Willkommen im Totalitarismus: Zwei Bücher und die Kritik an der vermeintlichen Klimakatastrophe

Willkommen im Totalitarismus.

Das ist unser Titel, den wir einem Beitrag von Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt gegeben haben. Wir haben beide darum gebeten für unsere Leser zu beschreiben, welche Reaktionen man als Kritiker dessen, was Wissenschafts-Unkundige als “Wahrheit über den menschengemachten Klimawandel” verkünden, zeitigt. Was Lüning und Vahrenholt im nachfolgenden Text beschreiben, ist der Versuch, abweichende Meinungen zu unterdrücken und – wenn sich das nicht erreichen lässt – der Versuch, diejenigen, die eine abweichende und gut begründete Meinung formulieren, zu diskreditieren.

Zu keinem Zeitpunkt findet eine Auseiandersetzung über die Kritik, die Inhalte, DIE WISSENSCHAFT statt.

Das ist kein Wunder, denn westliche Gesellschaften sind von einem pseudo-intellektuellen Schleim überzogen, der versucht, jede Diskussion zu unterdrücken, der das versuchen muss, denn diejenigen, die sich für den menschengemachten Klimawandel ins Zeug legen, haben zumeist alle eines gemeinsam: Keine Kenntnis, keine Kompetenzen, keine Fähigkeiten, um sich mit Kritikern in der Sache auseinander setzen zu können. Sie sind Gläubige, die einen Fetisch anbeten. Und weil sie einen Fetisch anbeten und nicht begründen können, warum sie ihn anbeten, deshalb müssen sie verhindern, dass andere, Sachkundige, Leute, die die Wissenschaft kennen und deshalb nicht verleugnen müssen, wie die Klimakultisten in ihren muffigen Redaktionskabuffen, zu Wort kommen. Die Differenz zwischen denen, die wissen, worüber sie reden und denen, die den Mund so weit über Dinge aufreißen, von denen sie keine Ahnung haben, sie wäre so groß, dass das kleine Persönchen, das sich in ihnen verbirgt, unwiderbringlich zerstört wäre.



Wir leben derzeit in einer Welt, in der diejenigen, die von einer Sache die wenigste Ahnung haben, vorgeben wollen, wie mit just dieser Sache umgegangen werden soll. Diese Ahnungslosen sind natürlich leichte Beute für diejenigen, die handfeste Interessen durchsetzen wollen, finanzielle in der Regel, und auf der Suche nach nützlichen Idioten sind, denen man eine “soziale Identität” als Straßenhopser oder Klimaretter anbietet, um sie dann als willige Zugtiere vor den eigenen Karren zu spannen.

Deshalb sind Bücher, wie sie Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt geschrieben haben, so wichtig. Sie sind unerlässlich, um die Scharlatane in Redaktionen, die wenig wissen, aber viel behaupten, bloßstellen zu können. Sie sind wichtig, um einen informierten Diskurs durchzusetzen, der es Politikern erschwert, politische Gefallen gegen Parteispenden zu verkaufen, und sie sind wichtig, um sich ein informiertes Urteil über die größte Gelddruckmaschine einerseits, das Mittel zu einem der am breitesten angelegten Versuche, Bürgerrechte zu stehlen, anderseits bilden zu können.

Wer die beiden Bücher von Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt: “Die kalte Sonne” und “Unerwünschte Wahrheiten” noch nicht hat:  Einfach auf die Cover im Text klicken und kaufen!


