Rassistisches Gebet in der Schule – Politisch-korrekte Hysterie in Bayern

„(1) Zur Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags oder zum Schutz von Personen und Sachen können Erziehungsmaßnahmen gegenüber Schülerinnen und Schülern getroffen werden. Dazu zählt bei nicht hinreichender Beteiligung der Schülerin oder des Schülers am Unterricht auch eine Nacharbeit unter Aufsicht einer Lehrkraft. Soweit andere Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen, können Ordnungs- und Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. Maßnahmen des Hausrechts bleiben stets unberührt. Alle Maßnahmen werden nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausgewählt.“

So steht es im § 86 des Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen unter dem Stichwort, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ (BayEuO).

Ein Bayerischer Schüler ist Gegenstand einer solchen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme geworden, weil er sich im Rahmen des Religionsunterrichts freiwillig zum Anfangsgebet gemeldet hat. Derart von der Motivation des Schülers überrumpelt, musste sich die wehrlose „Lehrperson“ dann ein „eindeutig stark rassistisch geprägt[es]” und „menschenverachtendes“ Gebet anhören, das der Schüler der Klasse 09B auch noch selbst verfasst hatte.

Dies, so die „Lehrkraft“, „kann in der Schulgemeinschaft nicht geduldet werden.

Das menschenverachtende und rassistisch geprägte Gebet von Schüler Johannes lautet:

Lieber Gott, wir danken Dir,
dass die Neger hungern
und nicht wir!

Lieber Gott

Die Klassenleitung wurde zu Gunsten der “Klassleitung” aufgegeben.

Rassismus, das zur Erinnerung, liegt dann vor, wenn ein Mensch aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit und nur wegen dieser abgewertet oder diskriminiert wird. Das Gebet von Johannes ist nicht rassistisch, denn er beschreibt, dass schwarze Menschen, die er Neger nennt, derzeit z.B. im Süden des Sudan von einer massiven Hungersnot heimgesucht werden.

Das Gebet ist auch nicht menschenverachtend. Es ist nur dann menschenverachtend, wenn die nicht hungernde Wir-Gruppe, die Johannes in Gegensatz zu den hungernden Negern setzt, nicht aus Menschen bestünde, also z.B. Johannes und sein Lehrer keine Menschen wären.

Schließlich kann das Gebet als erfolgreiche Vermittlung der christlichen Lehre angesehen werden, in der der Ursprung alles Guten in Gott gesehen wird und der Ursprung alles Leids im Teufel, wobei die Individuen nur durch Gebete Einfluss darauf haben, ob sie sich auf der guten oder der leidenden Seite der christlichen Wippe wiederfinden. Insofern hat sich Johannes als guter Schüler einer kollektiven Lehre erwiesen, die die individuelle Machtlosigkeit der göttlichen Allmacht gegenüberstellt.

Johannes hat somit nicht gegen die schulische Ordnung, bestenfalls gegen die Ideologie des Religionslehrers verstoßen.

Wenn es also einen Verweis auszusprechen gilt, dann für den Lehrer von Johannes, der weder eine Ahnung davon hat, was Rassismus ist, noch davon, was menschenverachtend ist und der zudem keinerlei Idee von der christlichen Lehre zu haben scheint, was für einen Religionslehrer eher bedenklich ist. Und verhältnismäßig wie in § 86 BayEuO gefordert ist die hysterische Reaktion der „Lehrkraft“ auf das Gebet des Schülers auch nicht. Somit kann er eigentlich „in der Lehrergemeinschaft nicht geduldet werden“.

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42 Responses to Rassistisches Gebet in der Schule – Politisch-korrekte Hysterie in Bayern

  1. Ich schätze, es hat wohl an dem Wort “Neger” gelegen.
    An sonst doch ein völlig normales Gebet, das wohl jeden Tag in ähnlicher Form von vielen Menschen gesprochen wird.
    Die Lehrerin müsste von der Schule gewiesen werden.

