Irre beim dpa-Faktenchecker? Das Eis in der Arktis wächst, auch wenn es dpa nicht passt

Das Folgende ist keine Satire.
Beim
dpa-Faktenchecker sind sie mittlerweile so irre, dass sie die Daten von CryoSat (ESA) und vom National Snow und Ice Center für falsch erklären. Die erschreckende Form der geistigen Verwirrung, die beim dpa-Faktenchecker Einzug gehalten hat, hat sich gerade in der folgenden Aussage niedergeschlagen:

Dass das Meereis in der Arktis als Folge der Klimaerwärmung seit Jahrzehnten immer weiter schwindet, haben Satellitenmessungen längst bewiesen. Dennoch beteuern einige Portale im Netz das Gegenteil: “Die Klimawandel-Hysteriker behaupten: Das Eis in der Arktis werde weniger. Es wird nicht weniger. Im Gegenteil: Die Ausdehnung wird größer. Das Eis wächst”, heißt es zum Beispiel bei “eike-klima-energie.eu” (http://dpaq.de/Gw6Sz) oder “sciencefiles.org” (http://dpaq.de/oUtUy).

BEWERTUNG: Die vorliegenden Daten werden falsch interpretiert. Im Vergleich zum Sommer des Jahres 1979 gibt es in der Arktis heute nur noch etwa ein Viertel der früheren Eismenge. “Nirgendwo macht sich der Klimawandel so deutlich bemerkbar wie in der Arktis”, heißt es etwa beim Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (http://dpaq.de/i3uqc).



Wir entschuldigen uns vorab bei allen, die eine deutliche Sprache verschreckt. Betrachten Sie das hier als Trigger-Warnung, aber bei dpa scheinen Irre zu arbeiten, die die Realität in Abrede stellen, die wir in diesem Post dargestellt haben. Die Aussage des Posts ist eigentlich denkbar einfach, so einfach, dass sie auch die dpa-Faktenchecker verstehen können müssten. Aber – wie wir schon mehrfach geschrieben haben – werden die dpa-Wichtel ja nicht dafür bezahlt, die Realität zu berichten, sondern dafür, die Realität zu verbiegen, und zwar so, dass man als Klimawandler gut von der Täuschung der Bürger verdienen kann. Wir haben immer noch keinen Begriff gefunden, der unser Maß der Verachtung für die dpa-Wichtel adäquat zum Ausdruck bringt, vielleicht weiß ja einer unserer Leser einen geeigneten Begriff.

Dass wir die dpa-Wichteln in die Schranken weisen können, liegt daran, dass wir unabhängig und daher nicht erpressbar sind. Dass wir unabhängig und nicht erpressbar sind, hängt auch damit zusammen, dass wir von unseren Lesern unterstützt werden. Nie waren unabhängige Stimmen wichtiger als derzeit

Doch zurück zur Behauptung, wir hätten Daten falsch interpretiert und das Eis in der Arktis würde gar nicht wachsen.
Hier die aktuelle Abbildung von MASIE – Multisensor Analyzed Sea Ice Extent – Northern Hemisphere (MASIE-NH). Es handelt sich bei dieser Abbildung um die aktualisierte Version der Abbildung, die wir hier veröffentlicht haben. Die Aussage hat sich nicht verändert.

Wir möchten die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die durchgezogene grüne Linie und die y-Achse richten. Die Linie zeigt die Entwicklung der Ausdehnung von Meereseis in der Arktis in Millionen Quadratkilometer (= Einheit der y-Aschse). Offenkundig sind die dpa-Wichtel der Ansicht, dass rund 14,7 Millionen Quadratkilometer Meereseis, die derzeit gemessen werden, weniger sind, als die 14,1, 14,3 bzw. 14,4 Millionen Quadratkilometer, die 2019, 2018 oder 2017 um dieselbe Zeit gemessen wurden. Ohne es uns zu sagen, haben die dpa-Wichtel ihre eigene Zählweise eingeführt, die dem Gesetz “weniger ist mehr” folgt, 50 Euro sind entsprechend mehr als 500 Euro, ein IQ von durchschnittlich 70, den wir bei den Wichteln vermuten, ist offenkundig mehr als ein IQ von 135, der nachweislich bei ScienceFiles vorhanden ist.

