Um Gottes Willen: Spahn lügt und erzählt Unfug im Bemühen, Impfkritiker zur Wahl der CDU zu bewegen

Das folgende Video wurde uns von einem Leser zugeschickt. Es zeigt Jens Spahn bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Man kann von Jens Spahn halten, was man will, aber man muss ihm hier zugute halten, dass er sich mit Kritikern seiner Politik zumindest versucht zu unterhalten. Das ist mehr als man derzeit von anderen Polit-Darstellern, die sich mehr auf das Ausgrenzen von denen, die sie als “Covidioten” oder “Querdenker” bezeichnen, kaprizieren, erwarten kann.

Indes kann man Jens Spahn bei seinen Antworten nichts zugute halten, denn er verbreitet Falschheiten.

Konkret wird er auch Nebenwirkungen von Impfungen, u.a. mit Pfizers Brühe, angesprochen und gefragt, warum sich ein 12 bis 17jähriger impfen lassen sollte.

Seine Antwort auf die wesentlichen Punkte gebracht, vielleicht besser – sein Antwortversuch:

  • Die Impfstoffe seien erst nach ausführlicher Prüfung durch die zuständigen Behörden ZUGELASSEN worden. Spahn behauptet wiederholt, die Impfstoffe hätten in Europa eine ordentliche Zulassung.
  • Das Risiko einer Infektion, so sagt Jens Spahn, es sei höher als das Risiko, bei Impfung an schweren Nebenwirkungen zu erkranken. 100.000.000 Impfungen weltweit, würden zeigen, dass von Impfungen keine Risiken ausgehen, wie es von Kritikern behauptet werden. Vor allem Spätfolgen einer Infektion und Long Covid seinen bedenklich.
  • Der Impfstoff sei schon deshalb ganz ungefährlich, weil er sich schon nach wenigen Tagen nicht mehr im Körper befinde.
  • Aufgrund der Delta-Variante gebe es für Ungeimpfte nur die Wahl, entweder an COVID-19 zu erkranken oder sich impfen zu lassen.

Eine nette Ansammlung von Halbwahrheit und Ganzfalschheiten.

Beginnen wir mit der ordentlichen Zulassung, die es in Europa für die Impfstoffe geben soll, wie Jens Spahn behauptet. Es gibt sie nicht. Die Zulassung ist nicht ordentlich, sie ist bedingt. Die aktuelle Information, die wir gerade von der Seite der European Medicine Agency gezogen haben, sieht anders aus als noch vor Monaten. Offenkundig versucht man bei der EMA mittlerweile den Eindruck zu vermitteln, die Impfstoffe seien voll zugelassen oder in einer Art und Weise zugelassen, die über die Notzulassung, die es in den USA und im Vereinigten Königreich gibt, hinausgehe.

Alte Fassung der EMA-Seite

Stand: 11. Juli 2021
Neue Fassung der EMA-Seite

Wie man sieht, verheimlicht die EMA nun auf der Hauptseite, die über die Art der Zulassung der Impfstoffe informieren soll, dass die Impfstoffe nur eine bedingte Marktzulassung erhalten haben. Auf einer anderen Seite der EMA wird behauptet, einer bedingten Marktzulassung [conditional marketing authorization] liege ein sorgfältiger Prüfprozess zugrunde, als er einer Notzulassung in den USA und im Vereinigten Königreich zugrunde liege – eine, was soll man dazu sagen: Lüge? Schließlich findet der, der hartnäckig ist, die folgenden Ausführungen:

Das beschreibt einen Impfstoff, der zugelassen wurden BEVOR DIE SCHRITTE, die für eine ordentliche Zulassung notwendig sind, ausgeführt wurden, der vorzeitig zugelassen wurde und der deshalb unter der Bedingung zugelassen wurde, dass die Wirkung des Impfstoffes weiterhin erforscht wird, dass vor allem bislang unbekannte Langzeitfolgen, so sie sich einstellen, erfasst werden. Diese Information findet sich für alle in der EU eben nicht ordentlich zugelassenen Impfstoffe. Wenn Spahn behauptet, die Impfstoffe seien ordentlich zugelassen, hätten eine ganz normale Zulassung, wie er das mehrfach im Video tut, dann lügt er, oder er weiß es nicht besser. Warum die EMA derzeit versucht den Eindruck zu erwecken, die Impfstoffe verfügten über eine Zulassung, die sie offenkundig nicht haben können, das ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten kann.

