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Die Normalität von Lügen und Verunglimpfung beim ZDF

Claus Kleber hat ein Zitat erfunden und Boris Johnson in den Mund gelegt.

Johnson habe sich als „durchgeknallten Idioten“ bezeichnet, wie Kleber behauptet.

Das hat Boris Johnson nicht, wie wir hier nachgewiesen haben.

Die Angelegenheit schwelt nun seit einigen Tagen im Netz, und etliche Leser von ScienceFiles haben den lügenden Moderator des heute Journals zum Anlass genommen, um sich direkt beim Sender zu beschweren bzw. eine Beschwerde beim Fernsehrat des Senders zu hinterlassen.

Einer unserer Leser, Eddie Graf, hat nun eine Antwort erhalten. Diese:

Können Sie sich vorstellen, dass es auch nur einen Zuschauer des heute Journals gibt, der es positiv bewertet, von Claus Kleber belogen zu werden?

Können Sie sich vorstellen, dass es Zuschauer des heute Journals gibt, die es positiv bewerten, von Claus Kleber belogen zu werden, offenkundig im Bemühen, den britischen Prime Minister lächerlich zu machen und als nicht ernstzunehmenden Clown hinzustellen?

Nun, es mag ein paar Menschen geben, deren niedrige Instinkte auch von Lügen über Dritte angesprochen werden, aber derart psychologisch Kranke sind sicher nicht die Normalität, nicht einmal unter den Zuschauern des ZDF…





Warum also behauptet man beim ZDF, die Beschwerde eines Zuschauers, der es sich verbittet, von einem Moderator, dessen Gehalt er auch noch gezwungen ist, zu bezahlen, belogen zu werden, sei eine der „ganz unterschiedlichen Reaktionen“, die man erhalte?

Offenkundig will man beim ZDF die Verantwortung dafür, dass die Zuschauer belogen werden, nicht übernehmen.

Das ist ein Grund.

Ein vielsagenderer Grund folgt jedoch aus der Tatsache, dass die Beschwerde eines Zuschauers, die einen Angestellten des ZDF zum Gegenstand hat, der seine Zuschauer belogen hat, ein Delikt, das man eigentlich nur im Vorsatz begehen kann, beim ZDF keinerlei Entsetzen, keinerlei hektische Betriebsamkeit, keinerlei Versuch, sich als der Wahrheit verpflichteten Sender darzustellen, keinerlei Notwendigkeit einer Entschuldigung bei den Zuschauern oder bei Boris Johnson auslöst.

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben einen Pizza Service.

Eines Tages spricht Sie ein Kunde auf die Servicepauschale von 5 Euro an, die ihr Auslieferungsfahrer wegen dem Klimaschutz, der für ihr Unternehmen so wichtig ist, bei allen Kunden, denen er eine Pizza liefert, nacherhebt.

In Ihrem Unternehmen gibt es weder eine Servicepauschale für den Klimaschutz noch nutzen Sie den Klimaschutz, wie dies andere tun, um Kunden auszunehmen. Ihr Fahrer belügt Ihre Kunden, um sich ein zusätzliches Verdienst zu verschaffen.

Was machen Sie nun, da Ihnen bekannt ist, dass Ihr Fahrer Ihre Kunden belügt?

Sie entschuldigen sich natürlich bei Ihren Kunden, versuchen, den entstandenen Schaden zu minimieren, versuchen, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Zu diesem Zweck entlassen Sie als erstes Ihren Pizzafahrer, schon um zu zeigen, dass Sie weder ihre Kunden täuschen noch über den Tisch ziehen und um zu zeigen, dass Sie es in Ihrem Unternehmen nicht dulden, wenn Angestellte Kunden belügen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Das ZDF behält den Pizzafahrer, um einmal im Bild zu bleiben.

Weder ist man beim ZDF darüber erschreckt, dass ein Moderator Zuschauer belügt.

Noch zieht man beim ZDF daraus, dass ein Moderator Zuschauer belügt, Konsequenzen.

Noch kommt man beim ZDF auf die Idee, man müsse sich bei den Zuschauern, die im heute Journal belogen wurden und bei Boris Johnson, der im heute Journal verunglimpft wurde, entschuldigen.

Daraus kann man nur den Schluss ziehen, dass beim ZDF das Belügen von Zuschauern und das Verunglimpfen von Dritten eine Normalität ist, ein Vorkommen, das man nicht erschreckend oder außergewöhnlich findet, sondern ein Vorkommen, das an der Tagesordnung ist.

Einen Sender, der Lügen und Verunglimpfung toleriert und normalisiert, kann man eigentlich nur schließen.


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