Wenn man sich, wie wir, regelmäßig mit den sprachlichen Elaboraten befasst, die an der linken Seite des politischen Spektrums verbreitet werden oder vermeintlich wissenschaftliche Texte liest, die man heutzutage mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von 95% dem linken, oder dem sich an Linke anbiedernden Spektrum zuordnen kann, dann ist das Wort „Netzwerkbildung“ ein alter Bekannter. Netzwerkbildung ist die sine qua non des linken Daseins. Demokratie leben!, das Maßnahmepaket, in dessen Rahmen das BMFSFJ alleine letztes Jahr mehr als 100 Millionen Euro aus dem Fenster geworfen hat, besteht zu einem großen Teil aus „Netzwerkbildung“. Die Genderista tut nichts lieber als sich dem Versuch zu widmen, „Netzwerke“ zu bilden. Netzwerke sollen auf Twitter gebildet werden, um unliebsame Meinungen in einem Meer unsinniger Tweets zu ertränken. Netzwerke werden gebildet, um die öffentliche Meinung mit dem zu infiltrieren, was als herrschende Meinung durchgesetzt werden soll. Netzwerke und die Linke sind nicht zu trennen. So sehr ist den Linken die Netzwerk-Manie in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie denjenigen, die sie zu ihren Feinden erklärt haben, Netzwerkbildung unterstellen. Die Genderista unterstellt der Männerbewegung Netzwerkbildung – das gehört wohl zum hanebüchensten Unsinn. Die Junta der Rechtsextremismus-Unternehmer, die mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus ihr Dasein finanzieren, unterstellt den Rechten „Netzwerkbildung“. Netzwerke hier dort und überall.
Und in all der Netzwerkmanie verborgen, finden sich tatsächliche Netzwerke, Vernetzungen unterschiedlicher Akteure, die aus unterschiedlichen Bereichen und scheinbar unkoordiniert das selbe Thema bearbeiten, so dass ein unbedarfter Beobachter den Eindruck gewinnen muss, es gebe unabhängige Stimmen, die im Hinblick auf einen bestimmten Gegenstand alle zu demselben Urteil gelangen.
Wir wollen diese konspirative Kollusion einmal am Beispiel von Jyrki Kauppinen und Pekka Malmi darstellen. Kauppinen hat am 5 Assessment-Bericht des IPCC mitgeschrieben. Er und Malmi arbeiten beide am Institut für Physik und Astronomie der Finnischen Universität Turku.
In einem Paper mit dem Titel „MAJOR FEEDBACK FACTORS AND EFFECTS OF THE CLOUD COVER AND THE RELATIVE HUMIDITY ON THE CLIMATE” bearbeiten die Autoren ein Thema, das ein sehr gutes Beispiel für die Taschenspielertricks darstellt, die beim IPCC angewendet werden, um den menschengemachten Klimawandel so hochrechnen zu können, dass das Starten eines Autos in Deutschland eine Erhöhung des Meeresspiegels in Vanatu um knapp 0,001 mm zur Folge hat.
In ihrem Beitrag zeigen Kauppinen und Malmi, dass die Klimaaussagen des IPCC den Beitrag von Menschen zum Klimawandel maßlos übertreiben, weil sie die natürliche Komponente, also den Beitrag zur Erwärmung der Erde, der ohne Einfluss des Menschen vorhanden ist, massiv unterschätzen. Der Klimawandel setzt sich in den Modellen aus einer natürlichen und einer menschlichen Komponente zusammen: je geringer die natürliche Komponente ist, desto größer muss die menschliche Komponente, muss der menschliche Beitrag zum Klimawandel sein. Die Arbeit von Kauppinen und Malmi haben wir hier diskutiert.
So schnell, wie sich „Climate Feedback“ auf die Studie von Kauppinen und Malmi gestürzt haben, konnte man kaum die Seite von arXiv aufrufen. Innerhalb kürzester Zeit wurden sieben angebliche „Experten“ zusammengetrommelt, darunter Timothy Osborn, die mit vielen Worten das, was Kauppinen und Malmi als Widerspruch zu den vermeintlichen Ergebnissen des IPCC formuliert haben, totschreiben sollten. Timothy Osborn hat im Rahmen von Climategate eine gewisse Berühmtheit erlangt, vor allem in eMails, in denen es darum ging, wie man die Datenreihen so manipulieren könne, dass die Erwärmung der 1940er Jahre und die Warmphase im Mittelalter verschwinden. Wie man sieht, hat die Verstrickung in das, was Christopher Brooker den schlimmsten Wissenschaftsskandal der Moderne genannt hat, keine wirklich die Karriere beeinträchtigenden Folgen, von Folgen wie Scham ganz zu schweigen.
Climate Feedback selbst ist Teil eines größeren Netzwerkes, in dem die Zensur von Meinungen, die nicht dem entsprechen, was zur eigenen Heilslehre gehört, ganz normal ist. Die erste Frage, die im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Hintermänner von Climate Feedback von Relevanz ist, lautet daher: Wer finanziert diese schnelle Eingreiftruppe gegen Ungläubige, die die Religion des menschengemachten Klimawandels anzweifeln.