    • Was daran ein “völlig normales Gebet” ist, erschließt sich mir nicht.
      Ich wüsste nicht, dass es üblich wäre, sich im Gebet dafür zu bedanken, dass andere hungern.
      Möchte nicht wissen, wes Geites Kind die Eltern von diesem Schüler sind.

      • David says:

        Sie geben das Gebet nicht richtig wieder. Es sagt aus, dass man dankbar ist, dass man selbst nicht hungert während andere offensichtlich berechtigterweise hungern. Denn “gott” ist schliesslich omnipotent und könnte das Hungern der “Neger” sofort einstellen wenn er wollte, nicht wahr? “Gott” tut dies aber nicht. Also muss er einen Grund dafūr haben, nicht wahr? Genau so wie er uns offensichtlich bewusst nicht hungern lässt. Dafūr kann man sich schon mal bedanken meine ich 😉

        • @David – Ich gebe das Gebet sehr wohl richtig wieder. Das Menschenverachtende daran ist, dass der Junge sich (u. a.) dafür bedankt, dass andere hungern. Ob Gott “omnipotent” in den Augen des Jungen ist oder nicht, ist zweitrangig; um nicht zu sagen, belanglos. Denn der Junge freut ist offenbar dankbar dafür, dass andere hungern müssen. Das ist ungefähr so, als wenn Sie Zeuge werden, wie ein Schwarzer vor Ihren Augen auf der Straße erstochen wird, und anstatt traurig oder entsetzt darüber zu sein, Sie sich bei dem Mörder bedanken, dass er Sie nicht abgestochen hat.
          Oh je, auf was für einen Blog bin ich hier nur geraten?

          • Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, eine Übertragungsleistung zu bringen. Damit sind Sie nicht alleine, die meisten deutschen Abiturientenm, das zeigen die PISA-Studien, können das nicht. Dabei ist es einfach. Gott wird als omnipotent und Ausgangspunkt aller Dinge, die auf der Erde stattfinden, angesehen. Gebete dienen entsprechend dazu, das eigene gute Benehmen an Gott zu vermitteln und darüber hinaus Wünsche, Bitten und sonstige Dinge an Gott heranzutragen. Wenn nun das, was auf der Erde passiert, von Gott intendiert ist, dann muss man als Katholik aus der Tatsache, dass in Afrika Hunger herrscht (im Sudan zum Beispiel) schließen, dass dies im Sinne von Gott ist, vielleicht, um den Afrikaner zu signalisieren, dass er mit ihren Ehrerbietungen nicht zufrieden ist.
            That’s it.

            Insofern sind Sie auf einem Blog gelandet, auf dem Sie offensichtlich (aus Eitelkeit?) als Kommentator in Erscheinung treten wollen und der Verdacht liegt nahe, dass Sie auf einem Blog gelandet sind, das Sie intellektuell überfordert.

            • Also, mit “kritischer Wissenschaft” hat das, was ich hier an Kommentaren, die ich auf meine Meinung lese, nichts zu tun.
              Was angeblich alles Wissenschaft ist, wissen wir ja…

              Es fängt schon damit an, dass hier offenbar nicht verstanden wird, dass “wir danken dir, dass die Neger hungern” für sich steht.
              Denn der Junge hätte sich ja auch dafür bedanken können, dass er, seine Freunde u. Familie genug zu essen haben und gleichzeitig dafür beten können, dass es anderen Menschen besser geht.
              Alleine die Aufteilung “wir” und “Neger” finde ich fraglich.
              Schließlich hungern nicht alle Schwarzen, und es gibt auch Weiße, die auf der Welt hungern.
              Der Rassismus besteht darin, dass der Junge annimmt, es sei von Gott gewollt, dass es ihm gut geht und alle Schwarzen hungern sollen.
              Und die Menschenverachtung besteht darin, dass ihn das offenbar freut.
              Er zeigt null Empathie. Ich würde seine Haltung, die ihm beigebracht wurde, oder die er vermittelt bekommen hat, als asozial bezeichnen (wenn das Wort noch erlaubt ist).