Aber, MASIE misst eben falsch. Die Deppen bei der NASA wissen eben noch nichts von der neuen Zählweise der dpa-Wichtel, nach der mehr weniger und weniger mehr ist. Auch beim National Snow and Ice Data Center (NSIDC) hat man von der neuen Zählweise der dpa-Wichtel noch nichts mitbekommen. Deshalb wird dort die Ausdehnung des Meereseises immer noch verkehrt herum dargestellt, so dass nicht weniger mehr ist, sondern mehr mehr ist. Und so kommt es, dass NSIDC den – wie die dpa-Wichtel finden – falschen Eindruck vermitteln, dass es 2020 MEHR Eis, eine größere Ausdehnung des Meereseises gibt als 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012…  Die Welt steht Kopf, wenn man dpa-Wichtel ist.

Schlimmer noch. Nicht nur die Nordamerikaner, von denen man derartiges Beharren auf den Grundrechenarten der weißen alten Männer erwarten würde, ignorieren die neue Zählweise der dpa-Wichtel, auch bei der EUROPÄISCHEN ESA ist man nicht bereit, die Berechnungen der Eisdicke in der Arktis, die dummerweise in den letzten Jahren nicht geringer wird, sondern stabil ist, wenn nicht steigt, der dpa-Illusion anzupassen. Die folgende Abbildung, die wir in unserem Post über die neueste Entwicklung in der Arktis veröffentlicht haben, findet sich immer noch auf der Seite des Center for Polar Observation and Modelling Data der ESA.

Weit und breit und seit 2011 kein dünner werdendes Eis zu finden.
Schade, Ihr dpa-Wichtel. Die Realität will nicht so, wie Ihr das gerne hättet. Und so lange in Deutschland die Grundrechenarten gelten, wird man nicht umhinkönnen festzustellen: DIE AUSDEHNUNG DES MEERESEISES HAT 2020 ZUGENOMMEN, und weil dem so ist, kann man mit 1979 vergleichen, so viel man will, es WIRD WIEDER MEHR. Daran ändert kein dpa-Wichtel etwas, so wenig, wie die dpa-Wichtel etwas daran ändern können, dass die Daten von CryoSat KEINE abnehmende Dicke des Eises feststellen.



Wir erwarten, dass sich die die dpa-Wichtel bei uns entschuldigen, d.h., wir würden das erwarten, wenn wir die dpa-Wichtel für normal halten würden. Angesichts der Tatsache, dass die dpa-Wichtel mittlerweile schon die Addition und Subtraktion in Frage stellen, um ihren Klimaglauben zu verteidigen, können wir das nicht mehr. Bertrand Russell, den wir immer gerne zitieren, war darüber beunruhigt, dass dann, wenn es keine festen Standards mehr gibt, wie sie z.B. Grundrechenarten darstellen, der Irre, der sich für ein Rührei hält, nur deshalb verurteilt werden kann, weil er in sich der Minderheit befindet. Wir finden, die Anzahl der Rühreier in Deutschland, die in Medien unterwegs sind, nimmt langsam so bedenkliche Maße an, dass der Schaden für die Vernunft Ausmaße annimmt, die das Funktionieren der Gesellschaft in Frage stellen. Stellen Sie sich einmal einen dpa-Wichtel beim Einkaufen vor, wenn er vom Kassierer 20 Euro Wechselgeld verlangt, nachdem er mit zehn Euro bezahlt hat. Das kann nicht funktionieren.

Aber vielleicht tun wir den dpa-Wichteln ja auch unrecht und sie sind gar nicht irre und können noch addieren und haben nur einen Fehler gemacht. Ob dies der Fall ist, das sehen wir ja spätestens dann, wenn sie sich bei uns entschuldigt haben.




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