Antidemokratisches Erbe? Merkel weiß nicht, was Gerechtigkeit bedeutet

Mit dem Feminismus ist es – wie mit vielen Sozialismen. Sie starten als Idee, finden zuweilen Anhänger, werden in manchen Ländern zur Staatsdoktrin, zum Staatsfeminismus und dann obsolet. Deshalb ist Propaganda für Sozialisten so wichtig. So wie man in der DDR angesichts des Mangels, der allenthalben herrschte, nicht ohne die Unterstützung von Propaganda und zugehöriger Drohung mit Inhaftierung bei abweichender Meinung, zu der Überzeugung gelangen konnte, im Arbeiter- und

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Bauernparadies zu leben, so kann man die Bedeutung von Feminismus / Genderismus nicht ohne Propaganda nebst der Drohung einer Denunziation als Rechter, einschließlich des Versuchs, die Erwerbsbiographie zu zerstören, vermitteln. Dabei besteht seine Bedeutung natürlich nicht in dem Unfug, der durch Propaganda von Benachteiligung und Opferstatus und was auch immer verbreitet ist, sondern darin, Vehikel, mit dem sich gesellschaftliche Gruppen auf dem Rücken von anderen bereichern wollen, zu sein.

Wie gesagt, der Feminismus ist gealtert. Die alten Schiffe und Furien, die ihn einst mit wehenden Tüchern von von Steuerzahlern finanzierten Plüsch-Sofas aus verkündet haben, sind nur noch alte Pötte, denen vom einstigen Erregungspotential nur noch das Verfluchen der Abweichler geblieben ist, und die bei jungen Menschen keinen Blumentopf mehr zu gewinnen im Stande sind. Tatsächlich werden sie von den meisten jungen Menschen als Relikte einer längst vergangenen Ära angesehen.

Der Feminismus leidet am Breschnew-Syndrom und kein Gorbatschow dieser Welt will ihm eine Perestroika, geschweige denn ein Glasnost verpassen.



Und mitten in dieser Phase der Degeneration findet sich Bundeskanzler Merkel mit einer Ansprache an UN-Women, eine jener institutionalisierten Ruinen früherer Tage, in der sie die ganze Misere der Überflüssigen zum Ausdruck bringt, denn sie weiß – wie alle Sozialisten, die Gleichheit anbeten, zum einen nicht, was Gerechtigkeit eigentlich ist, hat zum anderen aber wohl den Eindruck gewonnen, dass Gerechtigkeit etwas sei, das in Marktwirtschaften hoch im Kurs steht. Ergo versucht Merkel, was Linke und Sozialisten immer versucht haben, sie versucht Begriffe bis zur Unkenntnis zu vermengen und für sich zu vereinnahmen. Heraus kommt dabei das Folgende:

“Einerseits ist ohne Frauen kein Staat zu machen, andererseits sind sie an wesentlichen Entscheidungen nicht gleichberechtigt beteiligt. Wir brauchen endlich Parität in allen Bereichen [warum z.B. nicht für Kleinwüchsige?] – in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik. Denn die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit oder der persönlichen Entfaltungsfreiheit.”

Die Behauptung lautet: gleichberechtigte Beteiligung ist identisch mit Parität ist identisch mit Gleichstellung und mit Gerechtigkeit.

Das ist falsch.
Gleichstellung ist das Gegenteil von Gerechtigkeit.
Parität auch.

Parität zielt auf Verteilungsgleichheit. Aus Gründen der Selbstbereicherung hat sich unter Genderisten die Idee eingenistet, dass im Hinblick auf die Verteilung gesellschaftlicher Positionen eine Gleichverteilung zwischen Frauen und Männern eine gute Sache sei. Sie nennen das Parität und behaupten, Parität sei eine Frage der Gerechtigkeit. Mit Gerechtigkeit hat Parität jedoch nichts zu tun, sie ist, wie jede Form der Verteilungsgleichheit das GEGENTEIL von GERECHTIGKEIT.

Gerechtigkeit ist zunächst ein individuelles Konzept. Gerecht behandeln kann man immer nur INDIVIDUEN, nie Gruppen.
Dann ist Gerechtigkeit ein vergleichendes Konzept. Gerecht kann man ein INDIVIDUUM nur im Hinblick auf bestimmte individuelle Leistungen und im Vergleich zu anderen Individuen behandeln.

Die meisten Menschen haben ein intuitives Verständnis von Gerechtigkeit, wenn sie z.B. der Ansicht sind, dass die Gehälter von Politdarstellern viel zu hoch sind, und zwar im Vergleich zum Gehalt eines Maurers oder eines Dachdeckers. Denn: Gerechtigkeit setzt die Leistung, die jemand erbringt, zur Bezahlung / Belohnung, die er dafür erhält, ins Verhältnis und vergleicht sie mit der Bezahlung / Belohnung, die ein anderer für seine Leistung erhält.



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Gleichheit, Verteilungsgleichheit in Form von Parität und Gleichstellung als durch Zwang forcierte Verteilungsgleichheit tun dies gerade nicht. Sie wollen Gleichheit als Gleichverteilung herstellen, ohne dabei die Leistung zu berücksichtigen, in dem sie Frauen bevorzugt behandeln, ihnen Privilegien verschaffen oder ganze Programme in die Welt setzen, die ausschließlich Frauen zugute kommen. Das hat mit Gerechtigkeit überhaupt nichts zu tun. Es ist das Gegenteil von Gerechtigkeit, denn die Verteilung von Positionen erfolgt nicht im Hinblick auf individuelle Leistung, sondern im Hinblick auf eine Gruppenzugehörigkeit. Damit sind Parität und Gleichstellung nicht nur Konzepte, die jeder Form von Gerechtigkeit widersprechen, sie sind auch entindividualisierende Konzepte, die dehumanisieren, weil sie nicht mehr das Individuum, sondern die Gruppenzugehörigkeit des Individuums zur ausschlaggebenden Variablen machen.

Damit wird nicht nur die Grundlage kapitalistischer und demokratischer Gesellschaften untergraben, in denen Leistung belohnt wird, damit wird auch eine Menschenfeindlichkeit zur Schau gestellt, wie man sie nur aus sozialistischen und kommunistischen Gesellschaften kennt, in denen Individuen als Kollateralschaden auf dem Weg zur großen Utopie geopfert werden. Merkel redet hier sozialistischen Phantasien das Wort und verortet sich damit auf dem Boden einer Gesellschaft, die alles ist, nur nicht demokratisch.

Wir haben 2015 schon einen “Idiotentest für Verteilungsfragen” entwickelt, der 10 Fragen umfasst, mit denen jeder seine Sicherheit im Umgang mit Konzepten wie Gerechtigkeit, Verteilungsgleichheit usw. testen kann. Der Test findet sich hier.



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