              Ihr könnt Euch ja mal selbst prüfen, was Ihr denkt, wenn Ihr einen schwarzen Jungen seht, der betet: “Lieber Gott, bitte mach, dass wir genug zu essen haben, auf dass die Weißen hungern müssen.”

              • Was hat denn nach Ihrer Ansicht etwas mit kritischer Wissenschaft zu tun? Dass man Ihrer Ansicht ist, die Sie mit keinerlei Argument begründen, außer mit ihrer höchstpersönlichen Formulierungsvorliebe.
                Es geht hier, wie gesagt, um latente Konzepte. Dr. habil. Heike Diefenbach hat in ihrem Kommentar sehr deutlich gemacht, was die eigentliche Frage ist, die wir im Beitrag behandelt haben. Versuchen Sie doch zu verstehen und zu begreifen, denn es gibt Gedanken außerhalb ihres Schädels, die meisten davon, sind sogar intelligenter als die drinnen. Das wäre ein Anfang, und er wäre in jedem Fall besser als die beleidigte und missverstandene Leberwurst zu spielen, die ihren Senf wiederholen muss.
                Machen Sie doch einmal ein Argument und nicht immer nur das selbe dämliche Life-Boat-Experiment.
                Ein Argument besteht übrigens aus einem explikans und einem explikandum, gerne auch als Syllogismus … Kein Argument ist es, wenn sie hier sanctimonious crap verbreiten und versuchen, sich auf das moralisch hohe Ross des guten Menschen zu setzen.
                Sie sollten mittlerweile bemerkt haben, dass wir diesen Versuch als ordinäre Heuchelei ansehen.

                • Heike Diefenbach says:

                  … vielleicht weil es ordinäre Heuchelei ist!?!?

                  Ich finde das so Bezeichnete jedenfalls äußerst anstoßend und kann nur wiederholen “o je!!!”

              • Heike Diefenbach says:

                Also, mit Anstand hat das, was ich hier an Kommentaren von FMDsTVChannel lesen muss, nichts zu tun. Was angeblich alles als anständig und gut durchgeht, wissen wir ja ….

                Wissenschaft gründet jedenfalls auf Logik und korrekter Argumentation, und ein Argument für oder gegen etwas kann nicht dadurch formuliert werden, dass man darauf hinweist, jemand hätte sich anders verhalten können oder es hätte etwas andere passieren können,

                Du kannst Dich ja mal einfach selbst prüfen, wenn Du Dir vorstellst, dass wir “argumentieren”: Der FMDsTVChannel, der hätte ja auch schreiben können:
                “Ich verstehe zwar nichts von Wissenschaft, aber meine Arroganz reicht hin, um zu meinen, dass ich diesbezüglich mitreden kann.”

                Würde Dich das überzeugen?

                Wenn nicht, wie kannst Du dann erwarten, dass der anmassende Krempel, den Du in Deinen Kommentaren schreibst, von irgendjemandem ernstgenommen werden kann?

                Wie gesagt: Prüfe Dich doch einfach ‘mal sebst (wenn möglich)!

          • Heike Diefenbach says:

            … o je, warum soll unser blog solche scheinheiligen Kommentatoren verdient haben?!????

            Es geht in der ersten Linie gar nicht darum, was ein Junge, vermutlich um ein wenig zu provozieren, da geschrieben hat, sondern darum, wie albern und verlogen sich Erwachsene, denen die Erziehung von Kindern in der Schule anvertraut ist, in Reaktion auf solche Dinge verhalten.

            Und albern und verlogen ist dieses Verhalten:
            Albern, weil es hysterisch, pädagogisch völlig verfehlt und einfach nur hilflos ist, scheinheilig, weil all die guten Menschen, die nicht-weißen Menschen, übrigens auch nur verbal, alles Mögliche zugestehen wollen, die ersten sind, die Menschen beschimpfen, beleidigen, verfolgen und umerziehen (wollen), wenn diese Menschen zufällig weiße Hautfarbe haben und eine andere Auffassung haben als sie selbst.