Wir finden die Herrschaften von Climate und Science Feedback in enger Partnerschaft mit einer Institution, die für gescheiterte Zensurversuche bekannt ist, die bekannt dafür ist, in aggressiver Weise zu versuchen, Andersdenkende aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen. Das mag erklären, warum Climate Feedback seinerseits auf höchst aggressive und vollkommen unwissenschaftliche Art und Weise versucht, Andersdenkende aus dem öffentlichen Diskurs zu drängen. Wir finden darüber hinaus unter denen, die das Poynter Institute finanzieren, die Mac Arthur Stiftung, zu deren erklärten Zielen es gehört, den Klimawandel zu bekämpfen, was voraussetzt, dass es einen menschlichen Einfluss auf den Klimawandel gibt und die Open Society Foundations von George Soros, die einmal mehr im Zusammenhang mit einer Institution auftaucht, deren Ziel die Zensur der im öffentlichen Raum verfügbaren Informationen und die Beseitigung abweichender Stimmen ist. Und um die Zufälle abzuschließen: Correctiv.org, das deutsche Mitglied im International Fact Checking Network, stand/steht ebenfalls auf der Liste der Organisationen, die George Soros über seine Stiftung finanziert. Auch Correctiv.org ist nicht wirklich als leidenschaftlicher Kämpfer für Meinungsfreiheit bekannt.
Der derart verräterisch überschriebene Text befasst sich mit Jyrki Kauppinen und Pekka Malmi, die auf arXiv.org ein Papier veröffentlicht haben sollen, wie die dpa-Wichtel behaupten, das die zentrale These aufstellt: „Der Mensch trägt kaum eine Mitschuld am Klimawandel“. Man sieht hier das deutliche Bemühen, sich überhaupt nicht mit dem, was Kauppinen und Malmi geschrieben haben, auseinanderzusetzen und statt dessen einen Strohmann aufzubauen, den man anschließend verbrennen kann. Kauppinen und Malmi haben sich mit der Frage beschäftigt, ob die natürliche Komponente, also der Anteil der Natur am Klimawandel, in den Modellen des IPCC unterschätzt wird. Ihre Arbeit haben die Autoren auf arXiv.org zur Diskussion mit Fachvertretern veröffentlicht. Wie fremd den dpa-Wichteln die Arbeitsweise in den Wissenschaften ist, kann man an dem deutlich machen, was nun kommt.
Dass Wissenschaftler ihr Papier, in dem sie aufgrund nachvollziehbarer Berechnungen zu dem Ergebnis kommen, dass das IPCC die natürliche Komponente so gering rechnet, dass noch Platz für den menschlichen Anteil an atmosphärischen CO2 (0.0016%) ist, um überhaupt einen Einfluss zu haben, vor Veröffentlichung zur Diskussion stellen, davon haben die dpa-Wichtel in ihrem Echozimmer wohl noch nie etwas gehört. Woher auch? In Journalistenschulen wird offenkundig nicht diskutiert, sondern der Katechismus repetiert.
Und wie alle, die keine Ahnung haben von dem Gegenstand haben, den sie bearbeiten, spulen die dpa-Wichtel nun das Programm der Ahnungslosen ab, mit dem versucht werden soll, noch Ahnungslosere zu überzeugen. Das Programm kennt genau zwei Methoden der Diskreditierung, die beide letztlich eine Variante des Fehlschlusses ad auctoritatem darstellen:
Darf man aber nicht, denn die dpa-Wichtel sind Teil einer Mafia, deren Ziel darin besteht, abweichende Meinungen zu unterdrücken. Das bringt uns zum zweiten Mittel, das die vermeintlichen Faktenchecker anwenden, um abweichende Meinungen zu unterdrücken: Den Versuch, die abweichende Meinung in einem Meer von Mainstream-Stimmen (Sie erinnern sich: Wir sind mehr, nicht etwa: wir haben zuverlässige Fakten!) zu ertränken. Und an dieser Stelle finden wir die Blockwarte von – welch‘ Zufall – Climate Feedback, jenem Climate Feedback, das über die Poynter Stiftung, die wiederum bekannt dafür ist, Zensur durchsetzen zu wollen, mit Correctiv.org verbandelt ist, das wiederum gemeinsam mit den dpa-Wichteln das „Faktenchecken“ für Facebook übernommen hat. (Es reizt, hier vom sprichwörtlichen Bock, der zum Gärtner gemacht wurde, zu sprechen, aber es ist eher der Massenmörder, der zum Oberarzt der Intensivstation berufen wurde, der einen adäquaten Vergleich darstellt, natürlich nur figurativ und mit Bezug auf die Ermordnung der Meinungsfreiheit).
Und so schließt sich der Kreis dieses Zensur-Netzwerkes, in dem sogar ein Platz für Tim Osborn ist, jenen Osborn, der im Rahmen von Climategate zu denjenigen gehört hat, die diskutiert haben, wie man Kritiker an der eigenen Arbeit daran hindert, in wissenschaftlichen Zeitschriften zu publizieren.
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