Spahn behauptet: Das Risiko, das von einer Infektion ausgeht, sei höher als das Risiko einer Nebenwirkung. 

Beginnen wir zunächst mit der Risikoreduktion, die von den bedingt zugelassenen Impfstoffen ausgeht. Machen wir es etwas ausführlicher, damit es als Argumentationshilfe verwendet werden kann:

“Nehmen wir z.B. die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna, die beiden Wunder moderner Impfstoff-Erschaffung, für die wir gerade beschrieben haben, für wie unwahrscheinlich es Wissenschaftler, die sich seit Jahren mit der Entwicklung von Impfstoffen beschäftigen, noch vor nur drei Jahren gehalten haben, dass es gelingt, einen “unprecedented” Impfstoff wie BNT162b2 oder mRNA-1273 herzustellen:

mRNA-Impfstoffe zählen als “unprecedented vaccines”, denn es gibt keine Erfahrungswerte für entsprechende Impfstoffe. mRNA-Impfstoffe stellen eine neue Technologie dar, eine, die in der Trialphase mindestens 244 unterschiedliche Kandidaten voraussetzt, um einen erfolgreichen Impfstoff zu entwickeln, der frühestens nach 13 Jahren Marktreife erlangt hat und in der Entwicklungsphase 5,5 Milliarden Euro verschlingen wird. So steht es in der Arbeit von Young et al. (2018) zu lesen, die u.a. die Wahrscheinlichkeiten der Entwicklung einzelner Impfstoffe zum Gegenstand hat. Dass dem so ist, das liegt daran, wie Young et al. (2018) schreiben, dass von den Kandidaten für ein “unprecedented vaccine” nur rund 5% ein Phase-II-Trial überleben und von diesen 5% nur rund 40% ein Phase-III-Trial. Es bleiben somit nach 13 Jahren 2% der ursprünglichen Kandidaten übrig.  Wie anders doch die Entwicklung der beiden mRNA-Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech verlaufen ist. Bereits nach einem Jahr haben sie Marktreife erlangt, und beide Kandidaten sind ohne Probleme und ohne Hindernis durch sowohl Phase-II als auch Phase-III-Trials gekommen. Ein solches Wunder, das es gleich doppelt gibt, ist in der Tat “unprecedented”.

Dieses Wunder ist umso größer, wie Brown (2021) schreibt, als mRNA-Impfstoffe in der Vergangenheit aufgrund der hohen Instabilität, die sie auszeichnet, nicht funktioniert haben, und es für die Lösung, mRNA in lipiden Nanopartikeln einzuschließen, bislang keinen vorzeigbaren Erfolg gegeben hat. Nun gibt es gleich zwei. Und nicht nur das, die berichteten Effektivitäten der mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind so weit über dem, was nicht nur vorhergesagt, sondern in vergangenen Tests mit mRNA-Impfstoffen erreicht werden konnte, dass sich die Frage, wie dieses weitere Wunder so schnell und so ausgiebig erreicht werden konnte, geradezu aufdrängt. Indes: Die Frage bleibt offen. Daten, die notwendig wären, um diese Frage zu beantworten, wurden bislang nicht veröffentlicht.

Folglich schreibt Brown:

“There may be much more complexity to the ‘95% effective’ announcement than meets the eye – or perhaps not. Only full transparency and rigorous scrutiny of the data will allow for informed decision making. The data must be made public.”

Interessant am so heftig gefeierten Erfolgt, der die vermeintlich hohe Effektivität der mRNA-Impfstoffe begleitet, ist, dass diese Erfolgsfeiern nur unter Verstoß gegen Richtlinien möglich sind, die z.B. die US-amerikanische FDA veröffentlich hat. Demnach ist es, um Impfwilligen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, nicht nur notwendig, Informationen über die Reduktion des relativen Risikos bereitzustellen, sondern zudem Informationen über die Reduktion des absoluten Risikos, z.B. an COVID-19 zu erkranken, die durch einen Impfstoff geleistet wird, bereitzustellen.