            Wer als Lehrkraft dieses “Gebet” nicht entweder vollständig ignorieren kann oder es zum Anlass nehmen kann, die Frage nach der Scheinheiligkeit der eigenen “guten” Gesellschaft, die Jugendliche in der Pubertät durchaus beschäftigen kann, zu thematisieren, ist einfach eine Fehlbesetzung.

            Um DIESEN Punkt geht es jedenfalls uns.

            Wer das nicht akzeptieren kann oder will, der muss sich auf einem Gutmenschen-blog vom subjektiv vorgestellten eigenen Edelmut durch entsprechende Echauffierungskommentare überzeugen, aber nicht bei uns.

            Bei uns geht es darum, wieviel Vernunft, Aufrichtigkeit und Augenmaß von Lehrkräften erwarten kann oder muss.

            Angesichts eines Kommentars wie dem von FMDsTVChannel drängt sich allerdings auch die Frage auf, wieviel Vernunft, Aufrichtigkeit und Augenmaß man vom durchschnittlichen deutschen Bürger und insbesondere von Kommentatoren auf unserem blog erwarten kann.

            Und die Antwort auf diese Frage, so fürchte ich, muss mit einem “o je ….” beginnen!

            • Heike Diefenbach says:

              P.S.

              A propos “Scheinheiligkeit”:

              Wollen Sie, FMDsTVChann, ernsthaft behaupten, dass Sie, wenn Sie Gott um die Entscheidung bitten dürften, wer Krebs haben soll, Sie oder Herr Klein (oder ich oder ein Afrikaner ….), sich dafür einsetzen würden, dass SIE Krebs bekommen (und nicht Herr Klein oder ich oder ein Afrikaner …)?!

              Sehen Sie, das ist es, was so peinlich ist:
              diese extreme Verlogenheit, die zelebriert wird, obwohl jeder – inklusive der Lügenden – weiß, dass es sich hier nur um eine Inszenierung politischer Korrektheit handelt und keinesfalls um eine echte, individuell verantwortete Position, die man bereit ist zu leben.

              Aber falls ich einmal Krebs bekommen sollte, wende ich mich gerne an Sie, damit Sie an der Krankheit statt meiner sterben können. Das übernehmen Sie doch sicher gerne als der bessere Mensch, der Sie sind!?!

  2. nicht der Wärter, die sitzen in Baerlin says:

    Der Junge hat meine Sympathie.
    Wenn ich mir das ganze geheuchelte Getue dieser behämmerten Gutmenschendarsteller ansehe, die kalten Herzens an obdachlosen Landsleuten vorbeilastchen, sich darüber mokieren dass Rentner Pfandflaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen, dann kommt mir das Kotzen. Da sind keine Deutschen, das sind Arschgeigen.
    Mir geht die versammelte Asylschmarotzerband auf den Keks.
    Ick kann janich soville fressen wie icke kotzen möchte.

    • corvusalbusberlin says:

      Ich bin ganz Ihrer Meinung. Wie es vielen Einheimischen geht, interessiert inzwischen kein Aas mehr. Wenn sie Flaschen sammeln, kann es denen sogar eine Anzeige einbringen. In welch einem beschissenem Land leben wir inzwischen?

  3. Brockenteufel says:

    Was sagt Lehrer Specht dazu:

    “https://www.youtube.com/watch?v=qMuM4glK2iA”

