.
43.824 Stunden Hilfstelefon in 17 Sprachen von „qualifizierten Beraterinnen“.
143.020 Beratungen in 17 Sprachen,
oder: 3,3 Beratungen pro Stunde.

Nur 3.3 Beratungen pro Stunde.

Oder: Alle 20 Minuten eine Beratung, in 17 Sprachen, rund um die Uhr, durch „qualifizierte Beraterinnen“, die sich den Rest der Zeit, den Hintern platt sitzen, auf Kosten von Steuerzahlern, in 17 Sprachen und am Hilfetelefon.

Prima!
BMFSFJ – wir werfen ihr Steuergeld richtig aus dem Fenster.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

BMFSFJ: Debile oder Bösartige, Minderbemittelte oder Lügner?

Schon Joseph Goebbels hat kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um seine politischen Slogans ins Privatleben der Deutschen zu tragen und jede Sekunde einer deutschen Existenz zu einer Sekunde zu machen, die mit einer ideologischen Meldung verbunden war. Ganz in dieser Tradition versäumt auch das BMFSFJ keine Gelegenheit, um seine Propaganda zu verbreiten und keine Gelegenheit, um zu versuchen, die Privatheit deutscher Bürger mit seinen Slogans zu infiltrieren.

Der letzte Leidtragende, den die BMFSFJ-Propaganda missbraucht hat, ist der Valentinstag:

Gleichstellung, die mit der BMFSFJ-Propaganda als wünschenswert verbreitet werden soll, hat überhaupt nichts mit Chancengleichheit zu tun. Gleichstellung ist das Gegenteil von Chancengleichheit.

Einmal mehr:

Acht Läufer starten zu einem 100-Meter-Lauf.

Chancengleichheit besteht dann, wenn die acht Läufer, die an den Start gehen, alle dieselbe Entfernung bis ins Ziel haben, alle zur selben Zeit loslaufen können, wenn keiner der Läufer ein Hindernis auf seinem Weg findet usw.

Gleichstellung richtet sich aber gerade nicht auf die Startbedingungen, für die 100-Meter-Läufer. Gleichstellung ist auf Ergebnisgleichheit gerichtet, sie ist dann gegeben, wenn unabhängig davon, in welcher Reihenfolge die Läufer durchs Ziel gehen, alle zum Sieger erklärt werden oder alle Teilnehmer, die kleiner als 180cm sind, gleichermaßen zum Sieger erklärt werden.

  • Gleichstellung nimmt keinerlei Rücksicht auf persönliche Leistung.
  • Gleichstellung ist leistungsfeindlich.
  • Gleichstellung ignoriert jede Form persönlicher Anstrengung und jeden Prozess der Leistungserbringung. Um im Bild zu bleiben: Der 100-Meter-Lauf ist eine Attrappe, eine Schauveranstaltung, denn das Ergebnis ist durch Gleichstellung schon festgelegt, bevor der Lauf überhaupt beginnt.
  • Gleichstellung ist deshalb mit Gerechtigkeit nicht vereinbar.
  • Gleichstellung ist realisierte Ungerechtigkeit, realisierte Leistungsfeindlichkeit und nur zu erreichen, wenn keine Chancengleichheit vorhanden ist, da Gleichstellung ganz unabhängig von der Chancengleichheit, bestimmte Teilnehmer privilegiert.

Das alles ist nicht schwer zu verstehen.
Man muss nicht einmal sonderlich intelligent sein, um es zu verstehen.

Dennoch ist aus dem BMFSFJ seit mehreren Jahren, ja Jahrzehnten Propaganda zu hören, die diese leicht verstehbaren Zusammenhänge ignoriert, die eine Verballhornung der Welt und der ethischen und moralischen Prinzipien, die sie leiten, durchsetzen will.

Folglich muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein, ob die Verantwortlichen im BMFSFJ nicht denken können oder nicht denken wollen. Sind sie debil oder bösartig, geistig Minderbemittelte oder Lügner?

Geben wir die Frage doch an unsere Leser weiter:

Unsere Handreichung zu diesem Thema:

Gerechtigkeit? Gleichheit? Gleichstellung? Idiotentest für Verteilungsfragen

Und hier noch die entsprechende Handreichung von Peter Tosh:

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Translate »
error: Content is protected !!