Kritik an der Klimakatastrophe: Zwei Bücher und ihre Folgen

Von Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt

Wir haben ein Buch zum Klimawandel geschrieben, in dem wir uns gegen Alarmismus und alternativlose Energiepolitik einsetzen. Die Medien reagierten prompt und berichteten ausführlich: Die Zeit, Die Welt, Frankfurter Rundschau, Bildzeitung, taz, Phoenix TV, Hessischer Rundfunk, Neue Zürcher Zeitung, Der Standard, Wiener Zeitung, Financial Times Deutschland, Osnabrücker Zeitung… Wochenlang beschäftigten sich Journalisten und Klimawissenschaftler mit unserem kritischen Buch, versuchten die unbequemen Argumente in einer großangelegten Medienlawine zu entkräften. Die Öffentlichkeit wurde durch die Berichterstattung auf das Buch aufmerksam und wollte sich selbst ein Bild über den Inhalt machen. So landete das Buch drei Wochen lang in den Top 20 der Spiegelbestsellerliste in der Kategorie Sachbücher. Es wurden 25.000 Exemplare verkauft, dazu gab es Übersetzungen in die englische und polnische Sprache. Die kritische Botschaft unseres Buches kam an und stimulierte die öffentliche Debatte. Was will man mehr als Autor? Ziel erreicht.

Das war im Februar 2012. Das Buch hieß „Die kalte Sonne“. Unser zentrales Anliegen war es, die natürlichen Klimafaktoren stärker berücksichtigt zu sehen, nicht die ganze Klimaschuld immer nur beim CO2 zu suchen. Wir platzierten uns in der Mitte der Klimadebatte, wollten zwischen den verhärteten Fronten mit wissenschaftlichen Argumenten vermitteln. Ja, CO2 erwärmt das Klima, aber bei weitem nicht so stark wie es Weltklimarat und angeschlossene Forscher annehmen. Das gefiel den führenden Klimawissenschaftlern jedoch überhaupt nicht. Sie beharrten auf ihrer Extremposition des hundertprozentig menschengemachten Klimawandels. Jeder der etwas anderes behauptet, muss verrückt, dumm oder von dunklen Mächten bezahlt sein. Klimaaktivisten machten sich ans Werk und entstellten unsere Wikipedia-Profilseiten, damit auch jeder sofort sehen konnte, was für böse Buben die beiden Autoren sind. Einer vernünftigen Debatte verschloss sich das Establishment, Dialog war unerwünscht.

Der Mediensturm von 2012 klang nach einigen Monaten langsam ab. Wir begannen ein Blog (www.kaltesonne.de), in dem wir seitdem täglich über Neuigkeiten zum Thema Klimawandel und Energiewende berichten. Wir informieren dort eine kleine, treue Kalte-Sonne-Community von einigen tausend Lesern. Das Klima-Establishment lässt uns dort gewähren, denn in dieser winzigen Ecke des Internets können wir offenbar keine größeren Schäden anrichten.

Das Thema hat in den letzten Jahren drastisch an Fahrt aufgenommen. Die Klimawarnungen gestalteten sich immer schriller, Kinder und Jugendliche wurden vor den Aktivistenkarren gespannt, die totale Dekarbonisierung beschlossen. Mit den klimawissenschaftlichen Grundlagen will heute niemand mehr belästigt werden. The Science is settled. Politiker kümmern sich jetzt nur noch um die Logistik der schnellen Umsetzung der vermeintlich alternativlosen Maßnahmen, mit denen sie meinen, den Weltklimaweltuntergang abzuwehren.

Angesichts der fortwährenden Dialogverweigerungshaltung und der offensichtlichen Schieflage in der Medienberichterstattung wurde es allmählich Zeit, unsere Thesen von 2012 zu überprüfen. Wo lagen wir richtig, wo gingen wir fehl? Was hat sich in der Wissenschaft in diesen Feldern während der letzten Jahre getan? So machten wir uns ans Werk und erstellten einen aktuellen Überblick zu den wichtigsten Themen der Klimadebatte und der Energiewende. Herausgekommen ist ein Klimalesebuch in 50 Kapiteln: “Unerwünschte Wahrheiten. Alles was Sie zum Klimawandel wissen wollten aber nie zu fragen wagten”. Erschienen Mitte September 2020, referenziert mit 2300 Fachpublikationen und anderen Quellen. Leser sagten uns, dass das neue Buch noch leichter, interessanter und überzeugender zu lesen ist als unser erstes Buch. Das freut uns.

