Feministischer Fußball

Wenn Genderisten etwas auszeichnet, dann dass sie überhaupt nichts Eigenes beizutragen haben, ein Merkmal, das Dr. habil. Heike Diefenbach schon seit Jahren fasziniert. Sie haben weder eigene Ideen noch eigene Leistungen. Genderismus bedeutet im Wesentlichen, Leistungen, die in aller Regel von Männern erbracht werden, Institutionen, die von Männern geschaffen wurden, für ganz furchtbar und patriarchalisch zu erklären, und sie dennoch, weil man nichts Eigenes weder eigene Idee noch eigene Leistung hat, zu infiltrieren, um zum einen Zugang zu Positionen und mit ihnen einhergehenden finanziellen Ressourcen zu erlangen, zum anderen die entsprechenden Institutionen von innen heraus zu zerstören.

Die Systematik, der Genderismus folgt, ist ungefähr einer Situation vergleichbar, die Alien eine menschliche Kolonie auf dem Mars infiltrieren sieht, um sich dann darüber zu beklagen, dass in der menschlichen Kolonie alles nach den Vorstellungen von Menschen abläuft und ausschließlich menschliche Werte die Grundlage des Zusammenlebens bilden.

Diese Systematik wird sehr deutlich in einem Interview, das die Pressestelle der Humboldt-Universität zu Berlin mit Friederike Faust geführt hat, die ein Buch mit dem Titel „Fußball und Feminismus“ geschrieben hat, was analog zu Buchtiteln wie „Friedensmarsch und Tretminen“ oder „Eigenleistung und Schmarotzen“ ist.

Und wieder haben wir dieses Problem. Wenn Genderisten unbedingt Fußball spielen wollen, warum müssen sie sich dann eine von Männern geschaffene Institution und deren Regeln zum Vorbild nehmen? Warum müssen sie überhaupt Fußball spielen? Ist das Anhimmeln von Männern bei Genderisten so weit verbreitet, dass sie vor lauter Staunen und Ehrfurcht nicht in der Lage sind, etwas Eigenständiges zu erarbeiten, oder geht es bei Genderismus um nichts anderes als darum, gesellschaftliche Institutionen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie jahrhundertelang ohne Genderismus funktioniert haben, aus Wut darüber zu zerstören?

In jedem Fall ist Faust, die also ein ganzes ein Buch über Fußball und Feminismus (Genderismus trifft es besser) geschrieben hat, der Ansicht, dass die Zeit günstig sei, um „feministische Positionen auch im Fußball durchzusetzen“.





Worin die „feministischen Positionen“ bestehen, steht gleich im nächsten Satz:

  • mediale Aufmerksamkeit,
  • Fördergelder,
  • höhere Gehälter,

kurz: Geld:

„Wenn nur die Ohrring meine wären!
Man sieht doch gleich ganz anders drein.
Was hilft euch Schönheit, junges Blut?
Das ist wohl alles schön und gut,
Allein man läßt’s auch alles sein;
Man lobt euch halb mit Erbarmen.
Nach Golde drängt,
Am Golde hängt
Doch alles. Ach, wir Armen!“

Das lässt Goethe im Faust Margarete sagen, das Gretchen. Seither hat sich nichts geändert. Das Sinnen derer, die sich heute Feministen nennen, es richtet sich auf dieselben Dinge, die schon Goethe zu seiner Zeit beobachtet hat. Es ändert sich eben nur die Beschreibung, nicht aber Motiv und Ziel.

Um an die Fördertöpfe und die höheren Gehälter zu kommen, haben die Genderista die „Geschlechtergerechtigkeit“ erfunden. Das meint im Kern, dass Institutionen, die von Männern geschaffen wurden, dann, wenn sie Fähigkeiten voraussetzen, die Genderista nicht haben (wohlgemerkt reden wir hier nicht von Frauen) als nicht geschlechtergerecht bezeichnet werden. Und wenn etwas nicht geschlechtergerecht ist, dann müssen die öffentlichen Fördertöpfe geöffnet werden, damit sich die modernen Gretchen nicht nur ein Paar, sondern viele Paare Ohrringe kaufen können.

Nicht geschlechtergerecht ist alles, das – wie Faust es ausdrückt – „von Männern für Männer gemacht“ ist, einen „Konkurrenzgedanken“ enthält, ein „Leistungsprimat“ umfasst und einem „heteronormativen Anspruch“ folgt. Kurz: Wann immer Genderista eine Institution ausgemacht haben, die bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten als Bedingung an eine Belohnung durch diese Institution knüpft, wird darüber lamentiert, dass ein Konkurrenzgedanke, ein Leistungsprimat und ein heteronormativer Anspruch vorhanden sei, der Geschlechtergerechtigkeit verunmögliche.

Der Grund für dieses Lamento ist leicht zu finden: Genderista sind nicht konkurrenzfähig. Wenn Leistung Voraussetzung dafür ist, eine finanzielle Auszahlung zu erhalten, dann gehen sie leer aus. Aufgrund ihrer Fähigkeiten können sie mit den Institutionen, die „Männer für Männer gemacht“ haben, nicht mithalten. Das können nur richtige Frauen, nicht Genderista.

