Kaputtgespart? Nein: kaputimmigriert! Wahlkampf im UK, Fake News bei der ARD

Warum es sich die öffentlich-rechtliche Anstalten leisten, eine Außenstelle, quasi eine geschlossene Anstalt im Ausland, hier: ein Büro im Vereinigten Königreich zu unterhalten, wenn dort Leute wie Sven Lohmann betreut werden, die den Stuss, den sie schreiben, auch von Deutschland aus schreiben könnten, denn er hat ohnehin nichts mit dem zu tun, was vor Ort relevant ist, das wird für uns ewig eine Frage bleiben, die wir nicht beantworten können.

Vielleicht glauben die Verantwortlichen, dass der Bullshit, den ihre Anstaltsinsassen aus dem „ARD-Studio London“ verbreiten, eher geglaubt wird, wenn

Autor: Sven Lohmann, ARD-Studio London

darunter steht?

Vielleicht sind sie auch froh, ein paar Kilometer Land und Wasser zwischen sich und Sven Lohmann gebracht zu haben. Wir wissen es nicht. Wir wissen nur: Lohmann verbreitet einmal mehr Fake News, ideologisch motivierte Fake News, Fake News, die einem ganz einfachen Schema „BS“ folgt:

„Der Wohlstand ist geringer, die Steuerlast hoch. Das tägliche Leben ist extrem teuer geworden. Die Bilanz der regierenden Tories ist dürftig. Geglänzt haben sie nur mit großen Versprechen und Skandalen. Und seit dem Brexit haben die Briten noch mehr Angst krank zu werden. Das staatliche Gesundheitssystem ist derart kaputtgespart, dass selbst Notfälle um Versorgung bangen und lebensbedrohliche Behandlungen nicht garantiert sind. Es ist das wichtigste Thema auf der Insel. Im Wahlkampf finden die Konservativen kaum noch Gehör. Ihnen droht nicht nur die Abwahl, sondern sogar eine historische Klatsche.“

Was soll man von einem Text erwarten, der gleich mit zwei dicken Lügen beginnt:

  • Der NHS sei kaputtgespart worden;
  • Und der Brexit sei daran schuld…;

Und natürlich ist Brexit daran schuld, dass die Preise gestiegen sind, seit 2016, nicht etwa die von irren Polit-Clowns willkürlich herbeigeführte Verknappung von Energie und die mit ihren irren Corona-Maßnahmen angekurbelte Inflation, die sich zwangsläufig einstellt, wenn man die Verschuldung in absurde Höhen treibt, gleichzeitig die Wirtschaft ruiniert und die Preise wegen ideologischer Spleens steigert. Aber natürlich ist das in Deutschland anders: In Deutschland sind keine Preise gestiegen und in Deutschland gab es keine Inflation und es gibt auch kein Problem damit, dass die Gesundheitskosten steigen… Denn: Es gab ja keinen Brexit in Deutschland.

Man kann sich die wenigen vernünftigen Neuronen im Gehirn von Lohmann richtig vorstellen, wie sie herumirren, nach einer vernünftigen Synapse suchen und doch nur ideologische Angebote der unredlichen Art erhalten.

Wenn man den NHS in den Worten von Lohmann kaputtspart, dann sieht das übrigens so aus:

Schlappe 6,3 Milliarden GBP (8 Milliarden US-Dollar) verschlingt der National Health Service (NHS) PRO Jahr im Durchschnitt mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2022 belaufen sich die Ausgaben für den NHS auf 274.422.000.000 GBP (348.353.000.000 USD), 274 Milliarden ! GBP. Im Jahr 2000 waren es 107.620.000.000 GBP (136.614.000.000 USD). Der NHS wurde also von Ausgaben in Höhe von 108 Milliarden GBP auf Ausgaben in Höhe von 274 Milliarden GBP kaputtgespart.

Wir wissen nicht, was Herr Lohmann raucht. Aber es muss kräftiges Zeug sein, dass zu einer umfassenden ideologischen Verblödung führt.

Vergleicht man die Ausgaben pro Kopf für das Vereinigte Königreich und Deutschland, dann ergibt sich das Bild oben, das einerseits zeigt, wie Labour den NHS durch geringere Investitionen als die Conservatives „kaputt gespart“ hat und zum anderen zeigt, dass ab 2015 ein Einbruch in Deutschland und im Vereinigten Königreich zu sehen ist: Das ist auf IMMIGRATION zurückzuführen, seit 2015 müssen die Ausgaben für den NHS und das deutsche Gesundheitssystem auf mehr Köpfe, Millionen mehr Köpfe verteilt werden. Man könnte, wenn man Lohmannen wollte, von einer Kaputtimmigration der Gesundheitssysteme sprechen.

Und damit sind wir bei den nächsten Lügen, die Lohmann denen, die nicht wie er vor Ort sind und es besser wissen, serviert: Hauptthemen im Wahlkampf sei der NHS und die Lebenshaltungskosten und die Konservativen, die bekämen kein Bein auf den Boden, weil die Tories versagt hätten. In der Tat, die Tories haben versagt, und die Wähler haben die Nase von den Tories voll, unter anderem, weil die Tories ihre Versprechen, den Brexit durchzuführen und das Land wieder souverän zu machen, durch Kontrolle der Grenzen, unter anderem, nicht eingehalten haben. Indes will Lohmann der Unaufrichtige in seinem Beitrag suggerieren, die Briten hätten vom Brexit genug und die Tories wegen des Brexit abgewirtschaftet. Er tut dies in recht übler Art und Weise, in dem er Jacob Rees-Moog instrumentalisiert, der seinen Wahlkreis wohl verlieren wird, weil die Leute von den Tories die Nase vollhaben, wegen dem Brexit, wie Lohmann durchblicken lässt, andere Gründe gibt es keine und andere Parteien außer den Tories und Labour ohnehin nicht.