  4. Willi says:

    Nein, liebe science-files-Leute,
    sosehr ich sonst gerne auf diesen Seiten den Ausführungen zu Deutschlands Merkwürdigkeiten folge, und für Fundstellen von Kuriositäten dankbar bin, aber hier passt die Bewertung nun einmal nicht. Das Gedicht hatte doch wohl den Zweck, dem Religionslehrer einen Streich zu spielen, wie das zu allen Zeiten der Fall war. Und wie ärgert man Lehrer am besten, na klar, bei Tabus und Verbotenem. So auch hier. Habt doch alle nur etwas Sinn für Humor:
    dann hätte der Reli-Lehrer gelacht und hätte die anderen Schüler gefragt, was sie denn von so einem “Gebet” halten. Da wären alle drauf gekommen : das ist ja kein richtiges Gebet, dass sollte nur ein Witz sein. Dass man mit Wörtern wie “Neger” heute Lehrer richtig ärgern kann, wissen wohl einige Schüler. Da muss man als Lehrer aber drüberstehen. Da muss man nicht gleich zu Disziplinarmaßnahmen greifen, es sind doch Kinder!
    Erklären hätte ausgereicht, also etwa, dass Schadenfreude keine christliche Tugend ist.
    Und dann hätte der Lehrer selber einen Witz erzählen können und dann ein anderes Kind zum Vorbeten aufrufen ….

    • Und warum passt unsere Bewertung nicht? Handelt es sich doch um Rassismus und menschenverachtende Gebete???

      • Menschenverachtend ist nur der erste Absatz. Fünfmal MAAAASSSNAHMEN zeig die Gesinnung deutlich.

        Carsten

        Soll ich mich jetzt freimachen, Herr Doktor?

    • Heiner says:

      Die Steigerung von “Humorlosigkeit” ist “political correctness”. (John Cleese)

      Damit, Willi, wäre erklärt, warum der Lehrer so reagierte.

  5. Heiner says:

    Gilt das auch für das Gebet an den St Florian, daß er das eigne Haus verschonen möge und dafür andre anzünden soll?

    Im Denken des Religionslehrers sind dann bestimmt brennende Flüchtlingsunterkünfte an erster Stelle.

    • rjb says:

      Mir stellt sich zunächst einmal die Frage, ob im Kopf des Religionslehrers so etwas wie Denken, verstanden als eine bewußt vernunftgeleitete Aktivität, überhaupt stattfindet. Wenn das nämlich der Fall ist, dann kann einem beispielsweise das Wort “menschenverachtend” als ein explizit dämliches auffallen. Was soll man denn sonst verachten, wenn nicht Menschen? Etwa die Kuh, weil sie nicht besonders intelligent dreinschaut beim Wiederkäuen auf der Wiese? Allenfalls könnte man noch Handlungsweisen von Menschen verachten, aber da muß es ja auch einen geben, der sie ausführt.

      Zum zweiten kann man mittels einer Denkanstrengung auch herausfinden, daß Johannes’ Gebet in sehr verschiedenartiger Weise verstanden werden kann (auch wenn es mutmaßlich als pubertäre Provokation entstanden ist). Als Beispiel: Es gibt ja unter sog. Gutmenschen, und dem Religionslehrer also vielleicht nicht ganz fernliegend, die Ansicht, an allem Ungemach, unter dem Neger leiden müssen, sei der weiße Mann schuld. Dieses Gebet ließe sich recht problemlos als sarkastischer Ausdruck dieser Ansicht verstehen.

      In irgendeinem Roman von Milan Kundera gibt es eine Episode, über einen Studenten zur Zeit von Väterchen Stalin in der kommunistisch gewordenen Tschechoslowakei. Der Student, eigentlich perfekt linientreu, auch sozialistischer Jugendfunktionär, machte auf einer Postkarte, die er aus den Ferien an eine Freundin schickte, einen, wie er glaubte, politisch voll korrekten abfälligen Witz über Trotzki. Das fiel einem Kontrollorgan auf, dem Studenten wurde erklärt, daß das mit Trotzki eine ernste Angelegenheit sei, über die Witze in der Schul-äh sozialistischen Gemeinschaft nicht geduldet werden können, und zur Änderung seines Verhaltens durfte er seine Studien im Kohlenbergwerk fortsetzen.

      • Alfred Marenberg says:

        Genau solches – sich so ähnlich verhaltende “vorgesetzte Gelichter” meinte ich in meinem Kommentar…..