Die Mainstream-Medien hat es aber offenbar gar nicht gefreut. Denn sie schwiegen diesmal überwiegend. Zunächst gab es keinen Mucks. Ein unerwünschtes Buch mit unbequemer Kritik. Es schien fast so, als hätten sich Zeitungen, Radiostationen und TV-Sender abgesprochen. Den Kritikern möglichst keine Bühne geben, Deplatforming, Cancel Culture. Sollen die Klimaquerulanten doch in ihrer kleinen „Blase“ bleiben, bloß keinen medialen Flächenbrand verursachen wie beim ersten Mal. So könnten die Gedanken der Redaktionen und Programmplaner in den Medienhäusern gewesen sein.

Nur zwei Radiosender schienen „das Memo“ nicht bekommen zu haben. Der Deutschlandfunk (DLF) lud Fritz Vahrenholt anlässlich der Buchveröffentlichung zu einem längeren Interview in den Sender ein. Dieses sollte kurz darauf gesendet werden. Der anvisierte Sonntag kam, aber das Interview wurde kurzfristig aus dem Programm gekegelt. Was war passiert? Hatte Fritz Vahrenholt seinen Job vielleicht zu gut gemacht? Gab es zu wenige Angriffspunkte? Weshalb die Abweichung vom ursprünglichen Sendeplan? Ein, zwei Wochen später kam dann die Auflösung. Einige wenige der Interviewszenen wurden verstümmelt in ein DLF-Hitpiece gegen Klimakritiker eingebaut. Die Redakteurin Sophie Stigler verwendet darin recht unfeine Worte und betitelt uns als „Klimafaktenleugner“. Darüber muss man angesichts der ausführlichen wissenschaftlichen Belege unserer Argumente durch Zitate aus der Fachliteratur schon schmunzeln.

Im DLF-Beitrag blitzt immer wieder die Handschrift des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) auf. Gleich zwei Verlinkungen gehen auf Webseiten, an denen der PIK-Forscher Stefan Rahmstorf beteiligt ist. So langsam wird klar, wer Sophie Stigler wohl „beraten“ haben könnte. Rahmstorf, die graue Eminenz im Hintergrund? Zur expliziten Kritik im Buch an Rahmstorfs Thesen gibt es vom DLF seltsamerweise kein Wort. Als hätte Rahmstorf Stiglers Feder (weg-) geführt. Das Highlight des Beitrags ist der Hamburger Klimaforscher Jochem Marotzke, der zunächst das Buch negativ kommentiert, um gleich darauf zuzugeben, dass er es gar nicht gelesen habe. Wenig überzeugend. Eine detaillierte Analyse und Entgegnung zum DLF-Beitrag haben wir in unserem Blog veröffentlicht („Kritiker-Bashing beim Deutschlandfunk: Sophie, Volker und Jochem teilen aus“).

Auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat „das Memo“ offenbar nicht erhalten, denn auch dieser Sender lud Fritz Vahrenholt zum Interview. Aus dem daraus entstandenden achtminütigen Beitrag bekommt man allerdings den Eindruck, dass auch der MDR-Redakteur Hanno Griess das Buch gar nicht gelesen hatte. Nicht einmal den Namen des Autors konnte er auf der MDR-Homepage korrekt schreiben. Griess unterstellt uns pauschal, dass wir krude Ideen vertreten würden. Diese Information hatte der MDR-Mann übrigens von einem anonymen Wissenschaftler des Leibnitz Zentrums. Viel vager geht es nicht. Der Redakteur glaubt ähnlich wie Greta an „Die Wissenschaft“ und kann sich offenbar nicht vorstellen, dass es in der Wissenschaft verschiedene Sichtweisen gibt.