Den dreistesten Betrug findet man indes zum Ende des Textes:

„Die Konservativen sind in den vergangenen Jahren weit nach rechts gerückt. Jacob Rees Mogg würde gerne mehr über Migration sprechen. Nur wenige mögen überhaupt noch zuhören.“

Das ist heftig, selbst für die Propagandaschleuder ARD ist das eine neue Dimension von Lug und Betrug.

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Als Yougov Ende Mai die Briten gefragt hat, welche Themen ihre Wahlentscheidung beeinflussen werden, besonders wichtig für ihre Wahlentscheidung sind, sah das Ergebnis wie folgt aus:

Quelle: YouGov

Lebenshaltungskosten, Gesundheit und Ökonomie im Allgemeinen führen die Liste an, wenn die Befragten drei Themen nennen sollen. Bittet man sie indes NUR das wichtigste Thema zu benennen, dann sieht die Hierarchie anders aus: Lebenshaltungskosten rangieren vor IMMIGRATION, gefolgt von der Ökonomie im Allgemeinen. Seither hat sich massiv viel verändert, nicht nur hat Nigel Farage seinen Hut in den Ring geworfen und ist auf dem besten Weg, seinen Wahlkreis in Claction zu gewinnen (die Umfragen haben ihn bei 42%-48% der Stimmen und damit deutlich vor dem Kandidaten der Konservativen, der zwischen 21% und 27% erhält – Labour, LibDims oder Greens spielen keine Rolle in Clacton). Mit Nigel Farage hat sich der bis dato langweilige Wahlkampf grundlegend verändert.

Vollkommen ignoriert von Sven Lohmann, der offenkundig nur ideologisch passende Informationen in sein hermetisch abgeriegeltes „ARD-Studio London“ lässt, ist Reform UK dabei, die politische Landschaft im Vereinigten Königreich durcheinander zu wirbeln, wobei das Ausmaß der Verwerfungen, die von Reform UK verursacht werden, derzeit noch nicht überschaubar ist. Im Vereinigten Königreich gilt first past the post als Wahlrecht, d.h. in den 651 Wahlkreisen gilt der Kandidat als gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereint, auch dann, wenn er keine absolute Mehrheit erreicht. Dieses Wahlsystem macht es Neueinsteigern ohne lokale Parteigliederung schwer, eine nennenswerte Anzahl von Sitzen zu erreichen. Die Faustregel geht dahin, dass eine neue Partei ab 18% landesweitem Anteil mit ein paar Sitzen rechnen kann, dass die Zahl der Sitze ab 25% aber schnell und deutlich zunimmt.

Und siehe da:

Diese Wahl hält noch so manche Überraschung bereit, wie es scheint. Das Besondere an den Ergebnissen die wir oben dargestellt haben, Ergebnisse, die das Unternehmen „People’s Poll“ von Matt Goodwin produziert hat, besteht darin, dass im Gegensatz zu anderen Umfragen NUR die Wähler ausgewiesen werden, die angeben, sehr wahrscheinlich oder sicher zur Wahl zu gehen. Das Ergebnis bringt Reform UK in Reichweite zweistelliger Sitzzahl im House of Commons.

Und die Ursache dafür, dass Reform UK derzeit erheblich Boden auf die Tories gut macht, die liegt u.a. darin begründet, dass Reform UK Immigration zum wichtigsten Thema dieses Wahlkampfes gemacht hat.

Allein in den letzten beiden Jahren sind rund 1,3 Millionen Migranten mehr ins Vereinigte Königreich zugewandert als Personen aus dem UK abgewandert sind. Die Infrastruktur des Landes ist dafür nicht ausgelegt. Und deshalb ist Britain broken, deshalb sagt Nigel Farage, „nothing works anymore“. U.a. deshalb sind die Listen beim NHS so lang (es gab noch den Corona-Wahnsinn, der die Listen verlängert hat), Mortgages so teuer, Häuser so knapp. Mit diesem Thema trifft Reform UK bei vielen Briten den Nerv, aber natürlich nicht bei Sven Lohmann, in dessen hermetisches Kabuff, das als „ARD-Büro London“ beschrieben wird, nur linke ideologische Abluft dringt.

Indes, vielleicht hat Lohmann auch die folgenden Ergebnisse aus Wales im Auge, wenn er davon spricht, dass der NHS für viele Briten das Wahlthema ist, der Grund dafür, Labour zu wählen:

Indes, in Wales regiert Labour.

Seit Jahrzehnten regiert Labour in Wales.
Und die Regierung von Wales sagt, wo es bei NHS lang geht, denn der NHS in Wales untersteht der Regierung in Cardiff. Und Labour sagt in der Tat seit Jahren, wo es mit dem NHS in Wales lang geht. Deshalb sind die Wartelisten in Wales noch länger als in England, der Mangel an Pflegepersonal und Ärzten noch größer als in England und die medizinische Versorgung so schlecht, dass Waliser, die es nicht weit nach England haben, sich in England nach medizinischer Versorgung umsehen. Nur in einem sind die Waliser Labour Verantwortlichen besser als die englischen Tory Verantwortlichen, wenn es um den NHS geht: in Wales gibt es noch mehr Mausschubser als in England noch mehr Diversity Verantwortliche als in England … wo? Na beim NHS!

Lohmann will so etwas natürlich nicht wissen.
Er will seine Konsumenten mit abgedroschenem ideologsichen BS abfüttern.
Und er wird nach dem 4. Juli 2024 wieder einmal zu denen gehören, die sich das Ergebnis überhaupt nicht erklären können.


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