  6. Alfred Marenberg says:

    Es gibt in Österreich ein Sprichwort das in diesem Fall wunderbar passt: … wia da Herr, so des Gescherr… Übersetzt: …Wie die Vorgesetzten des “Lehrers”, genauso sein Verhalten….. es bleibt jedem selbst überlassen dies nach seinem Geschmack positiv oder auch negativ zu bewerten!

  7. A.S. says:

    Gott, haben die keinen Humor?
    Da schreibt man keine lächerlichen Mitteilungen sondern lässt den Schüler das Gebet nochmal mit vernünftigem Versmaß verfassen. Das reicht und es ist Ruhe im Karton.
    Mach ich immer so wenn Schüler mal die Grenzen testen. Einfach die Situation umdrehen und schon ist Ruhe. Als ein Schüler zum ärgern mal meinen Unterricht als so schlimm bezeichnete, dass er sich umbringen will, hab ich nur das Fenster geöffnet (2.Stock) und gesagt: “Bitte”.
    Schon waren die Lacher auf meiner Seite.

  8. Autor says:

    Zu schade das in Baden Württemberg Osterferien sind und ich zu dem im Ethikunterricht bin (wie sich übrigens meinem Artikel entnehmen lässt), sonst hätte ich das auch einmal ausprobiert 😉 Irgendwer der mit mir darum wetten würde, dass ich MINDESTENS einen Verweis bekomme?

  9. Klaus Eckhard says:

    Die religiöse Denke steckt voller Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten. Den Negern, pardon Schwarzen in Afrika sagen sie doch auch wieder wie ihr Gott alles so wunderbar gefügt hat und wie dankbar sie sein müssen, dass er ihnen das Leben geschenkt hat.
    Abgesehen davon, dass das nicht wahr ist, ist es wirklich ein Leben in Hunger und Armut, was sie dann lieber weglassen. Oder es ist die “Prüfung”, dass sie am Glauben festhalten sollen.

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  11. M. Dippold says:

    Wir erkennen die Dinge an ihren Bezeichnungen. Ein Neger ist eine an sich neutrale Bezeichnung, vom Lateinischen niger, nigra, nigrum, eine annähernde Bezeichnung, denn die Menschen sind wohl nicht „kohlpechrabenschwarz“. Im Lateinischen bezeichnete Africa das heutige Tunesien, Mauretania Schwarzafrika, die äußerst dunkelhäutigen Toucouleur am Senegalstrom, wo die Karthager, die Tunesier, scon400 vor Chr. Handelskolonien hatten.
    Der Mohr, von Shakespeare geadelt, bezeichnete bis 1850 die in Europa anwesenden Afrikaneer, preußische Militärmusiker, Diener und Lakaien. Davon blieb nur der Mohr im Hemd und der köstliche Mohrenkopf. Ein senegalesischer Besucher war Begeistert : Außen dunkelbraun und innen süß !“ Ich wusste es, im Original und als Produkt eines deutschen Konditors. Aus natürlicher europäischer Sicht der Zeit, nicht von heute, waren die staatenlosen Bewohner Afrikas eben Neger. Mit der Kolonisation wurden sie in ein staatliches System und wurden zu Schutzgebietsandehörigen“ oder „deutschen Eingeborenen, nach der Enteignung der deutschen Kolonien zu „indigènes français, mit der Autonomie und den ersten Wahlen zu „citoyens de l’Union française : bei der Unabhängigkeit erhielten die Menschen eine Nationalität, Reisepässe, Nationalfarben, eine Nationalhymne Afrika ist kein Land wie einfache Gemüter meinen, sondern ein Kontinent.
    Die Menschen sind seit über 50 Jahren Ivorer oder Äquarialafrikaner.Wenn es in Deutschland noch eine freie Meinungsäußerung gäbe, müsste ein Lehrer erkennen, das das Wort Neger genausowenig ein Schimpfwort ist wie das Wort Politikerin, doch eine links gedrillte Lehrerin oder ein weibischer Lehrer müssen sich darüber künstlich aufregen, weil Sie überfüttert sind und keine anderen Sorgen haben Lehrerin.