In den sozialen und alternativen Medien sah es zum Glück anders aus. Am Tag der Veröffentlichung des Buches sprach Fritz Vahrenholt im Mittags-Podcast Indubio ausführlich mit Burkhard Müller-Ullrich auf achgut.com über die Klimadebatte, Energiewende und „Unerwünschte Wahrheiten“. Tichys Einblick beschäftigte sich gleich mehrfach mit unserem Buch, unter anderem in Form einer Rezension und einem Youtube-Interview, wobei Letzteres bislang von knapp 66.000 Zuschauern angeschaut wurde. Auf ScienceFiles veröffentlichte Michael Klein eine sehr ausführliche und kenntnisreiche Buchbesprechung. Außerdem gab es Beiträge zum Buch auf EIKE sowie auf einigen anderen kleineren Plattformen. Weitere Buchbesprechungen auf anderen Kanälen sind in Vorbereitung.

Trotz des beredten Schweigens des Großteils der Mainstream-Medien und dank der Berichterstattung in den sozialen und alternativen Medien hat das Buch schließlich doch seine Leser gefunden. Zeitweise konnten Amazon und Thalia gar nicht schnell genug nachliefern und gerieten in Lieferengpässe, die dann aber nach einer Woche zum Glück behoben waren. Mittlerweile liegt das Buch in der 4. Auflage vor und kletterte zwischenzeitlich sogar auf Platz 36 der Spiegel Bestsellerliste für Sachbücher.

In unserem Buch kritisieren wir den Weltklimarat, nicht das gesamte Spektrum der klimawissenschaftlichen Meinungsvielfalt wiederzugeben. Wie geht der auch IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) genannte Klimarat mit dieser Kritik um? Wir schrieben an die deutsche Koordinierungsstelle des IPCC und boten ein Freiexeplar des Buches an. Es wäre uns wichtig, dass der IPCC unsere Kritik entgegennimmt und eine Dialogmöglichkeit schafft. Die Koordinierungsstelle lehnte ab. Man wolle weder das Buch zugeschickt bekommen, noch könne man einen „Runden Klimatisch“ einrichten. Kein Interesse.

Eine schockierende Reaktion einer staatlich bezahlten Stelle, die das Wissen zum Klimawandel koordinieren soll: Man möchte keine Kritik hören und auch keine Diskussionen hierüber führen. Stattdessen solle man sich doch an den IPCC-Berichten beteiligen. Was die IPCC-Koordinierungsstelle nicht wissen konnte: Genau dies hatte Sebastian Lüning bereits getan und war dabei auf genau dieselbe Verweigerungshaltung gestoßen. Auf unserem Youtubekanal „Klimawandel Crashkurs“ brachten wir hierzu vor kurzem eine IPCC-Trilogie zur politisierten Arbeitsweise des Weltklimarats. In Wahrheit hat Kritik letztendlich keine Chance, vom IPCC ernstgenommen zu werden. Auch ScienceFiles berichtete.

Dies führt uns zum Grundproblem der Klimadebatte: Kritik am Konzept der Klimakatastrophe ist unerwünscht und wird nicht gehört. Dies ist schon sehr überraschend für eine angeblich so aufgeklärte, demokratische Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Sollte es nicht Strukturen geben, die unsere Argumente unvoreingenommen und ergebnisoffen prüfen? Was wäre, wenn sich zahlreiche unserer Argumente als stichhaltig erwiesen? Immerhin handelt es sich um eines der wichtigsten Themen der heutigen Zeit überhaupt. Wie können wir die politischen Entscheider dazu bringen, das Buch zu lesen und den Kritikern zuzuhören? Viele Fragen, leider bislang ohne Antworten. Mit der Veröffentlichung unseres Buches „Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“ haben wir unsere Kritik öffentlich präsentiert und fachlich ausführlich begründet.

Der Ball liegt jetzt im Feld der Klimawarner. Ob sie wohl die Gelegenheit für eine faire Debatte nutzen werden?



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