Als Ergebnis werden die Unfähigen zu Leistung und Konkurrenz mit Steuermitteln geförderte, erhalten Mentoren, werden in Positionen getragen, die sie nicht ausfüllen können, ruinieren entsprechend besagte Position, senken das Niveau der Institutionen, in denen sie installiert wurden und führen letztlich zu dem Ziel, das die Genderista offenkundig hat: Der Zerstörung von gesellschaftlichen Institutionen, in denen eigene Leistung durch eine differenzierte, der Leistung entsprechende Auszahlung belohnt wird.

Das Bildungsniveau in Schulen wurde auf diese Weise zerstört.

Die Effizienz von gesellschaftlichen Institutionen, von der Bundeswehr bis zur Polizei, vom Bundestag bis zum Bundesverfassungsgericht wurde auf diese Weise zerstört.

Ganze Berufszweige, vom Arzt bis zum Anwalt, funktionieren deshalb nicht mehr.

Hochschulen wurden auf diese Weise entwertet und zu Orten reduziert, an denen zweit- und drittklassige Schwatzbasen Kaffeekränzchen abhalten und sich die neuesten Gerüchte erzählen.



Mit der Unterwanderung der Gesellschaft durch die Genderista, der Zerstörung der grundlegenden gesellschaftlichen Prinzipien von Leistung, Wettbewerb und Konkurrenz und damit zwangsläufig von Gerechtigkeit, geht nicht nur die Funktionsfähigkeit verloren, auch der Spaß bleibt auf der Strecke.

Wer von unseren Lesern hat nicht schon bei der Übertragung eines Fußballspiels abgeschaltet, weil er die Piepsstimme, die im als Kommentar zugemutet wurde, nicht ertragen hat?

Wer schaltet nicht angewidert auf stumm oder um, wenn einmal mehr der politischen Korrektheit durch eine weibliche Zutat Rechnung getragen wird?

Wer meidet nicht all die feminisierten Serien und politische korrekten Fernsehsendungen, bei denen man genau weiß, dass die Tür von einem Schwarzen geöffnet wird, während eine Kommissarin vor der Tür steht?

Die politisch-korrekte Langeweile ist direkt auf den Versuch der Genderista zurückzuführen, mit dem Schlachtruf der Geschlechtergerechtigkeit, an “Fördertöpfe” und “hohe Gehälter” zu gelangen, ohne eine entsprechende Leistung zeigen zu müssen. Und nun soll es offenkundig auch dem Fußball an den Kragen gehen.

Wenn demnächst die Tore gleichmäßig bereits vor dem Spiel verteilt werden, die Spieler der Mannschaften von Bayern München und Borussia Dortmund, die gegeneinander spielen sollen, vor dem Spiel neu verteilt werden, so dass die heteronormative Vorgabe der Zugehörigkeit zu einem Verein aufgelöst wird, wenn darüber hinaus, die Spieler, die es wegen schlechter Leistung nicht einmal auf die Bank geschafft haben, im ersten Team auflaufen müssen, damit sie nicht benachteiligt und dem Primat der Leistung geopfert werden, wenn auch „Schwächere mitspielen dürfen“, wie Faust sagt, dann wundern sie sich nicht. Dann hat die Genderista es auch geschafft, den Fußball zu zerstören, denn das, was wir hier zusammengestellt haben, ist nicht etwa eine Übertreibung, es entspricht den Vorstellungen von „Fußball und Feminismus“, wie sie das Gehirn von Faust bevölkern.

Es ist natürlich eine vollkommen unattraktive Form von Fußball und nichts, was nachgefragt wird. Aber Genderista denken ja, dass man Menschen dadurch konditionieren kann, dass man ihnen einfach vorgibt, was sie zu konsumieren haben. Das Verlangen nach etwas Anderem, nach Spannung, nach guter Unterhaltung, das verschwindet, so ihre Rechnung, wenn man nur noch Langeweile und Hausmannskost serviert bekommt.

Wenn Leistung, Konkurrenz und „spätkapitalistische Demokratien“ Zustände darstellen, die überwunden werden müssen, dann ist sichergestellt, dass wir alle in der Gleichheit der Klone und der damit zwangsläufig einhergehenden Armut (weil keiner einen Anreiz zu Leistung hat) und Langeweile (weil alles gleich ist und keine Konkurrenz herrschen darf) eingehen, intellektuell vertrocknen und werden, wie die Genderista. Die Gesellschaft, die Leuten wie Faust vorschwebt, ist ein dystopischer Moloch und man fragt sich einmal mehr: Was ist an einer solchen Gesellschaft attraktiv für Leute wie Faust?

Sind sie getrieben durch die Lust all das zu zerstören, bei dem sie nicht mithalten können oder so sehr am männlichen Vorbild orientiert, dass sie alles tun würden, um von Männern wahrgenommen zu werden.


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