  12. Jürg Rückert says:

    Willi hat recht. Aber die Rolle der Schule wird dadurch nicht besser. Und da ich heute wieder so humorlos bin frage ich:
    Wie tief demokratie- und menschheitsfeindlich ist das Chri-ss-tentum tatsächlich?

    “Vater unser im Himmel” – Wo bleibt die Mutter? Die ersten Worte sind bereits Genderschändung!
    “Geheiligt werde Dein Name” – Und die anderen Namen müssen draußen bleiben, sind irgendwie “Neger”?
    “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe …” – Absolutismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts!
    “Unser täglich Brot gib uns” – So reden Tagelöhner, die nicht gewerkschaftliche organisiert sein dürfen.
    “Und vergib uns unsere Schuld” – Herrschaftsverhältnisse zementiert!
    “Wie auch wir unseren Schuldigern” – Sollen die Ausbeuter ungeschoren davon kommen?
    “Und führe uns nicht in Versuchung” – Ein Fallensteller-Gott?
    “Sondern erlöse uns von dem Bösen” – “Den Bösen” müsste es zumindest heißen; keine fußbreit dem Faschismus!
    Jetzt muss die Landesregierung umgehend tätig werden, wenn sie nicht selber im braunen Sumpf landen will!

    Hätte der Schüler geschrieben:
    “Lieber Gott wir danken Dir,
    dass Bomber Harris auferstanden
    Deutsche bombt bis keiner hier!”,
    so hätte der Lehrer das komisch gefunden und Ende.

    Was wir erkennen können ist der grundlegender Perspektivwechsel der länger hier Lebenden: Die neuen “Neger”, das sind wir, so haben sie verinnerlicht. Wo sie einst Herren im Land, machen sie sich zu den Boys der kürzer hier Lebenden. Und bei einer falschen Rollenverteilung wie oben gerät das Dienstpersonal wie alle Neurotiker in Panik. Autorassismus und Selbstverachtung gehören zu ihrer Corporate Identity.

  13. rote_pille says:

    Sicher, dass diese Information stimmt? Muss für einen Verweis nicht eine Konferenz stattfinden, an der dann alle Lehrer und der Rektor beteiligt sind? Ein Lehrer entscheidet doch nicht im Alleingang über einen Schulverweis.

    • Woraus entnehmen Sie, dass die Konferenz, sofern sie stattfinden muss, nicht stattgefunden hat?

      • rote_pille says:

        Der abgebildete Zettel:
        1. “… unterschrieben an die Klassenleitung zurückbringen.”: Die Klassenleitung wäre wahrscheinlich nicht mehr der Ansprechpartner.
        2. Die Unterschrift des Rektors ist das Mindeste, was ich erwartet hätte. Nur der hat die notwendige Autorität.

    • rjb says:

      Es handelt sich um einen “einfachen” Verweis und nicht um einen Ausschluß vom Schulbesuch oder dergleichen. Das ist faktisch nichts weiter als dieser Zettel, also eine Mitteilung an die Erziehungsberechtigten, und kann vom Lehrer ohne irgendwelche Konferenzen appliziert werden. Siehe
      http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG-88

      Eine andere Sache sind die vielfältigen Diskrepanzen zwischen den uferlos umfangreichen Vorschriften für das Schulwesen und der Realität. Der Charakterzug des Deutschen Menschen, eine regelrechte Sucht nach allen möglichen Vorschriften zu entwickeln, um diese dann im Gegensatz zu der oft unterstellten gehorsamen Hörigkeit mit beliebig blödsinniger Rabulistik zu umgehen, ist auch bei Schullehrern gut ausgeprägt. Neben purem Eigennutz, der natürlich unausgesprochen bleibt, motivieren den Deutschen Menschen dabei beispielsweise auch alle möglichen “Aufträge”, die er erhalten zu haben glaubt, angefangen von Politikern und ihrem sog. “Wählerauftrag”, oder im Schulwesen “Erziehungs”- und “Bildungs”-“Aufträge”, die sich nahtlos in die Exekution von political correctness, sei es in der gegenwärtigen oder der sozialistischen oder nazistischen Variante, umsetzen lassen.