Der eigenen Richtlinien ungeachtet, haben weder die US-amerikanische FDA, noch das US-amerikanische CDC, noch die europäische Medicines Agency noch die britische Medicines and Health Care Products Regulatory Agency Zahlen für die Reduktion des absoluten Risikos durch einen Impfstoff veröffentlicht.

Der Unterschied zwischen dem relativen Risiko und dem absoluten Risiko ist schnell erklärt.
Ausgangspunkt sind zwei Gruppen: Eine Impf- und eine Kontrollgruppe.
In beiden Gruppen finden sich je 100 Personen.
In einem bestimmten Zeitraum erkranken in Gruppe A, der Impfgruppe, 3 Menschen an COVID-19, in der Kontrollgruppe sind es 9.
Die Ereignisrate in der Impfgruppe beträgt somit 3/100 = 0,03, die in der Kontrollgruppe beträgt 0,09.
Daraus ergibt sich für die Impfgruppe ein um [[0,03/0,09 = 0,33 [1-0,33)*100]] = 67% geringeres RELATIVES Risikos an COVID-19 zu erkranken als in der Kontrollgruppe.

Diese 67% im Beispiel stellen die Berechnungsweise dar, die genutzt wird, um die Effektivität von mRNA-Impfstoffen zu berechnen. Die Effektivität entspricht dem relativen Risiko an COVID-19 zu erkranken.

Nun sind in beiden Gruppen, Kontroll- wie Impfgruppe, weitere Personen vorhanden, so dass sich ihre Zahl jeweils auf 100 addiert, weitere Personen, die NICHT an COVID-19 erkranken, die durch eine Impfung entsprechend keinen Gewinn haben. In einer normalen Welt, in der Institutionen nicht aus unnachvollziehbaren Gründen dafür sorgen wollen, dass Bürger sich impfen lassen, würde dieser Tatsache Rechnung getragen, und zwar dadurch, dass das ABSOLUTE Risiko bzw. die Reduktion des absoluten Risikos an COVID-19 zu erkranken, das ein Impfstoff bereitstellt, beziffert werden würde.

Im Beispiel oben beträgt die Reduktion des absoluten Erkrankungsrisikos 0,09 – 0,03 = 0,06, also 6%.

In unserem Beispiel kann ein Impfwilliger nun sein Risiko, überhaupt an COVID-19 zu erkranken, von 6% mit den 66% gewichten, die ihm als relative Sicherheit durch den Impfstoff gewährt werden.

Ronald B. Brown hat die öffentlich verfügbaren Daten von Moderna und Pfizer/Biontech genutzt, um die Reduktion des absoluten Risikos, die sich in den jeweiligen klinischen Trials ergibt, für eine Erkrankung an COVID-19 zu berechnen. Sein Ergebnis ist in der nächsten Abbildung dargestellt.

Ihr absolutes Risiko, an COVID-19 zu erkranken, wird durch den Impfstoff von Moderna um 1,1% reduziert, durch den Impfstoff von Pfizer/Biontech um 0,7%. Wird mit Pfizer/Biontech geimpft, dann müssen 142 Menschen geimpft werden, bevor eine Erkrankung an COVID-19 verhindert werden kann. Wird mit Moderna geimpft, dann sind 88 Geimpfte notwendig, um einen Erkrankten zu verhindern. Das ist viel Aufwand für sehr wenig Ergebnis. Warum dieser Aufwand von Regierungen betrieben wird, darüber kann man nur spekulieren. Die Palette der Spekulation reicht von Polit-Darstellern, die zu dumm sind, um zu verstehen, was sie tun, über ideologische Eiferer, die sich in einen COVID-Kult verrannt haben bis zu bösartigen Akteuren, die wer weiß was im Schilde führen.

In jedem Fall kann man feststellen, dass eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen nicht wirklich viel dazu beiträgt, das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, zu reduzieren.


Brown, Ronald B. (2021). Outcome Reporting Bias in COVID-19 mRNA Vaccine Clinical Trials.

Young, R., Bekele, T., Gunn, A., Chapman, N., Chowdhary, V., Corrigan, K., … Yamey, G. (2018). Developing New Health Technologies for Neglected Diseases: A Pipeline Portfolio Review and Cost Model. Gates Open Research 2:23.