    • blaue_pille says:

      Behauptung:
      1. Doch das entscheidet der Lehrer.
      2. Nein, eine Konferenz muss nicht stattfinden.

      Beweis:
      Es handelt sich hier um einen “schriftlichen Verweis” gemäß Art. 86 Abs. 2 Punkt 1 BayEUG. Lesen Sie dort weiter in Art. 88 Abs. 1 Punkt 1, und SIe erfahren, wer dafür zuständig ist: “die Lehrkraft”. Von einer Konferenz steht da nichts.

  14. David says:

    Grossartiges Gebet. Das merk ich mir. Besser kann man das Theodizee Dilemma der Religion nicht zusammenfassen!

  15. Andreas K. says:

    Zu meiner Schulzeit hätte sich das Blag eine ordentliche Schelle eingefangen, und das zu Recht.
    Das “Gebet” ist gequirlte Scheisse, sonst nichts.
    Das ihr das auch noch schön redet, kann ich nicht verstehen.

    • Nicht nur Scheiss, nein gequirlte Scheisse und ganz ohne Begründung. Mir scheint, der Kommentar passt auch in diese Kategorie.

      • Andreas K. says:

        Sie glauben also, dass der Dank an Gott, das andere Menschen hungern, keine gequirlte Scheisse ist?
        Wie wäre es denn mit: Lieber Gott, ich danke Dir, dass der Klein Krebs hat und ich nicht?
        Würden Sie das auch noch so vehemennt verteidigen?
        Das ist kein Gebet, dass ist ein blöder Stammtischspruch.

        • Sind Sie nicht zu alt für derart kindischen Unsinn. Das genau ist nämlich das Problem, worüber Sie sich so aufregen und worüber sich diese Fehlbesetzung von Lehrer so aufgeregt hat, ist kindischer Blödsinn. Und damit haben Sie auch Ihre Antwort auf Ihre Suggestivfrage. Wenn Sie Ihr Gebet aufsagen, würde ich Ihnen vermutlich ein Bonbon schenken, bevor ich in herzhaftes Lachen ausbreche.

        • David says:

          Ihre Behauptung ist unwahr. Das Gebet besteht nicht aus dem Nebensatz “dass die Neger hungern” sondern “dass die Neger hungern und nicht wir”. Warum verzerren Sie die Tatsachen?

          Anstelle hier einen auf Wūterich zu machen, sollten Sie besser mal ūberlegen, warum ein liebender “gott” offensichtlich die Neger hungern lässt und Gläublinge im Westen sich fröhlich der egozentrischen Anmassung hingeben, beim Tischgebet diesem allgūtigen “gott” fūr das eigene Essen zu danken während in Afrika die Menschen verrecken.

    • Heike Diefenbach says:

      Und finden Sie es nicht sehr, sehr seltsam, dass Lehrkräte an deutschen Schulen nichts besseres zu tun haben, als sich gequirlter Scheiße zu widmen?!?!?

      Und wie ist das mit Ihnen? Anscheinend widmen Sie sich auch gerne gequirlter Scheiße. Wollen Sie die Beschäftigung mit gequirlter Scheiße etwa wichtigreden? Oder trifft das “Gebet” bei Ihnen irgendwelche Dinge, zu denen Sie nicht genug Abstand haben?

  16. Ich finde das Gebet gut. Bei einem freien Gebet hat jeder Schüler das Recht zu beten wie ihm es beliebt. Wenn mein Kind mit solch einem Zettel nach Hause kommen würde ich mich darüber freuen daß er gelernt hat zu seiner Meinung zu stehen und nicht als Duckmäuser und Mitläufer dieses Besatzungsregimes endet.

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