Ob diese Reduktion des Risikos, an COVID-19 zu erkranken, immer noch mehr ist als das Risiko, an einer Nebenwirkung nach Impfung zu erkranken, das kann niemand sagen, denn Nebenwirkungen werden nicht systematisch von Regierungen analysiert. Bekannt ist nur, dass die Menge der Nebenwirkungen, die in Datenbanken der EMA oder der WHO gesammelt werden, alles, was es bislang gab, um ein Vielfaches übersteigt. Allein in der Datenbank der WHO, die wir regelmäßig auswerten, sind mittlerweile mehr als 2 Millionen Meldungen über Nebenwirkungen nach Impfung erfasst. Kein anderer Impfstoff hat dermaßen hohe Meldezahlen nach sich gezogen. Dass niemand etwas Genaues über Nebenwirkungen aussagen kann, das liegt auch daran, dass Regierungen sich weigern, durch systematische Autopsien klären zu lassen, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen einem Versterben nach Impfung und der Impfung besteht. Wenn Spahn sich also hinstellt und behauptet, dass der Nutzen der Impfung höher sei als die Kosten durch Nebenwirkungen, dann stellt er eine Behauptung auf, die er nicht aufstellen kann, weil es keine entsprechend systematischen Datenanalysen gibt. Und dass es sie nicht gibt, liegt an Leuten wie Spahn, die offenbar entweder kein Interesse an dieser Art von Transparenz und Klarheit haben oder sie mit Absicht unterdrücken. Aber, wie Jens Spahn im Video mehrfach betont, vor allem im Hinblick auf den von ihm behaupteten Nutzen einer Impfung von 12- bis 17jährigen, man solle nicht ihm glauben, sondern Ärzten, Medizinern, Wissenschaftlern.

Okay.

Das britische Joint Committee on Vaccination and Immunization (JCVI) hat die gesundheitlichen Kosten und Nutzen einer Impfung von 12- bis 17jährigen abgewogen und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken für Kinder und Jugendliche, die z.B. in Myokarditis oder Perikarditis bestehen, den Nutzen der Kindern und Jugendlichen durch eine Impfung ensteht, übersteigen. Deshalb hat das JCVI von einer generellen Impfung von 12- bis 17jährigen abgeraten. Wir haben darüber berichtet.

Bleibt noch ein Punkt: Delta. Delta sei so gefährlich, so behauptet Spahn, dass wer sich nicht impfen lassen wolle, an COVID-19 erkranken werde. Einmal davon abgesehen, dass eine solche Behauptung natürlich Quatsch ist, kann man, angesichts der Tatsache, dass Delta, b.1.617.2, die indische Variante, eine harmlosere Ausgabe von b.1.1.7 (der britischen Variante) ist, die zwar etwas ansteckender ist, aber seltener zu Erkrankung und Tod führt, nur sagen, bring it on. Im neuesten Technical Briefing von Public Health England findet sich die folgende Tabelle, die die Case Fatality Rate für unterschiedliche Varianten von SARS-CoV-2 und nach Altersgruppen getrennt darstellt.

Wie man sieht, ist Delta nicht nur ungefährlicher als z.B. Alpha oder Beta, die Case Fatality Rate für Personen unter 50 Jahren beträgt 0,0%. Warum soll man sich impfen lassen?

Falls sie das Video von Herrn Spahn noch genau ansehen, dann stellen Sie fest, dass er auf die Frage nach den Nebenwirkungen KEINE Antwort gibt. Das, was er sagt, lässt nur den Schluss zu, dass diejenigen, die an Myokarditis, Perikarditis, am Guillain Barré Syndrom, an Thrombozytopenie oder einer Thrombose erkranken, eben Pech hatten. Die Aufzählung hier umfasst ausschließlich schwerwiegende und selbst von der FDA und der EMA anerkannte Nebenwirkungen der tollen Impfstoffe.

Einer bleibt noch: Der Impfstoff verschwindet nach ein paar Tagen aus dem Körper, sagt Spahn.
Soll man lachen oder weinen?

Machen wir auch das etwas ausführlicher.

Der Erzählung nach, werden mRNA-Imfpstoffe in Muskelgewebe injiziert und verbleiben dort, lagern sich dort an menschliche Zellen an und lösen eine Immunreaktion aus. Die gute Nachricht vorweg: mRNA-Impfstoffe lösen eine Immunreaktion aus. Ogata et al. (2021) können im Blutplasma von 13 doppelt geimpften Angestellten eines Krankenhauses in den USA erhöhte Level von IgG und IgA nachweisen. Den 13 Zweifachgeimpften wurde 10 bis 13 Mal Blut entnommen. Die Ergebnisse beschreiben somit eine Entwicklung nach Impfung.

Die schlechte Nachricht hinterher: Das ist nicht das einzige, was sie nachweisen konnten. Das eher unerwartete Ergebnis beschreiben die Autoren in einer an Euphemismus triefenden Stelle wie folgt:

“Nonetheless, evidence of systemic detection of Spike and S1 protein production from the mRNA-1273 vaccine is significant and has not yet been described in any vaccine study, likely due to limitations in assay sensitivity and timing assessment. The clinical relevance of this finding is unknown and should be further explored. These data show that S1 antigen production after the initial vaccination can be detected by day one and is present beyond the site of injection and the associated regional lymph nodes.”

Zunächst: Es geht hier um den Impfstoff von Moderna: mRNA-1273. Aber man kann davon ausgehen, dass die Ergebnisse auf den Impfstoff von Pfizer/Biontech (BNT162b2/Comirnaty), der auf derselben Technologie basiert, übertragbar sind. Was hier in verklausulierter Form steht, ist: Wir haben S1-Protein und Spike-Protein im Blutplasma von Doppelgeimpften gefunden. Nach der Impferzählung, die Moderna oder Pfizer verbreiten, sollte das nicht der Fall sein, und was es bedeutet, das weiß keiner. In jedem Fall muss man daraus schließen, dass der Impfstoff nicht stationär bleibt, dass sich S1 und Spike-Proteine, die aus dem mRNA-Impfstoff gebaut werden, über den Blutkreislauf frei im Körper von Geimpften für eine bislang unbekannte Zeit ausbreiten.

Ogata et al. (2021). Zur Veröffentlichung akzeptiertes Manuskript.

Aber halt.
mRNA soll die Bildung des Spike-Proteins anregen, nicht die Bildung eines S1-Proteins.
Dazu muss man wissen, dass das Spike-Protein aus zwei Einheiten zusammengesetzt ist, mit S1 und S2 bezeichnet. S1 trägt die Receptor Binding Domain, also den Teil des Spike Proteins, der dazu gedacht ist, sich an menschliche ACE2-Zellen anzulagern. Im mRNA-Impfstoff von Moderna und von Pfizer/Biontech sind S1 und S2 des Spikeproteins über eine Membrane verbunden, die zum einen sicherstellen soll, dass der Impfstoff lokal bleibt, sich also nicht im Blutkreislauf verbreitet, zum anderen eine Sollbruchstelle darstellt, die es dem Impfstoff erleichtern soll, menschliche Zellen zu infizieren.

Die Ergebnisse von Ogata et al. (2021) zeigen nun, dass mRNA zwar wie vorgesehen, in den Bau des Spike-Proteins durch menschliche Zellen und die nachfolgende Bildung von Antikörpern gegen das Spike-Protein mündet, aber eben nicht nur. Neben dem Spike-Protein wird auch ein S1-Protein gebildet, das frei im Blutkreislauf zu flottieren scheint und das lange bevor das Spike-Protein überhaupt nachweisbar ist, vorhanden ist, bereits ab dem ersten Tag nach der ersten Impfung. Was das für Konsequenzen hat, das weiß niemand. Warum es so ist, das weiß auch niemand. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass die Erzählung über die Art und Weise, in der mRNA-Impfstoffe in Menschen wirken, falsch oder zumindest unvollständig ist. Davon abgesehen kann man die Hypothese entwickeln, dass die Bildung eines nicht vorgesehenen S1-Proteins und der Nachweis von Spike- und S1-Protein im Blutplasma von Geimpften ein Hinweis darauf sein kann, warum sich Nebenwirkungen in allen Organen von Menschen einstellen.”

Wir haben Long Covid nicht vergessen. Was es zur entsprechenden Behauptung von Spahn zu sagen gibt in zwei Buchstaben: BS oder in einem längeren Beitrag, der hier nachgelesen werden kann.


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